Rom, Italien
AUS DEN PROVINZEN: AKTIVITÄTEN DER GENERALLEITUNG: REDEMPTORISTEN IN DEN MEDIEN: PROFILE: LEBENSWENDEN
Kirchenlehrer zum Thema. Am Mittwoch, 30. März, sprach der Papst über unseren Gründer, den hl. Alfons von Liguori. Er machte dabei einige Vorschläge für die Kirche von heute. In seiner Ansprache drückte er auch seine Hochachtung für die Redemptoristen aus. SCALA brachte diese Botschaft am 31. März. – P. General sandte daraufhin am 2. April an den Papst folgendes Telegramm: M.R.P. Michael Brehl, CSSR
Fürsprache des hl. Alfons und der Mutter von der immerwährenden Hilfe an und senden Eurer Heiligkeit unsere Grüße. Michael Brehl, CSSR
Der 1. Mai wird in Rom den größten Pilgerstrom seit dem Begräbnis von Papst Johannes Paul II. sehen. Der Grund: einmal mehr Johannes Paul II. Diesmal werden die Pilger nach Rom kommen, um an seiner Seligsprechung auf dem Petersplatz teilzunehmen. Tausende, wenn nicht über eine Million Pilger werden erwartet: auf dem Platz und in der Via della Conciliazione bis zum Tiber, wie im Jahre 2005. Nach der Seligsprechung werden die Gläubigen die Gelegenheit haben, an der Verehrung von Johannes Paul II. in St. Peter teilzunehmen. Diese wird solange dauern, bis alle, die darauf warten, die Gelegenheit hatten, an seinem Sarg vorbeizugehen. Danach werden die Reliquien des Seligen von der Krypta herauf in den Hauptraum der Basilika übertragen. Sie werden in der Nähe der Pietà ihren Platz finden. Ein Rückblick auf das Leben des Papstes siehe unten. P. Santo Arrigo, Direktor der Berufungspastoral in Kanada, sandte folgende Mitteilung: "Am 15. März 2011 hatten die Redemptoristen in Toronto die Freude, das Fest des hl. Klemens M. Hofbauer mit dem Generalobern P. Michael Brehl zu feiern, der zwischen zwei Visitationen kurz in Toronto war. Mit einigen Mitbrüdern der Provinz, die an diesem Fest den Jahrestag ihrer Gelübdeablegung oder ihrer Priesterweihe begehen, feierte P. General den 31. Jahrestag seiner Priesterweihe. Zu dieser Feier kamen die Redemptoristen der Pfarre St. Patrick, das nordamerikanische Noviziat, die Redeemer House Formation Community and Ministries, zusammen mit den Mitgliedern der Pfarre St. Patrick. P. Brehl gab eine tiefe Einsicht in das Leben des hl. Klemens; er rief uns auf, mit missionarischem Eros das Evangelium neu zu verkünden."
Jelle Wind, Sekretär der Provinz St. Klemens, berichtet folgendes: Am 1. April wurde P. Peter Nelen C.Ss.R. aus der Provinz St. Klemens durch den Bürgermeister von Gulpen-Wittem (Limburg, Niederlande) eine königliche Auszeichnung verliehen. Er wurde in den Stand eines "Ritters des Ordens von Oranien-Nassau" erhoben. Dieser Orden wird an Personen verliehen, denen aufgrund ihrer besonderen Leistungen Anerkennung und Wertschätzung seitens der Gesellschaft zuteil wird. Die Feier fand am Ende eines Symposiums zum 175-jährigen Jubiläum des Bestehens der Redemptoristen in Wittem und in den Niederlanden in der großen Bibliothek des Klosters in Wittem statt.
P. Nelen erhielt die königliche Auszeichnung in Würdigung seines Beitrags für die niederländische Gesellschaft. Während seines ganzen Lebens war er in verschiedene kirchliche und weltliche Organisationen eingebunden. Sein Engagement und das Zentrum seiner Bemühungen waren immer auf die Ärmsten und Verlassensten in den Niederlanden und anderswo ausgerichtet. Er war ein bedeutender Pionier und Sprecher für die missionarische Bewegung in den Niederlanden. Von 1990 bis 1999 war P. Nelen Provinzial der niederländischen Provinz der Redemptoristen. Er lebt nun in Wittem, dem Hauptsitz der Provinz St. Klemens. P. Jorge Colon aus der Provinz San Juan teilt uns mit, daß er von der Graduate Theological Foundation in Indiana den Titel Honoris Causa erhalten habe. Die Feier wird in den Räumen der Foundation in South Bend, Indiana, USA, am 6. Mai stattfinden.
AUS DEN PROVINZEN: Weltweite Feiern im Neumann-Jahr P. General hat aus diesem Anlaß ein Schreiben über den hl. Johann Neumann an die Kongregation, die Redemptoristinnen und die mit uns verbundenen Laien gerichtet. Um diesen Brief abzurufen, ist der Anfang weiter unten angezeigt, der link für den gesamten Text ist auf unserer cssr.com website zu finden. Die meisten redemptoristischen Gemeinschaften haben den Tag mit besonderen Festen gefeiert. Die Tschechische Nachrichtenagentur berichtete, daß Neumann's Geburtsstadt, Prachatitz in der Tschechischen Republik, das Gedächtnis an Neumann mit einer Festmesse am 27. März begangen hat. Es wurde vermerkt, daß seine Mutter Tschechin, sein Vater ein Deutscher Strumpfwirker aus Bayern war. Es wurden verschiedene speziell für das Jubiläum angefertigte Gegenstände, insbesondere ein Buch über den Heiligen und ein örtlicher Kirchenführer für Kinder, zum Segnen gebracht. Im Museum von Prachatitz wird eine Ausstellung über Leben und Werk des heiligen Johann Neumann eröffnet.
P. Richard Boever C.Ss.R. aus der Provinz Denver und andere amerikanische Redemptoristen leiten spezielle hl.Johann Neumann-Missionen und Veranstaltungen quer durch die U.S. Der Abschluß des hl. Johann Nepomuk Neumann Jubiläumsjahres wird am 24. Juni 2012 am Neumann Shrine in Philadelphia, PA, USA, stattfinden. Nahezu sieben Monate nach einem merkwürdigen Unfall, der ihn brustabwärts lähmte, war P. Murray Prediger für die zehn Uhr vormittags Messe am 17. März, dem Festtag des hl.Patrick in St. Patrick in Fells Point. Für P. Murray markierte es einen Meilenstein seiner Genesung – war es doch seit dem Unfall am 27. August 2010 erst das zweite Mal, daß er außerhalb seiner Residenz zu Stella Maris in Timonium predigte. "Es ist aufregend, wieder predigen zu können", sagte P. Murray, als er die Homilie zum 6. März in St. John Neumann in Annapolis hielt. Die zurückliegenden Monate waren für den früheren Pfarrer von St. Wenceslaus in Baltimore und St. Mary in Annapolis schwierig gewesen. Während eines Morgenspazierganges an der Strandpromenade von Long Beach, N.J., stürzte P. Murray und schlug mit seinem Kopf an die Brüstung – eine Lähmung von der Brust abwärts war die Folge. Man brachte ihn eiligst in das Jersey Shore Medical Center, wo er am Rückenmark notoperiert wurde. Nachdem er sich zur Rehabilitation im Kessler Institute for Rehabilitation in West Orange aufgehalten hatte, übersiedelte der Querschnittgelähmte am 3. November nach Stella Maris. "Mein Rollstuhl ist mein Kreuz", sagte P. Murray. "Die Lähmung ist natürlich ein größeres Kreuz, aber es offenbart den wahren Charakter". Obwohl ihm die Ärzte in New Jersey geringe Chance gaben, daß er jemals wieder seine Beine bewegen könne, teilte P. Murray mit, daß sich sein Zustand bessert, dank 10 - 15 Wochenstunden Therapie in Stella Maris.
AKTIVITÄTEN DER GENERALLEITUNG
Ein Brief von P. General Anmerkung des Herausgebers: Am 28. März schrieb P. General einen Brief an die Adresse der Obern für die Kongregation – die Redemptoristen, Redemptoristinnen und Assoziierten – zum Gedenken der Feier des Geburtstages von P. Johann Nepomuk Neumann. Für diejenigen, die nicht die Möglichkeit hatten, den Brief zu erhalten, folgt er hier; siehe link Liebe Mitbrüder, liebe Schwestern, liebe Laienmitarbeiter! Herzliche Grüße im Namen unseres Herrn Jesus Christus, der uns beruft, das Evangelium stets neu zu predigen und der uns voll Freude zu den Armen und Verlassensten sendet! Ich schreibe diesen Brief an euch zum Gedenken an den 200. Geburtstag des hl. Bischofs Johann Nepomuk Neumann. Er wurde am 28. März 1811 in Prachatitz (Böhmen) geboren. In der Ansprache bei seiner Seligsprechung fasste Papst Paul VI. sein Leben in folgenden Sätzen zusammen: Er war den Kranken nahe, er war bei den Armen zu Hause, er war ein Freund der Sünder und heute ist er der Ruhm aller Einwanderer und von den Seligpreisungen her gesehen das Symbol für den christlichen Erfolg. Ich lade jeden ein, während dieses Jahres das Geschenk, das Gott der Kongregation und der Kirche im Leben dieses großen Redemptoristen, des Ruhmes aller Einwanderer, gegeben hat, im Sinne der Forde-rungen unseres letzten Generalkapitels in sich lebendig werden zu lassen und zu feiern.
REDEMPTORISTEN IN DEN MEDIEN: Ukraine Vor sechs Jahren erklärte Papst Benedikt in seiner Inaugurationsrede auf dem Platz St.Peter: "Die Kirche ist junge und lebendig!" Beweis für die Richtigkeit seiner Überzeugung sind die Tätigkeiten eines Zweiges der Gesamtkirche: der griechisch-katholischen ukrainischen Kirche, der größten der unierten Kirchen mit 5,5 Millionen Mitgliedern weltweit; und die ihnen verbundenen Provinzen unseres Ordens Lemberg und Yorkton.
Erzbischof Schevtschuk ist gebürtiger Ukrainer, früher Rektor des Seminars, mit Erfahrung in der griechisch-katholischen Bürokratie und im Dienst der Hierarchie, sehr intelligent, fromm, vielsprachig und hochtalentiert. Sein junges Alter wird ihm helfen, seine Kirche zu stärken. Die griechisch-katholische Kirche hat eine lange Tradition, junge Führer zu wählen, die lange in der Verantwortung sein werden.
Trotz der Verfolgung und der langen Zeit im Untergrund ist der Einfluß der Redemptoristen in der Ukraine heute nicht gering und ist so jung wie ihre neuen Führer. Die Provinz Lemberg zählt 114 Mitglieder; 34 bereiten sich auf die Weihen vor. Ihr Provinzial ist gerade 35 Jahre alt. Sie werden sich erinnern, daß in Lemberg das internationale Jugendtreffen der Redemptoristen im Sommer 2010 stattgefunden hat. Die griechisch-katholische Kirche hat auch fünf Redemptoristen als Bischöfe: Ordinarii und Weihbischöfe in der Ukraine, und einige andere in der Diaspora. Zwei von ihnen versahen Aufgaben in der Zeit des Übergangs von Kardinal Husar zu Erzbischof Schevtschuk: Erzbischof Ihor Wozniak, griechisch-katholischer Erbischof von Lemberg, war während des Interregnums Administrator, und Weihbischof Bohdan Dzourack, Weihbischof von Kiew-Halyc und Sekretär der Bischofssynode, verkündete die Entscheidung der Bischofssynode bezüglich der Wahl von Erzbischof Schevtschuk bei der Feier der Amtseinführung.
Canada Anmerkung des Herausgebers: In der Diaspora (Kanada) lebt die ukrainische Provinz von Yorkton eher bescheiden. Sie zählt 21 Mitglieder, von denen sechs zu Bischöfen ernannt worden sind. Die Provinz Yorkton entstand aus der Notwendigkeit, für die Immigranten aus der Ukraine zu sorgen, die zuerst aus dem zaristischen Rußland, dann vor Nazi-Deutschland und dann aus Sowjetrußland flohen. Ihre Nachkommen sind jetzt Kanadier der vierten oder fünften Generation. Eines der Musterprojekte der Provinz Yorkton ist "The Welcome Home". "The Welcome Home bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ein Jahr mit den Redemptoristen zu leben, um eine christliche Gemeinschaft zu erfahren und für die Armen und Menschen am Rande in Winnepeg (Manitoba, Kanada) zu arbeiten. Im Durchschnitt nahmen seit 1993 ca 30 junge Leute daran teil. Zum Aufbau der Gemeinschaft tragen Zeiten des Gebetes und der Feier bei sowie die Sorge für die Kinder in der Nachbarschaft. Weil die Mitarbeit von Laien wesentlich ist für diesen Dienst, ist The Welcome House ein Modell für Zusammenarbeit und inspiriert die Teilnahme am Charisma der Redemptoristen. Die ukrainisch-katholische Kirche ist durch das Zeugnis des Welcome Homes herausgefordert in ihrer Entscheidung für die Armen. Dieses hat auch die Verantwortung für die ukrainisch-katholische Pfarrei übernommen, die entlang der Straße liegt, in der sich The Welcome Home befindet; dies gibt dem Welcome Home die Möglichkeit, größere Räumlichkeiten zu benützen, wenn solche benötigt werden, und die Pfarrei in den Dienst für die Verlassenen einzubinden." [Conspectus Generalis, 2009]."
Rom Anmerkung des Herausgebers: P. Wodka und ich hatten die Ehre, Kardinal Varkey zu interviewen, als er 2005 zur Beerdigung von Papst Paul II. und zur Wahl von Papst Benedikt XVI. in Rom war. Ich machte ein Printinterview für ORBIS, und P. Wodka ein Videointerview für TRWAM-TV. Die folgenden Auszüge aus beiden geben uns eine tiefe Einsicht in Kardinal Varkeys Liebe für seine Kongregation und für die syro-malabarische Kirche.
P. Wodkas Video-interview auch aus dem Jahr 2005 über die syro-malabarische Kirche (in English):
Indien Bemerkung des Herausgebers: Weil die syro-malabarischen Bischöfe zu ihrem Ad-limina-Besuch in Rom waren, als Kardinal Varkey starb, wurden die Trauerfeierlichkeiten für den sehr beliebten syro-malabarischen Kirchenführer auf den 10. April in Kerala festgesetzt, damit die Bischöfe daran teilnehmen konnten. In der nächsten Ausgabe von SCALA mehr darüber.
Lange Menschenschlangen standen vor dem Little Flower Hospital in Angamaly, wo sich der Leichnam des Kardinals befindet. Dieser wird am 9. April in die St George's Basilica in Angamaly und später in den Hauptsitz der syro-malabarischen Kirche in der Nähe von Kochi gebracht. Tausende Menschen strömten zum Lisie Hospital, als der Tod des Kardinals durch das lokale Fernsehen bekanntgegeben wurde. Paul Thelakat, der Sprecher der syro-malabarischen Kirche, sagte, daß die Zahl der gewöhnlichen Leute die Zahl der trauernden Priester und Schwestern übertraf. Die Menschenmenge, die zum Krankenhaus kam, zeigte die Popularität des Kardinals bei den einfachen Leuten, sagte der Priester. Vijayan Beena, eine Frau aus der Regierung, sagte, sie haben den Kardinal einige Male getroffen und sei überrascht gewesen über sein ehrliches Interesse für die Armen. "Er konnte immer über enge Religionsgrenzen hinausdenken", sagte sie. P. K. Narayana Panicker, Sekretär einer Hinduvereinigung, sagte, der Kardinal habe Liebe und Hochachtung für alle Religionen gehabt. "Er leitete die Kirche, ohne jemanden zu beleidigen", fügte er hinzu. Karol Józef Wojtyła , bekannt als Johannes Paul II. seit seiner Wahl zum Papst im Oktober 1978, wurde in Wadowice, einer kleinen Stadt 50 km von Krakau entfernt, am 18. Mai 1920 geboren. Er war das jüngste von drei Kindern, die Karol Wojtiła und Emilia Kaczorowska geboren wurden. Sein ältester Bruder Edmund, ein Arzt, starb 1932; und sein Vater, ein Offizier, starb 1941. Eine Schwester, Olga, starb, bevor er geboren wurde. Er wurde am 20. Juni 1920 in der Pfarrkirche von Wadowice von Pfarrer Franciszek Zak getauft, feierte seine Erste heilige Kommunion im Alter von 9 Jahren und wurde mit 18 gefirmt. Nach Abschluß der Marcin Wadowita Schule in Wadowice inskribierte er 1938 in Krakau an der Jagellonen-Universität und an einer Schauspielschule. Die Nazis schlossen 1939 die Universität; der junge Karl mußte in einem Steinbruch (1940-1944) und dann in der Chemiefabrik Solvay arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen und eine Deportation nach Deutschland zu verhindern. Als er sich 1942 seiner Berufung zum Priester bewußt wurde, begann er Kurse am geheimen Seminar von Krakau, das von Kardinal Adam Stefan Sapieha, dem Erzbischo von Krakau, geleitet wurde. In der gleichen Zeit war Karol Wojtiła einer der Pioniere des ebenfalls geheimen "Rhapsodietheaters". Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er seine Studien am Großen Seminar von Krakau, als dieses geöffnet wurde, und an der Theologischen Fakultät der Jagellonen-Universität fort. Am 1. November 1946 wurde er von Erzbischof Sapieha in Krakau zum Priester geweiht. Kurz danach sandte ihn Kardinal Sapieha nach Rom, wo er unter dem französischen Dominikaner Garrigou-Langrange arbeitete. 1948 beendete er sein Doktorat in der Theologie mit einer These über den Glauben in den Werken des hl. Johannes vom Kreuz (Doctrina de fide apud Sanctum Joannem a Cruce). Während seines Studiums war er in den Ferien pastoral für die polnischen Immigranten in Frankreich, Belgien und Holland tätig. 1948 kehrte er nach Polen zurück; war Vikar in mehreren Pfarreien von Krakau und Seelsorger der Universitätsstudenten. 1951 begann er von neuem ein Studium der Philosophie und Theologie. 1953 verteidigte er an der katholischen Universität Lublin seine These über die "Beurteilung der Möglichkeit der Begründung einer katholischen Ethik auf dem ethischen System von Max Scheler". Danach wurde er Professor für Moraltheologie und Sozialethik im Großen Seminar von Krakau und an der Theologischen Fakultät von Lublin. Am 4. Juli 1958 wurde er von Papst Pius XII. zum Titularbischof von Ombi und zum Weihbischof von Krakau ernannt; und am 28. September 1958 von Erzbischof Eugeniusz Baziak in der Wawel-Kathedrale von Krakau geweiht. Am 13. Jänner 1964 wurde er von Papst Paul VI. zum Erzbischof von Krakau ernannt und am 26. Juni 1967 zum Kardinal, mit dem Titel des hl. Cäsarius in Palatio (im Rang der Diakone, später aus diesem Anlaß in den Rang der Priester erhoben). Er nahm am II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) teil, auf dem er einen wichtigen Beitrag für die Erarbeitung von Gaudium et spes leistete; und war bei allen Versammlungen der Bischofssynoden. Die Kardinäle wählten ihn am 16. Oktober 1978 zum Papst; er nahm den Namen Johannes Paul II. an. Am 22. Oktober übernahm er seinen Petrusdienst als 263. Nachfolger der Apostel. Sein Pontifikat, eines der längsten in der Kirchengeschichte, dauerte 27 Jahre. Getrieben von seinem pastoralen Eifer für alle Kirchen und seiner Offenheit und Liebe für alle Menschen übte Papst Johannes Paul II. sein Amt mit unermüdlichem missionarischen Geist aus. Er machte 104 Pastoralreisen außerhalb Italiens und 146 in Italien. Als Bischof von Rom besuchte er 317 der 333 Pfarreien der Stadt. Er hatte mehr Treffen als jeder seiner Vorgänger mit dem Volk Gottes und den Führern der Nationen. Mehr als 17,600.000 Pilger nahmen an den Generalaudienzen am Mittwoch (es waren deren mehr als 1160) teil, nicht gezählt die Sonderaudienzen und religiösen Feiern (während des großen Jubiläumsjahres allein kamen mehr als 8 Millionen Pilger); dazu die Millionen Gläubigen, die er während seiner Pastoralreisen in Italien und in der ganzen Welt traf. Wir müssen auch an die vielen hochrangigen Persönlichkeiten denken, denen er während seiner 38 offiziellen Besuche, seiner 738 Audienzen und Treffen mit Staatsoberhäuptern und seiner 246 Audienzen und Treffen mit Ministerpräsidenten begegnete. Seine Liebe für die jungen Menschen führte ihn zur Initiierung der Weltjugendtage. Die 19 Weltjugendtage, die während seines Pontifikates stattfanden, brachten Millionen junger Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Gleichzeitig fand seine Sorge für die Familien Ausdruck in den Treffen der Familien (seit 1994). Johannes Paul II. ermutigte erfolgreich das Gespräch mit den Juden und mit Verantwortlichen anderer Religionen, die er manches Mal zu Gebetstreffen für den Frieden einlud; so besonders in Assisi. Unter seiner Führung bereitete sich die Kirche auf das 3. Jahrtausend vor und feierte das Große Jubiläum 2000 entsprechend den Instruktionen, die er im Apostolischen Schreiben Tertio Millenio adveniente gegeben hatte. Die Kirche begann die neue Epoche nach den Anweisungen dieses Schreibens, in dem er den Gläubigen den Weg in die Zukunft zeigte. Mit dem Jahr der Erlösung, dem Marianischen Jahr und dem Jahr der Eucharistie gab er der geistlichen Erneuerung neue Antriebe. Er brachte eine außerordentliche Bewegung in die Heilig- und Seligsprechungen, indem er auf die unzähligen Beispiele von Heiligkeit für den Glauben der Menschen unserer Zeit hinwies. Er beging 147 Feiern, in denen er 1.338 Seligsprechungen und 51 Heiligsprechungen (unter insgesamt 482 Heiligen) vornahm. Er ernannte Thérèse vom Kinde Jesu zur Kirchenlehrerin. Das Kardinalskollegium vergrößerte er beträchtlich, indem er 231 Kardinäle (und einen in pectore) in 9 Konsistorien ernannte. Er berief sechs Treffen des Kardinalskollegiums ein. Er berief 15 Versammlungen von Bischofssynoden ein: sechs ordentliche (1980, 1983, 1987, 1990, 1994 und 2000), eine außerordentliche (1985) und acht besondere Versammlungen (1980,1991, 1994, 1995, 1997, 1998 (2) und 1999). Seine wichtigsten Dokumente sind 14 Enzykliken, 15 Apostolische Exhortationen, 11 Apostolische Konstitutionen und 45 Apostolische Briefe. Er veröffentlichte den Katechismus der Katholischen Kirche im Licht der Tradition, wie sie autoritativ durch das II. Vatikanische Konzil interpretiert wurde. Er reformierte auch den Codex für die Ost- und die Westkirche, schuf neue Institutionen und reorganisierte die römische Kurie. Als Privatgelehrter veröffentlichte er fünf Bücher: "Die Schwelle der Hoffnung überschreiten" (1994), "Geschenk und Geheimnis. Zum 50. Jahr meiner Priesterweihe" (1996), "Römisches Triptychon" (2003), "Steht auf, laßt uns gehen" (2004) und "Erinnerung und Identität" (2005). Im Licht des auferstandenen Christus, am Samstag, 2. April 2005 um 21.37 Uhr, als der Samstag schon zu Ende ging und der Tag des Herrn, der Oktavtag von Ostern, der Sonntag der Barmherzigkeit schon begann, verließ der geliebte Hirt Johannes Paul II. diese Welt und ging zum Vater. Von diesem Abend bis zum 8. April, dem Begräbnistag des Papstes, kamen mehr als drei Millionen Pilger nach Rom, um den sterblichen Überresten des Verstorbenen Ehre zu erweisen. Einige von ihnen standen bis zu 24 Stunden an. Am 28. April verkündete Papst Benedikt XVI., daß die Frist von fünf Jahren für die Eröffnung von Selig- oder Heiligsprechungen bei Papst Johannes Paul II. nicht eingehalten werden müsse. Der Prozeß wurde am 28. Juni 2005 von Kardinal Camillo Ruini, dem Generalvikar der Diözese Rom, offiziell eröffnent.
Video: Highlights (in verschiedenen Sprachen) vom Pontifikat Johannes Paul II.
Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Genaueres finden Sie auf Officialia site Zeitliche Gelübde: Ewige Gelübde: Priesterweihen: 60-jähriges Priesterjubiläum: 50-jähriges Proeßjubiläum: 50-jähriges Priesterjubiläum: 25-jähriges Profeßjubiläum: 25-jähriges Priesterjubiläum: Verstorben: Kardinal Varkey Vithayathil, 83, Großerzbischof der Syro-malabarischen Kirche, Provinz Liguori, 1. April 2011 P. Roger Michel, 65, Provinzial von Provinz
Lyon-Paris, starb am 11. April 2011
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