S C A L A

 

Unser Leben geben für die Erlösung in Fülle

 

 Info-Service der Redemptoristen                                                 Nummer 8

Mitteilungsblatt der Kongregation vom Heiligsten Erlöser
Rom, Italien
16. Juni 2005

Aus der Redaktion

Haben Sie all die Kostbarkeiten von SCALA entdeckt? Da finden Sie Nachrichten und Berichte aber auch URL Links, die zu Quellen führen, wo Sie weitere Informationen über das Leben und Wirken der Redemptoristen finden.

Ich möchte kurz darauf hinweisen, dass SCALA nicht nur das bietet, was in jeder Nummer vorliegt, sondern auch den Weg weist, um noch viel mehr zu erfahren.

In unserem Abschnitt „Wendepunkte“ finden Sie aktuelle Auszüge aus den „Officialia“, dem Amtsblatt unserer Generalleitung, aber auch den Zugang oder Link zu den Officialia selber, wo die vollständigen Berichte, auch die archivierten, erreichbar sind.

Wir versuchen, über die Tätigkeiten von P. General und Generalräten zu berichten. Sie sind geschäftig und viel unterwegs. Wo sie sind und was sie tun, kann man erfahren, indem man in einer der sieben Sprachen mittels Link den Arbeitsplan der Generalleitung (Calendar) anklickt.
Jeden Monat bringen wir eine Bildergalerie aber nicht innerhalb des Textes. Die Fotos werden geöffnet mittels Link, denn viele Mitbrüder auf der Welt wollen den Text ohne Fotos, denn ihre Einrichtungen sind viel zu langsam oder stürzen ab beim Herunterladen von Fotos.

Jeden Monat verweisen wir auf eine oder mehrere Webseiten, die von Redemptoristen in aller Welt gestaltet wurden. Es lohnt sich, diese Webseiten zu besuchen und die schöpferische Fantasie der Mitbrüder zu bewundern, die auf originelle Weise die Frohe Botschaft von der Erlösung verkünden.

Am Schluss jeder Ausgabe von SCALA, laden wir Sie ein, die amtliche Webseite der Kongregation http://www.cssr.com/ zu besuchen. Sie ist reichhaltig und mannigfach. Wir raten Ihnen, von Menu zu Menu immer weiter zu segeln! Da ist viel Information und Quellenmaterial über fast alles, was die Redemptoristen betrifft. Wir ergänzen und erneuern stets, damit Ihnen diese Webseite zusagt.

Und selbstverständlich zeigen wir Ihnen am Ende jeder Ausgabe, wie Sie die archivierten Nummern von SCALA abrufen können, falls Ihnen eine fehlt! Das erinnert mich an dies:

Wenn Ihre E-Mail-Adresse geändert ist oder wenn Sie jemanden kennen, der SCALA nicht mehr bekommt, ist es wahrscheinlich, dass die richtige Adresse auf unserer Liste fehlt.

Bitte, senden Sie mir die richtige Adresse, und Sie stehen wieder auf unserer Liste! GaryZ@cssr.com Und vergessen Sie nicht, uns auch Nachrichten zu schicken!

Vorschau: Wegen Betriebsferien sind keine Ausgaben von SCALA für August und September vorgesehen. Wenn Wichtiges passiert, wird eine Sonderausgabe erscheinen. Nach SCALA#9 vom nächsten Monat werden wir uns wieder im Oktober mit SCALA#10 melden!

Zum Schluss: Haben Sie sich schon angemeldet für CSSR-IM? Versuchen Sie es! Treffen Sie einen unserer Mitbrüder in aller Welt.

Allen Gnade und Erlösung!
Gary Ziuraitis, C.SS.R.


INHALTSVERZEICHNIS

 Wendepunkte

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 Aus den Provinzen

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 In Spiritu Redemptionis

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 Redemptoristen in den Nachrichten

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 Sant'Alfonso, Via Merulana

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 Monatliche Bildergalerie (nur online)

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 Arbeitsplan P. Generals und seiner Räte

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 Webseiten im Brennpunkt

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 Berichte aus der Kurie, den  Sekretariaten  und Komitees

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Wendepunkte

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen in den Officialia Officialia

Profess mit zeitlichen Gelübden:
Augustine Mugambo Kiruja, Provinz Bangalore, 18. Juli 2004
Raphael Kambella Kitheka, Provinz Bangalore, 18. Juli 2004
Michael Anuwat Arsairat, Vizeprovinz Bangkok, 30. April 2005
Guido Bamrung Kasaemtirayarn, Vizeprovinz Bangkok, 30. April 2005
Michael Pornsil Mangla, Vizeprovinz Bangkok, 30. April 2005
Chrisopher Sakanucha Panmeesri, Vizeprovinz Bangkok, 30. April 2005
John Baptist Piyapong Siriviyanum, Vizeprovinz Bangkok, 30. April 2005
Joseph Prud Thipthong, Vizeprovinz Bangkok, 30. April 2005

Profess mit ewigen Gelübden:
Anthony Lopez, Region of Mumbai, 12. Juni 2004
Shane Varghese, Region of Mumbai, 12. Juni 2004
Amable Antonio Salinas Tapia, Provinz Quito, 15. März 2005
Patricio Alfredo Sánchez Molinari, Provinz Quito, 15. März 2005
Héctor Olivo Sigüenza Suárez, Provinz Quito, 15. März 2005
Noel Gerard Kehoe, Provinz Dublin, 8. Mai 2005

Priesterweihen:
Moses Venu, Provinz Bangalore, 22. April 2004
Henry Prasanna Kumar Fernandes, Region of Mumbai, 10. Mai 2004
Christopher Lonan Kuriyappilly, Provinz Bangalore, 15. Mai 2004
Anthony Lopez, Region of Mumbai, 13. April 2005
José Luis Portillo, Provinz Buenos Aires, 1. Mai 2005
Mykola Bychok, Provinz Lviv, 3. Mai 2005
Ivan Horban, Provinz Lviv, 3. Mai 2005
Vasyl Kravchuk, Provinz Lviv, 3. Mai 2005
Andrij Olijnyck, Provinz Lviv, 3. Mai 2005
Shane Varghese, Region of Mumbai, 7. Mai 2005
Jozef Kisák, Vizeprovinz Michalovce, 15. Mai 2005
Andrzej Stanislaw Michon, Provinz Warsaw, 28. Mai 2005
Sylwester |Pactwa, Provinz Warsaw, 28. Mai 2005
Maciej Plewka, Provinz Warsaw, 28. Mai 2005
Waldemar Radoslaw Sojka, Provinz Warsaw, 28. Mai 2005
Krzystof Grzegors Stankowski, Provinz Warsaw, 28. Mai 2005
Andrzej Wróblewski, Provinz Warsaw, 28. Mai 2005
Marcin Zubik, Provinz Warsaw, 28. Mai 2005

Doktorat:
P. Luis Antonio Rojas Lòpez aus der Provinz Bogotá verteidigte am 13. Mai glänzend an der Gregoriana seine Doktordissertation “Die Redemptoristen in Kolumbien und ihre Volksmissionen (1884-1928)”. Das wurde in der Kommunität von Sant’Alfonso mit einem Festmahl gekrönt. ¡Felicidades! (Siehe Monatliche Bildergalerie (nur online).

Wahlergebnisse:
P. Freddy Enrique Reyes Romero als Provinzvikar von Quito gewählt.
Bestätigt am 13. Mai 2005

P. Assisi Francis Saldanha als Provinzvikar von Bagalore gewählt.
Bestätigt am 13. Mai 2005

P. Joseph Touraynne wiedergewählt als Provinnzial von Lyon-Paris
Bestätigt am 18. Mai 2005

P. Georges Darlix als Provinzvikar Lyon-Paris gewählt.
Bestätigt am 18. Mai 2005

P. Carlos Flores Rodríguez als Provinzvikar von Mexiko gewählt.
Bestätigt am 20. Mai 2005-06-02

P. Edmund Woga wiedergewählt als Provinzial von Indonesien.
Bestätigt am Mai 22, 2005

Pater Matheus Selan als Provinzvikar von Indonesien gewählt,
bestätigt am 22. Mai 2005.

Pater Jovencio Ma als Provinzial von Cebu gewählt.
Bestätigt am 23. Mai 2005.

Pater Peter Burns als Provinzvikar von Dublin gewählt,
bestätigt am 25. Mai 2005.

Aufhebung des Hauses
St. Gerhard in Riedlingen, Deutschland
30. Mai 2005

Todesfälle:
P. José Braz Periera Gomes, 87, Provinz São Paulo, 13. März 2005
P. Johan Eelens, 74, Provinz Flandrica, 21. April 2005
P. Wallis Walter Herbert George, 80, Provinz Denver,12. Mai 2005
P. Gottlieb Steger, 75, Provinz Helvetica, 15. Mai 2005
P. Clément Lucas, 85, Provinz Lyon-Paris, 16. Mai 2005
P. John Ronald McPhee, 86, Provinz Denver, 20. Mai 2005
P. Edward Joseph Byrne, 87, Provinz Baltimore, 24. Mai, 2005
P. Séamus Malachy Quinn, 74, Provinz London, 24. Mai 2005
P. Antoine Vuong Dinh Tai, 74, Provinz Vietnam, 27. Mai 2005

 Inhaltsverzeichnis

Aus den Provinzen

Argentinien
50 Jahre Vizeprovinz Resistencia,
P. Emil Szopiñski, CSSR
.

Als die Polnische Provinz gebeten wurde, eine Mission in Resistencia, Argentinien, zu eröffnen, war der Provinzial begeistert und fand viele, die sich freiwillig bereit erklärten dorthin zu gehen. Doch Umstände, die nicht in seiner Macht lagen, bestimmten die Auswahl. Als erste kamen 1938 P. Alfred Müller und P. Stansilaus Misiaszek in Argentinien an. Es folgte noch ein Pater mit zwei Brüdern. Aber als drei weitere Priester bereits auf hoher See waren, brach der zweite Weltkrieg aus und unterbrach jegliche Verbindung.

Das Bistum Resistencia wurde 1939 gegründet. Es umfasste ein riesiges Gebiet mit 268.000 Einwohnern und einer kleinen Zahl von Franziskanern. Die Priester konnten die Siedlungen nur ein oder zwei Mal im Jahr besuchen. In dieser Situation empfing Mgr. Nicolas de Carlo die Redemptoristen aus Polen mit offenen Armen. Die Redemptoristen waren stets den Verlassensten zugewandt.

Die polnischen Redemptoristen bemühten sich um Anpassung und Einbürgerung. Sie lernten die Sprache, übernahmen das Brauchtum der Leute, und die meisten wurden argentinische Staatsbürger. Sie förderten den sozialen und kulturellen Fortschritt nebst der religiösen Erneuerung. Die Archive des Bistums sprechen deutlich: „Nichts schreckte die ersten heldenhaften Missionare ab, weder das Klima, noch das Fehlen an Transportmitteln. Sie kamen in die entlegensten Landesteile.

Am Ende des Krieges hatte die kleine Gruppe große Schwierigkeiten. Sie konnten keine neuen Mitbrüder aus Polen erhalten, denn über dreißig Redemptoristen waren gestorben oder in Konzentrationslager geschickt. Dazu mussten die polnischen Mitbrüder fünf Häuser übernehmen, die von den deutschen Redemptoristen verlassen worden waren. Der eiserne Vorhang verhinderte eine Reise von P. General nach Polen und jegliche Reise von Polen ins Ausland. Postverbindungen waren unmöglich. So musste sich die Generalleitung mit der polnischen Mission in Resistencia befassen. Man schlug vor, Resistencia mit Pilar oder mit Peru zu verbinden. Aber schließlich beschloss P. General  William Gaudreau am 2. Februar 1955, die Gründung der Vizeprovinz Resistencia.

Lange Zeit konnte diese Vizeprovinz keine neuen Berufe aus ihrem eigenen Gebiet erwarten. Es gab keine Schulen. Pfarreimissionen setzen Pfarreien voraus, aber diese musste man zuerst gründen; man baute entfernte Kapellen, die dann später zu Pfarrkirchen wurden. Man sagt, die Gemeinde baue die Kirche, und die Kirche bilde Gemeinschaft. Die Pioniere mussten Häuser und Pfarrsäle bauen, Katecheten ausbilden und so die Grundsteine zu Pfarrgemeinden legen. Eine grosse Zahl von neuen Pfarreien und Bistümern wurde den Redemptoristen anvertraut. Mehrere Kongregationen von Missionsschwestern halfen mit. Auch Gruppierungen von Laien wie die Cursillos und die Charismatischen sowie viele Katecheten arbeiteten mit.

Im Lauf der Jahre entwickelte sich ein ausgedehntes Wirkungsfeld. Zunächst ist das Apostolat der Feder zu erwähnen, dann die Mitarbeit bei den Massenmedien, bei Radio- und Fernsehprogrammen. Man förderte Theatergruppen und Chöre, auch eine Kooperative, eine Bank und sogar Unternehmen zum Strassenbau. Wenn nötig übernahmen Redemptoristen die Seelsorge in der Armee, in Gefängnissen, bei der Polizei, in Spitälern und Pflegeheimen. Oft war der Missionar auch Handwerker, Elektriker oder Photograph in entfernten Gebieten, wo die Bewohner ein Bild für ihre Identitätskarte brauchten.

Wir müssen auch die Errichtung von Primar- und Sekundarschulen erwähnen, ein Lehrerseminar, Haushaltungsschulen für Frauen, Treffpunkte für Geselligkeit, Kinos, Kindergärten, Unterkunft für Obdachlose und das ‘Mocovi Center’ für Ureinwohner.

Unsere Berufepastoral hat erfolgreich gewirkt: man baute ein Noviziat und ein Seminar für die Kandidaten. Zur Zeit stammen aus dieser Gegend 9 Priester, 1 Diakon, 3 Brüder, 16 Studenten und 2 Novizen. Zwei argentinische Priester studieren in Rom, und einer ist hauptamtlich in der Berufepastoral tätig.

Diese emsige Tätigkeit in Vergangenheit und Gegenwart geschah im Geist des Hl. Alfons, und die Mitglieder der Vizeprovinz gaben unzählige Volksmissionen, besonders dort, wo die Ärmsten wohnen. Die argentinischen Mitbrüder übernehmen Schritt für Schritt die Verantwortung für das Ganze und führen weiter, was 1938 begonnen wurde.

Die Mitglieder der Vizeprovinz strahlen weit aus. So hat Ceslas Stanula viel zur Gründung der Vizeprovinz Bahia beigetragen und ist zur Zeit Bischof von Itabuna, Brasilien. P. Adalbert Kotlinski wirkte mit zur Bildung der Region Tupiza und arbeitet nun in Russland. Ein argentinischer Seminarist studiert in Tuchów, Polen, damit er als Missionar in Ländern der ehemaligen Sovietunion zum Einsatz kommt.

Dankbar gedenken wir der siebzehn ersten Missionare, die im Himmel den Lohn für ihre Arbeit im Weinberg des Herrn empfangen haben.


P. Peter Nguyen Van Khai
Provinzsekretär
Provinz Vietnam

Wir haben die französische Ausgabe von SCALA Nummer 7 erhalten und sind sehr dankbar dafür. Wir hoffen, dass es allen in der Kongregation gut geht.

Letzten Monat hielt unsere Provinz eine Versammlung aller Vorgesetzten ab. Nun sind wir damit beschäftigt, die vielen Vorhaben umzusetzen, die im Bereich der Seelsorge und der Ausbildung beschlossen wurden.

Hier nun einige Nachrichten:

Wir fassen zusammen, was in den Berichten der Kommunitäten steht. Unsere Mitbrüder widmen sich der Seelsorge in 21 Städten (oder Provinzen) in ganz Vietnam samt vielen Missionsstationen in 16 Diözesen. Einige Mitbrüder arbeiten in Übersee.

An Ostern wurden dieses Jahr etwa 4,000 Menschen in unseren Gemeinden getauft. In der Bergregion Gia Lai betreuen wir etwa 100 Missionsstationen. Neuestens hat uns die Regierung erlaubt, für jede Station eine kleine Kirche zu bauen. In unseren beiden Gemeinden in Saigon und Hanoi gibt es jedes Jahr mehr als 1000 Konvertiten.

Im nächsten Monat werden unsere 14 Novizen ihre zeitlichen Gelübde ablegen; 10 Mitbrüder werden zu Diakonen geweiht. 20 Postulanten treten ins Noviziat ein. 30 Postulanten werden Philosophie studieren.

Wir bleiben im Gebet verbunden. Möge unser Erlöser euch alle segnen mit seiner Gnade und seinem Frieden.


Aufruf
150. Jahre Generalat in Rom

Im Herbst werden wir den Gedenktag 150 Jahre Generalat in Rom feiern. Aus diesem Anlass möchten wir eine vollständige Liste von allen, die im Lauf der Jahre hier gewirkt haben, aufstellen, aber es fehlen uns noch Angaben dazu. Darum sind wir dankbar für jede Hilfe aus dem Kreis der Leser von SCALA. Wenn Sie selber eine Zeit lang in unserem Haus in Rom gelebt haben, senden Sie bitte an P. Jean Beco (jbeco@tiscalinet.it) die folgenden Angaben: Datum Ihrer Ankunft und Ihrer Abreise von Rom, den Auftrag, den Sie hatten und/oder die Studien, die Sie machten. Und wenn Sie jemanden kennen, der einst hier lebte, machen Sie ihn bitte auf diesen Aufruf aufmerksam, denn kaum alle haben von unserem Vorhaben Kenntnis genommen! Wir danken zum voraus.

Inhaltsverzeichnis

In Spiritu Redemptionis

Bangalore
Gott entdecken
Von Vincent Vaz C.SS.R.
mit Studenten im 2. Jahr Theologie
Mt. St. Alphonsus, Bangalore

In unserer modernen Zeit, wo man dank Raumfahrzeugen andere Planeten entdeckt und mit Unterseeboten die Geheimnisse der Tiefsee erforscht, ist es natürlich, dass wir über unsere menschlichen Grenzen hinausdenken. Es gibt eine übernatürliche Parallele. Erlebnisse in unserer Welt veranlassen uns, Gottes Geist in 11 Religionen am Werk zu sehen und die Samenkörner seiner Wahrheit in ihnen zu entdecken. Die Kirche ermutigt uns durch das Zweite Vatikanische Konzil, im Dialog mit Vertretern anderer Religionen die geistigen Güter zu erkennen, zu wahren und zu fördern, die in den Glaubenslehren und den geistigen Werten von Andersgläubigen vorhanden sind (Nostra Aetate, No.2). Auch sollen wir in anderen Glaubenslehren "Körner von Gnade und Wahrheit“ (Ad Gentes 9) und "Körner des Wortes" (Ad Gentes 11, 15) sehen. Doch hindern uns mancherlei Gründe, die Heiligtümer anderer Menschen aufzusuchen und zu erforschen.

Indien war die Wiege vieler Religionen. Die meisten Religionen berufen sich auf Abraham, den Vater ihres Glaubens. In Indien haben wir die alte Tradition von 'Athiti Sathkar’, wobei Gäste wie Götter empfangen werden. Wir sehen das im Alten Testament in der Geschichte von Abraham, wenn er drei Fremde aufnimmt und sie dann weitergehen lässt. Gastfreundschaft ist Bestandteil mancher Kulturen und besonders wesentlich in unserem Brauchtum. Wir erlebten das, als P. Ivel Mendanha mit Clement Vadakeddath, P. Edward Raju und P. Raja Arulanandam uns 14 Theologen der Provinz Bangalore mitnahmen, um die Heiligtümer anderer Glaubensgemeinschaften zu besuchen. (Siehe Bildergalerie)

Zuerst besuchten wir den Jain-Tempel, wo uns die Ehrfurcht auffiel, die man dem Tirthhankara, einem heiligen Mann nach der Jain-Tradition, entgegenbrachte. Jain glauben nicht an Gott, aber sie haben Heilige, die ihnen den Weg gezeigt haben. Sie kommen zu ihrem Tempel und sprechen eine Art Lob für die Erlösung ihrer Heiligen und trachten selber nach dieser Erlösung. Jedermann hat selber seinen Weg zur Selbstverwirklichung zu finden. Sie glauben an Ahimsa, das ist Gewaltlosigkeit, und auch an den dreifachen Weg des richtigen Erkennens, Handelns und Glaubens. Ihre Tempel sind voll von tiefsinnigen Symbolen. Sie glauben an Selbstverleugnung. Wir waren überrascht beim Anblick der Menge und der vielen Jungen, die zum Tempel kamen mit einer besonderen Aufmachung, die Selbstlosigkeit und Bereitschaft zum Guten bedeutet.

Dann kamen wir zur Rama Krishna Mission, Samaj, wo der Swami – das religiöse Oberhaupt – so gelassen und strahlend schien. Er sagte, wie es viele Glaubensweisen gebe, so auch viele Wege zu Gott. Er meinte, dass ein gereinigter Geist das Fahrzeug sei auf dem Weg zur Erlösung. Der empfohlene Weg sei Ahimsa, das heißt Gewaltlosigkeit und positive Einstellung zu den anderen Menschen. Wir sollen altruistisch eingestellt sein, weniger an uns und mehr an die anderen denken. Wir müssen uns selbst aufgeben und den Willen Gottes tun. Er glaubt, Rama Krishna Paramhansa, Gründer der Rama Krishna Mission, sei ein “Avtara,” gewesen, “inkarniert” wie Jesus Christus, der gekommen ist, um uns den Weg zu Gott zu zeigen.

Dann machten wir Halt bei der Mahabodhi-Gesellschaft, an einer Gedenkstätte für Buddhisten. Wir hörten etwas Auffallendes: Ein Buddhist sagte uns, jeder sei berufen, nicht Buddhist, sondern ein Buddha zu werden! Nicht nur ein Christ sondern Christus in Wort und Tat. Dann fuhren wir zum
Gurudwara, dem Heiligtum der Sikhs. Hier sahen wir die Ehrfurcht vor den heiligen Schriften, den "Guru Granth Sahib" , die den Mittelpunkt des Heiligtums ausmachen. Man liest darin und von dort gelangen die Lehren zur Glaubensgemeinschaft, die hier versammelt ist. Die Gläubigen sitzen andächtig und lauschen geduldig. Dann werden sie aufgefordert, alles umzusetzen, was sie gehört haben. Auch sie haben viele Symbole, zum Beispiel Kara (ein metallenes Armband), das bedeutet, dass die Hände durch die Lehre gebunden sind und dass die Taten mit der Lehre übereinstimmen müssen. Das Kirpal (Schwert) bedeutet, dass die Anwendung von Gewalt nur geschehen darf, um sein Ansehen zu verteidigen, Gerechtigkeit zu schaffen und das durchzusetzen, was recht ist. Alle, die ins Heiligtum treten, müssen ihren Kopf bedeckt haben. Ihre Kopfbedeckung Pagadree bedeutet, dass sie unter der Obhut des erhabenen Gottes sind.
Eine Gebetsform besteht im Wiederholen des Namens der Gottheit und heißt Nama Jappa. Sie glauben, dass man gereinigt wird, wenn man sich auf den Namen Gottes besinnt. Sie sagen, dass man seinen Lebensunterhalt mit dem Schweiß im Angesicht verdienen muss, und darum wird kein Sikh zum Bettler. Sie sind freigebig und teilen mit anderen. Und da Gott der eigentliche Spender ist, schauen sie nicht auf die Person beim Schenken. Nach dem Gebet besuchten wir den Ort, wo sie miteinander essen und das Brot mit den Armen teilen. Es ist ein Ort, wo Reiche und Arme miteinander das Mahl genießen.

Schließlich gelangten wir zur Moschee, wo wir mit Freude die Ehrfurcht vor Gott feststellen konnten. Sie glauben, dass es nur einen Gott gibt, nämlich den Gott von Adam, Abraham, Moses, Jesus und dem Propheten Mohammed. Sie halten sich an ein Reinigungsritual vor dem Eintritt in die Moschee. Ihre Haltung beim Gebet zeugt von Ehrfurcht vor Gott. Die Moslem beten mehrmals im Tag wie die Juden. Die Moslem beten fünfmal im Tag; die Gläubigen werden namentlich vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang zum Gebet aufgerufen. Sie sind sich stets ihrer Sündhaftigkeit bewusst. Sie glauben an Allah, den Allbarmherzigen.
Alle Heiligtümer, die wir besuchten, zeugen von fester Überzeugung und Glauben an Gott. Tugenden, die uns auffielen, sind: Gewaltlosigkeit, Selbstverleugnung, Verantwortung für das eigene Tun, Eifer für Gott, Gemeinsamkeit im Gottesdienst, Gleichheit der Menschen ob Mann oder Frau, reich oder arm, Verpflichtung zu Gerechtigkeit in der Welt, Gottesverehrung, Liebe und Einfachheit im Lebenswandel. Alle offenbarten Ehrfurcht vor Gott und Sehnsucht nach dem Weg zu ihm. Sie zeugten von Offenheit und Verständnis für andere Überzeugungen. Sie glauben an Gott, den Spender alles Guten und an die Liebe zum Nächsten. Einige betreiben Hilfswerke, Schulen, Spitäler und Heime für die Armen.

Das erinnert uns an die Geschichte von einem Missionar, der zu einem unbekannten Stamm kam und ihm vermeintlich als erster die Kunde von Gott bringen wollte. Aber als er einige Zeit dort gelebt hatte, musste er einsehen, dass Gott schon VORHER den Weg zu diesen Menschen gefunden hatte. Am Schluss der Reise waren wir zwar erschöpft, hatten aber einen geistigen Gewinn und fühlten uns zum Dank dafür verpflichtet, dass Pater Ivel uns half, Gott am Werk zu sehen in anderen religiösen Gemeinschaften.

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Redemptoristen in den Nachrichten

Philippinen
Bischof Emmanuel Cabajar, C.SS.R.
Bischof im Geiseldrama
Nachricht von der BBC

Bischof Emmanuel Cabajar, C.SS.R. ging auf eine sonderbare Bitte ein, als er am 18. März 2005 sich bereit erklärte, den Lastwagen zu lenken, auf dem die Geiselnehmer entkamen.

Bischof Emmanuel Cabajar saß vorne mit drei Bewaffneten, während hinter ihm ein Dutzend Geiseln standen. Der Bischof war bereit, sie von der Polizei wegzuführen unter der Bedingung, dass dann die Geiseln schadlos freikommen. Die Bewaffneten setzten südlich von Pagadian (auf der Insel Mindanao) die Geiseln frei und verließen den Bischof.

Das Drama hatte Tags zuvor mit einem geplanten Raubüberfall auf einen Autobus begonnen. Die Bewaffneten erschraken, als sie an einem Kontrollpunkt die Polizei sahen. Da nahmen sie die Reisenden als Geiseln.

Es kam zur Auseinandersetzung mit der Polizei, wobei die Räuber mit Gewehren, Pistolen, Handgranaten und einem Maschinengewehr drohten.

Da erlaubte die Polizei, dass sie unbehindert irgendwohin fahren dürfen, wo sie dann die Geiseln unversehrt freilassen.

Unfall

Der Lenker des Wagens hat den Autobus in einen Graben gelenkt und ist geflohen.

Die Aufständischen verladen nun die Geiseln auf einen Lastwagen, der vorbeikommt, und Bischof Cabajar, der zu den Verhandlungen beigezogen ist, erklärt sich bereit, diesen Wagen zu lenken.

Das Fahrzeug wird von Polizisten und Journalisten begleitet, bis die bewaffneten Männer die Geiseln südlich von Pagadian schließlich aus dem Wagen springen lassen. Diese werden in Spitäler verbracht.

Der Bischof wird im entfernten Dorf Lakewood im Westen von Pagadian verlassen. Er kommt zurück, um einen Dankgottesdienst zu feiern.

Am Lokalradio hieß es, dass die Bewaffneten zu den kommunistischen Aufständischen gehören, aber ein Gewährsmann vom Ort namens Ismael Marte sagte, es seien keine Guerillas gewesen.


Italien,
Materdomini
Mai, 2005

Im Mai kam eine neue italienische Briefmarke zum 250. Jahrestag vom Hl. Gerhard Majella heraus. Sie trägt das Bild des Heiligen mit der Wallfahrtskirche von Materdomini (Avellino) im Hintergrund. Die Erstausgabe war in Materdomini erhältlich (siehe Bildergalerie).

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Sant'Alfonso, Via Merulana

Verteidigung der Doktorarbeit
Luis Antonio Rojas Lòpez aus der Provinz Bogotá hat am 13. Mai an der Gregoriana seine Doktordissertation “Los Redentoristas en Colombia y Sus Misiones Populares (1884-1928)” erfolgreich verteidigt. Die Kommunität von Sant’ Alfonso feierte das Ereignis mit einem festlichen Abendessen. Wir gratulieren! (Siehe Bildergalerie).

Silbernes Professjubiläum
Pater Teodul Holgado aus der Vizeprovinz Manila ist Seelsorger für die Englisch Sprechenden in Venedig und in Sant’ Alfonso in Rom. Er feierte am 21. Mai sein silbernes Professjubiläum mit einer Gemeinschaftsmesse der Kommunität von Sant’ Alfonso und anschließendem Festmahl. Tanti auguri a te!

25 Jahre Priester
Die Patres Dennis Billy aus der Provinz Baltimore und Stephen Rehrauer aus der Provinz Denver sind Professoren an der Alfonsianischen Akademie und feierten am 28. Mai miteinander in der Kapelle von Sant’ Alfonso den Dankgottesdienst zu ihrem silbernen Priesterjubiläum. Dazu kam als dritter Jubilar Pater Richard Welsch aus der Provinz Baltimore, der einst als Student zur Kommunität Sant’ Alfonso gehört hatte. Ein Festessen krönte das Jubiläum, und man wird sich erinnern an die wunderbare Predigt, die P. Rehrauer aus tiefem Glauben über Eucharistie und gelebtes Priestertum gehalten hat. (siehe Bildergalerie). Tanti auguri a voi!

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Monatliche Bildergalerie  (nur online)

1) Pater Luis Antonio Rojas López von Bogotá verteidigte glanzvoll seine Doktorarbeit am Gregorianum: “Die Redemptoristen in Kolumbien und ihre Volksmissionen (1884-1928).”

2) Der Mitbegründer der Mission in Resistencia, P. Alfred Müller

3) Der erste Vizeprovinzial von Resistencia, P. Kazimierz Kalemba

4) Studenten von Bangalore besuchen Heiligtümer in Indien.

5 and 6) Die Patres Dennis Billy, Steve Rehrauer und Richard Welsh feiern ihr silbernes Priesterjubiläum mit Messe und Jubiläumsmahl in St. Alfonso, Rom.

7) Generalvikar P. Fiore trifft die Weisen aus Burkina-Niger!

8) Generalvikar P. Serafino Fiore und Generalkonsultor Athanase Nsiamini mit den Redemptoristinnen von Diabo, Burkina Faso

9) Bischof Cabajar ringt für die Geiseln.

10) Italienische Briefmarke zu Ehren des Hl. Gerhard

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Arbeitsplan P. Generals und seiner Räte

Visitation in Südafrika
April-Mai, 2005
Sean Wales

Sean Wales, der Provinzial von Süd Afrika schreibt: “Während ich schreibe, ist die Visitation in vollem Gang. Die Patres Ray Douziech und Athanase Nsiamina kamen letzten Freitag an und trafen am Samstag die OPC in Bergvliet. Sie wurden herzlich willkommen geheißen in Kapstadt und das wird sicher auch der Fall sein in KwaZuluNatal und im Nordwesten. Auch P. General wird in Kapstadt eintreffen am 10. Mai; er wird am 12. Mai nach KwaZuluNatal und von dort am 15. nach Rustenburg gelangen. Der Abschluss der Visitation wird am Montag 16. Mai stattfinden im Beisein von P. General, den Visitatoren und den E.P.C. Am Abend des 16. Mai beginnt in Hartebeespoort Dam die Versammlung aller Englisch sprechenden Oberen mit P. General, Athanase, Juventius Andrade und Enrique Lopez. Larry Kaufmann, als Mitglied der Kommission für Neustrukturierung wird ebenfalls dabei sein, sowie der Obere der Einheit Mozambique.”


Generalleitung Kalender Links:
Wollen Sie wissen, wo die Mitglieder der Generalleitung sind und was sie tun? Die folgenden Links bringen den Kalender der Generalleitung.

http://www.cssr.com/calendars/CalDT.htm

Diese Links sind auf unserer Webseite cssr.com im Bereich der Redemptoristen, wozu allerdings das entsprechende Passwort nötig ist. Wenn Sie dieses noch nicht haben, können Sie es dort in der pop-up box direkt vom Generalsekretär verlangen.

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Webseiten im Brennpunkt

Die Webseite im Brennpunkt ist lebensnah und öffnet eine Zeitschrift der Redemptoristen aus der Provinz Dublin, Irland. Als Ergänzung dazu die Webseite für teenagers.

http://www.redemptoristpublications.com/
http://www.faceup.ie/

Wir bringen auch eine Hompage auf unserer cssr.com site mit der Geschichte und Entwicklung des Siegels unserer Kongregation:

http://www.cssr.com/deutsch/whoarewe/cssrseal-DT.shtml

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Berichte aus der Kurie, den Sekretariaten, Instituten und Komitees

Kommission in Sachen Sexualverbrechen
April, 2005
Rom, Italien

Unsere Sitzung zu vorsorglichen Überlegungen über korrektes Vorgehen wurde von der Generalleitung organisiert und von uns für sehr nützlich erachtet. Man war sich sofort einig, dass man über Richtlinien und nicht über einzelne Personen reden solle. Keine Namen wurden genannt. Die Sitzung begann mit Austausch über Erfahrungen von Ordensoberen aus Asien, Europa, den beiden Amerika und Afrika. Die Berichte reichten von Gegenden, wo keine Richtlinien vorliegen, bis zu den detailliertesten Verfahren in Nordamerika und Großbritannien.

Ein erstes Ziel war es, den Oberen in jenen Ländern zu helfen, wo die Kirche noch keine Anweisungen erlassen hat. Es referierten zwei Fachleute (P. Robert Geisinger S. J. und P. Charles Scicluna, Promotor für Gerechtigkeit in der Glaubenskongregation), der eine über Rechte und Pflichten der Ordensleute, der andere über den Standpunkt der Glaubenskongregation. Beide sprachen deutlich und überzeugend und trugen viel bei zum Verständnis von rechtlich definierten Verbrechen, besonders mit Minderjährigen. Die meisten Anweisungen, die bereits erlassen sind, berücksichtigen zu wenig das Motu Proprio Sacramentorum sanctitatis tutela von Papst Johannes Paul II. (30. April 2001), welches die Sexualverbrechen gegen Minderjährige (unter 18 Jahren) zu den “delicta graviora” zählt. Das heißt, dass Vergehen gegen Minderjährige gleich schlimm sind wie Verletzung des Beichtgeheimnisses oder Schändung der Heiligen Eucharistie. Alle diese Vergehen müssen an die Glaubenskongregation geleitet werden.

Die Erfahrung einiger Provinziale hat gezeigt, dass die kanonische Rechtsprechung in manchen Ländern nicht mit der zivilen übereinstimmt und dass die Laien vielerorts nicht glauben können, dass die kirchlichen Instanzen in solchen Angelegenheiten richtig entscheiden. Sexualverbrechen sind schlimm an sich, aber die kirchlichen Behörden haben das Problem gewaltig verschlimmert. Man hat festgestellt, dass die schnellste Zunahme an sexuellem Fehlverhalten auf die Internet-Pornographie zurückzuführen ist. Im Fall von Kinderpornographie handelt es sich meistens um Verbrechen. Das Herunterladen (downloading) von solchem Material fällt unter die Verbrechen, die gemäss dem erwähnten Motu Proprio zu ahnden sind. Es gibt ein Internetprogramm namens “netmop”, welches den Zugang zu pornographischem Material verhindert. Einige Provinzen ließen diese Schutzvorrichtung auf den öffentlich zugänglichen Computern einrichten.

Viel Zeit haben wir verwendet, um die Auswirkungen der Sexualverbrechen im Sektor Ausbildung zu untersuchen. Sexuelles Fehlverhalten wirkt sich aus bei der Auswahl der Kandidaten und in der Qualität der Ausbildung überhaupt. Man hat erkannt, dass auch eine Menge von psychologischen Tests keine sichere Beurteilung eines Kandidaten bringt und erst recht keine künftigen Sexualverbrechen voraussagen kann. Viel mehr sollen wir uns um die eigentlichen Ziele unserer Ausbildung bemühen, nämlich das Leben aus dem Glauben und das Leben in der Gemeinschaft.

An der Sitzung hat man auch besprochen, wie man vorgehen soll im Hinblick auf die „Rückkehr in die Seelsorge“. Man war der Meinung, die Methode „ein Schlag, und bist draußen“ sei eine ungeeignete Maxime und schlechte pastorale Praxis. Das wichtigste Anliegen, nämlich die Kinder und die gefährdeten Erwachsenen zu schützten, ist hochheilig, und bei jeglicher Wiederaufnahme pastoraler Tätigkeit muss für den fraglichen Seelsorger ein Sicherheitsplan vorliegen. Man war sich einig, dass in gewissen Fällen für immer die Untauglichkeit zum seelsorglichen Dienst ausgesprochen werden muss.

Die Redaktoren verfassten ein Schreiben: “Beginn des Verfahrens bei einer Anklage wegen Vergehen an Kindern”. Das soll dort Hilfe leisten, wo noch keine Richtlinien vorliegen und wird später allen Mitbrüdern zugestellt. Weitere Arbeiten werden Einzelheiten für einen „Sicherheitsplan“ und fachgerechtes Vorgehen oder “beste Praxis“ bringen.

Es war ermutigend festzustellen, mit welchem Respekt und Mitgefühl für alle Betroffenen man über diese heiklen Fragen sprach und wie die Gespräche in die Gottesdienste hineingenommen wurden. Man sagte, die Publizität um die Skandale in der Kirche sei auch eine Gnade. Die ganze Kirche ist zu größerer Ehrlichkeit und Transparenz aufgerufen. Uns wird als Brüdern in einer Gemeinschaft eine weitere Dimension von Erlösung in Fülle angeboten.

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