S C A L A

 

Unser Leben geben für die Erlösung in Fülle

 

 Info-Service der Redemptoristen                                                 Nummer 13

Newsletter der Kongregation des Heiligsten Erlösers
Rom, Italien
16. Jänner 2006

Aus der Redaktion

Ich hatte gerade die Idee, euch allen „ein glückliches neues Jahr“ zu wünschen, als oberflächlich und banal verworfen, da las ich den Beitrag von Sean Wales für In Spiritu Redemptionis für diesen Monat. Er zeigt uns eine „neue“, ansprechende Art, den Beginn des neuen Jahres zu begehen. Darum: Frohes Lesen und ein glückliches neues Jahr!

In dieser Ausgabe von SCALA bringen wir eine Statistik über unsere Mitgliederzahlen auf der ganzen Welt. Aber ich mache darauf aufmerksam, dass diese Zahlen nicht immer Auskunft über die missionarische Dynamik des „neuen Sauerteigs“ geben, der in vielen Teilen der Kongregation im Entstehen ist. Dafür haben die Oberen, die im vergangenen Monat hier in Rom auf Besuch waren, Zeugnis abgelegt, und das bezeugen auch die Berichte, die im Laufe des Jahres in diesem Newsletter erscheinen.

Gegen Jahresende 2005 war im Generalatshaus allerhand los. Zum einen waren die vorhin erwähnten Oberen im Haus und nahmen an einer Einführungswoche über ihre Verpflichtungen als Amtsträger teil, und zum anderen feierten wir 150 Jahre Generalatshaus. Dieser Anlass wurde am Nachmittag mit Festvorträgen begangen. Die Patres Adam Owczarski und Jean Beco vom Historischen Institut führten in der „Aula Magna“ der Alfonsianischen Akademie durch die Geschichte des Hauses und P. Antonio Marrazzo sprach über die baulichen Veränderungen im Laufe der Jahre. Der Abend klang mit einem Wortgottesdienst aus, in dem die Verpflichtungen verlängert wurden. Bei der Festmesse am nächsten Tag wurde P. Darci Nicioli, der Nachfolger von P. Sergio Campara, in sein Amt als Rektor des Generalatshauses eingeführt. Anschließend gab es ein festliches Abendessen. Einige Bilder von diesen Ereignissen sind im Bildteil zu sehen.

Ich möchte P. Campara recht herzlich dafür danken, dass er SCALA seine Zeit so großzügig für Übersetzungen vom Englischen ins Italienische zur Verfügung gestellt hat. Jetzt brauchen wir dringend einen Ersatz. Wenn Du also VOM Englischen, Spanischen oder Portugiesischen INS Italienische übersetzen kannst und auch helfen willst, melde Dich bitte bei mir per GaryZ@cssr.com.

Gnade und Erlösung für euch alle!
Gary Ziuraitis C.Ss.R.

 


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Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen in den Officialia Officialia

Ewige Profess:
Francisco Javier Caballero Ávila, Provinz Madrid, 8. Dezember 2005

Priesterweihen:
Barthélemy Nguyen Dinh Phuoc, Provinz Vietnam, 11. November 2005
Dominique Pham Manh Niem, Provinz Vietnam, 11. November 2005
Joseph Dinh Huu Thoai, Provinz Vietnam, 7. Dezember 2005
Alphonse Dinh Khac Phu, Provinz Vietnam, 7. Dezember 2005
Pierre Dinh Quoc Thai Binh, Provinz Vietnam, 7. Dezember 2005
Joseph Dinh Tien Duc, Provinz Vietnam, 7. Dezember 2005
Michel Hoang Qui An, Provinz Vietnam, 7. Dezember 2005
Joseph Huynh Thanh Thien, Provinz Vietnam, 7. Dezember 2005
Jean Baptiste Mai Minh Manh, Provinz Vietnam, 7. Dezember 2005
Jean Baptiste Nguyen Cong Duyet, Provinz Vietnam, 7. Dezember 2005
Joseph Nguyen Hoang Son, Provinz Vietnam, 7. Dezember 2005

Jubilare, 50 Jahre Profess:
Elio da Silva Athayde, Provinz Rio de Janeiro, 25. Januar 2006
Dalton Barros de Almeida, Provinz Rio de Janeiro, 25. Januar 2006
Mauro Carvalhais de Oliveira, Provinz Rio de Janeiro, 25. Januar 2006
João Egg de Rezende, Provinz Rio de Janeiro, 25. Januar 2006
José Raimundo Vidigal, Provinz Rio de Janeiro, 25. Januar 2006

Jubilare, 50 Priester:
Roberto Alves Escudeiro, Provinz São Paulo, 25. Januar 2006
Aloysio Schneider, Provinz São Paulo, 25. Januar 2006
Oscar Clemente Schneider, Provinz São Paulo, 25. Januar 2006
Francisco Viana Pires, Provinz São Paulo, 25. Januar 2006

Jubilare, 25 Jahre Profess:
Carlos Roberto Bolaños Aguilera, Vizeprovinz San Salvador, 6. Januar 2006
Walter Eduardo Hidalgo García, Vizeprovinz San Salvador, 6. Januar 2006
Mainor Sandoval Vargas, Vizeprovinz San Salvador, 6. Januar 2006
Ramiro Bustamante Trujillo, Provinz Bogotá, 6. Januar 2006
Alvaro Carvajal Villamizar, Provinz Bogotá, 6. Januar 2006
José Over Gallego Londoño, Provinz Bogotá, 6. Januar 2006
Pedro Pablo Zamora Andrade, Provinz Bogotá, 6. Januar 2006
John Hodgson, Provinz Canberra, 6. Januar 2006

Jubilare, 25 Jahre Profess:
Michael Jakmets, Provinz Lviv, 2. Januar 2006
Duncan Adrian Blackie, Provinz London, 24. Januar 2006

Unsere Verstorbenen:
P. Julio Rodríguez Carrera, 78, Vizeprovinz San Salvador, 3. März 2000
P. Robert Winkel, 89, Provinz Strassburg, 17. November 2005
Br. Hugh (Jerome) Murray, 99, Provinz Dublin, 25. November 2005
Bro. Robert Joseph (Don Bosco) Brown, 82, Provinz Denver 30. November 2005
P. Stefan Hartmann, 91, Provinz Vienna, 6. Dezember 2005
P. Fernando Albertini, 92, Provinz São Paulo,12. Dezember 2005
P. Maurice Létourneau, 98, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 20. Dezember 2005
Br. Alfons Aebischer, 88, Provinz St. Clemens/Region Schweiz, 25. Dezember 2005

Aufhebung von Häusern:
St. Cecilia in der Stadt New York, Provinz Baltimore, 15. Dezember 2005
Kloster Geistingen in Hennef, Deutschland, Provinz St. Clemens, 8. Januar 2006.

 Inhaltsverzeichnis

Nachrichten von den Provinzen

Gespräch mit Dom Joercio Goncalves Periera, C.SS.R.
Frisch ernannter Weihbischof von Coari, Amazonas, Brasilien
Domingo Ferreira, CSSR

Während den Feierlichkeiten zum Jubiläum 150 Jahre Generalat in Rom war dort auch Pater Joercia Pereira Gancalves, bisher Rektor am nationalen Wallfahrtsort Unserer Lieben Frau von Aparecida, auf Besuch in Rom. Er ist neulich zum Weihbischof von Coari im Gebiet Amazonas ernannt worden. So fragten wir ihn, wie er diese wichtige Veränderung sehe.

Pe Joercio wurde in Virginia, Staat Minas Gerais, geboren und trat 1965 in die Kongregation ein. Nach seiner Priesterweihe arbeitete er am Wallfahrtsort Aparecida und im Seminar. An der Universität Gregoriana studierte er im Hauptfach Spiritualität. Er war auch in wichtigen Ämtern der Provinz São Paulo, unter anderen als Provinzkonsultor.

SCALA: Pater Joercio, Sie waren am grössten Wallfahrtsort von Brasilien, an einem der grössten von der ganzen Welt, tätig. Ein sehr wichtiges Werk der Glaubensverkündigung geschieht hier. Was bedeutet es für Sie, eine so wichtige Arbeit aufzugeben und künftig in einer fernen Diözese zu wirken, die so weit weg liegt und so ganz anders ist als die Gegebenheiten von São Paulo?

Pe Joercio: Es ist schon so, dass jährlich etwa 8 Millionen Pilger zu Brasiliens grösstem Zentrum der Verkündigung des Evangelium strömen. Dazu verfügen wir in Aparecida über Radio und sogar Fernsehen um die Frohe Botschaft über ganz Brasilien auszustrahlen. Der Wallfahrtsort ist eine riesige Schule. Unsere Liebe Frau ist eine grosse Lehrerin, und ich lernte viel von den Pilgern. Ich denke, dass mir das nun zugute kommt in meinem neuen Amt. Die Prälatur Coari ist auch ein Feld das dem Charisma der Redemptoristen entspricht, denn wir haben dort einen Redemptoristen als Bischof und Mitglieder unserer Vizeprovinz Manaus. Ich werde also nicht allein sein, und es ist für mich ein Trost, dass wir miteinander viel tun können für die armen Leute, die dort meistens an den Flüssen leben.

SCALA: Wie sehen Sie die Rolle des brasilianischen Episkopates bei den Verhältnissen der Seelsorge, die in der heutigen Welt immer anspruchsvoller werden?

Pe Joercio: Brasilien geht politisch durch eine schlimme Zeit. Unsere Leute sind unzufrieden mit unserer Regierung und unseren Politikern. Die Kirche hingegen geniesst hohe Glaubwürdigkeit. Unsere Leute trauen der Kirche und den Priestern. Wir haben eine grossartige Schar Bischöfe, die jedes Jahr zusammenkommen, um sich über die Nöte der Menschen zu besinnen. Ein Bischof muss ein guter Hirt sein, eins mit seiner Herde, einhergehend mit ihr; mit anderen Worten, er muss Missionar sein.

SCALA: Es ist zwar eine grosse Anforderung, die Leitung einer bestimmten Diözese zu übernehmen, aber das muss doch auch etwas Erfreuliches an sich haben. Wie empfinden Sie das, und wie waren die Reaktionen ihrer Mitbrüder und anderer Leute, die zu Ihnen stehen?

Pe Joercio: Ich dachte nie daran, Bischof zu werden. Ich war glücklich, Redemptorist zu sein, und das füllte mich aus. Diese Ernennung hat mich überrascht und ein wenig verunsichert; aber ich habe keine Angst. Ich habe sie angenommen als Willen Gottes. Und als Redemptorist will ich der Kirche meine Liebe und Bereitschaft erweisen. Ich will nicht aufhören Redemptorist zu sein. I will ein Bischof sein, der von der Kongregation in die Prälatur Coari geschickt ist. I muss auch sagen, dass diese Ernennung eine grosse Freude ist für meine Familie, wie auch für die Mitbrüder unserer Provinz São Paulo und viele Leute, die mich kennen. Sie begrüssen zwar meine Ernennung, aber bedauern zugleich, dass ich nicht mehr tätig bin am Wallfahrtsort Unserer Lieben Frau von Aparecida.


Der Gute Jesus von Lapa
Salvador, Bahia, Brasilien
Stanislaus Willczek, C.SS.R

Fern von den Grossstädten unseres lieben Brasiliens liegt am Strand des Flusses Francisco eine Stadt, die den Namen Bom Jesus da Lapa trägt. Sie hat etwa 50, 000 Einwohner und ist kaum anders als die anderen Städte der Region.

Die schreckliche Dürre

Der Nordosten Brasiliens leidet unter Arbeitslosigkeit, Armut und besonders langen Dürreperioden. In manchen Jahren muss man acht Monate warten, bis ein Tropfen Regen in dieser Region fällt. Schon aus diesem Grund ist das Leben hier schwer. Darum auch wollen jene Menschen, die ein besseres Leben suchen, nicht länger hier bleiben, sondern so bald als möglich ihre Habe zusammenpacken und aufbrechen, um in Grossstädten wie São Paulo, Rio de Janeiro, Brasilia, Goiania und Salvador Arbeit und bessere Lebensbedingungen zu suchen. Anhaltende Dürre schadet auch den Wegen und Strassen, die nach Bom Jesus da Lapa führen; dann werden die Löcher schlimmer, und der Staub häuft sich an. Reisen wird zur ein Pein.

Die lange Geschichte von Lapa

Die Geschichte von Lapa beginnt mit der Ankunft des portugiesischen Malers Francisco Mondonca Mar. Er stammte aus einer armen Familie, aber wie so mach andere Burschen kam er in die Stadt auf der Suche nach Arbeit. Im Jahr 1688 wurde er angestellt, um das Haus des Gouverneurs von Bahia Matinhas da Cunha zu malen. Trotz Schwierigkeiten und Rückschlägen erfüllte er zwar seinen Auftrag, aber anstatt den verabredeten Lohn zu empfangen wurde er festgenommen und im Gefängnis verwahrt. Dank Gott wandte sich schliesslich alles zum Guten, aber er entschloss sich, die Hauptstadt zu verlassen. Mit Bildern vom gekreuzigten Christus und von Unserer Lieben Frau wanderte er in den inneren Teil von Bahia an den Strand des Flusses San Francisco. Hier fand er eine Grotte , die zu seiner Einsiedelei wurde. So verbrachte er 13 Jahre als Einsiedler und wurde zugleich bei den Indios beliebt. Er sprach ihnen vom Evangelium, nahm sie als Gäste auf und sorgte für die Kranken. Er war ein Mann des Gebetes, der Arbeit und der Nächstenliebe. In der Grotte hielt er Gottesdienste und Gebete. Immer mehr Pilger kamen hierher. Und so besteht seit 314 Jahren dieser Wallfahrtsort vom Guten Jesus, Bom Jesus da Lapa.

Wallfahrten zum Heiligtum des Guten Jesus

Heutzutage kommen das ganze Jahr hindurch Pilger und Touristen zum Wallfahrtsort vom Guten Jesus. Trotz der schlechten oder gefährlichen Wege gelangen sie aus ganz Brasilien zum Heiligtum. Eine gewisse Art und Weise des Pilgerns ist hier üblich geworden. Meistens kommen die Pilger aus einem religiösen Grund: um vor der Statue des Guten Jesus zu beten, die Grotte zu besuchen, an der Hl. Messe teilzunehmen, ein Gelübde zu erfüllen, Gegenstände segnen zu lassen, zu beichten oder an den Fluss hinunterzugehen. Die Pilger selber sind einfache, bescheidene Leute mit viel Glauben und Gottvertrauen. Mit ihrer Einfachheit bewirken sie ein Klima des Gebetes in der Wallfahrtskirche. Bei ihrer Ankunft gehen sie direkt zum Altar des Guten Jesus und manchmal sind sie sehr bewegt, wenn sie beten und ihre „prommessas“ (Versprechen) erfüllen. Mit Tränen in den Augen und buntbebänderten Hüten auf den Köpfen nehmen sie sichtbar ergriffen Abschied und versprechen, nächstes Jahr wieder zu kommen. Tausende von Pilgern strömen herbei zum Hauptfest am 6. August. An diesem Tag und während der vorausgehenden Novene ist die Stadt voll von Pilgern.

50 Jahre Redemptoristen in Lapa

Im Jahr 2006 dürfen die Redemptoristen auf 50 Jahre Wirken an diesem Wallfahrtsort zurückblicken. Lapa ist ein grossartiger Ort für die Verkündigung der Frohen Botschaft, wie sie dem Heiligen Alfons vorschwebte. Die Betreuung der Wallfahrtskirche und der Pfarrei ist Missionsarbeit und wahre Verkündigung, besonders wenn man die sozialen und religiösen Verhältnisse dieser Gegend ernst nimmt. Unsere holländischen Mitbrüder waren die ersten Redemptoristen in dieser Region. Als Nachfolger übernahmen im Jahr 1972 die polischen Redemptoristen der Vizeprovinz Bahia die Verantwortung für die Seelsorge an diesem Ort. Es ist keine leichte Arbeit, weil der Pilgerstrom sehr stark ist. Es kommen jedes Jahr ungefähr 800,000 bis 950,000 Pilger zum Guten Jesus von Lapa.


Statistik jeder Einheit der Kongregation am Ende des Jahres 2005, von links nach rechts die folgenden Kategorien:

Einheit # und Name; Häuser; Bischöfe; Priester ; Ständige Diakone; Klerikerstudenten mit ewigen Gelübden; Klerikerstudenten mit zeitlichen Gelübden; Brüder mit ewigen Gelübden; Brüder mit zeitlichen Gelübden; insgesamt # Redemptoristen; Klerikernovizen, Brüdernovizen, Aspiranten; Theologiestudenten.

 
  C. Prov Case. Vesc.  Sac.  D.P. Ch.P Ch.T Fr.P Fr.T Total N.Ch N.Fr. Asp. Theo

        0000            Gov.  Gen

   1                        
        0058        Korea    3        0   12   0    0   2    1    1    16    2    1    
        0060   Belgique-Sud    3    0    26    0    0    0    8    0    34    0    0    
         0100         Roma    13    0    49    1    0    2    3    1    56    0    0      2
          0101          Pilar    4    0    16    0    0    1    0    0    17    0    0    6    1
          0200         Napoli    17    1    97    0    1    2    10    0   111    0    0    10    4
         0202     Madagascar    5    0    22    0    1    8    0    3    34    0    0    10    17
         0500         Wien    7    0    47    1    0    1    3    0    52    0    0    0    1
         0502     Kobenhavn    3    0    8    0    0    0    0    0    8    0    0    0    0
         0700       Baltimore    27    1   174    0    3    3    14    0   195    0    0    18    5
         0704      Richmond    11    0    39    0    1    0    3    0    43    0    0    2    1

        0705       Asunción

   6    1    31    0    0    1    1    0    34    0    0    8    1
        0706      Caribbean    8    0    18    0    0    1    3    2    24    0    0    0    4
        0800       Munchen    8    0    57    0    0    0    27    1    85    0    0    0    1
        0802     Kagoshima    10    0    17    0    0    0    0    0    17    0    0    0    0
        1100       London    9    0    60    0    0    3    9    0    72    0    0    3    3
        1103      Zimbabwe    2    0    5    0    1    6    2    0    14    4    1    0    9
        1300        Dublin    9    0   127    0    1    4    15    0   147    0    0    1    6
        1304      Fortaleza    10    0    40    0    1    2    0    0    43    0    0    0    3
        1500        Madrid    21    0   151    0    1    6    25    1   184    0    0    18    5
        1502       Caracas    8    0    33    0    0    8    1    1    43    1    0    10    8

        1506
 San  Salvador

   11    0    53    0    1    6    4    6    70    5    0    0    1

         1507
   Perú-Norte

   3    1    18    0    1    4    0    0    24    3    1    0    6

         1600
        Praha

   4    0    17    0    1    4    1    1    24    0    0    0    4
        1603     Bratislava    5    0    29    0    5    4    3    1    42    1    0    2    9
         1604    Michalovce    7    1    30    0    0    4    3    1    39    2    0    4    3
         1700     Warszawa    36    0  334      0    12    25    21   1   393    12   0    37    39
        1701    Resistencia    12    0    36    0    5    11    2    1    55    3    0    0    16
        1702        Bahia    9    1    28    0    1    7    1    0    38    0    0    7    7
       1800     Strasbourg    7    0    32    0    1    0    12    0    45    0    0    0    1

      1900
  Sainte-Anne

   8    0    72    0    0    0    22    0    94    0    0    0    1
       1902       Tokyo    5    0    21    0    0    2    0    1    24    0    0    0    0
        1904
Port-au-Prince
   3    0    16    0    2    15    2    1    36    0    0    0    17
         2100      Canberra    7    0    76    0    0    0    11    0    87    0    1    0    0
        2101       Manila    4    0    21    0    0    8    3    0    32    0    0    64    8
       2102     Aotearoa    4    0    9    0    0    0    6    0    15    0    0    0    0
        2103         Ipoh    5    0    22    0    1    0    5    0    28    1    0    0    2
        2200
 Buenos Aires
   13    1    67    0    4    19    3    1    95    5    0    0    27

        2201
     Perú-Sur

   9    1    32    0    6    21    3    0    63    5    0    13    29

        2300
     São Paulo

   17    4   151    0    5    8    28    2   198    6    0    0    15
        2303        Recife    8    0    26    0    4    6    6    1    43    0    0    0    8
         2400         Quito    8    0    36    0    0    6    3    2    47    0    0    4    6
         2600
Rio de Janeiro
   11    1    49    0    0    5    9    1    65    0    0    26    6

        2800       Bogotá

   23    4   155    1    9    25    20    4   218    7    2    62    28
       3000     Santiago    10    0    38    0    5    6    1    0    50    2    0    3    9
       3100     Yorkton    9    6    20    0    0    0    2    0    28    0    0    0    0
        3300        Lisboa    8    0    43    0    0    0    5    1    49    0    0    2    0
         3301       Luanda    6    1    17    0    3    6    1    0    28    0    0    43    12
         3400       Vietman    14    0   143    3    26    43    15    15   245    15    6   145    61
         3401
 Extra Patrium
   4    0    28    0    1    7    3    2    41    0    0    9    7
         3402     Vietnamiens    o    0    7    0    0    0    1    0    8    0    0    0    0
         3500
   Porto Alegre
   13    1    43    0    1    6    0    0    51    4    0    0    8
        3600       Mexico    12    0    62    0    3    4    4    1    74    1    0    22    8
        3800       Bangalore    24    0    99    0    8    21    3    0    131    0    0    34    33
        3801     Colombo    4    0    15    0    1    3    1    0    20    0    0    8    2
        3802       Akwaye    4    1    41    0    7    31    0    0    80    4    0    0    35
        3803      Mumbai    5    0    28    0    0    1    2    0    31    0    0    21    4
       3900
     San Juan
   10    0    47    0    0    4    3    0    54    1    0    0    6
       4000
  South Africa
   6    1    25    0    0    4    2    0    32    9    0    2    4
       4100
Campo Grande
   15    0    53    0    5    8    3    0    69    6    0    25    14
        4200          Lviv    11    4    58    0    23    28    2    1   116    6    0    0    52

         4300         Goiás

   21    1    62    0    3    13    4    3    86    9    1    0    15
         4400
    Lyon-Paris
   7    0    74    0    0    0    13    0    87    0    0    0    0
        4401  Burkina-Niger    10    1    25    0    1    15    2    2    46    0    0    12    12
        4500       Denver    30    0   176    2    3    10    30    1   222    0    0    0    11
         4501     Manaus    6    2    21    0    1    3    2    0    29    0    0    14    3
        4503      Bangkok    8    1    48    0    10    28    3    3    93    0    0    0    36
        4504       Nigeria    5    0    36    0    14    57    2    1   110    0    0    0   75
       4600
   Edm-Trnto
   11    0    64    1    0    1    8    0    74    0    0    0    0
        4700         Cebu    10    2    60    0    0    7    6    1    76    3    0    35    9
         4800         Bolivia    15    3    46    0    2    16    4    1    72    7    0    16    16
         4900      Indonesia    8    0    54    0    4    35    2    0    95    10    0    26    45
         5001     Vlaanderen    6    0    72    0    0    1    8    0    81    0    0    0    1
        5002     Nederland    4    1    49    0    0    0    17    0    67    0    0    0    0
         5003          Koln    9    0    96    1    0    0    11    0   108    0    0    0    1
         5004       Helvetica    6    0    30    1    0    0    11    0    42    0    0    1    0
         5005        Matadi    12    0    32    0    1    8    1    1    43    0    0    19    8
        5006     Beyrouth    4    0    5    0    0    5    0    1    11    0    0    0    5
      Total   731    42 4076    11   190   601   465   68 5453   134   13  742  806

 

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In Spiritu Redemptionis

In Spiritu Redemptionis
„Neu“
Sean Wales C.Ss.R.

Die Last der Jahre hat uns möglicherweise argwöhnisch gemacht gegen gute Vorsätze für das neue Jahr. Wir stellen vielleicht sogar die Aufrichtigkeit der Neujahrswünsche, die wir einander aussprechen, in Frage. Wir haben vielleicht das Gefühl, dass „wir schon so oft dort gewesen sind“, „schon so oft das getan haben“, dass wir in Bezug auf alles Neue skeptisch geworden sind. Wie Kohelet sind wir vielleicht zum Schluss gekommen:

Was geschehen ist, wird wieder geschehen,
was man getan hat, wird man wieder tun:
Es gibt nichts Neues unter der Sonne (1,9).

Über Jesus hingegen sagt Johannes von Damaskus: „Vollkommen Gott, wurde er vollkommen Mensch und vollbrachte das Neueste vom Neuen, das einzig Neue unter der Sonne.“ Das Neue begründet den Glauben der Christen. Jesus ist der neue Mensch (Eph 2,15), der eine neue Lebensweise einführte. Er kam mit einer neuen Lehre (Mk 1,27), er gab ein neues Gebot (Jo 13,34), er predigte eine neue Lebensweise (Röm 6,4).

Das Neue Testament hat zwei Bezeichnungen für „neu“: neos und koinos. Erstere bedeutet „zeitlich neu“, „jüngst“, mit der Nebenbedeutung „noch unreif“. Letztere bezieht sich auf etwas, das seinem Wesen nach neu und daher besser ist. Schon in Alten Testament wird beträchtliche Energie darauf verwandt, sich nach dem Kommenden auszustrecken, dem Neuen Tempel, das Neue Heilige Land, das Neue Jerusalem. Ezechiel verheißt ein neues Herz und einen neuen Geist (Ez 36,26). Der Alte Bund wurde mit dem Blut von Böcken und Stieren besiegelt, der Neue Bund (Lk 22,20) mit dem Blut Christi. Der Alte Bund wurde auf Steintafel geschrieben, der Neue Bund wird in Herzen aus Fleisch geschrieben.

In seinem zweiten Brief an die Korinther könnte Paulus nicht deutlicher sein: „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: das Alte ist vergangen, Neues ist geworden“ (5,17). Christ-Sein bedeutet neu zu sein, eine neue Schöpfung zu sein. Wir werden neu geboren (Jo 3,5), wir haben ein neues Leben und werden Tag für Tag erneuert (2 Kor 4,16; Kol 3,10; Röm 6,4). Unser Neuer Bund, unser Neues Testament streben nach der Vollendung der neuen Schöpfung im Neuen Jerusalem (Offb 3,12), wo wir ein neues Lied singen werden (Offb 5,9), einen neuen Namen bekommen werden (Offb 2,17) und alles neu sein wird (Offb 21,5). Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden an die Stelle unserer gegenwärtigen Welt treten, und Gott wird alles in allem sein.

Das neue Kalenderjahr erinnert uns daher an das wesentlich Neue unseres Christ-Seins. Wir wissen, dass wir jeden Morgen neu sind, und unseren Weg zu Gott immer neu beginnen können. Die Gewohnheit, am Beginn eines neuen Jahres gute Vorsätze zu machen, erinnert uns an das Neue an unserer Berufung, unser Leben hinzugeben an das Mysterium Gottes in unserem Erlöser Jesus Christus.

Manche Autoren im Neuen Testament sind auf der Hut vor der geistigen Trägheit, die in unser Leben kriechen kann. Paulus schreibt an die Korinther: „Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr ein neuer Teig seid… Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit“ (1 Kor 5, 7, 8). Im neuen Leben in Christus ist kein Platz für die alten Gewohnheiten, die alten Kleider oder die alten Schläuche (Lk 5,36). Alles wird neu. Im Neuen Jahr gibt ist kein Platz für Schal-Gewordenes, Abgestumpftes und Banales. So wie der Zynismus den Geist des Einzelnen auffressen kann, so kann er auch den Geist einer Kommunität zerstören.

Unsere Konstitutionen und Statuten machen kein langes Theater um die Notwendigkeit der „ständigen inneren Erneuerung“ der Einzelnen und der Kommunitäten (Konst. 40). „Ständige Selbsterneuerung“ ist vonnöten in spirituellen, wissenschaftlichen und pastoralen Angelegenheiten. Jeder einzelne Mitbruder sollte für sich überlegen, wie er sich den Sinn für das ständig Neue an seinem Christ- und Redemptorist-Sein erhalten könnte. Wäre es nicht eine gute Sache, den früher so hoch gehaltenen Brauch der „Kasuskonferenzen“ über aktuelle Fragen in unseren Kommunitäten wieder aufzunehmen? Es gäbe genug strittige Fragen in unserem Spezialgebiet, der Moraltheologie, die zum Lesen und Diskutieren anregen würden. Dasselbe trifft auch auf Fragen der Spiritualität, der Liturgie und der geistlichen Begleitung usw. zu.

„Er, der auf dem Thron saß, sprach: ‚Seht, ich mache alle neu’“ (Offb 21,5). Dieser Prozess hat bereits begonnen: im auferstandenen und aufgefahrenen Herrn sitzt der Neue Mensch zur Rechten des Vaters. In seinem Leib, der Kirche, soll dieser Prozess nun vollendet werden. Mögen unsere guten Vorsätze für das Neue Jahr das Kommen des Tages unserer Neuwerdung als Redemptoristen beschleunigen!

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Bildergalerie des Monats (nur online)

1.  50 Jahre Wallfahrtskirche Bom Jesus in Salvador, Bahia (Brasilien).

 2.  Fast eine Million Pilger kommen jährlich nach Bom Jesus.

3.  Das Bild des Gekreuzigten in Bom Jesus.

4.  Die Novizen und ihre Novizenmeister im interprovinziellen Noviziat in Glenview, Illinois (USA). Im Bild: P. Ray Corriveau aus der Provinz Edmonton-Toronto, Dick Delahunty, Exerzitienleiter aus der Provinz Dublin, Tuyen Tran (aus Vietnam) für die Provinz Denver; Daniel Potorochin (aus Sibirien) für die Provinz Dublin; Derek Ryan aus der Provinz Dublin; Fawaz Kako (aus dem Irak) für die Provinz St. Clemens; und Nashin Joseph (aus St. Lucia) für die Provinz Baltimore und P. Gary Lauenstein von der Provinz Denver.

5.  P. Sergio Campara, der scheidende Rektor von Sant’ Alfonso, Rom, gratuliert dem neuen Rektor, Darci Nicioli, nach seiner Amtseinführung.

6.  Prozession aus der Kirche nach dem Gottesdienst anlässlich 150 Jahre Sant’ Alfonso, Rom.

7.  P. General lauscht aufmerksam dem Vortrag P. Antonio Marrazzos über die 150-jährige Geschichte des Generalatshauses.

8.  Die Festtafel bei der 150-Jahr-Feier.

9.  Die Torte für die 150-Jahr-Feier komplett mit Sprühkerzen!

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Redemptoristische Webseite im Brennpunkt

In diesem Monat haben wir die Website der Redemptoristen von Ciorani (Italien) im Brennpunkt: www.ciorani.it

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Berichte aus der Kurie, den Sekretariaten und Komitees

Dritte Sitzung des Generalsekretariates für Ausbildung
Rev. Jacek Dembek, C.SS.R.

Die dritte Sitzung des Generalsekretariates für die Ausbildung fand statt bei unsern Mitbrüdern in New Smyrna Beach, Florida (USA) vom 21. bis 24. November 2005.

Da wurden vor allem die drei folgenden Vorhaben behandelt:

1. Kurse für Ausbildende

Das generelle Programm eines Kurses für Ausbildende wurde in den zwei letzten Sitzungen entwickelt. Der Kurs soll in mehreren Sprachen und Regionen der Kongregation angeboten werden für solche, die schon in der Erstausbildung tätig sind, und solche, die es werden sollen. Der geht über drei Jahre; für jedes Jahr ist ein Kurs von drei Wochen vorgesehen. Das erste Jahr gilt allgemeinen Gesichtspunkten der Ausbildung, ihre Philosophie, Psychologie usw. Das zweite Jahr befasst sich mit Anliegen, die speziell die Redemptoristen herausfordern. Das dritte Jahr erörtert die Geschichte der Redemptoristen, ihre Spiritualität, Traditionen, ihr Brauchtum, ihr Gebet, die heutige Situation der Kongregation usw.

Das Projekt steht vor der Ausführung. Wir hoffen, mit dem ersten Kurs im Jahr 2007 beginnen zu können. Zu gegebener Zeit werden wir Informationen und Einladungen verschicken.

2. Hilfsmittel und Handbuch für Ausbildende

Wir erwogen auch ein Handbuch für Ausbildende. Es soll ein wichtiger, praktischer Begleiter sein als Ergänzung zu den Rationes Formationis . Das erste Hilfsmittel “A Resource Syllabus for Formation for Celibacy” wurde redigiert, diskutiert und gutgeheissen. Es wird nächstens an die Einheiten verschickt. Weitere Hilfsmittel wurden vorgeschlagen (zum Beispiel ein System, um Kandidaten in den verschiedenen Stadien der Ausbildung zu beurteilen). Darüber werden wir in unserer nächsten Sitzung befinden.

3. Bewertungsmassstäbe

Zwei wichtige Texte wurden verfasst und besprochen.

“An instrument for the evaluation of Rationes Formationis” soll zunächst dem Sekretariat und dann dem Generalrat helfen, die Rationes der (Vize)Provinzen und der Regionen zu beurteilen (und gutzuheissen). Wir werden dieses Schreiben jenen Einheiten zustellen, die ihre Rationes noch nicht verabschiedet haben. Es soll ihnen helfen.

“Questionnaire on the State of Formation in the Province” dient der Generalleitung, um das Vorgehen bei der Vorbereitung der Provinzvisitationen zu bestimmen und die Gespräche mit Provinzräten und Sekretariaten für Ausbildung zu lenken. Es kann den Einheiten auch helfen, den Stand ihrer Ausbildung nach allgemeinen Kriterien zu beurteilen.

Beide Texte werden dem Generalrat zur Erörterung und Gutheißung vorgelegt.

Es wurden noch andere Anliegen besprochen: die interprovinziale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Ausbildung innerhalb der Regionen der Kongregation; finanzielle Unterstützung im Sektor Ausbildung; Ausbildung für Partnerschaft in der Mission; eine Webseite usw. Ein Brief an die Höheren Oberen ist in Vorbereitung und wird nächstens mit den oben erwähnten Schreiben zugestellt.

Die nächste Sitzung ist in Rom vom 30. Mai bis 2. Juni 2006.

Die Mitglieder des Sekretariates sprechen der Leitung der Vizeprovinz Richmond und der Kommunität von New Smyrna Beach FL ihren tiefen Dank aus für die wunderbare Gastfreundschaft, Brüderlichkeit und Inspiration, die sie erfahren durften..


Erste Versammlung der philippinischen Laienmissionare
Philippinen
Geraldino Loyola

In meiner Eigenschaft als Koordinator der Laien-Redemptoristen der Vizeprovinz Manila und der Provinz Cebu für die erste Nationalversammlung der philippinischen Laienmissionare im Holy Family Retreat House (etwa: „Exerzitienhaus Heilige Familie“), Nivel Hills, Lahug, Cebu City, vom 30. November bis 4. Dezember 2005, möchte ich über einige für den Leser vielleicht interessante Highlights berichten. Ganz allgemein gesagt, war diese Versammlung für mich ein wichtiger Meilenstein für die Verstärkung der Zusammenarbeit unter den philippinischen Laienmissionaren. Ich erlebte auch unsere aufrichtige Suche nach einem tieferen Selbstverständnis im Rahmen einer sich mehr und mehr inkulturierenden Kirche, einer Kirche, die sich stark ausbreitet, alle Menschen umfassen und sich ihnen mitteilen will.

Im Januar oder Februar 2006 wird eine Broschüre mit dem Verzeichnis der verschiedenen anwesenden Laiengruppen herauskommen, ebenso die Niederschrift aller Vorträge, der Diskussionen und Berichte und ein Wort über die Zukunftsaussichten der Laienmissionare. Ich möchte hier nur einige Punkte herausheben, die in meinen Augen sowohl für Laien-Redemptoristen als auch für Redemptoristen mit Profess von Interesse sein könnten.

Der Titel der Versammlung lautete:

„Berufung und Herausforderungen der Laienmission in der heutigen Welt“.

Die Ziele waren:

1. Austausch über gemeinsame theologisch-pastorale Erkenntnisse und Herausforderungen der Mission und Evangelisierung im dritten Millennium.
2. Ermöglichung des Aufbaus eines ständigen Netzwerks für die Laienmissionare, um das Engagement der Laien auf den Philippinen und in anderen Ländern zu fördern.
3. Herausgabe eines Verzeichnisses der philippinischen Laienmissionare.

Teilnehmer an der Versammlung waren: die Kolumban Laienmissionare; Ehepaare für Christus; die Laienmissionare von El Shaddai; die Laienmitarbeiter der Franziskanischen Missionare Mariens; die Laienmissionare Mariens; die Laienmissionare der Schwestern vom Unbeflekten Herzen Mariens; die Katholische Laienmission der Philippinen und die Laienmissionare der Redemptoristen. Wir waren mit dem Personal der Philippinischen Missionsgesellschaft insgesamt 150 Personen. Die Leitung lag in der Hand von Msgr. Gilbert Garcera. Die größte Gruppe kam von der Katholischen Laienmission der Philippinen (über 50 Vertreter), und die zweitgrößte Gruppe waren die Laienmissionare der Redemptoristen (41 Vertreter).

Msgr. Garcera berichtete über die Ergebnisse einer Erhebung über die philippinischen Laienmissionare ein paar Monate vor Beginn der Versammlung. Sie sind sehr erfreulich und berechtigen zu großen Hoffnungen. Die philippinischen Laienmissionare z.B. verpflichten sich, bis zu zwanzig Jahre für ihre Sendung tätig zu sein, die kürzeste Verpflichtung beträgt fünf Jahre, was noch immer ziemlich viel ist. Die Frage nach der Motivation wird vom überwiegenden Teil mit „Berufung“ beantwortet, was bedeutet, dass die Menschen aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen mit Gott Laienmissionare werden. An zweiter Stelle stehen „spirituelle Motive“, d.h. weil sie in der Missionsarbeit Sinn und Erfüllung ihres Lebens zu finden hoffen. An dritter Stelle werden „soziale Motive“ genannt, womit sie meinen, dass sie einfach den Menschen dienen und mit ihnen glücklich sein wollen. Die Frage, was sie ihrem Beruf treu bleiben lässt, wird an erster Stelle mit „das Mittun der Leute“ beantwortet und an zweiter Stelle mit „das Mittun der Priester und Bischöfe“. Altersmäßig sind unsere Laienmissionare sehr jung: sie sind zwischen 30 und 40 Jahre alt. 95% halten Missionen auf den Philippinen und nur 5% im Ausland.

Der erste Referent war Herr Stephen G. Borja. Er sprach über die Bedeutung der Jugend. Er betonte, dass die Jugend wohl die Zukunft des Volkes genannt wird, aber schon heute eine wichtige Rolle spielt und nicht erst in der Zukunft. Die Kirche braucht ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Risikofreudigkeit und ihre Offenheit für alles Neue zu ihrer ständigen Erneuerung. Die Jugend auszuschließen würde für die Kirche bedeuten, ihre Chancen auf Weiterentwicklung zu vergeben.

Als nächste referierte Frau Asuncion A Muro über die missionarische Besonderheit der Frauen. Ihre Fähigkeit, Leben zu schenken und zu nähren, qualifiziert sie in hohem Maße, zur Bildung von Gemeinschaften beizutragen. Ihr Referat war jedoch ein wenig zu ungenau, da es die vielen Probleme, denen die Frauen von heute gegenüberstehen, unerwähnt ließ.

Frau Juvelyn V. Gumal-in erzählte von ihrer Arbeit unter der eingeborenen Bevölkerung und zeigte überzeugend auf, wie die Inkulturation und der interreligiöse Dialog geschehen können, damit sie fruchtbar werden und uns Christen und jene, die nicht unseren Glauben haben, bereichern. Sie selber ist auch ein gutes Beispiel für Laien, die einfach die Initiative ergreifen, und im Rahmen ihrer Möglichkeiten im Sinne der Kirche tätig sind, und nicht erst auf die kirchliche Führung warten.

Frau Lavenia C. Panopio, eine Laienmissionarin der Redemptoristen aus der Vizeprovinz Manila, referierte über die Probleme der Armen in der Stadt. Sie war die einzige, die die Armut mit dem Problem der Ungerechtigkeit in Verbindung brachte. Es war ein ausgezeichnetes Referat, das allgemeine Anerkennung fand.

Die beiden letzten Referenten, Herr Rimando Alarde und Frau Annie V. Budiongan gaben uns einen guten Einblick in die Methoden der Abhaltung von Missionen im Ausland. Sie betonten, dass es Missionen auch ohne die ausdrückliche Verkündigung des Evangeliums gäbe, nämlich durch das Zeugnis des Lebens, etwa dort, wo die muslimische Bevölkerung in der Mehrheit ist. Frau Annie ging speziell auf die „neuen Armen“, die Migranten, ein.

Schließlich möchte ich noch auf die Zusammenfassung aller Referate durch P. James H. Kroeger M.M. eingehen. Er ist der Präsident der Vereinigung der Katholischen Missiologen der Philippinen. Er sprach über die neun Schritte zur Erneuerung der Mission und betonte gleich am Anfang, dass wir heute nicht so weit wären, ja dass eine Versammlung wie diese undenkbar wäre, wenn es nicht das 2. Vatikanische Konzil gegeben hätte.

Der erste Schritt besteht nach P. James darin, dass man die Evangelisierung als einheitliches Ganzes sieht, und dazu gehören folgende fünf charakteristische Merkmale: 1) Zeugnis des Lebens; 2) Engagement für die soziale Entwicklung und Befreiung des Menschen; 3) Liturgie, Gebet und Betrachtung; 4) interreligiöser Dialog; 5) Verkündigung und Katechese.

Der zweite Schritt ist die Vertretung der Überzeugung, dass alle Menschen das Heil erlangen können. Wer seinem Gewissen folgt, kann gerettet werden.

Der dritte Schritt ist darin zu suchen, dass die Kirche ihrem Wesen nach missionarisch ist.

Der vierte Schritt besteht in der Einsicht, dass die Verantwortung für die Mission bei den Ortskirchen liegt. „Das handelnde Subjekt der Mission ist die Ortskirche, die in Verbindung mit der Gesamtkirche lebt und handelt“ (FABC V:3.3.1).

Der fünfte Schritt ist die Betonung der Kultur im Prozess der Evangelisierung. Indem wir hinausgehen (ad extra), bringen wir das Evangelium, unseren Glauben und unsere Kirche zu anderen Völkern, Kulturen und Religionen, um sie zu bereichern. Indem wir in sie hineingehen (ad intra), werden unser Evangelium, unser Glaube und unsere Kirche ihrerseits bereichert durch andere Völker, Religionen und Kulturen.

Der sechste Schritt ist die Betonung der Teilnahme der Laien an der missionarischen Berufung der Kirche. Dieser Gedanke ist aus der Gnadenlehre genommen, derzufolge wir alle als Jünger gleich sind.

Der siebente Schritt ist die Anerkennung des zutiefst missionarischen Wesens des Priestertums.

Der achte Schritt ist die Betonung des interreligiösen Dialogs als wesentliche Dimension der Evangelisierung.

Der neunte Schritt ist ein neues Eingehen auf die Grundlagen der Missionstheologie. Das erfordert ein neues Verständnis der Christologie, der Reich-Gottes-Theologie und des Heiligen Geistes.

Am Schluss betonte P. Kroeger, dass das 2. Vatikanische Konzil in der heutigen globalisierten Welt noch immer höchst aktuell ist.

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