pic

Rom, Italien
26. Januar 2010

Neue Nachrichten über die Situation in Haiti und in Vietnam

Liebe Mitbrüder, Schwestern, Mitarbeiter und Freunde!

Einmal mehr schreibe ich über Haiti. Es gab von Seiten der ganzen Kongregation auf den Hilferuf eine sehr großzügige Antwort. Viele Einheiten haben Spenden an den Hilfsfonds der Gerneralleitung gesandt. Andere haben ihre Beiträge an die Provinz Ste-Anne de Beaupré gesandt. Einige haben ihre Hilfe über die Provinz San Juan gehen lassen. Viele Einheiten haben bedeutende Spenden an internationale Hilfsorganisationen gegeben, um den notleidenden Menschen in Haiti so schnell wie möglich helfen zu können.

Der Provinz San Juan ist es gelungen, einige Hilfen über die Dominikanische Republik direkt an die Mitbrüder in Port-au-Prince zu senden. Der Regionalsuperior von Haiti, P. Adonai Jean-Juste, hat mir mitgeteilt, daß die Mitbrüder guten Mutes sind, anderen helfen, und dankbar sind für das Gebet und die Unterstützung der Mitbrüder, Mitarbeiter und Freunde rund um die Erde. Einige Studenten aus Haiti sind für die Zeit der Krise zum Studium in anderen Einheiten aufgenommen worden; dafür sind wir dankbar.

Durch den Solidaritätsfonds und die Beiträge für Haiti wird die Generalleitung in der Lage sein, auf dringende Bedürfnisse unserer Mitbrüder in Port-au-Prince zu antworten, in Zusammenarbeit mit der Provinz Ste-Anne de Beaupré und anderer Einheiten. Es ist abzusehen, daß eine längere Zeit des Wiederaufbaus notwendig sein wird. Es ist jetzt natürlich zu früh abzuschätzen, wie das genau geschehen und was das kosten wird. Es ist auch klar, daß die Kongregation Vorsorge treffen muß für die weiter bestehenden Bedürfnisse der Region, selbst wenn der Wiederaufbau geschehen ist. Andere Spender haben sich bereit erklärt, daß sie und ihre Organisationen beim Aufbau und der Finanzierung von sozialen Projekten und Schulen helfen werden. Unsere Verantwortung für Haiti muß die nächsten Jahre weitergehen. Sobald genauere Einzelheiten dieser Verantwortung klarer sind, werden wir die Informationen an Euch weitergeben. Ich möchte betonen, daß die Hilfe der Kongregation und unserer Mitarbeiter über lange Zeit hinweg notwendig sein wird.

Danke für alles, was Ihr bisher getan habt. Begleiten wir weiterhin unsere Brüder und Schwestern in Haiti mit unserem Gebet und unserer Solidarität.

Ich möchte auch einige neue Nachrichten über die Situation unserer Mitbrüder in Vietnam geben, und besonders die Redemptoristen und die Angehörigen der Pfarre Dong Chiem (Hanoi). Ich habe die sehr gute Nachricht erhalten, daß Bruder Anthony sich zu Hause gut von seinen Verletzungen erholt. Es scheint, daß er keine dauerhafte Behinderung haben wird.

Anderseits klagen die staatlichen Medien die Redemptoristen an, daß sie Aufruhr anstiften, und fordern die Regierung auf, sie hart zu bestrafen. Andere Artikel in katholischen Medien berichten, daß Pfarrangehörige belästigt und geschlagen wurden.

Die Redemptoristen haben die Pfarrangehörigen und alle Christen aufgefordert, Gewalttätigkeit zu unterlassen, und für den Frieden zu arbeiten und zu beten. Sie haben angefangen, das Gebet des hl. Franz von Assisi („Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“) bei jedem Gottesdienst zu sprechen. Ich rufe alle Redemptoristen und Mitarbeiter auf, dieses Gebet in Solidarität mit den Redemptoristen und den Katholiken in Vietnam zu beten. Ich füge das Gebet am Ende des Briefes an.

Der Provinzial P. Vincent Pham Trung Thanh hat mir geschrieben und sich bedankt für die Unterstützung und das Gebet von so vielen Menschen. Gottesdienste haben überall in Vietnam und rund um die Welt stattgefunden. Es ist unser Bitte, daß die Regierung in Vietnam Gerechtigkeit garantieren möge.

http://www.catholicnewsagency.com/news/redemptorist_superior_general_urges_prayer_for_persecuted_vietnamese_catholics/

Einmal mehr: Danke für Eure Gebete und Eure Solidarität! Möge Jesus, unser Erlöser, weiter mit uns gehen in unserer Bemühung, die Frohe Botschaft den Verlassenen und Armen zu bringen.

Im Erlöser

Michael Brehl, S.Ss.R.
Generaloberer

Gebet des hl. Franz von Assisi

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
daß ich liebe, wo man haßt;
daß ich verzeihe, wo man beleidigt;
daß ich verbinde, wo Streit ist;
daß ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
daß ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
daß ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
daß ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
daß ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, laß mich trachten,
nicht, daß ich getröstet werde, sondern daß ich tröste;
nicht, daß ich verstanden werde, sondern daß ich verstehe;
nicht, daß ich geliebt werde, sondern daß ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
Wer sich selbst vergißt, der findet;
Wer verzeiht, dem wird verziehen;
Und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben

(Gotteslob 29,6)

 



Besuchen Sie  unsere Webseite bei http://www.cssr.com, www.cssr.tv
Frühere Nummern von SCALA  sind abrufbar bei: http://www.cssr.com/scala/index.shtm
Bestellung des Scala: scaladeutsch-subscribe@scalanews.com