| S C A L A |
Wo dein Herz, da dein Reichtum.
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| Info-Service der Redemptoristen | Nummer 32 |
Rom, Italien
16. Dezember 2007
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NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN:
Generalathaus, Rom: Kongregation feiert 275. Jahrestag.
Puerto Rico: 40 Jahre Casa Cristo Redentor.
Denver, USA: 60 Jahre Liguori Publications.
Oconomowoc, WI, USA, North American Institute for Redemptorist Historical Studies.
Bolivien: Hagelschlag beschädigt Kirche der Redemptoristen in Vallegrande.
VATIKAN UND REDEMPTORISTEN:
Kardinal Varkey Vithayathil C.Ss.R. tritt ein für gleiches Recht der Syro-malabarischen Kirche.
Kardinal Julio Terrazas C.Ss.R. am Consistorium und auf Besuch im Generalatshaus
VITA APOSTOLICA:
Félix Catalá, C.Ss.R. bringt seinen zweiten Beitrag über das Gott geweihte Leben.
PROFIL:
Willy Jesena C.Ss.R. blickt zurück auf seine 50 Jahre Redemptorist.
BEKANNTMACHUNGEN:
Des Alberto de Mingo Kaminouchi C.Ss.R. neuestes Buch
BILDERGALERIE:
Fotos von Redemptoristen aus aller Welt.
MEDIEN IM BRENNPUNKT:
Acoger y Compartir, Provinz Madrid
LEBENSWENDEN:
Professfeiern, Priesterweihen, Jubiläen, Unsere Verstorbenen, Wahlergebnisse
Unsere Generalleitung hat eine grosse Runde Visitationen abgeschlossen und darauf zehn Tage über die wichtigsten Anliegen der Kongregation auf der ganzen Welt beraten. Nach Weihnachten werden die Generalräte wieder hinausgehen und weltweit Mitbrüder besuchen. http://www.cssr.com/calendars/CalDT.htm Für viele von uns ist es schwer, alles zu bewältigen, was in unserem eigenen Leben und Wirken als Redemptoristen ansteht. Die Anstrengungen unserer Generalräte dürften wohl manchen von uns bewundernswert erscheinen. Die Generalleitung muss eine globale Sicht der Dinge haben und stets bereit sein, die Strapazen der vielen Reisen auf sich zu nehmen und alle Sitzungen und unvorhergesehenen Begegnungen durchzustehen. Wir schulden diesen Mitbrüdern unseren Dank, dass sie ihr Leben geben für Erlösung in Fülle.
Wir staunen manchmal, wie sie das schaffen. Die Antwort ist klar, aber nicht einfach zu erfassen und umzusetzen. Sie folgen Christus, dem Erlöser, der "pazzo d'amore" eine globale Vision von Erlösung hatte. Lasst uns in der Vorfreude auf Weihnachten uns selber ein wenig vergessen, über den Horizont unseres Alltags hinaus ins Weite schauen, ausser uns geraten vor Freude über den Erlöser und Frieden in unsere Welt ausstrahlen. An Weihnachten und im neuen Jahr...
Allen Gnade und Erlösung!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.
Generalatshaus, Rom
Feier des 275. Jahrestages unserer Gründung
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.
Am 9. November 2007, dem 275. Jahrestag der Gründung unserer Kongregation, versammelten sich die aus allen Teilen der redemptoristischen Welt stammenden Mitglieder von Sant' Alfonso, über hundert an der Zahl, zu Mittag in der Hauskappelle von Sant' Alfonso, um sich in einem ersten Teil der Feierlichkeiten wieder auf die Vision des hl. Alfons zu besinnen und ihren festen Willen zu erneuern, nach seinem Bespiel unserem Erlöser Jesus Christus nachzufolgen.
P. General Joseph Tobin, der Rektor des Hauses, P. Darci Nicioli, und sein Vikar, P. Bruno Visuri, leiteten das Mittagsgebet, das aus Texten und Gebeten aus den Schriften des hl. Alfons sowie aus Lob- und Dankgebeten bestand.
Nach dem Mittagsgebet ging die Kommunität zum zweiten Teil des Festes über, der aus einem Festessen mit allem Drum und Dran bestand.
Den dritten und letzten Teil der Festtagsgestaltung bildete eine feierliche Konzelebration der Kommunität unter dem Gnadenbild der Mutter von der Immerwährenden Hilfe in unserer Kirche Sant' Alfonso. Diese Messe erhielt eine besondere Note durch die Anwesenheit der Reliquien der hl. Theresia von Lisieux, die gerade auf einer Pilgerreise in Rom waren. Unsere Kirche war eine der wenigen Kirchen in Rom, die die Reliquien dieser Karmeliterin beherbergen durften, deren "kleiner Weg" zur Heiligkeit Papst Johannes Paul II. dazu bewegte, sie zur Kirchenlehrerin zu erheben, ein ehrenvoller Titel, der auch unserem Vater Alphonsus zuteil geworden war.
Diese zwei Kirchenlehrer gaben der Kommunität an diesem 275. Jahrestag viel Motivation und Ansporn, ihren eigenen spirituellen und apostolischen Weg fortzusetzen.
Puerto Rico
40 Jahre Casa Cristo Redentor
Manuel Rodríguez, C.Ss.R, Provinzial
Von Anfang an hatte die Kongregation des Heiligsten Erlösers sich entschieden für ausserordentliche Verkündigung des Evangeliums an die Ärmsten, die Schwachen und Benachteiligten. Exerzitienhäuser haben dazu geeignete Voraussetzungen geschaffen, und fast jede Einheit besitzt wenigsten ein Exerzitienhaus. Die Casa Cristo Redentor zeichnet sich dadurch aus, dass sie offen ist für alle Leute, so wie sie sind mit ihrem menschlichen Empfinden und ihren Gefühlen. Darum benützen wir Wissenschaften wie Psychologie, Soziologie, Psychiatrie usw. Das hängt zusammen mit dem Geheimnis der Inkarnation, das den Redemptoristen von ihrem Gründer St. Alfons von Liguori her am Herzen liegt.
In der Chronik der Casa Cristo Redentor wird aus dem Gründungsjahr 1967 berichtet, wie man auf Vizeprovinzebene über den Namen des künftigen Hauses diskutierte. Vorgeschlagen wurde "Casa Cristo Rey” (Christkönigshaus). Aber P. Arturo Donnely, C.Ss.R, setzte sich durch mit der Begründung: "Die Leute kommen hierher, nicht um einen König zu suchen sondern einen Erlöser. Und so entschied man sich für "Casa Cristo Redentor", den Ort, wo man den Erlöser findet.
Im Jahr 1967 ging der damalige Vizeprovinzial mutig ans Werk. Finanziell ist das Haus nicht selbsttragend. Für solche Häuser ist die Treue zum Charisma der Redemptoristen massgebend. Neuestens hat die Provinz San Juan nach der Visitation durch die Generalleitung einen weiteren mutigen Beschluss gefasst, nämlich die Einrichtungen des Hauses zu erneuern und der Casa Cristo Redentor höchste apostolische Priorität in der Provinz San Juan beizumessen.
Unser Wunsch für die nächsten 40 Jahre ist es nun, dass die Provinz weiterhin dieses äusserst wichtige Projekt unterstützt und das entsprechende Personal ausbildet. Wir sind sehr dankbar, dass das bisherige Personal in diesem Haus alle Kräfte eingesetzt hat für Erlösung in Fülle.
+Rubén Antonio González Medina, C.M.F.
Bischof von Caguas.
Shalom – Friede! Im auferstandenen Herrn!
Mit grosser Freude feiern wir dieses besondere Jubiläum der Casa Cristo Redentor. Vierzig Jahre wunderbarer apostolischer Arbeit, indem Ihr hart gearbeitet habt, um die gute Nachricht des Evangeliums in die Herzen unserer Leute zu säen. Ihr Redemptoristen habt durch eure Lebensweise bezeugt, dass derjenige, welcher Christus nachfolgt, ein vollkommener Mensch wird, menschlicher wird. Das habt ihr getan in den 40 Jahren durch euer Wirken in diesem Exerzitienhaus. Von Herzen gratuliere ich euch und bitte euch, eure Sendung weiterhin zu erfüllen entsprechend den Worten, die Papst Johannes Paul II. 1996 zum dreihundertsten Todestag des Hl. Alfons an euch gerichtet hat:
"Mit dem Hl. Alfons muss man das Geheimnis Christi als Ausdruck der barmherzigen Liebe des Vaters in den Mittelpunkt jeglicher apostolischer Tätigkeit setzen. Die Redemptoristen dürfen nie müde werden, jene Erlösung in Fülle zu verkünden, die von der unendlichen Liebe Gottes in Christus ausgeht und den Menschen entgegenkommt, zunächst denen, die in der grössten Not sind und am stärksten unter den Folgen von Sünden leiden."
Habt Mut! Gott segne euch mit vielen Berufen!
Mit herzlichem Gruss in Christus, dem Guten Hirten,
Euer Bruder Bischof.
USA
Liguori Publications
Jubiläum 60 Jahre Verlagswerk
Pat Declue
Liguori Publications in Liguori, Missouri, USA feiert ein Jubiläum. Vor 60 Jahren gründeten die Redemptoristen in Liguori ihren Verlag mit der entsprechenden Kommunität. Am 8. November 2007 hielt Pater Maurice Nutt, C.Ss.R., die Festrede zur Eröffnung des Jubeljahres. Er dankte den Mitbrüdern des Liguori Mission House und denen des St. Clement Health Center, wo die betagten ehemaligen Mitarbeiter wohnen.
Pater Joseph Tobin, Generaloberer der Redemptoristen, wird von Rom kommen und am Freitagvormittag, 4. Januar 2008, den Angestellten des Verlags seine dankbare Anerkennung aussprechen. Ihn begleitet der Leiter des Infoservice Pater Gary Ziuraitis, der von 1983 bis 1992 in Liguori arbeitete und regelmässig Artikel für die Zeitschrift Liguorian schrieb, bis er nach Rom berufen wurde.
Schon 1913 hatten die Redemptoristen in Oconomowoc, Wisconsin, begonnen, die Zeitschrift Liguorian herauszugeben. Im Jahr 1947 kauften die Redemptoristen die grosse Liegenschaft von 120-acre, zwanzig Meilen südlich von St. Louis, Missouri, und bauten dort ihr Verlagshaus. Heute kann Liguori Publications auf tausend Veröffentlichungen zurückblicken und verbreitet weiter die Frohe Botschaft von Jesus Christus, ganz im Sinn des Hl. Alfons von Liguori.
Alle Publikationen des Liguori-Verlags betreffen Bildung und Seelsorge. Nebst der Zeitschrift Liguorian veröffentlicht man Pfarrblätter für jeden Sonntag, katechetische Unterlagen für Junge und für Erwachsene, Informationsblätter, und namentlich gebundene oder broschierte Bücher zur Bildung des Gewissens und Begeisterung der Herzen.
Der Heilige Alfons verkündete das Wort Gottes in Predigten und Schriften. Bei diesem Jubiläum bitten wir den Heiligen Alfons, er möge die Verlagsgemeinschaft, die stolz seinen Namen trägt, stets inspirieren und unterstützen.
Nordamerika
North American Institute for Redemptorist Historical Studies
Oconomowoc, WI, USA
Jim Mason C.Ss.R. & Monte Kniffen
Das nordamerikanische Institut für Geschichte der Redemptoristen hielt seine vierte geschichtswissenschaftliche Tagung im Bildungshaus der Redemptoristen in Oconomowoc, Wisconsin USA, vom 1. bis 5. Oktober 2007.
Vierzig Gäste aus ganz Nordamerika und aus Europa trafen ein am Montagabend, 1.Oktober, zum freundlichen Empfang bei den Redemptoristen.
Am Dienstag Vormittag, 2. Oktober, referierte Schwester Nancy Lee Smith, aus der Kongregation der Immaculata-Schwestern von Monroe, Michigan, über Ikonenmalerei. Nancy hat einen grossen Teil ihres Lebens dieser heiligen Kunst und Spiritualität gewidmet. Sie schuf Dutzende von Ikonen, die in Gottesdiensträumen zu sehen sind. Sie sprach über das Bild der Mutter von der Immerwährenden Hilfe und meinte, dieses Bild entspreche nicht ganz den traditionellen Ikonen.
Am Nachmittag berichtete Daniel Korn C.Ss.R. aus der Provinz Denver mit Benützung von Power Point über Andachten zur Mutter von der Immerwährenden Hilfe in Nordamerika und auf der Welt. Jim Mason C.Ss.R. aus der Provinz Edmonton-Toronto erzählte, wie die Redemptoristen seiner Provinz die Andachten über Fernsehen ausstrahlten. Am Abend zeigten die Liguori Publications einem grossen, interessierten Publikum das Video "Our Mother of Perpetual Help,”.
Am Mittwoch, 3. Oktober, hielt Gil Enderle C.Ss.R., Mitglied des Historischen Instituts in Rom, einen Vortrag über die Geschichte des Louis Florent Gillet C.Ss.R. Mit viel Einzelheiten wurde die Berufung des P. Gillet geschildert, dann dessen Ausreise nach Amerika und Niederlassung in der Pfarrei St. Mary in Monroe, die Gründung der Sister Servants of the Immaculate Heart of Mary -- IHM Sisters -- die Dispens von den Gelübden, die Reisen nach Gethsemane in Kentucky, das Wirken im Dienst von Bischöfen, die Rückkehr nach Europa, wo er bei den Zisterziensern eintrat, Abt seines Klosters wurde, und schliesslich die Übertragung der sterblichen Überreste dank der Schwestern IHM nach Monroe.
Nachmittags referierte Jim Mason C.Ss.R. ausführlich über das sehr interessante Leben des P. James B. Sheeran - Ehemann, Vater, Priester, Redemptorist, Kaplan im Amerikanischen Bürgerkrieg, 1600 Seiten Kriegsbericht, Entlassung aus der Kongregation der Redemptoristen, Tätigkeit als Pfarrer in Morristown, New Jersey, und Tod im April 1881.
Am selben Tag schilderte Carl Hoegerl C.Ss.R. aus der Provinz Baltimore, die Bemühungen des Seligen Francis X. Seelos während des Amerikanischen Bürgerkrieges (als Rektor des Seminars in Cumberland) und das Treffen des Seligen mit Präsident Lincoln im Weissen Haus, wo es darum ging, dass die Redemptoristen nicht in die Unionsarmee eingezogen werden.
Am Donnerstag, 4. Oktober, berichtete Harry Grile C.Ss.R. aus der Provinz Denver über die ersten Juvenate der Provinz St. Louis, und Gary Lauenstein C.Ss.R. aus der Provinz Denver sprach über bekannte Novizenmeister der nordamerikanischen Provinzen. George Rassley C.Ss.R. aus der Provinz Denver, schloss die Konferenz mit Ausführungen über die Geschichte der ehemaligen Provinz Oakland, speziell über das dortige Ausbildungswesen.
Am Bankett erhielt Dr. Paul Laverdure den "Seelos Award" als Preis für seine wichtigen Beiträge zur Geschichte der Redemptoristen in Nordamerika.
Bolivien
Hagel beschädigt die Kirche von Vallegrande.
Estanislao Augustyn, C.Ss.R
Die Provinz Vallegrande liegt im Südosten des Departements Santa Cruz und ist politisch in fünf Bezirke eingeteilt: Vallegrande (Provinzhauptstadt), Moro, Pucará, Postrervalle und El Trigal.
Im Jahr 2004 zählte die Provinz Vallegrande 27,870 Einwohner, wovon 16,837 im Bezirk Vallegrande, nämlich 61% der gesamten Bevölkerung, die in 7007 Ortschaften verstreut lebt.
Zur Zeit verzeichnet der Bezirk Vallegrande am meisten Auswanderer und das geringste Bevölkerungswachstum von ganz Bolivien, besonders auffallend seit der andauernden Dürre in den Jahren nach 1980. Der Mangel an Arbeitsplätzen und das Verlangen nach besseren Löhnen bewogen die junge Generation zum Auswandern.
Der Bezirk Vallegrande besteht aus 80 Landgemeinden und 10 Barrios in äusserster Armut um die Stadt herum; die Hälfte der Bevölkerung hat keinen privaten Anschluss an einer Wasserversorgung und keine Toiletten. Vallegrandes Einfluss im Land war einst bemerkenswert. In wichtigen Momenten der Geschichte spielte Vallegrande eine Rolle. Seit ihrer Gründung durch Jesús y Montesclaros de los Caballeros war die Stadt eine Verbindung zwischen den Anden und den Ebenen. Zur Zeit geben sich die Leute der Stadt und Umgebung mit Begeisterung alle Mühe, um Kinder zu erziehen und auszubilden, die ihre Provinz retten können. Eine Stadt mit solchem Herzen wird nie sterben.
Zur Zeit sind die Leute von Vallegrande sehr betroffen vom schweren Hagelwetter, das am 21. Oktober grossen Schaden auf den Feldern anrichtete und auch die Kirche beschädigte.
Die Kirche war 1944 unter der Leitung von Pater Marck gebaut und am 26. Januar 1950 durch Bischof Augustin Arce y Mostajo eingeweiht worden. Sie ersetzte die frühere Kirche, die am 25. November 1744 eingeweiht worden war und zwei Jahrhunderte lang diente. Beim Abbrechen der alten Kirche fand P. Marck 1944 einen Balken mit der Jahrzahl 1744.
Als die Redemptoristen am 29. Juni 1929 in Vallegrande angekommen waren, begannen sie mit einer neuen Art Missionspfarrei mit Zuwendung zu den Leuten in ihrem Alltag. P. León übernahm El Trigal, P. Leonardo betreute Moromoro und P. José war verantwortlich für Vallegrande. Im Jahr 1933 bat der Bischof von Cochabamba die Patres, auch Pasorapa und später Comarapa zu übernehmen. In manchen Gemeinden erinnert man sich noch an jene Zeit. Das Missionskreuz mit dem Spruch "Rette deine Seele" stammt von damals. Aber die Hauptkirche mit ihrer Architektur und Konstruktion ist ohne Zweifel der grösste Stolz der Leute von Vallegrande.
Darum haben sich die Bewohner sofort eingesetzt, um diesen Bau zu retten, der in ihrer Geschichte so wichtig war. Es steht eine grosse Aufgabe bevor, denn Sturm und Hagel haben nicht nur das Dach der Kirche zertrümmert, sondern auch den Pfarreisaal, der für das kulturelle Leben von Bedeutung ist. Ebenso erging es dem Jugendheim, das die Pfarrei gebaut hat als Bildungshaus mit passenden Kursen zur Ausbildung der Jugend zum Wohl der ganzen Gegend. Der Stadtrat hat Vallegrande und Umgebung zum Katastrophengebiet erklärt und zum Spenden aufgerufen, um diese Kirche zu retten, die landesweit wegen ihrer Architektur berühmt ist.
Es ist viel Geld nötig. Darum hoffen wir auf Unterstützung von Seiten der Freunde der Redemptoristen, denn die Regenzeit hat begonnen, und die Schäden an der Kirche könnten masslos zunehmen. Weil das Dach und die Deckengewölbe gelitten haben, kann das Wasser in die Mauern eindringen, das Holzgefüge aufweichen, Dekoration und Möblierung beschädigen oder gar Überschwemmungen im Innern der Kirche verursachen. Für uns in Vallegrande drängt die Zeit, denn unsere Kirche verdient unsere Solidarität.
Indien
Syro-malabarische Kirche verlangt Gleichberechtigung
UCAN
Kardinal Varkey Vithayathil sagt, dass die Spannung zwischen den Kirchen verschiedener Riten in Indien nur behoben wird, wenn der Vatikan den Kirchen des orientalischen Ritus im ganzen Land die Jurisdiktion erteilt. Laut Kardinal Vithayathil liegt der Hauptgrund der Spannungen darin, dass die lateinischen Priester und Gläubigen die Rechtansprüche der orientalischen Kirchen ignorieren.
Das zweite Vatikanische Konzil wollte, dass die orientalischen Kirchen mit frischem Wind aufblühen und ihren Sendungsauftrag erfüllen. - "Glauben Sie denn, dass der Vatikan die orientalischen Kirchen als Mumien konservieren will?" fragte der Kardinal, indem er darauf hinwies, dass die indischen Prälaten des lateinischen Ritus das Orientalische Recht ausschliesslich in Kerala gelten lassen wollen. Kardinal Vithayathil bedauerte die Zurückhaltung des Vatikans in dieser Angelegenheit und betonte, dass die Synode der syro-malabarischen Kirche mehrmals vom Vatikan die Jurisdiktion über ihre Gläubigen ausserhalb Kerala verlangte.
"Offenbar will der Vatikan die Lösung des Problems lieber den Bischöfen Indiens überlassen. Ich weiss nicht, welche Machenschaften im Vatikan verhindern, dass man unsere gerechten Forderungen erfüllt" meinte der Kardinal. Er erwähnte, dass 1987 Papst Johannes Paul II. die Bischöfe Indiens aufforderte, die Priester, Ordensleute und Laien über die rechtliche Situation der Kirchen verschiedener Riten zu unterweisen. Das wiederholte der Papst zwei Jahre später, als ihn die lateinischen Bischöfe Indiens besuchten. "Leider ist diese Unterweisung ausgeblieben. Das ist der Hauptgrund für die missliche Situation in den lateinischen Diözesen ausserhalb Kerala" erklärte der Kardinal.
Nach den Worten des Kardinals entdecken die Gläubigen immer mehr die Rechtslage, die vom Zweiten Vatikanischen Konzil geschaffen wurde, und die Tatsache, dass es ein Kirchenrecht für die lateinische Kirche und ein Kirchenrecht für die orientalischen Kirchen gibt. Er bedauerte den neulich geschehenen Zwischenfall, wo syro-malabarische Katholiken in der Erzdiözese Delhi ihren Gottesdienst in einem Hindu-Tempel abhalten mussten, weil die lateinische Pfarrei sich geweigert hatte, weiterhin orientalischen Gottesdienst zu gestatten. Die orientalischen und die lateinischen Bischöfe diskutieren seit 40 Jahren über die Verhältnisse der Kirchen verschiedener Riten, aber der Erfolg ist harzig, wenn es um die Ansprüche der Orientalischen geht.
Den Vorwurf, die syro-malabarischen Bischöfe würden mit ihren Riten die Priester und Gläubigen spalten, lehnt der Kardinal zurück mit den Worten: "Uneinigkeit entsteht nicht wegen verschiedenem Ritual in derselben Gegend, sondern wegen Neid, unlauterem Wettbewerb und Mangel an Nächstenliebe". Viele lateinische Bischöfe fürchten, sie würden Unterstützung verlieren, wenn auf ihrem Gebiet orientalische Diözesen eingerichtet würden. Der Kardinal stellte fest, dass seine Kirche 70 Prozent zum Personal der lateinischen Kirchen im Land beiträgt. Er widerlegt die Behauptung lateinischer Prälaten, die vorwerfen, verschiedene Riten würden in Indien, wo die Katholiken 1.8 Prozent der Bevölkerung ausmachen, gegen die Einheit des Evangeliums zeugen. Das Land hat "Raum genug", damit die verschiedenen Kirchen ohne Reibereien miteinander klar das Evangelium verkünden können.
Der Kardinal verlangt, dass so bald als möglich allen Kirchen in ganz Indien die Jurisdiktion über ihre Gläubigen erteilt wird. Dieser Schritt mit Approbation des Vatikans würde Missverständnissen und Rivalitäten vorbeugen.
Rom
Kardinal Terrazas C.Ss.R. auf Besuch im Generalatshaus
26. November 2007
Anmerkung der Redaktion: Der Redemptoristen-Kardinal Julio Terrazas, Erzbischof von Santa Cruz de la Sierra, Bolivien, war nach Rom gekommen, um am Konsistorium der Kardinäle am 24./25. November 2007 teilzunehmen. In der Woche darauf fand er Zeit, der Kommunität von Sant' Alfonso einen Besuch abzustatten und bei einem Mittagessen insbesondere auch seine bolivianischen Landsleute zu begrüßen. Nach dem Mittagessen gelang es P. Luis Roballo, den Kardinal für ein Interview für Scala zu gewinnen.
P. Roballo: Herzlich willkommen, Herr Kardinal, in unserem Generalatshaus in Rom. Gleichzeitig begrüßen wir Sie auch im Namen unseres Newsletters Scala und über ihn im Namen der ganzen Kongregation. Wir würden uns über ein paar Worte an die Mitbrüder sehr freuen.
Kard. Terrazas: Danke für diese Möglichkeit eines Besuches bei euch und die Möglichkeit, via Scala allen Mitbrüdern der Kongregation nahe zu sein. Natürlich sind meine Worte immer Worte der Ermunterung und der Dankbarkeit für das Charisma, das wir alle gemeinsam haben, und sie sind auch Worte der Dankbarkeit dem Herrn und unserer Kongregation gegenüber, aber auch der Erneuerung des festen Entschlusses, weiterhin unserer Kirche zu dienen, vor allem der Kirche von Lateinamerika, die gegenwärtig soviel Not und Prüfungen zu ertragen hat.
P. Roballo: Sie haben Lateinamerika erwähnt: wir hatten doch eben dieses Großereignis in Aparecida. Könnten Sie als Teilnehmer der Konferenz uns ein bisschen darüber sagen, welche Bedeutung Aparecida für uns Redemptoristen hat, ganz gleich in welchem Teil der Welt wir gerade leben?
Kard. Terrazas: Ich finde, das verstärkte Vertreten der Idee, dass wir "missionarische Jünger" sind, stellt die Redemptoristen ganz klar vor neue, ungeheure Herausforderungen. Diese Herausforderungen haben damit zu tun, wie wir jeden einzelnen Gläubigen zu Gott führen können. Wie können wir den Menschen helfen, wahre Jünger und Verkünder der Freude zu sein für alle, die inmitten von Not und Elend leben, bzw. einem Zeitgeist ausgesetzt sind, der ihnen jegliches Gefühl für die Menschenwürde nimmt? Ich bin fest davon überzeugt, dass jetzt ein wichtiger Zeitpunkt gekommen ist, dass die Kongregation diese Dimension von Aparecida erkennt, nämlich, was wir dort gelebt, erkannt und geschrieben haben. Es geschah praktisch unter dem Schutz der Jungfrau von Aparecida und unter dem Einfluss der Impulse, die die Kongregation diesem Wallfahrtsort gibt.
P. Roballo: Vielen herzlichen Dank, Herr Kardinal. Wir danken Ihnen im Namen der ganzen Kongregation und wir wünschen Ihnen Gottes reichsten Segen für Ihre verantwortungsvolle Aufgabe.
Kard. Terrazas: Danke schön.
Vita Apostolica
Im Dienst der Verlassensten
Félix Catalá, C.Ss.R.
Nachdem wir einige Grundzüge des Ordenslebens aufgezeigt haben, wollen wir nun auf das eingehen, was speziell das Ordensleben der Redemptoristen prägt.
Die Kongregation folgt dem Beispiel Christi durch das apostolische Leben, welches beides umfasst: sowohl das in besonderer Weise Gott geweihte Leben als auch das missionarische Wirken der Redemptoristen (Konstitution 1).
Die Mitglieder des Generalkapitels, das unsere neuen Konstitutionen verfasste, wollten das Einzigartige unserer Ordensgesellschaft im Ausdruck vita apostolica festhalten. Ganz im Sinn des Zweiten Vatikanischen Konzils gingen sie auf den Ursprung der Kongregation zurück und fanden in den Intuitionen des Heiligen Alfons und seiner Gefährten die Inspiration, um auf neue Weise den Bedürfnissen der Kirche zu entsprechen. Die intensiven, tief gehenden Besinnungen und Beratungen in den Jahren 1967-1969 hatten dem Generalkapitel den Weg bereitet.
Der Start der frisch gegründeten Kongregation im November 1732 war ein Fehlstart. Jeder, der zur ersten Gründergruppe gehörte, hatte eine andere Auffassung vom geplanten Institut. Nach kurzer Zeit fiel die Gruppe auseinander. Man musste neu beginnen. Inzwischen bleibt der Heilige Alfons seiner Intuition treu, und Bruder Vitus steht zu ihm. Das neue Institut entsteht langsam ohne geschriebene Regel.
Im Jahr 1743 hat Alfons mit seinen Gefährten das Ideal und die Eigenart der Kongregation klar dargestellt. So kann er 1748 vom Heiligen Stuhl die Approbation des neuen Instituts verlangen. Kurz nach der Approbation (1749) schreibt er ergänzende Kommentare über das Leben und die Ziele der Kongregation (Considerazione XIII).
Es ist bezeichnend, dass Alfons vom Heiligen Stuhl auch die Approbation der neuen Regel verlangte. Damals war der Heilige Stuhl dazu geneigt, neue Institute gutzuheissen, verlangte aber, dass dieselben sich an eine traditionelle Regel hielten und dementsprechend ihre Tätigkeiten ausrichteten. Alfons hingegen beharrte auf einer neuen Regel. Er pochte darauf, dass das neue Institut ein einziges Ziel hat. Die Antwort erfolgte in der Formulierung von zwei Zielen: die Heiligung der Mitglieder und das apostolische Wirken. Alfonsus wollte unbedingt auf die Bedürfnisse der verlassenen armen Leute eingehen, wie es auch Jesus tat. Die Heiligung der Mitglieder besteht darin, dass sie sich voll und ganz für ihren Sendungsauftrag einsetzen. Diese Sicht vertrat Alfons, indem er die Sendung Jesu Christi vor Augen hatte. In seinen Schriften bewies er mit der Präzision eines Rechtsgelehrten, dass die Kongregation mit ihrem einzigen Ziel das Mystische mit dem Apostolischen verbindet.
Ihr müsst bedenken, wie der hl. Thomas lehrt, dass das kontemplative Leben zwar an sich vollkommener wäre als das aktive, dass aber ein Leben mit Gebet und aktivem Einsatz das vollkommenste ist, weil genau so das Leben Jesu Christi verlief. Und so ist das Leben aller gut geregelten Gemeinschaften von Arbeitern im Weinberg des Herrn, besonders in unserer Kongregation. (Opuscoli relativi allo stato religioso).
Diese eindeutig formulierte Intuition des Alfons wurde vom Heiligen Stuhl in die Form der zwei Ziele umgebogen. Alfons setzte aber die Dinge wieder klar in der bekannten Considerazione XIII. Die Formulierung mit den zwei Zielen blieb in der approbierten Regel, bis man die ursprüngliche Fassung des Alfons in die neuen Konstitutionen aufnahm.
Diese Verknüpfung oder Integration von Gebet und Aktion entspricht weder der monastischen Lebensweise noch dem üblichen Ideal der aktiven Priester und Laien. An uns liegt es nun, die Definition unserer neuen Konstitutionen in Taten umzusetzen. Wir sollten uns nicht wie Schaukeln benehmen, indem wir nach Wahl zu gewissen Zeiten Mystiker und zu anderen Zeiten Seelsorger sind. Die beiden Faktoren wirken zur gleichen Zeit. Indem wir diese grundlegende Einheit wahren, kommt unser missionarisches Charisma in der Kirche zur Geltung. Indem wir die Sendung Jesu Christi weiterführen, streben wir nach einer Lebensweise, die konsequent tiefe Gottverbundenheit und effizienten Einsatz für die verlassenen Armen zum Ziel hat. So wird unser Ordensleben missionarisch, ob wir studieren oder uns erholen, beten oder in der Seelsorge arbeiten.
Konstitution 22 verbindet schön alle Elemente der vita apostolica, des gemeinsamen Lebens im Dienst der Verkündigung und Nachfolge Christi:
Das gemeinsame Leben führt dahin, dass die Mitglieder nach dem Beispiel der Apostel in brüderlicher Verbundenheit ihre Gebete und Überlegungen, ihre Arbeiten und Sorgen, Erfolge und Misserfolge und auch die zeitlichen Güter zusammenlegen, um dem Evangelium zu dienen.
Das Charisma der Kongregation besteht nicht aus der Summe aller Charismen der einzelnen Mitglieder. Die Kongregation hat ihren Zweck und ihr Charisma von ihrer missionarischen Zuwendung zu den verlassensten Armen her. In der Lebensweise sind somit zwei Gefahren zu meiden: zunächst der Individualismus, der die gemeinsame Struktur ausser acht lässt und die grundlegende Einheit unserer Berufung gefährdet, sodann die totalitären Tendenzen, die dem Charisma jene unmittelbare Frische und Dynamik nehmen, die sich entfalten will in der Vielfalt des gemeinsamen Lebens und sich nach Bedürfnissen der armen Bevölkerung richtet.
Zu falschem Aktivismus kommt es, wenn die dynamische Einheit des geistlichen und des tätigen Lebens vernachlässigt wird. Stattdessen bevorzugt man dann nach eigenem Gutdünken den einen oder den anderen Aspekt und unternimmt allerlei ohne Rücksicht auf das gemeinsame Charisma. Die Kongregation hat ihre Existenzberechtigung in der Verkündigung, und ihre Mitglieder wachsen miteinander in der Erfüllung ihres Sendungsauftrags im Dienst der Verlassenen. Der Redemptorist lebt seine Spiritualität bei seiner Arbeit unter den Leuten, zu denen er gesandt ist, und sein Herz schlägt in missionarischer Begeisterung, wenn er betet, betrachtet oder studiert. Alles wie im Leben Jesu.
Korea
Besinnung zum goldenen Professjubiläum
Willy Jesena, C.Ss.R.
Vorbemerkung: Auch mit dem besten Willen, wäre es unmöglich, allen Jubilaren das Wort in SCALA zu geben. Aber dieser an SCALA geschickte Bericht fiel mir auf, denn er hat etwas Universelles und Internationales an sich und wirft Licht auf unsere Bemühungen um Neustrukturierung. Wir können darauf Bezug nehmen.
Fünfzig Jahre Redemptorist! Ich kann es kaum glauben. Aber genau das feiere ich in diesem ganzen Jahr 2007. Mein Alter? - 70 Jahre (ein wichtiges Ereignis in der koreanischen Kultur). Priester? - 45 Jahre. Zwei weitere Gründe zum Danken! Das genaue Datum meiner Profess ist der 2. Juli, ehemals Fest der Heimsuchung Mariae. Von den elf, die mit mir das Noviziat begonnen hatten, legten sieben die Gelübde ab. Nach der Profess zog unser Tai Mitbruder nach Oconomowoc, USA, zum Studium. Die Mitbrüder aus Manila gingen nach Ballarat, Australien, und wir aus Cebu kamen nach Bangelore in das Studentat in Indien. Dort studierten wir zusammen mit Mitbrüdern aus Indien, Irland, Südafrika und Sri Lanka. Diese Berührung mit anderen Kulturen war eine Bereicherung. Der Tod von Pater Sean Kelleher vor einigen Wochen erinnerte mich an seine Verbundenheit mit uns beim Studium der Heiligen Schrift. Ähnliche Hingabe zeichnete auch unsere übrigen verstorbenen Lehrer aus Irland und Indien aus.
Sechs von uns wurden 1961 nach Cebu berufen, um dort mit sechs Studenten aus Irland und einem von den Philippinen ein neues Studentat zu beginnen. Unsere Lehrer waren Irländer. Wir ahnten nicht, dass zwei künftige Bischöfe unter uns waren, Ireneo Amantillo und Emmanuel Cabajar, sowie zwei künftige Generalkonsultoren: Louis Hechanova und Emmanuel Cabajar. P. Rudy Romano, der Märtyrer für soziale Gerechtigkeit, war ebenfalls in unserer Gemeinschaft. Vier von uns wurden in unserer Kirche in Cebu zu Priestern geweiht, die ersten Filipinos unserer Vizeprovinz, die auf den Philippinen geweiht wurden. Später wurden wir in mehrere Häuser gesandt, um unsere pastorale Tätigkeit zu beginnen. Ich war sieben Jahre in Pfarreimissionen eingesetzt, dann einige Jahre in einer Pfarrei, 15 Jahre im Unterricht und weitere fünf Jahre im Vizeprovinzrat. Das Spannendste begann, als ich 54 Jahre alt war. Da wurde ich erwählt als einer der drei Pioniere, die in Korea eine Niederlassung gründen sollten. Ich fühlte mich wieder jung! Mit dem koreanischen Mitbruder P. Manyong Lee und dem Thai P. Phaiboon Udomdej, begannen wir, die Kommunität aufzubauen, die nun zur Region geworden ist.
Fünfzig Jahre waren wie ein Tag, aber wenn ich eine Autobiographie schreiben müsste, gäbe es ein Buch mit Hunderten von Seiten, die vom Erbarmen und dem Segen unseres guten Gottes sprächen. Zurückblickend bin ich sehr froh, dass ich auf den Philippinen in Western Visayas ein "Mission Team" mit Laienhelfern gegründet habe. Laienmissionare, Mitbrüder und ich hielten viele Missionen in den Bergen und Tälern und auch in den Slums der Städte. Studenten, die ich bei ihrer Ausbildung vor, während und nach dem Noviziat begleitete, sind nun an führenden Stellen in verschiedenen Provinzen unserer grossen Region Asien-Ozeanien. Was mir vorschwebte, tun sie nun. Was ich tat, aber nicht mehr kann, das führen sie weiter. Das ist Grund zu grosser Freude!
Als ich einmal den Kopf hängen liess, fiel mir ein, all die Barrios, Städte und Ortschaften zu zählen, wo wir Missionen abgehalten hatten. Ich dachte auch an die Menschen, die mir bei Exerzitien oder geistlicher Beratung, im Unterricht, in der Einwandererseelsorge oder auswärtigen Mission begegnet waren. Überrascht und getröstet stellte ich fest, dass ich mehr als 100 000 Menschen geholfen habe! Wie könnte ich da den Mut verlieren!
Während ich das an einem sonnigen Herbsttag schreibe, erinnere ich mich an meine vielen lieben Bekannten in meiner Heimat, auf dem Kontinent Asien-Ozeanien und in westlichen Ländern. Darunter sind vielleicht auch Sie? - Ihnen allen bleibe ich dankbar. Besonderen Dank schulde ich meinen koreanischen Mitbrüdern, die um mich besorgt sind. Vor allem aber verdient unser liebevoller Vater den höchsten Dank und Lobpreis. Bitte beten Sie für mich mit unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe. Mögen meine kommenden Lebenstage meine Freundschaft vertiefen mit Ihm, der in liebvoller Hingabe die Fülle der Erlösung bietet.
Gesellt euch zu mir und preiset den Herrn!
Neue Veröffentlichung
Begriffe in der Heilslehre: Erlösung, Sieg, Opfer
Alberto de Mingo Kaminouchi C.Ss.R.
Sigueme, Salamanca 2007
Anmerkung der Redaktion: Alberto de Mingo Kaminouchi, Madrider Provinz, ist zurzeit der Direktor des Höheren Instituts für Moraltheologie in Madrid, eines Partnerinstituts der Alfonsianischen Akademie.
Am Beginn des Sexenniums übertrug die Generalleitung dem Sekretariat für die Spiritualität die Aufgabe, neues Material über die Theologie der Erlösung zu sammeln und für uns auf den neuesten Stand zu bringen. Daraus entstand die Idee, dieses Buch zu schreiben. Es ist der Versuch, einige Begriffe, die die christliche Erfahrung der Erlösung ausdrücken, aus der Sicht einiger neutestamentlichen Texte neu zu überdenken und neu zu formulieren.
Die drei Begriffe, die in dieser Arbeit behandelt werden, nämlich Erlösung, Sieg über das Böse und Opfer, stehen ohne Zweifel an zentraler Stelle. Sie müssen allerdings sehr ausgewogen verwendet werden, denn eine falsche Verwendung würde unseren Gottesbegriff ernsthaft schädigen, bzw. eine Vernachlässigung zu einer unverzeihlichen Verarmung führen.
Die Durchsicht der biblischen Quellen ermöglicht uns, aus den Begriffen der Heilslehre Erkenntnisse zu gewinnen, die uns ansprechen: sie wenden sich an unsere Sensitivität und laden uns zur Betrachtung ein. Sie bringen uns aber auch zum Nachdenken. Neu gedeutet in jeder Generation, erneuern sie unser Denken, unsere Sprache und unser Handeln und befruchten auf diese Weise den Dialog zwischen der christlichen Tradition und dem modernen Denken.
1. Bildungshaus Casa Cristo Redentor in Puerto Rico feiert 40 Jahre Bestehens.
2. Die Kirche der Redemptoristen in Vallegrande, Bolivien
3. Inneres der Kirche in Vallegrande.
4. Das Dach wurde am 21. Oktober 2007 durch Hagel schwer beschädigt. Durch die Löcher scheint das Licht in den Innenraum.
5. Das Nordamerikanische Historische Institut tagte Anfangs Oktober in Oconomowoc, Wisconsin USA.
6. Schwester Nancy Lee Smith, Monroe IHM, deren Ordensgesellschaft durch den Redemptoristen Louis Gillet gegründet wurde, legt den Mitgliedern des Nordamerikanischen Historischen Institutes eine Reihe Bilder vor.
7. Pater George Rassley, C.Ss.R., gilt als lebendige Legende vielerorts in der Kongregation. Bekannt als Photograph, wird er nun selber photographiert mit seiner leiblichen Schwester, Sister Mary Rassley, Scranton IHM., an der Tagung des Historischen Instituts.
8. Die internationale Gemeinschaft von Sant’Alfonso in Rom zur Mittagszeit in ihrer Kapelle zur Feier des 275. Jahrestags der Kongregation.
9. Reliquiar der Hl. Teresia von Lisieux auf Besuch in der Kirche Sant’Alfonso am 9. November.
10. Pater General predigt am 275. Jahrestag der Gründung der Kongregation und erwähnt die Heilige Theresia von Lisieux, deren Reliquiar zugegen ist.
11. Kardinal Julio Terrazas Sandoval, C.Ss.R., Rektor Darci Nicioli von Sant’Alfonso, Generalvikar Serafino Fiore und die beiden bolivianischen Mitbrüder des Collegio Maggiore Faustino Calcino Llave, C.Ss.R., Student in Spiritualität, und Richard Nelson Flores Cruz, C.Ss.R., Student in Pastoraltheologie. Dazu Rev. Jorge Perez, Mitarbeiter am diözesanen Priesterseminar in Santa Cruz.
12. Pater General sendet Weihnachtswünsche an alle Mitbrüder. Das Bild stammt von Bruder Max Schmalzl, C.Ss.R.
Diesen Monat aus der Provinz Madrid:
Acoger y Compartir – Willkomm und Austausch http://www.acogerycompartir.org/
Hier sind verschiedene Angebote mit Nachrichten aus mehreren Missionsgebieten, namentlich Afrika, aber auch Unterlagen und Anregungen zum persönlichen geistlichen Leben wie zum Beispiel ein mehrsprachiges, tägliches Gebet über den Link: http://www.sacredspace.ie/ und schliesslich Gelegenheit zum Austauschen über die geschilderten Missionswerke.
Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen auf Officialia site
Zeitliche Profess:
Nicholas Kibara Kamundi, Mission Kenya, 15. Juli 2007
Gerald Mugendi Mbuba, Mission Kenya, 15. Juli 2007
Joseph Nyongesa Wabwire, Mission Kenya, 15. Juli 2007
Djassible Christophe Djamongue, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2007
Baaba-Mata Siméon Djiwa Fébé’étiba, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2007
Raogo Jacques Koalaga, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2007
Lougnoaga Gilbert Yougbare, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2007
Cyprien Dianzenza Ngoma, Vizeprovinz Matadi, 8. September 2007
Hugues Matondo Nlandu, Vizeprovinz Matadi, 8. September 2007
Denis Mbuangi Ngimbi, Vizeprovinz Matadi, 8. September 2007
Paul Mukanya N’Kongolo, Vizeprovinz Matadi, 8. September 2007
Ewige Profess:
Lamoussa Justin Ouedraogo, Vizeprovinz Burkina-Niger, 7. September 2007
Ronaldo Sabino de Pádua, Provinz São Paulo, 10. November 2007
Priesterweihe:
Konradus Doni Kelen, Provinz Indonesia, 26. September 2007
Imanuel Gesi, Provinz Indonesia, 26. September 2007
Leonardus Laka Hoaratan, Provinz Indonesia, 26. September 2007
Laurensius Lino Maran, Provinz Indonesia, 26. September 2007
Augustinus Malo Bulu, Provinz Indonesia, 26. September 2007
Plasidus Pole Unaraja, Provinz Indonesia, 26. September 2007
Paulus Sani Koten, Provinz Indonesia, 26. September 2007
Yakobus Umbu Warata, Provinz Indonesia, 26. September 2007
Alex Bercasio y Samiana, Vizeprovinz Manila, 20. Oktober 2007
Dennis Despues y Caunceran, Vizeprovinz Manila, 20. Oktober 2007
Brian Espejo y Lajara, Vizeprovinz Manila, 20. Oktober 2007
Remar Soliza y Maullon, Vizeprovinz Manila, 20. Oktober 2007
Jorge Eduardo Díaz Cárcamo, Provinz Santiago, 25. November 2007
Carlos Eduardo Caballero Pimiento, Provinz Bogotá, 25. November 2007
Alcides de Jesus Orozco Orozco, Provinz Bogotá, 25. November 2007
Jairo Silva Jeréz, Provinz Bogotá, 25. November 2007
Unsere Verstorbenen:
P. Lorenzo Alvarez Verdes, 73, Provinz Madrid, 1. November 2007
P. Stanislas Prin, 84, Provinz Lyon-Paris, 4. November 2007
P. Joseph Bernard MacGillvray, 90, Provinz Edmonton-Toronto, 7. November 2007
P. Jesús Samaniego Dulanto, 84, Provinz Madrid, 20. November 2007
P. Carmine Manuli, 86, Provinz Naepel, 30. November 2007
60 Jahre Profess:
Patrick Sheils, Provinz Dublin, 8. Dezember 2007
Cornelius Hannigan, Provinz Canberra, 8. Dezember 2007
Evencio Buitrago Guitiérrez, Provinz Bogotá, 8. Dezember 2007
60 Jahre Priester:
Alfons Ziober, Provinz Warschau, 21. Dezember 2007
Antônio Borges de Souza, Provinz Goiás, 28. Dezember 2007
50 Jahre Profess:
Josef Ambühl, Provinz St. Clemens / Regio Helvetica, 8. Dezember 2007
Norbert Lang, Provinz St. Clemens / Regio Helvetica, 8. Dezember 2007
Oskar Lang, Provinz St. Clemens / Regio Helvetica, 8. Dezember 2007
25 Jahre Profess:
Johanny Gerardo Alvarez Castro, Vizeprovinz San Salvador, 16. Dezember 2007
Carlos Domínguez Domínguez, Vizeprovinz San Salvador, 16. Dezember 2007
Francisco Árias Magallanes, Vizeprovinz Peru Süd, 30. Dezember 2007
Pedro Larico Fernandez, Vizeprovinz Peru Süd, 30. Dezember 2007
25 Jahre Priester:
William Terrance Heng Seng Lee, Vizeprovinz Ipoh, 12. Dezember 2007
Felix Fariña Vásquez, Vizeprovinz Pilar, 18. Dezember 2007
Gerardo Eliezer Vargas Rodríquez, Vizeprovinz San Salvador, 28. Dezember 2007
Rubén José Jaime Carrasco, Provinz Mexiko, 28. Dezember 2007
Wahlergebnisse:
P. Alex Wandile Dingiswayo zum Provinzvikar gewählt in der Provinz Südafrika. Bestätigt am 2. November 2007.
P. José Rafael Prada Ramírez gewählt als Provinzial der Provinz Bogotá. Bestätigt am 3. November 2007.
P. Noel Antonio Londoño Buitrago gewählt als Provinzvikar der Provinz Bogotá. Bestätigt am 3. November 2007.
P. Joseph Cao Dinh Tri zum Provinzvikar der Provinz Vietnam gewählt. Bestätigt am 9. November 2007.
P. Henryk Józef Kaczocha zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Resistencia gewählt. Bestätigt am November 9, 2007.
P. Miguel Ángel Mártinez Cantero zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Pilar gewählt. Bestätigt am November November 3, 2007.
P. Antoni Niemiec wiedergewählt als Vizeprovinzial in Bahia. Bestätigt am 17. November 2007.
P. Manuel Leocárpio Soares wiedergewählt als Vizeprovinzial in Manaus. Bestätigt am 17. November 2007.
P. Pedro Sergio Sanabria Galaeno zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Asunción gewählt. Bestätigt am 20. November 2007.
P. Geraldo Freire Soares zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Recife gewählt. Bestätigt am 22. November 2007.
P. John Somphong Teowtrakul gewählt als Vizeprovinzial in Bangkok. Bestätigt am 22. November 2007.
P. Euclides Pedro Cembranel wiedergewählt als Provinzial der Provinz Porto Alegre. Bestätigt am 26. November 2007.
P. Vitor Edézio Borges als Provinzvikar gewählt in der Provinz Porto Alegre. Bestätigt am 26. November 2007.
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