| S C A L A |
Wo dein Herz, da dein Reichtum.
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| Info-Service der Redemptoristen | Nummer 37 |
Rom, Italien
16. Mai 2008
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NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN:
Gemeinsame Exerzitien der Provinzen Lissabon und Madrid
200. Todestag von P. Antonio Maria Tannoia
REDEMPTORISTEN IN DEN NACHRICHTEN
Pater Gabriel Boudreault geehrt durch die japanische Botschaft
VATIKAN UND DIE REDEMPTORISTEN
Interview mit Kardinal Tarcisio Bertone
VITA APOSTOLICA
Zentrum für Spiritualität: 6. Besinnung über das Ordensleben
GENERALAT:
Das Collegio Maggiore, was ist das?
Neuer Generalökonom ab September
AUS DEN SEKRETARIATEN
Sekretariat für Ausbildung bietet Kurs zur Weiterbildung.
BILDERGALERIE
Fotos von Redemptoristen aus aller Welt
MEDIEN IM BRENNPUNKT
CSSR.TV: Blindenschule der Redemptoristen
LEBENSWENDEN
Professfeiern, Priesterweihen, Jubiläen, unsere Verstorbenen, Wahlen.
Aus der Redaktion:
Mit Freude können wir berichten, dass unsere neue WWW.CSSR.TV Videosite im ersten Monat des Bestehens über 4,000 hits verzeichnete; zu sehen waren Pater General mit seiner Osterbotschaft, die Bischofsweihe von Pater Guimarães und das Drama um die Liegenschaft der Redemptoristen im kommunistischen Vietnam. Wir bitten wieder die Mitbrüder, uns interessante Videos aus ihrer Provinz zu übermitteln. Weil viel Zeit und Raum nötig ist für das Laden von Videos, müssen Sie mindestens drei Minuten lang den Ablauf geschehen lassen. Sie können die Videos senden an: http://cssr.tv/upload. Senden Sie ein E-Mail an mich garyz@cssr.com zur Information über Ihre Videosendung. In dieser Nummer von SCALA finden Sie unter"Medien im Brennpunkt", was momentan zu sehen ist. Später verweisen wir auf ein Video-Clip über Pater Bernhard Häring, zu dessen 10. Todestag hier in Sant’Alfonso am 17. Mai eine Gedenkfeier stattfindet.
Vergessen Sie die vielen anderen Angebote bei www.cssr.com nicht. Es werden ständig weitere Beiträge hinzugefügt und nach Bedarf Aktualisierungen vorgenommen. Schlagen Sie das Menu auf, und entdecken Sie! Man sagte, dass unsere Website in sieben Sprachen die reichhaltigste dieser Art ist im World Wide Web!
Casa Sant’Alfonso ist ein beliebtes Ziel für Besucher im Sommer der nördlichen Erdhälfte. Vielleicht wollen Sie die Öffnungszeiten der portineria und des Haupteingangs wissen.
Vom 3. Juni bis 20. September:
Montag bis Freitag: 7.00 bis 19.30 Uhr.
Samstag: 7.00 bis 20.30 Uhr.
Sonntag: 8.00 bis 16. 00 Uhr .
Wenn Sie voraussehen, dass Sie ausserhalb dieser Öffnungszeiten ankommen, melden Sie sich bitte vorher bei einem Redemptoristen, der Ihnen das Tor öffnen kann. Oder benützen Sie Ihr Handy um einen Mitbruder um Öffnung der Tür zu bitten. Die Gäste erhalten einen Schlüssel.
Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.
NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN:
Provinz Lissabon
Exerzitien zweier Provinzen
Ricardo Morais, C.Ss.R.
Vom 31. März bis 4. April 2008 hielten die Provinzen Lissabon und Madrid gemeinsam ihre jährlichen Exerzitien. Das geschah zum ersten Mal, und zwar in der Stadt Vila Nova de Gaia im Christkönig Seminar der Provinz Lissabon. Es folgte ein zweiter Exerzitienkurs vom 7. Bis 11. April 2008 in El Espino in der Provinz Madrid.
Insgesamt nahmen 38 Mitbrüder daran teil. Pater Dalton Barros de Almeida aus der Provinz Rio de Janeiro leitete mit seiner tiefen Erfahrung und Kenntnis. Wir alle sind ihm sehr dankbar dafür, dass er uns im Sinn des Evangeliums tiefer mit dem Gott geweihten Leben und der Eigenart der Redemptoristen in brüderlicher Art und Weise vertraut gemacht hat.
Als guter Lehrer und Psycholog führte er uns zu den Quellen unseres Charismas. Wir bleiben ihm dankbar und hoffen, dass seine Anregungen reiche Früchte bringen in diesem Jahr, das ja zu einer Vertiefung des Gott geweihten Lebens führen soll.
Italien,
Gedenkfeier für Antonio Maria Tannoia
Centro Storico Tannoja
Am Abend des 12. März fand beim Santuario di Santa Maria della Consolazione eine eindrückliche zivile und religiöse Veranstaltung zu Ehren des Padre Antonio Maria Tannoja im Gedenken an seinen Tod vor 200 Jahren statt. Organisiert war die Feier durch den Centro di Storia Tannoja und die Gemeinde Deliceto. Dazu waren viele Gläubige aus den Nachbardörfern herbeigekommen, besonders von Corato, dem Heimatort des P. Tannoja.
Es begann mit einer ausserordentlichen Versammlung des Gemeinderates von Deliceto. Dabei wurde beschlossen, dem Padre Tannoja auf dem frisch restaurierten Bogen mitten im Dorf ein ehrenvolles Andenken zu setzen. Diese Ratssitzung war geleitet durch den Sindaco von Deliceto Benvenuto Nigro, und anwesend waren auch der Sindaco von Corato (Luigi Perrone), Pater Provinzial Antonio De Luca, die Patres Pompeo Francioso und Ciro Avella (Parrocchia S. Gerardo Majella in Corato) und der Leiter des Centro di Storia (Vincenzo Mazzei). Anschliessend begab sich der Sindaco von Deliceto in die Kirche, um dort eine Urkunde zu Ehren des Padre Tannoja anzubringen.
Dr. Vincenzo Mazzei begrüsste dann in der vollen Kirche die Gläubigen sowie die zivilen und religiösen Behörden; schliesslich dankte er dem Padre Tannoja für alles, was er für das Reich Gottes, für die Kongregation des Heiligsten Erlösers, für Corato und für Deliceto getan hatte und ihn weltberühmt machte. Es folgten Worte des Sindaco von Deliceto, der in dankbarer Anerkennung erwähnte, was Padre Tannoja für Deliceto und dessen Bevölkerung tat. Der Sindaco von Corato gab seiner Freude Ausdruck über die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deliceto und Corato, die man weiterhin pflegen müsse.
Pater Ciro Avella aus der Pfarrei San Gerardo Majella in Corato las all die Gruss- und Dankesbotschaften an den Centro di Storia Tannoja, namentlich die vom Generaloberen der Redemptoristen P. Joseph Tobin, vom Generalvikar P. Serafino Fiore (aus Corato stammend) und von den Redemptoristinnen, die im Gebet mit der Festgemeinde verbunden waren. Pater Antonio De Luca überbrachte die Grüsse der Redemptoristen aus der Provinz Neapel und wies dabei auf die Andacht des Padre Tannoja zum Jesuskind hin. Pater Salvatore Brugnano, Rektor der Casa Redentorista in Ciorani, erwähnte, dass Padre Tannoja Novizenmeister im Haus von Ciorani war. Er ermunterte den Centro di Storia Tannoja, die Manuskripte zu erforschen, die P. Tannoja hinterlassen hat und die Aufschluss geben über den Heiligen Alfons.
Dann folgte eine ergreifende Eucharistiefeier mit Mons. Francesco Pio Tamburrino, dem Erzbischof von Foggia-Bovino. Dieser beschrieb meisterhaft die wichtigsten Züge im ganzen Werk des Padre Antonio Maria Tannoja. Es konzelebrierten die Patres De Luca und Brugnano sowie P. Hananias Klaban (rettore del santuario di S.M.della Consolazione), Don Sante Dote und Don Francisco.
An der Feier war auch das Comitato della Madonna della Consolazione di Sant’Agata di Puglia mit Carmelo Danza, Mazzeo Vincenzo, Gerardo Mavilia und den Söhnen des Di Giorgio. Anwesend waren auch Gläubige aus den Nachbardörfern und Vertreter der Confraternita S. Anna aus Deliceto (mit Rektor Paolo Mazzarella, Francesco di Sapia und die fratellini Catenazzo Luigi und Donato).
Die ganze Feier geschah in wunderbar geistlicher und zugleich freundschaftlicher Atmosphäre unter den Leuten von Deliceto und Corato. Der Centro di Storia Tannoja ist überzeugt, dass man den Padre Tannoja nicht besser hätte würdigen können als durch diese Feier, wo die Redemptoristen zusammen mit den Leuten seines Heimatortes und denen von Deliceto gemeinsame Dankbarkeit und Freude erlebten. In der Eucharistiefeier mit Mons. Tamburrino hat man dem P. Tannoja aus kirchlicher Sicht gedankt. Dieser hatte auch die Geschichte der Diözese Bovino geschrieben.
REDEMPTORISTEN IN DEN NACHRICHTEN:
Rom, Italien
Auszeichnung an Gabriel Boudreault C.Ss.R.
Japanische Botschaft beim Vatikan
Die Japanische Botschaft beim Vatikan hat die Freude mitzuteilen, dass die Regierung Japans beschlossen hat, den Pater Gabriel Boudreault mit einer Auszeichnung in Anerkennung seiner langjährigen Tätigkeit im Dienst Japans und der japanischen Bevölkerung zu ehren. Pater Boudreault, geboren im Quebec, Kanada, nun 86 Jahre alt, Priester der Kongregation des Heiligsten Erlösers (Redemptoristenpater), hat ein halbes Jahrhundert lang durch sein missionarisches Wirken und seine Sozialwerke dem Japan gedient. Seit zehn Jahren wohnt er in Rom und ist zum Brückenbauer zwischen Japan und dem Heiligen Stuhl geworden.
In hoher Anerkennung seiner Verdienste verleiht ihm die Regierung Japans am 29. April 2008 den Orden der Aufgehenden Sonne, Goldene Strahlen mit Rosette.
Erklärung des japanischen Botschafters S.E. Kagefumi Ueno: Pater Boudreault hat drei herrliche Brücken gebaut: zuerst zwischen Japanern und Kanadiern, sodann zwischen Japanern und Katholizismus und schliesslich seit seinem Aufenthalt in Rom zwischen Japan und dem Heiligen Stuhl.
VATIKAN UND DIE REDEMPTORISTEN:
Rom
Interview mit Kardinal Tarcisio Bertone
Vatikan, 29. März 2008
TRWAM für TV und Radio Maryja
Andrzej Wodka CSsR: Eminenz, Sie sagten bei Ihrem Amtsantritt als Staatssekretär, Sie würden am liebsten"Sekretär der Kirche" sein. Könnten Sie uns sagen, was Sie damit meinen?
Kardinal Tarcisio Bertone SDB: Traditionell wird meine Aufgabe mit dem Titel"Staatssekretär seiner Heiligkeit, des Papstes" (nicht so sehr des Vatikanstaates) umschrieben. Obwohl der Vatikan ein kleines Stück Land ist, gilt er als Basis, um eine pastorale Sendung der Gesamtkirche und des Papstes zu erfüllen. Das Staatssekretariat hat Tradition, besonders seitdem der Papst über einen Staat verfügt. Heutzutage ist der Staatssekretär ein bisschen wie Ministerpräsident der gesamten Kirche, während der Oberhirte, der Papst, ein bisschen wie der Präsident der Republik ist. Aber in Wirklichkeit liegt die Aufgabe des ersten Mitarbeiters des Papstes darin, den Papst zu begleiten und zu unterstützen im Dienst der gesamten Kirche oder, wenn man es politisch betrachten will, in seiner Funktion als Staatsoberhaupt der gesamten Kirche. Genau das betonte mein früherer Diözesanbischof von Ivrea, Mgr. Luigi Bettazzi, bei meiner Ernennung:"Denk daran, dass du mehr Sekretär der Kirche als Sekretär des Staates bist." Somit wünsche ich mir typische Eigenschaften wie Diplomatie und Menschenverstand, um diese Aufgabe zu erfüllen. Aber Tatsache bleibt, dass ich so stark wie möglich Mitglied der Kirche Gottes und mit Gott verbunden sein muss. Dabei denke ich an das Geistige und den Sendungsauftrag der Kirche für die ganze Welt.
AW: Unseren Zuschauern und anderen können solche Äusserungen das Herz höher schlagen lassen, zumal es um ein kirchliches Erbe geht, das so schön und reichhaltig ist. In diesem Zusammenhang kommt uns das "Sub tuum praesidium" und das "Totus tuus" von Johannes Paul II. in den Sinn, indem wir das Jahr 2008 ins Auge fassen, das aus kirchlich europäischer Sicht mit eindrücklichen Jubiläen befrachtet ist. Ich denke an die"150 Jahre Lourdes" und an die tiefe Sehnsucht nach Heilung, die in Lourdes gesucht wird. Darum die Frage: Könnten wir vielleicht sprechen über Europas Bedürfnisse nach Heilung oder ganz allgemein über die Bedürfnisse der Menschen beim heutigen Stand der Zivilisation?
Kardinal TB: Ja, 2008 ist ein aussergewöhnliches Jahr, so voll von Jubiläen. Wir feiern das Jubiläum der ersten Erscheinung in Lourdes vor 150 Jahren, die Papstwahl des Seligen Johannes XXIII. vor 50 Jahren sowie die Wahl des Johannes Paul II. vor 30 Jahren und den Tod Pauls VI. Alles Päpste mit besonderer Andacht zur Mutter des Herrn. Sie verwiesen auf Maria als Vorbild der Heiligkeit, des Glaubens und des Mutes, machten das Wort Gottes kund und stellten Gott in den Mittelpunkt des Lebens. Ich glaube, die wichtigste Heilung, die Europa braucht und die von den Päpsten, schon von Johannes Paul II. angestrebt wurde und jetzt ganz besonders dem Papst Benedikt XVI. vorschwebt, ist Heilung der gestörten oder verlorenen Beziehung zu Gott. Es ist Mode geworden, Gott aus dem öffentlichen und aus dem privaten Leben zu verbannen. Man versucht, in aller Gewissensfreiheit wenigstens eine Trennung zu beachten zwischen dem Leben und der Gegenwart Gottes. Mit unseren grossen Päpsten und besonders jetzt unserem Papst Benedikt wiederholen wir, dass Gott durch den Herrn Jesus Christus geoffenbart wurde. Es ist auch der Gott Marias und unser Gott, der uns überaus nahe ist, unser Freund. Er steht uns nicht im Weg, sondern unterstützt uns, damit wir uns selbst am besten verwirklichen als einzelne Personen und als Mitglieder unserer Gesellschaft. Das ist eine Heilung, die von der Madonna zu erbitten ist. In Nazareth war sie Familienmutter; wir brauchen ihre Unterstützung, um unsere heutigen Familien zu heilen, besonders die Familien in unserem heutigen Europa aber auch die Familien auf der ganzen Welt. Sie müssen genesen von den Zerwürfnissen und gewissen Formen der Entfremdung, von den Scheidungserwägungen. Ich würde hinzufügen: Heilung von der Verantwortungslosigkeit in der Kindererziehung. Der Heilige Vater Benedikt XVI. hat neulich einen Brief an die Diözese Rom geschrieben über die Notsituation der Erziehung. Ich glaube, diese Notsituation besteht nicht nur in Rom und Italien, sondern auch in Polen und weltweit. Diesem Problem müssen wir unsere Aufmerksamkeit schenken und effizient handeln.
AW: Tatsächlich hat unser lieber Papst Benedikt XVI. stets mit Sorge diese Missstände festgestellt und auf die Zersetzung der menschlichen Familie hingewiesen. Mit einer Kultur aus dem Glauben an die Auferstehung will er sie heilen. Der Papst machte letztes Jahr eine Einleitung zu seinem neuen Buch über die letzte Seherin von Fatima"Meine Gespräche mit Schwester Lucia". Es geht um die Ereignisse, die vor 90 Jahren geschahen. Dazu schreibt der Papst:"Es war eine Zeit des Lichtes, und zwar eines Lichtes, mit dem die Heilige Jungfrau Maria die christlichen Mütter im harten Alltag begleitet". Was ist nun nach Ihrem Ermessen, Eminenz, am wichtigsten für dieselben unter den gegebenen Umständen?
Kardinal TB: Die Madonna steht mit ihrer mütterlichen Präsenz den Menschen bei und namentlich Christen in Not und Gefahr, in Verunsicherung und Finsternis. Heute haben wir nebst all dem bereits Erwähnten eine allgemeine Unklarheit, was Sittlichkeit betrifft: es ist kaum mehr möglich, Gut und Bös zu unterscheiden und das Richtige zu bestimmen. Der Prophet Isaiah sagte: "Weh denen, die das Gute mit dem Bösen vertauschen und andere dazu verleiten, Gut und Bös zu verwechseln" (Is. 5.20). Scharfsinn ist erfordert! Da hilft eine Gabe des Heiligen Geistes: der Verstand, der Scharfblick, um das Gute vom Bösen zu unterscheiden: das Gute, das zu tun ist, und das Böse, das zu meiden ist. Ich denke, dass dieses Licht aufleuchtet infolge des Gebetes zur Madonna. Gemeint ist das Gespräch mit Maria im Heiligen Geist, besonders zu unserer Zeit, vor allem für die Hirten der Kirche, damit sie klar sehen und sich mutig für das Richtige einsetzen, um den Eltern und Erziehern zu helfen.
AW: Wir sind auf diese Dinge eingegangen... Und Sie haben etwas aufgegriffen, das uns Redemptoristen besonders nahe liegt: Wir haben hier in Rom unsere Akademie für Moraltheologie; das Unterscheiden von Gut und Bös war stets ein wichtiges Anliegen in der Tradition des Heiligen Alfons. Nun, immer noch im Anschluss an die Botschaften von Lourdes und Fatima, wird uns bewusst, welche Bedeutung diese Botschaften für Europa und die Welt haben können. Aber wenn wir auf die Kirche an sich zu sprechen kommen, worin besteht die Rolle der Kirche im neuen Europa, das sich nun abzeichnet? Was sind die Herausforderungen und Hoffnungen?
Kardinal TB: Die Rolle der Kirche ist nichts anderes als den Sendungsauftrag zu erfüllen, den sie von Jesus Christus erhalten hat:"Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet der gesamten Schöpfung die Frohe Botschaft", wie wir es aus dem Markusevangelium in dieser Osterzeit vernommen haben . Die Kirche muss ihren Auftrag wahrnehmen, und das erfordert den Mut, das Evangelium in seiner Ganzheit zu verkünden, was den Menschen und die Menschheit betrifft, wie Gott sie gedacht hat. Es ist ein schwieriger Auftrag, besonders heutzutage, wenn solche Konfusion herrscht, wie wir sie soeben besprochen haben. Es ist schwierig, aber herausfordernd in den Verhältnissen der heutigen Gesellschaft. Ein wichtiger Faktor dabei ist die grössere Publizität. Die Kirche darf nicht verheimlicht werden und auch nicht als Privatsache taxiert werden. Das verstärkte Auftreten der islamischen Religion zeigt, wie weit Religion und zivile Politik zusammengehen können. Die Kirche aber ist Trägerin der Offenbarung und soll sich der Verkündigung der Frohen Botschaft widmen, wie Jesus es gemeint hat; somit verfügt sie über keine politische Gewalt, um eine Ideologie aufzuzwängen. Ihre Stärke liegt in ihrer Glaubwürdigkeit, im Zeugnis der Jünger Christi und ihrer unerschütterlichen Überzeugung. Der Papst redet immer wieder vom "Dienst der Wahrheit" und von der "Verkündigung der Wahrheit". Die Wahrheit an sich hat Überzeugungskraft und kann das Leben verändern; sie verwandelt die Herzen und das Leben der Gesellschaft. Selbstverständlich sind damit viele Herausforderungen verbunden. Um einige zu nennen: die vielen Konfliktsituationen, Spaltungen, Scheidungen und Streit. So hat denn Papst Benedikt das Pfingstereignis dem Durcheinander um den Turm von Babel gegenübergestellt. Der Turm von Babel ist ein Zeichen für Streit und Fluch unter den Menschen. Pfingsten ist das Zeichen der Einigkeit, weil alle dieselbe Botschaft annehmen und umsetzen! Wenn wir doch wirklich dieselbe Botschaft erfassen würden und sogar unter Völkern Frieden und Solidarität aufkommen liessen!
AW: In dieser Osterzeit freuen wir uns an dem auferstandenen Herrn und erwarten, dass er seinen Geist aussendet, damit wir im höchsten Grad aufleben. Aber das geschieht auf dem Weg des Kreuzes, denn die Wahrheit kann auf Widerstand stossen. Wie Sie wissen, kommen täglich Zuhörer auch dank dieses Fernsehsenders mehrmals im Tag zusammen zum Gebet in Liebe zur Kirche und um deren Anweisungen zu befolgen. Wir würden Sie gern fragen, worin dieses ständige Kreuz besteht, zur Kenntnisnahme der Gläubigen, die voll Vertrauen miteinander beten, damit der auferstandene Herr in unserer Mitte ist.
Kardinal TB: Ein schweres Kreuz zu tragen sind die Streitigkeiten unter den Menschen, die furchtbaren und endlosen Konflikte, am schlimmsten dort, wo blutige Auseinandersetzungen stattfinden. Der Papst hat an Ostern darauf hingewiesen. Das ist besonders schwer für diejenigen, welche dort die Frohe Botschaft vom Frieden verkündigen. Der erste Wunsch des auferstandenen Jesus ist ein Friedenswunsch: Frieden innerhalb der Kirche zur Überwindung aller Spaltungen in der Kirche. Um diesen Frieden bitten wir jeden Tag in der Heiligen Messe. Sodann: Frieden in der Welt, im sozialen und im politischen Bereich. Da ist ein Kreuz, das wir auf uns nehmen müssen, um Spannungen zu vermeiden oder abzubauen und Frieden zu bringen! Ein anderes Kreuz sind die Leiden unserer Mitchristen, die geplagt und verfolgt werden, weil sie Christen sind. Hier geht es um die Religionsfreiheit, die mancherorts verletzt wird, nicht nur gegenüber Christen sondern auch Anhängern anderer Religionen gegenüber. Da sind wir sehr betroffen, neuestens auch vom Tod des chaldäischen Erzbischofs von Mosul, der die ganze Welt und besonders den Papst betrübt hat... Das sind so die Kreuze, die wir zu tragen haben und die wir dem Herrn anvertrauen. Das Kreuz führt zur Auferstehung, zu einem neuen Anfang.
AW: Wir sind sehr zufrieden. Ihre Worte werden in uns wirken und uns anregen, die Kreuze mitzutragen im Vertrauen, dass so das Reich Gottes kommt. Wir sind sehr dankbar, Eminenz, für die Zeit, die Sie uns gewidmet haben und für Ihre kostbaren Worte. Könnten Sie zum Schluss direkt und spontan ein Wort an unsere Zuschauer und Hörer richten, die mit der Kirche mitfühlen wollen, ein Wort das ihnen Mut und Trost gibt in der grossen Familie, die wir in dieser Welt miteinander bilden?
Kardinal TB: Lassen Sie mich zwei Wörter sagen, die unserem Papst Benedikt XVI. sehr teuer sind: Freundschaft und Freude. Mit dem ersten Wort ist Freundschaft mit Gott gemeint in der Gewissheit, dass Gott unser Freund ist und unser Bestes will, der uns stets begleitet und unterstützt. Das führt natürlich zur Freundschaft unter uns. Wenn wir als Freunde, nicht Feinde, gegenüberstehen, dann bauen wir Brücken anstatt Mauern, wie Johannes Paul II. sagte. Das gilt für die Politik, trifft aber auch unter uns von Person zu Person zu. Das zweite Wort heisst Freude. Die Freude, Christen zu sein, Mitglieder der grossen Gemeinschaft, die uns trägt, die uns zu diesem unermesslichen Geschenk der Erkenntnis geführt hat und uns wirksame Nächstenliebe und Solidarität erleben lässt. Die Freude, Christen zu sein, strahlt aus. Ein Christ sollte nicht traurig sein, nicht einmal wenn er sein eigenes Kreuz und die Kreuze der anderen trägt, denn er weiss sich unter den Augen Gottes, umfangen von der Liebe des dreieinigen Gottes, und auch unter den Augen Marias.
AW: Eminenz, Sie haben nun ein Zeichen der Zuversicht und Freundschaft gesetzt, indem Sie so freundlich mit uns gesprochen haben. So durften wir die Wirklichkeit der Kirche, wie sie lebt und liebt, so zu sagen mit Händen berühren. Wir bleiben Ihnen überaus dankbar für diese Bestätigung, dass es wirklich wunderbar ist, Christen zu sein. Herzlichen Dank für dieses Gespräch!
Kardinal. TB: Ich danke allen Zuhörern von Radio Maryja und TV Trwam. Ihrem Gebet empfehle ich die Anliegen des Papstes Benedikt XVI. und die des Staatssekretärs, des Sekretärs der Kirche. Danke!
Vita Apostolica
Ordensleben #6: Profess und Gelübde
Félix Catalá, C.Ss.R.
Ordensleben ist Berufung und hat seinen Ursprung in der barmherzigen Liebe Gottes. Es ist kein üblicher Beruf, den man erlernt, und kein Job, den man erlangt. Man sollte auch durch niemanden dazu gezwungen werden. Der Ruf kommt gratis und frei von Gott selber.
Der Ruf Gottes ist ein Akt der Liebe und erwartet eine freie Antwort."Unter dem Antrieb und in der Kraft des Heiligen Geistes streben die Redemptoristen danach, sich Gott ganz zu übergeben, so dass sie selbst durch Christus gleichsam eine Antwort an den Herrn sind" (Konstitution 56)."Die Mitglieder sollen gegenüber dem Heiligen Geist gelehrig sein" (Konstitution 25).
Somit sind die Gelübde im tiefsten Sinn nicht Verpflichtungen, die man übernimmt, sondern Antwort auf die Einladung Gottes. Es sind Mittel, unsere Antwort zu geben. Die Konstitutionen buchstabieren so zu sagen unsere Antwort an Gott, indem sie eine Lebensweise skizzieren, die zugleich Annahme des Geschenkes und Hingabe an Gott darstellt. Somit sind die Gelübde wie Schlüssel, die uns Redemptoristen das Tor zum vollen Erleben unseres Charismas öffnen.
Die Gelübde sind auch Versprechen, die öffentlich eingegangen werden und lebenslang binden. Aber der rechtliche Aspekt ist nicht die Grundlage, sondern ergibt sich aus dem freien Entscheid auf dem Grund unserer christlichen Berufung. Durch den Heiligen Geist bewogen, antworten wir in aller Freiheit dem Herrn"der uns zuerst geliebt hat" (1 Johannes 4,10). Diese Antwort bringen wir zum Ausdruck durch die Gelübde der Ehelosigkeit, der Armut und des Gehorsams (Konstitution 56).
Unsere Konstitutionen sagen klar, dass man nicht Redemptorist wird für sich selbst. Das Zweite Vatikanische Konzil betont, dass das Ordensleben eingebunden ist in die Sendung der Kirche zum Heil der Menschen (LG 44). Ordensleben entfaltet sich mit dem Reich Gottes.
Daher auch der Auftrag an die Ordensleute, sich für das Reich Gottes einzusetzen. Und so wird das Eingehen der Ordensleute auf die Räte des Evangeliums zum Ansporn für alle Christen, das Reich Gottes zu suchen. Auf ihre Art und Weise machen die Ordensleute aufmerksam auf das Reich Gottes, das ja nicht von dieser Welt ist.
Infolgedessen sprechen unsere Konstitutionen in Bezug auf unsere Gelübde vor allem über die Grundhaltung, die darin besteht, dass wir uns voll und ganz entsprechend unserem Charisma einsetzen, um den Sendungsauftrag unserer Kongregation zu erfüllen. Die Apostolische Liebe, mit der die Mitglieder an der Sendung des Erlösers Jesus Christus teilnehmen, ist das Prinzip, das unser ganzes Leben bestimmt. Sie verbindet uns mit Christus, der in seiner Hingabe den Willen des Vaters zur Erlösung der Menschen erfüllt. Da die Ehre Gottes und das Heil der Menschen zusammengehen und die Gottesliebe und Nächstenliebe zusammenfliessen, setzen die Mitglieder unserer Kongregation ihre Liebe zu Gott in apostolische Liebe um und verherrlichen Gott durch ihr Missionswerk.
Die apostolische Liebe motiviert, inspiriert und harmonisiert das Leben der Mitglieder und führt sie zusammen. Das Gemeinschaftsleben steht somit im Dienst des Apostolates. Die Vertiefung der Verbundenheit mit Gott stärkt die Bereitschaft zum Dienst an den Menschen. Die religiösen Verpflichtungen an sich werden zu apostolischen Verpflichtungen gegenüber den Menschen.
"Die Ordensprofess erweist sich demnach als unwiderruflicher Akt im gesamten missionarischen Leben der Redemptoristen" (Konstitution 54).
Die Gelübde muss man aus theologischer (spiritueller) Sicht betrachten. Die Verpflichtungen sind nicht zum Selbstzweck sondern führen uns zum Leben in Fülle durch Teilnahme an der Sendung Jesu Christi.
So macht die Profess alle Redemptoristen zu Missionaren im vollen Sinn: ob sie in den verschiedenen Aufgaben des apostolischen Dienstes tätig sind oder ob sie daran gehindert sind; ob sie in vielfältigen Diensten für die Kongregation und die Mitbrüder da sind; ob sie alt, krank und zu äusserer Arbeit nicht fähig sind; und nicht zuletzt, ob sie ihr Leiden und Sterben für das Heil der Welt annehmen (Konstitution 55).
Wir dürfen die Profess nicht auf die juridische Perspektive reduzieren. Das würde zu kleinlicher Buchstabentreue und minimaler Erfüllung führen. So zum Beispiel sollte man nicht meinen, man halte sich getreu an das Gelübde der Armut, wenn man vollkommen abhängig sei, ohne Beziehung zu den Erfordernissen des Reiches Gottes und zu den Armen. Wenn man hingegen die Gelübde als Hingabe an Gott betrachtet, wächst man dabei in jener Freiheit, zu der wir als Christen berufen sind (Galater 5, 1.13).
Die Östlichen Kirchen und Traditionen könnten uns helfen, unsere Profess und das Ordensleben besser zu verstehen und in der heutigen Zeit stahlen zu lassen. Sie bewahren die Auffassung totaler Hingabe an Gott. Die griechische Tradition betrachtete ursprünglich die Gelübde als euchè, was zu tun hat mit euchomai, beten und danken (eucharistía). Aus dieser Sicht wecken die Gelübde nicht den Eindruck von schwer zu erfüllenden Verpflichtungen. Vielmehr will man bezeugen, dass Gott da ist in unserer Geschichte und dass er Menschen dazu einlädt, aus ihrem ganzen Leben eine Opfergabe zu machen in einer Lebensweise, die zu einer Art Liturgie des Lebens, der Freude und der Dankbarkeit wird. Ich würde gern unsere Mitbrüder Redemptoristen der verschiedenen östlichen Riten einladen, den Reichtum ihrer Traditionen betreffend Gelübde und Ordensleben mit der Kongregation zu teilen.
Rom, Italien,
Das Collegium Maius Sancti Alfonsi 2007-2008.
José Vidigal C.Ss.R.
Das Collegium Maius für Hochschulstudenten im Haus Sant’Alfonso besteht aus Redemptoristen, die sich in Rom an einer Hochschule spezialisieren. (Generalstatut 083). Diese Gemeinschaft ist der besonderen Sorge des Generaloberen anvertraut und hat ihren eigenen Direktor, nämlich in diesem Triennium den P. José Vidigal aus der Provinz Rio de Janeiro.
Dieses Jahr zählt das Collegium 32 Studenten, etwas mehr als in den letzten Jahren, neuestens auch Mitbrüder aus Irak, El Salvador, Zimbabwe und Bolivien.
Nach Herkunftsländern stammen aus Brasilien 6, aus Polen 3, Vietnam 3, Argentinien 2, Bolivien 2, Kolumbien 2, Indien 2 und je einer aus Angola, Chile, Congo, Haiti, Indonesien, Irak, Mexiko, El Salvador, Schottland, Zimbabwe, Ukraine und den Vereinigten Staaten.
Nach Kontinenten sind 7 aus Asien, 3 aus Africa, 5 aus Europa, 2 aus Nordamerika, 2 aus Zentralamerika und 13 aus Südamerika.
Ihr Alter liegt zwischen 31 und 58 Jahren bei einem Durchschnitt von 36.81, wenn unsere Rechnung stimmt. Meistens wurden sie nach Rom gesandt, nachdem sie in ihrer Provinz bereits Erfahrungen gesammelt hatten als Seelsorger oder als Provinzvikar, Missionsoberer, Rektor, Pfarrer, Novizenmeister, Lehrer im Seminar, Missionar oder Jugendseelsorger.
Von ihnen studieren 11 Moraltheologie, 3 Kirchenrecht, 3 Spiritualität, 3 Biblische Theologie, 2 Dogmatik, 1 Christliche Anthropologie, 1 Philosophie, 1 Liturgie, 1 Missiologie, 1 Psychologie, 1 Psychopädagogik, 1 Biblische Exegese, 1 Sozialwissenschaft, 1 Kirchengeschichte, 1 Pastoraltheologie. Fünf arbeiten auf das Doktorat hin, die übrigen 27 haben zunächst ein Lizenziat vor.
Sie studieren an Hochschulen, wie folgt: Alfonsianische Akademie 11, Gregorianische Universität 8, Teresianum 4, Lateranuniversität 2, Salesianische Universität 2, Angelicum 1, Anselmianum 1, Bibelinstitut 1, Orientalisches Institut 1, Urbaniana 1.
Rom, Italien
Ablösung in der Finanzverwaltung
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.
Am 19. März ging Pater General nach Anhören der Generalräte auf den Wunsch des jetzigen Generalökonomen P. Patrick OKeeffe ein, der beantragt hatte, im September in seine Heimatprovinz Dublin zurückzukehren. Dieser ist als Generalökonom acht Jahre lang im Dienst der weltweiten Kongregation gewesen. Pater Stanisław Wróbel aus der Provinz Warsaw ist zum Nachfolger ernannt worden und wird im September das Amt des Generalökonomen übernehmen.
Bevor Pater OKeeffe (ohne Apostroph!) nach Rom kam, war er zehn Jahre in der Pfarrseelsorge zuerst in Dublin tätig und dann in Nordirland in einer ökumenischen Gemeinde mit Namen Corrymeela (http://www.corrymeela.org/), die auf Versöhnung ausgerichtet ist.
Er kam nach Rom im Februar 2000 und wurde zunächst von seinem Vorgänger P. Patsy Cunning (ebenfalls aus der Provinz Dublin) in die Geheimnisse der Finanzen eingeführt. Dann studierte er Finanzverwaltung an der Universität Notre Dame, Indiana, USA.
Pater OKeeffe kann als Efolg betrachten, dass er als Anleger in den letzten Jahren über zwei grosse Krisen an den Finanzmärkten gekommen ist. Aber er hat sich auch bemüht, sinnvoll nach Möglichkeit die vielen Gesuche an die Generalleitung um Unterstützung aus dem Solidaritätsfonds zu berücksichtigen. Dazu hat er mitgeholfen, einen speziellen Fonds für Afrika zu gründen und noch vieles mehr!
Pater OKeeffe wird in der Mission der Provinz Dublin arbeiten.
Pater Stanisław Wróbel ist kein Unbekannter in Rom und im Generalat. Die Leser von SCALA erinnern sich, dass er 1997 - 2003 Generalkonsultor war und anschliessend Mitglied der Finanzkommission des Generalates. In den letzten Jahren war er hauptsächlich Rektor unseres Hauses in Warschau, welches der Seelsorge dient und die Philosophiestudenten beherbergt. Mit Freude schliesst er sich nun den 12 polnischen Mitbrüdern in Sant’Alfonso an, die bereits dort in der Kurie oder in der Alfonsanischen Akademie arbeiten oder studieren.
Weiterhin arbeiten im Büro der Finanzverwaltung der Vizeökonom Pater François J. Hoa aus der Provinz Vietnam und sein Beistand Pater Fred Brinkmann aus der Provinz Baltimore.
Rom, Italien
Generalsekretariat für die Ausbildung
Luis Alberto Roballo, C.Ss.R.
Konstitution 77 zeigt den Weg zur Ausbildung der Redemptoristen: "Die apostolische Ausrichtung der Kongregation muss den ganzen Bildungsprozess der Mitglieder bestimmen und durchdringen."
In Wirklichkeit ist die Ausbildung sehr komplex bei all den verschiedenen Einheiten und Tätigkeiten der Redemptoristen. Das Generalsekretariat für die Ausbildung hat sich vorgenommen, im laufenden Sexennium die Generalleitung in ihrem Bemühen um die Ausbildung zu unterstützen, die konkrete Situation zu erfassen, den Ablauf der Ausbildung in den Provinzen zu prüfen und die vielerorts bestehende Zusammenarbeit weiter zu entwickeln.
Die Mitglieder des Sekretariates sind:
Jacek Dembek (Generalrat), Präsident; Raymond Douziech (Generalrat); Yaroslav Pryriz (Lviv, Ehrenmitglied und neuestens Bischof); Jacek Zdrzalek (Warschau), Superior in Tuchow; Jose Rafael Prada Ramirez (Bogota), früher Professor an der Alfonsianischen Akademie und nun Provinzial; John Michael Brehl (Edmonton-Toronto) Provinzial; Ronald McAinsh (London), früher Superior in Zimbabwe und nun Provinzial; Sahay Arokiasamy (Bangalore), Ausbilder; Luis Alberto Roballo Lozano (Bogota), Sekretär.
Die Tätigkeit des Gremiums besteht laut Programm in stets aktivem Austausch. Seit Anfang 2007 ist ein Executive Secretary im Einsatz. So können komplexere Aufgaben in Angriff genommen werden, und zwar mit einer gewissen Konsequenz. Die wichtigsten Anliegen, mit denen das Sekretariat sich in diesem Sexennium zu befassen hat sind: Unterstützung des Generalrates, Bildungskurse und die Abfassung eines Handbuches zur Ausbildung.
Unterstützung des Generalrates
Diese besteht in der Beurteilung jener "Rationes Formationis" , die von der Hälfte der Provinzen zu Approbation eingesandt wurden und Prüfung der Projekte, die in den Provinzen, Vizeprovinzen und Regionen der Kongregation vorliegen. Bei den Bewertungen interessiert uns das gemeinsame Bild der Ausbildung in ihrer Treue zur Kirche und zu unserem Charisma sowie die Besonderheiten der einzelnen Provinzen, aber auch die konsequente Umsetzung in den Gemeinschaften und Provinzräten. Für gute Ausbilder zu sorgen und ihnen die nötige Qualifikation zu gewähren, trägt viel zum Niveau der Ausbildung bei.
In Zusammenarbeit mit den Sekretariaten, Kommissionen und Einrichtungen der Generalleitung kommt wirksame Zusammenarbeit in der ganzen Kongregation zu Stande, um das gemeinsame Ziel der Ausbildung zu erreichen, ganz im Sinn der Konstitution 82: "Alle Mitbrüder tragen Verantwortung für die Bildung nicht nur derjenigen, die eben erst in die Kongregation eingetreten sind, sondern allen Mitbrüdern gegenüber. Denn die ganze Kongregation muss ständig weiter geformt und entwickelt werden entsprechend den Bedürfnissen der Menschen, denen die Mitbrüder das Evangelium verkünden."
Kurse für Ausbilder
Das ist die neue und anspruchsvolle Aufgabe des Sekretariates gewesen. Die Kurse fanden in den Provinzen gute Akzeptanz und viele Teilnehmer. Solche Kurse fanden statt auf Englisch und Spanisch, und wir sind bereit, auch in anderen Sprachen Kurse anzubieten, namentlich auf Französisch und Brasilianisch Portugiesisch.
Das laufende Programm:
1) Villa Allende, Cordoba, Argentina. Kurs auf Spanisch für die Provinzen Lateinamerikas und der Karibik im Haus der Redemptoristen San Alfonso in Villa Allende vom 1. bis 29. September, 2007. Daran nahmen 35 Redemptoristen aus 16 Einheiten, sogar aus Brasilien und ausserhalb Amerika, teil. Der Kurs wurde sehr gelobt und den Oberen herzlich verdankt. Die Aufnahmebereitschaft und Mitwirkung der Provinz Argentinien waren vorbildlich.
2) Minburi, Bangkok, Thailand. Vom 29. April bis 22. Mai 2008, Kurs auf Englisch, speziell für de Provinzen Asiens und Ozeaniens. Vorgesehen sind 39 Teilnehmer aus 18 Einheiten und 16 Ländern im Haus St. John Neumann, das unter den Redemptoristen Asiens und Ozeaniens wohlbekannt und Sitz des Vizeprovinzials ist. Thailand ist Vizeprovinz der Provinz Denver.
3) Kinnoull, Perth, Scotland. Vom 29. Juni bis 16. Juli 2008, Kurs auf Englisch speziell für die Einheiten Europas, Afrikas und Nordamerikas. Unser Haus Saint Mary in Kinnoull ist das Haus der Redemptoristen, das am nächsten beim Nordpol liegt, in Perth bei Edinburgh in Scotland, in unserer Provinz London. Bis jetzt haben sich 17 Teilnehmer aus 11 Einheiten angemeldet.
4) Suba, Bogota, Colombia. Vom 3. bis 29. August 2008, der zweite Teil des Kurses, der letztes Jahr mit denselben Teilnehmern in Villa Allende stattgefunden hatte. Dieser Kurs wird stattfinden im Seminar St. Alphonsus in Suba, im Stadtbereich von Bogota, mit fast 50 Jahren Erfahrung im Bildungswesen der Provinz Bogota. Wir erwarten Teilnehmer aus denselben Provinzen wie beim ersten Kurs in Villa Allende.
5) Wir planen einen zweiten Kurs auf Englisch für Asien-Ozeanien und einen für Europa, Afrika und Nordamerika nächstes Jahr (2009) vor dem Generalkapitel. So können wir am Generalkapitel in unserem Bericht eine Auswertung des Geschehenen als Leistung des Generalsekretariates ausweisen.
Jeder Kurs wird im Abstand eines Jahres zweimal angeboten. In allen Kursen wird dasselbe behandelt im Hinblick auf die Grundbedürfnisse und Probleme der Ausbildung unserer Mitglieder; zu erwähnen sind da die Vorbereitung auf das Leben im Zölibat, das Gemeinschaftsleben, das Empfinden der heutigen Jugend. Dabei wird Wert auf die besonderen Grundzüge unserer Ausbildung als Redemptoristen gelegt mit Bezug auf die Geschichte unserer Kongregation, unsere Spiritualität und Konstitutionen sowie die Ratio Formationis. So harmonieren diese Kurse mit den Kursen über Spiritualität, den Studien über St. Alfons und den Lehrplänen der Provinzen und Regionen. Es ist uns auch bewusst, wie wichtig solide Anthropologie und Psychologie sind samt einer weiten Sicht über Gebiete der Pastoral und des Missionswerkes verbunden mit interkulturellem Dialog.
Nach jedem Kurs bleiben die Teilnehmer miteinander in Kontakt, namentlich über website: www.fcontinuacssr.com.
Jeder Kurs wird gestützt durch die Fundacion Universitaria San Alfonso (FUSA) mit Sitz in Bogota, die ein Diplom ausstellt für über 120 akademische Vorlesungsstunden, die somit als Universitätsstudien dokumentiert werden. (Website: www.fusa.edu.co)
Abfassung eines Handbuches für Ausbildung
Auf website (www.cssr.com Generalleitung/Sekretariate und Kommissionen/Ausbildung) kann man nun auch eine stattliche Anzahl Beiträge zum Handbuch für redemptoristische Ausbildung finden. Wir hoffen, dass das Handbuch fertig ist vor Beginn des Generalkapitels und dass die Ausbilder es zur Hand haben. Es ist gedacht als praktischer Begleiter und hilft in Fragen wie zum Beispiel die Auswahl der Kandidaten, Begleitung und Abklärungen, moderne Anpassungen und Probleme, Weiterbildung. Das Handbuch ergänzt die allgemeine Ratio Formationis und die speziellen Lehrpläne der Provinzen und geht konkret auf Probleme ein, die überall aktuell sind in der Ausbildung der Priester und Ordernsleute.
Aufruf zur Bildung
Das Generalsekretariat für die Ausbildung weiss um die Bedeutung der Ausbildung im Hinblick auf die Strukturen und die Strömungen, die sich in Sachen Ausbildung in der Kongregation abzeichnen. Während die technischen Mittel in Schule und Leben sich rasant entwickeln, macht es den Anschein, dass die Qualität der Bildung abnimmt. Das beginnt schon in der Familie. Das erklärt auch die Krisen in Institutionen, Politik, Familien und die eigentlichen Probleme in der Kirche. Wenn die Qualität der Bildung abnimmt, verlieren die Menschen ihre Sicherheit bei den heutigen Anforderungen. Das betrifft auffallend auch die Solidität und Zuverlässigkeit des religiösen und apostolischen Wirkens. Die Lösung liegt in Konstitution 90: "Jeder Mitbruder möge daher bedacht sein, durch ständiges Studium der Theologie und der Humanwissenschaften sowie durch brüderlichen Gedankenaustausch sein Wirken zu bereichern und zu beleben."
1. Mitglieder der Provinzen Lissabon und Madrid gemeinsam in Exerzitien.
2.Gruppenbild in den Exerzitien Lissabon/Madrid.
3. Im Jahr 2008 war der 200. Todestag des Antonio Maria Tannoia.
4. Die Stadt Deliceto in Italien ehrte den Pater Tannoia mit einer Gedenkfeier unter Leitung des Herrn Vincenzo Mazzei vom historischen Institut Tannoia.
5.Pater Ciro Avella C.Ss.R. aus der Provinz Neapel spricht an der Tannoia-Feier.
6. Herr Mazzei überreicht dem Pater Salvatore Brugnano C.Ss.R. ein Bild unserer Lieben Frau, Trösterin der Betrübten.
7.Der bisherige Generalökonom Pater Patrick O Keeffe und sein Nachfolger Stanislaw Wróbel aus Warsaw.
8.Pater Andrzej Wodka samt Radiotechnikern bei Kardinal Tarcisio Bertone.
9. Pater Gabriel Boudreault C.Ss.R., der einen Orden von der japanischen Botschaft empfing, und Pater Luis Alberto Roballo C.Ss.R., vollamtlicher Sekretär für die Ausbildung.
10.Die Kardinal Maurer Vereinigung übergibt dem Pater General und der Sant’Alfonso Kirche eine Gedenktafel zur Erinnerung an den Kardinal und seine Titularkirche.
11.Gedenktafel Kardinal Josef Clemens Maurer, C.Ss.R.
12. Kardinal Erzbischof von Sucre, Bolivia, Josef Clemens Maurer C.Ss.R. 1900 – 1990.
13.Das Collegio Maggiore von Sant’Alfonso, Rom.
WWW.CSSR.TV zeigt in diesem Monat die Blindenschule der Redemptoristen in Pattaya.
Khun Aurora, der blinde Leiter mit diplomierter Hochschulspezialierung für Betreuung von Sehbehinderten, half 1986 mit, als Pater Ray Brennan die Blindenschule gründete. Diese steht seit 1992 am jetzigen Ort. Letztes Jahr waren 173 Kinder im Blindenheim, vom Kindergarten bis zur obersten Schulstufe. Mehr können sie nicht aufnehmen. Die Warteliste für die Aufnahme weiterer Kinder ist endlos. Trotzdem gibt es Notfälle, wo man für Soforthilfe und Aufnahme bereit ist.
Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen auf Officialia site
Profess mit zeitlichen Gelübden:
Jozinaldo Alves de Sousa, Vizeprovinz Manaus, 7. Januar 2008
Clinger Romano de Oliveira, Vizeprovinz Manaus, 7. Januar 2008
Emanuel Alejandro Ferrandiz, Vizeprovinz Resistencia, 2. Februar 2008
Ramón Adrián Gómez, Vizeprovinz Resistencia, 2. Februar 2008
Daniel Esteban Jara, Vizeprovinz Resistencia, 2. Februar 2008
Romuald Joachim Turzyński, Vizeprovinz Resistencia, 2. Februar 2008
Profess mit ewigen Gelübden:
Oscar Alejandro García Díaz, Provinz Buenos Aires, 23. Juli 2006
Diego Gabriel Heredia, Provinz Buenos Aires, 1. März 2008
Adrián Francisco Roelly, Provinz Buenos Aires, 8. März 2008
Rolando Germán Soto Chávez, Provinz Bolivia, 13. März 2008
Francisco Xavier Yoshiyuki Hagihara, Vizeprovinz Tôkyô, 31. März 2008
Stefano Yasunori Noda, Vizeprovinz Tôkyô, 31. März 2008
Lúcio Marcos Bento, Provinz Rio de Janeiro, 4. April 2008
Maikel Pablo Dalbem, Provinz Rio de Janeiro, 4. April 2008
Ronaldo Sérgio de Faria, Provinz Rio de Janeiro, 4. April 2008
Paulus Athil Sati, Provinz St. Clemens/Region Vlaanderen, 13. April 2008
Elias Hlomai Gweme, Region Zimbabwe, 19. April 2008
Priesterweihe:
Richard Edwin Alí Huisacayna, Vizeprovinz Perú-Süd, 15. März 2008
Antony Eslim Campos Tacuche, Vizeprovinz Perú-Süd, 15. März 2008
Franklin Huamanñahui Aguirre, Vizeprovinz Perú-Süd, 15. März 2008
Dalmer Julio Jirón Deza, Vizeprovinz Perú-Süd, 15. März 2008
Alfonso Suico Jr., Provinz Cebu, 25. März 2008
Fadi Rahi, Region Beirut, 29. März 2008
Salam Z. Salim, Region Beirut, 5. April 2008
Ademar Ferreira de Maia, Provinz Campo Grande, 12. April 2008
Roberto da Silva, Vizeprovinz Recife, 18. April 2008
Unsere Verstorbenen:
P. William McMurrer, 76, Vizeprovinz Richmond, 7. März 2008
P. Franz Huemer, 75, Provinz Wien, 24. März 2008
P. John Niall, 92, Provinz Dublin, 29. März 2008
P. Okio Enriko Hori, 87, Vizeprovinz Tôkyô, 4. April 2008 (der erste japanische Redemptorist).
P. William Richard Bonner, 73, Provinz Baltimore, 13. April 2008
P. Alberto de Zubía Maurtúa, 87, Provinz Madrid, 15. April 2008
P. John Joseph Ryan, 80, Provinz Baltimore, 17. April 2008
P. Lauro José Masserani, 68, Provinz São Paulo, 20. April 2008
P. Andrej Krafcik, 89, Provinz Yorkton, 22. April 2008
P. Robert Constant Van den Eeckhout, 85, Provinz St. Clemens/Region Vlaanderen, 22. April 2008
Br. Karel (Alfons) Sedlácek, 86, Provinz Prag, 27. April 2008
P. Bernard Ouhalde, 82, Provinz Lyon-Paris, 28. April 2008
80 Jahre Profess:
Franz X. Urban, Provinz München, 19. Mai 2008
60 Jahre Priester:
Francis Toner, Provinz Dublin, 22. Mai 2008
Jean-Marie Côté, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 30. Mai 2008
Marcel Blais, Vizeprovinz Tôkyô, 30. Mai 2008
50 Jahre Profess:
Eamon (Raimundo) Kavanagh, Vizeprovinz Fortaleza, 1. Mai 2008
50 Jahre Priester:
Konrad D´Souza, Provinz Bangalore, 31. Mai 2008
Martin Cushnan, Provinz Bangalore, 31. Mai 2008
25 Jahre Profess:
Peter Thiva Saengsirwiwat, Vizeprovinz Bangkok, 3. Mai 2008
Joshua Manubag, Provinz Cebu, 21. Mai 2008
Carlo Crispin Villaflor, Provinz Cebu, 21. Mai 2008
25 Jahre Priester:
José Carlos Edegar Ferrari, Provinz São Paulo, 8. Mai 2008
François Paradis, Provinz Saint-Anne de Beaupré, 15. Mai 2008
James Richard Cascione, Provinz Baltimore, 28. Mai 2008
Peter Van Công, Vizeprovinz Richmond, 28. Mai 2008
Wahlen:
Pater Janusz Turek, Provinzvikar, Wien. Bestätigt am 31. März 2008.
Pater Peter Renju erneut Provinzvikar, München. Bestätigt am 1. April 2008.
Pater Giovanni Congiu Provinzial, Rom. Bestätigt am 10. April 2008.
Pater Filiberto (Gilberto) Silvestri, Provinzvikar, Rom. Bestätigt am 11. April 2008.
Pater Ariel Lubi, Vizeprovinzial, Manila. Bestätigt am 21. April 2008.
Pater Arturo Martínez Soto erneut Provinzial, Mexiko. Bestätigt am 30. April 2008.
Sr. Jan Marie Klein, O.Ss.R., zur Priorin gewählt im Kloster der Redemptoristinnen in Liguori, Missouri, USA am 28. April 2008.
Ernennungen:
Pater Johanny Gerardo Alvarez Castro, aus der Vizeprovinz San Salvador, als Gebäudeverwalter in Sant’Alfonso, Rom, für das laufende Sexennium. 16. März 2008.
Pater Stanisław Wróbel, aus der Provinz Warschau, am 19. März 2008 als Generalökonom für das laufende Sexennium. Amtsantritt am 8. September 2008.
Errichtung von Häusern:
Haus "Anbaham," Kavi Bharathi Nagar, in Tiruchirapalli/Trichy, Tamil Nadu State, India (im Bistum Tiruchirapalli), kanonisch errichtet am 8. April 2008.
Haus "Karen," in Nairobi, Kenya (Erzbistum Nairobi), kanonisch errichtet am 8. April 2008.
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