Rom, Italien
16. April 2011


VOM HERAUSGEBER:
P. General dankt dem Heiligen Vater für seine Ausführungen über den hl. Alfons bei der Generalaudienz
Die ukrainische griechisch-katholische Kirche wählt einen neuen Großerzbischof
Die Kirche der Maroniten wählt neuen Patriarchen
200. Geburtstag des hl. Johannes Nepomuk Neumann – weltweit gefeiert
Trauer um Kardinal Varkey
1. Mai: Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.
P. General beschließt Serie der Visitationen
Königliche Auszeichnung für P. Piet Nelen C.Ss.R.
P. Jorge Colon C.Ss.R. erhält Doktorat honoris causa
Koordinatoren der Konferenzen in Bälde gewählt
Gesegnete Ostern!

AUS DEN PROVINZEN:
Weltweit Neumann-Feiern
Gelähmter Redemptorist kehrt auf die Kanzel zurück

AKTIVITÄTEN DER GENERALLEITUNG:
Brief von P. General über den hl. Johannes Nepomuk Neumann

REDEMPTORISTEN IN DEN MEDIEN:
Redemptoristen aus Lemberg leisten wichtigen Beitrag zu UGCC
Provinz Yorkton bietet Möglichkeit zu missionarischer Erfahrung
Kardinal Varkey Vithayathil, C.Ss.R.
Indien verabschiedet sich von Kardianl Varkey

PROFILE:
Johannes Paul II.

LEBENSWENDEN
Professen, Weihen, Jubiläen, Todesfälle


Aus dem Notizbuch des Herausgebers

Kirchenlehrer zum Thema. Am Mittwoch, 30. März, sprach der Papst über unseren Gründer, den hl. Alfons von Liguori. Er machte dabei einige Vorschläge für die Kirche von heute. In seiner Ansprache drückte er auch seine Hochachtung für die Redemptoristen aus. SCALA brachte diese Botschaft am 31. März. – P. General sandte daraufhin am 2. April an den Papst folgendes Telegramm:

M.R.P. Michael Brehl, CSSR
Generaloberer
Kongregation des Heiligsten Erlösers
Via Merulana 31 – ROMA


An Seine Heiligkeit Benedikt XVI.
00120 Stato della Città del Vaticano
Im Namen der Kongregation des Heiligsten Erlösers spreche ich lebendigen Dank aus für die wertvolle Katechese Eurer Heiligkeit über unseren Gründer, den hl. Alfons M. von Liguori. Ich danke auch in Ergebenheit und aufrichtiger Hochachtung für die zum Ausdruck gebrachte Anerkennung für die Redemptoristen. Ihre Worte ermutigen uns alle, ein "sichtbares Zeichen der unendlichen Barmherzigkeit Gottes" zu sein, besonders zugunsten der Armen und Verlassenen.
Wir vertrauen Ihren höchsten Dienst als Pastor der
Fürsprache des hl. Alfons und der Mutter von der
immerwährenden Hilfe an und senden Eurer
Heiligkeit unsere Grüße.

Michael Brehl, CSSR


In derselben Audienz begrüßte der Papst den neuen Großerzbischof der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche. In dieser Ausgabe von SCALA finden sich auch zwei Artikel über den Beitrag der Redemptoristen aus der Provinz Lemberg in der Zeit nach der Verfolgung und über die Arbeit der Provinz Yorkton (mit der Einladung, an ihren Projekten teilzunehmen).
Großerzbischof Sviatoslav Shevchuk

Die maronitische Kirche hat einen neuen Patriarchen gewählt: Mar Beshara Boutrous Rai. P. Charles Coury aus der Mission Libanon schreibt: "Ich war bei der Installierung des maronitischen Patriarchen am 25. März. Es war großartig! Der neue Patriarch scheint beim Volk sehr beliebt zu sein; die Anwesenheit der Jungen bei der Feier war beeindruckend und stimmte zur Freude. Die Imame der verschiedenen moslimischen Gemeinschaften waren an ihren Kopfbedeckungen zu kennen. Die hohen Politiker saßen Seite an Seite und gaben lächelnd ihrer Zustimmung Ausdruck. Der neue Patriarch strahlt Hoffnung aus, Wärme und Vertrauen. Er scheint die Jugend besonders zu lieben. Viele maronitische Priester kamen von überall auf der Welt, um an der Feier teilzunehmen. Die irakischen chaldäischen Erzbischöfe Bashar Warda C.Ss.R. und Emil Shimoun Nona waren ebenfalls anwesend.

In dieser Ausgabe von SCALA findet sich auch ein link zu dem bedeutenden Brief von P. General gelegentlich des 200. Geburtstages des hl. Johannes Nepomuk Neumann (28. März – Sie sollten den Brief schon erhalten haben. Wenn nicht, siehe unten).


Am 1. April starb in Indien der Großerzbischof der syro-malabarischen Kirche Mar Varkey Kardinal Vithayathil. Als er 2005 beim Begräbnis von Papst Johannes Paul II. und zur Wahl von Benedikt XVI. in Rom war, nahmen P. Andrzej Wodka und ich die Gelegenheit wahr, ein Interview mit ihm zu machen. Hier einige Auszüge davon. Und erste Reaktionen auf seinen Tod in Indien.


Der 1. Mai wird in Rom den größten Pilgerstrom seit dem Begräbnis von Papst Johannes Paul II. sehen. Der Grund: einmal mehr Johannes Paul II. Diesmal werden die Pilger nach Rom kommen, um an seiner Seligsprechung auf dem Petersplatz teilzunehmen. Tausende, wenn nicht über eine Million Pilger werden erwartet: auf dem Platz und in der Via della Conciliazione bis zum Tiber, wie im Jahre 2005. Nach der Seligsprechung werden die Gläubigen die Gelegenheit haben, an der Verehrung von Johannes Paul II. in St. Peter teilzunehmen. Diese wird solange dauern, bis alle, die darauf warten, die Gelegenheit hatten, an seinem Sarg vorbeizugehen. Danach werden die Reliquien des Seligen von der Krypta herauf in den Hauptraum der Basilika übertragen. Sie werden in der Nähe der Pietà ihren Platz finden. Ein Rückblick auf das Leben des Papstes siehe unten.


P. Santo Arrigo, Direktor der Berufungspastoral in Kanada, sandte folgende Mitteilung: "Am 15. März 2011 hatten die Redemptoristen in Toronto die Freude, das Fest des hl. Klemens M. Hofbauer mit dem Generalobern P. Michael Brehl zu feiern, der zwischen zwei Visitationen kurz in Toronto war. Mit einigen Mitbrüdern der Provinz, die an diesem Fest den Jahrestag ihrer Gelübdeablegung oder ihrer Priesterweihe begehen, feierte P. General den 31. Jahrestag seiner Priesterweihe. Zu dieser Feier kamen die Redemptoristen der Pfarre St. Patrick, das nordamerikanische Noviziat, die Redeemer House Formation Community and Ministries, zusammen mit den Mitgliedern der Pfarre St. Patrick. P. Brehl gab eine tiefe Einsicht in das Leben des hl. Klemens; er rief uns auf, mit missionarischem Eros das Evangelium neu zu verkünden."


Jelle Wind, Sekretär der Provinz St. Klemens, berichtet folgendes: Am 1. April wurde P. Peter Nelen C.Ss.R. aus der Provinz St. Klemens durch den Bürgermeister von Gulpen-Wittem (Limburg, Niederlande) eine königliche Auszeichnung verliehen. Er wurde in den Stand eines "Ritters des Ordens von Oranien-Nassau" erhoben. Dieser Orden wird an Personen verliehen, denen aufgrund ihrer besonderen Leistungen Anerkennung und Wertschätzung seitens der Gesellschaft zuteil wird. Die Feier fand am Ende eines Symposiums zum 175-jährigen Jubiläum des Bestehens der Redemptoristen in Wittem und in den Niederlanden in der großen Bibliothek des Klosters in Wittem statt.

P. Piet Nelen C.Ss.R. (links)

P. Nelen erhielt die königliche Auszeichnung in Würdigung seines Beitrags für die niederländische Gesellschaft. Während seines ganzen Lebens war er in verschiedene kirchliche und weltliche Organisationen eingebunden. Sein Engagement und das Zentrum seiner Bemühungen waren immer auf die Ärmsten und Verlassensten in den Niederlanden und anderswo ausgerichtet. Er war ein bedeutender Pionier und Sprecher für die missionarische Bewegung in den Niederlanden.

Von 1990 bis 1999 war P. Nelen Provinzial der niederländischen Provinz der Redemptoristen. Er lebt nun in Wittem, dem Hauptsitz der Provinz St. Klemens.


P. Jorge Colon aus der Provinz San Juan teilt uns mit, daß er von der Graduate Theological Foundation in Indiana den Titel Honoris Causa erhalten habe. Die Feier wird in den Räumen der Foundation in South Bend, Indiana, USA, am 6. Mai stattfinden.


Der Generalrat hat gerade sein vierteljährliches außerordentliches Treffen. Wir werden bald die Koordinatoren der 5 Konferenzen kennen – wir werden die Informationen sobald als möglich veröffentlichen in www.redemptorist.info, facebook und Twitter.


An der Schwelle zur Karwoche wünsche ich Ihnen und Ihren Mitarbeitern die Gnade und die Erlösung, die wir im Ostergeheimnis feiern: "Christus ist auferstanden! Halleluja!"

Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

 


Kreuzweg an der Via della Conciliazione der Nähe der Basilika St. Peter.

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AUS DEN PROVINZEN:

Weltweite Feiern im Neumann-Jahr
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

 
Der zweite Teil des Jubiläumsjahres des hl. Johann Nepomuk Neumann, das 2010 zu seinem 150. Todestag feierlich begonnen hatte, erreichte seinen Höhepunkt am 28. März, als sein 200-jähriges Geburtsjubiläum in der Kirche rund um die Welt begangen wurde.

P. General hat aus diesem Anlaß ein Schreiben über den hl. Johann Neumann an die Kongregation, die Redemptoristinnen und die mit uns verbundenen Laien gerichtet. Um diesen Brief abzurufen, ist der Anfang weiter unten angezeigt, der link für den gesamten Text ist auf unserer cssr.com website zu finden.

Die meisten redemptoristischen Gemeinschaften haben den Tag mit besonderen Festen gefeiert.

Die Tschechische Nachrichtenagentur berichtete, daß Neumann's Geburtsstadt, Prachatitz in der Tschechischen Republik, das Gedächtnis an Neumann mit einer Festmesse am 27. März begangen hat. Es wurde vermerkt, daß seine Mutter Tschechin, sein Vater ein Deutscher Strumpfwirker aus Bayern war. Es wurden verschiedene speziell für das Jubiläum angefertigte Gegenstände, insbesondere ein Buch über den Heiligen und ein örtlicher Kirchenführer für Kinder, zum Segnen gebracht. Im Museum von Prachatitz wird eine Ausstellung über Leben und Werk des heiligen Johann Neumann eröffnet.

In Baltimore-Stadt, Maryland, USA, in jener St.Alfonsuskirche, wo der hl. Johann Neumann einst als Pfarrer gearbeitet hatte und zum vierten Bischof von Philadelphia geweiht worden war, versammelten sich am 27. März hunderte Katholiken zur Feier des 200. Geburtstages des Heiligen aus Böhmen. Am Ende der Liturgie haben die Gottesdienstbesucher andächtig eine besondere Reliquie des Heiligen verehrt – sie küssten oder berührten behutsam ein kunstvoll verziertes Reliquiar, das ein Stück von der Wirbelsäule des Heiligen enthielt. Einer der Gemeindemitglieder wurde zitiert, indem er sagte: "Es ist wunderbar" die Möglichkeit zu haben, dem heiligen Johann Neumann so nahe zu sein. "Es ist ehrfurchtgebietend, sehr spirituell."
Der Erzbischof von Baltimore, Edwin F. O'Brien, zelebrierte die hl. Messe und betonte die Bedeutung als "signifikanten Moment für uns alle". Der Erzbischof saß exakt auf jenem Stuhl, der 159 Jahre zuvor während der Bischofsweihe Neumanns an dessen 41. Geburtstag in Verwendung war. Der frühere Provinzial, der Redemptorist P. Patrick Woods, führte in seiner Homilie aus, der heilige Johann Neumann sei ein sehr einfacher Mann gewesen, der aber Außergewöhnliches vollbrachte.
In der Erzdiözese von Philadelphia haben über hundert diözesane katholische Schulen ihre Vertreter zum Neumann Shrine gesandt, um an einem am 28. März von der Provinz Baltimore gestalteten Gottesdienst teilzunehmen.

Beim Abschluß des Gottesdienstes gaben die Redemptoristen die Gewinner des landesweiten Aufsatzwettbewerbes für Schüler der Grundschule bzw. Highschool bekannt. Sie hatten eine überwältigende Rückmeldung – über 2000 Beiträge aus allen Landesteilen langten ein.

Schüler der 6.-12. Stufe wetteiferten miteinander zu erklären, inwiefern das Vermächtnis des hl. Johann Neumann die katholischen Schulen so maßgeblich für das Leben der U.S. Kirche gemacht hatte. Der Tiefgang und die Gelehrsamkeit, die sich in den eingereichten Essays fand, sprach Bände von der anhaltenden Auswirkung dieses Redemptoristenheiligen. Den Erstplatzierten in jeder Kategorie wurden Stipendien von je $300 vergeben, und zwei ehrenvolle Erwähnungen pro Kategorie erhielten Stipendien von je $100.

Mitglieder der Pfarrei Herz Jesu in Griffith, New South Wales, Australien, feierten für Johann Nepomuk Neumann eine Geburtstagparty. Danke an P. Peter Stojanovic für einige Photos.

P. Richard Boever C.Ss.R. aus der Provinz Denver und andere amerikanische Redemptoristen leiten spezielle hl.Johann Neumann-Missionen und Veranstaltungen quer durch die U.S. Der Abschluß des hl. Johann Nepomuk Neumann Jubiläumsjahres wird am 24. Juni 2012 am Neumann Shrine in Philadelphia, PA, USA, stattfinden.

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Provinz Baltimore
Paralyse stoppt diesen Redemptoristen nicht
George P. Matysek, Jr.
Baltimore Catholic Review


Aufgewachsen in New York, mochte der Redemptoristenpater sehr gern mit seinem Vater bei der jährlichen Parade am Tag des hl. Patrick mitmarschieren. Jetzt, da er im Rollstuhl fährt, hat P. Murray zuletzt den Heiligen von Irland in einer Weise gefördert, die sich als machtvoller erweisen könnte als alles, was er zu Fuß in einer Parade hätte tun können.

Nahezu sieben Monate nach einem merkwürdigen Unfall, der ihn brustabwärts lähmte, war P. Murray Prediger für die zehn Uhr vormittags Messe am 17. März, dem Festtag des hl.Patrick in St. Patrick in Fells Point. Für P. Murray markierte es einen Meilenstein seiner Genesung – war es doch seit dem Unfall am 27. August 2010 erst das zweite Mal, daß er außerhalb seiner Residenz zu Stella Maris in Timonium predigte.

"Es ist aufregend, wieder predigen zu können", sagte P. Murray, als er die Homilie zum 6. März in St. John Neumann in Annapolis hielt.

Die zurückliegenden Monate waren für den früheren Pfarrer von St. Wenceslaus in Baltimore und St. Mary in Annapolis schwierig gewesen.

Während eines Morgenspazierganges an der Strandpromenade von Long Beach, N.J., stürzte P. Murray und schlug mit seinem Kopf an die Brüstung – eine Lähmung von der Brust abwärts war die Folge. Man brachte ihn eiligst in das Jersey Shore Medical Center, wo er am Rückenmark notoperiert wurde. Nachdem er sich zur Rehabilitation im Kessler Institute for Rehabilitation in West Orange aufgehalten hatte, übersiedelte der Querschnittgelähmte am 3. November nach Stella Maris.

"Mein Rollstuhl ist mein Kreuz", sagte P. Murray. "Die Lähmung ist natürlich ein größeres Kreuz, aber es offenbart den wahren Charakter".
Der Priester betonte, daß er die Wichtigkeit von Gottes Gnade im Erdulden seines Kreuzes erfahren hat – nicht allein, führte er aus, sondern mit der Hilfe Christi.

Obwohl ihm die Ärzte in New Jersey geringe Chance gaben, daß er jemals wieder seine Beine bewegen könne, teilte P. Murray mit, daß sich sein Zustand bessert, dank 10 - 15 Wochenstunden Therapie in Stella Maris.
P. Murray nannte es einen Segen, in Stella Maris mit anderen, meist bejahrten oder gebrechlichen, Redemptoristen gemeinsam zu leben. "Ein wichtiges Kennzeichen der Redemptoristen ist ihr Gemeinschaftsleben", sagte er. "In der Tat erlebe ich das hier in Stella Maris, und ich bin sehr dankbar für meine Berufung als Redemptorist".

Als bekannter Autor der Katholischen Presse und früherer Kolumnist für The Catholic Review, gab P. Murray oft Missionen in der ganzen Erzdiözese und entlang der Ostküste. Ironischerweise hat sein Unfall eventuell ein noch breiteres, internationales Publikum erschlossen, indem er begonnen hat, ein-oder zweimal im Monat auf der website seiner religiösen Kommunität zu predigen: www. Redemptorists.net.

Für seine Predigt zum Tag des hl.Patrick, hat P. Murray vor, jene Lektionen zu diskutieren, die vom Lebensvorbild des Heiligen gelernt werden können. Der hl. Patrick hat sich sehr für die Trinität und die Einheit in Kirche und Familie interessiert, erläuterte P. Murray.
"Er lehrte die Iren die Weise, die Welt zu evangelisieren", sagte P. Murray.

Das ist exakt, was dieser Priester tut.

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AKTIVITÄTEN DER GENERALLEITUNG

Ein Brief von P. General
Gedenken des 200. Geburtstages von P. Johann Nepomuk Neumann

Anmerkung des Herausgebers: Am 28. März schrieb P. General einen Brief an die Adresse der Obern für die Kongregation – die Redemptoristen, Redemptoristinnen und Assoziierten – zum Gedenken der Feier des Geburtstages von P. Johann Nepomuk Neumann. Für diejenigen, die nicht die Möglichkeit hatten, den Brief zu erhalten, folgt er hier; siehe link

Liebe Mitbrüder, liebe Schwestern, liebe Laienmitarbeiter!

Herzliche Grüße im Namen unseres Herrn Jesus Christus, der uns beruft, das Evangelium stets neu zu predigen und der uns voll Freude zu den Armen und Verlassensten sendet!

Ich schreibe diesen Brief an euch zum Gedenken an den 200. Geburtstag des hl. Bischofs Johann Nepomuk Neumann. Er wurde am 28. März 1811 in Prachatitz (Böhmen) geboren. In der Ansprache bei seiner Seligsprechung fasste Papst Paul VI. sein Leben in folgenden Sätzen zusammen:

Er war den Kranken nahe, er war bei den Armen zu Hause, er war ein Freund der Sünder und heute ist er der Ruhm aller Einwanderer und von den Seligpreisungen her gesehen das Symbol für den christlichen Erfolg.

Ich lade jeden ein, während dieses Jahres das Geschenk, das Gott der Kongregation und der Kirche im Leben dieses großen Redemptoristen, des Ruhmes aller Einwanderer, gegeben hat, im Sinne der Forde-rungen unseres letzten Generalkapitels in sich lebendig werden zu lassen und zu feiern.

Klicken Sie auf den Link hier

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REDEMPTORISTEN IN DEN MEDIEN:

Ukraine
Die Kirche ist jung und lebendig
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

Vor sechs Jahren erklärte Papst Benedikt in seiner Inaugurationsrede auf dem Platz St.Peter: "Die Kirche ist junge und lebendig!"

Beweis für die Richtigkeit seiner Überzeugung sind die Tätigkeiten eines Zweiges der Gesamtkirche: der griechisch-katholischen ukrainischen Kirche, der größten der unierten Kirchen mit 5,5 Millionen Mitgliedern weltweit; und die ihnen verbundenen Provinzen unseres Ordens Lemberg und Yorkton.

Alle Redemptoristen können stolz sein, daß die Vitalität der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche auch vom Blut der Märtyrer der Redemptoristen lebt: der seligen Mykolaj Tscharnezkij, Wasil Welitschkowskij.Sinowij Kowalik und Iwan Sjatik; und des Erzbischof Wolodymyr Sterniuk, der als ruhender Pol der Untergrundkirche von einem Zimmer aus arbeitete, das zugleich Küche und Bad war und auch von den Nachbarn benutzt wurde, dies während des Exils der Kardinäle Slipyj und Lubatschivskij. In der jüngeren Zeit spielte die Arbeit einer Generation von Redemptoristen eine wichtige Rolle: für den Übergang der unter dem Totalitarismus der Sowjets verfolgten Kirche zu einer freien und dynamischen Kirche, neu geboren durch die Orange Revolution.
Erzbischof Wolodymyr Sterniuk
Im vergangenen Monat wählte die ukrainische Kirche in einer historischen Wahlsynode ihren neuen Großerzbischof Swiatoslaw Schevtschuk als Nachfolger von Kardinal Lubomyr Husar. Auf den ersten Blick eine überraschende Wahl, da Erzbischof Schevtschuk erst zwei Jahre Bischof ist – Weihbischof und interimistischer Administrator in der Diaspora von Argentinien. Und er ist der jüngste Bischof der ganzen katholischen Kirche – 40 Jahre alt.

Erzbischof Schevtschuk ist gebürtiger Ukrainer, früher Rektor des Seminars, mit Erfahrung in der griechisch-katholischen Bürokratie und im Dienst der Hierarchie, sehr intelligent, fromm, vielsprachig und hochtalentiert. Sein junges Alter wird ihm helfen, seine Kirche zu stärken. Die griechisch-katholische Kirche hat eine lange Tradition, junge Führer zu wählen, die lange in der Verantwortung sein werden.

Trotz der Verfolgung und der langen Zeit im Untergrund ist der Einfluß der Redemptoristen in der Ukraine heute nicht gering und ist so jung wie ihre neuen Führer. Die Provinz Lemberg zählt 114 Mitglieder; 34 bereiten sich auf die Weihen vor. Ihr Provinzial ist gerade 35 Jahre alt. Sie werden sich erinnern, daß in Lemberg das internationale Jugendtreffen der Redemptoristen im Sommer 2010 stattgefunden hat.

Die griechisch-katholische Kirche hat auch fünf Redemptoristen als Bischöfe: Ordinarii und Weihbischöfe in der Ukraine, und einige andere in der Diaspora. Zwei von ihnen versahen Aufgaben in der Zeit des Übergangs von Kardinal Husar zu Erzbischof Schevtschuk: Erzbischof Ihor Wozniak, griechisch-katholischer Erbischof von Lemberg, war während des Interregnums Administrator, und Weihbischof Bohdan Dzourack, Weihbischof von Kiew-Halyc und Sekretär der Bischofssynode, verkündete die Entscheidung der Bischofssynode bezüglich der Wahl von Erzbischof Schevtschuk bei der Feier der Amtseinführung.

Erzbischof Ihor Wozniak,, C.Ss.R.
Weihbischof Bohdan Dziurach, C.Ss.R.

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Canada
Provinz Yorkton bietet Pastoraljahr an
Michael Smolinski, C.Ss.R.

Anmerkung des Herausgebers: In der Diaspora (Kanada) lebt die ukrainische Provinz von Yorkton eher bescheiden. Sie zählt 21 Mitglieder, von denen sechs zu Bischöfen ernannt worden sind. Die Provinz Yorkton entstand aus der Notwendigkeit, für die Immigranten aus der Ukraine zu sorgen, die zuerst aus dem zaristischen Rußland, dann vor Nazi-Deutschland und dann aus Sowjetrußland flohen. Ihre Nachkommen sind jetzt Kanadier der vierten oder fünften Generation. Eines der Musterprojekte der Provinz Yorkton ist "The Welcome Home".

"The Welcome Home bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ein Jahr mit den Redemptoristen zu leben, um eine christliche Gemeinschaft zu erfahren und für die Armen und Menschen am Rande in Winnepeg (Manitoba, Kanada) zu arbeiten. Im Durchschnitt nahmen seit 1993 ca 30 junge Leute daran teil. Zum Aufbau der Gemeinschaft tragen Zeiten des Gebetes und der Feier bei sowie die Sorge für die Kinder in der Nachbarschaft. Weil die Mitarbeit von Laien wesentlich ist für diesen Dienst, ist The Welcome House ein Modell für Zusammenarbeit und inspiriert die Teilnahme am Charisma der Redemptoristen. Die ukrainisch-katholische Kirche ist durch das Zeugnis des Welcome Homes herausgefordert in ihrer Entscheidung für die Armen. Dieses hat auch die Verantwortung für die ukrainisch-katholische Pfarrei übernommen, die entlang der Straße liegt, in der sich The Welcome Home befindet; dies gibt dem Welcome Home die Möglichkeit, größere Räumlichkeiten zu benützen, wenn solche benötigt werden, und die Pfarrei in den Dienst für die Verlassenen einzubinden." [Conspectus Generalis, 2009]."

Die Kommunität des Welcome Homes lädt Studenten der Redemptoristen aus der ganzen Kongregation ein, in ihrem Pastoraljahr am Dienst für die Armen und meist Verlassenen mitzuarbeiten. Auch sind Patres und Brüder, die ein Sabbatjahr machen möchten, willkommen. The Welcome Home ist ein Projekt der Provinz Yorkton in Winnipeg, Kanada. Es ist eine Gemeinschaft von Redemptoristen und von Laien, Männer und Frauen, die an deren Dienst, Gebet und Gemeinschaftsleben teilnehmen. The Welcome Home bietet die Möglichkeit, in den byzantinischen Ritus hineinzuwachsen und die Arbeit der Redemptoristen für die ukrainischen Katholiken in Westkanada kennenzulernen. Das Jahr im Welcome Home dauert von Ende August bis Anfang Juli des folgenden Jahres. Kontaktperson: Michael Smolinski, C.Ss.R. whome01@mts.net.  Mehr Informationen über email oder website, www.yorktonredemptorists.com.

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Rom
Kardinal Varkey Vithayathil, C.Ss.R.
Eine Erinnerung
Gary Ziuraitis, C.Ss.R,; Andrzej Wodka, C.Ss.R.

Anmerkung des Herausgebers: P. Wodka und ich hatten die Ehre, Kardinal Varkey zu interviewen, als er 2005 zur Beerdigung von Papst Paul II. und zur Wahl von Papst Benedikt XVI. in Rom war. Ich machte ein Printinterview für ORBIS, und P. Wodka ein Videointerview für TRWAM-TV. Die folgenden Auszüge aus beiden geben uns eine tiefe Einsicht in Kardinal Varkeys Liebe für seine Kongregation und für die syro-malabarische Kirche.

P. Ziuraitis: Ihr Aufenthalt in unserer Gemeinschaft in diesen Tagen lässt mich vermuten, dass es für Sie immer noch wichtig ist, als Redemptorist zu leben. Warum haben Sie für uns in Sant'AlfonsoZeit gefunden, wenn Sie doch so viele wichtige Dinge zu erledigen haben?

Kardinal Varkey: Obwohl ich Kardinal bin, bleibe ich Redemptorist. Ich schätze meine Berufung als Redemptorist sehr hoch. Die Kongregation der Redemptoristen hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Ich kann die herrliche alfonsianische Spiritualität nie vergessen, in die mich die Redemptoristen in Irland eingeführt haben. Alfonsianische Spiritualität hat mich zeitlebens getragen und gestärkt.

Ich legte 1947 meine Gelübde ab. Nun sind es bereits sechzig Jahre seit meiner ersten Profess. Ich wollte in all diesen Jahren als Redemptorist leben und hoffentlich werde ich das tun bis zu meinem Tod. Es zieht mich immer zu diesem Generalatshaus Sant' Alfonso, weil ich vor fünfzig Jahren hier als Student zur Scuola Maiggore gehörte, als ich vier Jahre an der Päpstlichen Universität Angelicum Kirchenrecht studierte und doktorierte.

Seitdem ich Bischof bin, kam ich mehrmals nach Rom. Gewöhnlich wohnte ich in der Nähe des Vatikans, weil ich zu dort zu tun hatte. Aber jetzt, wo ich zum Trauergottesdienst für den Papst und zur Wahl des Nachfolgers gekommen bin, wollte ich bei meinen Mitbrüdern wohnen. Hier fühle ich mich daheim.(Der Redaktor erfuhr von anderen Mitbrüdern aus Indien, dass Kardinal Varkey sich an Gastfreundlichkeit nicht übertref fen lässt, wenn Redemptoristen in Indien zu ihm kommen.)

In den letzten Jahren kam ich bei meinen Besuchen in Rom auch immer hier vorbei um die Mitbrüder zu sehen, auch wenn ich nicht hier wohnte. Diesmal bin ich länger hier, weil die Domus Sanctae Marthae (Gästehaus des Vatikans) uns vor dem Konklave nicht aufnehmen konnte. So wohne ich nun länger hier. Pater Michael Naickanparampil, der im Studentat der Redemptoristen in Bangelore mein Student war, ist gerade hier als Gastprofessor an der Alfonsianischen Akademie und hilft mir viel, indem er für alles sorgt, was ich in Rom brauche. Einige bekannte Mitbrüder aus Irland wohnen auch hier, und so komme ich immer gern hierher, aber manchmal ist es praktischer, im Vatikan zu wohnen.


P. Wodkas Video-interview auch aus dem Jahr 2005 über die syro-malabarische Kirche (in English):

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Indien
Tausende trauern über Tod von Kardinal Vithayathil
Ucanews

Bemerkung des Herausgebers: Weil die syro-malabarischen Bischöfe zu ihrem Ad-limina-Besuch in Rom waren, als Kardinal Varkey starb, wurden die Trauerfeierlichkeiten für den sehr beliebten syro-malabarischen Kirchenführer auf den 10. April in Kerala festgesetzt, damit die Bischöfe daran teilnehmen konnten. In der nächsten Ausgabe von SCALA mehr darüber.

Tausende aus verschiedenen Religionen erweisen Kardinal Varkey Vithayathil, dem Oberhaupt der syro-malabarischen Kirche, der am 1. April einer Herzattacke erlag, ihre Hochachtung.

Bischof Bosco Puthur, der jetzt als Administrator die orientalische katholische Kirche leitet, gab bekannt, daß das Begräbnis am 10. April in Kochi, der wirtschaftlichen Metropole von Kerala, stattfinden werde.

Die Kirchen in ganz Indien sprachen bei den Sonntagsgottesdiensten Gebete für den Kardinal. Die katholische Kirche von Kerala hält eine 10-tägige Trauer für Kardinal Vithayathil. Gestern fanden in allen Pfarreien von Kerala Trauergottesdienste statt.

Die lateinischen und syro-malabarischen Kirchen in Kerala zogen schwarze Flaggen auf und verlegten geplante Festlichkeiten auf später.

Lange Menschenschlangen standen vor dem Little Flower Hospital in Angamaly, wo sich der Leichnam des Kardinals befindet. Dieser wird am 9. April in die St George's Basilica in Angamaly und später in den Hauptsitz der syro-malabarischen Kirche in der Nähe von Kochi gebracht.

Tausende Menschen strömten zum Lisie Hospital, als der Tod des Kardinals durch das lokale Fernsehen bekanntgegeben wurde.

Paul Thelakat, der Sprecher der syro-malabarischen Kirche, sagte, daß die Zahl der gewöhnlichen Leute die Zahl der trauernden Priester und Schwestern übertraf.

Die Menschenmenge, die zum Krankenhaus kam, zeigte die Popularität des Kardinals bei den einfachen Leuten, sagte der Priester.

Vijayan Beena, eine Frau aus der Regierung, sagte, sie haben den Kardinal einige Male getroffen und sei überrascht gewesen über sein ehrliches Interesse für die Armen. "Er konnte immer über enge Religionsgrenzen hinausdenken", sagte sie.

P. K. Narayana Panicker, Sekretär einer Hinduvereinigung, sagte, der Kardinal habe Liebe und Hochachtung für alle Religionen gehabt. "Er leitete die Kirche, ohne jemanden zu beleidigen", fügte er hinzu.

Und T. Arifali, ein Führer der Moslem, sagte, Kardinal Vithayathil sei eine Hoffnung für die Einheit in der politisch gespaltenen Gemeinschaft von Kerala gewesen.

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PROFILE:


Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.
Kurzbiographie
Catholic News Agency

Karol Józef Wojtyła , bekannt als Johannes Paul II. seit seiner Wahl zum Papst im Oktober 1978, wurde in Wadowice, einer kleinen Stadt 50 km von Krakau entfernt, am 18. Mai 1920 geboren. Er war das jüngste von drei Kindern, die Karol Wojtiła und Emilia Kaczorowska geboren wurden. Sein ältester Bruder Edmund, ein Arzt, starb 1932; und sein Vater, ein Offizier, starb 1941. Eine Schwester, Olga, starb, bevor er geboren wurde.

Er wurde am 20. Juni 1920 in der Pfarrkirche von Wadowice von Pfarrer Franciszek Zak getauft, feierte seine Erste heilige Kommunion im Alter von 9 Jahren und wurde mit 18 gefirmt. Nach Abschluß der Marcin Wadowita Schule in Wadowice inskribierte er 1938 in Krakau an der Jagellonen-Universität und an einer Schauspielschule.

Die Nazis schlossen 1939 die Universität; der junge Karl mußte in einem Steinbruch (1940-1944) und dann in der Chemiefabrik Solvay arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen und eine Deportation nach Deutschland zu verhindern.

Als er sich 1942 seiner Berufung zum Priester bewußt wurde, begann er Kurse am geheimen Seminar von Krakau, das von Kardinal Adam Stefan Sapieha, dem Erzbischo von Krakau, geleitet wurde. In der gleichen Zeit war Karol Wojtiła einer der Pioniere des ebenfalls geheimen "Rhapsodietheaters".

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er seine Studien am Großen Seminar von Krakau, als dieses geöffnet wurde, und an der Theologischen Fakultät der Jagellonen-Universität fort. Am 1. November 1946 wurde er von Erzbischof Sapieha in Krakau zum Priester geweiht.

Kurz danach sandte ihn Kardinal Sapieha nach Rom, wo er unter dem französischen Dominikaner Garrigou-Langrange arbeitete. 1948 beendete er sein Doktorat in der Theologie mit einer These über den Glauben in den Werken des hl. Johannes vom Kreuz (Doctrina de fide apud Sanctum Joannem a Cruce). Während seines Studiums war er in den Ferien pastoral für die polnischen Immigranten in Frankreich, Belgien und Holland tätig.

1948 kehrte er nach Polen zurück; war Vikar in mehreren Pfarreien von Krakau und Seelsorger der Universitätsstudenten. 1951 begann er von neuem ein Studium der Philosophie und Theologie. 1953 verteidigte er an der katholischen Universität Lublin seine These über die "Beurteilung der Möglichkeit der Begründung einer katholischen Ethik auf dem ethischen System von Max Scheler". Danach wurde er Professor für Moraltheologie und Sozialethik im Großen Seminar von Krakau und an der Theologischen Fakultät von Lublin.

Am 4. Juli 1958 wurde er von Papst Pius XII. zum Titularbischof von Ombi und zum Weihbischof von Krakau ernannt; und am 28. September 1958 von Erzbischof Eugeniusz Baziak in der Wawel-Kathedrale von Krakau geweiht.

Am 13. Jänner 1964 wurde er von Papst Paul VI. zum Erzbischof von Krakau ernannt und am 26. Juni 1967 zum Kardinal, mit dem Titel des hl. Cäsarius in Palatio (im Rang der Diakone, später aus diesem Anlaß in den Rang der Priester erhoben).

Er nahm am II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) teil, auf dem er einen wichtigen Beitrag für die Erarbeitung von Gaudium et spes leistete; und war bei allen Versammlungen der Bischofssynoden.

Die Kardinäle wählten ihn am 16. Oktober 1978 zum Papst; er nahm den Namen Johannes Paul II. an. Am 22. Oktober übernahm er seinen Petrusdienst als 263. Nachfolger der Apostel. Sein Pontifikat, eines der längsten in der Kirchengeschichte, dauerte 27 Jahre.

Getrieben von seinem pastoralen Eifer für alle Kirchen und seiner Offenheit und Liebe für alle Menschen übte Papst Johannes Paul II. sein Amt mit unermüdlichem missionarischen Geist aus. Er machte 104 Pastoralreisen außerhalb Italiens und 146 in Italien. Als Bischof von Rom besuchte er 317 der 333 Pfarreien der Stadt.

Er hatte mehr Treffen als jeder seiner Vorgänger mit dem Volk Gottes und den Führern der Nationen. Mehr als 17,600.000 Pilger nahmen an den Generalaudienzen am Mittwoch (es waren deren mehr als 1160) teil, nicht gezählt die Sonderaudienzen und religiösen Feiern (während des großen Jubiläumsjahres allein kamen mehr als 8 Millionen Pilger); dazu die Millionen Gläubigen, die er während seiner Pastoralreisen in Italien und in der ganzen Welt traf. Wir müssen auch an die vielen hochrangigen Persönlichkeiten denken, denen er während seiner 38 offiziellen Besuche, seiner 738 Audienzen und Treffen mit Staatsoberhäuptern und seiner 246 Audienzen und Treffen mit Ministerpräsidenten begegnete.

Seine Liebe für die jungen Menschen führte ihn zur Initiierung der Weltjugendtage. Die 19 Weltjugendtage, die während seines Pontifikates stattfanden, brachten Millionen junger Menschen aus der ganzen Welt zusammen. Gleichzeitig fand seine Sorge für die Familien Ausdruck in den Treffen der Familien (seit 1994).

Johannes Paul II. ermutigte erfolgreich das Gespräch mit den Juden und mit Verantwortlichen anderer Religionen, die er manches Mal zu Gebetstreffen für den Frieden einlud; so besonders in Assisi.

Unter seiner Führung bereitete sich die Kirche auf das 3. Jahrtausend vor und feierte das Große Jubiläum 2000 entsprechend den Instruktionen, die er im Apostolischen Schreiben Tertio Millenio adveniente gegeben hatte. Die Kirche begann die neue Epoche nach den Anweisungen dieses Schreibens, in dem er den Gläubigen den Weg in die Zukunft zeigte.

Mit dem Jahr der Erlösung, dem Marianischen Jahr und dem Jahr der Eucharistie gab er der geistlichen Erneuerung neue Antriebe.

Er brachte eine außerordentliche Bewegung in die Heilig- und Seligsprechungen, indem er auf die unzähligen Beispiele von Heiligkeit für den Glauben der Menschen unserer Zeit hinwies. Er beging 147 Feiern, in denen er 1.338 Seligsprechungen und 51 Heiligsprechungen (unter insgesamt 482 Heiligen) vornahm. Er ernannte Thérèse vom Kinde Jesu zur Kirchenlehrerin.

Das Kardinalskollegium vergrößerte er beträchtlich, indem er 231 Kardinäle (und einen in pectore) in 9 Konsistorien ernannte. Er berief sechs Treffen des Kardinalskollegiums ein.

Er berief 15 Versammlungen von Bischofssynoden ein: sechs ordentliche (1980, 1983, 1987, 1990, 1994 und 2000), eine außerordentliche (1985) und acht besondere Versammlungen (1980,1991, 1994, 1995, 1997, 1998 (2) und 1999). Seine wichtigsten Dokumente sind 14 Enzykliken, 15 Apostolische Exhortationen, 11 Apostolische Konstitutionen und 45 Apostolische Briefe.

Er veröffentlichte den Katechismus der Katholischen Kirche im Licht der Tradition, wie sie autoritativ durch das II. Vatikanische Konzil interpretiert wurde. Er reformierte auch den Codex für die Ost- und die Westkirche, schuf neue Institutionen und reorganisierte die römische Kurie.

Als Privatgelehrter veröffentlichte er fünf Bücher: "Die Schwelle der Hoffnung überschreiten" (1994), "Geschenk und Geheimnis. Zum 50. Jahr meiner Priesterweihe" (1996), "Römisches Triptychon" (2003), "Steht auf, laßt uns gehen" (2004) und "Erinnerung und Identität" (2005).

Im Licht des auferstandenen Christus, am Samstag, 2. April 2005 um 21.37 Uhr, als der Samstag schon zu Ende ging und der Tag des Herrn, der Oktavtag von Ostern, der Sonntag der Barmherzigkeit schon begann, verließ der geliebte Hirt Johannes Paul II. diese Welt und ging zum Vater.

Von diesem Abend bis zum 8. April, dem Begräbnistag des Papstes, kamen mehr als drei Millionen Pilger nach Rom, um den sterblichen Überresten des Verstorbenen Ehre zu erweisen. Einige von ihnen standen bis zu 24 Stunden an.

Am 28. April verkündete Papst Benedikt XVI., daß die Frist von fünf Jahren für die Eröffnung von Selig- oder Heiligsprechungen bei Papst Johannes Paul II. nicht eingehalten werden müsse. Der Prozeß wurde am 28. Juni 2005 von Kardinal Camillo Ruini, dem Generalvikar der Diözese Rom, offiziell eröffnent.

. Der damalige P. General Juan Lasso grüßt Papst Johannes Paul II. auf einer Audienz für die Generalobern im Jahre 1992)

Video: Highlights (in verschiedenen Sprachen) vom Pontifikat Johannes Paul II.


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LEBENSWENDEN:

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Genaueres finden Sie auf Officialia site

Zeitliche Gelübde:
Daniel Alberto Martinez Cordoba, Vizeprovinz Resistencia, 2. Februar 2011
Nelson Edgard Nicolas Moreno Acosta, Vizeprovinz Resistencia, 2. Februar 2011
Héctor Damián Lezana Rosales, Provinz Buenos Aires, 2. Februar 2011
Juan Carlos Urzagaste Urzagaste, Provinz Bolivia, 2. Februar 2011
Aristides Amarilla Ovelar, Provinz Paraguay, 2. Februar 2011
José Luis Caballero, Provinz Paraguay, 2. Februar 2011
Diego Daniel Calonga Portillo, Provinz Paraguay, 2. Februar 2011
Eduardo Moisés Franco Machuca, Provinz Paraguay, 2. Februar 2011
Edgar Osvaldo Riquelme Deleón, Provinz Paraguay, 2. Februar 2011

Ewige Gelübde:
Jozinaldo Alves de Sousa, Vizeprovinz Manaus, 29. Jänner 2011
Grover Mamani Choquevilca, Provinz Bolivia, 26. Februar 2011
Hugo Martínez Regifo, Provinz Bolivia, 26. Februar 2011
Miguel Castro Castro, Provinz Madrid, 19. März 2011
Julio Daniel Cañete Brítez, Provinz Paraguay, 24. März 2011
Vincenzo Loiodice, Provinz Neapel, 26. März 2011

Priesterweihen:
Hervé Ange Brou, Elfenbeinküste, 1. August 2009
Michel Kadjeli Yao, Elfenbeinküste, 1. August 2009
Marino Nerys de Almeida, Vizeprovinz Manaus, 5. Februar 2011
Cleidivan Neres Brito, Provinz Porto Alegre, 12. Februar 2011
Ezequiel Bridi, Provinz Porto Alegre, 19. Februar 2011
Edwin Rodolfo García Quiñónez, Vizeprovinz San Salvador, 26. Februar 2011
Lamar Frank Partin, Provinz Denver, 26. Februar 2011
Maiko Deffaveri, Provinz Porto Alegre, 27. Februar 2011

60-jähriges Priesterjubiläum:
Hermann Stenger, Provinz München, 14. Mai 2011

50-jähriges Proeßjubiläum:
Lothar Abend, Provinz München, 2. Mai 2011
Rudolf Hadwiger, Provinz München, 2. Mai 2011
Konrad Huber, Provinz München, 2. Mai 2011
Edmund Wegmann, Provinz München, 2. Mai 2011

50-jähriges Priesterjubiläum:
Albert Joseph Castellino, Provinz Denver, 27. Mai 2011

25-jähriges Profeßjubiläum:
Arnel Pahang, Provinz Cebu, 23. Mai 2011

25-jähriges Priesterjubiläum:
Michael Picharn Jaiseri, Vizeprovinz Bangkok, 1. Mai 2011
Joseph Apisit Kritsaraiam, Vizeprovinz Bangkok, 5. Mai 2011
Sean Joseph McGillicuddy, Provinz Baltimore, 24. Mai 2011
Kevin Ryan Murray, Provinz Baltimore, 24. Mai 2011
Rodney Joseph Olive, Regio Karibik, 24. Mai 2011

Verstorben:
Rev. Karel Zeman, 89, Provinz Prag, 20. Februar 2011
Rev. George Henry Bridge, 88, Provinz Baltimore, 28. Februar 2011
Rev. William Lavery, 80, Provinz London, 3. März 2011
Rev. Roch Nguyen Tu Do, 82, Provinz Vietnam, 5. März 2011
Br. Jakob (Josef) Huber, 77, Provinz München, 7. März 2011
Rev. Francis Connon, 83, Provinz Cebu, 9. März 2011
Rev. Leopold Preßner, 97, Provinz München, 12. März 2011
Br. Manuel Martinez Gonzalez, 82, Provinz Baltimore, 15. März 2011
Rev. Joseph Morin, 87, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 18. März 2011
Rev. John Francis Dowd, 75, Provinz Denver, 21. März 2011
Rev. John Methodius Farnik, 75, Provinz Denver, 22. März 2011
Rev. Josef Tomáš Hanžl, 79, Provinz Prag, 24. März 2011
Rev. Izidro de Oliveira Santos, 84, Provinz São Paulo, 25. März 2011
Rev. Paul Hasler, 73, Provinz Indonesia, 25. März 2011

Kardinal Varkey Vithayathil, 83, Großerzbischof der Syro-malabarischen Kirche, Provinz Liguori, 1. April 2011

P. Roger Michel, 65, Provinzial von Provinz Lyon-Paris, starb am 11. April 2011
(P. François Vannier, der Provinzvikar, übernimmt die Leitung der Provinz)

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Übersetzer: Hans Schermann, C.Ss.R., Provinz Wien; Dr. Jasmine Wessely, Wien

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