| S C A L A |
Wo dein Herz, da dein Reichtum.
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| Info-Service der Redemptoristen | Nummer 38 |
Rom, Italien
16. Juni 2008
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AUS DER REDAKTION
Beileid an Pater Enrique López
Aus der Kommission zur Vorbereitung des 24. Generalkapitels
Auffrischungung unserer redemptoristischen Herkunft und Spiritualität
Letzte Bitte um Fotos für Orbis
AUS DEN PROVINZEN:
Gemälde von der Kreuzigung, Leihgabe in unserer Kirche in Wien
Ausbilder, Studenten und Postulanten aus Europa Süd in Madrid
Freude der Redemptoristen Nigerias über neue Kirche und Waisenhaus
Redemptoristen aus Dublin auf Bildungsreisen zu Geschichte und Spiritualität
AUS DEM GENERALAT:
Die Kommission zur Vorbereitung des Generalkapitels berichtet über die Antworten zum Fragebogen.
VITA APOSTOLICA:
Weiterer Artikel über das Ordensleben
AUS DEN SEKRETARIATEN:
Sekretariat für Ausbildung bietet www.fcontinuacssr.com
BILDERGALERIE:
Fotos von Redemptoristen aus aller Welt
MEDIEN IM BRENNPUNKT:
Internet Streaming von Gottesdiensten für Taubstumme
BEKANNTMACHUNGEN:
Reisen auf den Spuren der Redemptoristen in Deutschland, Österreich und Polen.
LEBENSWENDEN
Professfeiern, Priesterweihen, Jubiläen, unsere Verstorbenen, Wahlergebnisse
Die ganze Kongregation spricht dem Generalkonsultor Pater Enrique Lopez ihr herzliches Beileid aus beim Tod seiner Mutter Carmen Olmedo de López, die unerwartet am 25. Mai 2008 gestorben ist. Pater Enrique war im Flugzeug unterwegs zur Sitzung des Generalsekretariates für die Brüder in Canandaigua, New York, USA. Mitbrüder aus Amerika erwarteten ihn am Flughafen New York, um ihm beizustehen und seine sofortige Weiterreise nach Paraguay zu ermöglichen.
Vom 16. bis 19. Mai tagte in Rom die Kommission zur Vorbereitung des 24. Generalkapitels und befasste sich mit den Antworten auf den Fragebogen. Ein vom Generalkonsultor Jacek Dembek allen Einheiten zugestellter Bericht wird in dieser Nummer von SCALA wiedergegeben. Die Kommission begrüsste auch die Verfasser des Instrumentum Laboris, Sean Wales und Manuel Rodríguez, um sie anzuspornen. Pater Larry Kaufmann war anwesend, um über das Vorhaben der Neustrukturierung zu berichten, die ein wichtiges Anliegen am kommenden Generalkapitel sein wird. Mitglieder der Kommission haben auch das Salesianum besucht, wo das Generalkapitel schon 2003 stattfand und nun wieder für das Jahr 2009 vorgesehen ist.
Das Jahr 2009 wird für die Kongregation bedeutungsvoll sein. Nebst dem Generalkapitel ist auch die Jahrhundertfeier der Heiligsprechung des Heiligen Klemens Hofbauer im Mai ein wichtiger Anlass. Beachten Sie bitte die Artikel in dieser Nummer von SCALA über geschehene und geplante Reisen von Redemptoristen zu unseren Gedenkstätten, um unsere Geschichte und Spiritualität aufzufrischen.
Schliesslich ZUM LETZTEN MAL DIE BITTE an jede Einheit, mir Fotos von ihren apostolischen Tätigkeiten zu senden, damit ich die Bilder in die Ausgabe 2007-2008 unseres Jahrbuches ORBIS einfügen kann. Ich muss die Fotos spätestens am 30. Juni haben, damit ich sie rechtzeitig zum Druck weiterleiten kann, der im August geschieht. Versandt wird das Buch zum Abschluss des Jubiläumsjahres am 9. November. Diese Fotos können Sie mir in .jpg Format am besten mit hoher Auflösung senden an GaryZ@cssr.com.
Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.
Wien
Die Kreuzigung
Martin Leitgöb C.Ss.R
In unserer Wiener Kirche Maria am Gestade lädt ein modernes Gemälde der Künstlerin Eva Kaiser bis Oktober zu einer zeitgemäßen Beschäftigung mit Christus, dem Erlöser, ein. Es trägt den Titel "Die Kreuzigung" und entstand im Jahre 2005. Die Künstlerin stellt der Gestadekirche ihr Gemälde bis Oktober als Leihgabe zur Verfügung.
Eva Kaiser stammt aus Salzburg und war zunächst als Designerin und Werbegrafikerin tätig. Ihre heutige künstlerische Arbeit versteht sie als expressive Aktionsmalerei. In ihrem Gesamtwerk beschäftigt sie sich auch immer wieder mit explizit religiösen Themen. Mehrere ihrer Bilder sind Jesus Christus gewidmet, den sie in ihrer ausdrucksvollen Art als den leidenden Gottesknecht und gleichzeitig als den lebensspendenden Erlöser zu zeigen versteht. Auf die Frage, warum sie sich immer wieder der Gestalt Jesu annehme, antwortete sie einmal ganz spontan: "Weil ich ihn halt gerne mag!"
In der Kirche Maria am Gestade wird das Gemälde "Die Kreuzigung" an der Brüstung der Orgelempore präsentiert. Es ist damit an einem zentralen Sichtpunkt der Kirche angebracht und wirkt wie eine moderne Spiegelung des historischen Kruzifixus, der auf dem gegenüberliegenden Hochaltar zu sehen ist. Die Orgelempore der Gestadekirche befindet sich außerdem über dem großen Westportal der Kirche. Das Gemälde lädt somit ein, vor dem Verlassen der Kirche noch einmal den Blick zu heben und auf Christus, den Erlöser, zu schauen.
Europa Süd
Tagung für Ausbilder und Studenten
Victor Chacon, C.Ss.R
Eine Tagung für Ausbilder und Studenten aus Europa Süd fand vom 30. April bis 4. Mai im Bildungshaus „Perpetuo Socorro“ in Madrid statt. Wir waren 24 an der Zahl, nämlich 4 aus der Provinz Lissabon (ein Student, zwei Postulanten und ihr Betreuer), 2 aus der Provinz Strasbourg (ein Postulant und dessen Betreuer, Redemptorist aus Peru), 11 aus Italien (ein Student und ein Postulant aus der Provinz Rom sowie fünf Studenten und ein Postulant aus der Provinz Neapel samt zwei Ausbildern), 1 Redemptorist aus Libanon (Provinz St. Clemens) und 7 aus der Provinz Madrid (fünf Studenten und zwei Ausbilder).
Es gab zwei Gründe für diese Tagung. Zunächst wollten wir als Redemptoristen die Ausbildung im Licht der alfonsianischen Moraltheologie betrachten. Sodann wollte man die Verbundenheit unter uns Redemptoristen verschiedener Provinzen pflegen.
Die Tagung begann gemütlich am Mittwoch 30. April mit dem Empfang und einem Rundgang durch Haus und Kirche Perpetuo Socorro. Darauf besuchten wir die Stadt Madrid, da ja die meisten noch nie in unserem Land gewesen waren. Am Donnerstag, 1. Mai, begannen die Vorträge des P. Marciano Vidal C.Ss.R zuerst über alfonsianische Moraltheologie, dann über P. Bernhard, den Vertreter und Förderer unserer traditionellen Moraltheologie. Anschliessend war Gelegenheit zu Fragen und Gesprächen über moraltheologische Probleme und dann um 19.00 Uhr die Eucharistiefeier mit P. Pedro Lopez. Nach dem Nachtessen machten wir einen Spaziergang in der Stadt Madrid, die gerade ein Fest feierte.
Der Freitag war wiederum bestens ausgefüllt. Nach Morgen und Frühstück begaben wir uns zum Institut für Moraltheologie zu unserem Unterricht. Vormittags begleitete uns Alberto de Mingo, C.Ss.R und sprach über das Thema Erlösung als Schlüssel zur alfonsianischen Moraltheologie. Dann besuchten wir die Bibliothek mit P. Vicente Garcia C.Ss.R und diskutierten mit P. De Mingo, der uns darauf zur Eucharistiefeier im Oratorium der Kommunität begleitete.
Wie besuchten die Kirche und die Pfarrei des Heiligsten Erlösers und waren dort zum Mittagessen mit den Mitbrüdern. Abends besuchten wir die Redemptoristinnen in Carabanchel, Madrid. Dann besuchten wir Kirche und Studienhaus des Heiligen Gerhard; hier vergnügten wir uns auch mit einem Fussballspiel.
Am Samstag waren die Vorlesung und die Diskussion auf Bioethik ausgerichtet unter Leitung des P. Javier Elizari C.Ss.R. Nachmittags besuchten wir Toledo, die Kathedrale, die Synagoge und die Kirche San Juan de los Reyes. Nach unserer Rückkehr lud P. Provinzial uns zum Abendessen in einem Restaurant ein.
Am Sonntag, Tag der Abreise, feierten wir die Heilige Messe vom Fest Christi Himmelfahrt unter Leitung der italienischen Ausbilder. Das Evangelium legte uns nahe, dass auch wir in alle Welt gesandt sind, um als Moraltheologen gute Nachricht zu bringen. Wir sind uns alle einig, dass diese Tage unsere redemptoristische Identität aufleuchten liessen.
Vizeprovinz Nigeria
Redemptoristen freuen sich über neue Kirche und Waisenhaus in Abuja
Wilfred Chiwetalu C.Ss.R.
Am 26. April 2008 freute sich die Vizeprovinz an der Übergabe der Kirche St. Fabian EFAB, Abuja, an die Erzdiözese. Diese Kirche steht als Aussenstation in der Pfarrei St. Anton, Jabi. Früher war diese Aussenstation bekannt unter dem Namen St. Gerard’s Church.
Die Pfarrei St. Anthony wurde 2004 den Redemptoristen anvertraut. Als Pfarrkirche diente ein Schuppen mit durchlöchertem Dach. Der Boden war einfach die natürliche Erde, Wände waren keine. Die Pfarrkinder waren die ärmsten von ganz Abuja, der Hauptstadt Nigerias. Wir kamen in dieses Stadtviertel von Abuja, arbeiteten hier und freuten uns an dem, was wir taten.
Zwei Jahre lang hatte St. Anthony’s Jabi zwei Priester und einen Theologiestudenten, der sein Pastoraljahr absolvierte und sich rastlos abmühte unter den Armen und Ausgestossenen der riesigen Stadt Abuja. Hl. Messen zelebrierte man in verlassenen Häusern, Hotelsälen oder gar bei Abfallhalden. Einst zelebrierte ich auf einem leeren Hof ohne Dach an einem bewölkten Tag; ich flehte ständig, der Herr möge den Regen abhalten. Ich wurde nicht nass, aber andere hatten nicht so viel Glück. Unter solchen Bedingungen arbeiteten wir in Abuja, mit Befürchtungen und Unsicherheit.
Das Unvermeidliche geschah 2006. Die Bulldozer der Bundesregierung kamen auf den Platz und räumten das ganze Viertel samt der Kirche. Es hiess, dass wir nicht vorgesehen sind auf dem Plan der Umstrukturierung, wir sollten selber einen Weg finden. Unser Haus und alles, was im Zusammenhang mit der Kirche stand, wurde zerstört. Es war das Ende von allem.
Wir pachteten eine Liegenschaft, wo drei Personen wohnen konnten. Dieses Haus war frisch von der Genossenschaft EFAB gebaut worden. Aber wir hatten noch keine Kirche. Die Mission ging ohne fest gebaute Kirche weiter. Man benützte Notunterkünfte. Manchmal waren wir dem Sturm und Platzregen ausgesetzt. Wir wurden immer wieder herausgefordert.
Dann, eines Tages, sagte der Leiter der EFAB, er würde gern eine Kirche und ein Waisenhaus bauen auf dem Gelände der Genossenschaft. Dieser Mann ist Chief Fabian Nwaora, ein Katholik.
Mit seinem persönlichen Einsatz begann Chief Fabian Nwaora 2006 die Bauarbeiten und vollendete das Werk im Jahr 2008. Am 26. April 2008 wurde die Kirche eingeweiht. Viele Mitbrüder waren dabei. Die Schlüssel wurden dem Erzbischof von Abuja überreicht, der sie weitergab an den Pfarrer P. Anthony Orjih C.Ss.R. Unter den anwesenden Mitbrüdern waren P. Vizeprovinzial Callistus Nwachuckwu C.Ss.R. und der Provinzkonsultor P. Celestine Okah C.Ss.R.
Der Bau der Kirche St. Fabian hat uns aufatmen lassen. Wir fühlen, dass wir in Abuja daheim sind. Die Gebäude umfassen die Kirche für 200 Sitzplätze, das Pfarrhaus und das Waisenhaus. Die Kirche ist mit Bänken ausgestattet. Auf Ersuchen des Spenders ist sie nach dem Heiligen Fabian benannt. Vor allem haben wir nun einen Tabernakel in der Kirche von Abuja. Wir danken Gott für seine Fürsorge.
Irland
Provinz Dublin auf Pilgerreisen
Anthony McGrave, C.Ss.R.
Vorbemerkung: Die Jahrhundertfeier des Hl. Klemens und das 24. Generalkapitel im Oktober werden für viele Mitbrüder zur Gelegenheit, Gedenkstätten der Redemptoristen zu besuchen. Dieser Artikel verweist auf solche Ziele. Sie können aber auch in den "Bekanntmachungen" lesen, was die Region Nordamerika für nächstes Jahr geplant hat.
In der Osterzeit 2008 pilgerten etwa 80 Mitglieder der Provinz Dublin in das Heilige Land. Das war der Höhepunkt eines Vorhabens, das Pater Con Casey schon nach seiner Wahl zum Provinzial im Jahr 1999 ins Auge fasste und das er schliesslich am Ende seiner Amtszeit durchführen konnte.
Als Provinzial war Pater Casey der Meinung, wir sollten gemeinsam als Provinz zu den Ursprüngen zurückfinden. In diesem Sinn organisierte er mit dem Provinzrat zuerst eine Reise zu den alfonsianischen Gedenkstätten, dann zu den historischen Aufenthaltsorten des heiligen Klemens und schliesslich in das Heilige Land, die Heimat unseres Heiligsten Erlösers.
Mit Rücksicht auf die grosse Zahl der Teilnehmer und die Bedürfnisse der Seelsorge in Irland, wurden die Wallfahrten in zwei Gruppen durchgeführt.
Die Reise zu den alfonsianischen Gedenkstätten fand 2000 statt, die Fahrt zum Gedenken an den Heiligen Klemens im Jahr 2003 und schliesslich die Wallfahrt in das Heilige Land im Jahr 2008.
Im Lauf der Wallfahrten legte P. Provinzial Wert auf drei Dinge: Gebet, frohes Zusammensein und Hören von unserer Geschichte. Und man kann sagen, dass die Mitbrüder darauf eingingen. So sind wir denn als ganze Provinz dankbar sowohl dem P. Casey als auch allen, die zur Organisierung der Reisen mit vorbildlichem Einsatz ihr Bestes beigetragen haben.
Ein Mitbruder machte zur Reise nach St. Benno in Warschau die Bemerkung: "Ich hatte immer davon geträumt, aber nie gedacht, dass ich je dorthin gelangen würde". So äusserten sich viele andere, die nie gedacht hätten, dass sie einst die bekannten Stätten unserer Ordensgeschichte und das Heilige Land, die Heimat unseres Erlösers, besuchen würden.
Die alfonsianischen Gedenkstätten
Die erste Wallfahrt führte an die wichtigsten Orte, wo der Heilige Alfons in den ersten Jahrzehnten der Kongregation wirkte, nämlich Scala, Ciorani, Pagani, Castellamare und Neapel. Wir gelangten auch nach Foggia, wo wir im Kloster der Redemptoristinnen Eucharistie feierten und am Grab der Ehrwürdigen Maria Celeste Crostarosa beteten. Auf dem Weg von Foggia nach Materdomini besuchten wir das Haus in Deliceto (Iliceto), dessen Gründung 1744 geschah. Hier verbrachte der Heilige Gerhard sechs von seinen insgesamt siebeneinhalb Lebensjahren in der Kongregation. Indem wir 2001 nach Deliceto reisten, gingen wir einen neuen Weg, der vorher kaum von pilgernden Redemptoristen anvisiert worden war. Unsere Reisen fanden ihren Abschluss in einem kurzen Besuch in Rom, wo wir in der Kirche Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe in Sant’Alfonso Gottesdienst feierten.
Auf den Spuren des Heiligen Klemens
Diese Reise fand 2003 statt. Der Heilige Klemens reiste viel, und so kamen wir an viele seiner Aufenthaltsorte. Unsere wichtigsten Ziele waren zunächst Mähren in Erinnerung an die ersten Jahre des Heiligen und schliesslich Wien, wo er die zwölf letzten Jahre lebte und wirkte.
In Mähren besuchten wir den Geburtsort Tasswitz. Wir feierten Eucharistie in der Kirche, die am Ort errichtet war, wo die Familie des Klemens gewohnt hatte. Dann gelangten wir in Mühlfraun (Dyje) zur Kirche, bei der Klemens einst als Einsiedler weilte. Diese Kirche ist baufällig. Dann führte die Reise nach Znaim, wo er als Bäckerjunge gearbeitet hatte, und von dort zur benachbarten Prämonstratenserabtei Klosterbruck, wo Klemens seinen Bäckerberuf ausübte und in die Schule ging.
In Wien besuchten wir den Friedhof Maria Enzersdorf, wo Klemens 1820 begraben wurde, und die Kirche Maria am Gestade, wo nun seine Reliquien ruhen. Zu Fuss gingen wir auch durch die Stadt zu mehreren Sehenswürdigkeiten, zuerst zur Minoritenkirche, wo Klemens und Martin Stark 1808 nach ihrer Vertreibung aus Warschau eine Zweizimmerwohnung benützten. Hier wirkte Klemens als Hilfspriester und Beichtvater. Hier hat er auch am 9. März 1820 seine letzte Heilige Messe gefeiert.
Ein kurzer Besuch galt der St. Annakirche und "Normalschule", wo Klemens und sein Freund Hübl einen Kurs besuchten.
Wir wanderten auch zum Ursulinenkloster, wo Klemens als Seelsorger wirkte und Spiritual der Ursulinen war. Heute steht dort eine “Pieta” an der Stelle, wo einst der Beichtstuhl des Heiligen Klemens war. In dieser Kirche hielt der Heilige seine berühmten Predigten. Heute dient diese Kirche vor allem der Musik.
Beim Kloster der Ursulinen steht das Wohnhaus, wo Klemens zwei Zimmer zur Verfügung hatte. Das grössere brauchte er für Empfänge, Studien, Mahlzeiten und manchmal zum Schlafen. Diese Stube diente auch als Kapelle und als Treffpunkt berühmter Persönlichkeiten aus dem Kreis der Romantiker. Dahin kamen auch junge Leute, die sich von Klemens angesprochen fühlten.
Auf unserem Rundgang durch die Stadt konnten wir da und dort eine Gedenktafel oder eine Statue sehen, die an den Heiligen Klemens Hofbauer erinnerte und gelangten schliesslich zum Stephansdom. Da war der Moment zu erzählen, wie Klemens in jungen Jahren freundlich drei Damen im Regen zu Hilfe kam und wie diese ihm darauf das Studium finanzierten.
Am 16. März 1820 wurden die Reliquien des Heiligen Klemens in den Dom getragen, und zwar durch das Riesentor, welches höchst selten geöffnet wird. An diesem Tag ging das Tor zur allgemeinen Überraschung auf, und niemand konnte erfahren, wer das bewirkt hat.
Zwei Reiserouten
Tasswitz und Wien blieben Reiseziele beider Gruppen, aber für den Rest wurden die Wege der beiden Gesellschaften verschieden geplant. Die erste Gruppe dachte an P. Joseph Prost, den Seligen P. Kaspar Stanggassinger und an den Heiligen John Neumann, die zweite fasste das Wirkungsfeld des heiligen Klemens in Polen ins Auge.
Erste Gruppe
Die erste Gruppe reiste nach Attnang-Pucheim zum Gedenken an Pater Prost, den Leiter der ersten Mission von Redemptoristen in Irland. Diese Mission wurde 1851 in Limerick gepredigt. In der Friedhofkapelle dankten wir Gott, dass er uns den Pater Probst und die Pioniere schenkte, die in Irland die erste Kommunität von Redemptoristen gründeten. Abends waren wir beisammen mit den Mitbrüdern der Kommunität Attnang-Pucheim zur Vesper und zum Gaudeamus.
Dann gingen wir auf den Spuren des Seligen Kaspar Stanggassinger in Berchtesgaden, wo er geboren und getauft wurde und auch Primiz feierte. Bei unserer Ankunft im Geburtshaus des Seligen, wurden wir herzlich von seiner Grossnichte empfangen.
Darauf besuchten wir die Gemeinschaft der Redemptoristen in Gars, wo die sterblichen Überreste des Seligen Kaspar aufbewahrt sind. Bei unserer Eucharistiefeier hielt Schwester Anneliese Herzig, die Generaloberin der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser (Garser Missionsschwestern), die Ansprache. - In Gars besuchten wir den Friedhof und sangen das Salve Regina im Gedenken an unsere Mitbrüder, die dort begraben sind, namentlich unseren früheren Generaloberen P. Josef Pfab und P. Bernhard Häring.
Die nächste Station war der Wallfahrtort Altötting, den auch der Heilige Klemens als Pilger besuchte. Hier wurde dem Seligen Kaspar klar, dass er berufen war, Redemptorist zu werden, und hier war auch 1841 die erste Gründung in Deutschland zustandgekommen.
Nach unserem Aufenthalt in Deutschland kamen wir wieder nach Tschechien und zwar nach Böhmen. Hier pilgerten wir nach Svatá Hora in Příbram. Dieser Wallfahrtsort ist seit 1861 den Redemptoristen anvertraut. Aber am 13. April 1950 wurden diese gewaltsam deportiert, in jener Nacht, wo alle Klöster durch die Kommunisten aufgehoben wurden. Vierzig Jahre später, am 1.März 1990, kehrten Redemptoristen nach Svatá Hora zurück.
Zum Abschluss unserer Reise folgten wir den Spuren des Heiligen Johannes Neumann und besuchten seinen Geburtsort in Prachatice und die Gräber seiner Eltern Filip und Anežka. Wir besuchten auch České Budějovice, in deutschen Landen bekannt durch den Namen Budweiser. Das ehemalige Priesterseminar, wo Johannes studierte, steht zwar noch, wurde aber von den Kommunisten konfisziert und ist bis heute den ursprünglichen Eigentümern nicht mehr zurückgegeben worden.
Zweite Gruppe
Die zweite Gruppe startete in Polen und gelangte später nach Tasswitz und Wien. Nebst unseren Gedenkstätten waren auch Spuren des zweiten Weltkrieges nicht zu übersehen.
In den ersten Tagen übernachtete unsere Gruppe im Exerzitienhaus Niepokalanow, einem riesigen Komplex, welcher der Unbefleckten Jungfrau Maria geweiht ist, vom Heiligen Maximilian Kolbe gegründet wurde und nun von Franziskaner Konventualen geführt wird.
In Warschau gelangten wir nach einem kurzen Gang durch die Altstadt zur Kirche St. Benno. Das ist eine überraschend schöne, einfache Kirche. Hier feierten wir Eucharistie. Dann fuhren wir zum anderen Haus der Redemptoristen: St. Klemens, wo wir überaus freundlich empfangen und grosszügig verpflegt wurden. In St. Klemens war die Vesper am Grab des P. Bernhard Lubienski, dessen Seligsprechungsprozess in Rom eingeleitet ist. Lubienski war der Name eines polnischen Beamten, der die Vertreibung des Klemens aus Warschau unterstützte. Später zog seine Familie nach England, und sein Enkel Bernhard trat in London bei den Redemptoristen ein. Bernhard hatte den Mut, das Vergehen seines Grossvaters wieder gut zu machen, und führte die Redemptoristen wieder in Polen ein. Dank ihm ist die Kongregation der Redemptoristen seit 1883 wieder in Polen fest zu Hause.
Im Jahr 1944 wurden dreissig Mitglieder der Kommunität von St. Klemens erschossen samt den Männern, Frauen und Kindern, die in jenem Moment zum Gottesdienst in der Kirche weilten. Das war Rache der Nazi nach dem Aufstand des 1. August 1944. Der Obere musste zusehen, wie ein Mitbruder nach dem anderen erschossen wurde, bis er als letzter selber erschossen wurde.
Ergriffen von diesem Drama, reisten wir nach Kraków. Unterwegs beteten wir vor dem Bild der berühmten Madonna in Jasna Góra, Częstochowa. In Kraków diente uns als Dolmetscher und bester Führer der Rektor der Hausgemeinde, nämlich P. Jacek Dembek. Wir ahnten nicht, dass dieser einen Monat später durch das Generalkapitel zum Generalrat gewählt würde.
In Kraków sangen wir die Vesper in der Kirche der Dominikaner. Warum denn hier? Denn hier nahmen die Behörden den Klemens fest am 21. April 1798. Sein Verbrechen? - Kidnapping! Auf Bitten einiger Eltern von Tasswitz hatte er deren Söhne nach Warschau mitgenommen, um ihnen dort guten Schulunterricht zu bieten, aber dabei gab er sich nicht Rechenschaft, dass er so gegen das Auswanderungsgesetz von 1784 verstiess. Zwei Jahre später wurde er an einem Kontrollpunkt festgenommen. Nach 106 Tagen Hausarrest entwich er vermutlich mit Hilfe der Dominikaner.
In Kraków waren wir in der engeren Heimat des Papstes Johannes Paul und besuchten seinen Geburtsort Wadowice: Dann fuhren wir nach Auschwitz. Mindestens ein Redemptorist starb in Auschwitz - P. Casimir Smorenski (geboren 1889). Seine Häftlingsnummer war 29706, und die des Maximilian Kolbe 16670. Tief erschüttert verliessen wir diese schreckliche Stätte und waren auch entsprechend gestimmt bei unserem Abendgebet, das feierlich tief ging.
Am fünften Tag unternahmen wir die lange Reise von Kraków nach Wien. Ein Halt erheiterte unsere Gemüter, nämlich bei den Redemptoristinnen des Klosters Bielsko-Biała. Welch grosse Freude war es für uns, die vielen frohen jungen Schwestern zu sehen, die bereit waren, ihr Leben Gott zu widmen: 25 Schwestern leben in der Kommunität, 10 weitere sind ausserhalb des Klosters eingesetzt, und einige gründen in Kazakhstan eine neue Gemeinschaft.
Von Bielsko-Biała fuhren wir nach Wien, wo wir nach zwölfstündiger Reise eintrafen. In den folgenden zwei Tagen besuchten wir als Pilger Wien und Tasswitz.
Auf den Spuren des Erlösers
Unsere ersten zwei Pilgerreisen hatten zu den Ursprüngen der Redemptoristen geführt, auf der dritten Reise ging es um die Anfänge des Christentums. Auf diese Reise in die sichtbare Heimat Jesu wollten wir uns vorbereiten in Gebet und Studium. Fast zwei Jahre lang hatten sich alle Mitbrüder, ob sie ins Heilige Land reisen wollten oder nicht, mit dem Einführungsprogramm zu befassen. Auf Kommunitätsebene bestand das in monatlichen Bibelstudien und anschliessender Lesung aus der Heiligen Schrift. Auf Provinzebene hatten wir zwei "Provinztage" zur Vertiefung unseres Verständnisses der Bibel und eine ganze Woche "Bibelstudium". Schliesslich hatten wir zwei Monate vor der Abreise unter Leitung eines islamischen und eines israelischen Kenners drei Tage Einführung in die beiden grossen Religionen, die in Palästina eine wichtige Rolle spielen.
Auf der Wallfahrt besuchten wir wie alle Pilger die Stätten, die eine Beziehung zu Geburt, Tod und Auferstehung Jesu haben, aber wir wollen eingehen auf Orte, die wir auf besondere Weise in die Augen fassten. Die ganze Zeit war uns bewusst, dass Israelis und Palästinenser in gespannter Weise miteinander umgehen und dass die sichtbare Mauer zur Spannung beiträgt. Man sagte uns auch, dass die Israelis den Zugang zu Bethlehem, Bethanien und Emmaus erschweren, weil diese Orte unter palästinensischer Hoheit sind. Aber wir hatten entschieden, dorthin zu gehen und taten es auch. Wir wollten solidarisch sein mit der christlichen Minderheit. Wir müssen feststellen, dass in Bethlehem die Zahl der christlichen Bewohner von 80% auf 16% gesunken ist. Bei diesem dramatischen Auswandern der Christen aus dem Heiligen Land schlägt P. Con Casey vor, dass die Kirche sich für die bleibende Gruppe christlicher Bewohner einsetzen muss, sonst werden bald nur noch christliche Touristen in Bethlehem zu finden sein.
Die meisten von uns wissen nichts von Redemptoristen, die je eine Rolle spielten in Jerusalem, aber P. Brendan McConvery erzählte, dass P. Bernard Kavanagh am 21. Dezember 1917 als Kaplan der britischen Armee von einem Türken auf dem Ölberg erschossen wurde. Er wurde begraben auf dem Commonwealth War Cemetery auf dem Ölberg. P. Kavanagham war ein Irländer aus Limerick, aber als 1898 die Provinz London errichtet wurde, blieb er bei den Mitbrüdern der englischen Provinz. Der zweite Redemptorist ist P. Antonio Dressino aus der römischen Provinz. P. Dressino wurde am 17. März 1996 ausgezeichnet als “Righteous Gentile” für seinen Einsatz, um Juden zu retten zur Zeit der Besetzung Roms durch die Nazi. Er ist erwähnt im italienischen Abschnitt des Yad Vashem Holocaust Museums in Jerusalem.
In Kafarnaum spielten einige Mitbrüder am See Genezareth ein kleines Drama auf zur Erinnerung an die Berufung der ersten Jünger Andreas, Petrus, Jakobus und Johannes.
Auf unserer Reise waren wir überrascht, an zwei Orten Bilder Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe zu finden. In der Kirche von der Heimsuchung in Ein Karem ist eine solche Darstellung am Ambo. Und in Nazareth ist ein Bild Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe an prominenter Stelle an der Wand des internationalen Marianischen Zentrums (http://www.mariedenazareth.com). Das ist ein neues Zentrum für Frieden und Marienverehrung; es hat die Mutter von der Immerwährenden Hilfe zur Patronin.
Den letzten Halt auf unserer Reise machten wir in Naim. Hier im Kirchlein verrichteten wir ein kurzes Gebet und lasen den Bericht vom Evangelisten Lukas über die Erweckung des toten Sohnes der Witwe. Zur Zeit sind in Naim zwei Prozent der Bewohner Christen, die übrigen sind Mohammedaner.
Zentrale Vorbereitungskommission für das XXIV. Generalkapitel
21. Mai 2008
Jacek Dembek C.Ss.R., Vorsitzender der Zentralen Vorbereitungskommission
Liebe Mitbrüder!
Vom 16.-20. Mai 2008 fand die zweite Sitzung der Zentralen Vorbereitungskommission für das XXIV. Generalkapitel in Rom statt. In dieser Sitzung wurden die zurückgesandten Fragebögen der Einheiten mit aller Sorgfalt und Genauigkeit durchgesprochen.
Die Zentrale Vorbereitungskommission möchte Ihnen für diese zum Nachdenken anregenden Antworten ihren Dank aussprechen. Wie Sie wissen, wurde der Fragebogen jeder Kommunität in der Kongregation zugesandt. Von 87 Einheiten kamen 47 ausgefüllte Fragebögen zurück. Wir danken auch allen, die die Zusammenfassungen für ihre Einheiten geschrieben haben. Das war gewiss eine Heidenarbeit. Herzlichen Dank für Ihre Mitarbeit bei der Vorbereitung des kommenden Generalkapitels.
Mit diesem Schreiben möchten wir Ihnen die wichtigsten Anliegen und Themen der eingesandten Zusammenfassungen zur Kenntnis bringen. Diese Anliegen und Themen können in folgende Bereiche gegliedert werden:
Redemptoristische Identität
- Die Glaubwürdigkeit unseres apostolischen Lebens und unseres prophetischen Zeugnisses in einer sich rasch ändernden Welt
- Individualismus, Konsumverhalten, Säkularismus und ihre Auswirkungen auf unsere Identität
Sendung
- Migrantenseelsorge und Seelsorge an den verlassenen Armen (Binnenwanderer, Flüchtlinge und Zuwanderer). Das schließt auch die Seelsorge an Familien ein, die durch die Migration auseinander gerissen wurden.
- Unsere Präsenz unter den Armen und unsere Beziehung zu ihnen
- Apostolische Schwerpunkte in den Einheiten
- Neue apostolische Initiativen und die Opfer, die sie mit sich bringen, sowohl für den Einzelnen als auch für die Gemeinschaft
Apostolische Gemeinschaft
- Die Auswirkungen des Individualismus auf die apostolische Gemeinschaft
- Die Herausforderung der ständigen Bekehrung der Gemeinschaft
- Der Lebensstil unserer Kommunitäten
- Gemeinschaftsgebet und der Geist des innerlichen Gebetes
- Älter werden und Sterben, sowohl als Einzelner als auch als Gemeinschaft
Aus- und Weiterbildung
- Neue Probleme sowohl in der Erstausbildung als auch in der Weiterbildung
- Rückgang der akademischen Ausbildung der Mitbrüder, vor allem der nachuniversitären Studien
- Spezialausbildung für das missionarische Leben in internationalen Kommunitäten
Zusammenarbeit und Mitarbeit
- Internationale Kommunitäten und Fragen der Kultur
- Die Spannung zwischen Inkulturation und gegenkulturellem Zeugnis
- Zusammenarbeit zwischen den Einheiten
- Laienmitarbeit und Zusammenarbeit mit den Laien als wesentliche Elemente unseres missionarischen Lebens
Neustrukturierung
- Verschiedene Antworten, interessante Stellungnahmen und Vorschläge
- Das Verhältnis zwischen Neustrukturierung und unserer Sendung
- Die Verwechslung von Neustrukturierung und Reorganisation
- Die Spannung zwischen Autorität und Subsidiarität
- Neustrukturierung und eine neue Solidarität
Thema des Sexenniums 2003-09
- Es gab unterschiedliche Reaktionen und verschiedene Auswirkungen in den Einheiten der Kongregation
Jedes dieser Anliegen und Themen tauchte in mehr als einer Region der Kongregation auf. Viele von ihnen kamen in den Berichten aller Regionen vor. Diese Anliegen und Themen werden bei der Vorbereitung des Instrumentum Laboris berücksichtigt werden und dem Generalkapitel bei seiner Arbeit eine Hilfe sein.
Die Zentrale Vorbereitungskommission beabsichtigt, ein Instrumentum Laboris zu erstellen, das in den regionalen vorkapitularen Treffen von Januar bis Mai 2009 besprochen werden soll.
Wir danken Ihnen noch einmal für Ihren Beitrag zur Vorbereitung des XXIV. Generalkapitels. Wir hoffen, dass dieser mit dem Fragebogen begonnene Dialog weitergehen und sich noch vertiefen wird, so dass das Generalkapitel die richtigen Antworten auf die echten Anliegen und Sehnsüchte der Kongregation und der verlassenen Armen finden kann, damit wir gemeinsam unser Leben geben können für die Erlösung in Fülle in der heutigen Welt.
Vita Apostolica
Ordensleben 7: Gelübde als Gegenliebe zu Gott.
Félix Catalá C.Ss.R.
Ich habe dich erwählt, bevor ich dich ins Leben rief. Bevor du geboren wurdest, habe ich dich zum Propheten bestimmt (Jer. 1, 4).
Die Gelübde stehen in unseren Konstitutionen im Zusammenhang mit dem Charisma der Kongregation und ihrem Sendungsauftrag von Christus. Das ist kein pragmatischer, sondern ein theologischer Blick auf die Gelübde und betrifft alle Dimensionen der Lebensweise. So prägt die pastorale Liebe das Leben der Redemptoristen und gibt ihm Einheit (Konst. 54). Der Blick auf das Charisma führt dazu, dass die Gelübde erlebt werden. Die apostolische Ausrichtung unseres Institutes ist nicht zweitrangig. Sie prägt und bestimmt den Stil unseres Ordenslebens.
Unsere Kongregation ist auf der historischen Linie apostolischer Institute und verbindet die Hingabe an Gott mit der Zuwendung zu den Armen in einer konsequenten Lebensweise und Verkündigung der Frohen Botschaft. Alfons sagt, dass unser Weg zur Heiligkeit in der Verbindung von Beschauung und Tätigkeit zu suchen ist. Das gemischte Leben, wo Gebet und Tätigkeit verbunden sind, ist das vollkommenste, denn so war das Leben Jesu (Alfons, 1749).
Wir hatten am Anfang keine geschriebene Regel. Mehrere Köpfe und Herzen einigten sich, um die Lebensweise im Institut zu bestimmen. Und die Armen waren dabei entscheidend. Sie waren eine Art Sakrament für die Kongregation: Zeichen des Willens Gottes, die der Gründung und dem Fortbestand der Kongregation Halt gaben.
p Rolle in diesem Moment, wo Gott etwas Neues einleitete. Gleichgesinnt waren Monsignor Falcoia und die engsten Freunde des Alfons. Man muss an Sportelli, Mazzini, Mannarini, Sarnelli denken, an diese Freunde und Mitgründer, die das neue Institut prägten. Wenn Alfons mit Seelenführern über das Projekt sprach, lachten ihn manche aus. Alfons antwortete allen, die ihn für verrückt hielten, ganz einfach, klipp und klar: Ich will nur das Evangelium leben!Die Begeisterung des Alfons für Gott und die Armen führte zu einem radikalen Wandel in Gesinnung und Lebensweise mit dem Ziel, den Armen die Frohe Botschaft zu bringen. Er opferte Jesu die Stadt Neapel. Er beschloss, den Rest seines Lebens in Schafställen und Scheunen zu verbringen und schliesslich unter der Landbevölkerung bei den Schafhirten zu sterben (Tannoia, IV, p. 66).
Die Vertikale (Gott) und die Horizontale (die Armen) trafen sich in der Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi und prägten die neue Ordensgemeinschaft. Es gab damals kein Institut, das diesem dringenden Bedürfnis entsprach. Keine bestehende Ordensregel enthielt, was nun als Gottes Plan für die neue Gemeinschaft galt. Alfons und die ersten Redemptoristen richteten sich einfach auf das aus, was Gott offenbar von ihnen erwartete, und versuchten, das in ihrer Regel festzuhalten.
All dem gaben sie in der Gestaltung ihres Ordenslebens und ihrer Lebensweise Ausdruck. So wollten sie ihre Gelübde in ihrem Leben gemäss ihrem Sendungsauftrag und Charisma umsetzen. Ihr Leben sollte sichtbar machen, was in ihnen brannte. Wer Gott liebt, will auch viele andere dazu bewegen, Gott zu lieben. (Alfons, 1749). Das Leben in der Liebe Gottes führte dazu, dass sie bereit waren auf alles zu verzichten, um ganz für ihre Mission zu leben. Für sie traf zu, was in den heutigen Konstitutionen steht: Sie selbst sind gleichsam eine Antwort an den Herrn, der sie zuerst geliebt hat. Diese Antwort bringen sie zum Ausdruck durch die Gelübde der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams (Konst. 56).
Wenn man die Briefe und andere Schriften des Alfons liest, sieht man, wie eifrig die ersten Redemptoristen auf Missionen gingen. Zugleich stellt man fest, wie wichtig für sie das Gebet und die mystische Komponente ihres Lebens waren. Die persönliche Beziehung zu Gott und die persönliche Beziehung zu den Armen gehörten zusammen. Man entdeckt, wie wichtig es für sie war, die Gemeinschaft mit allen Mitteln auf das Charisma auszurichten – Betrachtungen dienten der Verbundenheit mit Gott und der Erkenntnis des Willens Gottes, führten aber auch zu jenen Tugenden, die notwendig sind, um den Sendungsauftrag zu erfüllen. Dazu gehörte auch das Studium, damit sie den Armen das beste bieten konnten. Alfons war sehr darauf bedacht, dass keiner von ihnen den Armen Ärgernis gab.
Wenn man beobachtet, wie die ersten Redemptoristen lebten, sieht man, dass die Gelübde keine auferlegte Pflicht waren, sondern sich ergaben aus ihrer Grundhaltung vor Gott und Menschen in steter Treue zu ihrem Auftrag, die Frohe Botschaft Christi zu verkünden. Wenn wir unsere Liebe selbstlos vertiefen und dabei unsere Gelübde in Gottverbundenheit erleben, sind wir auch offen für das Wirken des Heiligen Geistes und fühlen uns von Gott gesandt.
Generalsekretariat für Ausbildung
Website für Ausbildung der Redemptoristen
Luis Alberto Roballo, C.Ss.R.
Das Generalsekretariat hat ein Web Site eingerichtet für Weiterbildung der Redemptoristen, und zwar auf Englisch und Spanisch unter www.fcontinuacssr.com. Einzelne Abschnitte wie Fotogalerie und Blog können on line auch in anderen Sprachen für jedermann zugänglich werden. Besuchen Sie uns und nehmen Sie teil am Austausch in Bildungsfragen. Wir können auch über Links mit anderen Websites von Redemptoristen verbinden und von Ihnen in Form von Bildern, Texten oder Videos Beiträge zur Bildung herunterladen. Besten Dank für Ihre Unterstützung unserer Weiterbildung on line. Für mehr Information schreiben Sie bitte per E-Mail an: luisroballo@fcontinuacssr.com
1. "Kreuzigung", Gemälde von Eva Kaiser, Leihgabe bis Oktober in der Kirche Maria am Gestade, Wien.
3. P. Bernhard Häring C.Ss.R. wurde zu seinem 10.Todestag hoch geehrt in der Aula Magna der Alfonsianischen Akademie am 17.Mai.
4.Die Gemeinschaft von Sant'Alfonso lauscht aufmerksam den Ausführungen von P. Bruno Hidberüber P. Bernhard Häring und dessen Beiträge zur Moraltheologie.
5.P. General predigte bei der Eucharistiefeier zum Gedenken an P. Häring. Nachher wurden Fotos und Bücher von Pater Häring im Kommunsaal ausgestellt. Festessen und Gaudeamus bildeten den Schluss des Gedenktages.
6. 24 Mitbrüder, Ausbilder und Studenten aus den Provinzen Lissabon, Madrid, Strassburg, Rom, Neapel und St. Clemens waren am Treffen vom 30. April bis 4. Mai im Haus Perpetuo Socorro, Madrid.
7.Neue Kirche und Waisenhaus in Abuja, Nigeria
8. Mitbrüder der Provinz Dublin an der Klagemauer in Jerusalem.
9. Mitbrüder der Provinz Dublin auf den Spuren Jesu auf der Via Dolorosa in Jerusalem.
10. Mosaik vom Heiligen Klemens an der Decke der österreichischen Kapelle in der Basilika der Dormitio auf dem Berg Sion in Jerusalem.
11. Die Kommission zur Vorbereitung des 24. Generalkapitels tagte vom 16. bis 19. Mai. Mitglieder besuchten das Salesianum, wo das Generalkapitel im Oktober 2009 durchgeführt wird: von links nach rechts Manuel Rodríquez, Mitverfasser des Instrumentum Laboris; Gary Ziuraitis, Brendan Callanan, Michael Brehl, Jacek Dembek, Mitglieder der Kommission zur Kapitelvorbereitung und Larry Kaufmann von der Kommission für Neustrukturierung.
12. Eingang zum Salesianum, Ort des 24. Generalkapitels im Oktober 2009.
Was es im WWW.CSSR.TV gibt
Vor einem blauen Prospekt stehend zeigt der Redemptorist P. Luberti auf das Evangelium und predigt. Als Priester lebt er für die Taubstummen. “Nun haben wir ein schöpferisches Projekt mit riesiger Reichweite” sagte er. Denn laut Fachleuten ist Gottesdienst zum ersten Mal den Taubstummen über Web Camera Technologie zugänglich und wird von 500,000 Menschen in Zeichensprache wahrgenommen.
Pilgerreise 2009 zur Jahrhundertfeier des Hl. Klemens
Spirituality Commission, North America
Die Spirituality Commission of North America plant eine Reise zum Gedenken an die Heiligsprechung des P. Klemens Hofbauer vor 100 Jahren. Mitbrüder aus aller Welt sind eingeladen, sich dieser Pilgerreise anzuschliessen, die in Gars, Deutschland, am Donnerstag, 14. Mai 2009 beginnt, und ihren Abschluss findet in Warschau, Polen, am 23. Mai 2009. Wir nehmen teil an der Jahrhundertfeier in Wien am 19. und 20. Mai. Wir besuchen auch München, Füssen, Budweis, Bratislava, Wien, Tasswitz, Catowice, Cracow, Czestochova und Warschau.
Preis $2,199 (U.S. dollars), inbegriffen Hotels, alle Fahrten, Führungen, Autobus samt Fahrer, Eintrittspreise bei Besichtigungen, 9 Frühstücke und 5 Dinners. Der Preis gilt pro Person; eventuell Zuschlag für Einzelzimmer.
Genaue Informationen erhalten Sie von Father John Murray, C.Ss.R. über MurrayCSsR@aol.com
Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen auf Officialia site
Profess mit ewigen Gelübden:
Brou, Hervé Ange Brou, Elfenbeinküste, 6. April 2008
Michel Kadjeli Yao, Elfenbeinküste, 6. April 2008
Priestwerweihen:
Pedro Magallanes Torres, Vizeprovinz Peru-Süd, 29. März 2008
Justo Antonio Miranda Zavala, Vizeprovinz Peru-Süd, 12. April 2008
José Roberto Miranda Ramos, Vizeprovinz Bahia, 26. April 2008
Hryhorije Palyha, Provinz Lviv, 28. April 2008
Ihor Stelmakh, Provinz Lviv, 28. April 2008
Paul Dinh Dau Luyen, Provinz Baltimore, 9. Mai 2008
Thomas William McCluskey, Provinz Baltimore, 9. Mai 2008
Francis David Mulvaney, Provinz Baltimore, 9. Mai 2008
Prem Prakash D´Souza, Provinz Bangalore, 14. Mai 2008
Bischofsweihe:
Bryan Joseph Bayda C.Ss.R., Provinz Yorkton, geweiht und eingesetzt als ukrainischer Bischof von Saskatoon, Kanada, 27. Juni 2008.
Unsere Verstorbenen:
P. Bernhard Jestl, 81, Provinz Wien, 27. April 2008
P. Francis Gerard Jennings, 88, Vizeprovinz Richmond, 30. April 2008
Br. José (Julio) Langa Garcia, 66, Provinz Madrid, 5. Mai 2008
P. Franz Xaver Urban, 101, Provinz München, 15. Mai 2008. * Pater Urban, der einzige Hundertjährige der Kongregation, hätte 4 Tage später 80 Jahre Profess und kurz darauf 75 Jahre Priesterweihe feiern können.
P. George John Keaveney, 67, Provinz Baltimore, 23. Mai 2008
P. Donald Christopher Fraser, 87, Provinz London, 23. Mai 2008
P. Hubertus (Huub) Cox, 75, Provinz St. Clemens/Region Nederland, 28. Mai 2008
P. Armando Fieni, 84, Provinz Rom, 30. Mai 2008
70 Jahre Priester:
John Doherty, Provinz Baltimore, 19. Juni 2008
60 Jahre Priester:
Sylvester Edward Feeley, Provinz Baltimore, 20. Juni 2008
George Henry Bridge, Provinz Baltimore, 20. Juni 2008
John Gerard Barry, Vizeprovinz Richmond, 20. Juni 2008
Karel Zeman, Provinz Prag, 20. Juni 2008
Frantisek Hurina, Provinz Prag, 20. Juni 2008
Henry Joseph McKeever, Provinz Denver, 29. Juni 2008
50 Jahre Priester:
James Joseph O’Blaney, Provinz Baltimore, 22. Juni 2008
John Devin, Provinz Baltimore, 22. Juni 2008
Richard Knappik, Provinz Baltimore, 22. Juni 2008
William Spillane, Vizeprovinz Richmond, 22. Juni 2008
Edward Gray, Vizeprovinz Richmond, 22. Juni 2008
Robert Straub, Provinz San Juan, 22. Juni 2008
Alfonso Amador, Provinz San Juan, 22. Juni 2008
Desmond Joseph Scanlan, Provinz Edmonton-Toronto, 22. Juni 2008
Jean-Paul Gauthier, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 24. Juni 2008
Jean-Paul Labonté, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 24. Juni 2008
Paul-André Bouchard, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 24. Juni 2008
Gerard Ernest Siebold, Provinz Denver, 24. Juni 2008
Martin Alphonse Stillmock, Provinz Denver, 24. Juni 2008
Monroe Gerard Perrier, Provinz Denver, 24. Juni 2008
Vincent Humbert (Noé) Aggeler, Provinz Denver, 24. Juni 2008
George Yot Phimphisan, Bischof von Udon Thani, Thailand (Vizeprovinz Bangkok), 24. Juni 2008.
25 Jahre Profess:
Sagaya Arokiaswamy, Provinz Bangalore, 27. Juni 2008
Ranjit Kumar Beck, Provinz Bangalore, 27. Juni 2008
Fulgence Michael Guria, Provinz Bangalore, 27. Juni 2008
Gaspar James D’Costa, Vizeprovinz Mumbai, 27. Juni 2008
Paul Julius Irudiaraj, Vizeprovinz Mumbai, 27. Juni 2008
Joseph Ivel Mendanha, Vizeprovinz Mumbai, 27. Juni 2008
Sebastianus Ani Dato, Provinz Indonesia, 28. Juni 2008
Barnabas Bili Ngongo, Provinz Indonesia, 28. Juni 2008
Thomas Wungo, Provinz Indonesia, 28. Juni 2008
25 Jahre Priester:
Patrick McLaughlin, Provinz Dublin, 4. Juni 2008
Ciaran Fergus O´Callaghan, Provinz Dublin, 4. Juni 2008
Matthew (Matías) Ryan, Vizeprovinz Fortaleza, 4. Juni 2008
Wiesław Poradzisz, Provinz München, 5. Juni 2008
Wiesław Majewski, Provinz Warsaw, 5. Juni 2008
Bogdan Bańdur, Provinz Warsaw, 5. Juni 2008
Stanisław Karaś, Provinz Warsaw, 5. Juni 2008
Andrzej Szczupał, Provinz Warsaw, 5. Juni 2008
Janusz Dołbakowski, Provinz Warsaw, 5. Juni 2008
Kazimierz Mikulski, Provinz Warsaw, 5. Juni 2008
Andrzej Żylak, Vizeprovinz Resistencia, 5. Juni 2008
Zdzisław Kamiński, Vizeprovinz Bahia, 5. Juni 2008
Kazimierz Strzępek, Provinz Bolivia, 5. Juni 2008
Gérard Riblier, Vizeprovinz Burkina-Niger, 19. Juni 19, 2008
Miroslav Čajka, Vizeprovinz Michalovce, 25. Juni 2008
Michel Mercier, Provinz Sainte Anne de Beaupré, 26. Juni 2008
Gewählt wurden:
Sixto Benigno Guerrero Vásquez als Provinzvikar in Quito. Bestätigt am 11. Mai 2008.
Jovencio Ma wieder als Provinzial in Cebu. Bestätigt am 12. Mai 2008.
Alphonse Peter wieder als Provinzial in Strassburg. Bestätigt am 20. Mai 2008.
Maurice Girardin, Provinzvikar in Strassburg. Bestätigt am 20. Mai 2008.
Dominic Ðinh Minh Hải wieder Vizeprovinzial Extra Patriam. Bestätigt am 23. Mai 2008.
Dominic Nguyễn Phi Long, Provinzvikar Extra Patriam. Bestätigt am 23. Mai 2008.
Sebastian Ani Dato, Provinzial in Indonesien. Bestätigt am 23. Mai 2008.
Barnabas Bili Ngongo, Provinzvikar in Indonesia. Bestätigt am 23. Mai 2008.
Luís Rodrgius Batista wieder Provinzial in São Paulo. Bestätigt am 24. Mai 2008.
Peter Burns wieder Provinzvikar in Dublin. Bestätigt am 27. Mai 2008.
Henricus (Henk) Erinkveld wieder Provinzvikar der Provinz St. Clemens. Bestätigt am 29. Mai 2008.
Aufhebung von Häusern:
“Holy Redeemer Center”, in Oakland, California. 13. Mai 2008
“Convento Nossa Senhora da Glória”, in Rubiataba, Goiás, Brasilien (Bistum Rubiataba-Mozarlândia), 13. Mai 2008.
Errichtung von Häusern:
Haus "Divino Pai Eterno”, Bairro Santuário, in Trindade, Goiás, Brasilien am 13.Mai 2008.
Haus “Convento Nossa Senhora do Perpétuo Socorro”, in Goiânia, Goiás, Brasilien am 23. Mai 2008.
Haus “Seminário Redentorista Pe. Pelágio”, in Goiânia, Goiás, Brasilien am 23. Mai 2008.
Haus “St. Peter und Paul" in Chernigiv (Erzbistum Kiev) am 23. Mai 2008.
Errichtung des Noviziatshauses
“San Alfonso”, in Piedecuesta, Santander, Kolumbien, am 23. Mai 2008.
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