S C A L A

 

Unser Leben geben für die Erlösung in Fülle

 

 Info-Service der Redemptoristen                                                 Nummer 28

Rom, Italien
16. Juni 2007

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AUS DER REDAKTION

NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN
Die Vizeprovinz Manaus
Schnelles Wachsen der Region Nigeria
Sozialhilfe in Nigeria
Neue Kirche für Kemerov, Russland

VATIKAN UND REDEMPTORISTEN
Theologendokument zum Heil ungetauft Verstorbener
Bischof Baseoto hat aus Altersgründen demissioniert

ANKÜNDIGUNGEN
Orbis 2006

TÄTIGKEITEN DES GENERALATES
Pater General an der Generalversammlung UISG in Rom
Pater General schreibt an die Kongregation

BILDERGALERIE
Fotos von Redemptoristen aus aller Welt

WEBSITES/VIDEOS IM BRENNPUNKT
Video Clips vom Heiligen Vater bei den Redemptoristen am Wallfahrtsort Aparecida (Portugiesisch mit englischem Kommentar)

LEBENSWENDEN
Professfeiern, Priesterweihen, Jubiläen, Unsere Verstorbenen


AUS DER REDAKTION

Diese Nummer von SCALA berichtet von neuer missionarischer Dynamik der Redemptoristen. Wir haben auch Bilder vom Papstbesuch in Brasilien und einen Bericht über unser Missionswerk in Amazonien. Ich staunte über den Gegensatz zwischen den Bildern der wunderbaren Wallfahrtskirche in Aparecida, wo Papst und Bischöfe sich einfanden, und dem verborgenen, harten, beharrlichen Einsatz unserer Mitbrüder an den Ufern des Amazonas: im selben Land, zwei ganz verschiedene Apostolate und Umfelder.

Wir schildern auch das rasche Wachsen der Region Nigeria. Sogar innerhalb der Region sind die Verhältnisse von einer Gründung zur anderen sehr verschieden. Wer wagt den geistigen und körperlichen Sprung vom neu gebauten Seminar in Ibadan und den vielversprechenden Seminaristen zur trostlosen Stadt mit den total verarmten und hilflosen Menschen im verlassenen Iva Valley? - Redemptoristen wagen ihn!

Diesen Nachrichten folgen Fotos vom Kirchenbau in Kemerov, Sibirien. Redemptoristen befinden sich unter allen Breitengraden: vom heissen Dschungel am Äquator in Amazonien bis zur eiskalten Tundra im Norden Sibiriens.

Diese drei Beispiele stehen für unsere weltweite missionarische Dynamik, denn wir haben viele weitere teils auffallende, teils verborgene Arbeitsgebiete. Je nach geographischer Lage, Temperatur, Kultur und Sprache können die Verhältnisse sehr verschieden sein, aber das hindert die Redemptoristen nicht, den Verlassenen die Frohe Botschaft zu bringen.

Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

Inhaltsverzeichnis 


NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN

Brasilien
Vizeprovinz Manaus
Joseph Butz C.Ss.R.

Im Jahr 1943 wurde die damalige Provinz (heute Provinz Denver) von der Generalleitung gebeten, eine Mission im Regenwald Amazoniens zu gründen. Die Redemptoristen hatten somit unter anderem die Aufgabe, in der Prälatur Coari, die sich über das Gebiet ab Manaus aufwärts dem Fluss Amazonas entlang erstreckt, zu arbeiten.

Als sie eintrafen, war im ganzen Gebiet ein einziger Priester aus Deutschland tätig. Unser Auftrag war, lebendige Kirche aufzubauen unter den verlassenen Menschen, die an den Ufern der Flüsse und Seen in diesem Urwald, wo eine feuchte Hitze herrscht, lebten. Seither haben sich viele junge Redemptoristen, Priester und Brüder, bereit erklärt, hier trotz Hitze, Feuchtigkeit und Insekten ihr Bestes zu leisten. Die meisten litten unter Malaria und/oder Hepatitis. Manche starben hier und wurden hier begraben. Andere kehrten in die Staaten zurück oder begaben sich in ein anderes Missionsgebiet. Aber das Werk geht hier weiter.
 
Die Menschen am Amazonasstrom leben in kleinen Siedlungen, die weit voneinander entfernt sind. Manche sehen den Priester nur einmal in zehn Jahren. Das sind die ärmsten der Armen, versteckt im Urwald an entfernten Nebenflüssen. Die Leute, die wir betreuen, leben von ihrem Erwerb: sie verkaufen Bananen, Fische, Gummi, Jute usw. und kaufen Kleider, Schuhe, Öl für ihre Lampen oder Benzin für ihren Bootsmotor (sofern sie glücklicherweise einen solchen besitzen). Sie ernähren sich vom Fisch, den sie selber fangen, sowie von Mandioca und allerlei Früchten, die sie im Dschungel sammeln. Sie gehen auf die Jagd und züchten Hühner und Schweine. Die Besseren haben sogar eine oder zwei Kühe.

Boote sind die einzigen Verkehrsmittel. Die Dörfer Coari, Manacapuru und Codajás bildeten die ersten Pfarreien und wurden zu Stützpunkten der Evangelisierung. Von hier aus begeben sich unsere Missionare auf dem Fluss zu allen Siedlungen in ihrer Reichweite. Diese Reisen heissen "visitas pastorais às rurais." Gemeint sind “Besuche der Seelsorger bei der ländlichen Bevölkerung".
 
Als Begleitung nimmt der Priester meistens eine Missionsschwester und einen Katecheten mit, aber auch jemanden, der etwas versteht von Krankenpflege und eventuell jemanden, der in der den Dorfbewohnern Anleitungen geben kann. Vorausgesetzt ist immer der Steuermann des Bootes, denn er kennt die Sandbänke im Fluss. Es kann passieren, dass wir auffahren und stecken bleiben!

Immer wieder muss man beschädigte Boote reparieren, weil Holzstämme im Amazonas daherschwimmen, und die Boote leck werden. Die fünf Personen müssen auf diesen Besuchen jeden Tag verpflegt werden. Zu ihrem Trinkwasser und ihrem Vorrat erhalten die Besucher in den Dörfern freundlicher Weise auch Fisch, oder sogar ein Hähnchen oder Jagdbeute.

Den Gemeindeleitern hinterlassen die Missionare Bibeln, Katechismen, Liederbücher usw. zum Gebrauch bis zum nächsten Besuch in sechs oder mehr Monaten.

Dringend war vieles. Am Anfang konnten 80% der Bevölkerung weder lesen noch schreiben. Man war sehr besorgt um die Gesundheit und die Schulung der Leute. Man baute und führte kleine Kliniken und Schulen. Dann richtete man in allen Dörfern Ziegeleien und Sägereien ein. Während das in den Dörfern geschah, widmeten sich die Missionare in den Pfarreien ganz der Seelsorge durch Verkündigung und Sakramentenspendung.
 
All das setzte grosse finanzielle Unterstützung aus den Vereinigten Staaten voraus. Die amerikanischen Katholiken trugen die Mission in Amazonien. In den siebzig Jahren hat sich vieles verändert. Als die Redemptoristen 1943 begannen, lebten 85% der Bevölkerung auf dem Land, heute hingegen leben 82% unter städtischen Verhältnissen. Auf dem Land sind nun weniger als 20%, und zwar verlassener als je zuvor. Die Politik setzt sich ein für die Stadtbevölkerung, die besser geschult und ansprechbar ist. Die anderen sind sich selbst überlassen.

Die Mission der Redemptoristen hat nun folgende Anliegen:

Da wir immer mehr Nachwuchs an Redemptoristen haben, brauchen wir Geld für deren Ausbildung, Kleidung, Nahrung und ärztliche Behandlung. Wir haben 20 junge Redemptoristen in unserem Seminar. Die Spesen für einen Studenten belaufen sich pro Monat auf $500. Das macht $15,000 pro Monat. Die Provinz Denver trägt dazu 75% bei. Der Rest kommt von Spendern aus den Vereinigten Staaten, aber auch aus der Pfarrei der Redemptoristen Unserer Lieben Frau in Manaus.
 
Wir widmen uns auch der Ausbildung hiesiger Priester, damit ein Klerus vom Ort künftig die katholischen Gemeinden betreuen kann. Im Jahr 1960 waren wir 50 amerikanische Priester, heute nur noch 9. Zum Glück haben wir nun 18 Brasilianische Redemptoristen , um weiterzufahren. In all diesen Jahren wurden drei Amerikaner und zwei Brasilianer zu Missionsbischöfen ernannt. Die Gläubigen nahmen ihre Mitverantwortung für die Verkündigung wahr und unterstützen nun ihre Kirche. Die meisten Ausgaben in den Pfarreien werden von den Gläubigen an Ort beglichen. Die Redemptoristen helfen auch unserem neuen brasilianischen Bischof, Dom Joercio Goncalves, Diözesanpriester für die Prälatur Coari auszubilden. Zur Zeit hat Dom Joercio 5 Priester und 17 Seminaristen. So ist man hoffnungsvoll. Dom Joercio erhält auch Unterstützung aus der Provinz Denver für seine Seminaristen.
 
Die Redemptoristen fahren immer noch mit Booten auf den Flüssen und Seen Amazoniens. Das sind schwere Belastungen für unsere Pfarreien. Die Pfarrei Coari allein hat 196 kleine Gemeinden im Dschungel zu besuchen. Dazu gibt es bis heute keine Strassen, nur Wasserwege. Jede Siedlung kann bei den grossen Distanzen und dem Zeitaufwand nur zweimal im Jahr besucht werden. Die Spesen für diese Besuche belaufen sich auf $3,500 pro Monat, und zwar für die Reparaturen am Boot, den Treibstoff, das Material für die Katecheten und die Besoldung der Laienkatecheten.

Weil der Wasserstand auf dem Strom jedes Halbjahr um 10 Meter steigt oder sinkt, können manche Siedlungen nur im Zeitraum niedrigen Wassers erreicht werden, aber stets bleiben wir über Radio mit den betroffenen Gemeinden in Verbindung. Unsere Radiostation in Coari hat eine Reichweite von 250 Meilen. Diese Station und unser Lokalfernsehen kosten uns schrecklich viel Geld. Wenn wir das Apostolat über Radio und Fernsehen weiterführen wollen, sind wir auf neue Geldquellen angewiesen. Die Bischöfe und die Ordensgesellschaften wollen, dass wir weiterfahren, können uns aber finanziell nicht helfen!

Die Pfarreien können ihren normalen Aufwand selber bestreiten. Aber wir benötigen Unterstützung für die Seelsorge bei den entfernten Uferbewohnern. Es ist dringend notwendig, mehr Stellen für die Ausbildung und Begleitung lokaler Laienhelfer zu schaffen. Obwohl wir weniger Priester haben, hat sich das Missionswerk durch die Ausbildungskurse für Laienhelfer weiterentwickelt.

Bruder Leo Patin, C.Ss.R. leitet seit 15 Jahren die Handelsschule St. Gerard für junge Behinderte der Stadt Coari. An dieser Schule lernen die Jungen Handel, Kunst, Musik, Kochen und Gesundheitspflege. Bruder Leo braucht monatlich $5,500 für diesen Schulbetrieb.

All das erfordert Spenden von grosszügigen Wohltätern. Wir werden hier in Brasilien ständig vom Herrn gesegnet. Überzeugte Christen spenden mit Freude für Jesus Christus. Wir sind immer noch hier dank so vieler freigebiger Spender aus aller Welt.

Inhaltsverzeichnis 

Region Nigeria
Rasche Entwicklung
Bill Cleary C.Ss.R.

 
Vorbemerkung: Wir haben alle schon gehört und gelesen vom "Plan Afrika". Dessen Sinn ist ersichtlich am Beispiel der raschen Entwicklung in der Region Nigeria: ein Vorbild und Anlass zu grosser Hoffnung.
 

Es folgt die Beschreibung unserer Neugründungen in der Region Nigeria:

HOFBAUER HOUSE:  ( Im Bezirk Bodeja im Raum Ibadan) Hier ist der Sitz des Regionsoberen, ein Zweifamilienhaus in Ibadan - nahe bei den Wohnungen, die wir für unsere Studenten mieteten. Wir sind die Besitzer und benützen es momentan für die Bedürfnisse unserer Region. Wir können es sehr gut verkaufen, sobald wir dazu geneigt sind.  Zur Zeit sind nur drei Patres hier: Der Regionsobere, der Regionsökonom und der Verantwortliche für Berufungspastoral.  Es sind 6 Zimmer zur Verfügung, wobei der Regionsobere sein Zimmer und sein Büro hinter dem Haupttrakt hat.
 
REDEEMER HOUSE: Hier wohnen die Studenten. Dieses Haus ist 8 Kilometer von Ibadan entfernt, an der Ile-Ife road.  Da besitzen wir eine Fläche von 52 Akre.  Am hinteren Ende der Liegenschaft steht das Liguorihaus (siehe nächsten Abschnitt). Zur Zeit haben wir 55 Studenten - Philosophen und Theologen).  Hier wohnen auch zwei Missionare und der Rektor der Pfarrei (siehe den Beitrag über ST. MALUMBA).  Auch drei Ausbildende sind hier, sowie Bruder Simeon, unser Bibliothekar.  Wir haben auch 17 Zimmer im Haus der Theologie, und Teilnehmer an Exerzitien im Liguorihaus können hier wohnen. Die beiden Einrichtungen sind wie zwei Wohnblöcke.
 
LIGUORI HOUSE:  Das ist das Haus des Noviziates, wo auch die Kandidaten vor dem Noviziat beisammen sind - und wo auch Exerzitienkurse stattfinden. P. Doran ist der Obere und leitet die Exerzitien. Bruder Bonifaz ist vollamtlich für die Exerzitien tätig.  P. Anayo ist verantwortlich für die Noviziatskandidaten (nächstens wird er in die USA zurückkehren, und P. Godfrey Udeh wird ihn hier ersetzen).  P. Noel Eshikena ist Novizenmeister, und P. Thiele ist sein Assistent.  Bruder Vincent Ehugbo führt die Buchhaltung. Ein Student macht sein Pastoraljahr und arbeitet in den Aussenstationen der Pfarrei St. Malumba. (Wir arbeiten seit zwei Jahren in diesen kleinen Dörfern, wo jeweils etwa 75 bis 80 Personen sind.  Insgesamt sind 7 solche Dörflein entlang der Hauptstrasse, einige sind 2 bis fünf Meilen von der Hauptstrasse entfernt.)
 
SATELLITE TOWN:  Das ist die Pfarrei, die wir 1987 in Lagos übernommen haben - unsere erste Gründung.  Sie wurde zu einer riesigen Pfarrei mit fünf Priestern und zwei mithelfenden Seminaristen. Die Kirche umfasst 5000 Plätze. Sie finanziert sich selber (wie alle unsere Pfarreien es müssen) und unterstützt sehr stark andere Gründungen der Redemptoristen. Dazu gehören Aussenstationen, von denen viele die Grösse einer normalen Pfarrei haben - aber arm oder unterentwickelt sind.
 
ALABA:  Diese Pfarrei ist von der grossen Pfarrei in Satellite Town abgetrennt worden. Die Ortschaft ist vor allem ein grosser internationaler Marktplatz. Hier steht eine neue Kirche, die fast fertig gebaut ist und 3000 Plätze haben soll. In Alaba herrscht Platznot, während in Satellite Town viel Platz vorhanden ist. Alaba hat einige Aussenstationen, wovon eine zur Pfarrei erhoben wird, sobald das Pfarrhaus fertiggestellt ist. Dort arbeiten 6 Priester und Seminaristen.
 
ILEMBA:  Diese Aussenstation von Alaba wird voraussichtlich noch dieses Jahr zur selbständigen Pfarrei.  Der Kardinal hat die Redemptoristen gebeten, diese Pfarrei zu übernehmen. Diese neue Pfarrei wird dann auch einige Aussenstationen von Alaba betreuen.  Beginnen wird man mit zwei Priestern und einem Seminaristen, wie die anderen es früher auch taten.
 
UGHELLI:  Das ist eine neue Pfarrei im Bistum Warri, in einer Erdölgegend. Die Entwicklung wird kommen, aber ich frage mich, ob eine wohlhabende Pfarrei zustande kommt. Hier gibt es viele Stammesprobleme. Momentan wird man damit fertig. Drei Priester und zwei Seminaristen sind in dieser Pfarrei und den Aussenstationen tätig. Sie haben passende Wohnung, aber die Kirche ist in schlechtem Zustand und muss neu gebaut werden. Dafür hat die Pfarrei bereits den Platz gekauft. 
 
ABUJA:  Das ist eine Neugründung mit Pfarrei und hat bereits Grund und Boden verloren. Man wohnt und arbeitet in vorläufigen Unterkünften. Momentan ist dort nur ein Priester mit einem Seminaristen. Das Land hier gehört der Bundeshauptstadt. Hoffentlich werden wir uns in diesem Bezirk niederlassen und eine Pfarrei aufbauen können; aber zur Zeit ist alles offen. Die Regierung kam und pflügte unter, was wir als Raum und Kirche benutzten. Die Besitzverhältnisse sind in diesem Bezirk durcheinander geraten und unklar. Die Leute haben nach Lust und Laune irgendwo gebaut; nun will die Regierung Ordnung schaffen und sich an den ursprünglichen Gesamtplan halten. Wir haben wenigstens Fuss gefasst in diesem Gebiet - mit der Zeit wird die Entwicklung kommen.
 
KADUNA:  Das ist am nördlichsten gelegen und vor allem von Moslem besiedelt.  Dort haben wir eine blühende Pfarrei in einem christlichen Stadtbezirk, und man sagt mir, sie werde sich noch weiter entwickeln. Wir haben zwei Priester und einen Seminaristen  im Dienst dieser Pfarrei.- Sie entstand letztes Jahr und wird wohl eine unserer besten Pfarreien werden.
 
OTUKPO:  Das ist eine neue Pfarrei der Redemptoristen. Sie liegt ausserhalb der Stadt Otukpo... im Nordosten des Landes. Das ist eine sehr katholische Gegend des Landes. Die Pfarrei ist arm - aber die Leute sind gut. Dort haben wir einen Priester und zwei Seminaristen. Nächstes Jahr werden sie wohl einen weiteren Priester, aber nur noch einen Seminaristen haben. Diese Pfarrei entspricht dem Ideal der Redemptoristen.... unter den armen Leuten auf dem Land.
 
ENUGU: (Iva Valley): Diese alte Pfarrei erlebte früher bessere Zeiten. Im Gebiet der geschlossenen Kohlenbergwerke lebt heute eine verarmte, arbeitslose Bevölkerung. Es sind zwei Priester und ein Seminarist dort.(Aus der Redaktion: Lesen Sie den folgenden Beitrag über Iva Valley.)
 
BENIN:  Gemeint ist eine Pfarrei im Erzbistum Benin, am Rand der grossen Stadt Benin. Diese Pfarrei hat seelsorglich und finanziell die besten Aussichten für die Zukunft. Wir haben dort ein neues, geräumiges Wohnhaus, das der Bischof uns eingerichtet hat. Benin liegt mitten im Land auf halbem Weg in den Osten, woher unsere Gläubigen stammen. Zur Zeit haben wir drei Priester und einen Seminaristen im Einsatz.
 
ST. MALUMBA - IBADAN:  Das ist eine neue Pfarrei im Erzbistum.  Der Erzbischof bat die Redemptoristen des Redeemer- und Liguori House, die Verantwortung zu übernehmen. So stellen denn die Redemptoristen den Pfarrer, der im Liguori House wohnt, und wir alle helfen in der Pfarrei und auf den Aussenstationen. Auch die Novizen und Studenten helfen auf den Aussenstationen.  Die heutige Pfarrei ist an unserer Strasse einige Meilen weiter unten. Da es eine neue, kleine Pfarrei ist, kommt sie finanziell gerade auf ihre Rechnung. (Der Erzbischof hat die Auffassung, dass die Ordensleute die Diözese für ihn entwickeln sollen - auch mit ihrem Geld). Wir haben viel Geld der CSSR in unseren Aussenstationen investiert, aber wir wollen das nicht tun zugunsten unserer Pfarreien. Diese müssen sich selbst tragen. Schliesslich möchte der Pfarrer ein kleines Haus mit Büro auf der Liegenschaft der Pfarrei haben.
 
Ein Wort zu den Spenden, die wir von aussen erhalten: für unsere eigenen, laufenden Bedürfnisse werden keine solche Spenden verwendet. P. Thiele hat einen Missionsverein, der ihn in all den Jahren unterstützt hat in Thailand und in Nigeria. Dank dieser Hilfe konnte er kleine Kirchen, Wohnhäuser usw. in unseren Aussenstationen bauen. P. Cleary hat Wohltäter, die ihn seit Jahren unterstützen: dieses Geld wurde verwendet, um das Hofbauer House und das Redeemer House zu vergrössern oder Neugründungen zu unternehmen. P. Doran erhielt Hilfe aus Irland, um ein Nähzentrum zu schaffen, wo junge Frauen das Nähen lernen und ein Einkommen haben. 

Von allen Seiten werden wir im Lauf des Jahres um Unterstützung gebeten, und wir helfen vielen mittellosen Menschen mit dem, was wir von unseren Freunden erhalten haben. Soweit wir etwas haben, wollen wir helfen. Aber wir wollen nicht den Eindruck geben, dass unsere Möglichkeiten grenzenlos sind, denn eines Tages werden wir nicht mehr da sein, und dann versiegen unsere Geldquellen. Die Nigerianer sind gern bereit, den Armen zu helfen, wenn sie eine Pfarrei führen und über Geldmittel verfügen.
 
Als ich das Liguori House baute und Aussenstationen gründete, konnte ich mit Darlehen aus Rom (Propaganda Fide) rechnen. Aber seit Jahren habe ich nichts mehr bekommen. 
 
Somit bleibt die Provinz Denver unsere grösste Entwicklungshilfe. Mein einziger Traum, der aber nicht so schnell in Erfüllung geht, wäre eine neue Kapelle im Redeemer House.  Vorläufig benützen wir einen gewöhnlichen Saal für die Gottesdienste, aber eine Kapelle wäre sinnvoll. Mit 60 + Menschen bei der täglichen Eucharistiefeier und vielen Gläubigen an Sonntagen - nebst Professfeiern und Priesterweihen usw. - brauchen wir einen entsprechenden Raum für den Gottesdienst. Dieser sollte zum Mittelpunkt unseres Lebens im Redeemer House werden. Der Speisesaal ist immer noch der Mittelpunkt. Ich schätze, dass der Bau etwa eine halbe Million kosten würde, aber dass man es auch billiger machen könnte.
 
So können Sie sich vorstellen, was hier geschieht.  Die Region hat sich schnell und bestens entwickelt. Wir können nun eine Vizeprovinz werden und unsere Gründungen weiter verstärken. 

Kaum zu glauben:  Wir haben zwei Patres, die im Sommer in Rom ihr Studium abschliessen; zwei weitere sind in Dominica, um dort den Mitbrüdern zu helfen; ein anderer ist in Amazonien, und wir sind bereit, zwei nach Thailand zu schicken, um dort der C.Ss.R. zu helfen. Ein anderer ist in den USA im Einsatz.
 
Ich danke für Ihre Unterstützung der Redemptoristen von Nigeria.

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Region Nigeria
Iva-Valley
Wilfred Chiwetalu, C.Ss.R.


Im Iva-Valley wohnen ehemalige Grubenarbeiter. Die Geschichte der heutigen Hauptstadt Enugu begann im Iva-Valley. Enugu bedeutet Kohlenstadt, weil dort so viel Kohle zu finden ist.

Damals bestand die nigerianische Wirtschaft im Gewinn von Kohle. Aber als man in Nigeria auch Rohöl fand, gab man die Kohlengruben auf, und die Folge war, dass die Grubenarbeiter ihre Stellen verloren. Die meisten von ihnen sind von Beruf Handwerker: Maurer, Zimmerleute, Elektriker, Schweisser, Erdarbeiter, finden aber keine Arbeit mehr.

Die Regierung hat ihnen ständig Entschädigungen und Monatsrenten versprochen, die leider in Wirklichkeit ausgeblieben sind. So leben diese Leute nun verarmt im Iva-Valley, wo sie in verlotterten Behausungen wohnen. Dies waren ursprünglich Bauten der britischen Kolonialbehörde; die meisten davon sind baufällig. Man lebt nur darin, weil es keine andere Wahl gibt. Toiletten mit Spülung sind sehr selten, und dementsprechend duftet es in der Landschaft. Abfallgruben gibt es nicht.

Im Juli 2005 wurden die Redemptoristen gebeten, die Kirche Unserer Lieben Frau vom Loskauf der Gefangenen im Iva-Valley zu übernehmen. Dieses Tal ist wie ein Friedhof, aber sehr bevölkert von verarmten Leuten, deren Einkommen pro Monat kaum $5 beträgt. Aus ihnen besteht unsere Pfarrei. Die Kirche besitzt eine Anzahl Bungalows, die nun aber verlottert sind. P. Silas möchte sie wieder in Stand stellen, aber es fehlen die Mittel dazu. Die Restaurierung wird viel Geld kosten, weil die Baumaterialien in Nigeria sehr teuer sind. Aber es ist sinnvoll, das Unternehmen zu wagen, weil viele Menschen eine Unterkunft brauchen.

In Nigeria gibt es nur zwei Jahreszeiten: Regenzeit und Trockenzeit. Gewöhnlich werden die Dächer während der Trockenzeit repariert, damit sie in der Regenzeit standhalten. Leider sind fast alle Dächer in unserer Umgebung mangelhaft. Es wäre ein Segen, wenn wir den Leuten helfen könnten, die Dächer vor der nächsten Regenzeit zu reparieren.

Die Eltern sind betagt und ihre Kinder arbeitslos, meistens ohne Schulbildung. Aber die Kirche hat einen Kindergarten und eine Primarschule, die allerdings unter der Leitung armer Leute aus der Pfarrei nicht gut geführt wird. Die Kinder können keinen Beitrag bezahlen, weil ihre Eltern sehr arm sind. Weil keine Geldmittel bestehen, um Lehrer anzustellen, hat der Pfarrer P. Silas nach Freiwilligen gesucht. So haben sich denn Personen unserer Pfarrei bereit erklärt, freiwillig Schule zu halten. Diese Personen haben keine Arbeit und lieben die Kinder, aber haben keine Ahnung von Schulunterricht und müssten entlöhnt werden, um ihrem Elend zu entgehen. Wenn man sie nur ohne Belohnung ausnützen würde unter dem Vorwand, dass sie ja so wie so arbeitslos sind, dann wäre das eigentlich Sklaverei. Die Pfarrei gibt jedem Freiwilligen ein Almosen, das pro Monat weniger als $5 ausmacht: besser als gar nichts.

Computer-Schule

P. Silas hat eine Computer-Schule eröffnet. Sie steht auf dem Parkplatz der Pfarrei. Sie verfügt über zwei Computer. Eine Schwester aus einer Ordensgemeinschaft von Eingeborenen ist als einzige Lehrkraft in dieser Schule tätig. Die Computer sind veraltet und sollten aufgerüstet werden.

Der Unterricht begann mit 50 Schülern. Der Reihe nach benützten sie die Computer. Dabei meinten sie, das sei alles gratis. Als man schliesslich ein kleines Schulgeld für die Weiterführung des Kurses verlangte, hörten alle auf. Nun ist die Schwester allein.

Nach der Vorstellung des P. Silas war diese Schule gedacht für die Jungen, die sich auf der Strasse als Taschendiebe auszeichnen und regelmässig in den Morgenstunden den Leuten die Handtaschen entwenden. Ob Mädchen auch als Prostituierte arbeiten, ist eine andere Frage. Wir können es nur vermuten in einem solchen Umfeld der Verwahrlosung. Somit wäre die Schule eine gesunde Beschäftigung für Geist und Hände. Leider können wir das nötige Schulgeld nicht aufbringen, trotz den Subventionen, die hier sogar grösser sind als in der Stadt.

Schweinezucht

P. Silas hat mit Schweinezucht begonnen, um die Bevölkerung besser mit Proteinen zu versorgen. Aber er kann keinen Tierarzt bezahlen, der die Schweinchen impfen sollte. So geht ein Grossteil der jungen Zucht verloren.

Trinkwasser und Blindheit

Blindheit als Folge schlechten Trinkwassers ist ein Anliegen, das ernst genommen wurde von dem Studenten der Redemptoristen Michael Ugboh C.Ss.R, der nach Umana-Ndiuno, Vorstadt von Enugu, gekommen war, um dort als Seelsorger zu wirken.

Die dortige Gemeinde erhielt die Unterstützung der Weltbank und der Regierung Nigerias für eine Bohrung, um einwandfreies Trinkwasser zu gewinnen. Weltbank und Regierung finanzierten auch den Bau des Pumpwerkes, mit dem das Wasser in ein Reservoir geleitet wurde. Sogar Wasserleitungen wurden gebaut.

Aber das Problem ist nun, dass die Dorfbewohner kein Geld haben, um das Dieselöl für den Dieselmotor des Pumpwerkes zu kaufen. Und so trinkt man wieder wie früher das Wasser, dort wo man es findet, auch wenn man dadurch erblindet. Dadurch ist das Bemühen der Weltbank und der Regierung erfolglos geworden. Korrupte Politiker haben kein Verständnis für diese armen Leute. Die beste Lösung wäre wohl die Einrichtung eines Transformators, damit das Pumpwerk elektrisch angetrieben wird.

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Russland
Region Russland / Kasachstan
Tony Branigan, C.Ss.R.

Redemptoristen sind in Kemerovo seit 1996. Zur Zeit besteht unsere Gemeinschaft aus drei Mitgliedern, nämlich P. Zenon Gieniec, P. Andre Legiec und P. Anthony Branagan. Diese Kommunität gehört zur amtlich errichteten Region Russland und Kasachstan im Rahmen der polnischen Provinz.

Kemerovo mit 600,000 Einwohnern ist mitten in Sibirien. Gegründet wurde diese Stadt zur Zeit der Kommunisten und der Erscheinungen Unserer Lieben Frau in Fatima. Heute ist es die Hauptstadt des Landkreises Kuzbass, die drei Millionen Einwohner zählt. Davon ist 1% katholisch und stammt aus Deutschland, Polen, aus der Ukraine oder den Baltischen Staaten. Diese Familien wurden im 19. und 20. Jahrhundert nach Sibirien verbannt.

Priester unserer Kongregation sind seit 1959 in Kuzbass. Die ersten kamen aus der Ukraine und widmeten sich den ukrainischen Katholiken des byzantinischen Ritus, die in den Dreissiger- und Vierzigerjahren bei Stalins Massendeportationen nach Sibirien verbannt worden waren. Diese Mitbrüder wohnten in Prokopievsk und betreuten heimlich die Katholiken in mehreren Gemeinden jener Gegend. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bat der neue Bischof Sibiriens Joseph Werth S.J. den Pater General der Redemptoristen, einige Priester nach Kuzbass zu senden. So kamen denn 1996 drei weitere Redemptoristen: Ende 1996 begannen zwei von ihnen in Kemerovo bei den Katholiken des lateinischen Ritus im Norden des Landkreises Kuzbass zu wirken. So wurde 1997 die erste katholische Pfarrei in Kemerovo gegründet, und die Stadtverwaltung versprach einen Bauplatz für die geplante katholische Kirche.

Unsere apostolische Tätigkeit geschieht in der nördlichen Hälfte des Landkreises Kuzbass mit Kemerovo als Mittelpunkt. Wir betreuen vierzehn Gemeinden im Radius von 250 Kilometern um Kemerovo herum. Zuerst suchten wir die Katholiken, die in den Städten und Dörfern verstreut sind. Nun bauen wir Gemeinden auf. Wir bereiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf die Taufe vor. Es werden Katecheten ausgebildet und für Jung und Alt Weiterbildungskurse angeboten. Auch die Caritas und die Sozialhilfe gehören zu unserem Programm. Wir versuchen, die Behinderten und die Obdachlosen, die Kranken und die Arbeitslosen zu erreichen. Wir führen Sommerlager für Erwachsene und für Kinder durch. Diese Tage nennen wir "Ferien mit Gott", da die Religion auf dem Programm ist und von den Teilnehmern geschätzt wird. Künstlerische Darbietungen haben auch ihren Platz in unserem Gemeindeleben; Gruppen machen sich sogar auf den Weg, um anderen Gemeinden Unterhaltung und Inspiration zu bringen.

Die katholische Gemeinde benützt eine Wohnung, die 1998 mit Hilfe von Renovabis gekauft und ausgestattet werden konnte. Von Anfang an sahen wir die Notwendigkeit einer katholischen Kirche in Kemerovo, dieser Stadt von 600,0000 Einwohnern.

Im Jahr 1997 versprach uns die Stadtbehörde einen Bauplatz für Kirche, Versammlungsräume und Wohnung, alles unter einem Dach, gemäss den Richtlinien verschiedener zuständiger Verwaltungen. Ein hiesiges Architekturbüro zeichnete 2002 den Plan, der anschliessend vom Bischof Werth und den Oberen der Redemptoristen gutgeheissen wurde. Im Dezember 2005 erteilte die Stadtbehörde die Baubewilligung.

Die Lage beim Stadtzentrum und dem Hauptbahnhof ist günstig für die Katholiken der Hauptstadt und der benachbarten Städte und Dörfer.

Diese katholische Kirche wird ein Ort für Gottesdienste, geistliche Bereicherung und gemütliches Zusammensein werden und zugleich ein Symbol des Glaubens und der Zuversicht für die Katholiken in der ganzen Umgebung von Kemerovo, die so viel gelitten haben während den siebzig Jahren atheistischer Verfolgung.

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VATIKAN UND REDEMPTORISTEN

Der Vatikan veröffentlichte das Dokument der päpstlichen Theologenkommission "Die Hoffnung auf Heil für ungetauft gestorbene Kinder". Pater Tony Kelly, C.S.S.R., Professor an der Australian Catholic University (Australien), ist Mitglied dieser Kommission. Der Text des Dokumentes ist zu finden bei:

www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_con_cfaith_doc_20070419_un-baptised-infants_en.html

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Argentinien
Der Heilige Vater akzeptiert die Demission des Miliärbischofs, der in Argentien im Kreuzfeuer mit der Regierung stand:
Aus Altersgründen laut dem Heiligen Stuhl.
Zenit

Am 15. Mai nahm Benedikt XVI. die Demission an, die Mons. Antonio Juan Baseotto C. SS. R. laut vatikanischer Pressemeldung aus Altersgründen eingereicht hatte. Dieser war Bischof für die Seelsorge beim Militär Argentiniens gewesen und hatte sich kritisch geäussert.

Am 18. März 2005 war er durch Beschluss der argentinischen Regierung kalt gestellt und nicht mehr bezahlt, eigentlich abgesetzt worden. Mons. Baseotto, geboren am 4. April 1932, hat im Alter von 75 Jahren gemäss Kirchenrecht dem Heiligen Vater seine Demission eingereicht.

Am 19. März 2005 hatte der damalige Sprecher des Heiligen Stuhls Joaquim Navarro-Valls, bekannt gegeben, dass wenn die Regierung einen Bischof blockiert, "der rechtmässig vom Heiligen Stuhl und gemäss den gegenwärtigen Vereinbarungen ernannt wurde, ist das eine Verletzung der Religionsfreiheit und der gegenseitigen Abmachungen".

Der Konflikt wurde am 14. Februar 2005 öffentlich, als der Gesundheitsminister Ginés González García sich in einem Interview in der Zeitung «Página 12» für Straffreiheit bei Abtreibung einsetzte (das argentinische Grundgesetz schützt das menschliche Leben von der Empfängnis an).

Drei Tage darauf schrieb Mons. Antonio Baseotto dem Minister einen Brief mit der Warnung: der Minister könnte der Mithilfe bei Tötung angeklagt werden, weil er Mittel verbreite, die Abortus bewirken.

Der Prälat schrieb auch im Brief: Als er gesehen habe, wie der Minister öffentlich den Jungen Verhütungsmittel austeilte, seien ihm die Worte Jesu in den Sinn gekommen "Wer einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt, den sollte man im Meer versenken."

Das Zitat aus dem Evangelium löste bei den Journalisten viele Deutungen aus; einige sahen darin eine Anspielung an die "Todesflüge", mit denen die argentinische Armee in den Siebzigerjahren unbeliebte Leute im Meer versenkte.

Der Minisiter verschrie darauf Mons. Baesotto als "von der Kirche beschützten Lügner" und behauptete, der Bischof habe auch mit der letzten Militärdiktatur zusammengearbeitet.

Zwei Tage später veröffentlichte die argentinische Bischofskonferenz eine Erklärung, in welcher der Militärbischof das Missverständnis und die peinliche Situation, die infolge seines Zitates aus dem Evangelium entstanden seien, bedauerte. Er erklärte, dass er zu keiner Gewalttat aufforderte und auch die Autorität keines Ministers in Abrede stellen wollte.

Am selben Tag bat der Präsident Nestor C. Kirchner den Kanzler Rafael Bielsa, vom Heiligen Stuhl die Demission von Mons. Baseotto zu verlangen.

Sofort, sogar bevor der Nuntius informiert war, verbreitete das amtliche Pressebüro die Nachtricht, Mons. Baseotto solle seines Amtes enthoben werden.

Bis zur Ernennung des neuen Ordinarius für Militärseelsorge, laut Artikel IV, 3 der Vereinbarung vom 28. Juni 1957 zwischen Argentinien und dem Heiligen Stuhl, soll der Generalvikar Dom Pedro Candia, als Stellvertreter amtieren, erklärte die Apostolische Nuntiatur in der Notiz ZP07051520.

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ANKÜNDIGUNGEN

Rom, Italien
ORBIS 2006


Die Ausgabe 2006 von ORBIS ist unterwegs zu den Hauptsitzen der Provinzen. Wir schickten genug Exemplare, damit jede Kommunität 3-5 Stück erhält. Wir bitten die verantwortlichen Oberen, die Exemplare von ORBIS an die Kommunitäten weiterzuleiten.

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TÄTIGKEITEN DES GENERALATES

Rom
UISG Vollversammlung
6. bis 10. Mai 2007

Pater General nahm als Vizepräsident der USG (Union der Generaloberen) vom 6. bis 10 Mai an der Vollversammlung der Generaloberinnen in Rom teil. Über 800 Generaloberinnen waren anwesend. Die UISG (Internationale Union der Generaloberinnen) ist eine rechtlich anerkannte Vereinigung der Generaloberinnen katholischer Institute), 1965 gegründet, mit Hauptsitz in Rom. Ihr Zweck ist es, das Ordensleben in der Frauenwelt bekannt zu machen und es in Kirche und Gesellschaft zu fördern.

Am dritten Tag fand eine Eucharistiefeier statt, die Pater General als Hauptzelebrant leitete. In seiner Predigt, lud er die Teilnehmerinnen ein, Zeugnis von ihrer Berufung zu geben. Er benützte den Vergleich mit Postkarten, die man an Bekannte schickt: Ordensleute sollen wie Postkarten frohe Kunde geben und Zeugnis für die Kirche sein.
Tags zuvor hatte der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. die Delegierten der UISG in der Aula delle Benedizioni im Vatikan begrüsst. Er dankte diesen Ordensfrauen und allen Schwestern, die irgendwo auf der Welt ihre Liebe zu Christus ausstrahlen bei ihrem Einsatz für die Verkündigung und den Unterricht sowie durch liebevolle Zuwendung zu den Bedürftigen

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An die Mitglieder der
Kongregation des Heiligsten Erlösers
Joseph W. Tobin, C.Ss.R., Generaloberer
Rom, 4. Mai 2007

Liebe Mitbrüder!

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung haben und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist. Gottes Macht behütet euch durch den Glauben, damit ihr das Heil erlangt, das am Ende der Zeit offenbart werden soll (1 Petr 1, 3-5).

Gern richte ich wieder ein Schreiben an euch. Wir stehen in der Mitte der österlichen Zeit, einer Zeit, da die Kirche das überreiche Leben betrachtet, das Gott uns im österlichen Geheimnis geschenkt hat. Diese Tage sind auch eine Zeit starker Änderungen in der Natur: in vielen Teilen des Nordens ist es Frühling geworden, während im Süden der Herbst anbricht. Der Rhythmus des Kirchenjahres sowie die Veränderungen in der Natur erinnern uns an das Werden und Vergehen im Lauf der Zeit.

Die Kongregation hat die zweite Hälfte dieses Sexenniums begonnen. Während dieser Übergang von keinem tiefgreifenden Ereignis geprägt war, ist die Mitte des Sexenniums nicht ereignislos vorübergegangen. Unser Orden schloss die erste Hälfte der sechs Jahre zwischen zwei Generalkapiteln mit einem Rückblick ab. Die sechs Regionalversammlungen 2006 überprüften den Stand der Kongregation im Licht des vom XXIII. Generalkapitel 2003 niedergelegten Programms. Diese Versammlungen, an denen die höheren Oberen der Kongregation, Mitglieder der Generalleitung, Laienmissionare und andere teilnahmen, waren unvergessliche Erfahrungen der Brüderlichkeit sowie Gelegenheiten, die Zeichen der Zeiten und Orte demütig und ehrlich zu erkennen.

Ich bin davon überzeugt, dass die Oberen die Mitglieder ihrer jeweiligen Einheiten über die Arbeit der Regionalversammlung bereits informiert haben. In diesem Brief möchte ich einige Gedanken über vier Punkte vorlegen, die auf der Tagesordnung von jeder der sechs Versammlungen aufschienen, nämlich die Neustrukturierung, das geweihte Leben, Afrika und das XXIV. Generalkapitel. Diese Themen waren regelmäßig auch auf der Tagesordnung des Generalrats, daher kann ich euch über einige jüngste Entwicklungen informieren.
Diesen Brief finden Sie bei: http://www.cssr.info/deutsch/whoarewe/DocsAndComms/2007-1TobinLetter-DT.shtml

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BILDERGALERIE

1. Die Kirche von Kemerov. Ende 2000 stellte die Stadtverwaltung den Platz für ein Pfarreizentrum und Wohnhaus der Redemptoristen zur Verfügung. Planung und Baubewilligung lagen im Jahr 2006 vor.

2. Im Mai 2006 kam Bischof Joseph Werth nach Kemerovo zum ersten Spatenstich und zur Segnung des Geländes. An diesem ersehnten Ereignis freuten sich die Gläubigen zusammen mit den Redemptoristen.

3. Dann wurde ein Zaun um das Gelände errichtet, und im September war Baubeginn.

4,5. Zuerst die Infrastruktur: Anschluss am Verteilernetz der Stadt für elektrischen Strom sowie kalt und warm Wasser.

6. Diese Arbeit war Mitte Dezember abgeschlossen, als der sibirische Winter einzog.

7. Im März beginnt die zweite Phase: Aushub und Fundamente. Im Mai wird der Boden über den Fundamenten gelegt.
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8. Pater Tony Branigan verfolgt die Fortschritte beim Bau der Kirche in Kemerov. Sofern die Finanzierung gesichert ist, wird die Kirche Ende Jahr fertig sein.

9. Pater General feiert Eucharistie für 800 Ordensfrauen an der Generalversammlung UISG in Rom 5. - 10. Mai.

10. UISG Versammlung

11.UISG Versammlung

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WEBSITES/VIDEOS IM BRENNPUNKT

Videos im Brennpunkt:

In diesem Monat zeigen wir auf vier Video Clips vom Besuch des Heiligen Vaters in Aparacedia, Brasilien.
http://cssr.info/scala/video/cssr/

1,2, 3: Pater Carlos Artur Annuniação C.Ss.R., Provinz São Paulo, amtet als Zeremonienmeister und spricht zu den Gläubigen beim Gottesdienst mit dem Papst.

4: Kardinal Julio Terrazas Sandoval C.Ss.R. wird dem Heiligen Vater vorgestellt.

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LEBENSWENDEN

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen auf Officialia site

Zeitliche Profess:
Wilson Marques Dias, Provinz Campo Grande, 18. Februar 2007
Christian Jerome Aquilan y Dimaano, Vizeprovinz Manila, 12. Mai 2007
Mark Khristian Antonio y Bernardo, Vizeprovinz Manila, 12. Mai 2007
Leo Mar Arenillo y San Jose, Vizeprovinz Manila, 12. Mai 2007
Raymond Urriza y Racedlis, Vizeprovinz Manila, 12. Mai 2007

Ewige Profess:
Constancio Alipio Flores Nina, Provinz Bolivien, 7. März 2007
Román Oscar Ibarra Aguilar, Provinz Bolivien, 7. März 2007
Daniel Pacheco Vargas, Provinz Bolivien, 7. März 2007
François Ouermi Somdella, Vizeprovinz Burkina-Niger, 9. April 2007
Pascal Sorgho, Vizeprovinz Burkina-Niger, 9. April 2007
Jan Ivens, Provinz St. Clemens/Region Vlaanderen, 15. Mai 2007
Alex Bercasio y Samiana, Vizeprovinz Manila, 12. Mai 2007
Dennis Despues y Caunceran, Vizeprovinz Manila, 12. Mai 2007
Brian Espejo y Lajara, Vizeprovinz Manila, 12. Mai 2007
Remar Soliza y Maullon, Vizeprovinz Manila, 12. Mai 2007
Anderson Trevenzoli Assireu, Provinz Rio de Janeiro, 18. Mai 2007

Priesterweihe:
Omar Alberto Díaz, Provinz Buenos Aires, 14. April 2007
Sergio Francisco Elías Stang, Provinz Buenos Aires, 14. April 2007
Osvaldo Alfredo Reyna, Provinz Buenos Aires, 14. April 2007
José Wilker Rosário Nunes, Provinz Rio de Janeiro, 21. April 2007
Francisco Javier Caballero Ävila, Provinz Madrid, 29. April 2007
Juan Carlos Balladares Ramos, Provinz Santiago, 29. April 2007
Mariusz Brzóska, Provinz Warschau, 26. Mai 2007
Dariusz Drazek, Provinz Warschau, 26. Mai 2007
Przemyslaw Ilski, Provinz Warschau, 26. Mai 2007
Andrzej Jodkowski, Provinz Warschau, 26. Mai 2007
Andrzej Kulik, Provinz Warschau, 26. Mai 2007
Przemyslaw Raczkowski, Provinz Warschau, 26. Mai 2007
Wojciech Wilgowicz, Provinz Warschau, 26. Mai 2007
Grzegorz Wos, Provinz Warschau, 26. Mai 2007
Pawel Zyskowski, Provinz Warschau, 26. Mai 2007

Unsere Verstorbenen:
Silvio Copetti, 93, Provinz Porto Alegre, 12. November 2005
Most Reverend Michael Sabryha, 65, Provinz Lviv, 29. Juni 2006
Br. John William (Gregory) Groves, 81, Region Aotearoa, 26. März 2007
Br. Fernand (Gilbert) Boudreau, 73, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 29. April 2007
P. Georges Laugel, 83, Provinz Strassburg, 3. Mai 2007
P. Joseph Oriez, 92, Provinz Lyon-Paris, 4. Mai 2007
P. Petrus (Piet) Dera, 80, Provinz St. Clemens/Region Nederland, 17. Mai 2007
Br. Hubertus (Didacus) Reep, 85, Provinz St. Clemens/Region Nederland, 23. Mai 2007
P. George William Dawson, 83, Provinz Denver, 26. Mai 2007

70 Jahre Priester:
Albert Stoeckel, Provinz Bolivien, 20. Juni 2007

60 Jahre Profess:
Angelo Pizzamiglio, Provinz Rom, 25. Juni 2007
Aloise Pinsch, Provinz Strassburg, 22. Juni 2007

60 Jahre Priester:
Louis-Philippe Bélanger, Provinz Saint-Anne de Beaupré, 1. Juni 2007
Rosaire Boucher, Provinz Saint-Anne de Beaupré, 10. Juni 2007
William Joseph Biffar, Provinz Baltimore, 22. Juni 2007
Philip Cabasino, Provinz Baltimore, 22. Juni 2007
Edwin Gerard Foley, Provinz Baltimore, 22. Juni 2007
Raymond Philip Patrick McCarthy, Provinz Baltimore, 22. Juni 2007
Andrew Herman Skeabeck, Provinz Baltimore, 22. Juni 2007
Francis Joseph Sands, Vizeprovinz Richmond, 22. Juni 2007
James Mallen, Provinz San Juan, 22. Juni 2007
James Lundy, Provinz Campo Grande, 22. Juni 2007
Viktor Schneiderka, Provinz Prag, 29. Juni 2007
Stefan Zalewski, Provinz Warschau, 29. Juni 2007

50 Jahre Priester:
Richard McMahon, Provinz Dublin, 15. Juni 2007
John Stanislaus Mellett, Provinz Dublin, 15. Juni 2007
Osmund D´Souza, Region of Mumbai, 15. Juni 2007
Ramón Fruto, Provinz Cebu, 15. Juni 2007
Russell Rosario Abata, Provinz Baltimore, 23. Juni 2007
Robert Cheesman, Provinz Baltimore, 23. Juni 2007
Robert John Lennon, Provinz Baltimore, 23. Juni 2007
Thomas Loftus, Provinz Baltimore, 23. Juni 2007
Jean-Eudes Gagné, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 23. Juni 2007
Hervé Gendron, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 23. Juni 2007
Normand Sliger, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 23. Juni 2007
Réginald Tardif, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 23. Juni 2007
Emmanuel Joseph Demerah, Provinz Edmonton-Toronto, 23. Juni 2007
Stanislaw Dutka, Provinz Warschau, 29. Juni 2007
Edmund Morawiec, Provinz Warschau, 29. Juni 2007
Stefan Pegiel, Provinz Warschau, 29. Juni 2007
Kazimierz Plebanek, Provinz Warschau, 29. Juni 2007
Alojzy Wzorek, Provinz Warschau, 29. Juni 2007
Antoni Bradlo, Vizeprovinz Resistencia, 29. Juni 2007
José Herger, Provinz Bolivien, 29. Juni 2007

25 Jahre Profess:
Erenius Ekka, Provinz Bangalore, 27. Juni 2007
Clement (Sunny) Vadakkedath, Vizeprovinz Alwaye, 27. Juni 2007
Nelson Antonio Santos, Region of Mumbai, 27. Juni 2007
Richard Martin David, Mission of Kenya, 27. Juni 2007
Ebertus Toppo, Mission of Kenya, 27. Juni 2007

25 Jahre Priester:
Michal Onik, Provinz Warschau, 13. Juni 2007
Wojciech Skroboszewski, Provinz Warschau, 13. Juni 2007
Tadeusz Slaby, Provinz Warschau, 13. Juni 2007
Jerzy Wesolowski, Provinz Warschau, 13. Juni 2007
Zenon Jankowski, Vizeprovinz Resistencia, 13. Juni 2007
Francis Ezhanikatt, Provinz Bangalore, 24. Juni 2007
George Mathew Karikkanazhum, Provinz Bangalore, 24. Juni 2007
David Raju Maddineni, Provinz Bangalore, 24. Juni 2007
Joseph Noel Paul, Provinz Bangalore, 24. Juni 2007
Francis Assisi Saldanha, Provinz Bangalore, 24. Juni 2007
Gilbert Lévesque, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 26. Juni 2007

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