S C A L A

 

Wo dein Herz, da dein Reichtum.

 

 Info-Service der Redemptoristen                                                 Nummer 31

Rom, Italien
16. November 2007

AUS DER REDAKTION

NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN:
Goldenes Jubiläum der Garser Schwestern (M.Ss.R.)
Peru: Erdbebenopfer in Familien von Redemptoristen
Peru: Bolivianischer Mitbruder berichtet, wie er das Erdbeben überstand.
Madagascar: 40 Jahre in Madagaskar, eine Besinnung!

VATIKAN UND REDEMPTORISTEN:
Der Heilige Vater sendet Glückwünsche zum Jubiläum

VITA APOSTOLICA:
Pater Felix Catalá beginnt eine Serie Beiträge über das Gott geweihte Leben.

BERICHTE AUS SEKRETARIATEN UND KOMMISSIONEN:
Sekretariat für Evangelisierung tagte in Rom.
Die Kommission zur Vorbereitung des 24. Generalkapitels hielt in Rom ihre erste Sitzung

BEKANNTMACHUNGEN:
Ankündigungen von Redemptoristen aus aller Welt

ALFONSIANISCHE AKADEMIE:
Neue Bücher von einem Professor und einem Studenten

BILDERGALERIE:
Fotos von Redemptoristen aus aller Welt.

MEDIEN IM BRENNPUNKT:
Peru: Powerpoint (.pps) Wir führen mit einem Link zu Bildern vom Erdbeben in Peru. Der Text ist spanisch; die Bilder sprechen von selbst.
Wien: Ein neuer Blog

LEBENSWENDEN:
Professfeiern, Priesterweihen, Jubiläen, Unsere Verstorbenen, Wahlergebnisse


AUS DER REDAKTION:

Dank der heutigen Nachrichtenübermittlung erfahren wir von den Naturkatastrophen, die irgendwo auf der Welt geschehen. Wenn Erdbeben, Tsunamis, Wirbelstürme, Vulkanausbrüche, Flächenbrände oder Überschwemmungen wüten, sind oft auch Redemptoristen mit den Leuten, unter denen sie arbeiten, betroffen. In dieser Ausgabe bringen wir zwei Artikel, in denen Mitbrüder schildern, wie sie im August das Erdbeben in Peru mit den Leuten überlebten.

Sie werden in dieser Nummer zwei Neuerungen bei SCALA feststellen. Zuerst eine Neugestaltung der Titelseite. Zum Jahr der Besinnung über den Sinn des Ordenslebens beginnen wir eine Serie von entsprechenden Artikeln. Den ersten verfasste Pater Felix Catalá, Director of the Center for Spirituality.

In seinem Beitrag zur Eröffnung der Serie erinnert uns Pater Catalá daran, dass dort, wo unser Reichtum ist, auch unser Herz sein wird. Er stellt auch anregende Fragen über das Gott geweihte Leben, die Sie persönlich oder in Gemeinschaft beherzigen können.

Vergessen Sie bitte nicht, dass wir von jeder Einheit 4 oder 5 Fotos über das Leben und Wirken in ihrer Provinz erwarten; wir möchten damit den besonderen Bildband ORBIS 2007-2008 gestalten zum 275. Jahrestag der Gründung der Kongregation im Sinn unseres Gott geweihten Lebens. Bitte senden Sie die Fotos in .jpg form an GaryZ@cssr.com.

Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

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NACHRICHTEN AUS DEN PROVINZEN

Deutschland
Goldenes Jubiläum der Garser Schwestern (M.Ss.R.)
"Dem Vergangenen: Dank - dem Kommenden: Ja!"

Dieses Wort von Dag Hammarskjöld stand über der Feier des 50jährigen Gründungsjubiläums der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser. Etwa 450 Gäste waren zum Mitfeiern nach Gars am Inn, dem Gründungsort der Gemeinschaft, gekommen - ebenso wie alle Schwestern der Region Deutschland/Österreich sowie Vertreterinnen aus den Regionen Japan, Bolivien, Chile und Ukraine.

Kardinal Friedrich Wetter, Erzbischof der Diözese München und Freising, betonte in seiner Predigt, wie wichtig es heute für die Kirche sei, missionarisch zu sein. Wenn sie nicht mehr das Evangelium in Wort und Tat verkünden würde, habe sie ihre Existenzgrundlage verloren. Der Kardinal ermutigte die Schwestern, auch in Zukunft nicht müde zu werden, sich der Menschen anzunehmen und ihnen durch ihren Einsatz und ihre Dienste die Liebe Gottes zu zeigen. "Deutschland ist Missionsland" - diese Erkenntnis sei bereits vor 50 Jahren ins Bewusstsein getreten und habe sich bis heute noch verstärkt. Gerade deshalb hätten gerade die Ordensgemeinschaften die Aufgabe, ihr Charisma zu entfalten und für die Menschen da zu sein, die wenig spüren von der Erlösung, die Christus geschenkt hat.

Bei der Gabenprozession wurde deutlich, wie sich dieses Charisma in den verschiedenen Ländern konkretisiert: Schwestern aus jeder der fünf Regionen brachten je ein Symbol vor dem Altar, das etwas von dem ausdrücken sollte, was für die Menschen dort von besonderer Bedeutung ist. Das Symbol der deutsch-österreichischen Region war zum Beispiel eine Uhr - sie sollte Zeichen sein für die Zeit, die die Schwestern den Menschen schenken. Gerade in dieser Region ist dies ein so kostbares Gut, nach dem sich viele Menschen sehnten. Sie sind dankbar, wenn ihnen jemand zuhört und ein offenes Ohr für sie hat.

Hierfür war nach dem Festgottesdienst im Kloster der Redemptoristen ausführlich Gelegenheit. Bei einem Imbiss konnte man mit den Schwestern oder untereinander ins Gespräch kommen oder auch an Schautafeln das Wirken der Gemeinschaft in den einzelnen Regionen kennen lernen. Beim anschließenden Festakt würdigte der Generalobere der Redemptoristen, P. Joseph W. Tobin, die Früchte, die die Arbeit der Schwestern im Lauf der Jahre in den einzelnen Ländern getragen hat. Besonders auch im Zusammenwirken mit den Patres und Brüdern der Redemptoristen sei viel Gutes entstanden und gewachsen.

Schwester Anneliese Herzig, die General-oberin der Gemeinschaft, erinnerte noch einmal an die "Gründungspredigt" von P. Johannes Mayer am 3. Oktober 1957, dem Tag des ersten Noviziatsbeginns. Es sei ein großes Wagnis gewesen, das Redemptoristen und Schwestern gleichermaßen mit dieser Gründung eingegangen sind: "Mit bangem Herzen treten wir in diese Stunde ein, die Rufenden und die Gerufenen. Aber wenn wir nur Menschen und menschliches Wagen darin suchen und sehen, dann finden wir nicht in diese Stunde und verstehen nie ihr Geschehen. ... Es ist eine Stunde des Herrn, des göttlichen Redemptors und seiner rufenden, überströmenden, verschenkenden Erlöserliebe." Getragen von und vertrauend auf diese unendliche Liebe hatten die fünf jungen Frauen sich vor 50 Jahren auf den Weg gemacht, um Neues zu wagen, um "an den Grenzen zu wirken" (P. Mayer) - dort, wo Menschen nur wenig spüren von der Liebe Gottes.

Schon damals haben sie sich den missionarischen Auftrag gleichsam ins Herz geschrieben - wie der Hl. Alfons, der sich gerade zu den Ärmsten und Verlassensten gesandt wusste. Wenn auch das Missionsverständnis im Lauf der Zeit weiter entwickelt und andere Formen angenommen hat, geht es doch nach wie vor darum, mit den Menschen unterwegs zu sein, Antworten zu suchen auf ihre Fragen und Nöte. Und das kann ganz unterschiedliche Formen haben, je nach den Erfordernissen der Zeit, der Gesellschaft oder dem Land. Überall gibt es Menschen, die suchen, die sich alleine gelassen fühlen mit ihren Fragen und Ängsten, die in der Gesellschaft die weniger beachteten Plätze einnehmen.

Missionarisch sein, das heißt für die Garser Schwestern vor allem, da zu sein und die Menschen zu begleiten auf ihrem je eigenen Weg - dabei ist es zweitrangig, welchen Beruf, welche Tätigkeit die einzelne ausübt. Ob in der Pastoral oder im sozialen Bereich, im internen Dienst oder außerhalb des Klosters, am Krankenbett oder am Kochtopf, ob haupt- oder ehrenamtlich: jeder Dienst ist geeignet, mit Menschen auf dem Weg zu sein und mit ihnen Leben und Glauben zu teilen. Manchmal heißt es auch, einfach auszuhalten mit ihnen in ihrem Leid, nach schweren Schicksalsschlägen, in Krankheit oder in ihrer Einsamkeit. Als Mensch unter Menschen leben - sozusagen "auf Augenhöhe" Erlösung verkünden, das sei konkrete Nachfolge Jesu Christi, betonte Sr. Anneliese.

Heute ist aus den fünf jungen Frauen, die damals dieses Wagnis der Neugründung eingegangen sind, eine Gemeinschaft mit ca. 115 Schwestern in fünf Regionen geworden. Einheimische Schwestern aus diesen Regionen stellten am Nachmittag - teilweise in ihrer Landessprache - das Land und seine Geschichte sowie die Arbeit der Schwestern in den konkreten Aufgabenbereichen vor. So konnten die anwesenden Gäste hautnah erleben, wie sich Leben und Arbeit der Gemeinschaft in den einzelnen Regionen gestalten.

Den Anfang machte die Region Deutschland-Österreich, mit 45 Schwestern derzeit größte Region der Gemeinschaft. Diese leben in fünf Hausgemeinschaften im süddeutschen Raum sowie in zwei österreichischen Hausgemeinschaften. Das Kloster St. Theresia in Stadl bei Gars am Inn ist das Regionalhaus der Gemeinschaft. Die Schwestern arbeiten in unterschiedlichsten pastoralen und sozialen Berufen, in Leitungsaufgaben oder in internen Diensten. In Wien besteht seit 1989 die Eltern-Kind-Einrichtung "Haus Sarepta" für Frauen und Familien in Krisensituationen. Im Jahr 2004 wurde in Waldkraiburg die ganzheitliche Heilpraxis Efrata eröffnet mit den Schwerpunkten Naturheilkunde und Spiritualität.

Sr. Kumiko und Sr. Katharina berichteten, dass die Schwestern 1965 nach Japan aufgebrochen waren, um zusammen mit den Redemptoristen in der Seelsorge zu arbeiten. Heute führen sie dort ein Kinderheim und ein Wohnheim für Studentinnen. Inmitten einer buddhistisch geprägten Kultur sei es nicht einfach, christlichen Glauben weiterzugeben. In Japan leben sieben Schwestern in zwei Hausgemeinschaften.

Auf eine Initiative der Schweizer Redemptoristen wurden 1974 fünf Schwestern nach Bolivien ausgesandt. Schwerpunkte der Tätigkeit sind dort die Ausbildung junger Menschen, sozial-pastorale Aufgaben und die finanzielle Unterstützung von Menschen, die - wie fast überall im Land - keinerlei staatliche Absicherung oder staatliche Beihilfen haben. Unter den mittlerweile 23 Schwestern sind 18 Bolivianerinnen. Sr. Lucila, Sr. Fani und Sr. Johanna Baum, die bereits seit 1957 in der Gemeinschaft ist, stellten die Region anschaulich in einer der Landestrachten vor.

Die Region Chile wurde 1980 gegründet. Wie Sr. Marlene und Sr. Narcisa berichteten, hat das Land in den letzten drei Jahrzehnten große politische, wirtschaftliche und soziale Veränderungen durchgemacht. 17 Jahre Militärdiktatur haben es geprägt. Trotzdem steht das Land im lateinamerikanischen Vergleich relativ gut da. Daher leben viele MigrantInnen in Chile, vor allem in den großen Städten. So ist ein Tätigkeitsschwerpunkt der 17 chilenischen und drei deutschen Schwestern die Arbeit mit MigrantInnen - neben den vielfältigen pastoralen Aufgaben.

Die jüngste Region ist die Ukraine: in der Zeit, als die ukrainische griechisch-katholische Kirche aus dem Untergrund auftauchen konnte, bat eine Gruppe junger Frauen um Unterstützung und Begleitung zur Gründung einer Ordensgemeinschaft. Im Jahr 2001 wurden die ersten beiden deutschen Schwestern nach Lemberg ausgesandt. Die dortige Gemeinschaft zählt inzwischen über 20 Mitglieder.
Als postkommunistisches Land ist die Ukraine von vielen politischen und wirtschaftlichen Krisen geschüttelt. Gerade für junge Menschen gibt es wenig Zukunftsperspektive - sie wandern ins Ausland ab. Die Schwestern leisten mit ihren Einsätzen in sozialen und pastoralen Bereichen einen Beitrag dazu, dass im Land engagierte junge Menschen ihre Zukunft in die Hand nehmen und sich von christlichen Werten leiten lassen. Sr. Jelena und Sr. Klementija ergänzten ihre Vorstellung mit einem selbst komponierten Lied in der Landessprache.

Mit der Weitergabe eines Lichts an alle Anwesenden endete ein Fest der Begegnung und des Dankes.

Sr. Renate Drexler, Stadl

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Peru Süd
Erdbeben
Francisco Arias Magallanes C.Ss.R.
Vizeprovinzial

Vorbemerkung: Wir bringen zwei Berichte über das verheerende Erdbeben in Peru im August. Die Generalleitung bat die Provinzen um Spenden, worauf die Provinz Edmonton-Toronto den Betrag von 25 000 Dollar für den Wiederaufbau im Katastrophengebiet spendete.

Am 15. August war es bei starker Bewölkung winterlich kalt. Man hatte Mariae Himmelfahrt gefeiert, als wir uns Abends um 6.40 Uhr zum Nachtessen begaben. Da begann plötzlich die Erde zu zittern und bebte dann furchtbar drei Minuten lang.

Das Epizentrum war 220 km südlich von Lima in einem Gebiet, wo etwa 250 000 Einwohner am Pazifik zwischen Cañete, Chincha, Pisco und Ica leben. Die Katastrophe traf 80% der Bevölkerung, die 650 Tote und viele Verletzte zu beklagen hat.

Wir Redemptoristen waren in Chincha auf Mission in der Pfarrei Unserer Lieben Frau von Fatima und führten in Pisco die Missionserneuerung in der Pfarrei St. Martin de Porres durch. Viele Verwandte von Mitbrüdern wohnten im betroffenen Gebiet. Unsere erste Reaktion war, sofort zu helfen, wo die Not am grössten war. Zwei Priester und Laien wurden in den Bezirk Grocio Prado-Chincha geschickt, um nach den Verwandten unserer Mitbrüder zu schauen. Zwei bolivianische Priester, zwei Redemptoristenbrüder und vier Laien eilten an den Ort, wo die Mission stattfand. Zwei Priester mit Schwestern und Laien stürmten zur Pfarrei St. Martin de Porres von San Clemente. Es waren Momente, wo wir intensiv unsere Aufgabe als Redemptoristen wahrnahmen und spürten, was es heisst Hoffnungsträger zu sein. Wir riefen die Leute zum Helfen auf, organisierten Aufnahmestellen, verteilten Lebensmittel, Zelte, Decken usw. In Zusammenarbeit mit den Behörden und im Namen aller, die keine Stimme haben, baten und flehten wir um Hilfe für die Verlassensten und Hilflosen. Zur Zeit helfen wir weiterhin in der Pfarrei St. Martin de Porres von St. Clemente –Pisco.

Unter den Katastrophenopfern waren auch Familien unserer Mitbrüder. Ein Mitbruder verlor zwei Angehörige. Wir konnten sie nicht übersehen. Wir besuchten sie und bekundeten unsere Verbundenheit mit ihnen. Mit Hilfe der Generalleitung wollen wir ihre zerstörten Häuser wieder in Stand stellen.

Wir danken allen Mitbrüdern, die uns ihre Solidarität bekundet haben und uns weiterbegleiten. Unsere Mitbrüder im Süden sind in ihrer grossen Not auf Hilfe angewiesen. Als Redemptoristen sind wir nun in der Lage, als Bedürftige unter den Ärmsten der Armen zu leben.

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Bolivien
Ich danke Gott, ich lebe noch.
Lin Antezana Gonzales C.Ss.R.

Am Donnerstag, 9. August, fuhren P. Efrain Canaviri und ich von Santa Cruz, Bolivien, nach Lima, um mit den Redemptoristen in der Stadt Chincha im Süden von Peru die Volksmission zu predigen. Wir kamen am Samstag, 11. August, dort an, nachdem wir in San Clemente Halt gemacht und die Abendmesse zelebriert hatten. Auf der Fahrt bewunderten wir das Meer und die wunderbare Küste, die der Allmächtige Schöpfer den Peruanern geliehen hatte. Als wir Chincha erreichten, waren die Leute aus der ganzen Gegend beisammen, um zu vernehmen, was alles bei dieser Mission geschehen sollte. Es war die Pfarrei Fatima, wo P. Santiago Calle Santos Pfarrer ist.

Lasst mich nun beschreiben, wie ich persönlich ein Erdbeben von der Stärke 7.9 nach der Richterskala erlebte. Am Mittwoch, 15. August, um 18.45 Uhr war ich im Stadtviertel ‘Sorana de los Angeles' von Chincha bereit eine "Versammlung von Familien" zu beginnen. Da merkte ich ein leichtes Beben und meinte einen Augenblick, das komme von einem schweren Lastwagen, der vorbeifährt. Aber einige Sekunden später war es ein gewaltiges Erdbeben. Ich stand mitten im Saal, und das ganze Haus fing zu wackeln. Wir liefen schnellstens hinaus, und hinter uns stürzte das Gebäude ein. Dank Gott wurde niemand verletzt. Von der Strasse aus mussten wir sehen, wie das ganze Haus in sich zusammenfiel und nur noch eine Staubwolke übrig blieb. Der Strom und die Beleuchtungen gingen aus. Im Kinderheim gegenüber schrieen die Kinder um Hilfe. Die Fensterscheiben zerbrachen und überall fielen Scherben.

Während des Erdbebens, das etwa drei Minuten dauerte, beteten Leute so laut sie konnten, und flehten unter Tränen, dass Gott dem Beben ein Ende setze. Ich war zuerst ratlos, aber dann sah ich hinten im Haus eine unbekannte Frau mit drei Kindern. Sie verlangte Hilfe, und so rannte ich durch den Gang im Vertrauen auf den Schutz Gottes auf sie zu. Hinter mir fielen die Mauern, aber ich gelangte bis zu jener Frau und den Kindern und wir kamen im letzten Moment auf die Strasse. Wir trafen die anderen und umarmten einander. Ich war so machtlos, dass ich nur versuchen konnte, die Leute zu beruhigen, und wir beteten. Bei all dem schrieen die Leute, manche verloren die Nerven und rannten wie gestört von einem Strassenrand zum anderen.

So war ich entsetzt, aber auch dankbar, dass Gott mein Leben gerettet hat, und ich nicht untergegangen bin unter den Trümmern wie viele andere. In weniger als einer halben Stunde zählten wir 24 Tote und viele Verletzte. Ich staune, dass ich diesen Anblick überhaupt ertragen konnte. Bei meiner Ankunft im Pfarreizentrum fand ich so viele Tote, dass man sie nicht zählen konnte. Ich begab mich zum Krankenhaus bei der Fatima-Pfarrei und half beim Empfang der vielen Verstorbenen und Verwundeten, namentlich der Kinder und jungen Leute, aber auch der Erwachsenen und Betagten, die aus irgend einem Grund nicht hatten fliehen können, bevor ihre Häuser einstürzten.

Von diesem Moment an hatte die Pfarreimission einen neuen Sinn. Es ging nun darum Christus zu entdecken, indem man sich um seine leidenden Brüder und Schwestern kümmerte, die keine Unterkunft, keine Lebensmittel und keine warmen Kleider hatten. Man dachte an Christus, der auf der Strasse lebte und als Dach den freien Himmel über sich hatte. Drei Minuten Erdbeben hatten zur Folge, dass viele Leute obdachlos einen Platz auf der Strasse suchten und ohne Decken in der Kälte schlafen mussten. Es war sehr peinlich zu sehen, wie viele Obdachlose ganz von den Hilfskräften abhängig waren, und die Hilfsgüter nur langsam eintrafen. Dank Gott hat die Fatima-Pfarrei mit ihrem Pfarrer an der Spitze für das tägliche Brot gesorgt. P. Efrain und ich gingen in den ersten Stunden durch die Stadt und spendeten Hilfe, Lebensmittel, Kleider, Wolldecken, Wasser und alles, was wir in der Pfarrei hatten. Es gelang, Auffanglager zu organisieren, wo wir das wenige, das wir hatten, mit den Not Leidenden teilten.

Unvorstellbar! Am Tag nach dem Erdbeben begleitete mich eine Frau zu ihrem Haus, von dem nur noch eine einzige Mauer stand. Auf dieser Mauer war das Bild "Unserer Lieben Frau". "Was halten Sie davon?" fragte sie. Ich war sprachlos, aber sie antwortete selber: "Unsere Liebe Frau hat uns gerettet". - Es ist unglaublich, dass auf einer Mauer ausgerechnet das Bild Unserer Lieben Frau stehen blieb. Da staune ich und muss annehmen, dass die Mutter von der Immerwährenden Hilfe viele ihrer Kinder während des Erdbebens beschützt hat.

Aber schrecklich fand ich, was die 600 Häftlinge des Gefängnisses Tambo de Mora, das einen Kilometer südlich von Chincha liegt, taten. Als die Mauern fielen, ohne dass einer verletzt wurde, flohen sie alle. Da denken wir, dass Gott nicht den Tod des Sünders wünscht, sondern dass er sich bekehre. Aber hier verscherzten die Gefangenen ihr Glück und wurden sofort kriminell. Ich habe den Eindruck, dass das Erdeben an sich, weniger Befürchtungen in der Bevölkerung auslöste als diese freigewordenen Verbrecher, die nun auf den Strassen lungerten und auf die Nacht warteten, um ihre Raubzüge auszuführen. Vier Tage waren wir ohne Licht, ohne Wasser, ohne Telefon.

Aber eines ist sicher: Ohne Gott ist die Welt so zerbrechlich, dass sich ihre Geschichte in einer Sekunde wenden und uns in Verzweiflung stürzen kann. Ich bitte Gott, mir zu erlauben, dass ich weiterhin das Evangelium verkünde und alle Beschwerden ertrage, die auf mich zukommen. - Ich bin dein Instrument, Herr; sende mich, wohin du willst. Ich danke dir für mein Leben, und werde dir immer danken für diesen neuen Lebensabschnitt, der nun begonnen hat, und für die neuen Aussichten. Herr, es lohnt sich, dein Missionar zu sein. Mit dir ist alles möglich, und ohne dich kann ich nichts tun.

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Madagaskar
40 Jahre in Madagaskar, eine Besinnung!
17. Oktober 1967 - 17 Oktober 2007
P. Vincenzo Sparavigna, C.Ss.R
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Die Zahl 40 erinnert mich an Verschiedenes: die 40 Jahre Herrschaft der Königin Elisabeth 1. von England; 40 Jahre Wanderung des Erwählten Volkes in der Wüste; und das unselige italienische Sprichwort: "ab 40 Jahren, jedes Jahr Krankheit"!

Aber nun soll ich über meine 40 Jahre in Madagaskar berichten. Selbstverständlich war ich nicht allein. Da war der erfahrene, aus Kalabrien stammende P. Luigi Pentangelo, und andere kamen im Lauf der Jahre hinzu. Aber sogar wenn ich allein gewesen wäre, wusste ich, dass ich im Namen der ganzen Kirche und meiner Kongregation des Heiligsten Erlösers durch meine Ordensprovinz Neapel nach Madagaskar gesandt war.

Aber zurück zum Thema "vierzig Jahre” - für Elizabeth folgte das Ende; und der König von Frankreich Louis XV sagte: "après moi le déluge"! Mir liegt das fern! Wir leisteten bescheiden, unauffällig oder heimlich unseren Dienst für die Kirche und besonders für das Bistum Diego Suarez, wohin wir auf Ersuchen des Missionsbischofs Mgr. Jean Wolff gesandt waren.
 
Ich denke nicht , dass die Redemptoristen je herrschen, Prunk entfalten oder wirtschaftliche Macht ausüben wollen. Nichts dergleichen! Einer unserer Wahlsprüche lautet: "den Armen Frohe Botschaft bringen und von ihnen lernen". Armut ist ein absolutes Zeichen des Gottesreiches. Wir rechnen nicht mit Macht oder Geld. Unsere Stärke ist unser Leben als Redemptoristen. Unsere Zuversicht beruht auf dem Glauben an unseren Erlöser Jesus Christus und in der Verbundenheit mit den armen Menschen, die in ihrem Vertrauen auf Gott Tugend, Erneuerung, Heilung und Befreiung ausstrahlen. Wir verlassen uns auf Jesus, der sich hingab und hingibt, und dabei nicht zählt, wieviel er gibt.

Vierzig Jahre Wanderung "in der Wüste" mit den Madagassen! Vierzig Jahre biblische Wirklichkeit: vierzig Jahre, in denen wir wie die Hebräer oft versucht wurden, zurückzukehren, aufzugeben und zu rebellieren. Es war verlockend, heimzukehren in die Welt des Wohlstands, die Manna in Hülle und Fülle verspricht und bietet, aber ein Manna, das den Hunger nicht stillt und vergiftet ist, das abhängig macht und eher zum Tod als zum Leben führt.
 
Vierzig Jahre, einen Tag nach dem andern erlebt: immer nur einen Tag, weil jeder Tag sein besonderes Problem bringt, sogar ohne zu sorgen, was wir morgen zu essen finden, aber vertrauend auf die Vorsehung Gottes, der allein vom Himmel das lebensspendende manna gibt.
 
Gott hat uns geholfen. Er war mit uns auf einer schwierigen Wanderung und war uns immer treu. Unsere Mission war und ist sein Werk, nicht das unsrige. Wenn es Menschenwerk wäre, hätte es aufgehört. So aber ist es Gottes Werk und kann nicht zerstört werden. (Siehe Apostelgeschichte 5, 38-39).
 
Das Werk hat sich langsam entwickelt und gefestigt. Die Zahl madagassischer Redemptoristen wächst von Jahr zu Jahr, und in diesem Jubeljahr werden 12 junge Madagassen ihre Gelübde ablegen, 5 die zeitlichen und 7 die ewigen. Die ‘Mission' wurde am 16. März 2005 rechtlich zur ‘Region' erhoben, und ihre Zukunft hängt ab von unserer Treue zum Charisma des Hl. Alfons. Dieser soll gesagt haben: "Unsere kleine Kongregation wird überleben, solange es Redemptoristen gibt, die sich nicht schämen, ärmlich bekleidet daherzukommen und für ihr Apostolat die Leute auf dem Land den Städtern vorziehen”. Möge der Herr, der unsere kleine Gruppe von Redemptoristen auf Madagaskar gebildet und vermehrt hat, weiterhin seinen Segen spenden und bewirken, dass die Erlösung in Fülle geschieht!

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VATIKAN UND REDEMPTORISTEN:

Città del Vaticano
31 ottobre, 2007

Rev. P. Joseph Tobin
Superiore Generale Redentoristi
Via Merulana, 31
00185 Roma

Zum 275. Jahrestag der Gründung der Kongregation des Heiligsten Erlösers ist der Papst mit Ihnen im Dank an den Herrn verbunden und während er Ihnen seine dankbare Anerkennung für den grossherzigen Einsatz ausspricht, wünscht er, dieses Jubiläum möge gemäss dem Charisma des Heiligen Alfons Maria von Liguori erneuten missionarischen Eifer wecken in steter Treue zu Christus und zur Kirche! Mit diesen Wünschen erfleht der Heilige Vater auf die Fürsprache der Jungfrau Maria ständigen Beistand Gottes für das ganze Institut und erteilt Ihnen und Ihren Mitbrüdern von Herzen betend den apostolischen Segen.

Cardinale Tarcisio Bertone
Segretario di Stato di Sua Santità

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VITA APOSTOLICA :

Vita Apostolica
Wo dein Herz, da dein Reichtum (Matth. 6,21).
Felix Catalá, C.Ss.R.

Wir wurden zu einem Jahr intensiver Besinnung auf unser apostolisches Leben eingeladen (Beginn am 9. November gemäss Brief vom Generaloberen vom 17. September 2007). Diese Einladung entspricht der Botschaft des XIII. Generalkapitels, die uns auffordert, die Konsequenzen unserer Gelübdeablegung im gesamten missionarischen Leben der Redemptoristen erneut zu überdenken. Ich möchte dazu etwas beitragen, das ich für wichtig halte. Diese Besinnung ist nicht nur opportun, sondern auch nötig. Sie stellt uns vor Grundfragen. Sie ist auch eine Aufforderung zu effektiver Bekehrung.

Die Profess bestimmt unseren Lebensstil; sie soll ein unwiderruflicher Akt sein (Konstitution 46 bzw. 54). Das mag selbstverständlich scheinen. Doch die Kongregation ist versucht, sich das Leben nach dem Muster geweihter Priester zu gestalten. Die Brüder haben uns von Anbeginn sehr ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht. In den ersten Jahren (1755 und 1772) der Kongregation forderten die Brüder den Alfons heraus und verlangten, dass alle sich an denselben Lebensstil halten. Sie gingen so weit, dass sie sich 1782 an den Heiligen Stuhl wandten mit der Klage, dass die Patres die Erfordernisse der Gleichheit missachteten. Wir hörten laut und klar die Klagen und Forderungen der Brüder an den letzten Generalkapiteln. Es ist dringend, dass uns immer bewusster wird, was es heisst, in der Kirche eine Gemeinschaft von Ordensleuten zu sein.

Unser Ordensleben beruht auf unserer Taufe (Konst. 47). Von Anfang an zielte das Ordensleben darauf ab, das christliche Leben in vollkommener Hingabe an Gott radikal ernst zu nehmen. Sankt Alfons wurde nie müde zu betonen, dass wir vor allem nach Heiligkeit streben sollten. Vielleicht sind wir vor allem aufgerufen, unseren Glauben an den lebendigen Gott zu vertiefen. Ursprung unseres Entschlusses zum Ordensleben ist unsere persönliche Beziehung zu Gott. Diese Verbundenheit ist nicht nur emotional, sondern eine Überzeugung, die unserem Leben Sinn gibt und uns zum Transzendentalen führt. Erlebt wird es in Christus, der uns den Willen des Vaters offenbart. Unser Glauben an Jesus lässt uns leben im Geist, der Leben spendet und uns fähig macht, persönlich und als Mitglieder der apostolischen Gemeinschaft in Liebe zu wachsen.

Als Christen, die radikal auf das Wunder der Liebe Gottes eingehen, schenken wir unsere Liebe dem Volk Gottes, besonders den Armen und Verlassenen. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Armen und Verlassenen fliessen zusammen als ein einziges Gebot des Evangeliums. Die Liebe zu Christus löst in uns jene Dynamik aus, die ihn dazu bewog, sein Leben für die Menschen hinzugeben. In der Nachfolge Christi widmet sich der Redemptorist vollständig dem liebevollen Plan des Vaters, damit sein Reich komme. Das Bevorzugen der pastoralen Notstände, die eigentliche Verkündigung des Evangeliums und die Entscheidung für die Armen geben der Kongregation ihre Daseinsberechtigung innerhalb der Kirche und bilden den Prüfstein ihrer Treue zur empfangenen Berufung (Konst. 5). Wenn man die Liebe Gottes erfährt, will man auch die anderen dazu führen.

Unser Leben und unsere Lebensweise sind radikal missionarisch. Wir müssen sein wie Jesus, der erste Missionar der Liebe Gottes. Diese missionarische Ausrichtung bezieht sich nicht nur auf unsere Tätigkeiten, sondern auf unser Sein als Glieder eines Leibes, nämlich der Kirche, die von ihrem Wesen her missionarisch ist. Alfons betonte, dass die Redemptoristen heilig werden sollen, indem sie dem Zweck der Kongregation, dem Charisma, entsprechen (Consideration XIII).

Ordensleben ist per definitionem prophetisch. Man hat zwar das Wort prophetisch missbraucht und sogar mit Buchstabenweisheit entschärft, aber wir müssen wieder dessen tiefen Sinn entdecken. Der prophetische Grundzug des Ordenslebens kommt vom Geist. Der Heilige Geist weckt Ordensleben als Geschenk für die Kirche und somit für die Welt. Im Geist werden wir genährt durch Gott, der verkündet: Ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5). Im Geist gehen die Redemptoristen mit grenzenloser Freiheit und Grosszügigkeit, (Evangelica Testificatio, 3) auf die Erfordernisse der Evangelisierung ein. Im Geist entdecken wir die Kreativität und Originalität, die uns seit Alfons besonders in unserer Zuwendung zu den Kleinen im Gottesreich gekennzeichnet hat.

Das Charisma unserer Kongregation führt uns im Dienst der Verkündigung des Evangeliums zur Gemeinschaft zusammen (Konstitution 22). Seit Alfons haben wir gelernt, dass wir unser Charisma wahrnehmen, wenn wir in Gemeinschaft arbeiten. Unser Gemeinschaftsleben gibt es nicht aus psychologischen Gründen. Unser Gemeinschaftsleben ist theologisch verwurzelt in unserer Berufung zum Ordensleben und unserem Charisma. Es zeugt für die Heiligkeit und Vitalität der Kirche, den Durst der Kirche nach Gott und ihr Verlangen, die Seligkeiten (Evangelii Nuntiandi, 69) zu verwirklichen. So spiegelt sich in uns die unbegrenzte Bereitschaft des Gottessohnes, der sich in Liebe zu den Menschen hingegeben hat, damit alle eins seien (Joh. 17,11).

Ich möchte diese Gedanken mit einigen Fragen zu kritischen Punkten abschliessen:

a. Wie wachsen wir in unserer Beziehung zu Gott? Wie sehen wir unsere Verbundenheit mit Jesus Christus? Was unternehmen wir, um unsere Gottverbundenheit zu vertiefen?

b. Sind wir übertrieben mit häuslichen Problemen beschäftigt und versuchen unbewusst gewisse Privilegien, unser Ansehen oder unseren Komfort zu wahren? Mit anderen Worten, wie weit sind wir bourgeois geworden und einer kapitalistischen Kultur verfallen?

c. Suchen wir jene innere Freiheit (Galater 5, 1.13), die der Heilige Geist schenkt und die in uns das nötige Loslassen ermöglicht, damit wir voll und ganz Redemptoristen werden?

d. Ist die Ordensgemeinschaft unsere erste und massgebliche Gemeinschaft? Ist diese Gemeinschaft auf die Welt hin in solcher Weise offen, dass sie durch den Umgang mit den Menschen fähig wird, die Zeichen der Zeit und des Ortes zu erkennen (Konstitution 43)?

e. Warum sollen junge Leute heute in unsere Kongregation eintreten?

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BERICHTE AUS SEKRETARIATEN UND KOMMISSIONEN:

Rom
Sekretariat für Evangelisierung
Pedro López, C.Ss.R.

Das Generalsekretariat für Evangelisierung tagte in Rom vom 1. bis 5. Oktober. Alle Mitglieder waren anwesend, ausgenommen P. Enos Bulu Bali. Anwesend waren P. Athanase Nsiamina, Präsident, die Patres Michel, Alfonso Savassa, Paul Hansen, Joâo Pedro Fernández, Pedro López und Jerome Chaverria.

In den letzten Jahren brachte das Sekretariat ein Direktorium für Evangelisierung zu Stande, um der ganzen Kongregation Richtlinien zu bieten. Es hat auch einige Dokumente vorbereitet über verschiedene Gebiete der Seelsorge wie Pfarreimissionen, Pfarreien und Wallfahrtsorte.

An der Sitzung wurden auch Anliegen behandelt wie Gerechtigkeit und Frieden, Bewahrung der Schöpfung, Einwanderungen und interreligiöser Dialog. Daraus ergaben sich entsprechende Dokumente.

An der nächsten Sitzung will sich das Sekretariat befassen mit Moraltheologie, Auswärtigen Missionen sowie Medien im Dienst der Evangelisierung.

All das ist zu finden bei (www.cssr.com) im Menu der Generalleitung unter den Sekretariaten und Kommissionen -- Sekretariat für Evangelisierung. http://www.redentoristas.org/sge/inicio.html.

Kostbar war an dieser Tagung die Begegnung mit P. Félix Catalá, dem Director of the Center for Spirituality. Er betonte die Wichtigkeit des Sekretariates für die Evangelisierung. Nach seiner Auffassung müsste das Sekretariat die Zukunft der Kongregation ins Auge fassen und zu kreativem Handeln anspornen, anstatt sich mit dem Status quo zu befassen. Er regte auch an, dass die Arbeit des Sekretariates besser bekannt gemacht werden sollte.

Das Sekretariat wird seine Arbeit weiterführen und an der nächsten Sitzung, der letzten in diesem Sexennium, im November 2008 abschliessen. Bis dann möchte es allen Provinzen (Einheiten) das Directory on Evangelisation anbieten und auch einen Fragebogen schicken, um den Stand unserer weltweiten redemptoristischen Evangelisierung zu erfassen.

Rom, Italien
Generalleitung
Kommission zur Vorbereitung des Generalkapitels 2009

Die Kommission zur Vorbereitung des nächsten Generalkapitels hat ihre Arbeit begonnen. In Rom beriet die Kommission über das Generalkapitel, das Mitte Oktober 2009 in Rom in der Casa Beato Michele Rua (auch Salesianum genannt) stattfinden soll.
Die Arbeit dieser Kommission wird sich niederschlagen in den Mitteilungen der Generalleitung und in den Unterlagen, die in den kommenden zwei Jahren entstehen.

Mitglieder der Vorbereitungskommission sind: Generalkonsultor Jacek Dembek, Präsident; Generalvikar Serafino Fiore; Michael Brehl, Provinzial von Edmonton-Toronto und Moderator am Kapitel; Brendan Callanan, Missionar in Surinam, ehemaliger Provinzial in Dublin und Vizeprovinzial in Fortaleza, auch er Moderator am Kapitel; der abtretende Provinzial von Kolumbien Antonio Ceballos Escobar, Moderator am Kapitel; Generalsekretär Joseph P. Dorcey; Sean Cannon, Professor für Kirchenrecht an der Alfonsianischen Akademie; Gary Ziuraitis, Director of Communications.

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BEKANNTMACHUNGEN:

Nordamerika
Spirituality Commission
Wallfahrt zum Jubiläum des Hl. Klemens 2009

Die Spirituality Commission of North America plant eine Wallfahrt in Erinnerung an die Heiligsprechung unseres Mitbruders Klemens Hofbauer. Voraussichtlich dauert die Reise vom Donnerstag, 14. Mai, bis Sonntag, 24. Mai 2009, und führt nach München, Füssen, Wien, Tasovice, Katowice, Krakow, Czestochowa und Warszawa. Für genauere Informationen wenden Sie sich bitte an Pater John Murray, C.Ss.R. über MurrayCSsR@aol.com 

Provinz Denver
Zum 275. Jahrestag
"Rosenkranzgebet mit dem Hl. Alfons Maria Liguori”

Die Provinz Denver hat eine Rosenkranz-CD in englischer Sprache herausgegeben. Darauf sind Musikstücke, die vom Hl. Alfons komponiert wurden und hier von den Chören Los Angeles Philharmonic, Los Angeles Master Chorale und Padre Serra Children's Choir gesungen werden. Die Besinnungen stammen aus den "Glorie di Maria”. Pater Peter Schavitz C.Ss.R. führt die Hörer beim Rosenkranzgebet. Wie man die CD erhalten kann, erfahren Sie auf der Webseite der Provinz Denver:
http://www.redemptorists-denver.org/News_and_Events/News/rosarycd.php

Puerto Rico
Seminar für Moraltheologie
Casa Cristo Redentor Retreat House

Im Exerzitienhaus Casa Cristo Redentor in Aguas Buenas, Puerto Rico findet in der Woche vom 3. bis 7. Dezember 2007 ein Seminar für Moraltheologie statt. Das Thema lautet: "Violence in Puerto Rico.” Es ist gedacht für Priester, Diakone, Ordensmänner und Ordensfrauen sowie Pastoralassistenten und alle, die sich für den Frieden einsetzen. Die Moraltheologen C.Ss.R. Márcio Fabri dos Anjos, Damián Wall und Henry Beauchamp Torres werden die Vorträge halten mit Beteiligung von Nationalökonomen, Soziologen, Psychologen usw. Reservationen sind ratsam. Preis für Kost und Unterkunft: $150.00.

Für genauere Informationen:
Casa Cristo Redentor Retreat House
www.casacristo.com
787-732-5161
FAX 787-732-1115

Das Seminar bietet auch webcast. Genaueres darüber unter www.paulinaspr.org.

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ALFONSIANISCHE AKADEMIE:

Rom
Alfonsianische Akademie
Neuerscheinungen

Victor Paul Furnish's Theology of Ethics in Saint Paul heisst der Titel des Buches, das Michael Cullinan aus der Diözese Westminister, Grossbritannien, als dritten Band der Reihe Tesi Accademia Alfonsiana herausgegeben hat. Diese Serie hervorragender wissenschaftlicher Publikationen wurde letztes Jahr begonnen. Das Erscheinen des neuen Buches wurde am 7. November in der Aula Magna der Akademie gefeiert.

Am 22. November werden auch Ave Maria Press, Casa San Paulo, und Alban Books in der Akademie das Erscheinen eines neuen Buches feiern, nämlich den dritten Band in Pater Dennis Billy's Classics with Commentary Series, Verlag Ave Maria Press. Dieser Band ist den "Visite al Santissimo Sacramento" vom Hl. Alfons gewidmet.

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BILDERGALERIE:

1 – 4: Pater Lin Antezana Gonzales C.Ss.R. aus Bolivien predigte eine Mission in Chincha (Peru), als er plötzlich vom Erdbeben erfasst wurde. Er schickte diese Bilder mit dem Bericht über sein Erlebnis
1, 2, 3, 4

5. Zum Fest der Missionsschwestern vom Heiligsten Erlöser kamen 450 Gäste aus Deutschland und Österreich sowie aus Japan, Bolivien, Chile und der Ukraine.

6. Kardinal Friedrich Wetter, Erzbischof von München und Freising, P. General Joseph W. Tobin und P. Provinzial Edmund Hipp von München feierten Eucharistie am Jubiläum der Missionsschwestern.

7. Schwestern aus fünf Regionen brachten Symbole zum Altar, die bezeichnend waren für diese Regionen.

8. Kardinal Wetter, Pater Tobin und Schwester Anneliese Herzig bei der Lichtfeier: eine Kerze wurde von Person zu Person in Dankbarkeit für das Geschehene und Zuversicht für das Kommende weitergereicht.

9. Die Kommission, die das 24. Generalkapitel 2009 vorbereitet, mit P. General im Gruppenbild nach der Eucharistiefeier. Von links nach rechts die Patres Sean Cannon, Gary Ziuraitis, Michael Brehl, Jacek Dembek, P. General, Joseph Tobin, Generalvikar Serafino Fiore, Joseph Dorcey, Brendan Callanan, Francisco Antonio Ceballos Escobar.

10. Die Redemptoristen in Madagaskar nach ihrer zeitlichen oder ewigen Profess hier im Bild mit P. Antonio De Luca, Provinzial von Neapel, und P. Vincenzo Sparavigna, Regionalvikar von Madagaskar.

11. Pater Thomas O'Brien C.Ss.R. aus der Provinz Edmonton-Toronto ist als ältester Redemptorist im Alter von 103 Jahren, 8 Monaten und 4 Tagen gestorben. Als Hundertjähriger hörte er jede Woche noch Beichte und konzelebrierte in der St. Peter's Catholic Church in St. John's, Kanada.

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MEDIEN IM BRENNPUNKT:

Peru
Powerpoint (.pps)
Erdbeben!

Mit dem Link gelangen Sie zur powerpoint presentation über die Verheerungen des Erdbebens in Peru. Der Text ist spanisch, aber die Bilder sprechen alle an.
http://www.cssr.com/scala/ppoint/peru.pps

Wien
C.Ss.R. Blog
Oelzweige

P. Martin Leitgöb aus der Provinz Wien teilt mit, dass es in deutscher Sprache den Blog "Oelzweige” gibt. Die Adresse lautet: http://oelzweige.blogspot.com. Der Name "Oelzweige" war Titel einer Zeitschrift, die der Hl. Klemens 1819 zur Erneuerung des geistlichen Lebens herausgab. Der neue Blog hat denselben Zweck.

Pater Leitgöb ist der Meinung, dass blogging ein vortreffliches Mittel zur Verkündigung des Evangeliums in der heutigen Welt ist. Er würde gern hören von Mitbrüdern in aller Welt, die auch blogging benützen. Seine Adresse über E-Mail: martin.leitgoeb@cssr.at

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LEBENSWENDEN

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen auf Officialia site

Zeitliche Profess:
Kevin Bellot, Region Karibik, 8. August 2007
Germain Befanivana, Region Madagascar, 9. September 2007
Clovis Jean Rafidison, Region Madagascar, 9. September 2007
Lantoarivelo H. Rakotoarisoa, Region Madagascar, 9. September 2007
Philippe Euphraim Ramanantsoa, Region Madagascar, 9. September 2007
Elisé Franck Razafimahatratra, Region Madagascar, 9. September 2007
Gavin Steven Stokoe, Provinz Südafrika, 16. Oktober 2007

Ewige Profess:
Alonso Chérrez Martínez, Provinz Quito, 31. Juli 2007
Segundo Andrade Cedeño, Provinz Quito, 31. Juli 2007
Peter Davidson Hill, Region Karibik, 8. August 2007
Alfonso Suico, Provinz Cebu, 15. September 2007
Théophile Bary, Region Madagascar, 29. September 2007
Brice Narivelo, Region Madagascar, 29. September 2007
Aubin Zacharie Rafidiarisoa, Region Madagascar, 29. September 2007
Marcel Marie Rajaovita, Region Madagascar, 29. September 2007
Jerémie Josaphat Randriambololona, Region Madagascar, 29. September 2007
Janvier Marie Razafindrabe, Region Madagascar, 29. September 2007
Jean Georges Marie Tsakaniasa, Region Madagascar, 29. September 2007

Priesterweihe:
Fabio Edilson Cardenas Suarez, Provinz Bogotá, 3. Februar 2007
Carlos André Carreño Durán, Provinz Bogotá, 3. Februar 2007
Javier Hernández Duarte, Provinz Bogotá, 3. Februar 2007
Angel Miro Pinto Salazar, Provinz Bogotá, 3. Februar 2007
Idalecio Rayes Suárez, Provinz Bogotá, 3. Februar 2007
Carlos Darwin Rojas Medina, Provinz Bogotá, 3. Februar 2007
Adriel José Ruíz Galván, Provinz Bogotá, 3. Februar 2007
José Humberto Toro Palacio, Provinz Bogotá, 3. Februar 2007
Reverdy Jacques Aholou, Vizeprovinz Burkina-Niger, 7. Juli 2007
Augustin Fiacre Hounkpe, Vizeprovinz Burkina-Niger, 7. Juli 2007
Lamoussa Justin Ouedraogo, Vizeprovinz Burkina-Niger, 7. Juli 2007
Désiré Zante, Vizeprovinz Burkina-Niger, 7. Juli 2007
Constancio Alipio Flores Nina, Provinz Bolivien, 13. September 2007
Román Oscar Ibarra Aquilar, Provinz Bolivien, 13. September 2007
Daniel Pacheco Vargas, Provinz Bolivien, 13. September 2007

Unsere Verstorbenen:
Br. Beverley (Reginald) McGuire, 84, Provinz Canberra, 30. September 2007
P. Michel Laliberté, 92, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 3. Oktober 2007
Frater Chrisantos Terseungwe Igbudu, 36, Region Nigeria, 3. Oktober 2007
P. Raul Alberto Montoya Ugaz, 65, Vizeprovinz Perú-Süd 5. Oktober 2007
P. Josef Schmitz, 67, Provinz St. Clemens/Region Köln 5. Oktober 2007
P. Mark Fitzsimon, 87, Provinz Dublin, 10. Oktober 2007
P. John Michael Maquire, 74, Vizeprovinz Manila, 11. Oktober 2007
P. Salvatore Alessi, 76, Provinz Neapel, 22. Oktober 2007
P. Roberto Alves Escudeiro, 78, Provinz São Paulo, 22. Oktober 2007
P. Joseph Tran Huu Thanh, 92, Provinz Vietnam, 24. Oktober 2007
P. Thomas Stephen O'Brien, 103, Provinz Edmonton-Toronto, 23. Oktober 2007. Er war der älteste Redemptorist der Welt. (cfr. Bildergalerie).

Schwester Felicia Grismer O.Ss.R., 81, Kloster St. Alphonsus, Liguori, USA, 25. Oktober 2007.

60 Jahre Profess:
Xavier Richter, Provinz Strassburg, 9. November 2007
Heinrich Prokl, Provinz Wien, 22. November 2007

Wahlergebnisse:

P. Vasyl Ivaniv wiedergewählt als Provinzial in Lviv.
Bestätigt am 1. Oktober 2007.

P. John Michael Brehl, wiedergewählt als Provinzial in Edmonton-Toronto.
Bestätigt am 12. Oktober 2007.

P. Joaquim Parron Maria wiedergewählt als Provinzial in Campo Grande.
Bestätigt am 17. Oktober 2007.

P. Henríque Aparecido de Lima gewählt als Provinzvikar in Campo Grande.
Bestätigt am 18.Oktober 2007.

P. José Manuel Araya Chavarría wiedergewählt als Oberer der Vizeprovinz San Salvador. Bestätigt am 18. Oktober 2007.

P. Fábio Bento da Costa wiedergewählt als Provinzial in Goiás.
Bestätigt am 24. Oktober 2007.

P. Alejandro Irizar Irizar wiedergewählt als Provinzial in Santiago.
Bestätigt am 29. Oktober 2007.

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