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Rom, Italien
12. März 2010

VOM HERAUSGEBER:
Redemptoristische Webverbindungen auf der ganzen Welt
Aktuelles über das Erdbeben in Chile und Bericht über Vietnam
Erinnern an Haiti
Campo Grande feiert Beginn der Missionsarbeit
Bischof Aubry gestorben

NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN:
Bericht über das Erdbeben in Chile
Fortschritte in der Region Korea
Brasilianische Einheiten halten Treffen im Anschluss an das Generalkapitel
Die Provinz von Porto Alegre übernimmt Verantwortung für ein Heiligtum
Die Provinz Warschau hält ein Provinzkapitel und weiht eine neue Kirche in Weißrussland
Die Wiener Provinz arbeitet weiter am Seligsprechungsprozess des Dieners Gottes Bruder
Johannes Baptist Stöger

GERECHTIGKEIT UND FRIEDE:
Bericht über Vietnam

ANKÜNDIGUNGEN:
Die Dokumentation des Generalkapitels wird fertig gestellt und an die Einheiten weitergeleitet:

INTERVIEW:
P. General wird vom Kanadischen katholischen Fernsehen interviewt

LEBENSWENDEN:
Professen; Weihen, Jahrtage, Jubiläen, Todesfalle, Ernennungen


globe Vom Herausgeber
Über die ganze Welt in fünf Minuten

Sie haben die Möglichkeit, die ganze Welt in fünf Minuten zu umreisen. Wir haben nun eine neue Möglichkeit zur besseren Benützung unserer Website www.cssr.com im siebensprachigen Home-Page-Programm entwickelt. Im oberen rechten Handquadrat findet sich ein Hinweis mit der Aufschrift: C.Ss.R. Weltweit. Beim Anklicken zeigt sich eine Liste von URL-Adressen der einzelnen Einheiten ebenso wie URL-Adressen unserer Heiligtümer und der Exerzitienhäuser auf der ganzen Welt.

Wenn Sie eine bestimmte Sprache nicht verstehen, versuchen sie es mit dem Google-Übersetzungsprogramm oder einem anderen Programm Ihrer Wahl. Die Übersetzungen sind nicht perfekt, aber sie bringen eine ungefähre Wiedergabe dessen, wonach Sie suchen.

Wir haben versucht, die Websites aller bekannten Einheiten zu finden, wir wissen aber, dass die Liste unvollständig ist. Wenn Sie also die Website Ihrer Einheit, eines größeren Heiligtums oder eines Exerzitienhauses nicht finden sollten, dann geben Sie uns die URL-Adresse bekannt, und wir werden so bald als möglich die Ergänzung vornehmen. Zusendungen an GaryZ@cssr.com.


Weiter unten finden Sie den letzten Bericht über die Schäden. die unsere Mitbrüder durch das Erdbeben in der Provinz Santiago (Chile) erlitten haben. Die Übermittlung von Nachrichten ist angesichts der unterbrochenen Kommunikation und der den Verkehr behindernden Zerstörung von Straßen und Brücken schwierig.

Wie schon im vergangenen Monat angekündigt (SCALA#54), geben wir in diesem Monat einen Bericht über die Situation der Mitbrüder von Vietnam. Der Bericht stammt von P. Vinzenz Pham Trung Thanh, Provinzial von Vietnam.

Einmal mehr erinnern wir alle, die Bedürfnisse unserer Mitbrüder in Haiti nicht aus den Augen zu verlieren. Die Regenfälle im Frühling machen das Leben sehr schwierig.

Vielleicht ist es ein Zeichen, dass wir unser Charisma, den am meisten Verlassenen und den Armen zu Hilfe zu kommen, indem wir verschiedene Hilfeleistungen in schwierigen Situationen verwirklichen. .


 P. Joachim Parron, Provinzial von Campo Grande, teilt uns folgendes mit:

„Am 29. Januar feierte die Provinz von Campo Grande den 80. Jahrestag der Ankunft der ersten Redemptoristen aus der Provinz Baltimore. Es war in diesem Monat des Jahres 1930, dass die ersten Missionare, P. Franz Mohr C.Ss.R. und P. Alfons Hild C.Ss.R., die Pfarre der Unbefleckten Empfängnis in Aquiduana, Mato Grosso do Sul im Feuchtland Brasiliens übernahmen. Etwas später eröffneten sie neue Missionsstationen in Miranda, Campo Grande und an der Grenze zu Paraguay in den Städten Bela Vista und Ponta Porã.

Es war wirklich eine Ehre, den Provinzial von Baltimore P. Pat Wood C.Ss.R. und den Provinzökonom P. Ed. Faliskie C.Ss.R. empfangen zu dürfen. Die Anwesenheit der beiden Patres war Ausdruck von Zuwendung und hoher Wertschätzung, die die Provinz Baltimore allezeit gegenüber Campo Grande an den Tag gelegt hat. Wir hatten unsererseits Gelegenheit, unsere Dankbarkeit zu zeigen und zwar nicht nur für die Männer die zur Missionierung der brasilianischen Bevölkerung entsandt worden waren, sondern auch für die Anstrengungen vieler Mitbrüder, die, auch wenn sie niemals den Boden Brasilien betreten haben, dennoch das missionarische Anliegen für die am meisten verlassenen Seelen in diesem „Land des Heiligen Kreuzes“ unterstützt haben.

Einmal mehr danken wir Redemptoristen von Campo Grande aus ganzem Herzen Gott für die Provinz von Baltimore, für ihren Heroismus, für ihre Bereitschaft zu opfern und für den unerschütterlichen missionarischen Geist dieser redemptoristischen Einheit“.


Während wir von der Provinz Baltimore sprechen, schreibt uns Provinzial P. Patrick Woods: „Wir haben hier im Provinzhaus mehr liturgische Paramente verschiedener Farben als wir jemals brauchen können. Es handelt sich um einfache Kleider von leichter Tragbarkeit.. Ich schätze mich glücklich, sie irgendeinem Haus der Redemptoristen kostenlos anbieten zu können. Als Entgelt bitten wir um ein Gebetsgedenken für jene Laien. die die Kleider angefertigt und genäht haben, sowie für deren bereits verstorbene Angehörigen. – Die Kleider wären gut für Missionen zu verwenden. Im Falle Ihres Interesses wenden Sie sich an P. Woods unter Woodscssr@aol.com oder P. Franz Gargani unter francescogcssr@yahoo.com.


Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

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NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN:

Chile
Bericht über das Erdbeben; von P. Pedro Irizar, Provinzial von Santiago
Enrique Lopez, Generalvikar C.Ss.R.

Bemerkung des Herausgebers: Die beigegebenen Fotos stammen aus der Zeit vor dem Erdbeben. Wir haben noch keine Fotos von den angerichteten Schäden erhalten.

Am Montag, 1. März 2010 nachmittags hatte ich Gelegenheit mit P. Pedro Irizar über die Lage unserer Mitbrüder und der Kommunitäten zu telefonieren. Das Erdbeben war sehr stark, 8,8 auf der Richter-Skala. Es dauerte ungefähr drei Minuten. Die Lage ist allgemein sehr schwierig, mancherorts chaotisch. Vielfach besteht Mangel an Wasser und elektrischem Strom. Die Verbindungen sind abgerissen, Autobahnen sind abgeschnitten und Brücken zerstört. Es muss erst eine genaue Schätzung über das Ausmaß der Zerstörungen vorgenommen werden. Bereits jetzt wird von 800 Toten und vielen Verletzten gesprochen. Es gibt große Sachschäden.

Den Mitbrüdern geht es gut, aber sie sind geschockt. Die am meisten betroffenen Kommunitäten sind Cauquenes, Penco (in der Nähe von Concepción, dem Epizentrum des Erdbebens) und Temuco. Am schwersten betroffen ist die Kommunität von Cauquenes.
Cauquenes: Diese Kommunität wurde am schwersten vom Erdbeben getroffen. Das Haus der Kommunität wurde zerstört. Es handelt sich um ein älteres Gebäude, das schon mehrere Erdbeben überstanden hat. Diesem aber war es nicht mehr gewachsen. Auch die Kirche ist schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Es ist notwendig, über einen Restaurierungsplan in dieser Gegend nachzudenken. Die Provinz von Santiago hat keine Mittel für diese Art von Wiederaufbau zur Verfügung. Die Mitbrüder sind in Ordnung. Es gibt hier einige ältere Mitbrüder, die sich zwar soweit wohl befinden, die aber praktisch unter freiem Himmel schlafen müssen. Die Kommunikation ist sehr schwierig. Vielerorts mangelt es an elektrischem Strom und Wasser. Einige können mit dem Handy telefonieren, aber es fehlt an der Möglichkeit, die Batterien wieder aufzuladen. Auch die Küste von Cauquenas ist nach einem durch das Erdbeben ausgelösten Tsunami schwer getroffen und zerstört. Es gibt große materielle Schäden sowie Tote und vermisste Personen.

Penco: Diese Kommunität ist dem Epizentrum des Erdbebens am nächsten gelegen. Die Mitbrüder sind wohlauf, aber es ist keine Verbindung mit ihnen möglich. P. Pedro Irizar und die Mitglieder seines Rates werden versuchen, in den nächsten Tagen nach Cauquenas und Penco zu kommen, um zu überlegen, was als nächstes getan werden muss. Im Gefolge des Tsunami gelangte Meerwasser etwa eineinhalb Kilometer in das Landesinnere und zerstörte alles, was sich ihm entgegenstellte. So kam es auch bis zum Vorplatz unserer Kirche, richtete aber weder an der Kirche noch am Kloster Schaden an. Den Mitbrüdern geht es gut. Sie wurden rechtzeitig gewarnt und konnten auf einen nahe gelegenen Hügel flüchten. Die Verbindungen sind unterbrochen. Es gibt immer noch keine Nachrichten über den Verbleib von drei Studenten, die in dieser Gegend bei ihren Familien auf Urlaub waren. P. Irizar meint allerdings, dass sie die Möglichkeit hatten, zusammen mit anderen Menschen aus der Region auf die Spitze des Hügels zu flüchten. Im Augenblick gibt es aber keine Nachrichten über sie.

Temuco: Die Mitbrüder sind wohlauf, aber das Haus wurde beschädigt, alles wurde durcheinander geworfen. Auch die Kirche hat teilweise Schaden erlitten.

El Santiago de Chile: Die Kirche hat einigen Schaden erlitten. Es gibt Löcher am Gemäuer der Kirche Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe. Einige Fenster sind zerbrochen, Verzierungen an der Außenmauer der Kirche abgebröckelt. P. Pedro hat versprochen, genauere Informationen über die augenblickliche Lage zu erbringen. Das Erdbeben war sehr stark. Das Land ist schwer getroffen, und die ärmere Bevölkerung muss viel ertragen, da sie am schwersten getroffen und am geringsten geschützt ist. Unsere Mitbrüder sind wohlauf.

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Nachrichten vom 4. März

Lieber P. General und P. Enrique. Gestern (4. März) fand ich schließlich Gelegenheit, die Mitbrüder in Cauquenes. Es ist jammervoll, wenn man die Schäden in der Stadt, in unserem Haus und in der Kirche sieht. Die Mitbrüder schlafen derzeit im Hof des Klosters, weil es zu gefährlich wäre, in die Ruinen des Hauses zurückzukehren. Fr. Raul schläft im Lastwagen.

Es war ein Wunder, dass die Mitbrüder überlebt haben. Wir haben zwei ältere Mitbrüder, P Renato, der sich mit einem Rollstuhl bewegt und P. Enrique, der aufgrund der eingetretenen Situation das Bett nicht verlassen konnte. Die beiden mussten durch das Fenster aus dem Haus gebracht werden, weil die Schlafzimmertüren blockiert und die Gänge wegen des Erdbebens zerstört waren oder im Dunkel lagen.

P. Raul ist zwar schon älter, kann sich aber noch frei bewegen. Er musste durch das Fenster hinausklettern, um dem Erdbeben zu entkommen; ein jüngerer Mitbruder musste seinen Weg durch den Korridor finden. Er hatte gerade genug Zeit, das Haus zu verlassen bevor die Zimmerwand auf sein Bett fiel.

Sie haben fünf Tage ohne jede Grundversorgung verbracht. Sie haben eine provisorische Küche und Betten im Hof des Hauses eingerichtet, wo keine Gefahr eines Zusammenbruchs besteht. Die Nacht verbringen die beiden älteren Mitbrüder in einem Schwesternkloster; sie kommen aber untertags in den Hof des Hauses zurück.

Es ist herzzerreißend, wenn man das Ausmaß der Zerstörung sieht. Der Friedhof, der uns gehört, ist vollständig zerstört. Es musste ein gemeinsames Grab ausgehoben werden, um die Toten zu bestatten. Die Patres zelebrieren die Messe im Freien und müssen viele Bestattungen vornehmen, weil die Kirche völlig zerstört ist.

IDie beiden Seminaristen, die auf Urlaub waren, sind wohlauf und gut untergebracht. Aber einige ihrer Familien haben ihr Heim verloren, z.B. die Angehörigen von P. Nestor.

Die Kommunität von Penco, mit der wir bis heute keine Verbindung bekommen haben, ist wohlauf, die Kirche hat aber Schaden erlitten.

Im Augenblick sind dringende Maßnahmen erforderlich:
- Die älteren Mitbrüder sollen nach Santiago gebracht werden.
- Es sollen vorgefertigte Häuser für die Mitbrüder errichtet werden, damit sie dort Unterschlupf finden, sowie schlafen und essen können.
- Eine provisorische Kirche soll eingerichtet und ein Geistlicher bestellt werden, denn die Bevölkerung von Cauquenes ist sehr religiös.
- Möglichst baldige Wiederherstellung des Friedhofs.
- Für den materiellen Unterhalt der Mitbrüder soll Sorge getragen werden, da gegenwärtig keinerlei Einkommen besteht, die Lebenshaltungskosten aber dieselben geblieben sind.

Um diesen Bedürfnissen nachzukommen, werden wir folgende Maßnahmen treffen:

Heute werden die beiden älteren Mitbrüder nach Santiago gebracht. Die Abreise der beiden Patres war sehr schmerzlich, aber in dieser Notlage gibt es keine andere Lösung.

Wir suchen nach einem vorgefertigten Haus mit 4 Schlafzimmern, Küche und Badezimmer. Es braucht zehn Tage, bis dieses Haus fertig gestellt ist; die Kosten betragen circa 7 Millionen Pesos (etwa 14.000 US-Dollar). Dieses Haus wird so lange verwendet werden bis ein neues in etwa ein bis zwei Jahren errichtet werden kann.

Wir benötigen eine Notkirche, in der während dieser Zeit die Messe gefeiert werden kann. Die Kosten würden ungefähr dieselben sein wie für das vorgefertigte Haus.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass kein Geld zur Verfügung steht und dass wir bis zum Wiederaufbau Nothilfe von jenen Kommunitäten erbitten müssen, die selber unter dem Erdbeben gelitten haben.

Die Aufgabe ist sehr schwierig, weil wir Kirche, Pfarrheim und Kloster in Cauquenes wieder aufbauen müssen. Cauquenes ist für uns sehr beutungsvoll, weil es unsere zweite Gründung ist.

Lieber P. General, in schwierigen Zeiten wie diesen schätzen wir mit größerer Klarheit die Gegenwart Gottes. In diesen Tagen wurde ich Zeuge der Fähigkeit unserer Mitbrüder, hart und unermüdlich zu arbeiten. Bewundernswert ist die trotz aller Schwierigkeiten zu beobachtende Sorge der Patres Raul und Julio um die älteren Mitbrüder. Dabei kümmern sie sich noch um die Nöte der Menschen, indem sie ihnen geistliche Hilfe bringen, sie mit Nahrung und einem Dach über den Kopf versorgen. Und all dies, obwohl sie selber nichts haben.

Ich danke P. Enrique López und allen Mitgliedern der Kongregation, die uns in dieser Zeit Anteilnahme und Hilfe erwiesen haben.

Wir können nur vorausblicken, um uns selbst in der Hoffnung zu erneuern, dass Christus unser Erlöser mit uns ist und dass wir voranschreiten können.

Aufrichtig
P. Pedro Irizar C.Ss.R.
Provinzial von Santiago.

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  Korea
Erste Früchte 2010
Willy Jesena, C.Ss.R.

Drei koreanische Brüder haben sich auf die Profeß vorbereitet. Bruder Jacobo Park hat seine Exerzitien abgeschlossen und wartet nun mit Freude auf die Profeß am 10. Februar. Bruder Michael Kim ist gerade in den Exerzitien zur Vorbereitung der Verlängerung seiner zeitlichen Profeß am selben Tag. Die letzten zwei Wochen befindet sich Bruder Stephano Jung in Abgeschlossenheit als Teil seiner dreißigtägigen Exerzitien zur Vorbereitung seiner Ewigen Gelübde am 25. Februar.

Aus den Protokollen ihres Lebens kommen gute Nachrichten.

Die Mitbrüder haben für die Zukunft ein Jahr Vorbereitung auf die Ewige Profeß beschlossen. Es wird ein apostolisches Jahr sein. Gespräche über ein wanderndes Zentrum liegen in der Luft. Wir haben ein Grundstück in der Diözese Suwon bekommen, das dafür geeignet ist. Wir können nur hoffen und beten, daß das Projekt verwirklicht wird.

Vor einiger Zeit hatten P. Casimiro Kwon, Regionalsuperior, und das Team für die Novene ein Treffen mit dem Erzbischof von Kwangju über das Anliegen, eine Novene in der Erzdiözese zu halten. Er stimmte dem Plan gerne zu. So wird im nächsten Monat eine geeignete Kirche ausgewählt und die Novene begonnen. Allerdings ist der beste Segen, den wir empfangen haben, daß mehr Mitbrüder in Gemeinschaft beten!

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Brasilien
Redemptoristen in Brasilien denken an Umstrukturierung
Seminar über die Konstitutionen und Statuen und Entscheidungen des 24. Generalkapitels
Joaquim Parron, C.Ss.R.

Das interpovinzielle Sekretariat für Spiritualität (SIER) der Union der Redemptoristen von Brasilien (URB) unterstellt, hat drei Seminare vorbereitet über die Spiritualität der Konstitutionen und die Entscheidungen des 24. Generalkapitels bezüglich Restrukturation. Jedes der drei Seminarien dauerte drei Tage.

Das erste fand vom 1. – 4. Februar 2010 in Aparecida, São Paulo, statt. 87 Redemptoristen aus verschiedenen Provinzen nahmen daran teil. Das zweite Seminar fand ebenfalls in Aparecida statt, vom 1. - 4. März 2010. Das dritte wird vom 12. – 15. April 2010 in Salvador, Bahia, stattfinden. Das Ziel des SIER ist, in diesen Seminarien eine möglichst große Zahl von Redemptoristen anzusprechen und sie mit der Theologie der Konstitutionen bekanntzumachen, und so die Restrukturierung besser einzuschätzen.

Diese Seminarien werden durch die Patres Afonso Tremba, C.Ss.R., Vinicius Ponciano, C.Ss.R., Marcelo da Conceição, C.Ss.R., und Marcos Vinicius, C.Ss.R geleitet. Alle (Vize-)Provinzen unterstützen diese Veranstaltungen, und die Mitbrüder sind sehr begeistert über diese Initiative von SIER.

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Brasilien: Provinz von Porto Alegre
Redemptoristen übernehmen Verantwortung für ein Heiligtum.
Euclides Pedro Cembranel C.Ss.R.

Seit 1733 ist die Gottesmutter Patronin der Hauptstadt und der Erzdiözese von Porto Alegre. Deshalb ist die Kathedrale der Gottesmutter geweiht. Als Erzbischof Claudio Colling am 6. Dezember 1981 zum Bischof der Erzdiözese ernannt wurde. stellte er fest, dass nur wenig vorhanden war, um der Patronin der Erzdiözese die gebührende Ehre zu erweisen.

Innerhalb kurzer Zeit hat der Erzbischof entschieden, ein diözesanes Heiligtum zu Ehren unserer Lieben Frau, der Gottesmutter, zu errichten. Es solle ein dynamisches Zentrum zur ständigen Förderung der Evangelisierung und Heiligung des gesamten Gottesvolkes sein.

Das Heiligtum wurde am 20. August 2000 in Gegenwart des Erzbischof von Köln (Deutschland) Joachim Kard. Meisner eröffnet. Die besondere Botschaft dieses Heiligtums besteht darin, die Größe der der Allerseligsten Jungfrau zukommenden Bezeichnungen hervorzuheben und zu betonen, dass sie nämlich Mutter Gottes sein durfte. In Ergänzung dazu wird die Würde der Mutterschaft im Allgemeinen unterstrichen.

Am 1. Januar 2010 übernahmen die Redemptoristen, nämlich die Patres Lirio Celestino Pezzini, Claudio Steffense und Benjamin Menegolla die pastorale Verantwortung für dieses Heiligtum der Gottesmutter.

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Polen
Provinzkapitel der Provinz Warschau
P. Grzegorz Ruszaj, C.Ss.R
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Die 2. Sitzung des Provinzkapitels fand vom 2. – 5. Februar 2010 in Tuchów statt. 49 Delegierte aus verschiedenen Kommunitäten in Polen und aus drei Kontinenten, wo Redemptoristen arbeiten, nahmen am Kapitel teil. Das Kapitel erstellte einen Pastoralplan für die Jahre 2010 bis 2013. Das Thema des Pastoralplans ist: „Mit neuer Hoffnung in eine neue Zeit“. Das Kapitel bestätigte den Auftrag der Redemptoristen, das Evangelium ausdrücklich zu verkünden; und erklärte seine Offenheit, international Initiativen zu unterstützen, die an die Kongregation herangetragen wrden.

Nach der Entscheidung des 24. Generalkapitels im letzten November in betreff Restrukturierung ist die Warschauer Provinz Teil der neuen „Konferenz Europa“ geworden.

Weißrußland
Weihe der neuen Kirche und des Kollegs in Grodno

Am 14. Februar wurde die neue Pfarrkirche in Grodno, Weißrußland, unter dem Titel des Heiligsten Erlösers gesegnet. Die Konsekration der Kirche wird nach Vollendung des Baus stattfinden. Nach der Messe wurden auch das Haus und das Katechetikzentrum gesegnet. Die Segnung wurde von Bischof Aleksander Kaszkiewicz von Grodno vorgenommen. P. Ryszard Bozek, Provinzial der Provinz Warschau, Monsignore Michal Sopata, Generalvikar von Grodno, Herr Jan Sroka, Vertreter des Generalkonsulats von Polen in Grodno, und viele Priester, Schwestern und Leute aus Grodno nahmen an der Feier teil.

Die Geschichte der Redemporisten in Grodno geht zurück auf die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die Pfarrseelsorge begann 1993. 1994 wurde eine kleine Kirche gebaut, die bis heute in Verwendung ist. Der Bau der neuen Kirche begann 1996 dank der Bemühungen von P. Waldemar Slota, der damals dort Pfarrer war. Wenngleich die Kirche noch nicht fertig ist, gibt die Segnung den Redemptoristen und ihrer Gemeinde die Hoffnung, daß die Weihe nicht mehr lange auf sich warten läßt.

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Austria: Province of Vienna
200. Geburtstag des Ehrwürdigen Dieners Gottes Frater Baptist Stöger, eines Laienbruders aus unserer Kongregation
P. Dr. Martin Leitgöb, C.Ss.R.

Nachdem die Wiener Provinz im vergangenen Jahr das 100-Jahr-Jubiläum der Heiligsprechung des heiligen Klemens Maria Hofbauer gefeiert hat, findet in diesem Jahr ein weiteres Jubiläum eines bedeutenden österreichischen Redemptoristen statt: Der im Rufe der Heiligkeit verstorbene Laienbruder Baptist Stöger wurde vor 200 Jahren geboren. Sein genaues Geburtsdatum ist der 4. Oktober 1810. Für den Herbst dieses Jahres sind Jubiläumsfeierlichkeiten in Planung, die ihren Schwerpunkt in Eggenburg haben werden. Im dortigen Redemptoristenkolleg hatte Frater Baptist die meiste Zeit seines Lebens gewirkt.

Baptist Stöger arbeitete als Laienbruder im Garten des Klosters von Eggenburg. Er war 46 Jahre lang in der Kongregation, ehe er am 3. November 1883 verstarb. In all seinen Diensten war ein großer Menschenfreund. Zugleich zeichnete er sich durch Stille, Demut, Duldsamkeit, Opferbereitschaft und großen Gebetseifer aus. Über seinem Leben könnte als Überschrift die bekannte Zusammenfassung der „Regula Benedicti“ stehen: „Ora et labora“ – „Bete und arbeite“.

Schon zu seinen Lebzeiten wurde Baptist Stöger von vielen Menschen als Ordensmann mit einer besonderen Verbindung zu Gott verehrt. So kamen beispielsweise die Landwirte zu ihm mit der Bitte, er solle beten, wenn sie gutes Wetter oder auch Regen brauchten. Oftmals war sein Gebet erhört worden. Am Ende seines Lebens musste erlitt er viele seelische und körperliche Schmerzen. Er musste wie viele Heilige auch erfahren, was es mit dem Phänomen der „seelischen Nacht“ auf sich hat.
Gleich nach seinem Tod wurde Frater Baptist Stöger von vielen Menschen um Fürbitte ihn verschiedenen Anliegen (z.B. Krankheit, seelische Leiden) angerufen. Im Jahre 1898 begann man ein Seligsprechungsverfahren. Dieses Verfahren ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Es bestehen aber immer noch Aussichten auf Erfolg, wenn viele Redemptoristen und Freunde der Redemptoristen weltweit für eine Seligsprechung beten und den Ehrwürdigen Diener Gottes Baptist Stöger auch um Fürsprache in ihren Anliegen bitten!

Zuschriften über Gebetserhörungen werden erbeten an den Vizepostulator im Seligsprechungsverfahren:

P. Dr. Martin Leitgöb CSsR
Salvatorgasse 12
1010 Wien
Österreich

Ein wunderbares Bild von Frater Baptist Stöger befindet sich in unserem Generalatshaus in Rom.

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Spanien: Provinz Madrid
Die Pfarre St. Gerhard empfängt das Kreuz des Papstes
Victor Chacón Huertas, C.Ss.R.

Es ist 25 Jahre her, daß Papst Johannes Paul II. der Jugend der Welt ein hartes, einfaches Holzkreuz von 3,80 Meter der Welt übergab. Das war bei einer feierlichen Gelegenheit: Ostersonntag 1984, Abschluß des Heiligen Jahres, 1950 Jahre nach dem Erslösungstod Christi. Die Worte des Papstes waren eine Herausforderung und eine prophetische Vision: „Liebe junge Freunde, am Ende des Heiligen Jahres vertraue ich euch das Zeichen des Jubiläumsjahres an: das Kreuz Christi. Tragt es rund um die Welt als Zeichen der Liebe Jesu für die Menschen, und sagt allen, daß nur in Christi Tod und Auferstehung Rettung und Erlösung ist.“

Am 5. April 2009 übergab Papst Bendedikt XVI. das Kreuz den jungen Menschen der spanischen Diözesen. Seit damals geht das Kreuz durch Spanien; es wurde in vielen Orten von vielen jungen Menschen in Empfang genommen, die den Appell des Papstes aufgegriffen haben. Jetzt waren es die Redemptoristen, diedas Kreuz empfingen, das in verschiedene Vikariate und Dekanate von Madrid gebracht wurde; es zog viele Jugendliche, Erwachsene und Kinder an, seine Schönheit zu bewundern.

Unsere Pfarre St. Gerhard empfing das Kreuz des Papstes für einige Stunden am 18. Februar. Wir feierten Eucharistie für dieMenschen, die alle Familien in der Nachbarschaft von Aluche eingeladen hatten. Es war eine schöne Feier und fand statt in einer Kirche, die voll war von Gläubigen, die in Betroffenheit und Einfachheit ihren Dank und ihre Bitten äußerten. P. Juan Carlos Arias stand der Feier vor; viele Priester aus dem Dekanat waren zur Mitfeier gekommen, unter ihnen P.Antonio Quesada und Bernardo Garcia. P. Damian Maria Montes leitete den Chor der Pfarrei.

Danach fand als Zeichen der Verehrung und des Glaubens eine Prozession mit dem Kreuz und dem Bild Mariae Salus populi Romani zur nächsten Kirche statt, St. Alfons.
Papst Bendedikt XVI. sagte bei anderer Gelegenheit: „Glaube muß auf seine Weise erfahren und berührt werden. Wenn wir dem Kreuz begegnen, das berührt und aufgehoben werden kann, begegnen wir dem, der am Kreuz für uns gestorben ist. Das Kreuz erweckt höchst intensiv in den jungen Menschen die Erinnerung an den Gott, der Mensch werden und mit uns leiden wollte.

“ Aus diesem Grunde schien es notwendig und gut, den jungen Menschen diese Möglichkeit zu bieten, das Kreuz zu berühren, es zu tragen und zu küssen; dadurch wird der Glaube berührbar, sinnlich, nahe.

Das Kreuz wird am Karfreitag durch die Straßen von Madrid getragen. Dann wird es seine Mission in anderen Diözesen fortsetzen; neben seiner hauptsächlichen Bedeutung: Feier und Versammlung, mit besonderer Rücksicht aufdie Jungen, aber nicht nur auf sie. Das alles als Vorbereitung auf die große Feier und Zusammenkunft des Weltjugendtages 2011 in Madrid, wo zwei Millionen Menschen erwartet werden, gemeinsam mit dem Papst. Das wird eine Gelegenheit mehr sein, das Motto zu verwirklichen: „Verwurzelt und auf (Christus) gegründet, haltet an dem Glauben fest“ (Kol 2,7).

Anmerkung des Herausgebers: Sie finden Informationen in verschiedenen Sprachen über den Weltjugendtag 2011 in Spanien:
http://www.madridwyd2011.com/JMJ2011ING/REVISTA/cabecerasypies/PortadaHome.asp?vmenu=HOME

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GERECHTIGKEIT UND FRIEDE:

Vietnam
Rom, 18. Februar 2010
P. Vincent Pham Trung Thanh, C.Ss.R.
Provinzial der Provinz Vietnam

Bemerkung des Herausgebers: P. Vincent Pham Trung Thanh, Provinzial der Provinz Vietnam, kam nach Rom, um die Urne von P.Francis Xavier Huu Hua in sein geliebtes Vietnam zur bringen. Er nahm die Gelegenheit wahr, uns über die neueste Entwicklung in Vietnam zu informieren.

SCALA: Wie ist die sozio-politische Situation in Vietnam seit Ende des Vietnamkrieges 1975?

P. Thanh: 1975, als Südvietnam seinen Unabhängigkeitskrieg verlor, übernahm das kommunistische Regime von Nordvietnam die Kontrolle im ganzen Land. Seit damals flohen eine Million Menschen aus Vietnam und suchten politisches Asyl in der weiten Welt.

Das kommunistische Regime setzte ihre Politik durch, indem es Soldaten und Offiziere der früheren Regierung in Konzentrationslager zur Re-edukation brachte. Die kommunistische Regierung setzte ihre Ideologie durch und verwarf jedes Recht auf Privateigentum. Sie hat die Freiheit der Menschen auf ein sehr begrenztes Minimum reduziert. Die Religionsfreiheit ist am meisten kontrolliert. Das ganze Land ist in eine tiefe ökonomische und eine unabsehbare moralische Krise geraten.
Nach dem Fall der Berliner Mauer und dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime im Osten verlor die kommunistische Regierung in Vietnam ihre ökonomische Stütze, und das machte die Sache ein wenig leichter. Religion wurde ein wenig mehr toleriert. Doch sind andere soziale Probleme entstanden. Korruption ist weit verbreitet und außer Kontrolle geraten. Das hat sozialen und moralischen Schaden angerichtet und in der Folge die moralische Erziehung der Menschen beeinträchtigt. Es hat viele Formen von Ungerechtigkeit geschaffen und einen Graben zwischen reich und arm geschaffen.

SCALA: Wie ist die Lage der katholischen Kirche in Vietnam?

P. Thanh: Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten sind fast alle Besitzungen der Orden, und die Schulen, Krankenhäuser, Caritaseinrichtungen und humanitären Institutionen verstaatlicht worden. Auch Klöster sind enteignet und durch die Regierung beschlagnahmt worden. Regierungsmitglieder haben diese für ihr eigenes Interesse und ihren eigenen Vorteil verwendet.

Die Vertreter der katholischen Kirche in Vietnam haben darüber gesprochen. Sie haben wiederholt an die höchsten Regierungsstellen appelliert, aber ihre Interventionen wurden ignoriert. 2008 wurde auf dem Platz, der seinerzeit der Nuntiatur von Hanoi gehörte und von der Regierung 1975 besetzt worden war, ein Unterhaltungsetablissement mit einem Nachtclub geplant. Der Erzbischof von Hanoi Joseph Ngo Quang Kiet versammelte seine Mitchristen zum Gebet für Gerechtigkeit und Frieden. Er sprach auch mit der Regierung von Hanoi und betonte, daß die Religionsfreiheit eines der grundlegenden Menschenrechte sei. Er erhob Einspruch gegen den Totalitarismus der Regierung und forderte die Rechte ein, die der Kirche legitimerweise zustehen. Er verlangte auch die bedingungslose Rückgabe der Besitzungen, die für Zwecke des Gemeinswohls verwendet worden waren.
Die Behörden von Hanoi gingen gegen den Erzbischof mit verschiedenen Taktiken vor. Sie mobilisierten die staatlich kontrollierten Medien, um seine Worte zu verdrehen und ihn zu diffamieren. Sie verhängten über ihn Hausarrest, um seine pastoralen Tätigkeiten zu verhindern.

Nach der Aktion gegen die Nuntiatur in Hanoi ging die Regierung mit derselben Taktik und demselben Ziel gegen das Eigentum der Redemptoristen in Thai Ha (Hanoi) vor, ebenso gegen die Pfarrkirche von (Quang Binh, Vinh), die Kirche von Loan Ly (Erzdiözese Hue), das Eigentum der Paulist Sisters in Vinh Long (Vinh Long), und neuestens gegen die Pfarre Dong Chiem (Hanoi).

SCALA: Wie ist die Lage der Redemptoristen heute in Vietnam?

P. Thanh: Nach 1975 wurden die meisten Besitzungen und Gebäude der Redemptoristen in Vietnam nationalisiert. Wir nennen hier nur die bedeutendsten: Weite Landstücke und das Juvenat der Redemptoristen in Hue; das Kloster in Nhatrang (jetzt Hal Yen Hotel); 50 Hektar Land, eine Hühnerfarm und das Studentat der Redemptoristen in Dalat; Haus und 150 Hektar Kaffee- und Orangenkultur in Phu Son; Haus und 150 Hektar Kaffee- und Obstkulturen in Phu Dong; das 12 Hektar umfassende Kloster und Studentat sowie 12 Hektar Reisfelder in Thu Due; 8.500 m² Friedhof der Redemptoristen in Saigon; weiters andere der Finanzierung der Provinz dienliche Betriebe, so eine Farm für 1000 Schweine, einen Betrieb für Tierfutter, ein Hotel mit 100 Betten, etc.

Der neueste Streitfall zwischen unseren Mitbrüdern und der Regierung ist der von Thai Ha (Hanoi). Unsere Kommunität besaß dort ein Grundstück von 60.000 m². Seit 1954 nahm die kommunistische Regierung unter dem Vorwand des „Ausleihens“ an das Volk einen Großteil des Grundstückes in Beschlag; jetzt besitzen wir nur noch 2700 m². Im August 2008 verkaufte die Regierung das Grundstück an eine private Immobilienfirma, unter Ignorierung aller unserer vorangegangenen legalen Appelle. Unsere Mitbrüder und die Christen von Thai Ha reagierten friedlich durch Gebetswachen für Frieden und Gerechtigkeit. Diese Gebetswachen sind inzwischen eine ständige spirituelle Veranstaltung dieser Pfarrei geworden. Die Lokalregierung hat mit einer systematischen Medienkampagne reagiert: man solle das Kloster verwüsten, die Mitbrüder terrorisieren, unsere Christen einsperren und verfolgen und die friedlichen Treffen der Kommunität und der Pfarreimitglieder stören.

SCALA: Wie hat all das eure Arbeit in Vietnam beeinträchtigt?

P. Thanh: Auf Grund der besonderen Umstände und Schwierigkeiten wurden alle Mitbrüder sich ihrer konkreten Aufgabe als Redemptoristen in diesem Lande bewußt. Wir haben die providentielle Gelegenheit, von neuem die Armen wahrzunehmen, denen wir dienen und das Evangelium des Erlösers verkünden sollen. Sie sind die Opfer schwerer sozialer Ungerechtigkeit und gravierender moralischer Vergehen. Sie sind nicht nur physisch und materiell unterdrückt, sondern auch und besonders moralisch und spirituell. Sie sind die konkreten Menschen, deren grundlegende Rechte und Würde durch diese Regierung schwer verletzt werden. Als Redemptoristen, die in diesen Umständen leben, fühlen wir die ernste Verpflichtung, für sie zu optieren und den Armen und Unterdrückten um Christi willen zu dienen.
Unser Einsatz für die Armen, für ihre Rechte und für Gerechtigkeit findet konkreten Ausdruck in Aktionen wie: Gebetswachen in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche, Studium und Verbreitung der sozialen Lehre der Kirche, als Sprecher für die Unterdrückten auftreten, Zeugnis geben für die Wahrheit und Förderung der sozialen Gerechtigkeit durch unser Presseapostolat.

Alle unsere Tätigkeiten werden immer unternommen unter Beachtung der offiziellen Lehre der Kirche. Wir achten auf die Richtlinien der Bischofskonferenz von Vietnam, und sind offen für Überlegungen und Gespräche mit unseren Bischöfen in der Frage der sozialen Gerechtigkeit.

SCALA: Wie ist die Antwort der vietnamesischen Regierung?

P. Thanh: Wir wissen, daß die vietnamesische Regierung, um ihre Macht und ihre eigenen Interessen zu schützen, jegliche Infragestellung nicht akzeptiert. Sie wollen auf ihrer Meinung bestehen und die armen Menschen unterdrücken, und sie verfolgen ständig unseren Glauben.

Zur verbrecherischen Taktik dieser kommunistischen Regierung gehört unter Benützung der staatlich kontrollierten Medien: Lügen und Propaganda verbreiten, die Wahrheit verdrehen, Gerechtigkeit ablehnen, und diejenigen diskriminieren, die die Wahrheit aussprechen, so die Redemptoristen. Die Regierung mobilisiert auch ihre uniformierte Polizei, ihre Geheimagenten und selbst ihre geschützten Verbrecher, um Priester und Ordensleute zu belästigen und politische Dissidenten zu verhaften. Ihre Absicht ist: terrorisieren und die Opposition unterdrücken.

SCALA: Gibt es Hoffnung auf eine Verständigung?

P. Thanh: Seit vielen Jahren haben die kirchlichen Autoritäten und besonders wir Redemptoristen versucht, mit der Regierung zu reden. Wir haben wiederholt den politischen Führern unsere konstruktiven Absichten und Vorschläge für das Gemeinwohl vorgetragen. Leider haben diese nie unseren guten Willen geschätzt. So viele unserer Ersuchen und offenen Briefe in all diesen Jahren wurden von ihnen beiseite gelegt.

Wir wollen mit ihnen weiterreden. Wir werden allerdings so einfältig wie Tauben und so klug wie Schlangen sein müssen. Wir werden vor allem darauf achten müssen, daß wir ihnen nicht in die Falle geraten und zwischen uns Spaltungen entstehen.

SCALA: Wie können wir helfen?

P. Thanh: Wir appellieren demütig an unsere Mitbrüder, uns durch ihr Gebet zu unterstützen.

Konkret: wenn wir angegriffen und die Sicherheit und das Leben unserer Mitbrüder durch diese verheerende, unvernünftige Regierung gefährdet werden, informieren Sie bitte unsere ganze Kongregation, damit diese durch ihr Gebet mit uns verbunden sein kann.

In solchen Fällen möchten wir auch die einzelnen (Vize-)Provinzen rund um die Erde bitten, daß sie an die Regierungen ihrer Länder appellieren, die Angelegenheit der Menschenrechte in den Botschaften und Konsulaten von Vietnam zur Sprache zu bringen. Diese konkrete Aktion wird eine sehr große Wirkung haben, weil zur Zeit die kommunistische Regierung von Vietnam um ihr Image vor der internationalen Gemeinschaft besorgt ist.

Wir werden versuchen, Sie weiterhin zu informieren und Sie auf dem Laufenden zu halten. Wir danken den Mitbrüdern für ihr Mitgefühl.

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ANKÜNDIGUNGEN:

Rom, Italien
Mitteilung des Generalsekretariates
Joseph P. Dorcey, C.Ss.R.

Der Generalrat approbierte den Text des 24. Generalkapitels: die Botschaft und die Entscheidungen, sowie das Vorwort des neuen Generalobern P. Michael Brehl C.Ss.R.

Die Originalsprache ist Englisch. Die sorgfältigen Übersetzungen in Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Polnisch, Italienisch und Deutsch sind ebenfalls approbiert worden. Alles wurde an die Valsele Tipografica gesandt, die Druckerei der Provinz Neapel. Sieben Texte wurden gedruckt, entsprechend der Zahl der Sprachen.

Es sind genügend Exemplare versandt worden, sodaß jeder Mitbruder und alle Mitglieder der mit uns verwandten Institute es erhalten können. Wir hoffen, daß Sie noch vor Ostern einen Text in den Händen haben. Es werden darüber hinaus Exemplare in der Generalkurie zur Verfügung sein; kontaktieren Sie mich, wenn Sie solche brauchen: seg.gen@cssr.com.

Die offiziellen Texte der Schlußdokumente des 24. Generalkapitels werden auch auf der web site der Generalleitung zur Verfügung sein: www.cssr.com. Rufen Sie dieses Dokument ab und klicken Sie: http://www.cssr.com/chapterdocsxxiv/Documenti_Finali-DT.pdf

Wir werden auch offizielle Photos des neuen Generals versenden. Wir senden jeder Einheit zwei bis drei Kopien, und einige mehr. Diese Photos sollten in allen Kommunräumen, in den Sakristeien, Schulen etc. angebracht werden. Nochmals, wenn nötig kann ich einige mehr schicken.

Wir hoffen, daß alles, was wir senden, auch ankommt. Wir ersuchen die Obern, daß diese Materialien in ihrer Einheit verteilt werden.

Die offiziellen Akten des 24. Generalkapitels, Acta Integra Capituli Generalis XXIV – 2009, werden gerade für die Veröffentlichung vorbereitet. Es wird noch eine Zeit dauern, bis sie fertig sind. Wir denken, daß sie zu Ostern zur Verfügung stehen. Wir werden wenigstens ein Exemplar für jede Kommunität senden.

Analecta C.Ss.R. 2008-2009 bereitet ebenfalls eine Veröffentlichung vor, aber diese wird vermutlich nicht vor Mitte Sommer zur Verfügung sein oder erst imWinter , je nachdem, in welchem Teil der Welt Sie wohnen.

Möge der Frühling uns die Gnade der Bekehrung zur Gerechtigkeit Gottes bringen, die Gnade ist.

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INTERVIEW:

P. General, erster Generaloberer der Redemptoristen aus Kanada, wurde auf seiner Abreise nach Rom von der Kanadischen Katholischen Fernsehanstalt „ Salz und Licht" interviewt. Der Interviewer war P. Tom Rosicka C.S.B., ein Priester aus dem Orden der Basilianer, dem bei „Salz und Licht“ die Aufgabe eines Leiters der Verwaltung obliegt. Er ist auch beim Päpstlichen Rat für die Sozialen Kommunikationsmittel tätig.

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LEBENSWENDEN:

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Genaueres finden Sie auf Officialia site

Zeitliche Gelübde:
Andrés Mauricio Ávila Bonilla, Provinz Bogotá, 5. Jänner 2010
Luis Enrique Chinchilla Anaya, Provinz Bogotá, 5. Jänner 2010
Luis Alfonso Escalante Rodríguez, Provinz Bogotá, 5. Jänner 2010
Danilo Andrés Grajales Hernández, Provinz Bogotá, 5. Jänner 2010
Diego Armando guerrero Benavides, Provinz Bogotá, 5. Jänner 2010
Nelson Javier Guio Moreno, Provinz Bogotá, 5. Jänner 2010
Christian Marín Gómez, Provinz Bogotá, 5. Jänner 2010
Oscar Javier Martínez Morales, Provinz Bogotá, 5. Jänner 2010
Ebelio Chumacero Peña, Vize Provinz Perú-Nord, 10. Jänner 2010
Santiago Fernando Cortez Matos, Vize Provinz Perú-Nord, 10. Jänner 2010
Carlos César Gonzales Mejía, Vize Provinz Perú-Nord, 10. Jänner 2010
Homero Lenin Segura Fernández, Vize Provinz Perú-Nord, 10. Jänner 2010
Cristhian Gerardo Garro Araya, Vize-Provinz San Salvador, 22. Jänner 2010
Roger Antonio Martínez López, Vize-Provinz San Salvador, 22. Jänner 2010
Rayssander de Freitas Pinto, Provinz Rio de Janeiro, 23. Jänner 2010
Alfredo Viana Avelar, Provinz Rio de Janeiro, 23. Jänner 2010
Tiago Zanão, Provinz Rio de Janeiro, 23. Jänner 2010
Lucas Emanuel Almeida, Provinz São Paulo, 24. Jänner 2010
Vanderlei Policarpo, Provinz São Paulo, 24. Jänner 2010
Denis Rosa Oliveira, Provinz São Paulo, 24. Jänner 2010
Arnaldo Sodré Martins, Provinz Porto Alegre, 24. Jänner 2010
Elias de Faria Arrais, Provinz Goiás, 30. Jänner 2010
Ricardo de Sousa Moura, Provinz Goiás, 30. Jänner 2010
Reinaldo Martins de Oliveira, Provinz Goiás, 30. Jänner 2010
Welinton Pereira Silva, Provinz Goiás, 30. Jänner 2010
Benedicto Páez Benítez, Vize Provinz Asunción, 2. Februar 2010
Jonathan Camacho Arandia, Vize Provinz Perú-Süd, 2. Februar 2010
Fredy Cartolin Pancorbo, Vice Provinz Perú-Süd, 2. Februar 2010
Francisco Javier Chavarría Chavarría, Provinz Santiago, 2. Februar 2010
Antonio Piña Concha Esteban, Provinz Santiago, 2. Februar 2010
David Franklin Quispe Paco, Provinz Bolivia, 2. Februar 2010
Huascar Durbal Terrazas Chao, Provinz Bolivia, 2. Februar 2010
Marco Leotério de Souza, Provinz Campo Grande, 7. Februar 2010
Seong Ho James Park, Regio Korea, 10. Februar 2010

Ewige Gelübde:
Hernando Perez, Provinz Cebu, 14. Dezember 2009
Shaun Silagan, Provinz Cebu, 15. Dezember 2009
Marcelino Ferreira da Costa Neto, Provinz Goiás, 2. Februar 2010
José Rosa de Morais, Provinz of Goiás, 2. Februar 2010
Wenderson Silva Fernandes, Provinz Goiás, 2. Februar 2010
Stephano Yong Wook Jung, Region Korea, 25. Februar 2010

Priesterweihen:
Sérgio Reis de Lima, Provinz Campo Grande, 30. Jänner 2010
Aldo Antonio Ramírez Denis, Vize-Provinz Asunción, 6. Februar 2010

Todesfälle:
Rev. Stefan Zalewski, 88, Provinz Warschau, 3. Februar 2010
Br. Ivan (Cyril) Brinsek, 84, Provinz Edmonton-Toronto, 9. Februar 2010
Rev. Gérard Cériez, 84, Provinz Lyon-Paris, 11. Februar 2010
Rev. Gonzalo Ortiz Arellano, 81, Provinz Quito, 14. Februar 2010
Rev. François Bopp, 84, Provinz Bolivia, 16. Februar 2010
Bischof Roger-Emile Aubry, 86, Apostolischer Vikar Emeritus vonReyes, Bolivia (Provinz Bolivia), 18. Februar 2010.

Jubiläen im April

60.-jähriges Profeßjubiläum:
José Tomás Leyton Muñoz, Provinz Santiago, 26. April 2010

60-jähriges Priesterjubiläum
Benedikt Stein, Provinz St. Clemens/Regio Köln, 15. April 2010

50-jähriges Priesterjubiläum
Gerhard Josef Baggeler, Provinz St. Clemens/Regio Köln, 19. April 2010
Giuseppe Chierego, Provinz St. Clemens/Regio Köln, 19. April 2010
Wilhelm Geilen, Provinz St. Clemens/Regio Köln, 19. April 2010
Georg Höck, Provinz St. Clemens/Regio Köln, 19. April 2010
Johannes Hundeck, Provinz St. Clemens/Regio Köln, 19. April 2010

25-jähriges Priesterjubiläum:
Guido Moons, Provinz St. Clemens/Regio Flandern, 14. April 2010
Dominique Pierre Joly, Provinz Lyon-Paris, 28. April 2010

Ernennungen
Rev. Krzysztof Mamala (Vize-Provinz Bahia) wurde mit 20. Juni 2010 bis 20. Juni 2013 als Seelsorger für die polnisch sprechende Gemeinde in Sant’Alfonso, Rom, bestellt.
24. Februar 2010.

Rev. John Joseph Steingraeber (Provinz Denver) ernannt als Internal Auditor of the General Econome office für die Sitzung April 2010.
24. Februar 2010.

Rev. Steven Neel Wilson (Provinz Denver) ernannt als Internal Auditor of the General Econome office für die Zeit von sechs Jahren (1. Juli 2010 bis 1. Juli 2016).

Errichtung von Häusern:
Domus “Saint Francis of the Stigmata – Postulantado” in der Stadt Passo Fundo, Rio Grande do Sul, Brasilien. 4. Februar 2010.

Domus “Mother of God” in der Stadt Porto Alegre, Rio Grande do Sul, Brasil.
4. Februar 2010.

Domus “Thai Binh” – Adresse: Thon Bong Dien Bac, Huyen Vu Thur, Tinh Thai Binh, Vietnam.
4. Februar 2010.

Domus “|Da Nang” – Address: Thi Tran Tien Ky, Huyen Tien Phuoc,Tinh Quang Nam, Vietnam.
4. Februar 2010.

Domus “Vinh Long” – Adresse: Tan Hoi, Thi xa Ving Long, Tinh Ving Long, Vietnam.
4. Februar 2010

Domus “Giong Trom” – Adresse: Xa Binh Thanh, Huyen Giong Trom, Tinh Ben Tre, Vietnam.
4. Februar 2010.


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