| S C A L A |
Unser Leben geben für die Erlösung in Fülle
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| Info-Service der Redemptoristen | Nummer 16 |
Mitteilungsblatt der Kongregation des Heiligsten Erlösers
Rom, Italien
16. April 2006
Aus der Redaktion
Frohe Ostern! Pater General möchte alle Mitbrüder auf zwei wichtige Dokumente aufmerksam machen. Das erste ist der Brief über Neustrukturierung, der neulich von der Kommission für Neustrukturierung an alle Einheiten und Mitbrüder verschickt wurde. Falls Sie ihn nicht erhalten haben, finden Sie ihn auf unserer Webseite unter: http://www.cssr.com/deutsch/whoarewe/DocsAndComms/2006-TobinLetterRestructComm-DT.shtml
Das zweite Dokument können Sie hier in SCALA finden über das Inhaltsverzeichnis unter Friede und Gerechtigkeit. Es stammt von der Union der Generaloberen der Ordensmänner und Ordensfrauen. Unser Pater General ist Vizepräsident im Vorstand der Union der Generaloberen der Männerkongregationen. In diesem Dokument geht es um den Einsatz der Ordensleute, die sich den Opfern der weltweiten Aids-Epidemie widmen und um die Zusammenarbeit in diesem Bereich. Im Brief werden alle, auch unsere Mitbrüder, die sich persönlich oder in Gemeinschaft mit AIDS befassen, gebeten, den betreffenden Fragebogen herunterzuladen und auszufüllen. Obwohl man im Brief gebeten wird, den ausgefüllten Fragebogen direkt an die E-Mail-Adresse der Union UISG/USG zu senden, möchten wir Sie bitten, eine Kopie ebenfalls an uns zu senden, und zwar an: Response@cssrim.com.
Entdecken Sie die Workshops unter den Tätigkeiten von P.General und Generalat im Inhaltsverzeichnis. Übrigens sollten Sie etwa im Mai Exemplare von unserem neu gestalteten, gedruckten Jahrbuch ORBIS in Ihrer Kommunität erhalten. Ich möchte allen danken, die dazu beigetragen haben als Verfasser, Übersetzer, Mitarbeiter im Verlag Liguori Publications,USA, und Pater Antonio Pasquarelli in Materdomini, Italien, der den Druck und Versand besorgt. Es ist eine Darstellung markanter Ereignisse aus dem Leben der Redemptoristen im vergangenen Jahr. Ich hoffe, dass Mitbrüder Beiträge liefern für die Ausgabe des nächsten Jahres. Der Raum ist allerdings beschränkt, weil der Inhalt in sieben Sprachen geboten wird. So wollen wir Wesentliches und Fotos bringen, die weltweit ansprechen. Vergesset nicht, dass wir auch Ihre Bestellung von SCALA begrüssen. Senden Sie neue Beiträge an garyz@cssr.com.
Gnade und Erlösung für Alle!
Gary Ziuraitis, C.SS.R.
| INHALTSVERZEICHNIS |
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Lebenswenden |
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Nachrichten von den Provinzen |
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Frieden und Gerechtigkeit |
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Redemptoristen im Zeitgeschehen |
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Bildergalerie des Monats (nur online) |
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In Spiritu Redemptionis |
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Bekanntmachungen |
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Redemptoristische Webseite im Brennpunkt |
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Berichte aus der Kurie, den Sekretariaten und Komitees |
Personelle Veränderungen der letzten Zeit in der Familie der Redemptoristen. Einen vollständigen Überblick finden Sie unter Officialia.
Zeitliche Profess:
Nicanor Fernández Fernández, Provinz Madrid, 19. Juni 2005
Troy Dominic (Benedict Gerard) Kelley, Provinz Denver, 1. August 2005
Robert Harold Lindsey, Provinz Denver, 1. August 2005
Seog-Hyeon Stephen Hong, Vizeprovinz Kagoshima, 11. Dezember 2005
Alejandro Arciniega Muñoz, Provinz México, 14. Januar 2006
Washington Luiz Rodriques Amaral, Vizeprovinz Fortaleza, 27. Januar 2006
Emanuel Alejandro Demagistris, Provinz Buenos Aires, 2. Februar 2006
Germán Nicolás Lucero, Provinz Buenos Aires, 2. Februar 2006
Martin Alberto Nievas, Provinz Buenos Aires, 2. Februar 2006
Sílvio Alberto Sánchez, Provinz Buenos Aires, 2. Februar 2006
Valmir Busse, Provinz Porto Alegre, 2. Februar 2006
Maiko Deffaveri, Provinz Porto Alegre, Feburary 2, 2006
Nei mar Lauermann, Provinz Porto Alegre, 2. Februar 2006
Matteus José Sabotti, Provinz Porto Alegre, 2. Februar 2006
José Ribamar Costa Silva, Provinz Porto Alegre, 2. Februar 2006
Geomar Tremea, Provinz Porto Alegre, 2. Februar 2006
Julio Esteban Escobar, Vizeprovinz Resistência, 4. Februar 2006
Andrzej Jodkoswki, Provinz Warsaw, 25. Februar 2006
Joseph Poowanai Tantikul, Vizeprovinz Bangkok, 24. März 2006
Ewige Profess:
Radamés António Centenaro, Provinz Porto Alegre, 2. Februar 2006
Domingos dos Sanots Barreto, Vizeprovinz Bahia, 19. Februar 2006
Lécio Alexandre Silva, Vizeprovinz Bahia, 19. Februar 2006
Cosme Sérgio Silva Queroz, Vizeprovinz Bahia, 19. Februar 2006
Pedro de Aquiar, Provinz Campo Grande, 17. März 2006
Luiz Francisco Langer, Provinz Campo Grande, 17. März 2006
Riginaldo Nascimento Padilha, Provinz Campo Grande, 17. März 2006
Priesterweihen:
Neilton da Mota Junqueira, Vizeprovinz Bahia, 5. Februar 2006
Denis John Ryan, Provinz Denver, 18. März 2006
Jubiläen im April:
70 Jahre Profess:
Pater Bernard Schölzel, Provinz St. Clemens/Region Köln, 23.April 2006
70 Jahre Priester:
Pater Erwin Moritz, Provinz St. Clemens/Region Köln, 16. April 2006
60 Jahre Profess:
Pater Frans Schenk, Provinz St. Clemens/Region Flandern, 14. April 2006
Bruder Marcel Schenk, Provinz St. Clemens/Region Flandern, 14. April 2006
Pater Henryk Klimaj, Provinz Warschau, 18. April 2006
60 Jahre Priester:
Pater René Balluet, Vizeprovinz Burkina-Niger, 6. April 2006
Pater Henri Le Boursicaud, Provinz Lyon-Paris, 6. April 2006
Pater Paul Mathieu, Provinz Lyon-Paris, 6. April 2006
Pater John Vicent Corbett, Provinz Dublin, 7. April 2006
Pater Michel Demant, Provinz Strasbourg, 20. April 2006
Pater Marcel Glock, Provinz Bolivia, 20. April 2006
50 Jahre Profess:
Bruder Ivan Kanski, Provinz Yorkton, 7. April 2006
25 Jahre Priester:
Pater Amardo Picardal, Provinz Cebu, 24. April 2006
Pater José Ántônio Dal Bó Giovanetti, Provinz São Paulo, 26. April 2006
Pater Claro Conde, Provinz Cebu, 28. April 2006
Bischofsernennung:
Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. ernannte am 25. März 2006 Pater Philip Banchong Chaiyara, C.Ss.R., früherer Vizeprovinzial von Bangkok, zum Bischof der Diözese Ubon Ratchathani, Thailand.
Neue Doktoren:
Pater Phaiboon Udomdej, C.SS.R.von der Vizeprovinz Bangkok, verteidigte erfolgreich seine Doktordissertation in Moraltheologie am 25. März 2006 an der Alfonsianischen Akademie in Rom. Der Titel der Arbeit lautet: The Contemporary Thai Catholic and the Concept of Sin.
Pater Gilberto Paiva, C.SS.R. aus der Provinz São Paulo verteidigte erfolgreich seine Dorktorarbeit in Kirchengeschichte am 31. März 2006 an der Gregoriana in Rom. Titel der Dissertation: Die Redemptoristenprovinz São Paulo – 1894-1955: Ihre Gründung, Verstärkung, kanonische Errichtung und Entwicklung. Eine pastoralhistoriche Studie.
Unsere Verstorbenen:
Pater Edward Lumley-Holmes, 85, Provinz Südafrika, 11. Januar 2006
Pater Angel Morán Cambarros, 79, Provinz Madrid, 2. März 2006
Bruder Jean-Claude Francoeur, 81, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 5. März 2006
Pater Augustine Cummins, 90, Provinz Canberra, 7. März 2006
Pater Guy Rosticher, 73, Provinz Lyon-Paris, 8. März 2006
Pater Herman van Nimwegen, 86, Provinz St. Clemens/Region Nederland, 10. März 2006
Pater Francis Mullaghy, 83, Provinz Dublin, 11. März 2006
Pater Giuseppe Pascoli, 95, Provinz Roma, 13. März 2006
Ernennungen:
Pater Bruno Vissuri von der Provinz Rom ist am 1. Oktober 2005 zum Kirchenpräfekten von Sant’Alfonso und Rektor der Wallfahrtskirche der Mutter von der Immerwährenden Hilfe in Rom ernannt worden.
Pater Witold Hetnar aus der Provinz Warschau wurde am 16. Oktober 2005 ad interim zum Seelsorger der polnischen Gläubigen von Sant’Alfonso in Rom ernannt.
Pater Janusz Dyrek, Provinz Warschau wurde am 12. Januar 2006 für drei Jahre zum Seelsorger der polnischen Gläubigen in Sant’Alfonso ernannt.
Pater Dominic Nguyen Phi Long wurde am 18.Januar 2006 zum Konsultor / Superior der Vizeprovinz Extra Patriam ernannt
Aufhebung
des Hauses in der Stadt Panorama, São Paulo, Brasilien, am 7. März 2006.
Nachrichten von den Provinzen
Ukraine
Die Provinz Lviv
Unsere Provinz wurde von belgischen Redemptoristen gegründet und feierte vor zwei Jahren das 90. Jahr ihres Bestehens. Zurzeit haben wir 12 Häuser und 53 Priester (davon zwei in Kanada, 1 in Belgien und 1 in England). Wir haben 1 Diakon, 8 Brüder, 44 Studenten, 6 Novizen und 6 Kandidaten.
Die Mehrheit unserer Häuser liegt in der Westukraine, aber in letzter Zeit gelang es uns, in Berdiansk in der Ostukraine nahe der russischen Grenze eine Niederlassung zu gründen. Dazu haben wir auch noch ein Haus in Sibirien, wo unser Mitbruder Iwan Sjatik den Märtyrertod erlitt. Er wurde am 27. Juni 2001 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.
Die Haupttätigkeit der Provinz besteht in der Pfarrseelsorge. Die Missionen dauern im Allgemeinen acht Tage. Wir halten auch Exerzitien, und sind in der Jugend-, Gefangenen- und Behindertenseelsorge tätig.
Auf Ersuchen des Patriarchen der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche wurde ein bischöfliches Priesterseminar eröffnet, auf dessen Gelände verschiedene Orden, darunter auch wir, ein Haus bauen können. Mit dem heurigen Studienjahr werden unsere Studenten dieses Seminar besuchen. Wir hoffen, dass unser Haus heuer noch fertig wird, was uns bei der Ausbildung unseres Nachwuchses eine große Hilfe sein wird.
Zurzeit beschäftigen wir uns auch mit der Frage, wie wir unsere Seelsorge in der Ostukraine besser gestalten können, wo der Kommunismus und der Atheismus ihre Spuren hinterlassen haben.
Brasil
Die Provinz Rio de Janeiro
Padre Vicente de Paula Ferreira C.Ss.R.
Die Provinz Rio de Janeiro, die die brasilianischen Staaten Minas, Rio de Janeiro und Espirito Santo umfasst, wurde am 29. Juni 1951 zur Provinz und besteht nun seit 54 Jahren. Sie war das große Werk holländischer Missionare, die am Ende des 19. Jahrhunderts in dieses Land kamen.
Heute hat die Provinz 1 em. Bischof der Diözese Itabria-Coronel Fabriciano, 46 Priester, 10 Brüder, 5 Klerikerstudenten und 5 Novizen, insgesamt also mit den Novizen 67 Mitglieder. Mit Ende 2005 gab es 16 Juvenisten und 8 Philosophiestudenten. Wir können auch auf eine große Zahl von Laien zählen, die als ausgebildete redemptoristische Laienmissionare den einzelnen Häusern angeschlossen sind. Die Mitbrüder teilen sich auf folgende Altersgruppen auf: 80 bis 85 (8); 70 bis 79 (15); 60 bis 69 (11); 50 bis 59 (2); 40 bis 49 (7); 30 bis 39 (17); 20 bis 29 (2).
Wir üben die verschiedensten Formen des Apostolats aus. Wir haben zwei Pfarreien in Juiz de Fora und je 1 in Belo Horizonte, Rio de Janeiro und Coronel Fabriciano. Wir betreuen 2 Wallfahrtsorte: zum hl. Gerard in Curvelo und zur Mutter von der Immerwährenden Hilfe in Campos. Wir führen 2 Exerzitienhäuser: São José in Belo Horizonte und Floreste in Juiz de Fora. Wir betreiben 2 Rundfunkstationen in Coronel Fabriciano. Unsere Ausbildungshäuser befinden sich in Juiz de Flora (Juvenat und Philosophie), in Coronel Fabriciano (ein spezielles Vorbereitungsjahr vor dem Noviziat) und in Belo Horizonte (Theologie). Wir haben schon ein Missionshaus in Cariacica und werden noch in diesem Jahr ein weiteres in Aracruz haben. Beide liegen im Staat Espirito Santo.
Wir gestalten unser Provinzleben nach einem Plan, der am Beginn jedes Trienniums ausgearbeitet wird. Die Prioritäten liegen auf der Ausbildung, den Missionen und unserem konkreten Lebensvollzug. In den letzten Triennien haben wir große Gnadenerweise erfahren. Nach 15 Jahren ohne Eintritte in unsere Kongregation dürfen wir uns als Frucht unserer konsequenten Arbeit in der Berufepastoral über eine schöne Zahl neuer Mitbrüder freuen.
Südamerika
Ein Noviziat der Redemptoristen als Zeichen globalisierter Solidarität
Leonel Guauque C.Ss.R.
„Die Herausforderung besteht in der Globalisierung in der Kongregation für unsere weltweite Sendung“ (P. General P. Joseph W. Tobin an alle Mitglieder der Kongregation in den Communicanda Nr. 4 vom 31. März 2002).
Diese Communicanda hatten ergänzend zum Thema des Sexenniums den Leitgedanken „Ein Herz und eine Seele“ und handelten von der Solidarität als Frucht der Erneuerung der Kongregation in den letzten 40 Jahren, die auf die Globalisierung zurückgeht. Angesichts all dessen müssen wir uns fragen: Wie soll unser Nachwuchs ausgebildet werden? Wo müssen wir beginnen?
Das Verlangen nach weltweiter Zusammenarbeit in der Kongregation ist unüberhörbar und es gibt viele Hinweise auf einen Trend zur „Globalisierung der Solidarität.“
Die Welt ist ein „globales Dorf“, sagte McLuhan einst, und wir alle sind davon betroffen. Papst Johannes Paul II. schreibt in seiner Enzyklika Sollicitudo rei socialis Nr. 38, dass wir als Kirche die Pflicht haben, zur Bildung einer echten kulturellen Globalisierung der Solidarität beizutragen. Im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Ecclesia in America Nr. 55 erklärt er, dass „die Globalisierung a priori weder gut noch schlecht ist. Sie ist das, was die Menschen aus ihr machen.“
Diese Worte des Papstes bestärken uns in dem Verlangen, die Solidarität in der Kongregation zu globalisieren. Diese Solidarität gibt es schon bei den apostolischen Arbeiten und in der Ausbildung. In der Ausbildung ist sie ja besonders dringend, da diese das Fundament und die Grundlage für die zukünftige Solidarität bei unseren Apostolaten in aller Welt ist.
Das wurde von verschiedenen Einheiten der Kongregation positiv aufgenommen und fand seinen Niederschlag vom einfachen gegenseitigen Kennenlernen bis zur gemeinsamen Durchführung konkreter Projekte. Als Beispiel für die Globalisierung der Solidarität möchte ich das internationale Noviziat nennen, das in diesem Jahr in unserem Haus Piedecuesta (Santander, Provinz Bogota) eröffnet wird. Sechs Einheiten beteiligen sich daran: Mexiko (1 Novize), San Salvador (3 Novizen), San Juan (2 Novizen), Caracas (3 Novizen) und Bogota (15 Novizen).
Das Noviziat soll eine systematische Bildung auf verschiedenen Gebieten bieten: Alfons und die Geschichte der Kongregation; ein analytischer Blick auf Leben und Werk des hl. Alfons; die Konstitutionen und Statuten; Theologie des geweihten Lebens; ein juristischer Blick auf das Noviziat und das geweihte Leben; Lebensqualität; Musik usw.
Die Novizen haben die außergewöhnliche Gelegenheit, die globalisierte Solidarität hautnah zu erleben, und das wird gewiss neue Horizonte für die Zukunft auftun.
Communicanda Nr. 4 stellt fest: „Je mehr wir den besonderen Auftrag unserer Kongregation begreifen, umso mehr wächst bei vielen Mitbrüdern der Wille zur Zusammenarbeit.“ Damit aber die Globalisierung der Solidarität wirksamer und konkreter werden kann, muss sie so klar und deutlich wie in der Apostelgeschichte zum Ausdruck kommen: Solidarität im Gebet, Solidarität in unserer Sendung, Solidarität in allem, was wir besitzen.
Die Kirche heute, und vor allem die Kongregation, müssen in der Globalisierung der Solidarität wachsen. Nur so können wir uns auf eine sich rasch ändernde Welt einstellen. Das internationale Noviziat in Piedecuesta ist ein wichtiger und richtiger Schritt in diese Richtung.
Frieden und Gerechtigkeit
Unione Superiori Generali
Unione Internazionale Superiore Generali
Rome Italy
26/02/2006
Liebe Brüder und Schwestern,
Die HIV/AIDS Pandemie gehört zu den schlimmsten Verheerungen und Krisen unserer Zeit. Nach Statistiken von 2005 sind mehr als 40 Millionen Menschen HIV positiv; und 4.9 Millionen wurden 2005 vom Virus befallen; im selben Jahr starben 3.1 Millionen an AIDS.
Die Situation ist dramatisch und stellt uns vor dieses schwerwiegende Problem, das zwar medizinisch zu bewältigen ist, uns aber auch aus gesellschaftlichen, ethischen, theologischen, pastoralen, wirtschaftlichen und anderen Gründen fordert.
Als die Pandemie begann, setzten sich viele Ordensgesellschaften sofort ein, um vorzubeugen, zu pflegen, Sozialhilfe zu leisten, Waisenkinder zu betreuen usw. So wurde auf der ganzen Welt mit grosser Hingabe eine Riesenarbeit geleistet. Das geschah unauffällig und somit ohne Unterstützung: wir haben keinen Zugang zu den Geldquellen, um unsere Arbeit zu unterstützen und auszuführen. Und noch weniger haben wir Zugang zu den Entscheidungsgremien, die am Ort oder auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene die wichtigen Beschlüsse in Bezug auf die Epidemie zu fassen haben.
Aus dieser Sicht haben die Gesundheitskommission und die “AIDS Gruppe” des Verbandes der Generaloberen im letzten Dezember zu einer internationalen Versammlung von Ordensleuten eingeladen. Das Ziel war, als gottgeweihte Männer und Frauen zu einem gemeinsamen Verständnis des Problems zu gelangen. Wir hofften, unseren Standpunkt in einem Grundsatzpapier darzulegen, und alle unsere Tätigkeiten im Kampf gegen die Epidemie so aufzuzählen, dass die Angaben glaubhaft und nachprüfbar sind.
Wir glauben, dass es an der Zeit ist, unser Wirken bekannt zu machen und besonders als Ordensleute zusammenzukommen und unter uns bewusste Verbundenheit zu entwickeln. Das erlaubt uns, Erfahrungen auszutauschen, stärker zusammenzuarbeiten, uns gegenseitig zu unterstützen, gemeinsam zu planen usw.
Die Überwindung unserer Abgrenzungen ist ein prophetisches Zeichen und eröffnet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf hoher Ebene mit Organisationen wie UNAIDS, WHO (Weltgesundheitsorganisation) und anderen.
Es geht auch darum klarzustellen, was die Kirche tut, denn ihr wirft man vor, sie trage zur Verbreitung der Epidemie bei, und man unterschätzt, wie sie sich bisher sogar auf entferntesten und schwierigsten Aussenstationen eingesetzt hat. http://cssr.com/question/deutsch.doc
Der beigelegte Fragebogen soll unser ganzes Wirken dokumentarisch erfassen. Es ist uns bewusst, dass wir damit noch zusätzliche Arbeit verlangen und dass viele Brüder und Schwestern schon mit Arbeit im Dienst der Armen überladen sind. Trotzdem möchten wir Sie bitten, mit derselben Hingabe die Zeit aufzubringen, um den Fragebogen auszufüllen. Sie können sicher sein, dass das Ihrem Dienst über Erwarten Klarheit und Auftrieb geben wird.
Weil es bei HIV/AIDS auch um unser Charisma geht, senden wir diesen Fragebogen über die Vorgesetzten an alle Ordensgemeinschaften in der Welt. Natürlich wird jede Gemeinschaft antworten gemäss ihrer Betroffenheit auf ihrem Wirkungsfeld, das pastoral, medizinisch, theologisch usw sein mag. Wir haben versucht, die Fragen einfach zu formulieren. Meistens sind die Antworten JA oder NEIN, während andere in Mass- oder Zahlenangaben bestehen und wohl komplexer sind. Seien Sie nicht peinlich exakt aber doch schätzungsweise so genau als möglich. Das gilt auch für das Budget. Es ist für uns wichtig zu wissen, wieviel Geld eingesetzt wird und woher es kommt. Es ist wichtig zu zeigen, dass das, was wir beitragen, nicht von den Regierungen stammt. Es ist auch wichtig, unsere Finanzierungsnöte zu schildern, wenn es darum geht, unsere Projekte und Träume zugunsten der armen Leute auszuführen und am Ort eine gerechtere Verteilung der internationalen Zuschüsse zu erreichen.
Den ausgefüllten Fragebogen senden Sie bitte an das Büro UISG/USG in der Zeit von Anfangs Juni bis Ende September 2006. Sie können die Bogen direkt oder über Ihre Provinzoberen senden, und zwar an: cmsmartinelli@pcn.net
oder per Post an:
UISG,
Piazza Ponte S. Angelo 28,
IT-00186 Roma.
Je besser wir unser Werk darstellen, desto mehr können wir mit öffentlichen Geldern rechnen und ernst genommen werden, wenn wir das Evangelium verkünden, aber auch wenn wir uns an die politischen Instanzen wenden angefangen bei der Ortsgemeinde bis zu den internationalen Gremien.
Ich möchte Ihnen ganz herzlich danken für Ihre Hingabe in Ihrem Dienst und für die Zeit, die Sie für unseren Fragebogen aufwenden.
Möge der Gott des Lebens uns segnen und uns zeigen, wie wir den leidenden Menschen am besten beistehen können. Möge er uns klar machen, welch grosses Geschenk wir zu teilen haben: “das lebendige Wasser (des Glaubens) das Antwort gibt auf die Fragen über den Sinn von Leben, Tod und Krankheit, uns aber auch freisetzt für selbstlose Liebe und Vergebung...“.
Für die AIDS Gruppe
UISG/USG
Sr. Maria Martinelli
Redemptoristen im Zeitgeschehen
Irland
P. Reid zum Mann des Jahres aus Tipperary erklärt
Senan Hogan
P. Alex Reid, ein Redemptorist aus Belfast, der im vergangenen Jahr bei der Verschrottungsaktion der Waffen der IRA als Zeuge anwesend war, wurde zum „Mann des Jahres aus Tipperary“(Grafschaft und Stadt in der Republik Irland) erklärt.
P. Reid, der seit den 80er-Jahren eine wichtige Rolle im Friedensprozess von Nordirland gespielt hat, wird diese Auszeichnung der Tipperary Association nächsten Monat in Dublin entgegennehmen.
Der Sekretär der Tipperary Association Michael Fenton erklärte dazu, dass dem aus Nenagh (Stadt in der Grafschaft Tipperary, Republik Irland) stammenden P. Reid sowohl im In- als auch Ausland für seine Schlüsselrolle als Friedensstifter höchstes Lob gezollt wurde.
„Tatsächlich sagen viele an den Diskussionen direkt Beteiligte, dass P. Reid die ersten Anstöße zum Friedensprozess gegeben hat“, so Michael Fenton.
Es heißt allgemein, dass P. Reid den früheren Vorsitzenden der SDLP (Social Democratic and Labour Party; etwa: Sozialdemokratische Arbeiterpartei), John Hume, und den Vorsitzenden der Sinn Féin-Partei, Gerry Adams, in den späten 80er-Jahren zu Gesprächen an einen Tisch gebracht hat.
P. Reid, der im Redemptoristenkloster Clonard (Belfast) stationiert ist, hat im Nordirland-Konflikt die ganze Gewalt und das ganze Leid auf beiden Seiten hautnah miterlebt.
Seine Initiativen bei den Gesprächen zwischen Hume und Adams führten erst zur Downing Street Declaration (1993) und dann zum Karfreitagsabkommen (1998).
Während dieser Zeit arbeitete P. Reid mit dem Vertreter der irischen Regierung Dr. Martin Mansergh, heute Senator und Berater des Premierministers, zusammen.
Der Methodistenpfarrer Harold Good und P. Reid wurden gebeten, bei der Vernichtung der Waffen der IRA im September 2005 als Zeugen anwesend zu sein.
Einen Monat später allerdings musste P. Reid sich dafür entschuldigen, dass er die Unionisten mit den Nazis verglichen hatte.
Er hatte gesagt, dass die Unionisten die Katholiken in Nordirland länger als 60 Jahre lang politisch verfolgt hätten, und hinzugefügt, dass er der Meinung sei, sie seien von derselben Art wie die Nazis gewesen.
In den letzten vier Jahren hat P. Reid auch einige Zeit in Spanien verbracht, nachdem er eingeladen worden war, seine Erfahrungen aus dem Nordirlandkonflikt für die Lösung der Konflikte mit den Basken zur Verfügung zu stellen (siehe die folgende Nachricht).
Spanien
ETA drängt auf eine positive Reaktion auf eine angekündigte Waffenruhe
P. Alex Reid C.Ss.R. spielt eine wichtige Rolle bei ihrem Zustandekommen
23. März 2006
Die baskische Separatistenorganisation ETA hat die Regierungen in Spanien und Frankreich aufgefordert, positiv auf die Ankündigung einer dauerhaften und unbefristeten Waffenruhe zu reagieren.
In einer zweiten Erklärung forderte die Organisation eine friedliche Lösung des Baskenkonflikts.
Der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero gab zu bedenken, dass Friedensgespräche „schwierig“ sein würden.
Die ETA kämpft seit fast vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes. Dazu sollen sowohl die Region des spanischen Baskenlandes als auch die Nachbarregion Navarra und der äußerste Südwesten Frankreichs gehören. Bei Anschlägen kamen mehr als 800 Menschen ums Leben.
Bei den Bestrebungen um eine dauerhafte Waffenruhe soll der Redemptoristenpater aus Belfast Alex Reid eine wichtige Rolle gespielt haben.
Die Waffenruhe wurde am 24. März um 23:00 Uhr irischer Zeit wirksam.
Unterdessen hat P. Reid in Bilbao erklärt, dass sich die ETA von den Friedensbestrebungen in Nordland hat leiten lassen.
Inhaltsverzeichnis
Bildergalerie des Monats (nur online)
1. Treffen der Fahrenden Missionare aus der Nördlichen Subregion Lateinamerikas (14. – 17. Feb. 2006) in San José, Costa Rica.
2. Treffen der Fahrenden Missionare aus der Nördlichen Subregion Lateinamerikas
3. Die internationale Kommunität Sant’Alfonso spiegelt wie ein Mikrokosmos die ganze Kongregation, zum Beispiel wenn sie Jubiläen feiert, wovon dieses Jahr in der weltweiten Kongregation mehr als 450 fällig sind. Hier nun die Jubilare von Rom: Von links nach rechts: Wir feierten die 60 Jahre Profess von Bruder Gaudentius de Jong aus der Provinz St. Clemens/Region Nederland; 50 Jahre Profess von José Vidigal aus Rio de Janeiro; 50 Jahre Profess von Paul Sindermann aus der Provinz St. Clemens, Region Köln; 65 Jahre Profess von Jan Piekarski aus Warschau; nicht jubilierender Hauptzelebrant und Prediger P. Alfonso Amarante; 60 Jahre Profess von Raúl Campos Sosa aus Buenos Aires; 25 Jahre Profess von Phaiboon Udomdej aus Bangkok; 25 Jahre Profess von Juventius Andrade aus Bangalore; und das silberne Priesterjubiläum von Edmund Kowalski aus Warschau.
4. Pater Phaiboon Udomdej aus der Vizeprovinz Bangkok feiert mit einem Festessen die erfolgreiche Verteidigung seiner Doktordissertation an der Alfonsianischen Akademie. Auf dem Bild von links nach rechts: Darci José Nicioli, Rektor von Sant’Alfonso; Pater General und Pater Sean Cannon, Vizepräsident der Akademie.
5. Pater Lorenzo Alvarez Verdes, emeritierter Professor des Alfonsianums, ist nach seinen 30 Jahren Lehrtätigkeit, die er soeben beendet hat, in seine Provinz Madrid zurückgekehrt. Herzlichen Dank Pater Lorenzo für Ihre Hingabe und Treue zur Akademie und Ihren Sinn für Gemeinschaft. Sant’Alfonso und auch die Goldfische im Garten werden Sie vermissen!
6. Pater Gilberto Paiva aus der Provinz São Paulo wendet sich an die Mitbrüder von Sant’Alfonso während des festlichen Abendessens, nachdem er an der Gregoriana glanzvoll seine Doktordissertation verteidigt hat.
InhaltsverzeichnisIn Spiritu Redemptionis
Pater General bietet uns mit Freude einen Ostergedanken auf unserer Webseite: www.cssr.com
InhaltsverzeichnisBekanntmachungen
6. Internationales Treffen von Redemptoristen über
Moraltheologie
Thema: Gewalt und Terrorismus – eine Antwort
darauf.
Bogotá, Kolumbien
vom 16. bis 21. Juli 2006
Auf Antrag einer Anzahl von Mitbrüdern ist die Generalleitung bereit, ein weiteres internationales Treffen von Moraltheologen aus unserer Kongregation zu organisieren. Damit befasste sich im vergangenen August in Madrid ein Ad hoc Komitee, bestehend aus den Patres Steve Rehrauer (Denver), Luis Rojas (Bogotá), Marcio Fabri dos Anjos (São Paulo), Alberto De Mingo (Madrid), Enrique López (Generalleitung) und Raymond Douziech (Generalleitung).
Das Komitee hatte der Generalleitung einen Vorschlag zu unterbreiten, was auch geschah und verabschiedet wurde. Das Komitee erhielt den Auftrag, das Treffen zu organisieren. An der Tagung könnte man ein Komitee bestimmen, das weiterhin besteht.
Die Untersuchungen am Treffen wollen eine moralisch vertretbare Antwort geben auf die Frage: wie sollen wir uns christlich verhalten, wenn Gewalt angewendet wird oder mit Terroranschlägen gedroht wird?
Die Provinz Bogotá, Kolumbien, wird die Tagung in ihrem Exerzitienhaus ausserhalb Bogotá durchführen, und zwar vom 16. bis 21. Juli 2006.
ANMELDUNG: $400 USD Pro Person
FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG IST NUR MÖGLICH
FÜR MITBRÜDER AUS WENIGER BEMITTELTEN PROVINZEN.
Bitte melden Sie sich bei P.
Enrique López C.Ss.R. im Generalat.
ORT DER TAGUNG: Bogotá, Kolumbien
SPRACHEN: Spanisch und Englisch
100 Jahre ukrainische Redemptoristen
Verehrung unserer
Märtyrer
Winnipeg, Manitoba, Kanada
vom 25. bis 29. Juni 2006
Vor 100 Jahren begannen die Redemptoristen ihr Apostolat im Dienst der ukrainischen Katholiken des Byzantinischen Ritus. Diesem Vorhaben widmete sich in Kanada am 26. September 1906 der Redemptorist P. Achilles Delaere aus der Belgischen Provinz. Als Pionier unter den Einwanderern wurde er einer von ihnen, übernahm ihre Lebensweise, Sprache und Spiritualität und wurde ein erfolgreicher Missionar unter den ukrainischen Katholiken.
Im Rahmen der Hundertjahrfeier organisieren die Redemptoristen der Provinz Yorkton Wallfahrten zum Heiligtum des seligen Bischofs und Märtyrers Basil Velyckovsky. Der Schrein des Märtyrers ist ein Segen für die Provinz Yorkton und die ganze Kongregation. Darum laden wir alle Mitbrüder ein, zum Heiligtum des Märtyrers zu pilgern. So lernen sie uns Redemptoristen der Orientalischen Kirche samt unserer Spiritualität kennen
Der Redemptorist und Bischof Basil Velychkovsky wurde als Märtyrer im Jahr 2001 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Mitten in der Verfolgung setzte er sich wirksam ein, um die ukrainische katholische Untergrundkirche zu retten. Nach Jahren der Gefangenschaft und der Tortur zur Zeit der Sowjetunion starb er in der Verbannung in Kanada. Seine heiligen Überreste werden verehrt in der St. Josephskirche der Katholischen Ukrainischen Kirche in Winnipeg, Kanada.
Unterkunft Villa Maria Renewal Centre
100 Place Villa
Maria
Winnipeg, MB R3V 1A9
tel: 204-269-2114
Im Preis $250 CDN
inbegriffen Einzelzimmer, Mahlzeiten und Schiffahrt.
Abholdienst von und zu dem Flughafen ist vorgesehen. Bitte melden Sie uns die Zeit Ihrer Ankunft.
Wer früher kommen will oder länger bleiben will, möge es uns melden, und wir sorgen für Unterkunft. Reservieren Sie bitte rechtzeitig, denn die Zahl der Teilnehmer ist beschränkt.
Um zu reservieren, wenden Sie sich bitte an:
Bishop Velychkovsky
Martyr's Shrine
250 Jefferson Ave.
Winnipeg, Manitoba
Canada
R2VOM6
Phone: (204) 338-7321
E-mail: bvshrine@mts .net
Fax:: (204) 339-1062
Redemptoristische Webseite im Brennpunkt
In diesem Monat empfehlen wir Ihnen die Webseite der Vizeprovinz Caracas. Daraus ersehen Sie, dass die Visitation der Generalkonsultoren Enrique López und Anthanase Nsiamina mit Freude erwartet wird.
http://www.redentoristasdevenezuela.org.ve/
InhaltsverzeichnisBerichte aus der Kurie, den Sekretariaten und Komitees
Generalsekretariat für die Brüder
Seelos House, Vieux Fort, St. Lucia
25. Januar 2006
Liebe Mitbrüder!
Herzliche Grüße von den Mitgliedern des Generalsekretariats für die Brüder!
Bro. João Batista de Viveiros C.Ss.R.
Leiter
Bro. Jeffrey Rolle C.Ss.R.
Bro. Michael Duxbury C.Ss.R.
Bro. Benjamin Posvo C.Ss.R.
Bro. Joel B. de Guzman C.Ss.R.
Fr. José Samuel Torres C.Ss.R.
Fr. Enrique Lopez C.Ss.R.
Generalkonsultor
Das Generalsekretariat für die Brüder hielt vom 23.-26. Januar 2006 hier auf der Insel St. Lucia seine zweite Sitzung in diesem Sexennium ab. Die erste Sitzung war im Januar 2006 in Rom. Bei dieser Sitzung verfassten wir ein Allgemeines Direktorium für das Sekretariat, das die Ziele und speziellen Aufgaben für dieses Sexennium zum Inhalt hat. Ein Exemplar dieses Direktoriums ist an alle Einheiten ergangen, und es ist auch auf der Website der Kongregation zu finden.
Eines der Hauptanliegen des Sekretariats war die Herausstellung des Bruderberufs in unserer Kongregation, der durch die Feier des „Gerardusjahres“ einen großen Aufschwung erlebt hat. Diese Feier hat viel dazu beigetragen, den Bruderberuf in unserem Orden bekannt zu machen. Nach unserem Gedankenaustausch hier in St. Lucia waren wir der einhelligen Meinung, dass das Gerardusjahr ein großer Erfolg war, was im Brief P. Generals zum Abschluss des Jubiläumsjahres des hl. Gerhard am 16. Oktober 2005 folgendermaßen zusammengefasst wurde:
„Es ist enorm wichtig, die Würde und Rolle jeder Berufung und vor allem auch die der Brüder neu zu entdecken. Die Brüder waren immer eine Brücke zur Welt und zur Gesellschaft, in der wir leben. In der Sprache des einfachen Volkes teilen sie jeden Tag die Freuden und Leiden der Menschen und haben stets ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Verlassenen gehabt.“
In St. Lucia hatten wir auch die Gelegenheit, uns mit der Situation der Brüder auseinander zu setzen und uns über die Fortschritte und Schwierigkeiten in jeder Region klar zu werden. Insofern zurzeit Vorkehrungen für die verschiedensten Brüdertreffen in den einzelnen Regionen getroffen werden, kann man von Fortschritten sprechen. Wir haben aber auch Schwierigkeiten aus den verschiedensten Gründen in der Region Afrika und in der Region Europa-Süd festgestellt.
Wir haben beschlossen, in diesem Sexennium eine Reihe von Projekten durchzuführen. Wir werden euch darüber auf dem Laufenden halten. Ihr könnt euch auch an das für eure Region zuständige Mitglied des Generalsekretariats für die Brüder wenden. Wir bitten die Oberen, die Brüder zu ermutigen, sich für die verschiedenen regionalen Aktivitäten zu interessieren und an ihnen teilzunehmen, wann immer möglich.
Wir sind der festen Überzeugung, dass der Brüderberuf für die Sendung unserer Kongregation enorm wichtig ist. Und wir sind auch davon überzeugt, dass unsere Ordensprofess die Grundlage unserer brüderlichen Einheit in Christus bildet. Darum halten wir die Präsenz der Brüder in allen Einheiten für grundlegend im Leben und in der Sendung der Kongregation. Wir werden nicht aufhören, gemeinsam für die ganze Kongregation zu beten, so dass wir engagierte Missionare bleiben und „unser Leben geben für die Erlösung in Fülle“.
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