Rom, Italien Mach den Text größer | Mach den Text kleiner VOM HERAUSGEBER AUS DEN KONFERENZEN: AUS DEN PROVINZEN:
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VERLAUTBARUNGEN: NEUE REDEMPTORISTISCHE WEBSITES TAGESNACHRICHTEN
Möglicherweise haben Sie in diesem Monat zwei Nachrichten als Anhang zu SCALA bekommen. Wir bitten die Oberen der Einheiten, diese Links zurückzusenden. Wir haben nämlich gemerkt, dass einige Mitbrüder ihre e-mails geändert haben oder dass einige Daten aufgrund von komplizierten Internetvorgängen verloren gegangen sind. Wenn Sie bis jetzt den monatlichen SCALA-Bericht nicht erhalten haben, dann klicken Sie auf den Hinweis "Bestellung des Scala". Ein e-mail Formular scheint auf, Sie brauchen dieses nur anzuklicken und sind direkt bei uns eingetragen. Vergangene Ausgaben von SCALA-Nachrichten sind ebenfalls zugänglich, indem Sie den Link anklicken, der sich allmonatlich am Ende der Nachrichten vorfindet.
José María Montes Palomino, C.Ss. R, Oberer der Mission Elfenbeinküste, einer Gründung der Madrider Provinz, starb plötzlich am 13. August 2011.
P. José, der ursprünglich von der Provinz von Madrid ausgesandt worden war, übte seine missionarische Tätigkeit in Afrika, Peru und Belgien aus. Er verbrachte beinahe sein ganzes priesterliches Leben in Afrika; zuerst in der Demokratischen Republik Kongo (damals Zaire) und als Teil der ursprünglichen Mission an der Elfenbeinküste. Er war der letzte aus Spanien stammende Redemptorist an der Elfenbeinküste. Seinem Wunsch entsprechend wurde er in der Kirche des hl. Markus in Bouaké (Elfenbeinküste) zur letzten Ruhe gebettet. Am 12. August wurde Marek Marian Piatek, C.Ss.R. zum Bischof geweiht. Er wird am 23. Oktober in der Kathedrale der heiligen Anna und des heiligen Sebastian als Territorialprälat von Coari (Amazonas, Brasilien) installiert. P. Paschal Ahanonu, C.Ss.R, aus der Provinz Nigerien schickt uns diese Fotos der neuen Pfarrkirche und der Gebäude in Alaba.
Ist Ihre Einheit an neuen pastoralen Initiativen interessiert? Schicken Sie uns Ihre Geschichte und Fotos, um die Mitbrüder auf der ganzen Welt darüber in Kenntnis zu setzen was wir tun, um das Evangelium neu zu verkünden. Gnade und Erlösung für Euch alle
Konferenz Nordamerika
Zweites Treffen der Konferenz Afrika und Madagaskar Außer den Obern und Vokalen der Einheit waren anwesend: der Koordinator P. Guy-Arnaud Agbossaga, der Prokurator für Afrika und Madagaskar P. Gerry O'Connor, der Generalkonsultor João Fernandes und ein Beobachter aus der künftigen Neugründung Mozambique/Malaw, John Berminghan. Die Elfenbeinküste war nicht vertreten – der Obere P. José Maria Móntez war einige Tage vor Beginn des Treffens gestorben. Von den 20 Teilnehmern waren 7 zum ersten Mal anwesend, so auch der Koordinator. Das hatte einige Schwierigkeiten bez. der Kontinuität mit dem ersten Treffen zur Folge. Aber die Gruppe ging mit Leib und Seele an die Arbeit; sie hatte ein dichtes Programm und nützte die Zeit gut aus. Die Hauptthemen des Treffens waren: Die Mission (Methodologie der pastoralen Prioritäten und gemeinsame Projekte der Konferenz); der Fonds für Afrika und Madagaskar, die Finanzierung der Aktivitäten der Konferenz, die Abstimmung über die dem Generalrat vorzulegenden Statuten, Diskussion über die Errichtung der grundlegenden Strukturen der Konferenz, z.B. Räte, Kommissionen und Sekretariate. Zwei der sechs Tage waren einem Seminar über den Schutz von Kindern gewidmet: es soll ein aktives Bewußtsein für dieses wichtige Anliegen entwickelt werden, zum Nutzen der Kirche und unserer Mission.
Joint Projects der Mission: Eine Herausforderung wurde der Konferenz vorgeschlagen: Beginn einer Überlegung über ein gemeinsames missionarisches Vorhaben auf dem Kontinent. Z.B. im Südsudan. Das würde einen größeren Elan in die Konferenz bringen und eine starke Motivation für junge Redemptoristen und Studenten sein.
Gemeinsame Ausbildung:
Finanzen:
Fonds für Afrika & Madagaskar:
Räte, Kommissionen und Sekretariate: Raymond Mupandasekwa (Zimbabwe), Nelson Ndiyelo (Angola), Boniface Nnabuikse (Nigeria) und Michel Tombofeno (Madagaskar) wurden für das Bildungssekretariat gewählt. Für das Secretariat for Integral Evangelization (einschließlich Justice and Peace und Jugendpastoral) wurden vorgeschlagen: Zéphirine Luyla (Congo), Jorge Guerrero (Madagaskar), William Guri (Zimbabwe), Udeh (Nigeria), Santiago Lavigne (Mozambique).
Für die Commission for Lay Associates: Farai Zambarani (Zimbabwe) und Guilherme Salussasse (Angola).
Kommission für die Brüdertreffen: Benjamin Posvo (Zimbabwe) und Léon Masiala (Congo).
Spanien Am Samstag, 20. August, veranstalteten die Redemptoristen der Provinz Madrid eine Feier für alle jungen Leute aus der ganzen Welt, die mit den Redemptoristen verbunden sind und die zum Weltjugendtag 2011 nach Madrid gekommen waren. Diese Feier, bezeichnet "Alfonsustag", fand in unserer Pfarre St. Gerard und in der Schule Gamo Diana statt. Anwesend waren der Generalobere P. Michael Brehl, der Generalkonsultor und Kontaktmann mit der Generalleitung für die Jugendpastoral P. Alberto Eseverri, und der spanische Provinzial P. Pedro Calvo López; sowie eine große Gruppe von Mitbrüdern aus Spanien und der ganzen Welt, unter ihnen drei Redemptoristen-Bischöfe.
Am Alfonsustag legten drei Novizen aus Spanien ihre Zeitlichen Gelübde ab: Carlos Antonio Galan Moreu, Pablo Jiménez Ruiz und Antonio Puerto Diosdato . Nach ihrem Postulat in Valencia und dem Noviziat in Ciorani (unter dem Novizenmeister P. Maurizio Jannuario) versprachen sie, ihr Leben einzusetzen für die Verkündigung der reichen Erlösung.
Herzlichen Dank allen, die zum reibungslosen Ablauf des Alfonsustages beigetragen haben, besonders der Kommunität der Redemptoristen und den freiwilligen Helfern der Pfarre St. Gerard.
Anmerkung des Herausgebers: Klicken Sie auf:
Das Thema des Weltjugendtages hat die Vorbereitung und die Feiern heute bestimmt. In unseren Überlegungen und Gebeten, in unserem Singen und Feiern, rufen wir laut und deutlich, daß wir gepflanzt und aufgebaut sind auf Jesus, den Erlöser. Wir stehen in unserem Glauben fest. Wie Alfonsus möchten wir in unserem Leben ständig in unserer persönlichen Beziehung zu Jesus wachsen. Wir haben hier diese große Gelegenheit mit Jüngern Jesu aus der ganzen Welt erlebt. An diesem Abend werden wir zum Höhepunkt kommen mit der Vigil und der Messe morgen mit Papst Benedikt. Der Geist hat uns hier alle berührt und uns verändert. Aber die Erfahrung und der Geist des Weltjugendtages muß weitergehen, wenn wir zurückkehren in unsere Länder, in unsere Häuser und unsere kirchlichen Gemeinschaften.
Dieses alfonsianische Treffen hat einmal mehr bestätigt, daß die Redemptoristen und ihre Mitarbeiter der Pastoral mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen verpflichtet sind. Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig diese Verpflichtung für alle von uns ist: Junge und nicht mehr so Junge, Frauen und Männer des Glaubens, aus vielen Kulturen rund um die Welt. Ich fordere Euch alle auf – Rodemptoristen und Mitarbeiter, Frauen und Männer –, ihre persönliche Verpflichtung zu diesem Dienst zu erneuern. Verpflichten wir uns, die Frohe Botschaft von Jesus der Jugend der ganzen Welt mitzuteilen. So wird der Weltjugendtag auch künftig unser Leben bestimmen und unsere Welt herausfordern. Die Welt, in der wir heute leben Schwestern und Brüder, vergeßt Sie nie, daß wir diese Welt mit allen teilen, mit Gläubigen und Nichtgläubigen, Christen und Nichtchristen, Jungen und Alten. Wir leben in einer Welt voller Freuden und Leiden, Hoffnungen und Enttäuschungen. Diese Welt ist jetzt die einzige. Sie ist unser gemeinsames Zuhause.
Unsere Welt ist eine Welt mit vielen Gaben und Hoffnungen. Neue Technologien bringen Hilfen in Krankheiten und die Möglichkeit, die Weltbevölkerung zu ernähren. Die Medien machen die Welt klein und geben die Möglichkeit, leichter zu kommunizieren. Es wurde uns die Möglichkeit gegeben, mehr und direkter für Gerechtigkeit und Frieden zu wirken, für die Erziehung und gegenseitige Achtung. Wir können die Gute Nachricht von Jesus mit unseren Brüdern und Schwestern auf neuen und erstaunlichen Wegen teilen. Wir können die Unterschiede und die große Verschiedenheit der Kulturen als Geschenk verstehen, die uns bereichern und nicht bedrohen. Der Weltjugendtag ist ein Beweis dafür. Diese ganze Woche beweist die Möglichkeit, daß unsere Hoffnungen Wirklichkeit werden können. Die Begegnungen mit allen Teilen der Welt, wie wir sie gerade heute erleben durften, bestätigen unsere Hoffnungen und verstärken unseren Glauben.
Aber das ist nicht die ganze Geschichte über unsere Welt. Unsere Welt ist gebrochen und zerbrechlich. Sie ist gespalten durch Krieg und Gewalt. Wir sehen das jeden Tag in den Nachrichten. In unserer Welt kann ein Massaker von jungen Menschen wie in Oslo, Norwegen, stattfinden, und es findet statt. In unserer Welt gibt es die leidenden Menschen von Somalia, die verhungern und von Terror bedroht sind. Am Rande unserer Gesellschaft und in den Außenseiten unserer Städte finden wir viele verlassene, betroffene, verstörte Jugendliche. Menschenhandel versklavt unsere Schwestern und Brüder, besonders Frauen und Kinder. Wir alle wissen, daß unsere Welt gebrochen ist. Es ist eine große Herausforderung, in dieser Welt – so schön und so gebrochen – im Glauben fest zu bleiben und mit anderen unsere Verbundenheit mit Jesus zu leben auf eine Weise, die Hoffnung gibt. Wir können auf diese Herausforderung nicht allein, durch uns selbst antworten. Wir können das Thema des Weltjugendtages nur durch die Kraft des Heiligen Geistes leben. Wir müssen uns gegenseitig in Jesus Christus aufbauen. Im Glauben feststehen heißt: unsere Freundschaft und Verbundenheit mit Jesus im Geist und als Glieder seines Leibes zu vertiefen. In Jesus Christus aufgebaut werden (1 Kor. 12 – 13) – Sein Leib in dieser Welt sein heißt: mehr Mensch werden in Jesus Christus, dem vollkommenen Menschen (Konstitution 19) Wir sind der Leib Christi. Wir sind berufen, immer mehr zur Vollgestalt Christi heranzuwachsen. Das ist es, in Christus aufgebaut zu werden. Erinnern wir uns, daß Gott uns Jesus als einen von uns gesandt hat. Jesus, das Wort Gottes, hat sich gewürdigt, Mensch zu werden. Er teilt unser Menschsein in allen Belangen. Die Kirche lehrt uns, daß Jesus mit menschlichen Augen sieht. Mit menschlichen Ohren hört. Daß er mit Gespür und Geschmacksinn lebt. Daß er mit menschlichen Händen berührt. In Jesus aufgebaut werden bedeutet: ganz Mensch werden wie er es war. Vergessen wir nicht, daß Jesus nachfolgen niemals meint, unser Menschsein zu verleugnen, sondern mehr Mensch zu werden. Um unser Menschsein zu befördern, müssen wir unsere fünf Sinne entwickeln, und den sechsten Sinn dazu. Ich schlage vor, daß wir diese Sinne als ein konkretes Symbol betrachten, wie wir in Jesus aufgebaut werden und in unserer Beziehung zu ihm und mit anderen wachsen können.
Wie würde die Welt aussehen, wenn wir sie mit den Augen Gottes sähen? Nun, zuerst: Gott sieht alles, was er geschaffen hat, als gut. Und die Menschen, Mann und Frau, als sehr gut. Die Welt sehen wie Gott sie sieht, bedeutet, sie zu sehen mit den Augen Jesu Christi. Und wie sieht er die Welt? Wo andere Sünder sehen, sieht er Kinder Gottes – selbst wenn sie verlorene Schafe sind. Wo andere Feinde sehen, sieht Jesus Brüder und Schwestern – selbst wenn sie nicht versöhnt sind. Wo andere die Welt als einen Ort sehen, den man ausbeuten kann, sieht Jesus sie als Gottes Garten, der gepflegt werden muß und allen Freude bereiten soll. Jesus sieht mit den Augen Gottes. Die Weise, wie Jesus die Welt sieht, ändert sie – schaut in die Evangelien, wie oft das geschieht! Schaut in euer eigenes Leben, und ihr werdet sehen, wie wahr es ist. Jesus sieht euch als geliebte Kinder Gottes. Diese Sicht hat die Kraft, zu ändern. Wenn wir dies anerkennen, werden wir die Mitmenschen anders sehen. Wie ihr seid, so ist die Welt, die ihr seht. Wir beginnen, mit den Augen Gottes, mit den Augen Jesu zu sehen. Wir werden mehr Menschen.
Ich denke, die Welt zu "schmecken" wie Gott sie schmeckt, bedeutet: voll Leben und Freude sein. – Schmecke und sieh, daß der Herr gut ist. Nicht jeder Geschmack ist angenehm – Ihr wißt das aus eigener Erfahrung. Gerüche können süß oder sauer sein, bitter oder exotisch, stechend oder delikat. Jesus schmeckte die Lebensfreude – im Essen und Trinken, in der Natur und in der Freundschaft. Er schmeckte auch die Bitterkeit des Verrates und das Leid. Er schmeckte all das, er trank es in sich hinein. Er sagte den Jüngern: "Ich bin gekommen, daß ihr das Leben habt, das Leben in Fülle". Um in Jesus aufgebaut und ein vollkommener Mensch zu werden, müssen auch wir das Leben in seiner Fülle "schmecken". Wir müssen das Bittere und das Süße, die Freude und das Leid durchkosten. Das Leben durchkosten heißt: leben, als ob an jeder Straßenecke eine große Freude stünde, ein Überfluß von Güte in jedem, dem wir begegnen. Manchmal werden wir enttäuscht sein über unsere "Kost". Meistens werden wir überrascht sein mit Staunen und Freude.
Mit den Ohren Jesu hören – was ist das für ein wunderbares Bild! Ich denke, daß dieser Sinn zwei sehr grundlegende und wichtige Weisen des Hörens auf Gott in unserem Leben benennt. Wir lernen zu hören wie ein Jünger, wenn wir das Wort Gottes in den Heiligen Schriften hören und in den Zeichen der Zeit. Jesus war durchdrungen von den Heiligen Schriften. Er kannte die Psalmen auswendig und betete sie täglich. Er zitierte die Propheten aus dem Gedächtnis, besonders den Propheten Jesaja. Seine Art, die Dinge zu sehen, zu kosten und zu erleben war geprägt durch sein Leben mit dem Wort Gottes – er wußte, daß es von Gott zu ihm gesprochen war, und zu allen Menschen. Jesus achtete auch auf die Zeichen der Zeit. Er wußte, daß sein Vater ständig durch die Ereignisse und die Mitmenschen im täglichen Leben spricht. Vor gut vierzig Jahren hat Karl Rahner, der große Theologe, gesagt, die Christen sollten – um das Wort Gottes heute zu hören – in der einen Hand die Bibel haben und in der anderen die Tageszeitung. Heute würden wir eher sagen: das Internet. Aber Sie verstehen den Auftrag. Beim Achten auf die Zeichen der Zeit hörte Jesus den Schrei der Armen, wie Gott ihn hört. Von der ersten Seite der Bibel an sehen wir, daß Gott mit besonderer Aufmerksamkeit auf die Bitten der Armen und Leidenden hört. Wie Gott hören bringt uns zum Mitleiden.
Im Englischen (und Deutschen) haben wir den Ausdruck: ‚seiner Nase folgen'. Das bedeutet, den Berufungen folgen, wohin man gerufen ist. Jesus folgte seiner Nase: er suchte die Armen und Verlassenen auf. Das Charisma der Redemptoristen fordert uns auf, dasselbe zu tun. Auch wir sind gerufen, die Menschen am Rande der Gesellschaft zu suchen, wie der gute Hirt sein verlorenes Schaf. Dieser Sinn ruft uns, an der Seite der Armen und Verlassenen zu sein. Wir können nicht warten, daß sie zu uns kommen. Sie kommen vermutlich niemals. Wir müssen unserer Nase folgen und sie suchen.
Eines der "berührendsten" Charakteristika an Jesus ist, daß er die Menschen berührt. Er geht nahe zu den Menschen hin. Er scheut sich nicht, den Aussätzigen zu berühren, den Kranken, den Sünder, den Erschrockenen. Er umarmt die Kinder und nimmt sie in seine Arme. Er zögert niemals, seine Hand auszustrecken und zu berühren. Um andere berühren zu können, müssen wir nahe bei ihnen sein. Die Nähe zu den Menschen ist eines der großen Charakteristika des hl. Alfons, und des Charismas der Redemptoristen. Wir folgen dem Beispiel Christi, der immer nahe bei den Menschen war. Wenn wir diese fünf Sinne entwickeln, werden wir immer mehr Mensch. Und werden immer mehr Leib Christi. Wir lernen zu sehen, wie Gott die Welt sieht; und das ändert unsere Sichtweise. Wir kosten das Leben, das süße und das bittere, und wir umarmen das Leben und verpflichten uns, voll zu leben. Wir hören auf Gott, der zu uns heute spricht in den Heiligen Schriften und in den Zeichen der Zeit; wir hören besonders auf den Schrei der Verlassenen und der Armen. Wir folgen unserer Nase, indem wir die Menschen in größter Not aufsuchen, und begleiten sie. Wir suchen die Nähe zu den andern, um ihnen unsere Hände zu reichen und ihnen ein Willkommen zu bieten, Erleichterung und Hilfe. Wir tun dies mit Jesus, und werden damit mehr und mehr in Christus aufgebaut. Wie Teresa von Avila schreibt: Christus hat jetzt keinen Leib außer euren. Wir werden seine Hände und Füße, seine Stimme und seine Ohren und seine Nase, sein Leib; seine Gegenwart in der Welt von heute.
Wenn wir in diesen fünf Sinnen wachsen, entwickeln wir auch, denke ich, einen ‚sechsten Sinn', den wichtigsten von allen. Wir lernen zu lieben, wie Gott liebt, mit dem Herzen Christi des Erlösers. Heute abends wird Papst Benekikt in der Vigilfeier alle Jugendlichen dem Herzen Jesu weihen. Was bedeutet diese Weihe? Ich glaube, sie ist ein Aufruf zu einer tieferen und grundlegenden persönlichen Beziehung zu Jesus Christus. Diese Weihe verpflichtet uns, mit dem Herzen Jesu zu lieben. Dadurch werden wir ‚Erlöser im Erlöser' – Jesus umarmt die Welt durch uns, durch unsere Liebe für unsere Brüder und Schwestern. Wir lernen, wie Jesus unser Leben für andere einzusetzen, für die volle Erlösung – wie Jesus sein Leben hingegeben hat für uns. Für den hl. Alfons war diese Liebe das Herz unsrer Berufung als Redemptoristen ist – Jesus Christus lieben, und in ihm alle unsere Schwestern und Brüder. Nichts ist wichtiger als dies. Fest im Glauben In Jesus Christus aufgebaut, bitten wir den Heiligen Geist, uns zu helfen, die Frohe Botschaft, die wir erfahren haben, anderen zu verkünden. In einer Welt, die zugleich schön und gebrochen ist, müssen wir die Liebe Gottes in Jesus Christus leben. Das ist Frohe Botschaft. Ein Evangelium der Hoffnung. Vor ihrem Tod im KZ Auschwitz schrieb Anne Frank in ihr Tagebuch: "Jeder hat in sich ein Stück Froher Botschaft. Die Frohe Botschaft ist, daß du dir noch nicht vorstellen kannst, wie groß du sein kannst. Wie viel du lieben kannst. Was du vollbringen kannst. Und was Deine Fähigkeiten sind." Die Macht des Heiligen Geistes gibt uns den Mut, an die Frohe Botschaft zu glauben und sie anderen zu verkünden. In der Gemeinschaft des Leibes Christ lehrt uns Jesus, wie wir dieses neue Menschsein verkörpern können, wie wir werden können, was wir glauben. Das ist die Bedeutung von "fest im Glauben". Einige Orientierungen für das RYVM in der nächsten Zeit Abschließend möchte ich einige Hoffnungen und Orientierungen geben für die Höhepunkte des Welljugendtages heute abends und morgen.
Zuerst vor allem für die Jungen und Mädchen, die mit dem redemptoristischen Charisma rund um die Erde verbunden sind. Die Kongregation ist dankbar dafür, daß ihr Teil unserer Familie seid. Es gibt viele verschiedene Wege, wie ihr euch stärker einbringen könnt, das Evangelium mit uns zu leben und zu verkünden.
An zweiter Stelle ein Wort für unsere Mitarbeiter in der Seelsorge für die Jugend und jungen Erwachsenen. Ihr seid ein wesentlicher Teil von uns. Danke für euer großzügiges Geschenk von euch selbst in dieser sehr wichtigen Aufgabe. Ich rufe euch auf, dies noch intensiver zu tun, und die Redemptoristen in ihrem Dienst herauszufordern. Wir brauchen euch! · Haltet eure Augen offen für die heutige Welt, damit ihr wahre christliche Zeugen in der Welt sein könnt. Taucht tief in die Wort Gottes und in das Geheimnis Christi ein.
Mitbrüder, seid euch bewußt, daß ihr eine besondere und wichtige Aufgabe habt für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Arbeitet mit ihnen und begleitet die Leiter, die unsere Geistigkeit teilen.
Schluß Danke für eure Geduld und eure Aufmerksamkeit. Ein besonderer Dank an die Redemptoristen von Madrid für ihre Gastfreundschaft. Laßt mich schließen mit einer Einladung und einem Aufruf. Es gibt bei den Bantu in Afrika ein Sprichwort: "Das Wort ‚ja' schafft Probleme, aber das Wort ‚nein' bringt gar nichts". Sagt also bitte ‚ja' zu Jesus, und ‚ja' zum Leben. Zusammen können wir etwas erreichen. P. Michael Brehl, C.Ss.R.
Kanada
Unter dem Thema des Jubiläums "in den Spuren des Erlösers" haben die Festlichkeiten die Mission der Redemptoristen in diesen 100 Jahren in Erinnerung gerufen. Eine Präsentation während der Feiern zeigte auch, daß der missionarische Geist wie am Anfang auch heute lebendig ist. Während des Jubiläums fand auch ein Podiumsgespräch statt zum Thema: "Herausforderungen und Chancen des Ordenslebens in einer sich ändernden Kirche und Gesellschaft". Das Gespräch half die Kreativität zu stimulieren und die Missionare zu ermutigen, kraftvoll das Evangelium neu zu verkünden. Im nächsten Monat mehr darüber in SCALA. Brasilien Ich möchte einige Informationen geben über eine der missionarischen Institutionen der Vizeprovinz Bahia: das "Centro Missionário Redentorista". Vor etwa zwanzig Jahren brachte ein missionarisches Erwachen in unserer Vizeprovinz die Schaffung eines Predigtteams; und damit wurde die Idee eines Missionszentrums geboren. Der Traum der Mitbrüder wurde Wirklichkeit in der Planung des Zentrums. Es soll helfen, das missionarische Charisma der Redemptoristen zu leben mit Aufmerksamkeit auf die Zeichen der Zeit. Das Ergebnis war die Erneuerung unserer Evangelisierung in der neuen Situation der Kirche und der Gesellschaft. Das Ziel des Zentrums ist: Im Geist der authentischen missionarischen Tradition der Redemptoristen, in Übereinstimmung mit der Evangelisierung in der Kirche von Lateinamerika und der Karibik, wie im Dokument von Aparecida ausgesprochen, und in Befolgung der pastoralen Weisungen der Bischofskonferenz von Brasilien, will unser Zentrum:
Diese allgemeine Zielsetzung ermöglicht verschiedene Pläne und Projekte. Im Bezug auf pastoraltheologische Studien ist das Missionszentrum verantwortlich für:
Im Hinblick auf die Ausbildung hat das Missionszentrum die Verantwortung für:
Im Hinblick auf die missionarische Tätigkeit will das Missionszentrum befördern:
Hier möchte ich einige kurze Nachrichten über Ereignisse im Missionszentrum berichten.
Die Redemptoristen aller Einheiten von Brasilien arbeiten zusammen in einer interprovinziellen Mission in der Stad Itabuna, mit 250.000 Einwohnern. Vom 14. – 24. Juli fand die "Vormission" statt. Auch die Mitbrüder des Missionszentrums arbeiteten mit. Es fand eine Sendungsfeier für die Laienmissionare aus allen 14 Pfarren statt; sie wurden in die 60 Orte gesandt, in denen die Mission stattfinden wird. In den einzelnen Pfarren wurden Wohnviertel geschaffen mit je 30 Familien. Im Ganzen mehr als 500. Einen Monat lang fanden Bibelgespräche und Gebetstreffen statt. Fast 1.500 Laienmissionare aus den Pfarren von Itabuna verkünden auf den Plätzen, Straßen, in den Gebäuden, den öffentlichen und privaten Institutionen und in den Außenbezirken der Stadt das Evangelium den Menschen, denen sie dort begegnen. Nach dieser Phase kam vom 25. August bis 4. September die Phase der Verkündigung des Wortes Gottes, der wichtigste Teil der Mission. 60 Mitbrüder und 40 Laien arbeiteten mit.
Auf die Initiative von P. Pedro (Jaroslaw) Gruzdz, Mitglied des Missionszentrums, wurde ein besonderes Vorhaben der Vizeprovinz Bahia geplant: eine Pilgerfahrt zu den historischen Stätten der Redemptoristen in Europa. Es ist dies ein Pionierprojekt und somit eine Herausforderung. Es war für die Zeit vom 9. – 29. September geplant. 14 Laienmitarbeiter von Salvador, Feira de Santana und Senhor do Bonfim waren als Teilnehmer gemeldet. Während dieser drei Wochen war P. Pedro Führer an den Stätten des hl. Alfons, Klemens, Johann N.Neumann, Gerhard; in Polen, Tschechien, Österreich und Italien.
Das Jubiläum des 200. Geburtstages von Johannes Nepomuk Neumann findet seinen Niederschlag in den Aktivitäten des Missionszentrums. Um sein Leben und Wirken im Prozeß der Restrukturierung besser bekannt zu machen, bereiten wir uns selber auf eine größere Verfügbarkeit für die missio ad gentes vor. Ein Beitrag dazu: die Veröffentlichung der Novene zu Ehren des hl. Johannes N. Neumann durch die Vereinigung der Redemptoristen von Brasilien. Verfügbar ist auch ein Faltblatt und ein Poster des Jubiläums, mit Gebeten und mit der Litanei zum hl. Johannes N. Neumann. Die Einkehrtage der Laienmitarbeiter behandeln die Aspekte der Spiritualität des Heiligen.
Das Leben und Wirken unseres Gründers fasziniert immer wieder Menschen. Einige von ihnen haben sich entschieden, als Redemptoristen zu leben, andere sind Laien; mit ihnen verbunden, nehmen sie an deren Mission teil. Eine von ihnen ist Ana Rosa da Cos Greenhalgh, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Künste Mater Salvatoris. Sie veröffentlichte vor kurzem ein Buch über "Alfons Maria de Liguori – sein Leben, seine Werke und seine Kongregation". Sie schreibt: "Dieses Werk hat mir verschiedene Vorteile und eine bessere Kenntnis des hl. Alfons gebracht. Es bot mir die Möglichkeit, Persönlichkeiten mit tiefer Spiritualität zu begegnen, so die Redemptoristen. … Das Kennenlernen der Mission dieser selbstlosen Redemptoristen brachte mich zu einer größeren Liebe zu Gott und den Nächsten. Ich bin erstaunt über die Überraschungen Gottes. Nach 70 Jahren dachte ich am Ende meiner Mission zu sein. Der Herr der Ernte lädt mich ein zu einer Erneuerung; er befähigt mich, an der Entwicklung des Kurses in Missiologie im Missionszentrum der Redemptoristen teilzunehmen. Dank an den Herrn Jesus, daß er uns den hl. Alfons geschenkt und ihn inspiriert hat, eine gesegnete Kongregation der Redemptoristen zu gründen." AKTIVITÄTEN DER GENERALLEITUNG: Jährliche Kurse über redemptoristische Spiritualität In diesem Jahr wurden vom Zentrum für redemptoristische Spiritualität zwei Kurse angeboten. Der erste, in englischer Sprache, fand vom 5. – 26. Juni statt. Daran nahmen 27 Mitbrüder aus vier der fünf Konferenzen teil. Aus der Konferenz Asien-Ozenanien: 4 aus Bangalore, 3 aus Canberra, 3 aus Bangkok, 3 von Cebu, 1 aus Tokyo, 1 aus Vietnam, 1 aus Colombo, 1 aus Mumbai und 1 aus Ipoh. Aus der Konferenz Afrika: 1 aus Kenya und 1 aus Südafrika. Aus der Konferenz Europa: je 1 aus der Provinz Lemberg und der Provinz St. Clemens. Aus der Provinz Nordamerika: 1 von Baltimore, 1 von Yorkton, 1 von der der Vizeprovinz Extra Patriam und 2 von Denver.
Der größte Teil der Kurse waren die Vorlesungen: über die Ursprünge der redemptoristischen Spiritualität, die Spiritualität entsprechend den jetzigen Konstitutionen und Statuten, redemptoristisches Leben am Beispiel von Alfons, Gerard, Klemens, den anderen Heiligen und Seligen und verschiedenen Mitbrüdern aus der Gründungszeit. Themen der Gespräche waren: Beziehung zum Wort Gottes, Erlösung, Verhältnis von Spiritualität und Moral, prophetischer Auftrag in der Welt, Volksmissionen heute. Jede Konferenz hatte auch die Möglichkeit, die Tätigkeit der Redemptoristen in ihrem Gebiet zu präsentieren. Obwohl die Teilnehmer aus sehr unterschiedlichen Kulturen kamen, war der Geist der Gemeinschaftt in beiden Kursen ausgezeichnet. Kreativität im Gebet und in den Gruppengesprächen waren Kennzeichen. Ebenfalls zeigte sich die Nützlichkeit dieser Kurse. Alle Teilnehmer waren der Meinung, daß der Kurs eine Notwendigkeit ist und eine einmalige Gelegenheit bietet, systematisch in die Geschichte der Redemptoristen und ihre Spiritualität einzuführen; und die Orte des Ursprungs der Kongregation zu besuchen. Provinz Baltimore
Francis Gargani, C.Ss.R. NEUE REDEMPTORISTISCHE WEBSITES Vorgelegte websites Unsere zwei vorliegenden websites beziehen sich auf die Provinz von Buenos Aires. Die Redemptoristen in Salta (Argentinien) üben ein beeindruckendes Apostolat im Heiligtum Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe sowie im Kolleg und der Pfarrei zum Hl. Alfons aus. Hier handelt es sich um ein vom redemptoristischen Charisma getragenes Zentrum für ganzheitliche Bildung von Kindern und Jugendlichen in einer von Brüderlichkeit und Gemeinschaftsgeist getragenen Atmosphäre. Die websites sind zu finden unter: www.iglesiasanalfonso.org.ar Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Genaueres finden Sie auf Officialia site Zeitliche Gelübde Ewige Gelübde Priesterweihen Verstorbene Jubiläen - November: 70 Jahre Profeß 50 Jahre Profeß: 25 Jahre Priester
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