Rom, Italien
16. November 2008

   Klicken Sie hier, um SCALA über RSS zu erhalten

AUS DER REDAKTION

AUS ROM:
Pater General spricht zur Bischofssynode
Collegio Maggiore zu Beginn des Schuljahrs

AUS DEN PROVINZEN:
Einweihung der Provinz Liguori
Versammlung der Provinzoberen Südeuropas
Versammlung der Brüder Europas
Madrid verpflichtet Laienmissionare
Vietnam: Workshop für Spiritualität
Brasilianische Redemptoristen auf Missionen in den USA

PROFILE:
Ein Buch über Pater Joe Maier, C.Ss.R.

ANKÜNDIGUNG:
Zentrum für Redemptoristische Spiritualität: Programm

MEDIEN IM BRENNPUNKT:
St. Anne-de-Beaupré, Quebec, Kanada

LEBENSWENDEN
Professfeiern, Priesterweihen, Jubiläen, unsere Verstorbenen


AUS DER REDAKTION

Liebe Mitbrüder,

Bevor wir in diesem Monat mit Nachrichten beginnen, möchte ich die Oberen der Einheiten daran erinnern, dass ihr Anteil an Exemplaren von ORBIS auf ihre Adresse wohl angekommen sein muss, und dass die Zahl der Exemplare ausreicht, dass jede Kommunität 2 oder 3 Exemplare erhalten kann und sogar noch einige zum Verschenken. Ich denke, dass dieses Jahrbuch sich auch gut dazu eignet, uns bekannt zu machen, wenn jemand sich an uns interessiert oder gar bei uns eintreten möchte. Sie können je ein Exemplar in Sprechzimmern auflegen. Wir machen das hier im Generalatshaus, und manche Exemplare sind hier an Interessenten zum Mitnehmen verschenkt worden. Es gibt viele Möglichkeiten, auf uns und unsere weltweite Mission in der Kirche aufmerksam zu machen. Das ist nur eine davon, eine ganz einfache.

Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

Inhaltsverzeichnis

AUS ROM

Rom
Bischofssynode
XII. Vollversammlung
Das gottgeweihte Leben und das Wort Gottes
P. Joseph W. Tobin C.Ss.R.

(Vorbemerkung: Wir bringen hier den Wortlaut des Beitrages, den unser Pater General am 13. Oktober 2008 vorgetragen hat an der Synode, die im Vatikan vom 5. bis 26. Oktober tagte. Zum fünften Mal hat unser Pater General im Lauf seiner Amtszeit in Rom an einer Bischofssynode teilgenommen.)

Die Generaloberen an der Synode:

Kieran O´reilly, S.M.A.
Giorgio Nalin, R.C.I.;
José Rodríguez Carballo, O.F.M.
Josep María Abella Batlle, C.M.F.
Joseph W. Tobin, C.Ss.R., Vizepräsident
Pascual Chávez Villanueva, S.D.B., Präsident
Carlos Alfonso Azpiroz Costa, O.P.
Adolfo Nicolás, S.J.
Heinz Wilhelm Steckling, O.M.I.
Antonio Pernia, S.V.D.
Abt Glen Adrian Lewandowski, O.S.C.

Heiliger Vater,
Brüder und Schwestern in Christus,

Ich spreche als Mitglied der Union der Generaloberen. Ich gehe von Nr. 52 des Instrumentum Laboris aus. Dort heisst es, dass die Kirche etwas von den gottgeweihten Personen erwartet. Nun, diese Art Nachfolge Christi kann der Synode ein Beispiel liefern, um dem Volk Gottes zu zeigen, was es heisst, zum Glauben zu kommen, und zwar in dem Sinn, dass man sich als ganze Person für Gott öffnet, der sich zu erkennen gibt. Es geht um horchen und gehorchen in radikalem Gehorsam (1). Das wird von jedem Glaubenden gefordert und von Ordensleuten in aller Offenheit vorgelebt. Ich will über diesen Gehorsam in drei Punkten reden: zunächst Gehorsam zum Mensch gewordenen Wort Jesus Christus, dann Gehorsam zum Wort, das sich in Zeichen der Zeit und des Ortes äussert, und schliesslich Gehorsam, der im Leiden gelernt wird.

Gehorsam zum Mensch gewordenen Wort

Gottgeweihtes Leben ist im Grunde genommen Antwort auf das Wort Gottes. Für gottgeweihte Menschen ist das Fleisch gewordene Wort Gottes Jesus Christus zugleich Vorbild und Beziehungsperson (2). Man ist Christ, indem man auf Christus hört und dessen Worte in Taten umsetzt (vgl. Matthäus, 7, 24). "Wer meine Gebote hält, der ist es, der mich liebt - und wer mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden" sagt Jesus ( Johannes 14, 21) (3).”
Gehorsam verlegt das Leben ganz in die Hände Jesu Christi, so dass es nach Gottes Plan verläuft und zu einem Meisterwerk wird (4). Gottgeweihte Menschen suchen vor allem das Reich Gottes und leben mit dem auferstandenen Herrn Jesus Christus, der gehorsam war bis in den Tod.

Gehorsam zum Wort in den Zeichen der Zeit

Die Kirche hatte stets den Auftrag, auf die Zeichen der Zeit zu achten und entsprechend evangeliumstreu zu handeln (5). Somit erwartet die Kirche, dass die Institute des gottgeweihten Lebens von neuem "die unternehmerische Initiative, Kreativität und Heiligkeit ihrer Gründer" im heutigen Umfeld an den Tag legen in vollkommener Offenheit für Gott und die Sicht der Kirche (6).
Sie betrachten die Zeichen der Zeit im Licht des Evangeliums und wollen im Auftrag des Herrn die Frohe Botschaft unter allen Völkern verkünden und Jünger gewinnen (Matthäus 28, 19-20). Sie wenden sich auch den Kleinen zu, die Jesus gern berührte und segnete (Markus 10, 13), sowie zu den Hungernden, den Kranken, den Fremden und den Gefangenen. Ordensleute begleiten auch Gruppen von Menschen, die wie Zachäus Jesus sehen wollen” (Lukas 19, 1-10; Johannes 12, 21ss), aber verhindert sind, weil sie aus der Gesellschaft ausgegrenzt sind oder von der Kirche Abstand genommen haben; sie gehen auf Menschen zu, denen niemand hilft, das Wort des Lebens zu verstehen (vgl. Apostelgeschichte 8, 31).

Gehorsam zum Wort im Leiden

Wie das Mensch gewordene Wort “durch Leiden Gehorsam lernte” (Hebräer 5, 8), sind alle Ordensleute berufen, auch unter schwierigen Bedingungen auszuharren (7). Diese Heilige Synode möchte Gott danken für die hochherzige Hingabe so vieler Ordensfrauen und Ordensmänner, die unter schweren Entberungen gehorsam bleiben. Wir denken an die Ordensfrauen, die in den letzten Wochen in Indien vergewaltigt wurden, aber auch an Seelsorger, die sich heimlich Arbeitern, Flüchtlingen und Minderheiten in totalitären oder intoleranten Staaten widmen. Wir sind uns bewusst, dass in vielen Teilen der Welt, das Evangelium zuerst durch Ordensleute verkündet wurde, die durch eine eindrückliche Kenosis gegangen sind, indem sie ihre Heimat und ihre Muttersprache aufgaben, um das Wort Gottes in fernen Ländern in der Sprache der dortigen Zuhörer erklingen zu lassen. Wir denken auch an die betagten und kranken Ordensleute, die Hoffnung ausstrahlen. Schliesslich möchte ich jene Ordensleute erwähnen, die sich den Verlassenen und Hilflosen zuwenden und sich um Menschen kümmern, die von der gewöhnlichen Gesellschaft und der Ortskirche übersehen werden.

Radikaler Gehorsam zum Wort Gottes macht Ordensleute aufmerksam auf die Zeichen der Zeit und weckt schöpferische Treue zum Evangelium entsprechend den neuen Bedürfnissen und dem Sendungsauftrag der Kirche. Gottgeweihte Personen lernen Gehorsam auf dem Leidensweg, schreiten aber voll Vertrauen weiter, weil sie wissen, dass sie dem Herrn nachfolgen, der das Kreuz getragen und gesiegt hat.

1. Dei Verbum, 5.
2. Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens (11. Mai 2008) 8.
3. Ibid.
4. Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens (19. Mai 2002) 22.
5. Gaudium et Spes, 4.
6. Vita Consecrata, 37.
7. Ibid.

Inhaltsverzeichnis

Rom
Collegio Maggiore 2008-2009
Der Leiter Jose Vidigal C.Ss.R
.

Eigenart des Collegio Maggiore

Das “Collegio Maggiore” wurde 1909 im Haus Sant'Alfonso in Rom eingerichtet als Gemeinschaft von Redemptoristen, die nach Rom gesandt sind, um sich an einer Hochschule zu spezialisieren. Es besteht somit aus Studenten aus aller Welt, die auf ein Lizenziat oder Doktorat hin arbeiten. Es ist nicht zu verwechseln mit der Alfonsianischen Akademie, Hochschule für Moraltheologie, die 1949 gegründet wurde und heute 300 Studenten (Priester, Ordensleute oder Laien) zählt.

Das Collegio Maggiore hat Statuten, die von der Generalleitung approbiert sind. Diese wurden im März dieses Jahres erneuert, als die rechtliche Grundlage der gesamten Hausgemeinschaft neu gefasst wurde.

Die Studenten

Ihre Zahl hat in den letzten sechs Jahren stets zugenommen. Diese jungen Redemptoristen kommen meistens aus der sogenannten Dritten Welt. Einige wenige sind aus Europa oder Nordamerika.

In diesem Schuljahr 2008-2009 haben wir aus Lateinamerika 14, aus Afrika 6, Asien 5, Osteuropa 4, Nordamerika 1. Diese 30 Studenten stammen aus 17 verschiedenen Ländern und 22 verschiedenen Einheiten unserer Kongregation.

Sie gehen an die folgenden Hochschulen: an die Alfonsianische Akademie 9 Studenten, Gregoriana 6, Teresianum 4, Salesianum 2, Angelicum 2, Lateran 2, Biblicum 2, Anselmianum 1, Urbanianum 1, Orientalisches Institut 1.

Fünf Studenten haben das Doktorat vor,
die übrigen das Lizenziat.

Exerzitien des Collegio Maggiore

Im September kommen die Mitglieder des Collegio Maggiore aus ihren Ferien nach Rom zurück. Jeder hat viel zu erzählen über besuchte Länder, Aushilfen in der Seelsorge, Sprachaufenthalte, und der Bestand der Gemeinschaft hat sich verändert, denn manche bisherige Mitglieder sind in ihre Heimat zurückgereist und neue sind angekommen.

Im September organisiert man das bevorstehende akademische Jahr; man bestimmt, wer für was in dieser Gemeinschaft verantwortlich ist. Auch ist es Brauch, dass wir zu diesem Zeitpunkt Exerzitien machen. Dieses Jahr hatten wir das Glück, dass unser Pater General die Exerzitien predigte. Er sprach über die Gelübde als Ausdruck unserer Liebe zu Gott und zu den armen Leuten. Durch unsere Profess bekennen wir uns zum armen Christus, zum ehelosen Christus, zum gehorsamen Christus als Zeugen für Erlösung in Fülle.

Wir hätten keinen besseren Ort für unsere Exerzitien finden können als das "Haus Nazareth" in der schönen grünen Umgebung von Rom. Die Freundlichkeit der Mitglieder der FAC Bewegung, die uns dort gastlich aufnahmen, trug zum Erfolg dieser Exerzitien bei.

Unsere Gottesdienste waren eindrücklich, höchst kreativ durch unsere Leute gestaltet. So kam es mit anregenden Symbolen zu intensivem Erleben. Wir erinnern uns gern an die sehr eindrückliche Via Sacra, im Garten des Hauses in aller Stille und inniger Frömmigkeit.

Die 27 Teilnehmer haben diese Besinnungstage sehr hoch geschätzt. Solche Exerzitien geschehen nur selten im Leben. Wir danken Ihnen, Pater General.

Auf den Spuren des Heiligen Klemens

Am 20. Mai 1909 hat Papst Pius X. unseren Mitbruder Klemens Maria Hofbauer heiliggesprochen. Das ist nun Anlass zu Jahrhundertfeiern. Die dreissig Stundenten des Collegio Maggiore beschlossen, in diesem Zusammenhang auf den Spuren des heiligen Klemens zu pilgern.

Wir waren sicher, dass Pater Witold Hetnar, polnischer Student und Mitglied des Collegio Maggiore, und Pater Adam Owczarski, Direktor unseres Historischen Institutes, uns fachkundig führen würden. Und so kam es.

Im tschechischen Tasswitz, dem Geburtsort des Hl. Klemens, empfing uns die Kommunität der Redemptoristen und zeigte uns die Kirche, die an der Stelle des Geburtshauses des Heiligen steht. Ein Altar steht genau dort, wo er geboren wurde. In den Fenstern sind Ereignisse aus dem Leben des Heiligen dargestellt. Daneben ist eine andere Kirche mit dem Taufstein, wo er getauft wurde.

In der Hauptstadt Polens war St. Benno unser Ziel. Dort begannen 1787 Klemens Hofbauer und Thaddäus Hübl ihr Missionswerk. Zwischen den Kirchen und Klöstern der Nachbarschaft wurde St. Benno zum Ort ständiger Mission dank dem Eifer der Söhne des Hl. Alfons. Klemens war betroffen von der Armut und Hilflosigkeit der Bevölkerung. Darum gründete er eine Schule für arme Kinder, ein Waisenhaus für verlassene Kinder und sogar eine Handelsschule für arbeitslose Jungendliche. Einst war er im Gefängnis in Krakau, weil er arme Kinder ohne amtliche Beglaubigung über die Grenze geleitet hatte. Diese erstaunliche Tätigkeit wurde 1808 gewaltsam abgebrochen, als die Redemptoristen aus Warschau vertrieben wurden. Dabei war unter den ausführenden Beamten ein preussischer Offizier Namens Zacharias Werner, auch bekannt als Dichter, der später in Wien zum Freund des Hl. Klemens und katholischer Priester wurde.

In der Hauptstadt Österreichs besuchten wir mehrere Kirchen, wo der Heilige in seinen letzten 12 Jahren gewirkt hatte: die italienische Kirche, die Jesuitenkirche und besonders die Kapelle der Ursulinen. Das Kloster der Ursulinen wurde zum Treffpunkt, wo junge Leute ihren Glauben vertieften. Er schuf einen Kreis von Laien, die segensreich wirkten. Die Kirche Maria am Gestade wurde 1820 vom Kaiser den Redemptoristen anvertraut, als ihnen amtlich bewilligt war, sich in Österreich niederzulassen. In dieser Kirche ist das Grab des Heiligen. Daneben steht das Haus des Provinzials, wo auch historische Dinge zu sehen sind: Kleider, Schriften und der Beichtstuhl des Heiligen. Beim Grab steht auch eine wunderbare Statue des Heiligen Klemens mit sinnvollen Worten aus seinem Mund:

Mein Kind, von jetzt an ist der da oben dein Vater. Gib acht, dass du auf dem Weg wandelst, der ihm wohl gefällt.
Eine immerwährende Mission.
Das Evangelium neu verkünden.
Herr, hilf! Es ist Zeit!
Nur Mut, Gott lenkt alles.

Wenn man meint, man habe alles gesehen, kommt sicher noch eine Überraschung. Im Bezirk Hernals ist eine Kirche, die 1880 von den Redemptoristen erbaut und Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe geweiht wurde. In jenem Jahr war Klemens Hofbauer noch nicht selig gesprochen, aber der Platz vor der Kirche wurde nach ihm benannt. Die Seligsprechung geschah erst 1888. Die Gläubigen in dieser Umgebung waren nicht reich, aber trugen viel zum Bau der Kirche bei. Man sagt, es sei die schönste neugotische Kirche der Welt, und das könnte stimmen. Sie wurde letztes Jahr restauriert und ist wie neu. Unsere Mitbrüder haben da grossartige Seelsorge und Sozialarbeit geleistet. Die schöne Kirche wacht über den Reliquien des Heiligen Klemens.

Unsere Pilgerreise hat uns unglaublich schöne, unvergessliche Erlebnisse gebracht. Wir haben nicht nur Tausende von Fotos gespeichert, sondern freuen uns weiterhin an der brüderlichen Gastfreundschaft, die wir bei den polnischen, tschechischen und österreichischen Mitbrüdern erlebt haben. Wir denken immer wieder an die vielen denkwürdigen Orte, Statuen und Inschriften, die dem Heiligen Klemens gewidmet sind. Vor allem aber wollen wir diesen ausserordentlichen Mitbruder besser kennen lernen, nachdem er uns so greifbar nahe und teuer geworden ist.

Inhaltsverzeichnis

AUS DEN PROVINZEN

Indien
Gründung der Provinz Liguori in Mattoor, Kerala
Blühende Provinz in Gottes Garten

“Das hat der Herr vollbracht. Vor unseren Augen geschah dieses Wunder. Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen jubeln und uns an ihm freuen (Psalm 118: 23, 24). So klang es in den Herzen der Mitbrüder am 27. Juni 2008, als die Vizeprovinz zur Provinz Liguori erhoben wurde in Mattoor, in Kerala, Indien, wo der Sitz des Provinzials ist.

Die Gründungsfeier begann um 10.30 Uhr mit der feierlichen heiligen Qurabana (Eucharistiefeier). Hauptzelebrant war unser Mitbruder Kardinal Mar Varkey Vithayathil, C. Ss. R. mitten in einer Schar von Bischöfen, Priestern und Ordensleuten. Der Provinzobere P. Clement Vadakkedath, unser begabter und begnadeter Vorgesetzter in dieser ausserordentlichen Zeit des Wachstums unserer Provinz, schilderte die Familie der Redemptoristen, die zur Zeit in 77 Ländern tätig ist.

Die Provinz Liguori ist durch Kardinal Mar Varkey Vithayathil als erste Provinz von Redemptoristen in Indien mit orientalischem Ritus eingeweiht worden. Kardinal Varkey ist der älteste Mitbruder und hat gewaltig zum Entstehen dieser jungen Provinz innerhalb der Syro-Malabarischen Kirche beigetragen. In seiner Ansprache erwähnte er, wie man im Lauf der vielen Jahre gearbeitet und gerungen hat, um das zu erreichen, was nun so herrlich zustande gekommen ist.

Pater Generalsekretär Joseph Dorcey hat das Dekret zur Gründung der Provinz Liguori vorgelesen und die Glückwünsche des Generaloberen Joseph W. Tobin überbracht. P. Paul Pazhangattu C.Ss.R., Provinzial von Bangalore, pries die brüderliche Verbundenheit zwischen der Provinz Bangalore und der frisch errichteten Provinz Liguori. In ähnlichen Tönen heller Freude sprachen auch P. Clement Campos, C.Ss.R. aus der Provinz Bangalore und P. Eugene D’Silva C.Ss.R. aus der Regio Mumbai. Alle Einheiten der Subregion Südasien waren an der Gründungsfeier vertreten. Auch Priester des Bistums und Ordensschwestern beglückwünschten die Mitglieder der Provinz Liguori.
Die strahlenden Gesichter der versammelten Mitbrüder zeigten, dass jeder von ihnen glücklich war über das rasche Wachsen und Blühen ihrer Provinz. Wenn man fragt, wie das so schnell geschehen konnte, müssen wir zuerst bescheiden zugeben, dass der vielfältige Segen unseres göttlichen Erlösers und die Fürsprache der Mutter von der Immerwährenden Hilfe entscheidend waren. Es ist wirklich das Werk Gottes. Harte Arbeit, brüderliche Liebe, ständiges Ermutigen, der Geist des Vergebens und das starke Zusammenhalten der Mitbrüder sind die Kräfte, die uns zu einer gesunden Gemeinschaft machen.

Das sind auch die Gründe, die uns aus rein menschlicher Sicht die rasche Entwicklung erklären. Wir waren gesegnet mit Leitern, die ein klares Ziel hatten und danach handelten, so die Patres Michael Naikanparampil, George Areeckal und Clement Vadakkedath. Auch die Unterstützung und die Anweisungen der Generalleitung müssen wir mit tiefer Dankbarkeit und Liebe erwähnen. Wir sind dem P. Joseph W. Tobin und seinem Rat überaus dankbar für ihr tatkräftiges Mitwirken, damit unser Traum, eine selbständige Provinz zu sein, so schnell in Erfüllung ging.

Wir leben in einer Gnadenzeit der Kongregation. Wir können zurückblicken und feststellen, dass unser Weg schwierig aber kurz war, denn in sechzehn Jahren sind wir vom Status einer Regio zur selbständigen Provinz aufgestiegen. Wir begannen 1992 mit 16 Priestern und 15 Studenten, die noch keine Gelübde abgelegt hatten. Heute sind wir 87 Mitglieder, wovon fünfzig Priester. Mitbrüder arbeiten in Ländern beim Südpol und andere in Ländern beim Nordpol. Wir sind jung, denn die meisten von uns sind noch nicht vierzig Jahre alt.

Die Provinz hat sieben kanonisch errichtete Häuser in Kerala und eine Niederlassung in der Diözese Thuckalay in Tamil Nadu. Wir haben auch Pfarreien, die zu unsern Häusern in Karavaloor und Kunnambatta gehören. Das Haus in Mattoor ist zugleich Sitz des Provinzialates und Bildungshaus. Diese Häuser stehen zerstreut in sechs Bistümern auf einem Gebiet, das sich über 800 Kilometer erstreckt. Die Provinz ist ein Bienenstock, der sich apostolisch vielseitig betätigt. Geographisch gesehen entfaltet sich unsere Tätigkeit in Kerala innerhalb der Sprachgrenze, wo man Malayalam spricht. Aber wir haben auch in anderen Staaten, wo man Englisch und Hindi spricht, gepredigt. In einem Jahr predigen wir durchschnittlich 50 Pfarreimissionen und führen 40 Kurse für die Jugend durch. Dazu kommen Exerzitien und Seminare für Priester, Ordensleute und Seminaristen. Einige Mitbrüder sind auch schriftstellerisch tätig, und wir sind bald soweit, dass wir regelmässig das Fernsehen in unser Apostolat einbeziehen.

Wir fühlen uns verbunden mit anderen Einheiten der Kongregation. Unsere Leute arbeiten auch auswärts, und so opfern wir Personal aus unserer Provinz in Solidarität mit unserer weltweiten Redemptoristenfamilie. Wir sind tief beeindruckt durch den Mut und das Verantwortungsbewusstsein unserer Mitbrüder in auswärtigen Missionen.

Wir geben uns nicht mit dem Erreichten zufrieden. Es steht Neues bevor, wir müssen den Horizont unserer Mission ausweiten. Wir müssen Neues wagen und uns gegen unsere selbst gewählte Begrenzung wehren. Es bestehen zwar Sorgen über unsere Arbeit und die Finanzierungen, aber wir sind zuversichtlich. Mit der Hilfe des Herrn werden wir alle Schwierigkeiten bewältigen und mit dem Psalmisten sagen: Mein treuer Hirte ist der Herr, was könnte mir noch fehlen? - Wir beten zu unserem Vater St. Alfons, dass wir keinen Moment unserer Zeit vertrödeln und keine gute Gelegenheit verpassen, denn uns winkt die Krone, die den wahren Redemptoristen bereitet ist.

Inhaltsverzeichnis

Portugal
Treffen der Provinzoberen aus dem südlichen Europa
Pedro López, C.Ss.R.

Vom 7. bis 9. Oktober waren die Provinzoberen aus dem Süden Europas beisammen in Vila Nova de Gaia (Portugal). Es war eine neue Gruppe auf Grund der Ernennungen für das begonnene Triennium.

Anwesend waren P. Atonio Gomez, Provinzial von Lissabon, Joseph Touraynne von Lyon-Paris, P. Davide Perdomo von Neapel, P. Giovanni Congiu von Rom, P. Pedro López von Madrid, P. Winand Claessens von Belgien Süd und P. Elias Sader aus Libanon.

Auch P. Antonio de Lucca, gewesener Präsident, und P. José Luís Bartolomé, gewesener Ökonom, waren dabei, um ihre Berichte über das vergangene Triennium vorzulegen.

Nach der Einführung in die Gepflogenheiten der Region, wählte die Versammlung P. Pedro López, Provinzial von Madrid, zum Präsidenten der Region Südeuropa. Der Rat wurde ergänzt durch die Wahl des P. Davide Perdomo zum Sekretär und des P. Antonio Gomez zum Finanzverwalter.

Weitere Aufgaben wurden so verteilt: P. Davide ist verantwortlich für die Weiterbildung, P. Giovanni für Jugend- und Berufepastoral und P. Pedro für die Zusammenarbeit mit Laienhelfern.

Nach den guten Erfahrungen mit dem gemeinsamen Noviziat, setzte man die vom Generaloberen approbierten Rationes für das Postulat und das Studentat um. Ebenfalls sehr positiv wurden die regionalen Treffen von Missionaren, Moraltheologen, Ausbildern und Studenten gewertet. Die Versammlung unterstützt die Weiterführung solcher Vorhaben.

P. Antonio Gomez berichtete über geplante Weiterbildung in der Region und über einen Einführungskurs für Hausobere. P. Pedro López legte Pläne vor für künftige Berufepastoral in der Region. All diese Projekte wurden wohlwollend aufgenommen, und man beschloss, darüber an der nächsten Sitzung, nach Rückmeldungen aus den Provinzen, endgültig zu befinden.


Konkret hat man beschlossen: die Ausbilder und die Formandi werden die Karwoche 2009 in Rom verbringen; den Jubilaren wird ein Exerzitienkurs in Ciorani angeboten; die erste Versammlung aller Hausoberen der Region wird im Januar 2010 in Madrid stattfinden.

Die nächste Sitzung dieser Vereinigung der Provinzoberen wird im März 2009 in Cortona stattfinden im Hinblick auf die Vorbereitung des Generalkapitels.

Wir danken der Provinz Lissabon für ihr freundliches Entgegenkommen und wir bleiben den Kommunitäten Vila Nova de Gaia und Oporto dankbar für ihre wohltuende Gastfreundschaft. Es war eine Freude, diese Tage bei ihnen zu verbringen.

 

Inhaltsverzeichnis

München
Versammlung der Brüder Nordeuropas
Michael Duxbury, C.Ss.R.

Das Regionalsekretariat für die Brüder in Nordeuropa und die Provinz München empfingen die Mitbrüder aus mehreren Provinzen der Region Nordeuropa zum 10. internationalen Brüdertreffen, das vom 8. bis 12. September in Altötting, Deutschland, stattfand. Es waren auch Brüder aus Südafrika und Ipoh / Singapur anwesend. Insgesamt waren es 51 Brüder.

P. Joseph Ivel Mendanha C.Ss.R. vom Zentrum für Redemptoristische Spiritualität in Rom hielt Vorträge und regte zu Gruppengesprächen an über die Themen: "Unser Leben geben für Erlösung in Fülle", "Die Herausforderungen im heutigen Ordensleben" und "Neustrukturierung".

P. Gé Janssen referierte mit Power Point über das Leben des Seligen Peter Donders.

Die Gruppe besuchte auch den Wallfahrtsort Unserer Lieben Frau in Altötting sowie die dortige Kapuzinerkommunität und die Kirche der Heiligen Magdalena, wo einst die Redemptoristen wirkten. Die Gruppe besuchte auch unsere Gemeinschaft und Kirche in Gars. Hier freuten wir uns an der herzlichen Gastfreundschaft des Rektors und der Kommunität.

Die verschiedenen Sprachgruppen organisierten Gottesdienste unter sich. Das Austauschen von Erinnerungen und Erfahrungen stärkte die positive Einstellung aller Mitbrüder, die an diesem Treffen teilgenommen haben.

Inhaltsverzeichnis


Spanien
Provinz Madrid
Laienmissionare des Heiligsten Erlösers
Pedro López C.Ss.R.

Die Redemptoristen der Provinz Madrid feiern. In einer Krisenzeit, wo die Zahl unserer Mitglieder abnimmt, sehen wir unsere Familie wachsen. Dabei geht es nicht um Berufungen zum Ordensleben sondern um das Charisma von Laienmissionaren. Am Fest des Heiligen Alfons, am 1. August, wurden die ersten 12 Laienmissionare des Heiligsten Erlösers in die Provinz aufgenommen.
Der Begriff Laienmissionar wurde am Generalkapitel von 1991 eingeführt im Sinn einer aktiven Verpflichtung zu apostolischem Wirken mit der Kongregation. Aber erst im Jahr 2000 ging unser Provinzkapitel darauf ein und definierte die Laienmissionare so: “Christen, die auf Grund ihrer Taufe der Kirche zugetan sind und sich zu apostolischem Wirken berufen fühlen, zusammen mit den Redemptoristen offen für das Evangelium und das Charisma des Heiligen Alfons".

In den letzten Jahren bildeten sich Gruppen von Laien, die sich von unseren Kommunitäten und dem Charisma der Redemptoristen angesprochen fühlten. In Nähe zu unseren Gemeinschaften vertieften sie ihre Geisteshaltung, indem sie unsere Begeisterung für das Evangelium und unsere Bereitschaft zum Apostolat kennen lernten. So entstanden Gruppen in Madrid-Perpetuo Socorro, Madrid-San Gerardo, Granada, Mérida und Vigo.

Einige entdeckten, dass sie berufen sind, sich als Laienmissionare des Heiligsten Erlösers der Provinz Madrid anzuschliessen. So sind denn Daniel, Monica, Maria José, Rafa, Pili, Arturo, Inma, Antonio, Maria Angeles, Jorge, Pilar und Juanjo im August feierlich die entsprechenden Verpflichtungen eingegangen. Eine weitere Gruppe wird in den nächsten Monaten dasselbe tun.

Sie verpflichten sich für ein Jahr und können ihr Versprechen jährlich erneuern. Das setzt eine Einstellung voraus, die dem Ideal des Heiligen Alfons entspricht, und die Bereitschaft, mit den Redemptoristen zusammenzuarbeiten, besonders bei Volksmissionen, Solidaritätsaktionen für die dritte Welt und Einsätzen von freiwilligen Helfern in Entwicklungsländern, aber auch im Verlag Perpetuo Socorro, in der Gamo Diana Schule oder in der Seelsorge am Ort einer Kommunität.

In der Zuversicht, dass wir für Gedankenaustausch, Zusammenleben und Zusammenarbeit Zeit und Raum finden werden, heissen wir diese neuen Brüder und Schwestern herzlichst willkommen.

Inhaltsverzeichnis

Provinz Vietnam
Gesprächsrunde über Führungsprobleme
Mark Duc, C.Ss.R
.

Die Provinz Vietnam hatte auf ihrem jährlichen Weiterbildungsprogramm eine Gesprächsrunde über "Führung" vorgesehen, und zwar vom 25. bis 29. August in der Stadt Ho Chi Minh. Gesprächsleiter war P. Joseph Ivel Mendanha CSsR, Vizedirektor des Zentrums für Spiritualität CSsR. Etwa 180 Redemptoristen aus verschiedenen Gemeinschaften der Ordensprovinz nahmen an diesem Workshop teil.

Mit interessanten und provozierenden Denkanstössen eröffnete P. Ivel neue Einsichten in verschiedene Führungsmöglichkeiten und zeigte den Weg, wie man sie im Wandel der Welt und des Ordenslebens, namentlich im heutigen Vietnam umsetzen könnte. Das traf sich gut in der jetzigen, kritischen Situation der Ordensprovinz, seitdem die Redemptoristen Vietnams darauf beharren, dass der Staat ihnen die beschlagnahmten Liegenschaften zurückgibt. In diesem Zusammenhang erhielten die Grundsätze und Ansichten über Führung eine ausserordentliche Relevanz. Diese Zusammenkunft mit all den Gesprächen half den Mitbrüdern, die Führungsrollen besser zu verstehen, besonders in so heiklen und veränderlichen Situationen.

Dank der Gnade Gottes war das Treffen erfolgreich und brachte den Mitbrüdern in Vietnam neues Verständnis für ihren Auftrag als Redemptoristen und Seelsorger in ihrem heutigen Umfeld. Wir bleiben dem Zentrum für Spiritualität

und dem Generalat dankbar für ihren Beitrag zu unserer Weiterbildung. Besonders danken wir dem P. Ivel dafür, dass er uns seine kostbare Zeit schenkte und uns in brüderlichem Gedankenaustausch von seinem Sachverständnis lernen liess

Inhaltsverzeichnis

Brasilien/USA
Redemptoristen aus Brasilien auf Mission in New Jersey, USA
Wilson Marques C.Ss.R.

Vor neunundsiebzig Jahren waren Missionare aus den Vereinigten Staaten nach Brasilien gekommen, um dort Missionen zu predigen, genau gesagt im Staat Mato Grosso, wo sie sich in Aquidauana niedergelassen hatten. Dieses Jahr nun, sensationelle Neuigkeit, begaben sich Redemptoristen aus Brasilien in die Vereinigten Staaten um dort Missionen zu predigen. Das ist in der Geschichte der Ordensprovinz Campo Grande ein historisches Ereignis, das neue Horizonte eröffnet. Die Gruppe von Missionaren aus Campo Grande, die ausgerechnet von Mato Grosso aus startete und ihre Basis in Aquidauana hat, kam in die amerikanischen Städte Newark und Hillside, New Jersey, um Missionen zu predigen in den Pfarreien St. James in Newark und St. Catherine in Hillside.

Inspiriert vom Aparecida Dokument und CNBB 2008-2009 Directorium, intensivierten die Redemptoristen die Pfarreimissionen, indem sie die Bildung motivierter Gruppen in den Pfarreien anstrebten, die in der Kirche effizient wirken sollen: Gruppen, die sich nach dem Evangelium richten und entsprechend dynamisch sind. So entstehen missionarische Pfarreien mit Ausstrahlung. Das ist der richtige Weg und hat Zukunft.

Solche missionarische Begeisterung, die in Brasilien aufkommt, ist Frucht von Pfarreimissionen und diözesanen Missionen. Sie hat in diesem Jahr 2008 dazu geführt, dass die Redemptoristen der Provinz Campo Grande eine neue Gruppe von Missionaren bildeten, die danach eingeladen wurde, im Staat New Jersey zwei Pfarreimissionen durchzuführen. Am letzten 12. September sind sie dort angelangt. Das zeigt, dass die Überlegungen der brasilianischen Bischöfe und die Einsichten der brasilianischen Kirche sich auch in anderen Ländern positiv auswirken.

“Die Mission weckt die Hoffnung, dass eine bessere Welt möglich ist, auch in schwierigen Situationen". So lautet der Schluss des dritten Amerikanischen Missionskongresses und des achten Lateinamerikanischen Kongresses (CAM3/COMLAB8), der vom 12. bis 17. August in Quito, Ecuador stattfand. Unter dem Titel “Die Kirche mit missionarischer Ausrichtung" und dem Motto “Amerika hört, lernt und lehrt mit Christus” weist der Kongress den Weg, der über bisherige Begrenzungen hinweg ins Weite führt. Die Kongregation des Heiligsten Erlösers ging auf all das ein. Sie schliesst sich gern den Bischöfen Brasiliens und Lateinamerikas an und strebt im Sinn kontinentaler Mission nach neuen Horizonten, indem sie ein Team von Missionaren aus der Provinz Campo Grande aussendet, um Missionen zu predigen in den zwei Pfarreien: St. James Church in Newark und St. Catherine of Siena in Hillside, New Jersey.

Im Licht dieses Ereignisses wollen wir Gott bitten, er möge uns und unser Missionswerk segnen, damit wir mit unserer Arbeit im Licht Unserer Lieben Frau und unseres Herrn Jesus Christus, des Guten Hirten, so wirken, dass gesäte Samen Wurzeln fasst und reiche Frucht bringt.

Inhaltsverzeichnis

PROFILE:

Thailand
Evangelium des Pater Joe (Joe Maier, C.Ss.R.)
Ein Buchbericht
Asheville Citizens-Times, N.C.

Greg Barrett kam in Jahr 2000 nach Thailand als Reporter für Gannett News Service und sollte über Menschenhandel berichten. Ihm schwebte vor, auf Eltern und andere zu stossen, die Frauen für sexuelle Sklaverei verkauften.

Stattdessen entdeckte er mitten im schmutzigsten Elendsquartier von Bangkok etwas Wunderschönes dank einem engagierten katholischen Priester.

Barrett sah auch, wie Leute verzweifeln, wenn sie am Verhungern sind.

“Man kann diese Menschen nicht beurteilen, wenn man aus gesichertem Wohlstand auf sie hinabschaut” sagte Barrett. “Du musst unter ihnen arbeiten. Du musst dort riechen und berühren, um zu verstehen.”

Bevor Barrett nach Thailand abreiste, erkundigte er sich per Telefon bei einigen Kennern, und alle sagten: Suche den Pater Joe auf.

Pater Joe Maier ist ein katholischer Priester, der nun seit dreissig Jahren in den Slums arbeitet. Er hat mehr als dreissig Kindergärten gegründet, dazu ein Heim für AIDS-Kranke, ein Waisenhaus und anderes, meistens ohne amtliche Bewilligungen von der Regierung oder der Kirche.

Barrett war so beeindruckt, dass er fünfmal dorthin reiste und dann das Buch schrieb: “The Gospel of Father Joe” (das Evangelium des Pater Josef). Barrett wird heute Abend an der Haywood Street aus diesem Buch vorlesen und über die Mission des Pater Joe sprechen.

“Pater Joe hatte nicht im Plan, 32 Kindergärten zu gründen" meinte Barret. “Er hatte im Sinn, einen zu bauen. Man muss nicht im Sinn haben, die Welt zu verändern; man braucht nicht einmal den Erfolg zu sehen. Es geht einfach darum, im Moment das Richtige zu tun.”

Es wäre leicht, im Slum zu arbeiten und ausserhalb zu wohnen. Aber Pater Joe wohnt und lebt mit den Leuten, denen er dient, mitten unter den Hütten mit Wellblechdächern und in stinkender Luft.

In den Kindergärten sind die Kinder glücklich, und auch die Kinder im Heim für AIDS-Kranke sind glücklich, sagt Barrett. “Da wird gelacht und gespielt,” sagt er. “Ich war darauf gefasst, traurige Gesichter zu sehen, aber diese Kinder sind glücklicher als meine eigenen.” - Barrett meint, dass die Leute im Wohlstand eine verkehrte Auffassung vom Leben haben.

“Es werden zum Beispiel bei uns Preissenkungen beschlossen, wenn ein Angebot zu gross ist. - Und wir benützen die Gelegenheit, kaufen billig ein und verschwenden... während Hungersnot herrscht in der Welt".

Schlimm ist nicht, laut Barrett, dass es Terroristen gibt, die Flugzeuge auf Wohnhäuser stürzen lassen, sondern dass wir in unserem Alltag das unterlassen, worauf es ankommt: freiwillig Hungernde ernähren, ein Kind betreuen, einem Fremden freundlich entgegenkommen.

“Das Übel kommt in kleinen Schritten, wenn wir in unserem Alltag unachtsam sind” sagte er. “Ich könnte mich am Internet verweilen, statt mit meinem Sohn im Freien Ball zu spielen. Ich sag einfach, er soll ein bisschen warten, und schon habe ich eine Gelegenheit zum Guten verpasst... Wir sind nicht gewohnheitsmässig eingestellt wie Pater Joe, aber wir können doch etwas tun in dieser Richtung.”

Bei all den vielen Interviews und Telefongesprächen hat Barrett etwas gelernt, nämlich dass er sich nicht von den Notleidenden abwenden darf, denn er könnte ja selber mal in Not sein.

“Nun bin ich überzeugt, dass wir überall in der Welt Propheten haben, aber man hört nichts von ihnen, weil sie keine Propaganda machen für sich selbst. “Sie sind beschäftigt mit den Taten Gottes. … Gott ist am Werk. Gott ist mit uns beim Lachen und beim Trost, den wir einander spenden.”

Inhaltsverzeichnis


ANKÜNDIGUNG

Zentrum für Redemptoristische Spiritualität

Das Zentrum für Redemptoristische Spiritualität hat für 2009 folgende Kurse vorgesehen:

Englisch 31. Mai - 19. Juni 2009 in Materdomini
Spanisch 5. Juli - 19. Juli 2009 in Ciorani

Zum Programm gehören Pilgerreisen zu den alfonsianischen Gedenkstätten. Das Jahr 2009 hat etwas Besonderes an sich als Jahr des Generalkapitels. Darum wird man in den Gesprächsrunden ebenfalls auf die Vorbereitung des Generalkapitels eingehen.

(Vize-)Provinziale werden gebeten, sich für Anmeldungen und genaue Informationen an das Zentrum für Redemptoristische Spiritualität zu wenden.

P. Felix Català, C.Ss.R. fcatala@cssr.com

P. Ivel Mendanha, C.Ss.R. imendanha@cssr.com

Oder centronet@copiosa.com

Inhaltsverzeichnis


MEDIEN IM BRENNPUNKT

Bilderreihe von der Basilika Sainte-Anne de Beaupré, Kanada (Französisch).
Der Wallfahrtsort feierte im August das Jubiläum seiner 350 Jahre.

Sainte-Anne de Beaupre Powerpoint

Sainte-Anne de Beaupre html

Inhaltsverzeichnis


LEBENSWENDEN

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen auf Officialia site

Zeitliche Profess:
Abraham Ariyamannil, Vizeprovinz Alwaye, *nun Provinz Liguori, 29. Mai 2008
*N.B.: Die Vizeprovinz Alwaye wurde am 27. Juni 2008 zur Provinz Liguori.
Joseph Kalathara, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
John Kallammakkel, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Joseph Kattunilathil, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Philip Kulangara, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Paul Kumminiyil, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Chandy Muthukattil, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Sebastian Thakidippurathu, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Mathew Thakidiyelkunnel, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Philip Vadakkummury, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
George Velladathu, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Fransiskus Awe, Provinz Indonesia, 10. Juli 2008
Domisianus Erbing Wahyu, Provinz Indonesia, 10. Juli 2008
Lambertus Gamuopun Lewar, Provinz Indonesia, 10. Juli 2008
Yohanes Kristianus Urikame, Provinz Indonesia, 10. Juli 2008
Victor Mariano Parera, Provinz Indonesia, 10. Juli 2008
Marianus Mike, Provinz Indonesia, 10. Juli 2008
Fernandes Nangkang, Provinz Indonesia, 10. Juli 2008
Oktavianus Todo Muda, Provinz Indonesia, 10. Juli 2008
Donatus Terhile Abul, Mission Ghana, 16. Juli 2008
Divine Paul Korsi Dargbey, Mission Ghana, 16. Juli 2008
Ernest Kofi Mable, Mission Ghana, 16. Juli 2008
Cajetan Sixtus Oleka, Mission Ghana, 16. Juli 2008
Victor Fofovi Dosu, Vizeprovinz Nigeria, 16. Juli 2008
Emmanuel Aniekan Ekanem, Vizeprovinz Nigeria, 16. Juli 2008
Paschal Ikenna Nwankwo, Vizeprovinz Nigeria, 16. Juli 2008
Francis Chukwuma Alex Okafor, Vizeprovinz Nigeria, 16. Juli 2008
Vitus Obinna Orji, Vizeprovinz Nigeria, 16. Juli 2008
Kingsley Christopher Tenebe, Vizeprovinz Nigeria, 16. Juli 2008
Johathan Ishifundi Udie, Vizeprovinz Nigeria, 16. Juli 2008
Brendan Nnaemeka Ugwu, Vizeprovinz Nigeria, 16. Juli 2008
Oghenekevwe Ambrose Unuajohwofia, Vizeprovinz Nigeria, 16. Juli 2008
Gesson Agenis, Regio Port-au-Prince, 15. August 2008
Pierre Antoine Desruisseaux, Regio Port-au-Prince, 15. August 2008
Pierrot Lazarre, Regio Port-au-Prince, 15. August 2008
Jean Jacques Nicolas, Regio Port-au-Prince, 15. August 2008
Thierry Raphael, Regio Port-au-Prince, 15. August 2008
Jean Bernard Romain, Regio Port-au-Prince, 15. August 2008
Yvon Trémont, Regio Port-au-Prince, 15. August 2008
Mychajlo, Hasiak, Provinz Lviv, 19. August 2008
Vasyl Hladuniak, Provinz Lviv, 19. August 2008
Andriy Kachmar, Provinz Lviv, 19. August 2008
Taras Kshyk, Provinz Lviv, 19. August 2008
Alfredo Artates Delos Santos, Provinz Yorkton, 31. August 2008
William Rakotomanana, Regio Madagascar, 8. September 2008
Germain Rakotovao, Regio Madagascar, 8. September 2008
Jean Emile Ramarolahy, Regio Madagascar, 8. September 2008
Kurt Fréjus Kouakou, Mission Elfenbeinküste, 8. September 2008
Léré Naricsse Awokou, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2008
Eric Bayi, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2008
Dimanchi Gabriel Bourgou, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2008
Dieyabidi Jean-Pierre Lompo, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2008
Etienne Ouedraogo, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2008
Sibiri Paulin Sawadogo, Vizeprovinz Burkina-Niger, 8. September 2008

Ewige Profess:
Nanlé Sosthène Bambara, Vizeprovinz Burkina-Niger, 24. März 2008
Pascal Wendpuire Tiendrebeogo, Vizeprovinz Burkina-Niger, 24. März 2008
Alex Theruvamkunnel, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Binoy Antony Uppumackal, Provinz Liguori, 29. Mai 2008
Eddy Fervil, Regio Port-au-Prince, 15. August 2008
Andrij Dobrovetsky, Provinz Lviv, 17. August 2008
Bohdan Heleta, Provinz Lviv, 17. August 2008
Vasyl Melnychenko, Provinz Lviv, 17. August 2008
Apolinariy Nikalayev, Provinz Lviv, 17. August 2008
Andrij Yurkevych, Provinz Lviv, 17. August 2008
Raymundus Silvensius Nagu Segu, Provinz Indonesia, 1. September 2008
Paulo Pellizzari, Provinz Neapel, 11. September 2008
Paul Adedeji Adegoriola, Vizeprovinz Nigeria, 27. September 2008
Jude Onyi Dibia, Vizeprovinz Nigeria, 27. September 2008
Henry Ogbonna, Vizeprovinz Nigeria, 27. September 2008
Andrew Onazi Ogbu, Vizeprovinz Nigeria, 27. September 2008
John Osagie Ogiehor, Vizeprovinz Nigeria, 27. September 2008
Vincent Obogo Oko, Vizeprovinz Nigeria, 27. September 2008
Alphonsus Abiodun Olawale, Vizeprovinz Nigeria, 27. September 2008
Denny Enrique Jiménez Villanueva, Vizeprovinz Caracas, 5. Oktober 2008

Priesterweihe:
Wilson Marques Dias, Provinz Campo Grande, 12. September 2008

Unsere Verstorbenen:
P. Carmine Coppola, 80, Provinz Neapel, 30. August 2008
P. Mário Antônio Bonotti, 95, Provinz São Paulo, 1. September 2008
P. Joseph Ross, 80, Provinz Edmonton-Toronto, 4. September 2008
P. Kazimierz Smoleń, 73. Provinz Warsaw, 8. September 2008
P. Anthony Edward Hodgetts, 70, Provinz London, 14. September 2008
P. John Smith, 79, Provinz South Africa, 22. September 2008
Br. Klemens (Gregor) Platzköster, 78, Provinz St. Clemens/Regio Köln, 22. September 2008
Br. Jerome Jadczak, 87, Provinz Denver, 23. September 2008
P. Thomas Harnett Cosgrove, 89, Provinz Denver, 23. September 2008
P. Vincent James Kelly, 94, Provinz Baltimore, 26. September 2008
P. Raymond Dobbs, 81, Regio Aotearoa, 3. Oktober 2008
P. José Cruz Sánchez Echeverría, 91, Provinz Madrid, 5. Oktober 5, 2008
P. Santino Raponi, 88, Provinz Rom, 8. Oktober 2008
P. Francis Toner, 86, Provinz Dublin, 14. Oktober 2008
P. Ryszard Marcinek, 70, Provinz Warsaw, 17. Oktober 2008
Br. Wladyslaw (Sebastian) Lachowicz, 80, Provinz Warsaw, 18. Oktober 2008
P. Thomas Redmond Duggan, Provinz Denver, 87, 23. Oktober 2008

60 Jahre Profess:
Alphonsus Walsh, Provinz Cebu, 21. November 2008
Luigi Marazzo, Provinz Neapel 22. November 2008

50 Jahre Profess:
Pierre Queloz, Provinz Boliva, 9. November 2008

50 Jahre Priester:
Alvino Noronha, Provinz Bangalore, 14. November 2008

25 Jahre Profess:
John Michael Conner, Provinz Baltimore, 3. November 2008

Wahlergebnis:
Pater Maruo José Matiazzi zum Provinzvikar in São Paulo. Bestätigt am 2. September 2008.

Ernennungen:
Pater Luciano Panella wurde am 13. September 2008 für ein Triennium zum Rektor der Kommunität Sant'Alfonso in Rom ernannt. Amtsantritt 8. Dezember 2008.

Demissionen:
P. Patrick O Keeffe vom Amt des Generalökonomen. Angenommen am 8. September 2008.
P. Jeong Ho Raphael Lee vom Amt des Regionaloberen, Regio Korea. Angenommen am 8. September 2008.

Errichtung und Verlegung des Noviziatshauses:
Das Noviziatshaus “Mater Domini” in der Vizeprovinz Nigeria wurde am 12. September 2008 in Enugu, Staat Enugu, errichtet und das Noviziat vom “Liguori House” in Ibadan, Staat Oyo ,Nigeria, in das Noviziatshaus “Mater Domini” in Enugu verlegt.

Aufhebung von Häusern:
“Villa Saint-Gérard” in der Stadt Haubourdin, Frankreich, wurde am 26. August 2008 aufgehoben.

Das Haus in Leoben, Österreich, wurde am 19. September 2008 aufgehoben.

Inhaltsverzeichnis


Besuchen Sie  unsere Webseite bei http://www.cssr.com, www.cssr.tv
Frühere Nummern von SCALA  sind abrufbar bei: http://www.cssr.com/scala/index.shtm
Bestellung des Scala: scaladeutsch-subscribe@scalanews.com