Rom
16. November 2010


NOTIZBUCH DES HERAUSGEBERS:

AUS DEN PROVINZEN:
Lemberg: Internationaler Jugendkongreß im Sommer
Zimbabwe: 50 Jahre Redemptoristen in Zimbabwe, Feier im Oktober
Thailand: Cookie Crumb James, eine Geschichte der Erlösung

PROFIL:
Erzbischof Bashar Matti Warda, C.Ss.R. Irak

REDEMPTORISTEN IN DEN MEDIEN:
Irak: Gewalt gegen Christen

VIA MERULANA
Bischofsweihe von Joseph W. Tobin, C.Ss.R.
Die Heimkehr des Erzbischof Joseph Tobin, C.Ss.R.

ANKÜNDIGUNGEN
Der Heiligsprechungsprozeß Seelos geht weiter
Diözesanmission der Redemptoristen in der Diözese von Erzbischof Pettipas C.Ss.R
Redemptorist leitet preisgekrönte Doktorarbeit

LEBENSWENDEN:
Profeß, Weihen, Jubiläen, Todesfälle, Wahlen


Notizbuch des Herausgebers

Ist tatsächlich schon ein Jahr vergangen seit dem 24. Generalkapitel? P. General und der Generalrat haben ihr erstes Amtsjahr beendet. Die Bildung der fünf Konferenzen geht weiter, und rund um die Erde sind die Redemptoristen daran, das Evangelium neu zu verkünden: mit neuer Hoffnung, neuen Herzen und in erneuerten Strukturen.


2006 hatten wir die Idee, 2007 starteten wir, 2010 brachten wir es zu Ende, fast. Das Zentrum für redemptoristische Spiritualität und das Büro für Kommunikation haben die Serie „Orte des Ursprungs der Redemptoristen“ herausgebracht: Scala, Ciorani, Pagani, Marianella/Neapel, Materdomini, Muro Lucano und Deliceto. Sie ist verfügbar in jeder unserer sieben Internetsprachen http://cssr.com/tour/deutsch/one.html . Man findet sie auch über “Virtual Pilgrimages” www.cssr.com menu.

Nach Abschluß des ursprünglichen Plans haben wir uns entschieden, zwei weitere Programme anzufügen: Sant’Agata dei Goti, die Diözese von Alfons, und Orte in Rom, die für Redemptoristen von Interesse sind.


Für alle, die italienisch verstehen, haben wir ein neues Service auf unserer www.cssr.tv page eingerichtet, in the silver menu area below the video screen: Es ist die TV-Station der Provinz Neapel, Telenuova 2. Jeden Tag haben sie Sendungen über Redemptoristen und für Redemptoristen interessante Orte in italienisch.


Am 12. November erhielt Kardinal Julio Terrazas, C.Ss.R., Erzbischof von Santa Cruz de la Sierra, Bolivien, an der Theologischen Fakultät Trier den Titel Dr. h.c. Die Fakultät zitierte Kardinal Terrazas; er sprach über die „vielen religiösen, sozialen und pastoralen Tätigkeiten unserer Brüder und Schwestern aus Bolivien und Deutschland”. P. General Michael Brehl sandte in einem Brief an Kardinal Terrazas die Glückwünsche der Kongregation und den Dank für seine Tätigkeit in Bolivien. Wegen Verkehrsproblemen konnte P. General nicht an der Feier in Deutschland teilnehmen.

Loading the player ...

Am Dienstag, 23. November, wird die Provinz Baltimore in der St. Patrick's Cathedral in New York City zwei Bilder der Mutter von der immerwährenden Hilfe an Erzbischof Timothy Dolan übergeben. Das eine wird in der Sakristei des Erzbischofs aufgestellt werden, das andere in seiner Residenz. Erzbschof Dolan ist ein großer Verehrerer der Mutter von der immerwährenden Hilfe. Die Redemptoristen wollten das Bild in der Kathedrale aufstellen, aber damit sind sie nicht durchgekommen. Aber sie sind zufrieden, daß es sich in der Sakristei und in der Residenz befinden wird.


Wir rufen einmal mehr in Erinnerung, daß zusätzlich zu unserer monatlichen Ausgabe von SCALA Nachrichten über Redemptoristen und ihre Tätigkeit zu finden sind in www.redemptorist.info

Gnade und Erlösung für alle!
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

Inhaltsverzeichnis


AUS DEN PROVINZEN:

Lemberg, Ukraine
Internationales Jugendtreffen der Redemptoristen
Eine große internationale Familie

Das Internationale Jugendtreffen der Redemptoristen fand vom 9. – 14. August 2010 in Lemberg statt. Es herrschte ein ausgesprochener Sinn für Gemeinschaft unter den Teilnehmern. Sprach- oder Kulturbarrieren spielten keine Rolle, wenn die jungen Menschen zusammen arbeiteten, spielten und beteten. In den verschiedenen Treffen konnten Menschen verschiedener Nationalitäten voneinander lernen; diese Begegnungen während des Tages hielten sich durch bis zu den Abendveranstaltungen, bei denen sich alle eingeschlossen fühlten und mehr Zeit mit ihren neuen Freunden verbringen konnten.

Alle freuten sich über die verschiedenen Riten, römisch und byzantinisch, beim Morgengebet, bei der Eucharistie und der Versöhnungsfeier. Menschen verschiedener Riten konnten in Feiern des Glaubens aus anderen Kulturen teilnehmen; sie waren alle glücklich, daß sie die Gelegenheit hatten, diese Erfahrung zu machen.

Junge Leute in Westeuropa sind nicht sehr vertraut mit den Traditionen und Riten der Ostchristen. Ukrainische Musik und Tanz, die schönen Stickereien, die warme gastliche Atmosphäre beim Kongreß –

all das half den Unkrainern, ihre Zugehörigkeit zur Europäischen Union zu zeigen, die Schönheit des Östlichen Ritus zu demonstrieren und den Teilnehmern einiges erfahren zu lassen von der Ukraine und besonders von dem alten Lemberg.

Das Motto des Treffens war: „Sein wie du“. Die jungen Menschen zeigten großes Interesse am Thema und haben sich an den Gesprächen und in den Gruppentreffen sehr gut beteiligt. Das Thema gab die Möglichkeit, daß die Teilnehmer ihre Werte bekundeten und bewußt machten, daß christlicher Glaube eine Einladung ist, das eigene Leben nach dem Beispiel Jesu zu gestalten.

Während des Kongresses hatten die Teilnehmer die Möglichkeit zu überlegen, was es heißt, in der modernen Gesellschaft Christ zu sein. Ein Treffen wie dieses zeigt, daß die Kirche für junge Menschen, die voll Hoffnung und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind, attraktiv sein kann.

Alle haben gelernt, offen zu sein, und still wie der Herr. Am 9. August waren sie als Mitglieder vieler Delegationen angekommen, aber am 14. August reisten sie ab als eine große internationale Familie; sie werden sicher die Botschaft von Lemberg in Erinnerung behalten und auch in Zukunft zusammen bleiben.

Anmerkung des Herausgebers: Photos von diesem Ereignis in www.redemptorist.info

Inhaltsverzeichnis

Zimbabwe
Goldenes Jubiläum (1960 – 2010)
P. William Guri, C.Ss.R.
Regionalsuperior.

Die Feier der 50-jährigen Anwesenheit der Redemptoristen ist Anlaß zu großer Freude, für uns in der Region Zimbabwe und für die Redemptoristen überhaupt. Das Zustandekommen unserer Mission hier ist das Ergebnis der Arbeit von Generationen von Mitbrüdern der Provinzen London und Südafrika, der Generalleitung und einer Reihe anderer Einheiten rund um die Erde, die sich sehr gekümmert und viel Hilfe geleistet haben.

Es ist auch das Verdienst der Kirche in Zimbabwe, der Bischöfe, Priester, Ordensleute und der Gläubigen, die uns willkommen geheißen, unterstützt und mit unserern Mitbrüdern am Beginn zusammengearbeitet haben.

Es ist das Verdienst der jungen Leute in Zimbabwe, die in diesem halben Jahrhundert bei uns eingetreten sind; einige sind weggegangen, andere geblieben. So ist dieses Jubiläum ein Zeichen, wie Redemptoristen zusammen mit vielen Leuten dieses Landes ihr Leben eingesetzt haben für die reiche Erlösung.

„Beim Herrn ist Erlösung in Fülle“. Das ist die grundlegende Überzeugung der Redemptoristen. Für Alfons und die ersten Gefährten war das die treibende Kraft bei der Gründung der Kongregation. Es beseelte das Gemeinschaftsleben und ihre apostolische Tätigkeit bei den Armen und Verlassenen.

Die Redemptoristen, die 1960 und dann in den folgenden Jahrzehnten nach Zimbabwe kamen, waren beseelt vom Charisma, das Evangelium von der reichen Erlösung zu leben, zu feiern, zu teilen und zu verkünden.

Sie legten die Fundamente, auf denen wir jetzt stehen und weiterbauen; so soll es auch in Zukunft sein. Wir haben die ersten fünfzig Jahre unserer Anwesenheit hier unter das Thema gestellt: „Unser Leben für die reiche Erlösung einsetzen“.

Wir wurden zu diesem Thema inspiriert durch das Generalkapitel 2003, das erklärte: „Das ausschlaggebende Motiv für diese Wahl ist der Glaube an Jesus, unsesren Erlöser. Wir werden durch Berufung von Gott so in Anspruch genommen, daß wir nur durch den Einsatz unseres Lebens für die reiche Erlösung auf Gottes Liebe gebührend antworten können.“

Als Redemptoristen in Zimbabwe und als wahre Söhne des hl. Alfons glauben wir fest an Jesus, unseren Erlöser, und haben uns entschlossen, unser Leben einzusetzen, um Gottes Liebe zu beantworten. Das ist das Erbe, das wir von den letzten 50 Jahren empfangen haben, und wir bewahren es treu.

Wir wissen, wie die Redemptoristen sonstwo, daß der Einsatz des Lebens für die reiche Erlösung ernste Konsequenzen hat. Auf der persönlichen Ebene ruft es zu ständiger Bekehrung auf. Redemptoristsein bedeutet, stets nach einer tieferen Beziehung zu Jesus zu suchen, eine engere Nachfolge des Erlösers und ein vertieftes Zeugnis für das neue Leben im Heiligen Geist.

“Das Leben für die reiche Erlösung einsetzen” bedeutet auch, sich selbst sterben, damit wir das reiche Leben Jesu leben können. Das ist nicht leicht, aber es ist möglich. Es ist möglich durch die Hilfe Gottes, die Unterstützung der Gemeinschaft, die Hilfe, die wir von denen erhalten, zu denen wir gesandt sind; sie geben auf ihre Weise Zeugnis, daß beim Herrn reiche Erlösung ist.

Unser Leben für die reiche Erlösung einsetzen hat ernste Implikationen in einer Welt, in der die Menschen versucht sind, ihr Leben für geringere Werte einzusetzen. In eine Welt, die in zunehmendem Maß Gott verläßt, bringen wir unseren festen Glauben an die reiche Erlösung ein.

Wir haben also den Mut, der Welt zu begegnen, ohne Furcht uns einzusetzen, ein Gespräch mit ihr zu führen und ihr die Hoffnung zu zeigen, die uns der Gluube gibt. In Zimbabwe sind die Herausforderungen für unseren Glauben groß; das macht es umso wertvoller, das Leben einzusetzen für reiche Erlösung.

Das Leben einsetzen für die reiche Erlösung hat ernste Implikationen, angenehme und unangenehme. Als Redemptoristen sind wir berufen, von uns selbst zu geben, sei es gelegen oder ungelegen. Die Ereignisse der ersten 50 Jahre und in der gegenwärtigen Zeit fordern uns heraus, in Zimbabwe wahre Redemptoristen zu sein, wie Konstitution 20 sie beschreibt:

„Als apostolische Menschen nach Art des heiligen Alfons seien die Redemptoristen: stark im Glauben, froh in der Hoffnung, erfüllt von Liebe, unermüdlich an Eifer, demütig in der Gesinnung, beharrlich im Gebet. Freudig folgen sie Christus, dem Erlöser, nehmen an seinem Geheimnis teil und verkünden es weiter. Sie seien evangelisch einfach in Wort und Tat, selbstlos und opferbereit, um den Menschen die überreiche Erlösung zu bringen.“
Das ist das Porträt der Mitbrüder, die uns vorangegangen sind.

Das ist auch das Porträt, das wir Redemptoristen in Zimbabwe jetzt nach 50 Jahren zu verwirklichen suchen. Das macht unseren Einsatz für die reiche Erlösung herausfordernd und aufregend, engagiert und lebenspendend.

Dieses goldene Jubiläum ist für uns in Zimbabwe eine Wasserscheide. Wir begehen es in einer Zeit, wo wir eine komplett einheimische Gruppe sind. Viele unserer Vorgänger, die das Land verlassen haben, hätten das gerne gesehen. Ihre Arbeit war nicht umsonst, ihr Einsatz nicht vergeblich; sie haben gepflanzt und begossen, und nun haben wir eine reiche Ernte. Das verdoppelt unsere Dankbarkeit ihnen gegenüber. Sie sind starke Zeugen, in unseren Herzen gegenwärtig, ob sie im Ausland oder im Himmel sind.

Wir feiern den Einsatz unseres Lebens für die reiche Erlösung in diesem wichtigen Augenblick, in dem wir die Botschaft des 24. Generalkapitels hören: „Das Evangelium stets neu verkünden: neue Hoffnung, erneuerte Herzen, erneuerte Strukturen für unsere Sendung“. Zusammen mit Redemptoristen aus Afrika suchen wir Wege, unsere Anwesenheit zu festigen und mit einem Glauben zu antworten, der für unsere Kongregation charakteristisch ist im Hinblick auf die Nöte der Mission in Afrika.

Wir sind zuversichtlich, daß wir die Aufgabe entsprechend bewältigen können: die gute Nachricht in den kommenden 50 Jahren und darüber hinaus den Armen und Verlassenen zu predigen. Unsere Zuversicht gründet in unserem Glauben an Gott. Der Glaube an Gott wird bestärkt durch die Erfahrung der reichen Erlösung, die in unseren Kommunitäten gelebt wird. Die Brüderlichkeit, die uns verbindet, ist die erste Instanz unserer Verkündigung des Evangeliums: wir setzen unser Leben füreinander ein, bevor wir ausdrückliich verkünden.

Wir setzen unser Leben ein für die reiche Erlösung in der Nachahmung der Mutter Gottes, die zu ehren und zu lieben als immerwährende Hilfe wir von unseren Vorgängern gelehrt wurden. Maria setzte wie keine andere ihr Leben für die reiche Erlösung ein, da sie die Mutter des Heiligsten Erlösers wurde. Sie begleitet uns, wenn wir das Evangelium heute verkünden und unsere Herzen und Strukturen neu gestalten.

Möge die Mutter von der immerwährenden Hilfe uns begleiten und immer für uns eintreten. Möge der hl. Alfons und alle unsere Heiligen und Seligen, und alle, die hier in diesem Land gearbeitet haben und jetzt im Himmel sind, für uns beten.


Inhaltsverzeichnis

Provinz Bangkok
Cookie Crumb James 
Von P. Joe Maier C.Ss.R.

Anm. des Herausgeber: P. Joe Maier C.Ss.R.  ist der Gründer und Direktor der Human Development Foundation in Klong Toey, Bangkok.

Komisch, wodurch manchmal ein Leben herumgedreht wird. Für Cookie Crumb James brauchte es dazu nur ein schmackhaftes Essen, und einige cookies (Kekse). Und crumbs (Brösel).

Er kam als ein Häuflein Elend an. Ein hoffnungsloser Fall. Er konnte nicht gehen, konnte nicht krabbeln. Sprach kaum (oder wollte nicht), hatte Migräne in Industriegröße, bis sein Kopf rauchte. Hatte niemanden in dieser Welt: von Geburt an HIV-positiv, hatte er AIDS.
Ein Bilderbuchbeispiel für ein “Wegwerfkind”. Er war acht Jahre alt, nicht viel mehr. Größe “extra large” für ein HIV/AIDS Kind. Das bedeutet die gewöhnliche Größe eines Achtjährigen. Das Gesicht vernarbt– das linke Auge schlecht. Das kommt von der Gürtelrose. Aber er ist nicht häßlich! Er ist unser Cookie Crumb James. Du würdest ihn mögen, wenn Du ihn triffst. Breites schiefes Grinsen.

Wenn ein Kind zu uns gebracht wird, von  nirgendwo – Endstation – an unserer Türschwelle “weggeschmissen”: nennen wir das im Fachjargon des Hospizes einen “dump”, einen Wegwurf. Einige Tage nach dem "taxi dump" bei unserem Mercy Centre, gaben wir Cookie Crumb James eine spezielle Schleife zum Tragen. Eine Schleife, die wir ihm für Mut, Tapferkeit und Entschlossenheit gewidmet haben. Aber am zweiten Tag sabberte es James mit Reisschleim voll.
So viel zur Tapferkeit.

Wir veranstalten solche Schleifen-Zeremonien selten. In den elf Jahren mit AIDS Kindern haben wir erst einmal eine Ehrenschleife verliehen – einem außergewöhnlichen Mädchen (aber diese Geschichte ein andermal).

Cookie Crumb James von der schmutzigen Schleife beschloß, daß es ihm besser geht. Nicht auf Anhieb. So einfach ist das nicht. Die Anstrengung und die Kraft, die man braucht um gesund zu werden – überleben zu wollen, kann eine unglaublich schwierige Entscheidung sein. Aber schlußendlich raffte er sich dazu auf. Wahrscheinlich auf Grund einer Reihe von fantasievollen Hochleistungstyp-Gründen. Aber was soll´s – augenscheinlich war, ähnlich wie so viele unserer eigenen “Rufe”, die unser Leben auf den Kopf stellen, die stärkste Begründung für Cookie Crumb James etwas ganz einfaches. Es “war plötzlich da”. Damit hatte es folgende Bewandnis.

Wir nahmen alle HIV/AIDS Kinder mit in ein Restaurant und “karrten” Young James dorthin.
Es war normales Essen: vom Wasser-hinzufügen-umrühren-drei-Minuten-köcheln-Typ. Young James jedoch geriet außer sich über dieses Zeug. Es sei das beste, das er je gegessen habe, beharrte er. "Toll."

So nutzte eine unserer pfiffigen Hausmütter die Gelegenheit, eine Vereinbarung zu treffen. “Junger Mann”, sagte sie, “ich werde deine Windeln schnell wechseln, wenn du stinkst und dir der Hintern juckt, wenn du zu Gehen versprichst. Kannst du gehen, oder auch nur krabbeln, kommen wir alle wieder hierher –zu deiner Ehre.”
Die Hausmutter stellte sich vor, wenn sie dieses Kind auf die Beine stellte, zum Gehen brächte, wenn er seinen “Morgendrang” verspürt – könnten sie ihm die Richtung zur Toilette zeigen. Ein stinkender Hintern weniger! Eine nette Lady. Die anderen Kinder griffen die Idee auf und ärgerten Cookie Crumb James – sagten, er hätte Angst zu laufen: ein Feigling. Sie brachten ihn zum Weinen – sie machten ihn wütend. Außerdem waren sie nicht gerne in seiner Windrichtung. Er hatte einen Knack!!! Oh, er hatte einen übelriechenden Knack! Ein Grund mehr, ihn aus dem Hospiz herauszubekommen.

Aber zurück zu unserer ersten Begegnung mit Cookie Crumb James...

Sie brachten ihn in einem Taxi aus einem anderen Hospiz. Sagten, sie könnten nicht mit seiner T.B. plus HIV/AIDS umgehen. Mag sein, sie hätten können, mag sein, sie konnten nicht – das war nicht unsere Frage. Es war das Ende der Straße für ein zweifach weggeworfenes, todnahes Kind. Und er stank. Fürchterlich.

In diesen ersten Augenblicken mit uns, noch im Rollstuhl gestützt, mit tropfenden Ausscheidungen, wimmernd, wußte man irgendwie, daß er eines dieser speziellen Kinder war: "Ich vertraue darauf, daß du dich um mich kümmerst und mich liebst. Los, probiere es, und ich werde mich erholen”. Vielleicht sind alle Kinder so. Wir wahrscheinlich auch.

Sie zerrten ihn zu einem leeren Bett, eine Hausmutter rutschte aus, faßte sein Hemd, aber ließ nicht aus. Er stieß seinen Kopf an, schrie, aber sie hielten ihn fest. Das war alles, was nötig war. James wußte, er war jemandem nicht egal.

Das erste Kind, das er traf, war Master Nok Yak (das heißt thailändisch "Riesiger Vogel"). Er ist ein dürrer, oft kranker fast acht-jähriger Bub mit AIDS, der wie fünf aussieht, auch nach einem ausgiebigen Mahl. Nok Yak ging zum Bett hinüber und hielt Cookie Crumb James bei der Hand. Bot ihm ein Stück von seinem cookie an. Betrachtete ihn. Maß ihn. Aber irgendetwas geschah: es klickte. Es schien okay. Cookies konnten geteilt werden. Beide waren Wegwerf-Kinder – aber wen interessiert das, solange es genug cookies gibt. Der Rest würde für sich selber sorgen.

Fast ein Jahr lang, war Cookie Crumb James kein Spaß. Er mochte sich selbst nicht besonders. Mochte nicht, was der Virus mit ihm machte. Verbrachte viel Zeit im Bett mit   rasenden Kopfschmerzen. Sie traktierten seine Stirn mehrmals am Tag für eine Viertelstunde. Dann ein eiskaltes Tuch, und sein Wimmern hörte auf, bis das Tuch warm wurde oder er in Schlaf fiel.

Die Hausmutter war meist grob zu ihm. Oft ungeduldig, aber wenn du drei- oder viermal ignoriert wurdest, wenn auch mit sauberen Windeln, war ein eiskaltes Tuch auf deiner Stirn wie eine Himmelsbotschaft.

Die Freundschaft mit Riesiger Vogel blühte. Zu Mittag würde der siebenjährige dürre Master Nok Yak zu Cookie Crumb  James' Bett hinüberwandern and und ihm füttern helfen. Der erste Löffelvoll geht in den Mund, der zweite Löffel verrutscht zufällig –ho!ho!ho! die Speise verschmiert sich in Gesicht und Haar. Manchmal ist Cookie Crumb James zum Weinen, dann wieder, wenn die Kopfschmerzen nicht zu arg sind, sind er und Riesiger Vogel beim Kichern und Lachen.

Doch durch die regelmäßige Ernährung bekam er Kraft. Eines Tages, als ihm das Essenverschmieren keinen Spaß machte, begann er, seinen Freund mit dem gesunden Bein zu treten, und Nok Yak schrie und trat zurück. Cookie Crumb James schrie auch.  Ärger zog auf.  Die Hausmutter ohrfeigte sie beide und rügte sie mit scharfen Worten, vor allem, weil sie die vorige Nacht eine Auseinandersetzung mit ihrem betrunkenen Ehemann hatte und einige Kinder in ihrer Obhut wirklich krank waren.

Young James hingegen wurde trotzig – er sagte, er könne sich selbst füttern. Beim ersten Versuch legte er seinen Mund in die Schüssel, wie ein Hündchen. Die anderen Kinder lachten ihn aus, und so brachte er seinen gesunden Arm ins Spiel und lernte den Löffel zu halten. Annähernd.

Und seine Hausmutter. Sie hört nicht auf zu schimpfen. Jedesmal, wenn sie sein Gesicht schrubbelte und seine Haare wusch, fordert sie Cookie Crumb James zum Gehen auf. Nannte ihn Feigling. Abe sie kannte die Regeln, wußte, wieviel Cookie Crumb James einstecken konnte. Manche Frauen wissen einfach über diese Dinge Bescheid. Sie scheuchte Nok Yak, Riesigen Vogel, weg, wenn er ihn gemein stichelte oder zu heftig spielte. Eine zergeprügelte Slum Lady mit einem Endstations-Job. Die sich für auswegslose Wegwerfkinder und Toilettenreinigung interessierte. Aber sie liebt Kinder – unverbesserlich.

Gezwungen zum ungeliebten Hausmutter-Job, versucht sie, nicht so nahezukommen wie eine echte Mutter. Sie hat eigene Kinder. Mit allen Mühen und Schwierigkeiten, aber sie leben und sind nicht krank. Cookie Crumb James hingegen – er wird es nicht packen. Sie weiß nicht, ob sie es erträgt, den benachbarten slumfreundlichen Tempel zu besuchen, wo Cookie Crumb James und seine AIDS Kameraden wie Riesiger Vogel ihre letzte Reise antreten. Zu gehen und nicht zurückzukehren. Zu schlafen und nicht aufzuwachen. Nicht zurückkommen. Tod ohne Entrinnen.

Er ist nun 17 Monate bei uns. Mit neun Jahren begann er den Kindergarten, ein Jahr nach seinem Freund Riesiger Vogel. Cookie Crumb James kann auf seinem linken Auge nicht gut sehen, aber sein rechtes Auge ist fast gut. Die Tage mit Windeln sind vorbei – er kann klar sprechen (wenn er es versucht) und versteht alles. Die Hausmutter weiß, daß er für cookies schwärmt, so reichert sie sein Essen mit 2-3 Keksen an. Er teilt sie mit allen und weint, wenn für ihn selbst keine übrigblieb.

Vor einigen Wochen demolierte er seinen behelfsmäßigen Rollstuhl. Ein knallroter Spielzeugkarren mit einem runden Steuerrad. Das Gerät hat keine Pedale, nur Gummiräder, so bewegt er es mit dem gesunden Bein durch Abstoßen vom Boden vorwärts. Oh Mann, wie er und Riesiger Vogel den armen Rollstuhlkarren ausgenützt haben!

Täglich neue Spiele. Cookie Crumb  James hievte sich hinein, den Spielkarren wie bei einem wilden Formel Eins-Rennen manövrierend, Riesiger Vogel schubste ihn von hinten. Sie pflegten überall hineinzudonnern – Wände, Pfeiler, andere Kinder. Sie würden zusammenstoßen und umkippen und sich prellen und lachen und weinen. All das gehört zum Wohlbefinden und Kindsein.

Eines Tages standen sie von einem crash auf und fanden die Räder verbogen und der Karren stand still. Dann machte James seine ersten Schritte und Riesiger Vogel hielt sich an ihm fest bis sie beide umfielen. Sie kicherten und lachten auf dem Boden weiter. Sie blieben noch eine Zeitlang dort, ruhten sich aus, denn Kinder mit AIDS können zwar fest spielen, aber sie haben nicht viel Energie, und es dauert lange, bis sich ihr Atem fängt.

Schließlich standen sie auf, und Cookie Crumb James setzte einen weiteren Schritt. Dann noch einen. Tage und Wochen hindurch, übte er nun gehen, stolpern, fallen. Eines Tages stolperte er die Treppen hinunter. O Gott.

Die Hausmutter sagte, er könne für immer dort bleiben, sie würde für alles sorgen. Er könne unten schlafen. Aber wenn er etwas zu essen möchte, müsse er die Stiegen allein hinaufklettern. Er brauchte dafür den ganzen Nachmittag. Ein Volunteer, der zufällig Physiotherapeut mit Engelsgeduld war, unterstütze ihn dabei.

Jetzt bewältigt Young James täglich die 150 Meter zum Kindergarten, auch wenn er dabei ein halbes Dutzend mal niederfällt. Das ist nicht schlecht für ein Wegwerfkind. Vermutlich weiß das Hospiz, das ihn hinauswarf, nichts davon. Wie könnten sie auch wissen, daß es Cookie Crumb James von der schmutzigen Schleife ist.

Wir wissen wenig über seine Vergangenheit. Seine Eltern waren umherziehende Bauarbeiter. Die Mutter an AIDS gestorben, vielleicht lebt sein Vater und seine Großmutter noch irgendwo. Sicher ist, daß er eine gesunde Schwester hat, die ein Jahr älter ist. Wir versuchen, sie zu finden; sie weiß wahrscheinlich von nichts.

 Inzwischen gedeiht Cookie Crumb James weiter.  Humpelnd, sein schwaches Bein nachziehend, mit albernem Aussehen und einem schiefen Grinsen. Riesiger Vogel ist sein bester Freund. Sie streiten, versöhnen sich, spielen, streiten wieder. Die Hausmutter nennt ihn nicht mehr einen Feigling. Im Gegenteil, sie liebt ihn, da kann sie nichts machen. Befürchtet jene letzte Reise zum Tempel. So vergeht ein Tag nach dem anderen. Und Cookie Crumb James weiß, daß er eine richtige Mutter hat.
 
Oben habe ich gerade erzählt, daß er und Riesiger Vogel viel spielen und kämpfen. Aber das ist nicht ganz wahr. Denn der oft kranke Riesige Vogel schafft es nur ein-, zweimal pro Woche in den Kindergarten. Und dann ist es Cookie Crumb James, der kommt und Riesigem Vogel die Hand halt und ihm füttern hilft “ersten Löffel in den Mund und zweiten…ho ho ho.” Und manchmal singt er Riesigen Vogel sogar in den Schlaf.
 
An guten Tagen humpelt Cookie Crumb James langsam, sodaß Riesiger Vogel mit ihm Schritt halten kann. Ihre Klassenkameraden lachen sie nicht mehr aus, wie am Anfang. Und jeder mag Riesigen Vogel. Ja, Kinder können grausam sein, aber auch lieb und sanft. Und sie kennen kein Selbstmitleid. Das muß ihnen beigebracht werden.
 
Das ist eine von jenen großen Geschichten. Daß es das Gute in der Welt gibt und Träume, für die es zu kämpfen lohnt, und daß wir nie aufgeben sollen. Und daß wir tief drinnen alle auswegslose Wegwerfkinder sind.
Cookie Crumb James und Riesiger Vogel sind die stärkeren.   Letzten Samstagmorgen, nach der Medikamentenausgabe und dem Frühstück, hat die Hausmutter mit den Kindern cookies gebacken.
Draußen im Hof ist ein kleiner Zementteich mit violetten Pölstern und Kaulquappen und jemand hatte verdienstvoll ein paar Fische eingesetzt. Cookie Crumb James hat irgendwo einen Angelhaken und eine Schnur gefunden. Riesiger Vogel fühlte sich besser, so stopften sie frischgebackene cookies in ihre Taschen und gingen grinsend zum Teich. Vielleicht waren ja die Fische an cookies interessiert. Man kann nie wissen…

Er war zu uns als ein Kind ohne  Zeit und ohne Raum gekommen. Cookie Crumb James.


Für weitere Informationen: www.mercycentre.org or schriftlich an: info@mercycentre.org.

Inhaltsverzeichnis


PROFIL:

Rom
Interview mit Erzbischof Bashar Matti Warda, C.Ss.R., Irak
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

Anmerkung des Herausgebers: Erzbischof Bashar Matti Warda, C.Ss.R., Irak, war zur außerordentlichen Synode der Bischöfe des Mittleren Ostens in Rom; er nahm auch an den Feiern von Erzbischof Tobin teil. Wir hatten mit ihm ein Gespräch über sein Leben und seine Arbeit im Irak. Eine Woche nach diesem Interview griffen Terroristen eine Kirche der syrisch katholischen Kirche an; es gab viele Tote, darunter auch ein Priester.

 

SCALA: Wie ist denn die Geschichte Ihrer Berufung?

Erzbischof Bashar: Ich trat 1981 in das Seminar ein. Unser Haus befand sich in der Nachbarschaft des Seminars. Vor meinem Eintritt waren wir immer um das Seminar herum, und die Seminaristen unterrichteten uns in der Religion; ich bewunderte sie. Meine erste Erfahrung der Berufung zum Priestertum kam wärend des Krieges 1991, dem ersten Golfkrieg. Ich war damals im ersten Jahr der Theologie. Überall Bombenangriffe. Wir konnten nichts tun, nur in die Kirche gehen und mit den jungen Menschen zusammensein. Die Nächte waren so lang! Wir mußten wach bleiben wegen der Bombardierungen. Wir waren immer in Gruppen von einem Dutzend junger Leute, zusammengepfercht in sehr engen Räumen. Während dieser Nächte wurden soviele Anliegen und Sorgen der jungen Menschen besprochen: Fragen über das Evangelium, Fragen bezüglich der Sakramente, die Sendung der Kirche – Fragen über Fragen! Während des Tages wurden diese Diskussionen vertieft durch Fragen über ihre Berufung als Laien. Und ich wurde gefragt über meine Entscheidung zum Priesterberuf. Damals erfuhr ich eine Vertiefung meiner Berufung; und da gab es immer das Beispiel von P. Vincent van Vossel, C.Ss.R., und der anderen Redemptoristen, die im Irak wirkten.

Nach dem Krieg sprach ich mit P. Frans Van Stappan, C.Ss.R., meinem geistlichen Begleiter. Er sagte mir, daß es zur Zeit schwierig sei, bei den Redemptoristen einzutreten. Als er gestorben war, bat ich einen anderen Redemptoristen, P. Lucien Cop, mein geistlicher Begleiter zu sein. 1993 wurde ich zum Priester geweiht für den chaldäischen Ritus. Danach mußte ich meinen Militärdienst leisten. In dieser Zeit konnte P. Lasso, der damalige Generalobere, unser Land besuchen. Man hatte damals Zweifel, ob man Seminaristen bei den Redemptoristen aufnehmen solle; aber P. Lasso sagte, daß die Redemptoristen mich aufnehmen würden. Zu meiner Überraschung ging alles gut. Ich bat den Patriarchen, meine Berufung fortsetzen zu können als Redemptorist; er war einverstanden. Ich trat 1999 in das Noviziat in Dublin ein. Zurück im Irak, hielt ich Exerzitien, Einkehrtage für Jugendliche, lehrte am Bibelkolleg und war in moraltheologischen Themen involviert. 2002 wurde ich gebeten, eine Pfarre zu übernehmen, eine der größten in Bagdad mit 3000 Familien.

2006 wurde ich gebeten, die Leitung des großen Seminars der chaldäischen Kirche zu übernehmen. Ich brachte das Seminar aus dem Gebiet des Terrors in einen anderen Teil des Landes; wir bauten dort ein neues Haus. Ich stellte immer klalr, daß ich als glücklicher Redemptorist dort arbeitete. Die Jahre 2004 bis 2006 waren schwer; ich mußte viele Dinge erledigen, die mit dem Priestertum nichts zu tun hatten. Aber in einer Zeit, wo es keine Regierung gab, keinen Staat, keine Rücksicht auf die Menschen, klopften die Leute immer an die Tür der Kirche, um Lösungen ihrer Probleme zu finden.

Ich fühlte, daß wir dem Volk im Lande Abrahams, des Vaters unseres Glaubens, helfen mußten. Abraham ging von diesem Land in ein anderes. Jetzt kommen umgekehrt Menschen in das Land Abrahams. Ich fühlte, daß wir unseren Brüdern und Schwestern in der U.S. Armee helfen mußten. Weil ich ein wenig Englisch konnte, sah ich es als Aufgabe, mit ihnen Messe zu feiern, Beichte zu hören, sie im Glauben zu ermutigen. In dieser Zeit war ich auch eine Brücke zwischen den Shia, Sunni und den Christen der Gegend und den Amerikanern. Manchmal mußte ich den Amerikanern sagen, daß ihre Anwesenheit dies oder das im Leben der Leute im Land an Schaden angerichtet hat. Sie haben mir zugehört; aber manchmal konnten sie nichts machen. (Editor’s note: Bashar wurde am 3. July 2010 zum Bischof geweiht; der Sitz der Erzeparchie ist Erbil, Irak).

SCALA: Wie ist die gegenwärtige Lage der Gesellschaft und der Kirche im Irak?

Erzbischof Bashar: Die Lage ist verschieden in den einzelnen Landesteilen und in Bagdad und Mossul. Der nördliche Teil, Kurdistan, ist am meisten heimgesucht. In den anderen Regionen ist der Terror nicht mehr so wie vor zwei Jahren, aber die politische Situation ist noch immer sehr schwierig.

Es ist noch immer schwierig zu sagen, wohin die politische Entwicklung geht. Der Beginn war nicht korrekt. Nach dem Krieg war alles chaotisch. Wir hatten Wahlen im März, und jetzt haben wir noch immer keine Regierung. Das zeigt, daß vieles noch gemacht werden muß. Es ist nicht klar, wohin die Entwicklung geht.

Das hat die Kirche und das Leben der Christen betroffen. Im Irak gibt es 14 christliche Konfessionen. Die Mehrheit der Katholiken sind Chaldäer, aber wir haben auch Katholiken des römischen, syrischen, melchitischen und armenischen Ritus. In Bagdad und Mossul hatten wir die meisten Christen, aber zwei Drittel sind jetzt geflohen.


Zum Glück ist ein Drittel in die nördlichen Provinzen ausgewandert, aber das andere Drittel hat sich im Land verloren und wird wohl niemals zurückkehren. Unter den 800.000 Christen aller Konfessionen stehen wir nun bei ca 400.000.Diese Migration macht die Pastoral äußerst schwierig. Es ist schwer, einen Plan für ein Jahr zu machen, nicht einmal für sechs Monate. Auch Sicherheitsprobleme erschweren die Planung. Aber die überlebenden Kirchen sind voll bei den Gottesdiensten. Die Leute kommen in die Kirche, auch unter sehr schwierigen Umständen. Das gibt uns Mut und Hoffnung. Seelsorger und Gläubige ermutigen einander. Im Februar, als die Gewalttätigkeit begann, wurde jeden Tag ein Christ getötet, 14 Tage lang; ich besuchte Erzbischof Emil Nona in Mossul, der gerade zum Erzbischof ernannt worden war; wir besuchten die Häuser in sehr gefährlichen Gebieten – Sie würden staunen über die Begeisterung der Leute. Wenn der Erzbischof zu einem Treffen oder einem Gottesdienst einlud, kamen die Leute in Scharen und füllten die Kirchen. Das war ihre Art, auf die Gewalt zu antworten und ihr Vertrauen zu zeigen, das sie in Jesus Christus haben. Es ist wirklich erstaunlich. Das war so selbst während der Höhepunkte der Gewalttätigkeiten.

SCALA: Wieviele Priester haben Sie?

Erzbischof Bashar: Ich habe 10 aktive und zwei pensionierte Priester. Meine Diözese ist Erbil, im nördlichen Teil, und sehr sicher. Aber ich habe die seelsorgliche Last von 4.000 Familien, die vor der Gewalt in Bagdad und Mossul geflohen sind. Einige Kirchen wurden in diesen beiden Städten geschlossen. Und ich mußte Kirchen bauen. In drei Jahren habe ich zwei Kirchen gebaut, jede für 1.000 Leute. Es besteht großer Bedarf.

SCALA: Wie ist die Infrastruktur der Kirche?

Erzbischof Bashar: Nächsten Monat legen wir den Grundstein für eine neue Kirche und, so hoffen wir, auch für eine neue Schule. Aber wie ich schon sagte, mußten in Badad und Mossul sieben oder acht chaldäische Kirchen geschlossen werden, weil die ganze Gegend bedroht war. Die Schulen wurden 1974 verstaatlicht. Einige haben wir zurückbekommen, aber nicht alle.

SCALA: Sind Sie in Kontakt mit der Diaspora?

Erzbischof Bashar: Ja, durch e-mail, Internet und regelmäßige Korrespondenz.

SCALA: Wie bereiten Sie die Zukunft vor? Zum Beispiel im Hinblick auf Priesteramtskandidaten, die aus Furcht nicht in ihrer Heimat bleiben und außer Landes für die Immigranten aus dem Irak arbeiten wollen? Ist das ein Problem?

Erzbischof Bashar: Ja, es ist ein Problem. Wir haben die Sache mit den Erzbischöfen und Priestern besprochen. Wenn die Leute hier sind, sollen auch die Priester hier sein. Wir selber haben außer Landes studiert, und da waren hundert Gründe, die zum Verbleiben im Ausland gerufen hätten; und es bestand auch die Möglichkeit dazu. Aber wir entschieden uns zurückzukommen. Wenn die Kirche uns außer Landes haben möchte, dann sollte dies auf kanonischem Weg geschehen. Wir haben also klar entschieden. Wenn unsere Leute uns Hoffnung geben, dann sollten wir mit ihnen bleiben.

Wir hatten Priester, die außer Landes waren und in den Irak zurückgekehrt sind. Sie waren gerufen zurückzukommen, und sie kamen. Einer wurde nach Bagdad zurückgerufen; er hat das Vertrauen von so vielen Priestern, daß der Patriarch der Chaldäer die Redemptoristen ersuchte, die Verantwortung für die chaldäische Kirche in Bagdad zu übernehmen.

Wenn ein Iraki sich berufen fühlt, in der Diaspora zu dienen, dann sollte er darüber frei mit den Leuten sprechen und den Segen dazu von den Leuten und dem Erzbischof haben – von der Gemeinschaft, die seine Berufung zum Priestertum ins Leben rief. Die Menschen in der Diaspora verdienen es, betreut zu werden; die Arbeit ist schön und fordernd. Unsere Priester können wunderbare Pastoral wirken; aber ich selbst meine, daß der Prozeß kanonisch sein solle. Das wäre nicht schwierig, überhaupt nicht.

SCALA: Ist der Irak noch immer ein Land, gefährlich für Priester und Ordensleute?

Erzbischof Bashar: Es war gefährlich, und ist es weiterhin. Die meisten Irakis wissen nicht, wenn sie am Morgen ihr Haus verlassen, ob sie zurückkommen. Jeder wird Ihnen das sagen – angefangen vom Präsidenten des Irak bis zu den Ärmsten irgendwo. Man weiß nie, ob es einen Terroranschlag geben wird.

Wir brauchen Priester in vielen Orten im Irak und auch in der Diaspora. 80 % der Priester im Einsatz in der Diaspora stammen aus dem Irak. Einige kommen aus den USA oder aus Eruopa. Ich komme auf mein Anliegen zurück: wenn Sie den Auftrag haben, in der Diaspora zu arbeiten, wird es sich gut auswirken, weil es offiziell ist. Aber wenn einzelne für sich entscheiden, nicht in ihre Heimat zurückzukehren, würde das die Leute zu Hause nicht ermutigen. Mossul, eines der gefährdetsten Gebiete, hat 8 Berufe im Seminar im Irak.

SCALA: Wie könnte die Ausbildung von Ordensleuten und Priestern im Irak in der Zukunft aussehen?

Erzbischof Bashar: Im Irak ist es besser wenn Studenten der Orden vor dem Noviziat die Studien der Philosophie und Theologie beenden; das Programm ist auf sechs Jahre angelegt.; sie sollen in dieser Zeit im Priesterseminar wohnen. Danach sind sie reifer und fähig, auswärts zu studieren. Wenn sie länger im Irak leben, werden sie die Aufgaben eines Priesters dort klarer kennenlernen. Aber wenn sie mitten in ihren Studien ins Ausland gehen, wird das einen Bruch darstellen. Wenn jemand in einen Orden eintreten will, sollte er das Studium vorher abschließen; wir können dann schauen, wo es für ihn am besten wäre, das Noviziat zu machen; das Leben im Ausland wird dem Kandidaten eine neue Perspektive geben und ihn ermutigen, im Irak zu arbeiten. Es wird ihm dann leichter sein zurückzukehren. Ein Einsatz im Ausland müßte mit dem Obern abgesprochen werden. Ich möchte diesbezüglich Klarheit haben. Die Berufe aus dem Irak, ob zu Hause oder im Ausland, kommen aus Liebe und Mitleid mit der Kirche, besonders mit der armen und leidenden Kirche.

SCALA: Sie nehmen an der außerordentlichen Synode der Erzbischöfe des Mittleren Osstens teil. Was sind da Ihre Eindrücke?

Erzbischof Bashar: Die Synode hat die Aufmerksamkeit auf die Region und die christlichen Gemeinschaften dort gezogen. Sie ruft uns in Erinnerung, daß wir Solidarität mit den Brüdern und Schwestern im Mittleren Orient leben müssen. Die Aufmerksamkeit der ganzen Kirche ist jetzt auf die Probleme des Mittleren Osten gerichtet. Es ist schwer für die Synode, daß sie nicht die Mittel hat, alle Probleme zu lösen. Nach der Synode werden die Leiter der Kirchen sich der Situation und ihrer Verantwotung mehr bewußt sein. Wir haben auch eine „christliche Krise“: manche verlassen die katholische Kirche und treten protestantischen Sekten bei. Wir hatten Zeit, Fragen über unsere seelsorgliche Tätigkeit und unsere Verkündigung zu stellen; und wie wir die Menschen mit diesen Fragen befassen können.

Die Synode wurde als Ereignis geschätzt. In ökonomischer, sozialer und politischer Hinsicht können wir wenig tun. Wir können unserer Verantwortung besser bewußt werden, eine „Brücke“ zu sein für die Versöhnung und für den Frieden in unserern Kommunitäten. Wir können jedem in Erinnerung rufen, wie wichtig es ist, in einer friedlichen Gesellschaft zu leben. Die Erwartungen der Leute sind realistisch. Sie wissen, daß die Kirche in vielen Belangen wenig tun kann. Wir sind ja auch Opfer der Schwierigkeiten, die politischen, ökonomischen, sozialen Ursprungs sind.

Jeder Teilnehmer der Synode nimmt die Fragen mit: Was können wir als Seelsorger für unsere Gemeinden tun? Wie predigen wir das Evangelium: verkünden wir es als gute Nachricht, oder geben wir nun eine Information über die christliche Religion? Wir geben eine Menge guter Informationen über den christlichen Glauben, aber dieser muß gelebt und nicht gelehrt werden.

Wir haben das überwältigende Zeugnis der Menschen für Christus erfahren. Das sollte geschätzt werden. Das ist der Grund für den ersten Teil der „Schlußbotschaft“, die vorbereitet wird. Der erste Gruß ist an die Laien gerichtet, weil sie ein Zeichen Gottes sind, Zeugnis und Gemeinschaft. Sie sind immer da und ermutigen einander; und sie geben Berufe und helfen, die christliche Gemeinde aufrechtzuerhalten. Die Bischöfe des Mittleren Ostens planen, nächstes Jahr eine Synode zu halten, um diese Themen weiter zu verfolgen.

SCALA: Was möchten Sie den Redemptoristen in der ganzen Welt sagen, die das lesen?

Erzbischof Bashar: Redemptoristsein ist eine Gnade und eine verantwortung. Es ist eine Gabe von der Kirche und für die Kirche. Wir müssen sie mit Freude annehmen; es wird nicht ein leichter Weg sein. Es gibt viele Herausforderungen und Fragen. Am Ende des Tages werden wir arm sein in unserem Gebet: wenn wir gegeben haben, was wir konnten, werden wir immer den Eindruck haben, daß wir mehr empfangen haben als gegeben. Aber so will Gott uns haben. Er gibt uns, und erwartet, daß wir mit unseren Brüdern und Schwestern teilen. Das gibt Freude in Fülle, besonders wenn man die Augen der Menschen sieht, die empfangen haben. Wenn sie danken, fühlen wir eine große innere Freude. Ich möchte alle Redemptoristen bitten, für die Kirche im Irak zu beten. Es ist die Kirche der Märtyrer, die Kirche des Zeugnisses. Es wäre ein großer Verlust für die ganze Kirche, wenn die Kirche im Irak verloren ginge wegen der Krise im Mittleren Orient. Das Bewußtsein dafür in all unseren Gemeinschaften zu wecken, ist Teil der Aufgabe der Redemptoristen, weil wir jetzt überall in der Welt sind. Vielleicht möchte jemand mehr erfahren über die Kirche im Irak;er kann leicht eine Menge von Informationen im Internet finden.

Erzbischöfe Warda und Emil Nona
Wir können all diese Informationen an Leute weitergeben, die uns helfen wollen. Da wir rund um die Erde sind, kennen wir viele Leute, einflußreiche. Vielleicht können wir der Kirche helfen, indem wir weitersagen, daß die Menschen im Irak, Christen und Moslim, ein besseres Leben verdienen; und daß sie in Frieden und Freiheit leben möchten.

SCALA: Danke für Ihre Informationen und Überlegungen.

Erzbischof Bashar: Danke Ihnen!

Anmerkung der Redaktion: Bitte besuchen Sie http://www.cssrb.com/ für mehr Informationen über die Redemptoristen und die Kirche im Irak.

Inhaltsverzeichnis


REDEMPTORISTEN IN DEN MEDIEN

Angriff auf Katholiken im Irak
Redemptorist hat Sorge um die Zukunft der Katholiken im Irak
Martin Barillas, Spero News

„Die Katholiken im Irak sind erschüttert und geschockt. Sie stehen vor einem schrecklichem Dilemma: auswandern und das Leben ihrer Lieben retten; oder im Land bleiben und für ihren Glauben Zeugnis geben, mit dem Risiko für ihr Leben.“ So P. Vincent Van Vossel C.Ss.R., Oberer der Redemptoristen in Bagdad, nach dem Massaker am 31. Oktober in der syrisch katholischen Kirche unserer lieben Frau von der Erlösung.

Terroristen aus dem Umkreis von Alkaida stümten in die Kirche, töteten beide Priester am Altar, und nahmen die Versammelten als Geisel. Irakische Sicherheitskräfte stürmten die Kirche, um die Geiseln zu befreien; die Terroristen zündeten Selbstmorbomben. Nach Berichten sollen 58 Menschen getötet worden sein, 70 verwundet.

P. Vincent, der seit 40 Jahren im Irak lebt und am Babel Kolleg in Bagdad Vorlesungen hält, sagte zu Fides: “Wir erleben hier Schreckliches. Es hat noch niemals ein Massaker dieses Ausmaßes gegeben; und dies in einer Kirche während der Feier der Eucharistie. Ich habe die Kirche besucht und die Berichte der geschockten Gläubigen angehört. Die Terroristen töteten gnadenlos Frauen und Kinder. Die Gemeinde ist traumatisiert. Die Kirche sah wie ein Friedhof aus.“

Die christliche Gemeinde von Bagdad verlor zwei junge Priester des syro-katholischen Ritus: Fr. Wasim Sabieh und Fr. Thaier Saad Abdal; ein dritter Priester, Chorepiscop Fr. Rufail Quataimi ist im Krankenhaus in kritischem Zustand. „Was für eine Tragödie! Die zwei Priester, noch nicht dreißig Jahre alt, waren meine Studenten im Kolleg. Sie waren sehr aktiv im Bibelapostolat, im interreligiösen Dialog und in der Caritas. Fr. Thaier war verantwortlich für ein Zentrum für islamische Studien, und Fr. Wasin half armen Familien sehr viel. Wir werden sie vermissen.” So P. Vincent.

Er sagte auch: “Gestern trafen eine Reihe von Anschlägen Bagdad und schiitische Gebiete. Das bedeutet, daß nicht nur Christen Angriffsziele waren, sondern daß das ganze Gebiet durch den Terror mit Blut übergossen wurde. Es ist nun schwer, für das Volk eine hoffnungsvolle Zukunft zu sehen. Wir wissen nicht, wer hinter den Anschlägen steht, noch was der Nation bevorsteht. Jetzt leiden die Menschen. Es gibt soviel Bosheit, die das Land terrorisiert.“

Daher, so P. Vincent, das Dilemma für Christen: “Die Gläubigen sagen, daß ihr Leben hier unmöglich geworden ist. Viele christliche Familien organisieren das Verlassen des Landes. Sie stehen vor dem Dilemma: fliehen und eine bessere Zukunft suchen; oder bleiben und ihr Leben riskieren. In dieser tragischen Situation haben die Bischöfe eine große Verantwortung, zu den Gläubigen zu sprechen, ihnen Hoffnung zu geben und sie zu überzeugen, hier zu bleiben. Die Aufgabe unserer Seelsorger ist heute sehr schwierig.“

Inhaltsverzeichnis


VIA MERULANA

Rom, Italien
Die Episcopale Ordination von Joseph William Tobin, C.Ss.R.

Anmerkung des Herausgebers: Viele Mitbrüder in der ganzen Welt haben die Bischofsweihevon P. Tobin über Internet live mitverfolgt. Die moisten Mibrüder haben auch die Fotogalerien und Videos auf www.redemptorist.info und anderswo gesehen. Es folgen nun zwei Berichte, welche die Bilder im Detail beschreiben. Speziellen Dank an newsletter Denverlink aus der Provinz Denver und an Provinzial P. Tom Picton, für die Präsentation dieses historischen Moments der Kongregation.

Thomas Picton, C.Ss.R.
Denverlink

8. Oktober 2010
Bei meiner Ankunft im Generalat in Rom, Via Merulana 31, war die Atmosphäre spürbar hochgespannt. Überall hastige Betriebsamkeit: es wurde dekoriert, die Möbel wurden umarrangiert, zusätzliche Esstische und Buffets wurden aufgestellt, um für die Empfänge und Festlichkeiten aus Anlaß der episkopalen Ordination von P. Joe Tobin vorbereitet zu sein. Allmählich kehrte Ordnung in die heftigen Umstellungen ein, welche die kommenden Ereignisse vorwegnahmen.
Als ich die lange Eingangsstiege zum Generalat erklomm, war die erste Person, der ich begegnete [Generalsekratär] P. Joe Dorcey. In meiner eigenen unübertrefflichen Art, sprudelte ich heraus: “Joe Tobin!” “Nein”, antwortete er, “Ich bin Joe Dorcey!” Dann sagte ein grosser Mann, der neben ihm stand: „Auch ich bin nicht Joe Tobin – Ich bin sein Bruder, John Tobin.”

Das war nicht so, wie ich mir den Beginn der Bischofsweihe von Joe Tobin vorgestellt habe! Ich hatte die richtige Person gemeint, aber die Identitäten verwechselt – vielleicht ist das Verhalten für einen müden Provinzial mit jetlag normal. Ich hätte mir nicht träumen lassen, daß mein letzter offizieller Besuch als Provinzial in Rom als Teilnehmer erfolgen sollte an der Bischofsweihe eines früheren Studenten, eines emeritierten Generaloberen und Mitbruders der Provinz Denver als Ergebnis seiner Berufung durch Papst Benedikt XVI. zu einem sehr wichtigen Dikasterium des Vatikans – zur Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und den Gesellschaften apostolischen Lebens, allgemein bekannt als “Kongregation für die Ordensleute”.

Es schien aussergewöhnlich, daß ein Redemptorist, nochdazu ein Mitbruder und Mitglied unserer Provinz, an die “IMAX” stage of worldwide leadership in the Church in eine Spitzenposition der Weltkirche gehoben wird, mit Verantwortung betreffs des Lebens der meisten Männer- und Frauenorden in der Welt. Es schien unglaublich, daß dies eben geschehen war – war das nur ein Traum, oder war das Wirklichkeit?

Joe’s Familie und Freunde versammelten sich in der Hauskapelle der Casa Sant’Alfonso zur Eucharistiefeier – seine letzte Messe als P. Joseph Tobin, wie einer seiner Klassenkameraden anmerkte. Unter anderen anwesenden Priestern, umfassten jene aus der Provinz Denver die Patres Joe Dorcey, John Vargas, Bill Bueche, Bernie Carlin, John Steingraeber, Gary Ziuraitis und Tom Santa. Weitere Schulkameraden and Mitbrüder waren die Patres Henry Beauchamp von Puerto Rico, Phil Dabney aus Boston, MA Pete Sousa von der Vize-Provinz Richmond. Anwesend waren noch P. Marty Laumann, ein früherer Mitbruder der Provinz Denver, derzeit im Dienst der Erzdiözese von Manuas, Brasilien, FP. Don Miniscalco, C.Ss.R., ein ausgezeichneter Professor für Patristik aus Joe’s Studententagen im Großen Seminar in Esopus, und Peter Tran, ein guter Freund und früherer Mitbruder. P. Pat Woods, Provinzial der Provinz Baltimore, kam Samstag morgen an.

Vor Beginn der Messe übergaben Joe seine Klassenkameraden ein Geschenk. Das Geschenk, das von P. Beauchamp überreicht wurde, hatte von weitem die Form eines Homeplate von einem Baseballspiel. Ich wußte, daß Joe kurz nach der Bekanntmachung seiner Berufung als Erzbischof mit Familie und Freunden ein Baseballspiel der Detroit Tigers besucht hatte, sodaß ich dachte, daß vielleicht jemand imstande war, ein Homeplate der Detroit Tigers als Souvenir zu erhalten. Doch das mysteriöse Geschenk war kein Homeplate, sondern eine Mitra mit dem eingestickten Bild Unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe. (Joe trug die Mitra während dem Dankgottesdienst zu Ehren seiner Ordination in der St. Alfons-Kirche mit der Ikone Unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe am Sonntag den 10. Oktober.) Der Abend wurde auf Einladung der Familie Tobin mit Pizza und guter Laune in der oftbesuchten Pizzeria Galilei gleich daneben beschlossen.

9. Oktober, 2010
Das ist der Tag, an dem alles seinen Höhepunkt erreichte – die Bischofsweihe des Hochwürdigsten Joseph William Tobin, C.Ss.R., im Petersdom – Punkt 16 Uhr! Die Busse verließen das Generalat richtung St. Peter um 14.15, weil man zu offiziellen Anlässen im Vatikan frühzeitig ankommen muß, um die Sicherheitschecks zu erledigen und die Plätze einzunehmen, bevor die Feierlichkeiten beginnen. Alle Priester, die am Generalat residierten, inclusive auswärtige Besucher, waren zur Konzelebration eingeladen.
Joe war als Generaloberer mit “Hochwürdigster” angesprochen worden. Obwohl er denselben Titel behält, wird es für ihn als Erzbischof Tobin eine Veränderung zu einer neuen Realität geben.

Als ich St. Peter auf meinem Weg zur Sakristei betrat, bemerkte ich genau unter dem Hochaltar eine große athletische Figur, in purpurrotem bischöflichen Gewand prächtig gekleidet, vermutliche Familienmitglieder und spezielle Gäste begrüßend. Plötzlich realisierte ich, daß es der zum Erzbischof erwählte Tobin war, den ich in seiner neuen offiziellen Rolle das erste mal sah – und es war ein beeindruckender Anblick.
Welche Veränderung des Aussehens gegen den vorherigen Abend, mit Familie und Freunden in der Pizzeria vor Ort! Es war verschieden von jenem P. Joe Tobin, C.Ss.R.– Priester, Missionar, Mitbruder, oft in Jeans und T-Shirt gekleidet, sich unter die Leute von der Straße und den Slums der dritten und vierten Welt mischend – jenem Joe Tobin, den viele von uns kennen!

Das bewundere ich sehr an Joe’s Berufung durch Papst Benedikt XVI. Joe ist ein Erzbischof aus dem Volk, mit dem Volk und für das Volk. Es ist eine scharfsinnig Berufung, die aus den besten Instinkten des Papstes kommt bezüglich dessen, was die Kirche zu ihrer Leitung braucht – besonders in der Entscheidung für einen Erzbischof in der Vatikanischen Kurie, der das religiöse Leben, wie es sich in der Kirche heute entfaltet, mit einer Vision für die Bedürfnisse von morgen direkt beeinflussen will. Joe wird die notwendige Führung anbieten, weil er eine Leidenschaft für die Armen und Verlassenen hat und aus persönlicher Erfahrung weiß, was es bedeutet, ein geweihter religiöser und dienender Leiter zu sein.

Zugleich mit Joe, waren drei weitere Priester zu Bischöfen zu ordinieren: Erzbischof Giorgio Lingua, neuer Apostolische Nuntius für Jordanien und Irak; Bischof Ignacio Carrasco De Paula, Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben; und Bischof Enrico dal Covolo, SDB, Rektor der Päpstlichen Lateran-Universität. Die zwei Erzbischöfe und die zwei Bischöfe wurden durch die Hände von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Kardinal Bartone ordiniert, zusammen mit den Händen von Franc Kardinal Rodé, CM, Präfekt der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und den Gesellschaften apostolischen Lebens, und Agostino Kardinal Vallani, Generalvikar der Diözese von Rom.

Die Zeremonie war an Tradition und Symbolik reich. Indem die Bibel auf das Haupt jedes neuen Bischofs gelegt wird, wird an die Evangelisation als ihre erste Pflicht erinnert. In seiner Predigt sagte Kardinal Bertone, daß es die erste Aufgabe eines Bischofs sei, die Bibel “mit Kraft und Autorität” zu verbreiten, “weil das Wort Gottes nicht angekettet werden kann, und allen Menschen Erlösung zu bieten vermag”. “Die Macht des Wortes wandelt die Menschen”, sagte er. “Heilung beginnt, wenn Menschen über ihre individuelle Meinungen und alte Gewohnheiten hinauswachsen und beginnen, auf das Wort Gottes zu hören.” Er kommentierte auch, daß Erzbischof Tobin “die heikle Aufgabe hat, mit der Römischen Kurie als Sekretär jenes Vatikanischen Amtes zu fungieren, das alle Orden der Welt überblickt”.
Ich kann Zahlen nicht gut schätzen, aber es dürften mehrere hundert Konzelebranten, unter ihnen viele Bischöfe und Kardinäle, dabeigewesen sein. Unter jenen aus den Vereinigten Staaten war Theodore Kardinal McCarrick (i.R.) von Washington, D.C., Erzbischof Allen Vigernon aus Joe’s Heimat, der Erzdiözese von Detroit, Michigan und Gerald Kicanas, Bischof von Tucson and Vizepräsident der U.S. Konferenz der Katholischen Bischöfe. Viele Redemptoristen-Bischöfe und Eparchen nahmen teil, besonders Bischof Bryan Bayda der Ukrainischen Eparchie von Saskatoon, Kanada, und Bischof Gutemberg Regis von Coari, Brasilien.

Die Bischofsweihe wurde am Hauptaltar des Petersdomes – dem Papstaltar – gefeiert, um die vielen Gratulanten, die zur Zeremonie eingeladen waren, unterbringen zu können. Die musikalische Gestaltung erfolgte mit Gregorianischen Gesängen, welche vom Interuniversitären Chor von Rom, begleitet vom Bläser-Sextett “Euphonos” mit Juan Pardell Sole an der Orgel, geboten wurden.

Die liturgische Handlung war nichts weniger als spektakulär vom Standpunkt der Musik, Liturgie und Stimmung in der größten und berühmtesten Basilika der Welt! Am Ende der Ordinations-Messe, während dem Te Deum, zogen Erzbischof Tobin und die anderen neugeweihten Bischöfe in Prozession durch St. Peter, ihren ersten bischöflichen Segen der wartenden Menge spenden. Unsere eigene redemptoristische Tradition spiegelnd, erklang am Ende vor dem Auszug das “Salve Regina”.

Ich habe versucht, diese zwei schönen, ereignisreichen und erinnerungswürdigen Tage in Rom zu rekapitulieren. Sie waren inspirierend und beglückend, und beflügelten meine Seele himmelhoch. Gratuliere, Joe! Du bleibst immer unser Mitbruder, und die Provinz Denver ist Deine Heimat außerhalb von Rom. Bitte sei unserer herzlichen Grüße und Gebete versichert. Möge der Allerheiligste Erlöser immer mit Dir sein, mit Gnade und Segen auf Fürsprache des hl. Alfons, aller unserer Brüder Redemptoristenheiligen und –seligen, und Unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe!

Inhaltsverzeichnis

Rom, Italien
Ein außergewöhnlicher Sonntag im Generalatshaus
Die Heimkehr des Erzbischof Joseph Tobin, C.Ss.R.
Gary Ziuraitis, C.Ss.R.

Wie es P. Picton im vorhergehenden Artikel phantasievoll beschrieben hat, haben die Redeptoristen am Samstag stolz ihren Bruder zum Petersdom begleitet, um zu erleben, daß er die Vollform des Priestertums– wie die Bischofsweihe beschrieben ist –durch die Handauflegung von Kardinal Tarcisio Bertone empfängt.

Die Vorbereitungen für die Heimkehr in die Via Merulana am Sonntag hatten unter der erfahrenen Regie von Luciano Panella, dem Rektor von Sant’Alfonso, Wochen in Anspruch genommen.
Erzbischof Tobin, mit dem langen Titel “Sekretär der Kongregation der Institute für geweihtes Leben und Gesellschaften apostolischen Lebens”, kehrte an den Ort zurück, wo er 18 Jahre seines Lebens und Wirkens verbracht hatte, um einen Dankgottesdienst darzubringen.

Am Sonntag begannen die ganztägigen Festlichkeiten mit einem großzügigen Aperitiv für die über 150 Gäste und Redemptoristen. Dann setzten sich alle zu einem pranzone, einem festlichen Mittagessen, das perfekt arrangiert war! Berge von Antipasti und Pasta wurden serviert, dazu Wein. Der zweite Gang bestand aus Kalbsbraten, Kartoffelrösti und gefüllten Pilzen. Dolce, die traditionellen Kuchen, und italienischer Kaffee rundeten das Mahl ab.

Für die Liturgie um 18.30 war die Kirche Sant’Alfonso mit Getreuen überfüllt. Für den Heimkehrer war die Kirchenfassade mit der Päpstlichen und der Amerikanischen Flagge und mit Poster von Erzbischof Tobin’s Familienwappen geschmückt. Die Kirchenbänke waren mit weißem Leinen überzogen. Blumenarrangements aus goldenen und weißen Margariten und Chrysanthemen verzierten das Heiligtum unter dem Blick des originalen und wundertätigen Bildes Unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe. Redemptoristen von überall aus der Welt betraten die Kirche in Prozessionsordnung. Hervorgehoben seien P. General Michael Brehl, Generaloberer Emeritus Juan Lasso de la Vega und Provinzialoberer Tom Picton. Zahlreiche Redemptoristen-Bischöfe aus der ganzen Welt waren ebenfalls anwesend, wie Freire Gutemberg Regis, Bryan Bayda, Bohdan Dziurach, Bashar Warda, und José Ignacio Alemany Grau.

Erzbischof Tobin trug eine Mitra, die mit dem Bild Unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe bestickt ist. Das war ein Geschenk seiner Seminarkollegen, welche passende Stolen trugen. Seine Predigt fußte, wie immer, auf dem Evangelium – diesmal auf dem Bericht der Heilung von zehn Aussätzigen durch Jesus. Erzbischof Tobin unterstrich, wie Jesus zu dem einzigen Leprakranken, der zurückkehrte, sagt, daß ihn sein Glaube sowohl gerettet als auch geheilt habe. “Jesu offensichtliche Enttäuschung, daß die anderen neun nicht zurückgekehrt waren, um sich für ihre Heilung zu bedanken, beruhte nicht auf einem Gefühl von Beleidigtsein,” erklärte Tobin, “sondern drückte seine Sehnsucht aus, daß auch sie eine persönliche Beziehung zu Ihm eingingen, und nicht nur Gesundheit, sondern Erlösung erfahren. Jesus spricht mit dieser Einladung uns alle an.”

Am Ende der Liturgie gab P. General eine schöne Würdigung an Erzbischof Tobin´s Mutter, Marie Terese, und schenkte ihr ein Kreuz mit silbernem Korpus als ein Zeichen der Hochschätzung, in der wir Redemptoristen sie halten.

Beim Abendempfang im Kommunzimmer erklang viel Singen und Lachen. Wie in seinen alten Studententagen, setzte sich Erzbischof Tobin an das Klavier und spielte - mit der Familie und seinen Mitbrüdern als Sänger - alte Favoriten wie “It is Good to Give Thanks to the Lord,” “Let it Be,” “Danny Boy,” und “Great Balls of Fire!”
Das setzte einen Tsunami an Gesängen frei, inklusive Soli der Klassenkameraden Henry Beauchamp und Phil Dabney und ausgelassene Volkslieder der versammelten italienischen, spanischen und polnischen Mitbrüder.

Die Langzeitmitglieder des Generalats waren sich einig, daß sie ein solches Ereignis seit der Seligsprechung von Franz Xaver Seelos im Jahr 2000 nicht mehr erlebt haben. Die Bilder sind in Photos und Videos gut dokumentiert. Die Erinnerung daran wird für immer wach bleiben.

Anmerkung des Herausgebers: Photos von diesem Ereignis in www.redemptorist.info

 

 

Inhaltsverzeichnis


ANKÜNDIGUNGEN:

USA, Provinz Denver
Heiligsprechungsprozeß von P. Franz X. Seelos
National Shrine of Blessed Francis Xavier Seelos
Byron Miller, C.Ss.R.

Am 25. September 2010 wurde die diözesane Untersuchung über eine außerordentliche Heilung auf die Fürsprache des seligen P. Franz X. Seelos abgeschlossen. Der Erzbischof von Baltimore Edwin F. O’Brien hatte die diözesane Untersuchung im März 2009 begonnen; die Mitglieder der Kommission übten größte Sorgfalt in der Sammlung der notwendigen Beweise und einer ausführlichen Dokumentation.

Die Kommission untersuchte den Fall und hörte die Zeugnisse von Mary Ellen Heibel, ihrem Arzt und ihrer Pflegerin, und anderer Zeugen bezüglich der Therapie des Speiseröhrenkrebses. Heibel, eine überzeugte Katholikin und Pfarrmitglied der Saint Mary’s Church in Annapolis, Maryland, ist von Krebs frei seit Jänner 2005, obwohl der Krebs bereits Leber, Lungen, Rücken und Brustbein angegriffen hatte und die medizinische Therapie keinen Erfolg zeigte. Der Krebs verschwand eine Woche, nachdem sie eine Novene zu Seelos in ihrer Pfarre mitgemacht hatte.

Am 11, Oktober 2010 legte der Generalpostulator Antonio Marrazzo der Kongregation für Heiligsprechungen im Vatikan die Ergebnisse der Untersuchung vor. Nachdem die diözesane Phase nun abgeschlossen ist, wird P. Marrazzo das formelle Ansuchen stellen, daß die Akten geöffnet werden und die römische Phase nun beginnt.

In nächster Zukunft wird also im Vatikan eine eingehende Prüfung stattfinden; sie wird entscheiden, ob die Heilung den Kriterien für ein Wunder enspricht, die für die Heiligsprechung von Seelos benötigt wird.

Der Redemptorist P. Franz Xaver Seelos (1819 – 1867) wurde im Jubiläumsjahr 2000 in Rom seliggesprochen. Er war ein Mann der Heiterkeit und des tiefen Gebetes; seine Freundlichkeit und sein Eifer zogen viele Menschen an. Er ist vielen als ein mächtiger Fürsprecher bekannt. Seine Reliquien befinden sich in der Kirche des sel. P. Seelos in New Oreans, Louisiana.

Sie werden freundlich ersucht, für seine Heiligsprechung zu beten.

Weitere Informationen: www.seelos.org

Inhaltsverzeichnis

Canada
North American Redemptorist Mission
Erzdiözese Grounard/McLennan, Alberta, Canada
Patrick Woods, C.Ss.R.

Zwei Wochen lang im November, 5. – 15., sind Redemptoristen, Diakone und Laien aus den Provinzen Denver, Baltimore, St. Anne de Beaupré, Edmonton-Toronto und Yorkton in der Erzdiözese Grouar/McLennan in Alberta, Kanada. Sie halten dort Missionen in 20 Pfarreien der Erzdiözese. Erzbischof Gerry Pettipas ist ein Redemptorist aus der Provinz Edmonton-Toronto.

Das Thema der Mission ist: „Der Sämann säte das Wort“.

Die Mission wurde beschlossen in Treffen der nordamerikanischen Oberen. In dem Anliegen, einige erste Schritte zu setzen in einem gemeinsamen Projekt in den Einheiten Nordamerikas, entschieden die Obern, an Erbischof Pettipas heranzutreten mit dem Vorschlag einer Mission in seiner Erzdiözese.

Der nahm den Gedanken begeistert auf, und die Planung begann. P. John Murray war eine Hauptperson in der Planung und Durchführung der Mission. Er wird sehr fehlen – auf Grund eines Unfalls ist er querschnittgelähmt.

Die Missionen werden in spanisch, französich, englisch und ukrainisch gepredigt. Sie werden in der Stadt Grand Prairie und in Städten und Dörfern von Nordkanada stattfinden.

Die Mission begann mit einem gemeinsamen Besinnungstag, geleitet von Erzbischof Pettipas. P. General Michael Brehl sandte eine Solidaritätsbotschaft.

Vor Jahren gab es Missionen in Staten Island und Brookly sowie im Staat Maine in den Vereinigten Staaten und und St. Lucia in der Karibik. Bei diesen Missionen nahmen Mitbrüder aus verschiedenen Provinzen von Nordamerika teil. Die jetzige Alberta Mission ist ein weiterer Schritt in der apostolischen Solidarität der Mitbrüder von Nordamerika.

Inhaltsverzeichnis

Redemptorist leitet preisgekrönte Doktorarbeit

Der Päpstliche Rat für Kultur vergab seinen diesjährigen Preis in Mariologie an Prof. Dr. Luis Alberto Casimiro aus Portugal für seine Arbeit: „Die Verkündigung des Herrn in der Malerei des 16. Jahrhunderts in Portugal“. P. Fausto Sanches Martins C.Ss.R., Provinz Portugal, war der Direktor der Thesis.
Prof. Doktor Luís Alberto Casimiro
Prof. Doktor Fausto Sanches Martins, C.Ss.R.
 

 



Inhaltsverzeichnis


LEBENSWENDEN:

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Genaueres finden Sie auf Officialia site


Erste Profeß:
Ferdinard Francis Ameh Akpez, Vizeprovinz Nigeria, 31. Juli 2010
Omoyibolo Micheal Eihebhoria,, Vizeprovinz Nigeria, 31. Juli 2010
Eugene C. Cyprian Mbamara, Vizeprovinz Nigeria, 31. Juli 2010
Raphael Ogoin Ogbudu, Vizeprovinz Nigeria, 31. Juli 2010
Stephen Chidiebere Okechukwu, Vizeprovinz Nigeria, 31. Juli 2010
Ifeanyl Dominic Onwudinjor, Vizeprovinz Nigeria, 31. Juli 2010
Aaron Lee Meszaros, Provinz Denver, 1. August 2010
Martin Simon Fehl, Provinz München, 14. August 2010
Wolfgang Heindl, Provinz München, 14. August 2010
Roman Halus, Provinz Lemberg, 19. August 2010
Dmytro Kit, Provinz Lemberg, 19. August 2010
Yuriy Sas, Provinz Lemberg, 19. August 2010
Irénée Faly, Regio Madagaskar, 28. August 2010
Aurélien Randriamiarantsoa Rakotomamomjy, Regio Madagaskar, 28. August 2010
Ilídio Troco Honório Vieira, Vizeprovinz Luanda, 28. August 2010
Emmanuel Ouédraogo, Vizeprovinz Burkina-Niger, 28. August 2010
Edmond Ramde, Vizeprovinz Burkina-Niger, 28. August 2010
Olivier Nobila Sawadogo, Vizeprovinz Burkina-Niger, 28. August 2010
Marc Toguyeni, Vizeprovinz Burkina-Niger, 28. August 2010
Fabien Balongana Mambueni, Vizeprovinz Matadi, 28. August 2010
Espoir Lutaladio-Lukuaka, Vizeprovinz Matadi, 28. August 2010
Sébastien Ndombasi Makilutila, Vizeprovinz Matadi, 28. August 2010
Marco Limberger, Provinz St. Clemens / Regio Köln, 26. September 2010

Ewige Gelübde:
Germain Befanivana, Vizeprovinz Madagaskar, 17. Juli 2010
Rafidison, Jean Clovis Rafidson, Regio Madagaskar, 17. Juli 2010
Lantoarivelo Herisambatra Eric Rakotoarisoa, Regio Madagaskar, 17. Juli 2010
Philippe Euphraim Ramanantsoa, Regio Madagaskar, 17. Juli 2010
Ricardo Marcos Copa Ruiz, Vizeprovinz Resistencia, 22. Juli 2010
Wagner Gonçalves de Souza Lima, Vizeprovinz Recife, 31. Juli 2010
Raoni Urbano Neto, Provinz Rio de Janeiro, 31. Juli 2010
Francisco Maestre, Provinz Buenos Aires, 1. August 2010
Joseph Mary Nguyễn Minh Quang, Vizeprovinz Extra Patriam, 1. August 2010
Joseph Nguyễn Tấn Ðạt,Vizeprovinz Extra Patriam, 1. August 2010
Dominic Vũ Bá Cường, Vizeprovinz Extra Patriam, 1. August 2010
Nicholas Kibara Kamundi, Regio Kenya, 1. August 2010
Gerald Mugendi Mbuba, Regio Kenya, 1. August 2010
Joseph Nyongesa Wabwire, Regio Kenya, 1. August 2010
Julius Kalebwe Masaiti, Provinz Südafrika, 1. August 2010
Godwin Dominic Abbah, Vizeprovinz Nigeria, 1. August 2010
Henry Ifeanyichukwu Nwokoro, Vizeprovinz Nigeria, 1. August 2010
Bastian Dandy Yansiku, Provinz Indonesia, 11. August 2010
Samsonius Petrus Kono, Provinz Indonesia, 11. August 2010
Fransiskus Asisi Labi Bataona, Provinz Indonesia, 11. August 2010
Handrianus Mone, Provinz Indonesia, 11. August 2010
Alfonsus Roynaldo Noeng, Provinz Indonesia, 11. August 2010
Edwin Rodolfo García Quiñónez, Vizeprovinz San Salvador, 13. August 2010
Artur Bilyk, Vizeprovinz Bratislava, 15. August 2010
Peter Kočiško, Vizeprovinz Bratislava, 15. August 2010
Stepan Andrusyshyn, Provinz Lemberg, 19. August 2010
Bohdan Hovanetś, Provinz Lemberg, 19. August 2010
Yuriy Syvyk, Provinz Lemberg, 19. August 2010
Yaroslav Tarnavskyy, Provinz Lemberg, 19. August 2010
Friedrich Martin Vystrcil, Provinz Wien, 16. Oktober 2010

Priesterweihen:
Eugene Michael Tiongson-Batungbacal, Provinz Denver, 2. Oktober 2010
Nel Javier Carrera Arellano, Vizeprovinz Peru Süd, 9. Oktober 2010
Donato Díaz Huamán, Vizeprovinz Peru Süd, 9. Oktober 2010
Erick Luján García, Vizeprovinz Peru Süd, 9. Oktober 2010
Bryan René Gustavo Arriola Reyes, Vizeprovinz San Salvador, 16. Oktober 2010

Todesfälle:
Diakon Jacques Mistral Ramily, 37, Regio Madagaskar, 14. Mai 2010
Rev. Roman Wantuch, , 75, Provinz Warschau, 1. September 2010
Br. Josef (Alois) Fuchs, Provinz St. Clemens/Regio Helvetica, 81, 7. September 2010
Rev. Cornelis (Gijs) van Wijk, Provinz St. Clemens/Regio Niederlande, 73, 7. September 2010
Br. Aloyse Gérard Pinsch, 86, Provinz Straßburg, 8. September 2010
Rev. Gulielmus (Willy) Snels, 88, Provinz St. Clemens/Regio Niederlande, 25. September 2010
Rev. Enrico D'Agostino, 83, Provinz Rom, September 29, 2010
Rev. Paul Roosen, 90, Provinz St. Clemens/Regio Flandern, 1. Oktober 2010
Br. Albert Eickenbusch, 81, Provinz St. Clemens / Regio Köln, 5. Oktober 2010
Br. John Webster, Provinz Canberra, 82, 8. Oktober 2010
Br. Jean Joly, 67, Provinz Lyon-Paris, 11. Oktober 2010
Rev. José Restrepo López, 94, Provinz Bogotá, 12. Oktober 2010
Bishop Francisoco Batistela, 79, Provinz São Paulo, 20. Oktober 2010
Rev. James Aloysius Davis, 84, Provinz Edmonton-Toronto, 21. Oktober 2010
Rev. Emiliano Martínez Ruiz, 88, Provinz Madrid, 25. Oktober 2010
Rev. Jean-Marie Ségalen, 88, Provinz Lyon-Paris, 26. Oktober 2010

Jubiläen Dezember 2010:
70 Jahre Priester

Joseph Kerger, Regio Belgien Süd, 8. Dezember 2010
Theo Fornoville, Provinz St. Clement/Regio Flandern, 22. Dezember 2010
Oscar Jacob Krindges, Provinz Porto Alegre, 22. Dezember 2010.

60 Jahre Profeß:
Edmund Hipp, Provinz München, 8. Dezember 2010
Johannes Ev. Merkle, Provinz München, 8. Dezember 2010

60 Jahre Priester:
Gabriel Dewilde, Provinz St. Clemens/Regio Flandern, 8. Dezember 2010
Pedro Fré, Provinz São Paulo, 27. Dezember 2010
Ivo Motanhese, Provinz São Paulo, 27. Dezember 2010
José Rodríques de Souza, Provinz Goiás, 27. Dezember 2010
José Balduino Vogel, Provinz Goiás, 27. Dezember 2010

50 Jahre Profeß:
Darío Trujillo Escalante, Provinz Bogotà, 24. Dezember 2010

25 Jahre Priester:
John Hodgson, Provinz Canberra, 6. Dezember 2010
Pedro Helio de Oliveira, Provinz Campo Grande, 7. Dezember 2010
Patrick Goldwin Massing, Vizeprovinz Ipoh, 11. Dezember 2010
Davide Perdonò, Provinz Neaples, 14. Dezember 2010
Bishop José Luiz Ferreira Salles, Vizeprovinz Recife, 14. Dezember 2010
Terry Tull Báez, Provinz San Juan, 20. Dezember 2010
Vladimir Kolpakov, Provinz Yorkton, 22. Dezember 2010
Christopher Rohan Perera, Regio Colombo, 28. Dezember 2010
Manuel Enrique Villagrán Robles, Vizeprovinz San Salvador, 29. Dezember 2010

Wahlen:

P. Vincent Phạm Trung Thành zum Provinzial gewählt Provinz Vietnam. Bestätigt 10. September 2010.

P. Luís Rodrigues Batista zum Provinzial gewählt Provinz São Paulo. Bestätigt 24. September 2010.

P. Lawrence Kaufmann zum Provinzial gewählt Provinz Süd Adrika. Bestätigt 5. Oktober 2010.

P. Gonzalo Rascón Rivera zum Provinzial gewählt Provinz México. Bestätigt 5. Oktober 2010.

P. Jorge Gómez Rueda zum Provinzial gewählt Provinz Bogotá. Bestätigt 5. Oktober 2010.

P. Noel Antonio Londoño Buitrago zum Provinvikar gewählt Provinz Bogotá. Bestätigt 5. Oktober 2010.

P. John Britto Arulanandam Selsus zum Provinzial gewählt Provinz Bangalore. Bestätigt Oktober11, 2010.

P. Roger Michel zum Provinzial gewählt Provinz Lyon-Paris. Bestätigt 14. Oktober 2010.

P. François Vannier zum Provinzvikar gewählt Provinz Lyon-Paris. Bestätigt 14. Oktober 2010.

P. Seán Wales zum Provinzvikar gewählt Provinz South Africa. Bestätigt Oktober14, 2010.

P. Fábio Bento da Costa zum Provinzial gewählt Provinz Goiás. Bestätigt 22. Oktober 2010.

P. Luis Mauricio Pizarro Bugueño zum Provinzial gewählt Provinz Santiago. Bestätigt 22. Oktober 2010.

P. Robson de Oliveira Pereira zum Provinzvikar gewählt Provinz Goiás. Bestätigt 22. Oktober 2010.

P. Joaquim Parron Maria zum Provinzial gewählt Provinz Campo Grande. Bestätigt 24. Oktober 2010.

P. Manuel Cruz Meza zum Vizeprovinzial gewählt Vizeprovinz San Salvador. Bestätigt 26. Oktober 2010.

P. Sixto Benigno Guerrero Vásquez zum Provinzial gewählt Provinz Quito. Bestätigt: 26. Oktober 2010.

Ernennungen:

Mitglieder des Generalsekretariats für die Redemptoristinnen für das Sexennium 2009-2015:
P. Emilio Lage Martínez, C.Ss.R, Provinz Madrid, President
P. Gabriel Boudreault, C.Ss.R. Vizeprovinz Tokyo,
P. Sabatino Majorano, C.Ss.R. :Provinz Neapel,
P. Ignaas Dekkers, C.Ss.R., Provinz St. Clemens/Regio Niederlande
P. Augustin Phaiboon Udomdej, C.Ss.R. Vizeprovinz Thailand
P. Mirosław Grakowicz, C.Ss.R., Provinz Warschau
P. Ronald McAinsh, C.Ss.R. Provinz London
Ernannt am 7. September 2010.

Mitglieder der Kommission für rechtliche bez. 25. Generalkapitel:
P. Jacek Dembek, C.Ss.R. Consultor General, Präsident;
P. Sean Cannon, C.Ss.R., Provinz Dublin
P. John Vargas, C.Ss.R., Generalprokurator
Ernannt am 7. September 2010
.
Direktor des Collegium Majus 2011-2014:
P. Juan José Medina Sánchez, C.Ss.R. Provinz Bogotá, mit Beginn 1. Jänner 2011. Ernannt am 7. September 2010.

Direktor des Zentrums für Spiritualität 2009-2015:
P. Serafino Fiore, Provinz Neapel, mit Beginn 1. Jänner 2011. Ernannt am 8. September 2010.

Mitglieder der Kommission für die Supervision der Gebäude des Generalats für 2009-2015
Ex officicio: Building Supervisor (Präsident)
Ökonom von Sant’Alfonso
Ökonom der Academia Alfonsiana
Präfekt der Kirche Sant’Alfonso;
Andere: P. Emilio Lage Martínez, C.Ss.R.;
P. Joseph P. Dorcey, C.Ss.R.;
Ernannt am 8. September 2010.

Rücktritt: P. Joseph W. Tobin als Präsident der Kommission für ökonomische Solidarität. Angenommen 10. September 2010.

Präsident der Kommission für ökonomische Solidarität bis zum nächsten Generalkapitel, mit Wirkung 10. September 2010: P. Michael Kelleher, C.Ss.R., Provinz Dublin. Ernannt am 10. September 2010.

Präfekt der Kirche St. Alfons und Rektor der Wallfahrt zu der Mutter von der immerwährenden Hilfe, Rom: P. Luciano Panella, C.Ss.R., Provinz Neapel, bis 31. dezember 2014. Ernannt am 1. Oktober 2010.

Auflösung von Häusern:

Domus “St. Clement’s” in der Provinz Dublin in Belfast, Ulster, Northern Ireland. 10. September 2010.

Domus in derProvinz Rom in Modena, Italien. Aufgehoben am 22. Oktober 2010.

Domus in der Provinz Rom in Marzocca, Italien. Aufgehoben am 22. Oktober 2010.



Inhaltsverzeichnis


Übersetzer: Hans Schermann, C.Ss.R., Provinz Wien.

Besuchen Sie  unsere Webseite bei http://www.cssr.com, www.cssr.tv, www.redemptorist.info
Frühere Nummern von SCALA  sind abrufbar bei: http://www.cssr.com/scala/index.shtm
Bestellung des Scala: scaladeutsch-subscribe@scalanews.com