Rom
AUS DEN PROVINZEN: PROFIL: VIA MERULANA ANKÜNDIGUNGEN LEBENSWENDEN:
Ist tatsächlich schon ein Jahr vergangen seit dem 24. Generalkapitel? P. General und der Generalrat haben ihr erstes Amtsjahr beendet. Die Bildung der fünf Konferenzen geht weiter, und rund um die Erde sind die Redemptoristen daran, das Evangelium neu zu verkünden: mit neuer Hoffnung, neuen Herzen und in erneuerten Strukturen.
2006 hatten wir die Idee, 2007 starteten wir, 2010 brachten wir es zu Ende, fast. Das Zentrum für redemptoristische Spiritualität und das Büro für Kommunikation haben die Serie „Orte des Ursprungs der Redemptoristen“ herausgebracht: Scala, Ciorani, Pagani, Marianella/Neapel, Materdomini, Muro Lucano und Deliceto. Sie ist verfügbar in jeder unserer sieben Internetsprachen http://cssr.com/tour/deutsch/one.html . Man findet sie auch über “Virtual Pilgrimages” www.cssr.com menu. Nach Abschluß des ursprünglichen Plans haben wir uns entschieden, zwei weitere Programme anzufügen: Sant’Agata dei Goti, die Diözese von Alfons, und Orte in Rom, die für Redemptoristen von Interesse sind.
Für alle, die italienisch verstehen, haben wir ein neues Service auf unserer www.cssr.tv page eingerichtet, in the silver menu area below the video screen: Es ist die TV-Station der Provinz Neapel, Telenuova 2. Jeden Tag haben sie Sendungen über Redemptoristen und für Redemptoristen interessante Orte in italienisch.
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Am Dienstag, 23. November, wird die Provinz Baltimore in der St. Patrick's Cathedral in New York City zwei Bilder der Mutter von der immerwährenden Hilfe an Erzbischof Timothy Dolan übergeben. Das eine wird in der Sakristei des Erzbischofs aufgestellt werden, das andere in seiner Residenz. Erzbschof Dolan ist ein großer Verehrerer der Mutter von der immerwährenden Hilfe. Die Redemptoristen wollten das Bild in der Kathedrale aufstellen, aber damit sind sie nicht durchgekommen. Aber sie sind zufrieden, daß es sich in der Sakristei und in der Residenz befinden wird.
Wir rufen einmal mehr in Erinnerung, daß zusätzlich zu unserer monatlichen Ausgabe von SCALA Nachrichten über Redemptoristen und ihre Tätigkeit zu finden sind in www.redemptorist.info Gnade und Erlösung für alle! Lemberg, Ukraine
Zimbabwe
Als Redemptoristen in Zimbabwe und als wahre Söhne des hl. Alfons glauben wir fest an Jesus, unseren Erlöser, und haben uns entschlossen, unser Leben einzusetzen, um Gottes Liebe zu beantworten. Das ist das Erbe, das wir von den letzten 50 Jahren empfangen haben, und wir bewahren es treu. Wir wissen, wie die Redemptoristen sonstwo, daß der Einsatz des Lebens für die reiche Erlösung ernste Konsequenzen hat. Auf der persönlichen Ebene ruft es zu ständiger Bekehrung auf. Redemptoristsein bedeutet, stets nach einer tieferen Beziehung zu Jesus zu suchen, eine engere Nachfolge des Erlösers und ein vertieftes Zeugnis für das neue Leben im Heiligen Geist. “Das Leben für die reiche Erlösung einsetzen” bedeutet auch, sich selbst sterben, damit wir das reiche Leben Jesu leben können. Das ist nicht leicht, aber es ist möglich. Es ist möglich durch die Hilfe Gottes, die Unterstützung der Gemeinschaft, die Hilfe, die wir von denen erhalten, zu denen wir gesandt sind; sie geben auf ihre Weise Zeugnis, daß beim Herrn reiche Erlösung ist. Unser Leben für die reiche Erlösung einsetzen hat ernste Implikationen in einer Welt, in der die Menschen versucht sind, ihr Leben für geringere Werte einzusetzen. In eine Welt, die in zunehmendem Maß Gott verläßt, bringen wir unseren festen Glauben an die reiche Erlösung ein. Wir haben also den Mut, der Welt zu begegnen, ohne Furcht uns einzusetzen, ein Gespräch mit ihr zu führen und ihr die Hoffnung zu zeigen, die uns der Gluube gibt. In Zimbabwe sind die Herausforderungen für unseren Glauben groß; das macht es umso wertvoller, das Leben einzusetzen für reiche Erlösung. Das Leben einsetzen für die reiche Erlösung hat ernste Implikationen, angenehme und unangenehme. Als Redemptoristen sind wir berufen, von uns selbst zu geben, sei es gelegen oder ungelegen. Die Ereignisse der ersten 50 Jahre und in der gegenwärtigen Zeit fordern uns heraus, in Zimbabwe wahre Redemptoristen zu sein, wie Konstitution 20 sie beschreibt: „Als apostolische Menschen nach Art des heiligen Alfons seien die Redemptoristen: stark im Glauben, froh in der Hoffnung, erfüllt von Liebe, unermüdlich an Eifer, demütig in der Gesinnung, beharrlich im Gebet. Freudig folgen sie Christus, dem Erlöser, nehmen an seinem Geheimnis teil und verkünden es weiter. Sie seien evangelisch einfach in Wort und Tat, selbstlos und opferbereit, um den Menschen die überreiche Erlösung zu bringen.“ Das ist auch das Porträt, das wir Redemptoristen in Zimbabwe jetzt nach 50 Jahren zu verwirklichen suchen. Das macht unseren Einsatz für die reiche Erlösung herausfordernd und aufregend, engagiert und lebenspendend. Dieses goldene Jubiläum ist für uns in Zimbabwe eine Wasserscheide. Wir begehen es in einer Zeit, wo wir eine komplett einheimische Gruppe sind. Viele unserer Vorgänger, die das Land verlassen haben, hätten das gerne gesehen. Ihre Arbeit war nicht umsonst, ihr Einsatz nicht vergeblich; sie haben gepflanzt und begossen, und nun haben wir eine reiche Ernte. Das verdoppelt unsere Dankbarkeit ihnen gegenüber. Sie sind starke Zeugen, in unseren Herzen gegenwärtig, ob sie im Ausland oder im Himmel sind. Wir feiern den Einsatz unseres Lebens für die reiche Erlösung in diesem wichtigen Augenblick, in dem wir die Botschaft des 24. Generalkapitels hören: „Das Evangelium stets neu verkünden: neue Hoffnung, erneuerte Herzen, erneuerte Strukturen für unsere Sendung“. Zusammen mit Redemptoristen aus Afrika suchen wir Wege, unsere Anwesenheit zu festigen und mit einem Glauben zu antworten, der für unsere Kongregation charakteristisch ist im Hinblick auf die Nöte der Mission in Afrika.
Provinz Bangkok Anm. des Herausgeber: P. Joe Maier C.Ss.R. ist der Gründer
und Direktor der Human Development Foundation in Klong Toey, Bangkok. Komisch, wodurch manchmal ein Leben herumgedreht wird. Für Cookie Crumb James brauchte es dazu nur ein schmackhaftes Essen, und einige cookies (Kekse). Und crumbs (Brösel). Er kam als ein Häuflein Elend an. Ein hoffnungsloser Fall. Er konnte nicht gehen, konnte nicht krabbeln. Sprach kaum (oder wollte nicht), hatte Migräne in Industriegröße, bis sein Kopf rauchte. Hatte niemanden in dieser Welt: von Geburt an HIV-positiv, hatte er AIDS. Wenn ein Kind zu uns gebracht wird, von nirgendwo – Endstation – an unserer Türschwelle “weggeschmissen”: nennen wir das im Fachjargon des Hospizes einen “dump”, einen Wegwurf. Einige Tage nach dem "taxi dump" bei unserem Mercy Centre, gaben wir Cookie Crumb James eine spezielle Schleife zum Tragen. Eine Schleife, die wir ihm für Mut, Tapferkeit und Entschlossenheit gewidmet haben. Aber am zweiten Tag sabberte es James mit Reisschleim voll. Wir veranstalten solche Schleifen-Zeremonien selten. In den elf Jahren mit AIDS Kindern haben wir erst einmal eine Ehrenschleife verliehen – einem außergewöhnlichen Mädchen (aber diese Geschichte ein andermal). Cookie Crumb James von der schmutzigen Schleife beschloß, daß es ihm besser geht. Nicht auf Anhieb. So einfach ist das nicht. Die Anstrengung und die Kraft, die man braucht um gesund zu werden – überleben zu wollen, kann eine unglaublich schwierige Entscheidung sein. Aber schlußendlich raffte er sich dazu auf. Wahrscheinlich auf Grund einer Reihe von fantasievollen Hochleistungstyp-Gründen. Aber was soll´s – augenscheinlich war, ähnlich wie so viele unserer eigenen “Rufe”, die unser Leben auf den Kopf stellen, die stärkste Begründung für Cookie Crumb James etwas ganz einfaches. Es “war plötzlich da”. Damit hatte es folgende Bewandnis. Wir nahmen alle HIV/AIDS Kinder mit in ein Restaurant und “karrten” Young James dorthin. So nutzte eine unserer pfiffigen Hausmütter die Gelegenheit, eine Vereinbarung zu treffen. “Junger Mann”, sagte sie, “ich werde deine Windeln schnell wechseln, wenn du stinkst und dir der Hintern juckt, wenn du zu Gehen versprichst. Kannst du gehen, oder auch nur krabbeln, kommen wir alle wieder hierher –zu deiner Ehre.” Aber zurück zu unserer ersten Begegnung mit Cookie Crumb James... Sie brachten ihn in einem Taxi aus einem anderen Hospiz. Sagten, sie könnten nicht mit seiner T.B. plus HIV/AIDS umgehen. Mag sein, sie hätten können, mag sein, sie konnten nicht – das war nicht unsere Frage. Es war das Ende der Straße für ein zweifach weggeworfenes, todnahes Kind. Und er stank. Fürchterlich. In diesen ersten Augenblicken mit uns, noch im Rollstuhl gestützt, mit tropfenden Ausscheidungen, wimmernd, wußte man irgendwie, daß er eines dieser speziellen Kinder war: "Ich vertraue darauf, daß du dich um mich kümmerst und mich liebst. Los, probiere es, und ich werde mich erholen”. Vielleicht sind alle Kinder so. Wir wahrscheinlich auch. Sie zerrten ihn zu einem leeren Bett, eine Hausmutter rutschte aus, faßte sein Hemd, aber ließ nicht aus. Er stieß seinen Kopf an, schrie, aber sie hielten ihn fest. Das war alles, was nötig war. James wußte, er war jemandem nicht egal. Das erste Kind, das er traf, war Master Nok Yak (das heißt thailändisch "Riesiger Vogel"). Er ist ein dürrer, oft kranker fast acht-jähriger Bub mit AIDS, der wie fünf aussieht, auch nach einem ausgiebigen Mahl. Nok Yak ging zum Bett hinüber und hielt Cookie Crumb James bei der Hand. Bot ihm ein Stück von seinem cookie an. Betrachtete ihn. Maß ihn. Aber irgendetwas geschah: es klickte. Es schien okay. Cookies konnten geteilt werden. Beide waren Wegwerf-Kinder – aber wen interessiert das, solange es genug cookies gibt. Der Rest würde für sich selber sorgen. Fast ein Jahr lang, war Cookie Crumb James kein Spaß. Er mochte sich selbst nicht besonders. Mochte nicht, was der Virus mit ihm machte. Verbrachte viel Zeit im Bett mit rasenden Kopfschmerzen. Sie traktierten seine Stirn mehrmals am Tag für eine Viertelstunde. Dann ein eiskaltes Tuch, und sein Wimmern hörte auf, bis das Tuch warm wurde oder er in Schlaf fiel. Die Hausmutter war meist grob zu ihm. Oft ungeduldig, aber wenn du drei- oder viermal ignoriert wurdest, wenn auch mit sauberen Windeln, war ein eiskaltes Tuch auf deiner Stirn wie eine Himmelsbotschaft. Die Freundschaft mit Riesiger Vogel blühte. Zu Mittag würde der siebenjährige dürre Master Nok Yak zu Cookie Crumb James' Bett hinüberwandern and und ihm füttern helfen. Der erste Löffelvoll geht in den Mund, der zweite Löffel verrutscht zufällig –ho!ho!ho! die Speise verschmiert sich in Gesicht und Haar. Manchmal ist Cookie Crumb James zum Weinen, dann wieder, wenn die Kopfschmerzen nicht zu arg sind, sind er und Riesiger Vogel beim Kichern und Lachen. Doch durch die regelmäßige Ernährung bekam er Kraft. Eines Tages, als ihm das Essenverschmieren keinen Spaß machte, begann er, seinen Freund mit dem gesunden Bein zu treten, und Nok Yak schrie und trat zurück. Cookie Crumb James schrie auch. Ärger zog auf. Die Hausmutter ohrfeigte sie beide und rügte sie mit scharfen Worten, vor allem, weil sie die vorige Nacht eine Auseinandersetzung mit ihrem betrunkenen Ehemann hatte und einige Kinder in ihrer Obhut wirklich krank waren. Young James hingegen wurde trotzig – er sagte, er könne sich selbst füttern. Beim ersten Versuch legte er seinen Mund in die Schüssel, wie ein Hündchen. Die anderen Kinder lachten ihn aus, und so brachte er seinen gesunden Arm ins Spiel und lernte den Löffel zu halten. Annähernd. Und seine Hausmutter. Sie hört nicht auf zu schimpfen. Jedesmal, wenn sie sein Gesicht schrubbelte und seine Haare wusch, fordert sie Cookie Crumb James zum Gehen auf. Nannte ihn Feigling. Abe sie kannte die Regeln, wußte, wieviel Cookie Crumb James einstecken konnte. Manche Frauen wissen einfach über diese Dinge Bescheid. Sie scheuchte Nok Yak, Riesigen Vogel, weg, wenn er ihn gemein stichelte oder zu heftig spielte. Eine zergeprügelte Slum Lady mit einem Endstations-Job. Die sich für auswegslose Wegwerfkinder und Toilettenreinigung interessierte. Aber sie liebt Kinder – unverbesserlich. Gezwungen zum ungeliebten Hausmutter-Job, versucht sie, nicht so nahezukommen wie eine echte Mutter. Sie hat eigene Kinder. Mit allen Mühen und Schwierigkeiten, aber sie leben und sind nicht krank. Cookie Crumb James hingegen – er wird es nicht packen. Sie weiß nicht, ob sie es erträgt, den benachbarten slumfreundlichen Tempel zu besuchen, wo Cookie Crumb James und seine AIDS Kameraden wie Riesiger Vogel ihre letzte Reise antreten. Zu gehen und nicht zurückzukehren. Zu schlafen und nicht aufzuwachen. Nicht zurückkommen. Tod ohne Entrinnen. Er ist nun 17 Monate bei uns. Mit neun Jahren begann er den Kindergarten, ein Jahr nach seinem Freund Riesiger Vogel. Cookie Crumb James kann auf seinem linken Auge nicht gut sehen, aber sein rechtes Auge ist fast gut. Die Tage mit Windeln sind vorbei – er kann klar sprechen (wenn er es versucht) und versteht alles. Die Hausmutter weiß, daß er für cookies schwärmt, so reichert sie sein Essen mit 2-3 Keksen an. Er teilt sie mit allen und weint, wenn für ihn selbst keine übrigblieb. Vor einigen Wochen demolierte er seinen behelfsmäßigen Rollstuhl. Ein knallroter Spielzeugkarren mit einem runden Steuerrad. Das Gerät hat keine Pedale, nur Gummiräder, so bewegt er es mit dem gesunden Bein durch Abstoßen vom Boden vorwärts. Oh Mann, wie er und Riesiger Vogel den armen Rollstuhlkarren ausgenützt haben! Täglich neue Spiele. Cookie Crumb James hievte sich hinein, den Spielkarren wie bei einem wilden Formel Eins-Rennen manövrierend, Riesiger Vogel schubste ihn von hinten. Sie pflegten überall hineinzudonnern – Wände, Pfeiler, andere Kinder. Sie würden zusammenstoßen und umkippen und sich prellen und lachen und weinen. All das gehört zum Wohlbefinden und Kindsein. Eines Tages standen sie von einem crash auf und fanden die Räder verbogen und der Karren stand still. Dann machte James seine ersten Schritte und Riesiger Vogel hielt sich an ihm fest bis sie beide umfielen. Sie kicherten und lachten auf dem Boden weiter. Sie blieben noch eine Zeitlang dort, ruhten sich aus, denn Kinder mit AIDS können zwar fest spielen, aber sie haben nicht viel Energie, und es dauert lange, bis sich ihr Atem fängt. Schließlich standen sie auf, und Cookie Crumb James setzte einen weiteren Schritt. Dann noch einen. Tage und Wochen hindurch, übte er nun gehen, stolpern, fallen. Eines Tages stolperte er die Treppen hinunter. O Gott. Die Hausmutter sagte, er könne für immer dort bleiben, sie würde für alles sorgen. Er könne unten schlafen. Aber wenn er etwas zu essen möchte, müsse er die Stiegen allein hinaufklettern. Er brauchte dafür den ganzen Nachmittag. Ein Volunteer, der zufällig Physiotherapeut mit Engelsgeduld war, unterstütze ihn dabei. Wir wissen wenig über seine Vergangenheit. Seine Eltern waren umherziehende Bauarbeiter. Die Mutter an AIDS gestorben, vielleicht lebt sein Vater und seine Großmutter noch irgendwo. Sicher ist, daß er eine gesunde Schwester hat, die ein Jahr älter ist. Wir versuchen, sie zu finden; sie weiß wahrscheinlich von nichts. Inzwischen gedeiht Cookie Crumb James weiter. Humpelnd, sein schwaches Bein nachziehend, mit albernem Aussehen und einem schiefen Grinsen. Riesiger Vogel ist sein bester Freund. Sie streiten, versöhnen sich, spielen, streiten wieder. Die Hausmutter nennt ihn nicht mehr einen Feigling. Im Gegenteil, sie liebt ihn, da kann sie nichts machen. Befürchtet jene letzte Reise zum Tempel. So vergeht ein Tag nach dem anderen. Und Cookie Crumb James weiß, daß er eine richtige Mutter hat. Er war zu uns als ein Kind ohne Zeit und ohne Raum gekommen. Cookie Crumb James.
Für weitere Informationen: www.mercycentre.org
or schriftlich an: info@mercycentre.org.
PROFIL:
Rom Anmerkung des Herausgebers: Erzbischof Bashar Matti Warda, C.Ss.R., Irak, war zur außerordentlichen Synode der Bischöfe des Mittleren Ostens in Rom; er nahm auch an den Feiern von Erzbischof Tobin teil. Wir hatten mit ihm ein Gespräch über sein Leben und seine Arbeit im Irak. Eine Woche nach diesem Interview griffen Terroristen eine Kirche der syrisch katholischen Kirche an; es gab viele Tote, darunter auch ein Priester.
SCALA: Wie ist denn die Geschichte Ihrer Berufung? Erzbischof Bashar: Ich trat 1981 in das Seminar ein. Unser Haus befand sich in der Nachbarschaft des Seminars. Vor meinem Eintritt waren wir immer um das Seminar herum, und die Seminaristen unterrichteten uns in der Religion; ich bewunderte sie. Meine erste Erfahrung der Berufung zum Priestertum kam wärend des Krieges 1991, dem ersten Golfkrieg. Ich war damals im ersten Jahr der Theologie. Überall Bombenangriffe. Wir konnten nichts tun, nur in die Kirche gehen und mit den jungen Menschen zusammensein. Die Nächte waren so lang! Wir mußten wach bleiben wegen der Bombardierungen. Wir waren immer in Gruppen von einem Dutzend junger Leute, zusammengepfercht in sehr engen Räumen. Während dieser Nächte wurden soviele Anliegen und Sorgen der jungen Menschen besprochen: Fragen über das Evangelium, Fragen bezüglich der Sakramente, die Sendung der Kirche – Fragen über Fragen! Während des Tages wurden diese Diskussionen vertieft durch Fragen über ihre Berufung als Laien. Und ich wurde gefragt über meine Entscheidung zum Priesterberuf. Damals erfuhr ich eine Vertiefung meiner Berufung; und da gab es immer das Beispiel von P. Vincent van Vossel, C.Ss.R., und der anderen Redemptoristen, die im Irak wirkten. Nach dem Krieg sprach ich mit P. Frans Van Stappan, C.Ss.R., meinem geistlichen Begleiter. Er sagte mir, daß es zur Zeit schwierig sei, bei den Redemptoristen einzutreten. Als er gestorben war, bat ich einen anderen Redemptoristen, P. Lucien Cop, mein geistlicher Begleiter zu sein. 1993 wurde ich zum Priester geweiht für den chaldäischen Ritus. Danach mußte ich meinen Militärdienst leisten. In dieser Zeit konnte P. Lasso, der damalige Generalobere, unser Land besuchen. Man hatte damals Zweifel, ob man Seminaristen bei den Redemptoristen aufnehmen solle; aber P. Lasso sagte, daß die Redemptoristen mich aufnehmen würden. Zu meiner Überraschung ging alles gut. Ich bat den Patriarchen, meine Berufung fortsetzen zu können als Redemptorist; er war einverstanden. Ich trat 1999 in das Noviziat in Dublin ein. Zurück im Irak, hielt ich Exerzitien, Einkehrtage für Jugendliche, lehrte am Bibelkolleg und war in moraltheologischen Themen involviert. 2002 wurde ich gebeten, eine Pfarre zu übernehmen, eine der größten in Bagdad mit 3000 Familien. 2006 wurde ich gebeten, die Leitung des großen Seminars der chaldäischen Kirche zu übernehmen. Ich brachte das Seminar aus dem Gebiet des Terrors in einen anderen Teil des Landes; wir bauten dort ein neues Haus. Ich stellte immer klalr, daß ich als glücklicher Redemptorist dort arbeitete. Die Jahre 2004 bis 2006 waren schwer; ich mußte viele Dinge erledigen, die mit dem Priestertum nichts zu tun hatten. Aber in einer Zeit, wo es keine Regierung gab, keinen Staat, keine Rücksicht auf die Menschen, klopften die Leute immer an die Tür der Kirche, um Lösungen ihrer Probleme zu finden. Ich fühlte, daß wir dem Volk im Lande Abrahams, des Vaters unseres Glaubens, helfen mußten. Abraham ging von diesem Land in ein anderes. Jetzt kommen umgekehrt Menschen in das Land Abrahams. Ich fühlte, daß wir unseren Brüdern und Schwestern in der U.S. Armee helfen mußten. Weil ich ein wenig Englisch konnte, sah ich es als Aufgabe, mit ihnen Messe zu feiern, Beichte zu hören, sie im Glauben zu ermutigen. In dieser Zeit war ich auch eine Brücke zwischen den Shia, Sunni und den Christen der Gegend und den Amerikanern. Manchmal mußte ich den Amerikanern sagen, daß ihre Anwesenheit dies oder das im Leben der Leute im Land an Schaden angerichtet hat. Sie haben mir zugehört; aber manchmal konnten sie nichts machen. (Editor’s note: Bashar wurde am 3. July 2010 zum Bischof geweiht; der Sitz der Erzeparchie ist Erbil, Irak).
Zum Glück ist ein Drittel in die nördlichen Provinzen ausgewandert, aber das andere Drittel hat sich im Land verloren und wird wohl niemals zurückkehren. Unter den 800.000 Christen aller Konfessionen stehen wir nun bei ca 400.000.Diese Migration macht die Pastoral äußerst schwierig. Es ist schwer, einen Plan für ein Jahr zu machen, nicht einmal für sechs Monate. Auch Sicherheitsprobleme erschweren die Planung. Aber die überlebenden Kirchen sind voll bei den Gottesdiensten. Die Leute kommen in die Kirche, auch unter sehr schwierigen Umständen. Das gibt uns Mut und Hoffnung. Seelsorger und Gläubige ermutigen einander. Im Februar, als die Gewalttätigkeit begann, wurde jeden Tag ein Christ getötet, 14 Tage lang; ich besuchte Erzbischof Emil Nona in Mossul, der gerade zum Erzbischof ernannt worden war; wir besuchten die Häuser in sehr gefährlichen Gebieten – Sie würden staunen über die Begeisterung der Leute. Wenn der Erzbischof zu einem Treffen oder einem Gottesdienst einlud, kamen die Leute in Scharen und füllten die Kirchen. Das war ihre Art, auf die Gewalt zu antworten und ihr Vertrauen zu zeigen, das sie in Jesus Christus haben. Es ist wirklich erstaunlich. Das war so selbst während der Höhepunkte der Gewalttätigkeiten. SCALA: Wieviele Priester haben Sie? Erzbischof Bashar: Ich habe 10 aktive und zwei pensionierte Priester. Meine Diözese ist Erbil, im nördlichen Teil, und sehr sicher. Aber ich habe die seelsorgliche Last von 4.000 Familien, die vor der Gewalt in Bagdad und Mossul geflohen sind. Einige Kirchen wurden in diesen beiden Städten geschlossen. Und ich mußte Kirchen bauen. In drei Jahren habe ich zwei Kirchen gebaut, jede für 1.000 Leute. Es besteht großer Bedarf. SCALA: Wie ist die Infrastruktur der Kirche? Erzbischof Bashar: Nächsten Monat legen wir den Grundstein für eine neue Kirche und, so hoffen wir, auch für eine neue Schule. Aber wie ich schon sagte, mußten in Badad und Mossul sieben oder acht chaldäische Kirchen geschlossen werden, weil die ganze Gegend bedroht war. Die Schulen wurden 1974 verstaatlicht. Einige haben wir zurückbekommen, aber nicht alle. SCALA: Sind Sie in Kontakt mit der Diaspora? Erzbischof Bashar: Ja, durch e-mail, Internet und regelmäßige Korrespondenz. SCALA: Wie bereiten Sie die Zukunft vor? Zum Beispiel im Hinblick auf Priesteramtskandidaten, die aus Furcht nicht in ihrer Heimat bleiben und außer Landes für die Immigranten aus dem Irak arbeiten wollen? Ist das ein Problem? Erzbischof Bashar: Ja, es ist ein Problem. Wir haben die Sache mit den Erzbischöfen und Priestern besprochen. Wenn die Leute hier sind, sollen auch die Priester hier sein. Wir selber haben außer Landes studiert, und da waren hundert Gründe, die zum Verbleiben im Ausland gerufen hätten; und es bestand auch die Möglichkeit dazu. Aber wir entschieden uns zurückzukommen. Wenn die Kirche uns außer Landes haben möchte, dann sollte dies auf kanonischem Weg geschehen. Wir haben also klar entschieden. Wenn unsere Leute uns Hoffnung geben, dann sollten wir mit ihnen bleiben. Wir hatten Priester, die außer Landes waren und in den Irak zurückgekehrt sind. Sie waren gerufen zurückzukommen, und sie kamen. Einer wurde nach Bagdad zurückgerufen; er hat das Vertrauen von so vielen Priestern, daß der Patriarch der Chaldäer die Redemptoristen ersuchte, die Verantwortung für die chaldäische Kirche in Bagdad zu übernehmen. Wenn ein Iraki sich berufen fühlt, in der Diaspora zu dienen, dann sollte er darüber frei mit den Leuten sprechen und den Segen dazu von den Leuten und dem Erzbischof haben – von der Gemeinschaft, die seine Berufung zum Priestertum ins Leben rief. Die Menschen in der Diaspora verdienen es, betreut zu werden; die Arbeit ist schön und fordernd. Unsere Priester können wunderbare Pastoral wirken; aber ich selbst meine, daß der Prozeß kanonisch sein solle. Das wäre nicht schwierig, überhaupt nicht. SCALA: Ist der Irak noch immer ein Land, gefährlich für Priester und Ordensleute? Erzbischof Bashar: Es war gefährlich, und ist es weiterhin. Die meisten Irakis wissen nicht, wenn sie am Morgen ihr Haus verlassen, ob sie zurückkommen. Jeder wird Ihnen das sagen – angefangen vom Präsidenten des Irak bis zu den Ärmsten irgendwo. Man weiß nie, ob es einen Terroranschlag geben wird. Wir brauchen Priester in vielen Orten im Irak und auch in der Diaspora. 80 % der Priester im Einsatz in der Diaspora stammen aus dem Irak. Einige kommen aus den USA oder aus Eruopa. Ich komme auf mein Anliegen zurück: wenn Sie den Auftrag haben, in der Diaspora zu arbeiten, wird es sich gut auswirken, weil es offiziell ist. Aber wenn einzelne für sich entscheiden, nicht in ihre Heimat zurückzukehren, würde das die Leute zu Hause nicht ermutigen. Mossul, eines der gefährdetsten Gebiete, hat 8 Berufe im Seminar im Irak. SCALA: Wie könnte die Ausbildung von Ordensleuten und Priestern im Irak in der Zukunft aussehen? Erzbischof Bashar: Im Irak ist es besser wenn Studenten der Orden vor dem Noviziat die Studien der Philosophie und Theologie beenden; das Programm ist auf sechs Jahre angelegt.; sie sollen in dieser Zeit im Priesterseminar wohnen. Danach sind sie reifer und fähig, auswärts zu studieren. Wenn sie länger im Irak leben, werden sie die Aufgaben eines Priesters dort klarer kennenlernen. Aber wenn sie mitten in ihren Studien ins Ausland gehen, wird das einen Bruch darstellen. Wenn jemand in einen Orden eintreten will, sollte er das Studium vorher abschließen; wir können dann schauen, wo es für ihn am besten wäre, das Noviziat zu machen; das Leben im Ausland wird dem Kandidaten eine neue Perspektive geben und ihn ermutigen, im Irak zu arbeiten. Es wird ihm dann leichter sein zurückzukehren. Ein Einsatz im Ausland müßte mit dem Obern abgesprochen werden. Ich möchte diesbezüglich Klarheit haben. Die Berufe aus dem Irak, ob zu Hause oder im Ausland, kommen aus Liebe und Mitleid mit der Kirche, besonders mit der armen und leidenden Kirche. SCALA: Sie nehmen an der außerordentlichen Synode der Erzbischöfe des Mittleren Osstens teil. Was sind da Ihre Eindrücke? Die Synode wurde als Ereignis geschätzt. In ökonomischer, sozialer und politischer Hinsicht können wir wenig tun. Wir können unserer Verantwortung besser bewußt werden, eine „Brücke“ zu sein für die Versöhnung und für den Frieden in unserern Kommunitäten. Wir können jedem in Erinnerung rufen, wie wichtig es ist, in einer friedlichen Gesellschaft zu leben. Die Erwartungen der Leute sind realistisch. Sie wissen, daß die Kirche in vielen Belangen wenig tun kann. Wir sind ja auch Opfer der Schwierigkeiten, die politischen, ökonomischen, sozialen Ursprungs sind. Jeder Teilnehmer der Synode nimmt die Fragen mit: Was können wir als Seelsorger für unsere Gemeinden tun? Wie predigen wir das Evangelium: verkünden wir es als gute Nachricht, oder geben wir nun eine Information über die christliche Religion? Wir geben eine Menge guter Informationen über den christlichen Glauben, aber dieser muß gelebt und nicht gelehrt werden.
Wir haben das überwältigende Zeugnis der Menschen für Christus erfahren. Das sollte geschätzt werden. Das ist der Grund für den ersten Teil der „Schlußbotschaft“, die vorbereitet wird. Der erste Gruß ist an die Laien gerichtet, weil sie ein Zeichen Gottes sind, Zeugnis und Gemeinschaft. Sie sind immer da und ermutigen einander; und sie geben Berufe und helfen, die christliche Gemeinde aufrechtzuerhalten. Die Bischöfe des Mittleren Ostens planen, nächstes Jahr eine Synode zu halten, um diese Themen weiter zu verfolgen. SCALA: Was möchten Sie den Redemptoristen in der ganzen Welt sagen, die das lesen?
SCALA: Danke für Ihre Informationen und Überlegungen. Erzbischof Bashar: Danke Ihnen! Anmerkung der Redaktion: Bitte besuchen Sie http://www.cssrb.com/ für mehr Informationen über die Redemptoristen und die Kirche im Irak.
Angriff auf Katholiken im Irak „Die Katholiken im Irak sind erschüttert und geschockt. Sie stehen vor einem schrecklichem Dilemma: auswandern und das Leben ihrer Lieben retten; oder im Land bleiben und für ihren Glauben Zeugnis geben, mit dem Risiko für ihr Leben.“ So P. Vincent Van Vossel C.Ss.R., Oberer der Redemptoristen in Bagdad, nach dem Massaker am 31. Oktober in der syrisch katholischen Kirche unserer lieben Frau von der Erlösung.
VIA MERULANA Rom, Italien Anmerkung des Herausgebers: Viele Mitbrüder in der ganzen Welt haben die Bischofsweihevon P. Tobin über Internet live mitverfolgt. Die moisten Mibrüder haben auch die Fotogalerien und Videos auf www.redemptorist.info und anderswo gesehen. Es folgen nun zwei Berichte, welche die Bilder im Detail beschreiben. Speziellen Dank an newsletter Denverlink aus der Provinz Denver und an Provinzial P. Tom Picton, für die Präsentation dieses historischen Moments der Kongregation. Thomas Picton, C.Ss.R. 8. Oktober 2010 Das war nicht so, wie ich mir den Beginn der Bischofsweihe von Joe Tobin vorgestellt habe! Ich hatte die richtige Person gemeint, aber die Identitäten verwechselt – vielleicht ist das Verhalten für einen müden Provinzial mit jetlag normal. Ich hätte mir nicht träumen lassen, daß mein letzter offizieller Besuch als Provinzial in Rom als Teilnehmer erfolgen sollte an der Bischofsweihe eines früheren Studenten, eines emeritierten Generaloberen und Mitbruders der Provinz Denver als Ergebnis seiner Berufung durch Papst Benedikt XVI. zu einem sehr wichtigen Dikasterium des Vatikans – zur Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und den Gesellschaften apostolischen Lebens, allgemein bekannt als “Kongregation für die Ordensleute”. Es schien aussergewöhnlich, daß ein Redemptorist, nochdazu ein Mitbruder und Mitglied unserer Provinz, an die “IMAX” stage of worldwide leadership in the Church in eine Spitzenposition der Weltkirche gehoben wird, mit Verantwortung betreffs des Lebens der meisten Männer- und Frauenorden in der Welt. Es schien unglaublich, daß dies eben geschehen war – war das nur ein Traum, oder war das Wirklichkeit? Joe’s Familie und Freunde versammelten sich in der Hauskapelle der Casa Sant’Alfonso zur Eucharistiefeier – seine letzte Messe als P. Joseph Tobin, wie einer seiner Klassenkameraden anmerkte. Unter anderen anwesenden Priestern, umfassten jene aus der Provinz Denver die Patres Joe Dorcey, John Vargas, Bill Bueche, Bernie Carlin, John Steingraeber, Gary Ziuraitis und Tom Santa. Weitere Schulkameraden and Mitbrüder waren die Patres Henry Beauchamp von Puerto Rico, Phil Dabney aus Boston, MA Pete Sousa von der Vize-Provinz Richmond. Anwesend waren noch P. Marty Laumann, ein früherer Mitbruder der Provinz Denver, derzeit im Dienst der Erzdiözese von Manuas, Brasilien, FP. Don Miniscalco, C.Ss.R., ein ausgezeichneter Professor für Patristik aus Joe’s Studententagen im Großen Seminar in Esopus, und Peter Tran, ein guter Freund und früherer Mitbruder. P. Pat Woods, Provinzial der Provinz Baltimore, kam Samstag morgen an.
Vor Beginn der Messe übergaben Joe seine Klassenkameraden ein Geschenk. Das Geschenk, das von P. Beauchamp überreicht wurde, hatte von weitem die Form eines Homeplate von einem Baseballspiel. Ich wußte, daß Joe kurz nach der Bekanntmachung seiner Berufung als Erzbischof mit Familie und Freunden ein Baseballspiel der Detroit Tigers besucht hatte, sodaß ich dachte, daß vielleicht jemand imstande war, ein Homeplate der Detroit Tigers als Souvenir zu erhalten. Doch das mysteriöse Geschenk war kein Homeplate, sondern eine Mitra mit dem eingestickten Bild Unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe. (Joe trug die Mitra während dem Dankgottesdienst zu Ehren seiner Ordination in der St. Alfons-Kirche mit der Ikone Unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe am Sonntag den 10. Oktober.) Der Abend wurde auf Einladung der Familie Tobin mit Pizza und guter Laune in der oftbesuchten Pizzeria Galilei gleich daneben beschlossen. 9. Oktober, 2010 Als ich St. Peter auf meinem Weg zur Sakristei betrat, bemerkte ich genau unter dem Hochaltar eine große athletische Figur, in purpurrotem bischöflichen Gewand prächtig gekleidet, vermutliche Familienmitglieder und spezielle Gäste begrüßend. Plötzlich realisierte ich, daß es der zum Erzbischof erwählte Tobin war, den ich in seiner neuen offiziellen Rolle das erste mal sah – und es war ein beeindruckender Anblick.
Die Bischofsweihe wurde am Hauptaltar des Petersdomes – dem Papstaltar – gefeiert, um die vielen Gratulanten, die zur Zeremonie eingeladen waren, unterbringen zu können. Die musikalische Gestaltung erfolgte mit Gregorianischen Gesängen, welche vom Interuniversitären Chor von Rom, begleitet vom Bläser-Sextett “Euphonos” mit Juan Pardell Sole an der Orgel, geboten wurden. Die liturgische Handlung war nichts weniger als spektakulär vom Standpunkt der Musik, Liturgie und Stimmung in der größten und berühmtesten Basilika der Welt! Am Ende der Ordinations-Messe, während dem Te Deum, zogen Erzbischof Tobin und die anderen neugeweihten Bischöfe in Prozession durch St. Peter, ihren ersten bischöflichen Segen der wartenden Menge spenden. Unsere eigene redemptoristische Tradition spiegelnd, erklang am Ende vor dem Auszug das “Salve Regina”. Ich habe versucht, diese zwei schönen, ereignisreichen und erinnerungswürdigen Tage in Rom zu rekapitulieren. Sie waren inspirierend und beglückend, und beflügelten meine Seele himmelhoch. Gratuliere, Joe! Du bleibst immer unser Mitbruder, und die Provinz Denver ist Deine Heimat außerhalb von Rom. Bitte sei unserer herzlichen Grüße und Gebete versichert. Möge der Allerheiligste Erlöser immer mit Dir sein, mit Gnade und Segen auf Fürsprache des hl. Alfons, aller unserer Brüder Redemptoristenheiligen und –seligen, und Unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe! Rom, Italien
Für die Liturgie um 18.30 war die Kirche Sant’Alfonso mit Getreuen überfüllt. Für den Heimkehrer war die Kirchenfassade mit der Päpstlichen und der Amerikanischen Flagge und mit Poster von Erzbischof Tobin’s Familienwappen geschmückt. Die Kirchenbänke waren mit weißem Leinen überzogen. Blumenarrangements aus goldenen und weißen Margariten und Chrysanthemen verzierten das Heiligtum unter dem Blick des originalen und wundertätigen Bildes Unserer Mutter von der Immerwährenden Hilfe. Redemptoristen von überall aus der Welt betraten die Kirche in Prozessionsordnung. Hervorgehoben seien P. General Michael Brehl, Generaloberer Emeritus Juan Lasso de la Vega und Provinzialoberer Tom Picton. Zahlreiche Redemptoristen-Bischöfe aus der ganzen Welt waren ebenfalls anwesend, wie Freire Gutemberg Regis, Bryan Bayda, Bohdan Dziurach, Bashar Warda, und José Ignacio Alemany Grau.
ANKÜNDIGUNGEN:
USA, Provinz Denver
In nächster Zukunft wird also im Vatikan eine eingehende Prüfung stattfinden; sie wird entscheiden, ob die Heilung den Kriterien für ein Wunder enspricht, die für die Heiligsprechung von Seelos benötigt wird. Der Redemptorist P. Franz Xaver Seelos (1819 – 1867) wurde im Jubiläumsjahr 2000 in Rom seliggesprochen. Er war ein Mann der Heiterkeit und des tiefen Gebetes; seine Freundlichkeit und sein Eifer zogen viele Menschen an. Er ist vielen als ein mächtiger Fürsprecher bekannt. Seine Reliquien befinden sich in der Kirche des sel. P. Seelos in New Oreans, Louisiana. Sie werden freundlich ersucht, für seine Heiligsprechung zu beten. Weitere Informationen: www.seelos.org
Redemptorist leitet preisgekrönte Doktorarbeit
LEBENSWENDEN: Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Genaueres finden Sie auf Officialia site
Ewige Gelübde: Priesterweihen: Todesfälle: Jubiläen –
Dezember 2010: 60 Jahre Profeß: 60 Jahre Priester: 50 Jahre Profeß: 25 Jahre Priester: Wahlen: P. Vincent Phạm Trung Thành zum Provinzial gewählt Provinz Vietnam. Bestätigt 10. September 2010. P. Luís Rodrigues Batista zum Provinzial gewählt Provinz São Paulo. Bestätigt 24. September 2010. P. Lawrence Kaufmann zum Provinzial gewählt Provinz Süd Adrika. Bestätigt 5. Oktober 2010. P. Gonzalo Rascón Rivera zum Provinzial gewählt Provinz México. Bestätigt 5. Oktober 2010. P. Jorge Gómez Rueda zum Provinzial gewählt Provinz Bogotá. Bestätigt 5. Oktober 2010. P. Noel Antonio Londoño Buitrago zum Provinvikar gewählt Provinz Bogotá. Bestätigt 5. Oktober 2010. P. John Britto Arulanandam Selsus zum Provinzial gewählt Provinz Bangalore. Bestätigt Oktober11, 2010. P. Roger Michel zum Provinzial gewählt Provinz Lyon-Paris. Bestätigt 14. Oktober 2010. P. François Vannier zum Provinzvikar gewählt Provinz Lyon-Paris. Bestätigt 14. Oktober 2010. P. Seán Wales zum Provinzvikar gewählt Provinz South Africa. Bestätigt Oktober14, 2010. P. Fábio Bento da Costa zum Provinzial gewählt Provinz Goiás. Bestätigt 22. Oktober 2010. P. Luis Mauricio Pizarro Bugueño zum Provinzial gewählt Provinz Santiago. Bestätigt 22. Oktober 2010. P. Robson de Oliveira Pereira zum Provinzvikar gewählt Provinz Goiás. Bestätigt 22. Oktober 2010. P. Joaquim Parron Maria zum Provinzial gewählt Provinz Campo Grande. Bestätigt 24. Oktober 2010. P. Manuel Cruz Meza zum Vizeprovinzial gewählt Vizeprovinz San Salvador. Bestätigt 26. Oktober 2010. P. Sixto Benigno Guerrero Vásquez zum Provinzial gewählt Provinz Quito. Bestätigt: 26. Oktober 2010. Ernennungen:
Mitglieder des Generalsekretariats für die Redemptoristinnen für das Sexennium 2009-2015: Mitglieder der Kommission für rechtliche bez. 25. Generalkapitel: Direktor des Zentrums für Spiritualität 2009-2015: Mitglieder der Kommission für die Supervision der Gebäude des Generalats für 2009-2015 Rücktritt: P. Joseph W. Tobin als Präsident der Kommission für ökonomische Solidarität. Angenommen 10. September 2010. Präsident der Kommission für ökonomische Solidarität bis zum nächsten Generalkapitel, mit Wirkung 10. September 2010: P. Michael Kelleher, C.Ss.R., Provinz Dublin. Ernannt am 10. September 2010. Präfekt der Kirche St. Alfons und Rektor der Wallfahrt zu der Mutter von der immerwährenden Hilfe, Rom: P. Luciano Panella, C.Ss.R., Provinz Neapel, bis 31. dezember 2014. Ernannt am 1. Oktober 2010. Auflösung von Häusern: Domus “St. Clement’s” in der Provinz Dublin in Belfast, Ulster, Northern Ireland. 10. September 2010. Domus in derProvinz Rom in Modena, Italien. Aufgehoben am 22. Oktober 2010. Domus in der Provinz Rom in Marzocca, Italien. Aufgehoben am 22. Oktober 2010.
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