Rom
16. Februar 2011


VOM HERAUSGEBER:
Katastrophen: natürliche und von Menschen gemachte
Laienmitarbeiter der Redemptoristen in Argentien
Mt. St. Alphonsus, Esopus, schließt die Tore
Tag des Gottgeweihten Lebens
Erzbischof Ihor Wozniak, C.Ss.R.

AUS DEN PROVINZEN:
Wahlen.
Provinz Rom: Teilnahme an Tagung der Diözese.
Redemptoristen im Irak trauern über den Terrorangriff.

REDEMPTORISTEN IN DEN MEDIEN
Erzdiözese Erbil baut Krankenhaus.
Weltjugendtag in Spanien: Vorbereitungen im Gang.
Provinz Yorkton: Redemptoristen gestalten Gottesdienst in der Gebetswoche für die Einheit der Christen.

INTERVIEW MIT P. GENERAL:
Die Situation der Konferenzen.

LEBENSWENDEN:
Professen, Priesterweihen, Todesfälle, Jubiläen

 


Notizbuch der Herausgebers

Ein SCALA-Leser sagte mir letzten Monat, SCALA sei voll von Katastrophen – natürlichen und von Menschen gemachten. Als ich ihn fragte, was er mit den von Menschen gemachten Katastrophen meine, wies er auf die in SCALA veröffentlichten Resultate der Provinzwahlen hin! Natürlich hat er das im Spaß gemeint.

Die redemptoristischen Einheiten senden uns oft Nachrichten über glückliche Ereignisse – Feiern und Erfolge – wir sind zu recht stolz auf unsere Erfolge. Ich habe bemerkt, dass Mitbrüder, die auf social networking sites wie Facebook und Twitter sind, dazu neigen, Feiern der Gemeinschaft und Reisen zu unterstreichen. Aber das sehen vielleicht nur die so, die uns nicht kennen. Denn viel öfters als sie feiern, sind unsere Mitbrüder in der Mitte von natürlichen und von Menschen gemachten Katastrophen: sie begleiten Gottes Volk in seinen Leiden in den schlimmsten Orten und Situationen der Welt. Z.B. im mittleren Osten, im Irak und im Libanon besonders; das ist die große Not, die von Menschen geschaffen wurde. In dieser Nummer von SCALA bringen wir schlechte Nachrichten über die Leiden unserer Mitbrüder und ihres Volkes im Irak, und gute Nachrichten über die Bemühungen der Mitbrüder, diese Not zu erleichtern.

Die natürlichen Katastrophen gehen weiter! P. José Vidigal schreibt uns von Rio de Janeiro über die Flutkatastrophe:

"In der zweiten Jännerwoche gingen in der schönen Gebirgsgegend des Staates Rio de Janeiro heftige, langanhaltende Regengüsse nieder und verursachten Erdrutsche und Überströmungen, die alles mit sich rissen. Die drei am meisten betroffenen Städte befinden sich ca 95 km von Rio de Janeiro entfernt: Teresópolis (163.000 Einwohner), Petropolis (315.000) und Nova Friburgo (182.000). Es gab 860 Tote. Es ist dies die größte Naturkatastrophe in der Geschichte von Brasilien.

Viele freiwillige Helfer, so das Rote Kreuz, die Civil Defense und zahllose andere arbeiteten, um die Opfer zu retten. Das ganze Land hat Hilfsaktionen organisiert, besonders Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamente und Kleidung. Keiner der Redeptoristen in der Region wurde vom Unglück direkt betroffen. Wir hatten in Teresopólis in den 1920-er Jahren eine Niederlassung, aber sie bestand nur für zwei Jahre."

Und da war der Schneesturm in Chicago, U.S.A.; die Leuten saßen in ihren Fahrzeugen fest. All das war nicht weit eintfernt von unserer Kommunität bei St. Michael's Church.


Glücklichere Nachrichten kommen uns von P. Andrej Zylak aus der Vizeprovinz Resistencia, Argentinien; hier seine Mitteilung über die Reise ihrer Laienmitarbeiter:

Eine Gruppe redemptoristischer Laienmissionare besuchte das Cruz del Cerro de Santa Ana. Die Laienmissionare stammten aus verschiedenen Regionen Argentiniens und aus einigen der Städte, in denen Missionen gehalten wurden. Sie wurden von Oberbürgermeisterin Mabel Pezoa begleitet, die verlautbarte, dass diese schöne neue Wallfahrt und Touristenattraktion bis zur Einweihungszeremonie in der Karwoche fertiggestellt sein wird. Bürgermeisterin Pezoa hofft, die argentinischen Präsidentin Cristina Fernández zur Eröffnung willkommen heißen zu können.


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Wer einmal in Mt St. Alphonsus, Esopus, gearbeitet oder studiert hat oder zu Besuch dort war, wird niemals den überwältigenden Granitbau vergessen, den wunderbaren Anblick der im Herbst verfärbten Blätter auf den Taconic und Catskill Hügeln, und die riesigen Frachtschiffe, die auf dem Hudsonfluß dem Ozean zugleiten. Die Provinz Baltimore hat angekündigt, dass nach 101 Jahren alle Dienste auf Mt. St. Alphonsus am 1. Jänner 2012 beendigt werden. Über die Verwendung der Gebäude und der Liegenschaften wird noch beraten.


Am Fest der Darstellung des Herrn, Mariae Lichtmeß, 2. Februar, wird der Welttag des Gottgeweihten Lebens gefeiert. Dies deshalb, erklärte der Papst, weil "die Darstellung Jesu im Tempel ein sprechendes Bild ist für die Ganzhingabe des Lebens all derer, die berufen sind, durch die Evangelischen Räte der Kirche und der Welt die charakteristischen Merkmale Jesu zu zeigen: den keuschen, armen und gehorsamen Jesus.

Eine Gruppe von Redemptoristen aus dem Generalatshaus, angeführt von Rektor Luciano Panella, nahm an der Vesper teil, der der Heilige Vater vorstand. Hier Videos in englisch und spanisch; mit unserem Erzbischof Tobin, der in einem Interview über die "Ernährung des Ökosystems des Ordenslebens" sprach.

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Ihor Wozniak, C.Ss.R.


Am 10. Februar wurde mitgeteilt, dass der Heilige Vater entsprechend dem Kirchenrecht der Orientalischen Kirchen die Resignation von Kardinal Lubomyer Husar, Erzeparchie Kiew-Halyc, Ukraine, von der Funktion des Großerzbischofs angenommen hat.

Eine Wahlsynode von Bischöfen der Griechisch-katholischen Kirche wird innerhalb eines Monats zusamengerufen, um den Nachfolger als Großerzbischof zu wählen. Erzbischof Ihor Vozniak, C.Ss.R. (Wozniak, 4200, Lviv), Erzeparchie Lemberg, wird amtierender Administrator der Griechisch-katholischen Kirche bis zur Wahl des Nachfolgers von Kardinal Husar sein.

Außer Erzbischof Wozniak sind vier Redemptoristen Bischöfe in der Ukraine: Stepan Menjok, Bohdan Dzyurakh, Jarosláv Pryríz und Mychajlo Koltun.


Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

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AUS DEN PROVINZEN

Wahlen

(Anmerkung des Herausgebers: Photos, wenn verfügbar, nur von den (V)Provinzialen und Regionalobern).

Johannes Römelt, 50, zum Provinzial der Provinz Sankt Clemens gewählt.

Henricus (Henk) Erinkveld, 63, wiedergewählt zum Provinzvikar der Provinz Sankt Clemens. Bestätigt am 6. Jänner 2011

Alphonse Peter, 72, wiedergewählt zum Provinzial der Provinz Strasbourg.

Maurice Girardin, 71, wiedergewählt zum Provinzvikar der Provinz Strasbourg. Bestätigt am 7. Jänner 2011.

Ronald John McAinsh, 66, wiedergewählt zum Provinzial der Provinz London.

Patrick Mulligan, 67, wiedergewählt zum Provinzvikar der Provinz London. Bestätigt am 7. Jänner 2011.

Eridian Gonçalves de Lima, 52, zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Fortaleza gewählt Bestätigt am 7. Jänner 2011.

Pedro López Calvo, 48, zum Provinzial der Provinz Madrid gewählt.

Rafael Alonso Crespço, 50, zum Provinzvikar der Provinz Madrid gewählt. Bestätigt am 10. Jänner 2011.

Josef Michalčik, 42, zum Provinzial der Provinz Prag gewählt.

Jan Sokulski, 48, zum Provinzvikar der Provinz Prag gewählt. Bestätigt am 12. Jänner 2011.

António Marinho de Freitas, 62, zum Provinzial der Provinz Lissabon gewählt.

Fausto Sanches Martíns, 71, zum Provinzvikar der Provinz Lissabon gewählt. Bestätigt am 13. Jänner 2011.

Jaroslav Štelbaský, 43, wiedergewählt zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Michalovce. Bestätigt am 13. Jänner 2011.

Yo Sep Joseph Kang, 42, zum Regionaloberen der Region Korea gewählt.

Won Soon Thomas Aquinas Joung, 50, zum Regionalvikar der Region Korea gewählt. Bestätigt am 13. Jänner 2011.

Patrick Goldwin Massang, 60, wiedergewählt zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Ipoh. Bestätigt am 14. Jänner 2011.

 

Manuel Rodríguez Delgado, 65, zum Provinzial der Provinz San Juan gewählt.

Rafael Torres Oliver, 73, zum Provinzvikar der Provinz San Juan gewählt. Bestätigt am 14. Jänner 2011.

Jerome Lewis Chavarria, 53, wiedergewählt zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Richmond. Bestätigt 15. Januar 2011.

 

Ariel Lubi, 45, wiedergewählt zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Manila. Bestätigt am 16. Jänner 2011.

 

Václav Hypius, 43, zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Bratislava gewählt.

Peter Slobodník, 39, zum Vizeprovinzialviar der Vizeprovinz Bratislava gewählt. Bestätigt am 18. Jänner 2011.

Nicolas Issifi Ayouba Martin, 44, zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Burkina-Niger gewählt. Bestätigt am 19. Jänner 2011.

Giovanni Congiu, 56, wiedergewählt zum Provinzial der Provinz Rom. Bestätigt am 19. Jänner 2011.

Piotr Sułkowski, 38, zum Provinzvikar der Provinz Rom gewählt. Bestätigt am 20. Jänner 2011.

Janusz Sok, 44, zum Provinzial der Provinz Warschau gewählt.

Piotr Chyła, 41, wiedergewählt zum Provinzvikar der Provinz Warschau. Bestätigt am 20. Jänner 2011.

Mario Boies, 46, wiedergewählt zum Provinzial der Provinz Sainte-Anne de Beaupré.

Jacques Fortin, 62, zum Provinzvikar der Provinz Sainte-Anne de Beaupré gewählt. Bestätigt am 24. Jänner 2011.

Grimaldo Garay Zapata, 43, zumVizeprovinzial der Vizeprovinz Peru-Nord gewählt. Bestätigt am 27. Jänner 2011.

Bento Katchingangu, 44, zum Vizeprovinzial der Vizeprovinz Luanda gewählt. Bestätigt am 27. Jänner 2011.

Thomas Jayaraj Gnanpragasam, 60, zum Provinzvikar der Provinz Bangalore gewählt. Bestätigt am 30. Dezember 2010.

Pedro Alejandro Irizar Irizar, 53, zum Provinzvikar der Provinz Santiago gewählt. Bestätigt am 4. Jänner 2011.

Peter Pidskalny, 65, wiedergewählt zum Provinzvikar der Provinz Yorkton. Bestätigt am 6. Jänner 2011.

Crispin Mostajo, 44, zum Provinzvikar der Provinz Cebu gewählt. Bestätigt am 6. Jänner 2011.

Henrique Aparecido de Lima, 46, wiedergewählt zum Provinzvikar der Provinz Campo Grande. Bestätigt am 11. Jänner 2011.

Brendan Samuel O'Rourke, 61, zum Provinzvikar der Provinz Dublin gewählt. Bestätigt am 13. Jänner 2011.

Alfons Jestl, 54, zum Provinzvikar der Provinz Wien gewählt. Bestätigt am 20. Jänner 2011.

Peter Renju, 57, zum Provinzvikar der Provinz München gewählt. Bestätigt am 24. Jänner 2011.

Raymond Douziech, 67, zum Provinzvikar der Provinz Edmonton-Toronto gewählt. Bestätigt am 26. Jänner 2011.

George Thomas Areekal, 50, zum Provinzvikar der Provinz Liguori gewählt. Bestätigt am 26. Jänner 2011.

Joseph Cao Dinh Tri, 72, wiedergewählt zum Provinzvikar der Provinz Vietnam. Bestätigt am 27. Jänner 2011.

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Italien, Provinz Rom
Fadi Rahi, C.Ss.R.
Die Römische Provinz auf dem Kongreß CISM

Mitbrüder der römischen Provinz nahmen am Area Evangelization-Kongreß der Konferenz der Höheren Ordensobern teil: "Weh mir, wenn ich das Evangelium nicht verkünde" (11. – 14. Jänner 2011).

Der Kongreß, der bei den Karmeliten in Rom-Sassone stattfand, hatte die Freude, als Gäste und Vortragende neben Kardinal Camillo Ruini auch unseren Mitbruder Joseph Tobin, C.Ss.R., Generalsekretär der Religosenkongregation, zu sehen; anwesend war auch P. Gianni Congiu, Provinzial der römischen Provinz, und fünf andere Mitbrüder sowie Laien aus den redemptoristischen Gemeinschaften in Rom. Bischof Tobin sprach über "Evangelisation von Ordensgemeinschaften: Probleme und Hoffnungen"; sein Vortrag fand viel Beachtung und Zustimmung.

Back Row: Father Antonio, Archbishop Tobin, Ms. Ilaria, & Fathers Vito & Luciano.
Front Row: Fathers Luis, Nicola, Gianni (provincial); Sitting: Students Fadi e Pietro

Die Konferenz, organisiert von Area Evangelization der Konferenz der höheren Ordensobern, mit dabei unser Mitbruder P. Vito Lombardi aus der römischen Provinz als Advisor der Area, hatte sehr interessante und erfahrene Vortragende. Es waren viele Ordensgemeinschaften vertreten.

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  Bagdad, Irak
Folgen des Terrors
Vincent Van Vossel, C.Ss.R.

In SCALA Nr. 61, November 2010, haben wir ein Interview mit Erzbischof Bashar Matti Warda, C.Ss.R., über die Situation der Kirche im Irak veröffentlicht. In derselben Nummer brachten wir auch einen Zeitungsbericht über den nachfolgenden Terrorangriff auf die Syrische Kirche Unserer lieben Frau von der Befreiung in Bagdad am 31. Oktober 2010. Vor kurzem erhielten wir Nachricht, wie die Redemptoristen im Irak persönlich durch die Tragödie betroffen sind, dass aber ihre Arbeit weitergeht. Es wäre gut, an die Führer unserer Länder zu appellieren, die Regierung im Irak zu ersuchen, der christlichen Minderheit des Landes, die sich in Todesgefahr befindet, besseren Schutz zu gewähren.

Da Bagdad in den letzten Wochen wegen der verfolgten Christen in den Medien war, ist es für alle Mitbrüder von Interesse, wie es den Redemptoristen in Bagdad nach den Terroranschlägen geht. Es folgt hier ein Bericht, wie es einem unserer Mitbrüder ergangen ist.

Während der finsteren Tage des Mordens und der Anschläge auf Christen und ihre Kirchen in Bagdad haben die Redemptoristen die Leiden der Menschen dort geteilt. Wie die Italiener tragen die östlichen Christen Sorge für ihre Verwandten und haben enge Familienbeziehungen. Sie sind sehr sensibel für das, was jedem Mitglied geschieht.
Am 31. Oktober 2010 fand während der Messe in der Kirche Unserer lieben Frau von der Befreiung, der Hauptkirche der Syrischen Christen in Bagdad, ein brutaler Anschlag statt. Die Kirche Unserer lieben Frau ist eine moderne Kirche, von einem polnischen Architekten erbaut; sie hat die Form eines Schiffes, mit einem offenen Bogen über dem Eingang, der so hoch ist, dass man ihn von der ganzen Stadt aus sehen kann.

Der Bischof war auf Urlaub, und sein Erzdiakon Mgr. Raphael Qoteymi nahm an der Messe teil, die von dem jungen Priester Thaer Abdal gefeiert wurde. Ein noch jüngerer Priester P. Wasim assistierte. Während der Predigt wurde die Kirche plötzlich von zwei Seiten her unter Feuer genommen. Auf der einen Seite war ein Fahrzeug mit Bomben, am Eingang zerstörte eine Gruppe von Männern mit Gewehren die großen hölzernen Tore; sie stürmten in die Kirche, schossen und schrieen ihre fürchterlichen religiösen Slogans. Die versammelte Gemeinde war bestürzt und die Leute suchten Schutz unter den Kirchenbänken. Der Priester, der mit den Hereinstürmenden verhandeln wollte, wurde sofort niedergeschossen, er fiel auf die Stufen des Altars. Der jüngere Priester, der ihn schützen wollte, wurde ebenfalls gnadenlos getötet.

Der Erzdiakon und eine Gruppe von Gläubigen flohen in die Sakristei und verbarrikadierten die Tür. Eine Gruppe von jungen erschrockenen Menschen wurden erschossen, und Frauen mit Kindern lagen auf dem Gang. Ungefähr 50 Menschen wurden an jenem Tag zu Märtyrern, und viele wurden durch die Explosionen verwundet. (All dies im Namen Gottes, des Barmherzigen). Die meisten dieser Christen kommen aus einem Dorf im Norden nahe bei Mosul. Es ist dies zur Zeit das berühmteste Dorf der Syrischen Katholiken in diesem Gebiet.

Die Bewohner kennen sich so, als ob sie zur selben Familie gehörten. Einer der Redemptoristenpatres stammt aus diesem Dorf. Er kennt die meisten Leute, die an jenem Tag getötet wurden, und P. Wasim war sein Freund und ein naher Verwandter. Dieser syrische Redemptorist wurde vor drei Jahren zu Weihnachten in seinem Dorf zum Priester geweiht. Nach seinen höheren Studien in Rom kam er zurück und trat bei den Redemptoristen in Bagdad ein. Weil wir hier den chaldäischen Ritus haben, musste er lernen, in diesem Ritus zu zelebrieren. Da die Patres auch für die Melkiten (griechisch katholisch) Sorge tragen, die keinen eigenen Priester haben, nahm er sich eine zeitlang dieser verlassenen Herde an. Auf Ersuchen des chaldäischen Patriarchen übernahm er 2010 eine bedeutende chaldäische Pfarrei. Mit all seiner Energie und Kreativität arbeitete er für diese vernachlässigte Kirche. Er wurde zum Direktor des Katechetischen Instituts ernannt, wo die Lehrer ausgebildet und für ihre Vorträge vor den Gläubigen am Freitag vorbereitet werden. Daneben unterrichtet er am redemptoristischen Zentrum für östliche Studien in Bagdad und am Babel-Kolleg in Erbil. Der Redemptorist war zutiefst geschockt über die Ermordung der Leute seines Dorfes, und besonders der zwei jungen Priester, die seine Freunde waren; sie haben zusammen gearbeitet und einander unterstützt. P. Thaer war der Direktor des "Zentrums für östliche Studien", und P. Wasim unterrichtete Kirchengeschichte.

Viele Menschen kamen aus dem Norden zu den beeindruckenden Begrägnisfeiern in den Straßen von Bagdad, auch die Mutter dieses Redemptoristen.

Das Morden geht weiter. Am Abend des 2. Jänner 2011 wurden eine Frau (48 Jahre alt) und ein Lehrer der Universität in ihrem Haus an einen Sessel gefessellt gefunden; sie wurden mit einem Messer getötet und dann mit einem Sack zugedeckt. Dieses Mädchen hatte Gedichte geschrieben zur Erinnerung an die Patres Thaer und Wasim. Ihre Texte wurden an der zerstörten Kirche angebracht. Sie ist eine nahe Verwandte von P. Wasim und unseres Mitbruders aus demselben Dorf.

Während dieser schrecklichen Tage haben die Redemptoristen viel gelitten und wurden von Schmerz schier gebrochen.
Im Auf und Ab der Medien ist Bagdad nun ein vergessener Ort. Aber wir sind bei den Verlassensten.


REDEMPTORISTEN IN DEN MEDIEN:

Irak
Redemptoristenbischof baut Krankenhaus
Universität sucht ausgebildete christliche Flüchtlinge anzustellen
Zenit

Die irakische Erzdiözese Erbil, der der Redemptorist Bashar Matti Warda als Erzbischof vorsteht, überlegt ein Krankenhaus zu bauen und eine Universität, um tausenden christlichen Flüchtlingen, die vor der Gewalt im Süden fliehen, Dienstleitungen und Arbeitsplätze zu bieten. Aid to the Church in Need berichtet, dass die Regionalregierung die Zusage gab, zwei Grundstücke in Ankawa, einer Vorstadt von Erbil in Nordirak, für die Bauten dieser Institutionen zur Verfügung zu stellen.

Erzbischof Bashar Warda von Erbil sagte der Hilfsorganisation, dass diese Initiatativen Beschäftigung, Ausbildung und andere Möglichkeiten für tausende Menschen bieten werden, die vor antichristlichen Ausschreitungen in Bagdad und Mosul geflohen sind.

Im besonderen bemerkte er, dass diese Projekte den vielen hochgebildeten Fachkräften mit Erfahrung in Erziehung und Medizin, die in den Norden geflüchtet sind, entsprechen. "Die Pläne, die wir in den letzten Monaten entwickelt haben, sind Symbole der Hoffnung für die Anwesenheit der Christen in unserem Land".

"Die Menschen, die hierher kommen, befinden sich hier in relatativer Sicherheit", sagte er. "Sie selber sind bereit, ihre Dienste in dieser Region zur Verfügung zu stellen, die den Bedürfnissen einer wachsenden Bevölkerung nicht gewachsen ist."

Offene Tore

Krankenhaus und Universität werden Eigentum der Erzdiözese sein und von der Kirche getragen werden, aber der Erzbischof unterstrich, dass die Tore offen sind für alle Menschen jeden Glaubens und jeder Religion.

Das Spital mit hundert Betten, auf einer Fläche von mehr als 86.000 Quadratfuß, wird acht Operationssäle haben. Die Universität kommt auf einem Grundstück von 320.000 Quadratfuß zu stehen.

Der Erzbischof ersuchte um finanzielle Unterstützung bei der Regierung, bei karitativen Einrichtungen und NGOs, um diese Projekte verwirklichen zu kommen.

Er sagte, dass beide Institutionen innerhalb von zwei Jahren ihre Tore öffnen wollen.
Und er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese Projekte die Auswanderung von Christen aus dem Land verringern werden. "Wir möchten nicht, dass Christen den Irak verlassen", sagte er.

Er stellte fest: "Es ist klar, dass unsere Gesellschaft Schulen, Universitäten und Spitäler braucht; und das bietet die Gelegenheit, die Christen zu ermutigen, eine Zukunft für sich selbst zu bauen". Und er hoffe, dass diese Projekte ähnliche Initiativen sonst wo im Mittleren Osten inspirieren.

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Madrid
Weltjugendtag: Spanische Behörden geben Visa aus
Sicherheitsvorkehrungen für den Weltjugendtag
Zenit

Anmerkung des Herausgebers: In den letzten beiden Nummern von SCALA finden sich wichtige Informationen über den Empfang und die Veranstaltungen, die von der Provinz Madrid geplant werden. Wir ersuchen alle für die Jugendpastoral Verantwortlichen, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen für die Teilnahme am Weltjugendtag in Madrid; zusammen mit dem Papst, P. General und den Redemptoristen, die in der Jugendpastoral tätig sind.

Die spanischen Autoritäten haben beschlossen, den Teilnehmern am Weltjugendtag in Madrid freie Visa zu gewähren, und sich an den Kosten für 6.000 Sicherheitskräfte zu beteiligen. Das sind einige der Ergebnisse eines Treffens zwischen Ramón Jáuregui, Minister der Päsidentschaft von Spanien, und den Organisatoren des Weltjugendtages, zusammen mit Alberto Gasbarri, dem Koordinator der Papstreisen außerhalb Italiens.

An die 240.000 Jugendliche haben sich bereits gemeldet für die Zeit vom 16. – 21. August, 23.000 von ihnen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union (deswegen brauchen sie spezielle Visa), mit großen Gruppen aus Lateinamerika und Afrika.

Jáuregui versprach auch, sich an den Kosten für die 6.000 der Sicherheitskräfte beteiligen. Obwohl die staatlichen Autoritäten keine finanzielle Unterstützung geben wollen, haben sie beigetragen, die notwendige Infrastruktur zu schaffen.

Provinz Madrid
Vorbereitungstreffen für den Weltjugendtag: Musik und Liturgie
Zenit

Junge Nachfolger der Spiritualität des hl. Alfons von Liguori und andere Interessierte sind eingeladen zu einem Treffen für Musik, Kunst und Liturgie im Hinblick auf den Weltjugendtag in Madrid im Jahre 2011. Das Treffen, organisiert von den spanischen Redemptoristen, findet in der Parroquia del Santísimo Redentor in Madrid vom 18 – 20. Februar 2011 statt.

In einem Gespräch mit "Zenit" in Madrid sagten die Redemptoristen:

"2011 wird für die Kirche in Spanien ein unvergeßliches Jahr sein. Der Weltjugendtag ist ein kirchliches Ereignis höchsten Ranges, und eine herausragende Gelegenheit für junge Menschen, die Freude des christlichen Glauben zu entdecken und dies in Gemeinschaft zu erleben. Ohne Zweifel wird die Musik ein zentrales Element des Empfanges und der Feier beim Weltjugendtag sein. Deswegen wird dieses Treffen eine wichtige und freudige Vorbereitung dafür sein."

Es werden nicht nur Übungen stattfinden und Hilfsmittel geboten werden, sondern vor allem "werden den Mitarbeitern in der Seelsorge Materialien und Ideen geboten, mit Hilfe ihrer künstlerischen Begabung ihre Gemeinschaft zu verlebendigen".

Es sind nun 25 Jahre her, dass die Jugend- und Berufepastoral in Spanien begann; sie will jungen Menschen helfen, die sich auf eine Form der aktiven und kreativen Mitarbeit in der Kirche einlassen wollen.

Für die Redemptoristen sind junge Menschen "eine Herausforderung und zugleich eine Spitzenpriorität". Die web site des Treffens sagt weiter: "Junge Menschen fordern uns heraus, weil ihre Antwort auf das Evangelium spontan und prophetisch ist, eine neue Form christlichen Lebens. Sie sind eine Spitzenpriorität, weil sie sooft von der Seelsorge in ihren christlichen Gemeinschaften verlassen sind. Sie brauchen Räume zum Nachdenken, Gemeinschaft und Gebet. Aus diesem Grund sind die Tore der redemptoristischen Kommunitäten immer offen für junge Menschen. In der Jugend- und Berufspastoral der Redemptoristen spielt die Musik eine wesentliche Rolle, weil wir überzeugt sind, dass sie ein wichtiges Mittel für das Erleben und die Weitergabe des Glaubens ist."

Tatsächlich kommt der Sinn für Musik und Kunst gerade vom hl. Alfons, dem Gründer der Redemptoristen. Alfons pflegte seine eigene poetische, künstlerische und musikalische Begabung, um sie in den Dienst der Mission für die Armen zu stellen.
Nehmen wir als Beispiel sein "Duett zwischen der Seele und Christus"; das Original der Partitur befindet sich im British Museum in London. Oder sein Weihnachtslied 'Tu scendi dalle stelle', von dem Giuseppe Verdi gesagt hat, daß ohne dieses Lied Weihnachten nicht Weihnachten ist.

Über 5.000 Redemptoristen arbeiten in Kommunitäten in den Ländern der fünf Kontinente. Sie werden unterstützt von vielen Männern und Frauen, die mit den Redemptoristen an deren missionarischem Auftrag mitarbeiten.

Das Bild der "Mutter von der immerwährenden Hilfe" ist die Ikone der Kongregation. Darüber mehr in: www.EMUaLi.es

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Provinz Yorkton
Ukrainische Redemptoristen gestalten Woche für die Einheit der Christen
Von James Buchok
The Prairie Messenger

Die christlichen Kirchen von Winnipeg versammelten sich am 20. Jänner zu ihrem 10. jährlichen ökumenischen Treffen; die leitenden Kirchenmänner und ihre Mitarbeiter planten die Gebetswoche für die Einheit der Christen.

Dieses Jahr war die Versammlung Gast der Ukrainischen Eparchie von Winnipeg. Erzbischof Lawrence Huculak, der Metropolit der Ukrainischen Katholiken in Kanada, hieß alle in St. Andrew, der ersten Ukranischen Katholischen Kirche in der Stadt, willkommen.

Der Metropolit erklärte, dass St. Andrew eine von drei der 15 Kirchen der Eparchie ist, die dem Julianischen Kalender folgen, und dass aus diesem Grund weihnachtliche Zeichen sich in der Kirche finden, wie der Weihnachtsbaum und anderer Schmuck, und dass Weihnachtslieder bis zum Fest der Darstellung des Herrn am 2. Februar gesungen werden.

"Das liturgische Leben der Menschen in der Kirche ist äußerst wichtig", sagte Huculak.

P. Smolinski, ein ukrainischer Redemptorist, gestaltete die Vesper.

P. Smolinski ist auch der Direktor des Welcome Home, eine Einrichtung ein paar Türen von der Kirche entfernt.

Pater Michael Smolinski, C.Ss.R. und Erzbischof Lawrence Huculak.
Photo: James Buchok

Das Welcome Home wurde von Redemptoristen in einem großen Hause in der Innenstadt errichtet, wo die Leute eingeladen werden, sich zu Feiern, zu Gebet und Seminaren zu treffen. Es wurde 1993 eröffnt; seit sechs Jahren ist P. Smolinski der Direktor.

Die Redemptoristen sind ein internationaler katholischer Männerorden, 1732 durch Alfons von Liguori gegründet; ihr Auftrag ist, den Armen und meist Verlassenen das Evangelium zu verkünden.

P. Smolinski erklärte, dass das Welcome Home eine konkrete Antwort ist auf die Bedürfnisse der Menschen in der inneren Stadt. Es besorgt wöchentlich 30 – 60 Menschen mit einer Mahlzeit. Es befindet sich dort auch eine Kapelle für Messen, Taufen und Gebetstreffen, es bietet Kindern ein Sommerzeltlager, und hat Angebote für junge Erwachsene.

Die Mitglieder des Teams, zu dem noch ein zweiter Redemptorist und ein freiwilliger Mitarbeiter gehören, leben in dem Home und arbeiten mit jungen Leuten, die Probleme haben.

Die Redemptoristen laden Laien ein, mit ihnen in der Kommunität zu leben, um ihr Leben und ihre Arbeit kennenzulernen. Über drei Jahrzehnte haben junge Ukrainische Katholiken quer durch Kanada ein Jahr ihres Lebens hergegeben, um der Aufgabe des Welcome Home zu dienen.

"Die Menschen der inneren Stadt sehnen sich nach Befreiung von der Unterdrückung durch die Armut", sagte P. Smolinski. "Alle möglichen Leute kommen hierher. Die Nöte der Menschen in der inneren Stadt sind real und ihr Glaube ist stark. Das Herz des Dienstes des Welcome Homes ist Gebet."

Das ökumenische Treffen findet jedes Jahr in einer anderen Kirche statt. 2012 wird die anglikanische Kirche Gastgeberin sein.

 

INTERVIEW MIT P. GENERAL:

Interview mit Pater General
das Entstehen der fünf Konferenzen der Kongregation

 

Anmerkung des Herausgebers: Ein Jahr ist vergangen, seit sich der Generalrat zusammensetzte und begann, die Entscheidungen des XXIV. Generalkapitels umzusetzen. SCALA traf sich kürzlich mit Pater General, um ein Update über die Fortschritte bei einer der großen Entscheidungen des Generalkapitels zu erhalten - das Entstehen der fünf Konferenzen der Kongregation:

SCALA: Pater General, könnten sie uns einen Überblick über die Fortschritte in jeder der fünf neuen Konferenzen geben? Was sind ihre Erfolge? Was ihre andauernden Herausforderungen ?

PATER GENERAL: Ich habe an allen ersten Konferenzversammlungen teilgenommen, die bisher stattgefunden haben. Auch an der ersten Versammlung der Konferenz Lateinamerika und Karibik, die bis jetzt noch nicht stattgefunden hat, da sie von einer ganzen Menge Vorbereitungsarbeit in Anspruch genommen sind, werde ich teilnehmen.

Lassen sie uns mit der Nordamerikanischen Konferenz beginnen. Im März 2010 hatten sie ein kurzes Treffen, bei dem eine Reihe von Kommissionen eingesetzt wurden, um mit der Arbeit an pastoralen Prioritäten, Statuten und Strukturen und der Ausbildung in der Konferenz zu beginnen. Im September trafen sie sich wieder. Sie hatten ein Entwurf der Statuten vorbereitet und haben eine vorläufige Genehmigung, müssen aber noch an ihnen arbeiten. Ihr drittes Treffen wird im September 2011 stattfinden. Sie versuchen sicherzustellen, dass sich die Wirklichkeit des redemptoristischen Lebens in Nordamerika in der Art und Weise widerspiegelt, in der sie die Konferenz strukturieren. Sie haben die Kommunitäten, die in der Konferenz arbeiten, aber gegenüber Einheiten ausserhalb der Konferenz verantwortlich sind, mit einbezogen und werden sie weiterhin mit einbeziehen. Da sie nur eine kleine Zahl von Einheiten sind, haben sie zum Zwecke einer breiteren Vertretung die Repräsentation in der Konferenzversammlung erhöht, die dadurch ihre Wirklichkeit widerspiegelt und größer ist, als es laut der Richtlinien notwendig wäre.

Konferenz Europa: Die europäische Konferenz hatte ihr erstes Treffen im Mai 2010, ein weiteres im Oktober 2010 und wird sich im März 2011 wieder treffen. Europa hat das große Ringen um die Übersetzung von Sprachen und eine große Anzahl an Einheiten. Sie haben die größte Anzahl von Einheiten in einer Konferenz, was ihnen die größte Anzahl von Delegierten gibt. Zur Zeit, versuchen sie eine Balance bei der Repräsentation zu finden, die funktionsfähig und handhabbar ist. Sie haben die gleichen Kommissionen wie Nordamerika eingerichtet und zusätzlich eine weitere zu Theologie.

Sie haben, was die Kommissionen zu "Mission", Kommunität und Ausbildung anbelangt, noch einiges an Arbeit zu leisten. Ihre Statuten haben sie zur Hälfte fertiggestellt. Aber sie haben eine vorläufige Genehmigung ihrer organisatorischen Abschnitte, was ihnen die Struktur gibt um weiter fortzufahren. Sie haben eine Entscheidung getroffen, um die Zahl der übersetzten Sprachen bei ihren Treffen zur reduzieren. Sie wählten Italienisch und Englisch als ihre offiziellen Sprachen.

Ihre Treffen waren sehr produktiv, in einem guten Geist und mit reger Beteiligung. Sie sind sehr aufgeregt darüber voranzuschreiten. Obwohl sie es aus Prä-Konferenzzeiten gewohnt sind, in die Subregionen Nord und Südeuropa geteilt zu sein, wollen sie zu diesem Zeitpunkt keine Sub-Regionen. Sie wollen weiterhin alle gemeinsam und miteinander arbeiten. Die größeren Einheiten sind dabei ihre Vokale für das nächstes Treffen im März zu wählen.

Afrika und Madagaskar: Afrika und Madagaskar trafen sich in den letzten zehn Tagen des August' 2010. Sie hielten das bisher längste Treffen ab. Sie kamen mit einem Entwurf der Statuten, der auf dem Treffen überarbeitet wurde, waren aber noch nicht bereit, über diesen abzustimmen. Deswegen sind sie bis jetzt noch nicht wegen einer Genehmigung an uns herangetreten. Ihr größtes Problem sind die Entfernungen und die Frage, wie sie die Leute zu den Versammlungen bekommen. Sie sind zwar die kleinste Konferenz in Anzahl, aber das Reisen ist besonders schwierig. Deswegen planen sie wenige, aber dafür lange Treffen zu haben. Ebenso entwarfen sie ein Arbeitspapier über pastorale Prioritäten für die Gesamtkonferenz, dass an alle Einheiten, Versammlungen, Kapitel etc. für weitere Reflektionen weitergereicht wird.

Weiterhin haben sie begonnen an einem Ausbildungskonzept für die gesamte Konferenz zu arbeiten, von dem sie sich eine Verbesserung der Ausbildungsqualität erhoffen und das es die verschiedenen Vorstellungen von Ausbildung und Einheiten zusammenbringt. Ebenso führen sie einige Studien zum Thema Berufung von Brüdern durch. Und sie erledigten eine Menge Arbeit im Bereich der finanziellen Unterstützung Afrikas und Madagaskars. Wie können sie sicher stellen, dass sie die notwendigen Ressourcen haben - finanziell, Personal, Besitzungen und Gebäude -, um die pastoralen Prioritäten, an den gearbeitet wird, zu ermöglichen. Ein sehr interessantes Faktum über die Ausbildung in Afrika: Einer von drei professten Mitbrüdern ist ein Student in "erster" Ausbildung. Das ist die größte Verhältnis in der Kongregation; deswegen ist dies ein großes Bedürfnis.

Konferenz Asien-Ozeanien: Asien-Ozeanien traf sich während der letzten 10 Tagen im September 2010. Sie hatten eine Menge Energie. Auch sie haben sich entschieden, wegen der unglaublichen Entfernungen die sie überwinden müssen, um sich zu treffen, weniger regelmäßige, aber dafür längere Treffen zu haben. Auch sie kamen mit einem Entwurf der Statuten zu dem Treffen, welcher bearbeitet, modifiziert und zur Genehmigung übermittelt wurde. Der Generalrat muss sich zu diesem Zeitpunkt noch mit ihnen beschäftigen. Deswegen sind die Statuten noch im Entstehungsprozess. Ebenso entwarfen sie ein Konzept zu pastorale Prioritäten, um dieses mit in die Einheiten zurückzunehmen, wo es verteilt und besprochen und zur nächsten Versammlung mit Rückmeldungen für weitere Bearbeitung zurückgebracht werden soll.

Des weiteren untersuchten sie, wie die verschiedenen Einheiten untereinander "Verbindungen" oder "Bande" entwickeln können. Wie trifft man Vereinbarungen um sich zu unterstützen, zu teilen und miteinander zusammenarbeiten? Wir sprechen hier über Zusammenarbeit zwischen einer Anzahl von Einheiten in einem gegeben Gebiet auf verschiedenen Stufen. Sie übernahmen Englisch als ihre offizielle Sprache und sind die einzige Konferenz, die, in einem gewissen Sinne, einsprachig ist. Natürlich sind die pastoralen Sprachen sehr verschiedenartig.

Asien-Ozeanien hat noch Prä-Konferenz Strukturen mit Ostasien (das sind die zwei Einheiten in Japan und Korea), Südasien (die drei Einheiten in Indien, zusammen mir Colombo und Sri Lanka) und Südostasien (das Thailand, Vietnam, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Australien, Neuseeland beinhaltet). Dies sind nicht Sub-Konferenzen per se, wie sie sie in Lateinamerika haben, aber man wird fortfahren zusammenarbeiten, wie man es in der Vergangenheit getan hat.

Sie sprachen auch, so wie es alle Konferenzversammlungen getan haben, über Finanzen. Asien-Ozeanien widmete der Frage, wie sie, im Licht der Priorität, die das Generalkapitel dem einräumte, stärkere Bande mit Afrika-Madagaskar entwickeln könnten eine ganze Sitzung. Ich fand es sehr begeisternd, dass diese Entscheidung des Generalkapitels, sie dazu animierte sich über ihre eigenen unmittelbaren Bedürfnisse hinaus konkret zu unterhalten und zu nachzudenken.

Konferenz Lateinamerika und Karibik: Der Prozess für Lateinamerika und die Karibik ist etwas komplexer. Sie haben sich in den existierenden Sub-Konferenzen URB (Union of Redemptorists in Brazil) URNALC (Union of Redemptorist of Northern Latin America) und URSAL (Union of Redemptorists of Southern Latin America) getroffen und trafen in diesen Vorbereitungen für ihre Versammlung. Auf dem Generalkapitel haben sie beschlossen, Treffen in den Sub-Konferenzen abzuhalten, die dann von einem Treffen der von jeder der drei Sub-Konferenzen gewählten Delegierten gefolgt würden, um die Versammlung der gesamten Konferenz zu planen; und eine Versammlung so schnell wie möglich nach den Quadrenniumswahlen abzuhalten. Dieses Treffen wird Anfang März stattfinden.

SCALA: Was wird die Rolle der Generalkonsultatoren und der Koordinatoren sein?

PATER GENERAL: Der Generalkonsultor der Konferenz hat an den Konferenzversammlungen teilgenommen und wird auch weiterhin an ihnen teilnehmen. Als Generaloberer war ich bei den ersten Treffen der Versammlungen anwesend. In Zukunft werde ich an den nachfolgenden Treffen teilnehmen, soweit es möglich und gewünscht ist. Jede Konferenz erstellt ihre Kandidatenliste für die Position des Koordinators, um sie bis zum 15. März an den Generalrat weiterzuleiten. Ernennen werden wir die Koordinatoren auf unserem außerordentlichen Frühlingstreffen an Ostern. Die Koordinatoren werden vom Generaloberen übertragene Autorität haben. Nach dem sie ernannt sind, werden wir mit ihnen ein Treffen hier in Rom haben, um zu schauen, was dies für jede Konferenz im Konkreten bedeutet. Danach wird es in der primäre Verantwortlichkeit des Koordinators liegen, die Konferenzversammlung voranzubringen und die wirklichen Fragen anzugehen, die jede Versammlung aufgeworfen hat und die es benötigen durch jede Konferenz in ihrer Gesamtheit angesprochen zu werden. Fragen wie: "Wie setzen wir apostolische Prioritäten um? Welches sind die nächsten Schritte, bei der Ausbildung zu tun sind? Was machen wir in Hinblick auf Solidarität in Finanzen und Personal?

Dies wird die Zeit der Koordinatoren in Anspruch nehmen, da sie notwendigerweise mit den Konferenzen und dem Generalrat in einem Geiste der Kollegialität und geteilten Verantwortlichkeit arbeiten müssen. Die Blaupausen für die nächsten Schritte, die getan werden müssen, werden in jeder Konferenz unterschiedlich sein. Aber der erste Schritt wird sein, dass der Koordinator in Kontakt steht mit der Basis seiner Konferenz, sowie ihre tatsächlichen Bedenken und Realitäten kennt und wertschätzt. Zweitens, dass der Koordinator die Vision der Gesamtkongregation - wie sie durch den Generalrat vertreten wird -, die Autorität und die Grenzen dieser Autorität - wie durch den Generaloberen übertragen - und die Bedenken der anderen Konferenzen - wie durch die anderen Konferenzkoordinatoren geteilt - kennt, wertschätzt und versteht . Von diesem Input aus, kann sich jeder Koordinator fragen, was die sich entwickelnden Prioritäten in meiner Konferenz sind? So sehe ich es sich entwickeln.
Anmerkung der Herausgebers: Pater General schloss diesen Teil der Interviews ab, erklärend, wie die einzelnen Konferenzversammlungen theoretisch ihre ex-officio und gewählten Vokale auswählen werden, was für die einzelnen Konferenzstatuten eigen sein wird.

SCALA: Die Quadrenniumswahlen sind beinahe abgeschlossen. Was ist ihr bisheriger Eindruck von ihnen ?

PATER GENERAL: Es gibt eine signifikante Anzahl neuer Superioren in jeder Konferenz, die in Folge der Quadrenniumswahlen ihr Amt antreten. Viele Einheiten haben durch die Wahlen eine neue Leitung, was es erforderlich macht, dass die kommenden neuen Superioren im Gange des Prozesses "Fahrt aufnehmen". Einige waren bereist Vokale in ihren Versammlungen und so sind sie zumindest mit dem ein oder anderem vertraut . Und da die Statuten im Entstehen sind, gibt es etwas, das die "brandneuen" Superioren studieren müssen. Es ist in der Vergangenheit unser Brauch gewesen, neue Einheitssuperioren für eine "Einweisung" nach Rom einzuladen. Nun meinen wir, dass dem sich im Gange befindenden Prozess besser gedient ist, wenn wir zu diesem Treffen beide einladen, neue und amtierende Superioren oder in anderen Worten, alle Superioren, Das Treffen ist für den Herbst geplant, so dass sich alle zum Wohle des Knüpfens von Intra-Konferenz und Inter-Konferenz Netzwerken besser kennenlernen können. Wenn wir uns entscheiden dieses zu tun, wird darüber eine offizielle Mitteilung an alle Superioren rausgehen.

SCALA: Pater General, vielen Dank, dass sie ihre Zeit mit der SCALA-Leserschaft teilten, um uns über die Aktivitäten in den Konferenzen auf den aktuellen Stand zu bringen.

PATER GENERAL: Gern geschehen.

Inhaltsverzeichnis


LEBENSWENDEN:

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Genaueres finden Sie auf Officialia site

Zeitliche Gelübde
Jacky Merilan, Regio Carribik, 15. August 2010
Rafael Paul Ibañez More, Vizeprovinz Peru-Nord, 9. Jänner 2011
Luis Abelardo Ramírez Sánchez, Vizeprovinz Peru-Nord, 9. Jänner 2011
Ray Wigberto Rodríquez Arrieta, Vizeprovinz Peru-Nord, 9. Jänner 2011
Daniel Augusto da Silva, Provinz São Paulo, 23. Jänner 2011
Luis Ovidio De léon López, Provinz Paraguay, 23. Jänner 2011
Antonio Sergio Andrades Pires, Vizeprovinz Manaus, 29. Jänner 2011
José James Batista da Silva, Vizeprovinz Manaus, 29. Jänner 2011
Manoel de Jesus da Silva Pereira, Vizeprovinz Manaus, 29. Jänner 2011
Iuri Rogério da Silva Lima, Vizeprovinz Manaus, 29. Jänner 2011
José do Nazaré Moura Ferreira, Vizeprovinz Manaus, 29. Jänner 2011

Ewige Gelübde:
Kevin Bellot, Regio Carribik, 11. August 2011

Priesterweihe:
Marcelino Ferreira da Costa Neto, Provinz Goiás, 27. November 2010
Valdir Benedito da Luz, Provinz São Paulo, 18. Dezember 2010

Todesfälle:
Rev. Robert Mathieux, 84, Provinz Lyon-Paris, 28. Dezember 2010
Rev. Léon Grégoire, 85, Regio Belgien-Süd, 3. Jänner 2011
Rev. Maurice Becqué, 98, Regio Belgien-Süd, 10. Jänner 2011
Rev. Lawrence Albert Patin, 73, Vizeprovinz Bangkok, 11. Jänner 2011
Rev. Gérard Le Van Hoa, 62, Provinz Vietnam, 14. Jänner 2011
Rev. François Dondeynaz, 87, Provinz Lyon-Paris, 15. Jänner 2011
Rev. William Frederick Hogan, 87, Provinz Denver, 16. Jänner 2011
Rev. John P. Mullin, 89, Provinz Dublin, 19. Jänner 2011

Jubiläen - März
70-jähriges Profeßjubiläum:
Benedikt Stein, Provinz St. Clemens, (Köln); 15. März 2011

60-jähriges Profeßjubiläum:
Alphonsus Mary Doran, Provinz Dublin, 25. März 2011

60-jähriges Priesterjubiläum:
Ettore Santoriello, Provinz Neapel, 10. März 2011
Donald Kennedy, Provinz Canberra, 11. März 2011
Wilhelm Pesch, Provinz St. Clemens (Köln); 31. März 2011
Karl Siepen, Provinz St. Clemens (Köln); 31. März 2011

50-jähriges Profeßjubiläum:
Gérard Gagnon, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 15. März 2011
Marie-Louis Lecours, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 15. März 2011
Gérard Rousseau, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 15. März 2011
Michel Nguyễn Vǎn Thiện, Provinz Vietnam, 25. März 2011
Rudolf Matuszek, Provinz St. Clemens (Köln); 25. März 2011
Wilhelm Schulte, Provinz St. Clemens (Köln); 25. März 2011

50-jähriges Priesterjubiläum:
Eduardo Arturo Meléndez Bandi, Provinz Buenos Aires, 18. März 2011
Antonio Napoletano, Provinz Neapel, 19. März 2011
David Clancy, Vizeprovinz Manila, 19. März 2011
Bonifacio Flordeliza, Vizeprovinz Manila, 19. März 2011

25-jähriges Priesterjubiläum:
Darci José Nicioli, Provinz São Paulo, 9. März 2011

Inhaltsverzeichnis

Übersetzer: Hans Schermann, C.Ss.R., Provinz Wien; Marco Limberger, C.Ss.R., Provinz St. Clemens.

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