S C A L A

 

Unser Leben geben für die Erlösung in Fülle

 

 Info-Service der Redemptoristen                                                 Nummer 9

Mitteilungsblatt der Kongregation vom Heiligsten Erlöser
Rom, Italien
16. Juli 2005

Wort des Redaktors:

Nachrichten haben keine Ferien, die Menschen wohl. Die nächste SCALA wird im Oktober erscheinen, damit unser ganzer Stab samt Übersetzern und Korrespondenten Ferien hat. Wir werden eine Sonderausgabe senden, falls die Ereignisse es fordern.

SCALA ist das Ergebnis eines weltweiten, internationalen Einsatzes. Die Sommerpause ist eine gute Gelegenheit allen Mitarbeitenden zu danken und sie zu nennen, besonders die Übersetzer, die grosszügig Zeit haben für SCALA und viel anderes im Dienst der Generalleitung: Portugisisch: José Vidigal (Rio de Janeiro); Spanisch: Porfirio Tejera (Madrid); Französisch: Gabriel Boudreault (Tokyo), Jean Beco (Brüssel), Hervé Gendron (Ste-Anne-de-Beaupre), Yves Morvan (Lyon-Paris); Italienisch: Sergio Campara (Pilar), Serafino Fiore (Generalat); Englisch: Tony Mulvey (Dublin); Deutsch: Hermann Schmid (Schweiz), Heribert Koger (Wien); Polnisch: Jan Cygnar (Warschau), Andrzej Wodka (Warschau).

Ich danke dem Pater General und der Generalleitung, dass sie mir so viel Vertrauen geschenkt haben, um ihre Wünsche für Kommunikation unter Redemptoristen zu erfüllen. Ich danke dem Generalsekretär Joe Dorcey für seine Hilfe, wie auch dem P. Wilfried Lienesch (Köln) und John Vargas (Denver) für ihre Unterstützung im technischen Bereich. Ich möchte auch meinem Bruder Ron Ziuraitis danken, der uns von den Vereinigten Staaten Amerikas her mit dem monatlichen Design und der Gestaltung von SCALA beschenkt und auch unseren neuen CSSR-IM Service entworfen hat. Diesen benützen wir bereits regelmässig innerhalb des Generalates. Darüber können Sie mehr erfahren und unterschreiben bei CSSR-IM

Selbstverständlich muss ich Ihnen, liebe Leser von SCALA, danken für Ihre Beiträge, Vorschläge und Kommentare in diesem ersten Jahr. Sie machen SCALA interessant und zu einem Echo unserer Bemühungen für Erlösung in Fülle für eine Welt, die Erlösung sucht. Eine gute Gelegenheit auch zu erwähnen, dass wir ein gedrucktes Jahrbuch 2005 namens „ORBIS“ im Plan haben. Dabei benützen wir einen Namen, der bereits eine reiche Tradition im Bereich Kommunikation der Redemptoristen hat. Es wird Artikel in sieben Sprachen enthalten, mit Fotos ausgestattet sein und Ihnen entgegenkommen gegen Ende Jahr oder Anfangs nächstes Jahr.

Wenn Sie uns während der Sommerpause vermissen, können Sie stets das SCALA-Archiv besuchen unter cssr.com und frühere Nummern aufsuchen, die Sie verpasst haben.

Geniessen auch Sie Ihre Ferien! Auf Wiedersehen im Oktober mit SCALA#10 oder schon vorher. Vergessen Sie nicht, uns Ihre Nachrichten zu schicken!

Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.SS.R.


INHALTSVERZEICHNIS

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 Aus den Provinzen

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 In Spiritu Redemptionis

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 Redemptoristen in den Nachrichten

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 Nachrichten aus dem Vatikan mit Bezug zur Via Merulana

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 Monatliche Bildergalerie (nur online)

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 Arbeitsplan P. Generals und seiner Räte

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 Gerechtigkeit und Frieden

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 Webseiten im Brennpunkt

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 Bekanntmachungen

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Wendepunkte

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen in den Officialia Officialia

Profess mit zeitlichen Gelübden:
Jonel César, Region Port-au-Prince, 7. Februar 2004
Enel Constant, Region Port-au-Prince, 15. August 2004
Viller Constanvil, Region Port-au-Prince, 15. August 2004
Kristoffenson Alea y Soriano, Vizeprovinz Manila, 15. Mai 2005
Hernando Perez, Provinz Cebu, 21. Mai 2005
Leomel Jong Puerto, Provinz Cebu, 21. Mai 2005
Shaun Silagan, Provinz Cebu, 21. Mai 2005
Dominique Dang Tran Thien Thanh Tra, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Thomas Ho Duc Cuong, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joseph Luong Van Long, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joseph Nguyen Cong Minh, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Pierre Nguyen Luong Bang, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joseph Nguyen Manh Thuong, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Antoine Ngyuen Tan Hung, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Dominique Nguyen Van Huyen, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Dominique Nguyen Van Phuong, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Michel Pham Gia Lam, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Paul Touneh Han Tu, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joseph Tran Dinh Phuong, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Vincent Vu Ly Bang, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joseph Vu Van Tien, Province of Vienam, 27. Juni 2005

Profess mit ewigen Gelübden:
Nickson Prédélus, Region Port-au-Prince, 7. August 2004
Jean Eddy Louis, Region Port-au-Prince, 7. August 2004
Arsenio Cuervo Vega, Provinz Madrid, 24. Mai 2005
John Thanapoom Manamuti, Vizeprovinz Bangkok, 28. Mai 2005
Francis Somkiet Munsub, Vizeprovinz Bangkok, 28. Mai 2005
Peter Montri Onthale, Vizeprovinz Bangkok, 28. Mai 2005
John Mathee Srivorakul, Vizeprovinz Bangkok, 28. Mai 2005
Joseph Dinh Van Cao, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joseph Do Tuan Anh, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joseph Duong Cong Dinh, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Jean Baptiste Le Trung An, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joachim Le Van Chinh, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Jean Baptiste Mai Minh Manh, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Paul Ngo Van Phi, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joachim Nguyen Chi Cong, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Jean Nguyen Ngoc Hai, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Joseph Pham Quoc Giang, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Pierre Pham Xuan Loc, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Dominique Tran That, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Jacques Vo Minh Quang, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005
Thomas d´Aquin Vu Quan Bang, Provinz Vietnam, 27. Juni 2005

Priesterweihen:
Fritz Abellard Thomas, Region Port-au-Prince, 8. Februar 2004
Gilbert Peltrop, Region Port-au-Prince, 8. Februar 2004
Jean Max Walter Souverain, Region Port-au-Prince, 8. Februar 2004
Nickson Prédélus, Region Port-au-Prince, 30. Januar 2005
Jean Eddy Louis, Region Port-au-Prince, 30. Januar 30, 2005
Arockia Sagaya Seelan Carvalho, Provinz Bangalore, 18. April 2005
Siluvai Muthu, Provinz Bangalore, 30. April 2005
Robert Russell Harrison, Jr., Region Karibik, 7. Mai 2005
James Kumar, Provinz Bangalore, 7. Mai 2005
Patras Mundu, Provinz Bangalore, 8. Mai 2005
Carlos Félix Tchimbowe, Vizeprovinz Luanda, 8. Mai 2005
Mateo Tancio Jr. Butlig, Provinz Cebu, 10. Mai 2005
Jesus Sanito Umbac, Provinz Cebu, 10. Mai 2005
Copernicus Jr. Perez, Provinz Cebu, 10. Mai 2005
Joseph Royan, Provinz Bangalore, 14. Mai 2005
Sarath Chandra Sagar Maddineni, Provinz Bangalore 18. 2005
Maximiliano José Goytia, Provinz Buenos Aires, 29. Mai 2005
Joseph Nguyen Van Phuong, Provinz Vietnam, 11. Juni 2005
Pierre Do Minh Hien, Provinz Vietnam, 24. Juni 2005
Benedikt Kisters, Provinz Köln, 26. Juni 2005

Wahlergebnisse:
P. Luís Rodrigues Batista gewählt zum Provinzial von São Paulo.
Bestätigt am 8. Juni 2005.

P. Glenn Michael Cecil de Cruz zum Vizeprovinzial von Ipoh gewählt.
Bestätigt am 13. Juni 2005.

P. Vicente de Paula Ferriera gewählt zum Provinzial von Rio de Janeiro.
Bestätigt am 15. Juni 2005.

P. José Augusto da Silva zum Provinzvikar von Rio de Janeiro gewählt.
Bestätigt am 18. Juni 2005.

P. João Pedro zum Fernandes Vizeprovinzial von Luanda gewählt.
Bestätigt am 18. Juni 2005.

P. Michal Zamkovský zum Vizeprovinzial von Bratislava gewählt.
Bestätigt am 23. Juni 2005.

P. Peter Slobodník zum Vikar des Vizeprovinzials von Bratislava gewählt.
Bestätigt am 23. Juni 2005.

P. Joy Poonoly wiedergewählt zum Vikar des Vizeprovinzials von Alwaye.
Bestätigt am 27. Juni 2005.

Ernennungen:
P. Thomas Mulanjananikal wurde am 14. Juni 2005 zum Regionsoberen von Colombo ernannt.
P. Christopher Rohan Perera am 14. Juni 2005 zum Vikar des Regionsoberen von Colombo ernannt.
P. Sanath Kumara Fernando am 14. Juni 2005 zum zweiten Konsultor für die Region Colombo ernannt.
P. Dominic Dinh Minh Hai am 15. Juni 2005 zum Vizeprovinzial Extra Patriam ernannt.
P. Dominic Tran Quoc Bao am 15. Juni 2005 zum Vikar des Vizeprovinzials Extra Patriam ernannt.
P. John Baptist Pham Quoc Hung am 15. Juni 2005 zum ersten Konsultor der Vizeprovinz Extra Patriam ernannt.
P. Peter Ngo Dinh Thoa am 15. Juni 2005 zum zweiten Konsultor der Vizeprovinz Extra Patriam ernannt.

Errichtung der Häuser:
Beatus Methodius Dominicus Trcka in der Stadt Stará L´umbovna, Slowakei.
27. Juni 2005.

Seelos Haus in der Stadt A. Hangdong, Chiang Mai, Thailand.
30. Juni 2005.

Aufhebung der Häuser:
St. James the Apostle in der Stadt Fajardo, Puerto Rico.
27. Juni 2005.

Las Matas de Farfán, Dominikanische Republik.
27. Juni 2005.

Versetzung des Noviziatshauses:
In Vietnam wurde das Noviziat von Mai Thon zum Haus Can Gio in der Stadt Thanh Pho Ho Chi Minh (Hochiminhville) versetzt.

Todesfälle:
P. Thomas Francis O’Toole, 81, Provinz Baltimore, 19. Juni 2005
P. William Gerard Ratcliffe, 84, Provinz London, 21. Juni 2005.

 Inhaltsverzeichnis

Aus den Provinzen

Dublin, Irland
Das Treffen der Redemptoristen
P. Tony Flannery, C.SS.R.

(Auszüge aus einem Artikel, der im Juni 2005 erschien in der Zeitschrift „Reality“, die von den Redemptoristen der Provinz Dublin herausgegeben wird.)

Wir Redemptoristen werden in Dublin zusammenkommen zu dem, was wir unser Kapitel nennen. Das geschieht alle drei Jahre. Alle Redemptoristen, die in Irland leben und wirken, werden samt Vertretern unserer ausländischen Missionen eine Woche lang beisammen sein. Entschuldigt sind die verhinderten Betagten oder Kranken. Da wählen wir unsere Vorgesetzten für die nächsten drei Jahre, diskutieren miteinander und versuchen Entscheidungen über wichtige Angelegenheiten zu treffen.

Wir werden etwa hundert Teilnehmer sein. Unser Durschnittsalter ist hoch. Mit meinen 58 Jahren gehöre ich zur jüngeren Hälfte. Dieser Tatbestandwird auch zu besprechen sein. Die meisten unserer Mitglieder sind im Pensionsalter und können nicht mehr die grossen Arbeiten wie Volksmissionen oder Exerzitienleitung übernehmen, die eine starke Gesundheit voraussetzen. In all den vergangenen Jahren ergaben sich aus diesen Arbeiten auch die nötigen finanziellen Einkünfte. Bei weniger Arbeit haben wir nun weniger Einkommen. Das wird uns in dieser Woche auch beschäftigen. In dieser Situation ist die Altersrente das wichtigste Einkommen in unseren Klöstern.

Ein anderes Problem sind unsere Bauten. Wir haben sieben grosse Liegenschaften: drei in Belfast und je eine in Dundalk, Dublin, Limerick and Esker, ausserhalb Athenry, unser einziges Haus auf dem Land. Nun sind sie zu gross für unsere Vorhaben und schwer zu unterhalten. Neulich haben uns Fachleute aus dem Gesundheits- und Sicherheitsamt vorgerechnet, dass 2 Millionen Euro nötig sind um sie zu restaurieren. Da sind wichtige Beschlüsse zu fassen.

Nebst diesen praktischen Angelegenheiten befassen sich unsere Kapitelversammlungen gewöhnlich mit Fragen des Apostolates. Vor mehr als 250 Jahren wurden wir gegründet, um als Missionare das Wort Gottes besonders denen zu verkünden, die am meisten verlassen sind. Wir werden ganz sicher Reden hören, die uns zu unserem ursprünglichen Charisma zurückrufen. An den meisten Versammlungen hören wir solche Reden von Mitbrüdern, die uns begeistern wollen mit dem Feuer, das sie entflammt. Man hört ihnen aufmerksam zu, aber man nimmt es nicht zu ernst. Ihrem Alter entsprechend denken die meisten, dass wir mit dem Gegenwärtigen genug zu tun haben, ohne uns den Kopf für neue, kühne Unternehmungen zu zerbrechen.

Etwas Ähnliches betrifft unser Zusammensein, unser Gemeinschaftsleben, wie wir es nennen. Wir haben ein Ideal, das in unseren Statuten beschrieben ist und auf gegenseitiger Liebe und Ehrfurcht beruht, nämlich gemeinsames Leben und Glauben und Beten. Das kommt in Worten zum Ausdruck in unseren Eucharistiefeiern und zu Beginn unserer Versammlungen.

Die meisten von uns lebten 40 oder 50 Jahre in der Ordensgesellschaft, was wir in einer Zeit begannen, wo persönliche Beziehungen mit Stirnrunzeln beobachtet wurden. Wir haben gelernt, wie wir die Dinge meistern. Wir haben kein tiefes Bedürfnis für Austausch mit anderen Mitglieder unserer Gemeinschaft. Im grossen und ganzen ist das Leben in unserer Gemeinschaft angenehm. Wir kommen im allgemeinen miteinander aus, und es besteht eine gelöste Atmosphäre. Die Tage strenger Regelungen und bedrückender Autorität sind vorbei. Die Leute finden selber ihren Weg.

Vor 25 Jahren wurden die Kapitel zu bewegten Versammlungen, wo in Bezug auf unser Leben und Wirken zu manchen Gegenständen tief empfundene Überzeugungen verfochten wurden. Auch die Wahl unserer Vorgesetzten konnte zu spannenden Situationen führen. Dieses Jahr wird es kaum so sein. Die Leute sind gelassener und die Atmosphäre ist entspannt. Einige Funken können immer noch sprühen, wenn sich die Frage stellt, ob wir unsere Liegenschaft dem höchst Bietenden verkaufen sollen oder im Sinn der Solidarität mit den armen Leuten. Soll eine alternde Ordensgemeinschaft Geld zur Altersvorsorge auf die Seite legen oder soll sie nach den Worten Jesu “verkaufen, was sie hat und es den Armen geben”?


Baghdad, Irak
Aufbau nach Terror und Krieg
P. Ed Vella, C.SS.R.

Major John Stone vom Zivildienst der amerikanischen Armee leitet den Bau einer neuen Pfarreischule in einer Pfarrei, die in Bagdad von Redemptoristen geführt wird (siehe Fotogalerie). Major Stone ist Cousin vom Redemptoristen Pater Edward Vella aus der Provinz Denver. Neulich organisierte Major Stone für FOX NEWS ein Interview mit dem Militärkaplan und P. Bashar.

Der Redemptorist P. Bashar Matti Warda wurde 1969 in Baghdad geboren. Im Jahr1993 wurde er zum Priester im chaldäischen Ritus geweiht und schloss sich 1995 den Redemptoristen an. Er machte das Noviziat in Irland und studierte Moraltheologie in Löwen. Zurück in Bagdad dozierte er seit 1999 Moraltheologie am Babel College for Philosophy and Theology. Im Jahr 2001 bat die Chaldäische Kirche die Redemptoristen, die St. Elya Pfarrei zu übernehmen. Das ist die zweit grösste Pfarrei in Irak (2500 Familien). Seither ist er dort Pfarrer.

P. Bashar berichtet. “Seit der Befreiung Iraks haben die Redemptoristen versucht, mit der U.S. Armee allen Leuten in unserem Umkreis zu helfen sowohl den Moslem als auch den Christen. Wir leben in einer Vorstadt von Bagdad, wo viele verarmte Familien wohnen. Am 1. August 2004 (ausgerechnet am Fest des Hl. Alfons von Liguori) explodierte eine Autobombe am Eingang zur St. Elya Kirche nach der Sonntagsmesse. Es war der erste Angriff auf eine Kirche. In September 2004 beschlossen wir, eine Schule zu bauen für die Kinder der Umgebung. Das ist ein Weg zu einer friedlichen Zukunft Iraks und eine Art, Gute Nachricht zu predigen für das irakische Volk, sowohl den Moslem als auch den Christen.”


Irak
Abu Ghraib
P. Peter Sousa, C.SS.R.

Pater Peter Sousa, C.SS.R. gehört zur Vizeprovinz Richmond USA und wurde zusammen mit Pater General zum Priester geweiht. Er ist nun im Einsatz als Kaplan in der amerikanischen Armee. Er schreibt: “Grüsse aus dem Mittleren Osten. Ich bin zur Zeit in Kuwait und komme soeben nach Abu Ghraib. Ich möchte euch sagen, was ich hier mache. Ich weiss, dass man von uns ethisch und moralisch sehr viel erwartet, und ein Teil meiner Aufgabe besteht darin, das Spital zu besuchen, einfach um präsent zu sein und jegliche Misshandlung von Gefangenen zu verhindern. Unser Spital nimmt vorrangig alle Gefangenen auf. Bitte, denkt an mich in euern Gebeten.”


Brasilien
Rio de Janeiro
St. Gerard Majella Kongress

Bemerkung des Redaktors: Zum Gerardusjahr ist hier ein Bericht aus Brasilien über den dortigen Congresso Geraldino. Materdomini hielt ebenfalls eine Konferenz im Juni. Wir werden später darüber berichten.

Der St. Gerard Majella Kongress gehört nun zur Geschichte der Redemptoristen Brasiliens, denn 198 Teilnehmer (Priester, Brüder, Klerikerstudenten und andere Seminaristen sowie Laienmissionare) waren versammelt vom 9. bis 13. Mai 2005. Alle neun Einheiten der Redemptoristen Brasiliens waren vertreten im neulich renovierten Exerzitienhaus St. Joseph in Belo Horizonte. In diesem Haus wurde der dritte Stock hinzugefügt und alle Zimmer mit Solarenergie ausgestattet. Das Haus war grossartig!

Thema des Kongresses war: Heiligkeit und Alltag, Geheimnis und Mission, Heiligkeit der offenen Tür. Die Referenten brachten einen positiven und ernsten Ton ein. P. Carlos Palacio S.J. und Dr. Maria Clara Binguemer lösten Begeisterung unter den Teilnehmern aus.

Der erste sprach über die Herausforderungen des Ordenslebens. Wie es immer der Fall ist, entwickelte Gerhard seine Heiligkeit mit grosser Anstrengung. Wir können feststellen, dass zu seiner und zu unserer Zeit Jesus zentral ist für den Glauben, und zwar seine Person, sein Charisma, seine Sendung. Darum muss sich die Entfaltung des geistlichen Lebens auf das Leben und die Person Christi ausrichten.

Die Geschichte des Heiligen Gerhard ist faszinierend: Solche Verbundenheit mit dem Geheimnis weckt in unseren Herzen Sehnsucht und Durst. Das fühlten wir nach unserem Austausch mit Dr. Maria Clara Binguemer. Wie können wir uns vorstellen, dass die Gegenwart Gottes so gewaltig wirkte in einem so schwachen Gefäss? In Gerhards Fleisch schrieb der göttliche Meister das Gesetz der Liebe: zu dem Nächsten, den Armen, den Kindern, den Witwen. Hier hat Zuneigung ihren stärksten Ausdruck gefunden. Die „Torheit“ des Heiligen ergab sich aus der wunderbaren Freundschaft, die ihn durchwirkte und sich in seinem ganzen Benehmen äusserte, denn im tiefsten Sinn und vor allem war er ein Freund Gottes.

Unter Führung von P. Márcio Fabri dos Anjos, C.Ss.R. und durch seine Erklärungen über die Auffassungen von Heiligkeit in der Entwicklung des Ordenslebens wurde uns bewusst, dass Gerhards Heiligkeit zwar im Zug seiner Zeit lag, aber im Grunde genommen auf der Suche war, und dass wir selber zu geistigem Fortschreiten und Wachsen berufen sind. Wir sind auf demselben Pfad.

P. Noel Londoño, C.Ss.R. aus der Provinz Bogotá, Kolumbien, untersuchte das Leben des Hl. Gerhard und reizte zu Neugier und Widerspruch. Er sprach über den historischen, gesellschaftlichen Hintergrund, in dem Gerhard lebte. Die Bildung der Legende, der Name, die wunderbaren Ereignisse um die Person des Gerhard stimmen überein mit dem Geschmack der Zeit, als der Heilige dem Volk gehörte als Produkt seiner Zeit und seiner Heimat. In einer Zeit, wo der Glaube auch einen Körper brauchte, hatte er das Gesicht des Armen in totaler Selbstverleugnung, Hingabe und Busse. Gerhard gehörte zu Gott, weil er zum Volk gehörte, oder war er volksverbunden weil er mit Gott verbunden war? So hat P. Noel Londoño einmal mehr die Dimension von Gerhards Heiligkeit in ihrem Verhältnis zum Volk gezeigt. Gerhard’s Körper wurde zu einem Gnadenquell. Gerhards bussfertige Heiligkeit war so, dass sein Körper kostbar wurde, denn dieser Körper war eine Wohnung Gottes gewesen und wurde zum Segen für das Volk seiner Zeit.

Die Kurzreferate waren auch schöne Überraschungen und gefielen den Teilnehmern wegen der kompetenten und positiven Sicht der Dinge. Sie beleuchteten verschiedene Aspekte der pastoralen Arbeit, der Heiligkeit und des Alltags sowie der Stellung der Frauen in der Liturgie und in der Mission der Kirche. Wichtig waren die Überlegungen zu unserem Auftrag im Reich Gottes hier und heute, in unserer Geschichte, in unserer Zeit.

Am 10. Mai war Kulturabend: Musiker der Barockschule von Belo Horizonte führten folgende Werke des Hl. Alfons auf: “Kantate der Passion” und “Zwiegespräch zwischen Seele und Jesus“, und zwar sang die bekannte Opernsängerin Silvia Klein, begleitet von Instrumenten der alten Zeit: Klavichord, Violine, Cello und Trompete. Zur grossen Überraschung der Mitbrüder war Bischof Lélis Lara, C.Ss.R. der Chorleiter, und der ehemalige Redemptorist Luciano Mendes war der Dirigent. Die Redemptoristen aus Brasilien hörten diese Werke unseres Ordensgründers zum ersten Mal.

In der Nacht vom 12. Mai kamen die Kongressteilnehmer mit unzähligen Gläubigen zur Kirche St. Josef mitten in der Stadt Belo Horizonte zur Heiligen Eucharistiefeier. Erzbischof Walmor Oliveira de Azevedo war Hauptzelebrant. Er benützte die Gelegenheit um die Redemptoristen zu preisen, die in Belo Horizonte seit der Gründung der Stadt Grosses geleistet haben. Diese 105 Jahre alte Pfarrei wurde gegründet in der Anfangszeit der Stadt und stets von den Redemptoristen betreut.

Am letzten Tag des Kongresses pilgerte man nach Curvelo, 155 Kilometer von Belo Horizonte entfernt, zur Basilika des Hl. Gerhard, die einzige in der ganzen Welt, die dem Hl. Gerhard geweiht ist. Etwa 1,000 Leute hatten sich den Schülern von fünf Stadtschulen und dem Bürgermeister auf einem Marsch für Solidarität und Frieden angeschlossen. Der Erzbischof von Diamantina, Paulo Lopes de Faria, leitete die Eucharistiefeier, während welcher er auf die Bedeutung der Redemptoristen in der Erzdiözese hinwies. Anschliessend waren alle in den Garten der Redemptoristen eingeladen, wo ein Vertreter jeder (Vize-) Provinz auf Wunsch von P. Dalton Barros de Almeida einen Baum namens ipê zum Gedenken an die Wallfahrt pflanzte.

P. Provinzial Dalton, die Seele des Kongresses, erklärte, dass die ganze Atmosphäre überaus positiv, begeistert und freundschaftlich war. Viele Mitbrüder hatten den Hl. Gerhard oft erwähnt aber wussten in Wirklichkeit wenig über ihn. Die Geschichte von Bruder Marcel Van, Redemptoristenbruder in Vietnam, hervorragend geschrieben und illustriert wurde vorgestellt mit den Besuchungen zum Heiligsten Altarssakrament von St. Alfons, neu geschrieben von P. Noel Londoño auf Spanisch und von P. Dalton auf Portugiesisch.

P. Vincent de Paula Ferreira, neulich als Provinzial von Rio de Janeiro gewählt, äusserte sich ebenfalls über den Kongress: “Der ganze Weg durch diese Woche war hervorragend mit seinen Feiern, Vorträgen, Referaten, kulturellen Anlässen und dem brüderlichen Zusammensein mit Redemptoristen. In jedem Moment fühlte man sich wohl unter Mitbrüdern. Durch so viele Erkenntnisse sind wir nun angeregt, selber unsere tägliche Heiligkeit zu leben und den Samen für eine neue Ernte in der Kirche und der Kongregation zu streuen. Die Union der Redemptoristen Brasiliens verdient Lob für ihre Einigkeit, die Provinz Rio de Janeiro für ihre Gastfreundschaft und P. Dalton für die glänzende Leitung des Kongresses.

Für die Laienmissionarin Anna Paula de Juiz de Fora war der St. Gerhardkongress eine einmalige Gnadenzeit, reich an Erfahrungen, Gebet und Austausch. Wir erlebten in einer Woche die Geschichte eines Volkes und seines Heiligen, genaue Daten über die Schritte, die Gerhard in seinem einfachen und faszinierenden Leben gewählt hat. Das Leben eines Heiligen mitzuerleben ist eine Gnade. Die Schritte Gerhards nachzuvollziehen und seine Welt zu verstehen, war ein einmaliges Erlebnis von Liebe. Es lässt uns begreifen, dass Glaube und Leben ineinandergreifen. Darum konnten wir uns auch in diesem Kongress erholen, lustig sein, singen, spielen und miteinander als Geschwister leben.

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In Spiritu Redemptionis

Neue Schöpfung
Sean Wales, C.SS.R.

Auf Italiensch gibt es den Spruch “traduttore traditore”! (Übersetzer: Betrüger!) In unserer eigenen Sprache sind manche Ausdrücke zweideutig oder gar verräterisch. In unseren Gesprächen kommt es vor, dass ein harmloses Wort verletzen kann; Wörter können unsäglichen Schaden anrichten.

Wenn wir nun zu den Geheimnissen unseres Glaubens kommen, sind wir bereit, die Grenzen unserer Sprache anzunehmen. Grosse Gelehrte haben zwar manche Begriffe geklärt, aber wir wissen, dass wir keine Worte finden für das mysterium tremendum et fascinosum. Weil wir ohne Raum und Zeit nicht denken können, haben wir keine Wörter für das, was jenseits unserer Vorstellungen ist. Wittgenstein sagte: über das, was wir nicht ausrücken können, sollen wir schweigen.

Wir sollen aber das Geheimnis des Glaubens verkünden. Wir müssen Wörter finden, um von den wunderbaren Taten Gottes so viel als möglich zu erfassen. Die Theologie versucht, eine Schilderung von Ostern, eine Redeweise für die Neuschöpfung zu finden. Wir sind geneigt linear und nach Zeitabläufen zu denken wie zum Beispiel Geburt, Leben, Tod usw. Wenn wir aber von Jesus sprechen, passt das nicht zu dem, was wir im Glauben erleben. Pater Durrwell spricht oft von ewigem Geborenwerden im Tod, um zu sagen, dass Jesus in seiner Auferstehung den Tod nicht hinter sich gelassen hat. Er wurde verherrlicht in seinem Sterben und dieses Sterben ist nicht vorbei. Die Zeugung des Sohnes Gottes bleibt im Geheimnis seines Todes, denn er stirbt dem Vater entgegen und der Vater nimmt ihn auf.

Die Folge davon ist, dass in Jesus Christus Tod und Auferstehung eins sind, und wenn wir Christus begegnen, so ist es eine Begegnung mit Christus, der stirbt und aufersteht. Wir begegnen dem Erlöser im Ereignis seiner Erlösungstat.

In der Eucharistie empfangen wir Jesus während er sich hingibt für uns und unser Heil. In seinem Wort hören wir auf den, der seine Erlösungstat ausführt. Das ist eine neue Art, über Neuschöpfung zu reden. Es könnte sein, dass christliche Kunst (besonders in der byzantinischen Tradition) bessere Wege gefunden hat, um dieses Geheimnis anzudeuten. Vielleicht kann auch christliche Musik eindrücklicher ahnen lassen, wie Tod und Leben zusammenfliessen.

Wichtig ist, dass wir selber in dieses geheimnisvolle Geschehen hineingenommen werden. Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Aber das alles ist von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt hat.” (2 Korinther 5,17). Unsere Musik, unsere Kunst, unsere Sprache, unsere Symbole, unsere Beziehungen sind ein Schimmern im Geist der neuen Schöpfung. Und Paulus fügt bei: damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden“(Vers 21).

Eine dramatische Konsequenz des Paschamysteriums besteht darin, dass wir berufen sind, nicht einfach zu reparieren was beschädigt war, sondern neue Schöpfung zu werden. Wir schauen zurück zu einem status quo antea in der Hoffnung, dass alles restauriert wird, was gut war; wir sind berufen, eine neue Schöpfung zu erwarten, eine Welt mit dem richtigen Gesicht.

Unser “Lebensweg” (Konstitutionen & Statuten) fordert uns auf “in das Ostergeheimnis hineinzuwachsen” (Konstitution 50). Die Konstitution 41.1 lautet: „Die Mitglieder müssen ihre ganze Kraft einsetzen, den neuen Menschen anzuziehen, der nach dem Bild des gekreuzigten und auferstandenen Christus geschaffen ist. Dadurch werden alle Beweggründe ihres Urteilens und Handelns geläutert.”. „Deshalb sollen sie Zeichen sein vor den Menschen und Zeugen der Kraft seiner Auferstehung, da sie das neue und ewige Leben verkünden“ (Konstitution 51).

Es ist zu hoffen, dass wir auf diese Einsicht von der neuen Schöpfung in unseren Kommunitäten eingehen, dass wir die Werte vom „neuen und ewigen Leben“ in unsere Provinztagungen, Kapitel, Versammlungen und in unsere Verkündigung einbringen. Wir müssen Zeichen und Zeugen der Auferstehung für einander sein.

Inhaltsverzeichnis

Redemptoristen in den Nachrichten

Bolivien
Kardinal Julio Terrazas C.SS.R.
Aus dem Tablet, London

Die Kirche vermittelt für Frieden in Bolivien.

Boliviens Bischöfe bemühen sich mit aller Kraft die Konfliktparteien, die das Land zu spalten drohen, an den Verhandlungstisch zu bringen. Ihre Aussichten auf Erfolg stehen nicht gut, trotz dem Aufruf von Papst Benedikt XVI. an beide Seiten, sie sollen Verantwortungsbewusstsein walten lassen und zu offenen und ehrlichen Gesprächen übergehen.

Kardinal Julio Terrazas, Erzbischof von Santa Cruz, und die Bischofskonferenz haben sich bereit erklärt zwischen dem bekämpften Regierungspräsidenten Carlos Mesa einerseits und den organisierten ethnischen Verbänden anderseits zu vermitteln. Der Kardinal hielt am Wochenende des 4. und 5. Juni seine ersten Gespräche mit den Vertretern der Regierung und des Parlaments, scheinbar ohne Erfolg. Aber am 6. Juni bietet der Präsident Mesa zum zweiten Mal in drei Monaten seine Demission an und überlässt die Entscheidung dem Parlament. Man erwartet, dass das Parlament sich am Donnerstag versammelt um zu entscheiden, ob es die Demission annimmt.


Dublin, Irland
Traditionalistische Attacke gegen kecken Redemptoristen von Limerick
Brendan Halligan, Limerick Leader, 21. Mai 2005

Sind die Redemptoristen von Limerik in den Medien für ewig verdammt? Diese Frage stellt sich nach dem Angriff in der letzten Nummer der traditionalistischen katholischen Zeitschrift “The Bradsma Review,” die man gierig in Glenstal liest. Geschossen wird auf den Mann von Limerick P. Gerry Moloney – Sohn von Breda und Michael aus Doon und Bruder von Margaret, Mary, Rodger und Tom.

Er leitet den Verlag der Redemptoristen und gibt die Zeitschrift der Redemptoristen „Reality“ heraus. Aber er ist zur Zielscheibe geworden, weil er für die Teenager die Jungendzeitschrift “Face Up” redigiert.

Ein anonymer Schreiber nützt in der „Bradsma Review“ schäbig die Bemerkung von P. Gerry, er sei gestresst. Der Angreifer lässt den Mann aus Doon so sprechen: “Ich bin ein schrecklicher Kämpfer. Ich bin ständig unter Druck wegen jeder Kleinigkeit – ganz gleich ob ich die Zeitschrift termingerecht herausbringen muss oder ob es darum geht, dass meine Jeans nach der neuesten Mode sind oder Liverpool sich für die Champions League qualifiziert.”

Und Bradsma holt aus zum Schlag: “Man muss diese Redemptoristen nicht mehr lächerlich machen. Sie tun es selber besser als Dermot Morgan es gekonnt hätte.”

Offenbar war immer alles falsch, was „die Patres“ gemacht haben! – Sie waren zwar nicht immer fehlerfrei, zumal in Limerick, aber wenn man Bilanz zieht, haben sie eine riesige Menge Gutes getan und tun es immer noch für unsere Stadt, unsere Grafschaft, unser Land. Jahre lang warf man ihnen vor, sie seien konservativ. Nun ist Liberalismus ihre vermeintliche Sünde. Sie dürfen einfach nicht recht haben.

Die Selbstgerechtigkeit von Bradsma ist nur zu verstehen als Neid von Berufskollegen. Und den vorbildlichen Priester und glänzenden Journalisten P. Gerry sollten wir verurteilen, nur weil er die heutige Jugend in ihrer eigenen Sprache anspricht? Was kommt das nächste Mal? Etwa ein Angriff auf die Ausdrucksweise Unseres Herrn, der die Sprache seiner Zeit benützte, nämlich Gleichnisse?

Inhaltsverzeichnis

Nachrichten aus dem Vatikan mit Bezug zur Via Merulana

Papst Benedikt ernennt Redemptoristen
Vatikan
Pater Sabatino Majorano

Am 21. Mai ernannte seine Heiligkeit, Papst Benedikt XVI. den P. Sabatino Majorano (Neapel), der unsere Alfonsianische Akademie leitet, zum Konsultor in der Kongregation für die Heiligsprechungen, und zwar für die nächste Periode von fünf Jahren.

Die Patres Giuseppe Orlandi (Rom) und Adam Owczarski (Warschau), beide Mitglieder der Kommunität von Sant’Alfonso, sind ebenfalls Konsultoren in diesem Departement. Pater Antonio Marazzo (Neapel) arbeitet als Generalpostulator eng zusammen mit demselben Departement.

Weitere Redemptoristen werden vom Vatikan als Mitarbeiter beigezogen: Fernando José Monteiro Guimãraes (Rio de Janeiro), welcher die Kongregation für den Klerus leitet; Réal Tremblay (Ste-Anne-de-Beaupré), ist Beater in der Glaubenskongregation und Pater General ist im Rat der 16, welcher dreimal im Jahr mit der Kongregation für die Institute des Gottgeweihten Lebens und die Apostolischen Gesellschaften tagt.

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Monatliche Bildergalerie  (nur online)

1.Die Redemptoristinnen von Merrivale, Südafrika mit Kardinal Wilfrid Napier, Erzbischof von Durban. |Hintere Reihe: Sr. Eleanor, Priorin; Kardinal Napier; Sr. Alice. Vordere Reihe: Sr. Anne Marie; Postulantin (nun Novizin) Mary Ann; Sr. Alphonsina Mary, Postulantin (nun Novizin) Veronica; Sr. Joan Culver von Liguori, USA. auf Besuch.

2.Die Kapitulare der Provinzen Köln, Flandern, Amsterdam und Schweiz tagen im Frühling miteinander, um die Provinz St. Clemens vorzubereiten, die am 1. August gegründet wird. Darüber werden wir im Herbst mehr bringen.

3.Kardinal Julio Terrazas C.SS.R. Erzbischof von Santa Cruz, Bolivien. Die Vermittlung des Kardinals im Namen der Bischofskonferenz führte nicht zur definitiven Lösung der politischen Krise, aber der Präsident Boliviens stellte sein Amt zur Verfügung.

4.Am 26. Juni war das Fest der Mutter von der Immerwährenden Hilfe. Die Fotos stammen von der Feier und von der Prozession auf der Via Merulana zum Abschluss der Novene. Die italienische, die polnische und die englische Gottesdienstgemeinschaft hatten sich vor dem ursprünglichen Gnadenbild in der Kirche Sant’Alfonso eingefunden.
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Arbeitsplan P. Generals und seiner Räte

Wollen Sie wissen, wo die Mitglieder der Generalleitung sind und was sie tun? Die folgenden Links bringen den Kalender der Generalleitung.

Deutsch: http://www.cssr.com/calendars/CalDT.htm

Diese Links sind auf unserer Webseite cssr.com im Bereich der Redemptoristen, wozu allerdings das entsprechende Passwort nötig ist. Wenn Sie dieses noch nicht haben, können Sie es dort in der pop-up box direkt vom Generalsekretär verlangen.

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Gerechtigkeit und Frieden

Inhalt eines Büchleins:
Kampf gegen Hungersnot – Wie weit können wir gehen?
UNO-Millennium Entwicklungsziele

Der Autor, Dr Bruce Duncan, ist Redemptorist und hat Nationalökonomie studiert an der Universität Sydney. Er hielt Vorlesungen über soziale Gerechtigkeit und Entwicklungsstudien für die Yarra Theological Union in Melbourne seit 1986.

Das Büchlein will darlegen, dass Australien durch starke Unterstützung des UNO-Millenniumprojektes
·30 Millionen Kinderleben retten kann
.250 Millionen Menschen vom Hunger befreien
·und 500 Millionen Leute aus tiefster Armut (mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag) herausführen kann.

Die beiden Hauptpunkte des Büchleins sind
1.die Welt kann den Hunger ausschalten, wenn der politische Wille da ist; und
2.wir schaffen das verhältnismässig schnell mit unseren reichlich vorhandenen Mitteln, wenn wir ein bisschen weniger für die Rüstung und ein bisschen mehr für die soziale Entwicklungshilfe aufbringen. Zur Zeit gibt die Welt 20 Mal mehr für militärische Zwecke als für Entwicklungshilfe aus.

Seit Jahren stellen führende Wirtschaftsforscher fest, dass Hunger und extreme Armut vermeidlich wären. Jeffrey Sachs von der Columbia University schrieb dies zum ersten Mal mit den Worten, ‘die Welt steht kurz vor dem Ende globaler Armut...Es fehlt nur der politische Wille.“

Mit anderen führenden Persönlichkeiten hat auch Papst Johannes Paul II. immer wieder alle verantwortungsbewussten Menschen aufgerufen, effizient gegen die Not von Milliarden verarmter Leute vorzugehen und deren Schicksal zum eigenen zu machen. Er forderte eine Mobilisierung sozial gesinnter Gewissen, um den politischen Willen zu erzeugen, der Hunger und Armut behebt.

Das UNO-Millenniumprojekt hat vor, bis 2015 die Zahl der betroffenen Opfer von Hunger und Armut zu halbieren. Der Plan der UNO erfordert enge Zusammenarbeit zwischen reichen und armen Ländern, wobei die Entwicklungsländer sich am meisten einsetzen müssen. Die Ziele lauten:
·allgemeine elementare Schulbildung für Buben und Mädchen fördern, die Gleichheit der Geschlechter erreichen und den Frauen Einfluss geben;
·die Kindersterblichkeit unter fünf Jahren um zwei Drittel und die Sterblichkeit der Mütter um drei Viertel reduzieren;
·die weit verbreiteten Epidemien, besonders HIV/Aids, Malaria und TB eindämmen;
·die Umwelt schützen und verbessern, und die Zahl der Menschen ohne Trinkwasser halbieren.

Ziel 8 fordert eine neue globale Partnerschaft, um die internationale Hilfe zu verdoppeln und die Märkte so zu öffnen, dass die ärmsten Länder in ein faires Handelsystem gelangen. Ziel 8 fordert auch bessere Regierungssysteme in den Entwicklungsländern, Schuldenerlass und Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln.

Australiens Budget für Hilfe im Ausland war in den letzten fünf Jahren am tiefsten seit 35 Jahren mit seinen 0.26%. Nach seinem Bruttosozialprodukt müsste Australien gemäss der von der UNO vorgesehenen Quote von 0,7%, seine Hilfe mehr als verdoppeln.

Die grosszügige Hilfe bei der Tsunami-Katastophe von Seiten der Regierung und der Bevölkerung hat gezeigt, dass Australien viel mehr tun könnte, um den Hunger zu beheben.

Eine Umfrage ergab, dass 85 Prozent der Australier die Hilfe in Übersee befürworten; davon sind 60 Prozent stark dafür. Mit Britannien könnte auch Australien Geschichte machen im Kampf gegen die Armut.


Australien
Wie können Redemptoristen die Campagne gegen Hunger und Armut unterstützen?
Bruce Duncan CSsR

Bruce Duncan gibt Vorlesungen über Geschichte und Sozialethik für die Yarra Theological Union in Melbourne, Australien. Er hat vor kurzem ein Büchlein von 38 Seiten herausgegeben über die UNO-Millennium Entwicklungsziele, Ending Hunger – how far can we go? (Sydney: Australian Catholic Social Justice Council, 2005).

Redemptoristen in aller Welt sind betroffen von der Hungersnot und der extremen Armut in der sich Millionen von Menschen befinden, und haben sich stark eingesetzt um die Not zu lindern, manchmal unter sehr schwierigen und gefährlichen Umständen.

Wir können dieses Drama vom Hunger in der Welt nicht loslösen vom letzten Gericht im Matthäusevangelium, wo Gott Rechenschaft verlangt über unser Verhalten gegenüber den Hungernden, Kranken und Obdachlosen um uns herum. In diesem Zusammenhang ist blosses Mitleid ohne Tun so viel nichts in den Augen Gottes.

Solidarität mit den Armen und Ausgegrenzten war stets ein Anliegen , auf das Papst Johannes Paul II. und führende Persönlichkeiten hinwiesen. Es ist auch ein zentrales Thema in den erneuerten Konstitutionen der Redemptoristen. Folglich mussten wir unser Leben und Wirken überprüfen, zumal viele von uns die Verkündigung des Evangeliums in den Volksmissionen und in der Förderung der Volksfrömmigkeit sahen.

Die Frage ist nun: wie können wir stärker die Campagne gegen Hungersnot und Armut in der Welt unterstützen im Rahmen des UNO-Millennium Projektes? Was könnte uns gläubigen Christen und Ordensleuten mehr am Herzen liegen? Führende Fachleute der Nationalökonomie sagen uns seit Jahren, dass bei all unseren Mitteln niemand Hunger leiden müsste. Hunger und Armut sind nicht Folgen der Wirtschaft, sondern der Politik und Unordnung.

Millennium Entwicklungsziele
Im Jahr 2000 haben sich 189 Länder verpflichtet, das UNO-Projekt zu unterstützen, das bis zum Jahr 2015 die Zahl der Opfer von Hunger und extremer Armut (weniger als 1 US-Dollar pro Tag) halbieren soll. Genaue Erhebungen und intensives Planen von Hunderten von Fachleuten während einiger Jahre waren unter Aufsicht der Vereinigten Nationen vorausgegangen. Die acht Millennium Entwicklungsziele sind auf bestimmte Vorhaben ausgerichtet. Jedes Land muss seinen eigenen detaillierten Plan bereinigen, damit die Ziele erreicht werden.

Die UN-Millennium Entwicklungsziele sind auf acht Punkte gerichtet:
1.Die Zahl der Opfer von Hunger und Armut – zur Zeit 800 Millionen – halbieren in der Frist bis 2015.
2.Primarschulbildung für Buben und Mädchen erreichen.
3.Gleichheit der Geschlechter und Förderung der Frauen in Sekundarschulen gewährleisten.
4.Sterblichkeit der Kinder unter fünf Jahren um zwei Drittel herabsetzen.
5.Die Gesundheit der Mütter verbessern und deren Sterblichkeit um drei Viertel reduzieren.
6.Den Seuchen Einhalt bieten, auch HIV/Aids, Malaria und TB.
7.Die Umwelt pflegen und die Zahl derer die kein Trinkwasser haben, halbieren.
8.Globale Partnerschaften aufbauen mit
·Öffnung der Märkte
·gute Regierung
·Schuldenerlass für verarmte Länder, mehr Entwicklungshilfe und günstige Handelsbedingungen
·Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln
·Nutzung neuer Technik.

Stellen Sie sich vor, wie die internationalen Beziehungen und der Dialog unter den Religionen sich verbessern würde, wenn die ganze Welt mit den Mitteln der reichen Länder sich einsetzte, um Hunger und extreme Armut zu beseitigen. Das würde viel mehr bringen und humaner sein als vorbeugende Streiks und Kriege für Demokratie.

Was können Redemptoristen beitragen?
Wir Redemptoristen sind uns bewusst, dass wir verhältnismässig wenige sind und materiell nur bescheidene Hilfsmittel zur Verfügung haben. Aber wir sollten die Kirche und die gesamte öffentliche Meinung zum Einsatz animieren, damit die Millennium Entwicklungsziele erreicht werden. Man kann diese Ziele kritisieren und korrigieren, aber sie entspringen aus edelster moralischer Gesinnung; sie sind ein Zeichen der Zeit und zeugen von effizienter, weltweiter Solidarität. Das hat es noch nie gegeben in der Geschichte.

Doch dieses Bemühen um Hunger und Armut zu bekämpfen kommt nur zum Durchbruch, wenn sich die öffentliche Meinung für die Millennium Entwicklungsziele stark macht, denn so werden die Regierungen der reichen Länder zur Bereitstellung der nötigen Mittel veranlasst. Das meiste muss allerdings in den Entwicklungsländern getan werden.

Hier muss unser Predigen und das Spiel unserer Beziehungen einsetzen. Was wir verkünden, muss eine verblüffend gute Nachricht sein. Viele Fachleute der Wirtschaft und internationale Organisationen sagen uns, dass wir die nötigen Mittel und das know-how haben, um den Hunger und die extreme Armut verhältnismässig rasch zu beseitigen. Noch nie ist man in einer so günstigen Lage gewesen, um das durchzusetzen.

Wenn es so ist, haben wir eine moralische Verpflichtung und müssen unser bestes tun, um die Leute über die wunderbaren Möglichkeiten zu informieren und das öffentliche Bewusstsein zu wecken, damit weit gehendes politisches Einlenken und die wirtschaftliche Unterstützung durch die Regierungen gewährleistet werden.

Papst Johannes Paul II. sagte am Tag der Welternährung, 16. Oktober 2003: ‘Wie können wir schweigen vor dem Drama der Hungersnot und extremen Armut in einer Zeit, wo die Menschheit besser denn je die Möglichkeit hat, ehrlich zu teilen?’

Am Tag des Friedens 2000, betonte Papst Johannes Paul, dass Armut von Milliarden Menschen „unser menschliches und christliches Gewissen am stärksten herausfordert“. Immer wieder rief er auf zu einer weiten Gewissensbildung, damit die Welt unterstützt, was die Millennium Entwicklungsziele anstreben.

Es ist nicht einfach zu sehen, wie wir Redemptoristen antworten sollen. Einerseits leuchtet uns ein, dass der Bekämpfung von Hunger und Armut in der Welt historische Bedeutung zukommt, vielleicht grössere als einst bei der Abschaffung der Sklaverei. Anderseits sind wir auf der ganzen Welt verstreut, und unsere Antwort muss sich in die gegebenen Verhältnisse unseres Umfeldes einfügen.

Aber können wir als Kongregation in unseren Predigten das Millennium Projekt als praktische Umsetzung in Taten empfehlen? Können wir das soziale Gewissen wecken bei den Leuten, mit denen wir zu tun haben?

Tatsächlich können die Millennium Entwicklungsziele einen frischen Weg weisen, damit wir Redemptoristen uns als Körperschaft diesem Werk widmen. Das heisst nicht, dass wir alle dasselbe tun müssen, sondern je nach Begabungen und Gelegenheiten als komplexe Gemeinschaft dieselben Ziele anvisieren.

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Webseiten im Brennpunkt

Unsere Webseite im Brennpunkt ist in diesem Monat aus der Provinz Lyon-Paris http://perso.Wanadoo.fr/redemptos

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Bekanntmachungen

Aufruf
150. Jahre Generalat in Rom

Im Herbst werden wir den Gedenktag 150 Jahre Generalat in Rom feiern. Aus diesem Anlass möchten wir eine vollständige Liste von allen, die im Lauf der Jahre hier gewirkt haben, aufstellen, aber es fehlen uns noch Angaben dazu. Darum sind wir dankbar für jede Hilfe aus dem Kreis der Leser von SCALA. Wenn Sie selber eine Zeit lang in unserem Haus in Rom gelebt haben, senden Sie bitte an P. Jean Beco (jbeco@tiscalinet.it) die folgenden Angaben: Datum Ihrer Ankunft und Ihrer Abreise von Rom, den Auftrag, den Sie hatten und/oder die Studien, die Sie machten. Und wenn Sie jemanden kennen, der einst hier lebte, machen Sie ihn bitte auf diesen Aufruf aufmerksam, denn kaum alle haben von unserem Vorhaben Kenntnis genommen! Wir danken zum voraus.

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