Rom, Italien VOM HERAUSGEBER:
NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN: INTERVIEW: LEBENSWENDEN:
Weiter unten finden Sie den letzten Bericht über die Schäden. die unsere Mitbrüder durch das Erdbeben in der Provinz Santiago (Chile) erlitten haben. Die Übermittlung von Nachrichten ist angesichts der unterbrochenen Kommunikation und der den Verkehr behindernden Zerstörung von Straßen und Brücken schwierig. Wie schon im vergangenen Monat angekündigt (SCALA#54), geben wir in diesem Monat einen Bericht über die Situation der Mitbrüder von Vietnam. Der Bericht stammt von P. Vinzenz Pham Trung Thanh, Provinzial von Vietnam. Einmal mehr erinnern wir alle, die Bedürfnisse unserer Mitbrüder in Haiti nicht aus den Augen zu verlieren. Die Regenfälle im Frühling machen das Leben sehr schwierig. Vielleicht ist es ein Zeichen, dass wir unser Charisma, den am meisten Verlassenen und den Armen zu Hilfe zu kommen, indem wir verschiedene Hilfeleistungen in schwierigen Situationen verwirklichen. . P. Joachim Parron, Provinzial von Campo Grande, teilt uns folgendes mit: „Am 29. Januar feierte die Provinz von Campo Grande den 80. Jahrestag der Ankunft der ersten Redemptoristen aus der Provinz Baltimore. Es war in diesem Monat des Jahres 1930, dass die ersten Missionare, P. Franz Mohr C.Ss.R. und P. Alfons Hild C.Ss.R., die Pfarre der Unbefleckten Empfängnis in Aquiduana, Mato Grosso do Sul im Feuchtland Brasiliens übernahmen. Etwas später eröffneten sie neue Missionsstationen in Miranda, Campo Grande und an der Grenze zu Paraguay in den Städten Bela Vista und Ponta Porã. Es war wirklich eine Ehre, den Provinzial von Baltimore P. Pat Wood C.Ss.R. und den Provinzökonom P. Ed. Faliskie C.Ss.R. empfangen zu dürfen. Die Anwesenheit der beiden Patres war Ausdruck von Zuwendung und hoher Wertschätzung, die die Provinz Baltimore allezeit gegenüber Campo Grande an den Tag gelegt hat. Wir hatten unsererseits Gelegenheit, unsere Dankbarkeit zu zeigen und zwar nicht nur für die Männer die zur Missionierung der brasilianischen Bevölkerung entsandt worden waren, sondern auch für die Anstrengungen vieler Mitbrüder, die, auch wenn sie niemals den Boden Brasilien betreten haben, dennoch das missionarische Anliegen für die am meisten verlassenen Seelen in diesem „Land des Heiligen Kreuzes“ unterstützt haben. Einmal mehr danken wir Redemptoristen von Campo Grande aus ganzem Herzen Gott für die Provinz von Baltimore, für ihren Heroismus, für ihre Bereitschaft zu opfern und für den unerschütterlichen missionarischen Geist dieser redemptoristischen Einheit“. Während wir von der Provinz Baltimore sprechen, schreibt uns Provinzial P. Patrick Woods: „Wir haben hier im Provinzhaus mehr liturgische Paramente verschiedener Farben als wir jemals brauchen können. Es handelt sich um einfache Kleider von leichter Tragbarkeit.. Ich schätze mich glücklich, sie irgendeinem Haus der Redemptoristen kostenlos anbieten zu können. Als Entgelt bitten wir um ein Gebetsgedenken für jene Laien. die die Kleider angefertigt und genäht haben, sowie für deren bereits verstorbene Angehörigen. – Die Kleider wären gut für Missionen zu verwenden. Im Falle Ihres Interesses wenden Sie sich an P. Woods unter Woodscssr@aol.com oder P. Franz Gargani unter francescogcssr@yahoo.com.
NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN: Chile Bemerkung des Herausgebers: Die beigegebenen Fotos stammen aus der Zeit vor dem Erdbeben. Wir haben noch keine Fotos von den angerichteten Schäden erhalten. Am Montag, 1. März 2010 nachmittags hatte ich Gelegenheit mit P. Pedro Irizar über die Lage unserer Mitbrüder und der Kommunitäten zu telefonieren. Das Erdbeben war sehr stark, 8,8 auf der Richter-Skala. Es dauerte ungefähr drei Minuten. Die Lage ist allgemein sehr schwierig, mancherorts chaotisch. Vielfach besteht Mangel an Wasser und elektrischem Strom. Die Verbindungen sind abgerissen, Autobahnen sind abgeschnitten und Brücken zerstört. Es muss erst eine genaue Schätzung über das Ausmaß der Zerstörungen vorgenommen werden. Bereits jetzt wird von 800 Toten und vielen Verletzten gesprochen. Es gibt große Sachschäden. Den Mitbrüdern geht es gut, aber sie sind geschockt. Die am meisten betroffenen Kommunitäten sind Cauquenes, Penco (in der Nähe von Concepción, dem Epizentrum des Erdbebens) und Temuco. Am schwersten betroffen ist die Kommunität von Cauquenes.
Temuco: Die Mitbrüder sind wohlauf, aber das Haus wurde beschädigt, alles wurde durcheinander geworfen. Auch die Kirche hat teilweise Schaden erlitten.
IDie beiden Seminaristen, die auf Urlaub waren, sind wohlauf und gut untergebracht. Aber einige ihrer Familien haben ihr Heim verloren, z.B. die Angehörigen von P. Nestor. Die Kommunität von Penco, mit der wir bis heute keine Verbindung bekommen haben, ist wohlauf, die Kirche hat aber Schaden erlitten.
Die Schwierigkeit besteht darin, dass kein Geld zur Verfügung steht und dass wir bis zum Wiederaufbau Nothilfe von jenen Kommunitäten erbitten müssen, die selber unter dem Erdbeben gelitten haben. Die Aufgabe ist sehr schwierig, weil wir Kirche, Pfarrheim und Kloster in Cauquenes wieder aufbauen müssen. Cauquenes ist für uns sehr beutungsvoll, weil es unsere zweite Gründung ist. Lieber P. General, in schwierigen Zeiten wie diesen schätzen wir mit größerer Klarheit die Gegenwart Gottes. In diesen Tagen wurde ich Zeuge der Fähigkeit unserer Mitbrüder, hart und unermüdlich zu arbeiten. Bewundernswert ist die trotz aller Schwierigkeiten zu beobachtende Sorge der Patres Raul und Julio um die älteren Mitbrüder. Dabei kümmern sie sich noch um die Nöte der Menschen, indem sie ihnen geistliche Hilfe bringen, sie mit Nahrung und einem Dach über den Kopf versorgen. Und all dies, obwohl sie selber nichts haben. Ich danke P. Enrique López und allen Mitgliedern der Kongregation, die uns in dieser Zeit Anteilnahme und Hilfe erwiesen haben. Wir können nur vorausblicken, um uns selbst in der Hoffnung zu erneuern, dass Christus unser Erlöser mit uns ist und dass wir voranschreiten können. Aufrichtig
Drei koreanische Brüder haben sich auf die Profeß vorbereitet. Bruder Jacobo Park hat seine Exerzitien abgeschlossen und wartet nun mit Freude auf die Profeß am 10. Februar. Bruder Michael Kim ist gerade in den Exerzitien zur Vorbereitung der Verlängerung seiner zeitlichen Profeß am selben Tag. Die letzten zwei Wochen befindet sich Bruder Stephano Jung in Abgeschlossenheit als Teil seiner dreißigtägigen Exerzitien zur Vorbereitung seiner Ewigen Gelübde am 25. Februar. Aus den Protokollen ihres Lebens kommen gute Nachrichten. Die Mitbrüder haben für die Zukunft ein Jahr Vorbereitung auf die Ewige Profeß beschlossen. Es wird ein apostolisches Jahr sein. Gespräche über ein wanderndes Zentrum liegen in der Luft. Wir haben ein Grundstück in der Diözese Suwon bekommen, das dafür geeignet ist. Wir können nur hoffen und beten, daß das Projekt verwirklicht wird. Vor einiger Zeit hatten P. Casimiro Kwon, Regionalsuperior, und das Team für die Novene ein Treffen mit dem Erzbischof von Kwangju über das Anliegen, eine Novene in der Erzdiözese zu halten. Er stimmte dem Plan gerne zu. So wird im nächsten Monat eine geeignete Kirche ausgewählt und die Novene begonnen. Allerdings ist der beste Segen, den wir empfangen haben, daß mehr Mitbrüder in Gemeinschaft beten! Brasilien
Brasilien: Provinz von Porto Alegre
Weißrußland
Austria: Province of Vienna Nachdem die Wiener Provinz im vergangenen Jahr das 100-Jahr-Jubiläum der Heiligsprechung des heiligen Klemens Maria Hofbauer gefeiert hat, findet in diesem Jahr ein weiteres Jubiläum eines bedeutenden österreichischen Redemptoristen statt: Der im Rufe der Heiligkeit verstorbene Laienbruder Baptist Stöger wurde vor 200 Jahren geboren. Sein genaues Geburtsdatum ist der 4. Oktober 1810. Für den Herbst dieses Jahres sind Jubiläumsfeierlichkeiten in Planung, die ihren Schwerpunkt in Eggenburg haben werden. Im dortigen Redemptoristenkolleg hatte Frater Baptist die meiste Zeit seines Lebens gewirkt. Baptist Stöger arbeitete als Laienbruder im Garten des Klosters von Eggenburg. Er war 46 Jahre lang in der Kongregation, ehe er am 3. November 1883 verstarb. In all seinen Diensten war ein großer Menschenfreund. Zugleich zeichnete er sich durch Stille, Demut, Duldsamkeit, Opferbereitschaft und großen Gebetseifer aus. Über seinem Leben könnte als Überschrift die bekannte Zusammenfassung der „Regula Benedicti“ stehen: „Ora et labora“ – „Bete und arbeite“. Schon zu seinen Lebzeiten wurde Baptist Stöger von vielen Menschen als Ordensmann mit einer besonderen Verbindung zu Gott verehrt. So kamen beispielsweise die Landwirte zu ihm mit der Bitte, er solle beten, wenn sie gutes Wetter oder auch Regen brauchten. Oftmals war sein Gebet erhört worden. Am Ende seines Lebens musste erlitt er viele seelische und körperliche Schmerzen. Er musste wie viele Heilige auch erfahren, was es mit dem Phänomen der „seelischen Nacht“ auf sich hat.
Spanien: Provinz Madrid
“ Aus diesem Grunde schien es notwendig und gut, den jungen Menschen diese Möglichkeit zu bieten, das Kreuz zu berühren, es zu tragen und zu küssen; dadurch wird der Glaube berührbar, sinnlich, nahe. Das Kreuz wird am Karfreitag durch die Straßen von Madrid getragen. Dann wird es seine Mission in anderen Diözesen fortsetzen; neben seiner hauptsächlichen Bedeutung: Feier und Versammlung, mit besonderer Rücksicht aufdie Jungen, aber nicht nur auf sie. Das alles als Vorbereitung auf die große Feier und Zusammenkunft des Weltjugendtages 2011 in Madrid, wo zwei Millionen Menschen erwartet werden, gemeinsam mit dem Papst. Das wird eine Gelegenheit mehr sein, das Motto zu verwirklichen: „Verwurzelt und auf (Christus) gegründet, haltet an dem Glauben fest“ (Kol 2,7). Anmerkung des Herausgebers: Sie finden Informationen in verschiedenen Sprachen über den Weltjugendtag 2011 in Spanien: Vietnam Bemerkung des Herausgebers: P. Vincent Pham Trung Thanh, Provinzial der Provinz Vietnam, kam nach Rom, um die Urne von P.Francis Xavier Huu Hua in sein geliebtes Vietnam zur bringen. Er nahm die Gelegenheit wahr, uns über die neueste Entwicklung in Vietnam zu informieren. SCALA: Wie ist die sozio-politische Situation in Vietnam seit Ende des Vietnamkrieges 1975? P. Thanh: 1975, als Südvietnam seinen Unabhängigkeitskrieg verlor, übernahm das kommunistische Regime von Nordvietnam die Kontrolle im ganzen Land. Seit damals flohen eine Million Menschen aus Vietnam und suchten politisches Asyl in der weiten Welt. Das kommunistische Regime setzte ihre Politik durch, indem es Soldaten und Offiziere der früheren Regierung in Konzentrationslager zur Re-edukation brachte. Die kommunistische Regierung setzte ihre Ideologie durch und verwarf jedes Recht auf Privateigentum. Sie hat die Freiheit der Menschen auf ein sehr begrenztes Minimum reduziert. Die Religionsfreiheit ist am meisten kontrolliert. Das ganze Land ist in eine tiefe ökonomische und eine unabsehbare moralische Krise geraten. SCALA: Wie ist die Lage der katholischen Kirche in Vietnam? P. Thanh: Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten sind fast alle Besitzungen der Orden, und die Schulen, Krankenhäuser, Caritaseinrichtungen und humanitären Institutionen verstaatlicht worden. Auch Klöster sind enteignet und durch die Regierung beschlagnahmt worden. Regierungsmitglieder haben diese für ihr eigenes Interesse und ihren eigenen Vorteil verwendet. Die Vertreter der katholischen Kirche in Vietnam haben darüber gesprochen. Sie haben wiederholt an die höchsten Regierungsstellen appelliert, aber ihre Interventionen wurden ignoriert. 2008 wurde auf dem Platz, der seinerzeit der Nuntiatur von Hanoi gehörte und von der Regierung 1975 besetzt worden war, ein Unterhaltungsetablissement mit einem Nachtclub geplant. Der Erzbischof von Hanoi Joseph Ngo Quang Kiet versammelte seine Mitchristen zum Gebet für Gerechtigkeit und Frieden. Er sprach auch mit der Regierung von Hanoi und betonte, daß die Religionsfreiheit eines der grundlegenden Menschenrechte sei. Er erhob Einspruch gegen den Totalitarismus der Regierung und forderte die Rechte ein, die der Kirche legitimerweise zustehen. Er verlangte auch die bedingungslose Rückgabe der Besitzungen, die für Zwecke des Gemeinswohls verwendet worden waren. Nach der Aktion gegen die Nuntiatur in Hanoi ging die Regierung mit derselben Taktik und demselben Ziel gegen das Eigentum der Redemptoristen in Thai Ha (Hanoi) vor, ebenso gegen die Pfarrkirche von (Quang Binh, Vinh), die Kirche von Loan Ly (Erzdiözese Hue), das Eigentum der Paulist Sisters in Vinh Long (Vinh Long), und neuestens gegen die Pfarre Dong Chiem (Hanoi). SCALA: Wie ist die Lage der Redemptoristen heute in Vietnam? P. Thanh: Nach 1975 wurden die meisten Besitzungen und Gebäude der Redemptoristen in Vietnam nationalisiert. Wir nennen hier nur die bedeutendsten: Weite Landstücke und das Juvenat der Redemptoristen in Hue; das Kloster in Nhatrang (jetzt Hal Yen Hotel); 50 Hektar Land, eine Hühnerfarm und das Studentat der Redemptoristen in Dalat; Haus und 150 Hektar Kaffee- und Orangenkultur in Phu Son; Haus und 150 Hektar Kaffee- und Obstkulturen in Phu Dong; das 12 Hektar umfassende Kloster und Studentat sowie 12 Hektar Reisfelder in Thu Due; 8.500 m² Friedhof der Redemptoristen in Saigon; weiters andere der Finanzierung der Provinz dienliche Betriebe, so eine Farm für 1000 Schweine, einen Betrieb für Tierfutter, ein Hotel mit 100 Betten, etc. Der neueste Streitfall zwischen unseren Mitbrüdern und der Regierung ist der von Thai Ha (Hanoi). Unsere Kommunität besaß dort ein Grundstück von 60.000 m². Seit 1954 nahm die kommunistische Regierung unter dem Vorwand des „Ausleihens“ an das Volk einen Großteil des Grundstückes in Beschlag; jetzt besitzen wir nur noch 2700 m². Im August 2008 verkaufte die Regierung das Grundstück an eine private Immobilienfirma, unter Ignorierung aller unserer vorangegangenen legalen Appelle. Unsere Mitbrüder und die Christen von Thai Ha reagierten friedlich durch Gebetswachen für Frieden und Gerechtigkeit. Diese Gebetswachen sind inzwischen eine ständige spirituelle Veranstaltung dieser Pfarrei geworden. Die Lokalregierung hat mit einer systematischen Medienkampagne reagiert: man solle das Kloster verwüsten, die Mitbrüder terrorisieren, unsere Christen einsperren und verfolgen und die friedlichen Treffen der Kommunität und der Pfarreimitglieder stören. SCALA: Wie hat all das eure Arbeit in Vietnam beeinträchtigt? P. Thanh: Auf Grund der besonderen Umstände und Schwierigkeiten wurden alle Mitbrüder sich ihrer konkreten Aufgabe als Redemptoristen in diesem Lande bewußt. Wir haben die providentielle Gelegenheit, von neuem die Armen wahrzunehmen, denen wir dienen und das Evangelium des Erlösers verkünden sollen. Sie sind die Opfer schwerer sozialer Ungerechtigkeit und gravierender moralischer Vergehen. Sie sind nicht nur physisch und materiell unterdrückt, sondern auch und besonders moralisch und spirituell. Sie sind die konkreten Menschen, deren grundlegende Rechte und Würde durch diese Regierung schwer verletzt werden. Als Redemptoristen, die in diesen Umständen leben, fühlen wir die ernste Verpflichtung, für sie zu optieren und den Armen und Unterdrückten um Christi willen zu dienen. Alle unsere Tätigkeiten werden immer unternommen unter Beachtung der offiziellen Lehre der Kirche. Wir achten auf die Richtlinien der Bischofskonferenz von Vietnam, und sind offen für Überlegungen und Gespräche mit unseren Bischöfen in der Frage der sozialen Gerechtigkeit. SCALA: Wie ist die Antwort der vietnamesischen Regierung? P. Thanh: Wir wissen, daß die vietnamesische Regierung, um ihre Macht und ihre eigenen Interessen zu schützen, jegliche Infragestellung nicht akzeptiert. Sie wollen auf ihrer Meinung bestehen und die armen Menschen unterdrücken, und sie verfolgen ständig unseren Glauben. Zur verbrecherischen Taktik dieser kommunistischen Regierung gehört unter Benützung der staatlich kontrollierten Medien: Lügen und Propaganda verbreiten, die Wahrheit verdrehen, Gerechtigkeit ablehnen, und diejenigen diskriminieren, die die Wahrheit aussprechen, so die Redemptoristen. Die Regierung mobilisiert auch ihre uniformierte Polizei, ihre Geheimagenten und selbst ihre geschützten Verbrecher, um Priester und Ordensleute zu belästigen und politische Dissidenten zu verhaften. Ihre Absicht ist: terrorisieren und die Opposition unterdrücken. SCALA: Gibt es Hoffnung auf eine Verständigung? P. Thanh: Seit vielen Jahren haben die kirchlichen Autoritäten und besonders wir Redemptoristen versucht, mit der Regierung zu reden. Wir haben wiederholt den politischen Führern unsere konstruktiven Absichten und Vorschläge für das Gemeinwohl vorgetragen. Leider haben diese nie unseren guten Willen geschätzt. So viele unserer Ersuchen und offenen Briefe in all diesen Jahren wurden von ihnen beiseite gelegt. Wir wollen mit ihnen weiterreden. Wir werden allerdings so einfältig wie Tauben und so klug wie Schlangen sein müssen. Wir werden vor allem darauf achten müssen, daß wir ihnen nicht in die Falle geraten und zwischen uns Spaltungen entstehen. SCALA: Wie können wir helfen? P. Thanh: Wir appellieren demütig an unsere Mitbrüder, uns durch ihr Gebet zu unterstützen. Konkret: wenn wir angegriffen und die Sicherheit und das Leben unserer Mitbrüder durch diese verheerende, unvernünftige Regierung gefährdet werden, informieren Sie bitte unsere ganze Kongregation, damit diese durch ihr Gebet mit uns verbunden sein kann. In solchen Fällen möchten wir auch die einzelnen (Vize-)Provinzen rund um die Erde bitten, daß sie an die Regierungen ihrer Länder appellieren, die Angelegenheit der Menschenrechte in den Botschaften und Konsulaten von Vietnam zur Sprache zu bringen. Diese konkrete Aktion wird eine sehr große Wirkung haben, weil zur Zeit die kommunistische Regierung von Vietnam um ihr Image vor der internationalen Gemeinschaft besorgt ist. Wir werden versuchen, Sie weiterhin zu informieren und Sie auf dem Laufenden zu halten. Wir danken den Mitbrüdern für ihr Mitgefühl. Rom, Italien Der Generalrat approbierte den Text des 24. Generalkapitels: die Botschaft und die Entscheidungen, sowie das Vorwort des neuen Generalobern P. Michael Brehl C.Ss.R. Die Originalsprache ist Englisch. Die sorgfältigen Übersetzungen in Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Polnisch, Italienisch und Deutsch sind ebenfalls approbiert worden. Alles wurde an die Valsele Tipografica gesandt, die Druckerei der Provinz Neapel. Sieben Texte wurden gedruckt, entsprechend der Zahl der Sprachen. Es sind genügend Exemplare versandt worden, sodaß jeder Mitbruder und alle Mitglieder der mit uns verwandten Institute es erhalten können. Wir hoffen, daß Sie noch vor Ostern einen Text in den Händen haben. Es werden darüber hinaus Exemplare in der Generalkurie zur Verfügung sein; kontaktieren Sie mich, wenn Sie solche brauchen: seg.gen@cssr.com. Die offiziellen Texte der Schlußdokumente des 24. Generalkapitels werden auch auf der web site der Generalleitung zur Verfügung sein: www.cssr.com. Rufen Sie dieses Dokument ab und klicken Sie: http://www.cssr.com/chapterdocsxxiv/Documenti_Finali-DT.pdf Wir werden auch offizielle Photos des neuen Generals versenden. Wir senden jeder Einheit zwei bis drei Kopien, und einige mehr. Diese Photos sollten in allen Kommunräumen, in den Sakristeien, Schulen etc. angebracht werden. Nochmals, wenn nötig kann ich einige mehr schicken. Wir hoffen, daß alles, was wir senden, auch ankommt. Wir ersuchen die Obern, daß diese Materialien in ihrer Einheit verteilt werden. Die offiziellen Akten des 24. Generalkapitels, Acta Integra Capituli Generalis XXIV – 2009, werden gerade für die Veröffentlichung vorbereitet. Es wird noch eine Zeit dauern, bis sie fertig sind. Wir denken, daß sie zu Ostern zur Verfügung stehen. Wir werden wenigstens ein Exemplar für jede Kommunität senden. Analecta C.Ss.R. 2008-2009 bereitet ebenfalls eine Veröffentlichung vor, aber diese wird vermutlich nicht vor Mitte Sommer zur Verfügung sein oder erst imWinter , je nachdem, in welchem Teil der Welt Sie wohnen. Möge der Frühling uns die Gnade der Bekehrung zur Gerechtigkeit Gottes bringen, die Gnade ist. P. General, erster Generaloberer der Redemptoristen aus Kanada, wurde auf seiner Abreise nach Rom von der Kanadischen Katholischen Fernsehanstalt „ Salz und Licht" interviewt. Der Interviewer war P. Tom Rosicka C.S.B., ein Priester aus dem Orden der Basilianer, dem bei „Salz und Licht“ die Aufgabe eines Leiters der Verwaltung obliegt. Er ist auch beim Päpstlichen Rat für die Sozialen Kommunikationsmittel tätig. Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Genaueres finden Sie auf Officialia site Zeitliche Gelübde: Ewige Gelübde: Todesfälle: Jubiläen im April 60.-jähriges Profeßjubiläum: 60-jähriges Priesterjubiläum 50-jähriges Priesterjubiläum 25-jähriges Priesterjubiläum: Ernennungen Rev. John Joseph Steingraeber (Provinz Denver) ernannt als Internal Auditor of the General Econome office für die Sitzung April 2010. Rev. Steven Neel Wilson (Provinz Denver) ernannt als Internal Auditor of the General Econome office für die Zeit von sechs Jahren (1. Juli 2010 bis 1. Juli 2016). Errichtung von Häusern: Domus “Mother of God” in der Stadt Porto Alegre, Rio Grande do Sul, Brasil. Domus “Thai Binh” – Adresse: Thon Bong Dien Bac, Huyen Vu Thur, Tinh Thai Binh, Vietnam. Domus “|Da Nang” – Address: Thi Tran Tien Ky, Huyen Tien Phuoc,Tinh Quang Nam, Vietnam. Domus “Vinh Long” – Adresse: Tan Hoi, Thi xa Ving Long, Tinh Ving Long, Vietnam. Domus “Giong Trom” – Adresse: Xa Binh Thanh, Huyen Giong Trom, Tinh Ben Tre, Vietnam.
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