| S C A L A |
Unser Leben geben für die Erlösung in Fülle
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| Info-Service der Redemptoristen | Nummer 1 |
9. November 2004
Vom Generaloberen
Liebe Mitbrüder,
ich bin glücklich, Euch zu begrüßen in dieser ersten Nummer von SCALA, dem elektronischen Bulletin, einem der neuen Projekte des Kommunikationsbüros. Dieses neue Nachrichtenorgan ist für die Kongregation ein beachtlicher Schritt nach vorne; denn es wird hiermit ein Forum geschaffen, worin wir Redemptoristen Informationen über unser missionarisches Leben in vielen Ländern der Welt austauschen können. Da SCALA von jedem Mitbruder, der eine E-Mail Adresse hat, empfangen werden kann, ist es ein leichtes und wirksames Informationsinstrument und dazu geeignet, Einblicke zu gewähren und zu inspirieren. Weil freilich nicht alle Redemptoristen einen persönlichen Zugang zum Internet haben, müssen wir bedacht sein, das Erfahrene jenen Mitbrüdern weiterzugeben, die sonst von diesem Nachrichtendienst ausgeschlossen blieben. Natürlich wird der wahre Wert von SCALA von der Qualität der veröffentlichten Informationen abhängen. Aus diesem Grund rechnet der Direktor des Kommunikations-büros, P. Gary Ziuraitis, mit Beiträgen von „Korrespondenten“ aus aller Welt, um neues und interessantes Material für die folgenden Nummern bereitstellen zu können.
Für uns Redemptoristen bedeutet das Wort „Scala“ einen Neuanfang. Dieses Projekt möge allen Redemptoristen aufs neue eine Gelegenheit dazu bieten, jene Art Solidarität zu „globalisieren“ (weltweit zu leben und zu erleben), die unsere Mission im 21. Jahrhundert charakterisieren sollte.
In Christus, dem Erlöser
Joseph W. Tobin, C.Ss.R.
Generaloberer
Aus der Redaktion
Herzlich willkommen zur Erstausgabe (Nummer 1) von SCALA! Dieser Newsletter will Sie über all das informieren, was sich in der Kongregation in aller Welt so alles tut. Er muss sich erst so richtig entfalten, haben Sie daher ein wenig Geduld mit uns, wir werden uns bemühen, die Vorgangsweise und die Gestaltung mit jeder Ausgabe besser zu machen. SCALA wird so oft erscheinen, wie die Aktualität der Nachrichten es erforderlich macht. Der Umfang wird größer oder kleiner sein, je nachdem, wie viele Nachrichten einlangen. Senden Sie Ihre Beiträge an GaryZ@cssr.com.
Gehen Sie den Index einfach durch: Sie können jede Kategorie einzeln anklicken oder nur, was Sie interessiert. Am Ende jeden Abschnitts können Sie mit einem einfachen Klick zum Index zurückkehren. Viel Vergnügen beim Lesen!
Gary Ziuraitis C.Ss.R.
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Wendepunkte |
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Aus den Provinzen |
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Aus der Academia Alfonsiana |
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Redemptoristen in den Nachrichten |
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Nachrichten aus dem Vatikan mit Bezug zur Via Merulana |
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Monatliche Bildergalerie (nur online) |
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Arbeitsplan P. Generals und seiner Räte |
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Profile |
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Eine redemptoristische Website im Brennpunkt |
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Berichte aus der Kurie, den Sekretariaten und Komitees |
Nachrichten über Professfeiern, Priesterweihen, Todesfälle und andere Informationen aus dem Büro des Generalsekretärs sowie Officialia http://www.cssr.com/deutschmembers/resources/Officialia/OfficialiaMenu-DE.shtml
Massimo Gimigliano, 0100 Roma, 12. September 2004
Gilberto Ortiz López, 3900 San Juan, 26. September 2004
José Alejandro Ramírez Laureano, 3900 San Juan, 26. September 2004
Ramón Cabrera Mejía, 3900 San Juan, 26. September 2004
Luis Armando Adorno López, 3900 San Juan, 26. September 2004
Máximo de los Santos Otaño, 3900 San Juan, 26. September 2004
Sergio Gutiérrez Poyato, 1500 Madrid, 08. September 2004
Raymundo Pérez Camacho, 3900 San Juan, 26. September 2004
John Alexis Velásquez Ramos, 3900 San Juan, 26. September 2004
Ênio Torres da Silva, 4300 Goiás, 07. September 2004
Neilton da Mota Junqueira, 1702 Bahia, 01. August 2004
Jude Kulas, 1800 Strasbourg, 10. Oktober 2004
Robert Andrzej Jasiak, 1700 Warszawa, 21. September 2004
Andrezej Michon, 1700 Warszawa, 03. Oktober 2004
Sylwester Pactwa, 1700 Warszawa, 03. Oktober 2004
Maciej Plewka, 1700 Warszawa, 03. Oktober 2004
Waldemar Sojka, 1700 Warszawa, 03. Oktober 2004
Krzysztof Stankowski, 1700 Warszawa, 03. Oktober 2004
Marcin Zubik, 1700 Warszawa, 03. Oktober 2004
Flávio Leonardo Santos Campos, 2600 Rio de Janeiro, 21. August 2004
Francis da Costa (82), 3800 Bangalore, 3. September 2004
Douglas Thomas Hipkins (73), 0700 Baltimore, 3. Oktober 2004
(Br. Barnabas)
Macrino Nágera Cisneros (42), 3600 México, 16. Oktober 2004
Edmund Thomas Dunne (86)
,Ipoh, 07. Oktober 2004
Estanislao Skowronek (79), Resistencia , 25 .Oktober 2004
Edmund Quinn (84), Edmonton-Toronto, 20. Oktober 2004
Aus den Provinzen
Redemptoristen als Mitarbeiter im Apostolat des Meeres (AOS)
Polen & Bangalore
P. Edward Pracz & P. Xavier Pinto
Die Haupttätigkeit eines Seemannspastors besteht darin, die Seeleute auf ihren Schiffen zu besuchen, auf Wunsch mit ihnen die Eucharistie zu feiern und ihnen für ihre besonderen pastoralen und sozialen Bedürfnisse zur Verfügung zu stehen.
Dem Seemannspastor obliegen auch die Errichtung und Führung eines Seemannsheimes („Stella Maris“ genannt) in seinem Hafen. Hier können die Seeleute sich treffen, ihre Freizeit verbringen und sich austauschen. Darüber hinaus werden in der Kapelle des Hauses regelmäßig Gottesdienste in verschiedenen Sprachen gehalten. Mit der Bildung eines Komitees für die Fischereibetriebe im Jänner 2004 für die Seelsorge an den Fischern obliegt ihm ebenso, sich der besonderen Bedürfnisse auch dieser Berufsgruppe anzunehmen.
Zwei unserer Mitbrüder arbeiten zurzeit als regionale Koordinatoren des weltweiten „Apostolates des Meeres“ (AOS; von „Apostleship of the Sea“ – in Europa eher unter „Stella Maris“ bekannt) im Zuständigkeitsbereich des Päpstlichen Migrantenrates.
P. Edward Pracz, 45, aus der Warschauer Provinz wurde 1986 zum Priester geweiht. Er war Oberer und Vikar und hielt Missionen und Exerzitien. 1993 wurde er Seelsorger in Gdingen in Nordpolen. Er unterrichtet dort auch an der Seefahrtschule. Jeden Sonntag feiert er eine Messe für die Seeleute. Er wurde 1997 zum Nationaldirektor des AOS ernannt. Durch die Betreuung von vier Häfen in Polen ist er ein gutes Bindeglied zwischen Ost- und Westeuropa. Später wurde er zum regionalen Koordinator für Europa bestellt für die Länder Belgien, England, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Holland, Irland, Italien, Litauen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schottland, Spanien, Schweden und die Ukraine.
Er ist Mitglied des „International Committee on Seafarers‘ Welfare“ (ICSW); etwa: „Internationales Komitee für die Rechte der Seefahrer“). Er konnte auch Erfahrungen über das Leben auf See sammeln, als er vier Monate als Seelsorger auf einem Fischkutter verbrachte. Er hat vor zwei Jahren ein Sportzentrum in Gdingen eröffnet. Es bietet Unterkünfte, einen Sitzungssaal, ein Fitnesszentrum, einen Aufenthaltsraum und ein Restaurant. Diese Angebote halten sich an das alte Sprichwort: „Ein fitter Seefahrer, ein sicheres Schiff“. Das Zentrum eignet sich auch gut als Ort der Begegnung zwischen anderen Seemanns-Organisationen und dem AOS.
P. Pracz gibt auch die Polnischen Seemannsnachrichten heraus, die jeden Tag per Internet in alle Teile der Welt gehen. Jedes Monat erscheint auch ein Mitteilungsblatt für die Seeleute.
P. Xavier Pinto, 54, aus der Provinz Bangalore wurde 1974 zum Priester geweiht. Nachdem er zwanzig Jahre lang Missionen und Exerzitien gehalten hatte, ist er nun bei der Indischen Bischofskonferenz als leitender Sekretär in der Kommission für die Arbeiterschaft angestellt. Er war auch Kaplan an unserer OLPS Kirche Chembur, Mumbai. Er ist Nationaldirektor des AOS in Indien und wurde 2003 zum regionalen Koordinator für Südasien bestellt. Pakistan und Sri Lanka haben je einen wichtigen Hafen, jeder mit einem eigenen Seelsorger. Indien besitzt deren elf mit neun Seelsorgern. P. Xavier ist Gründungsmitglied des Nationalforums der Fischer (1978) und des Weltforums der Fischer (1996).
„Stella Maris“- Zentren werden in diesen Entwicklungsländern noch immer gebraucht. Pläne für die Errichtung solcher Zentren gibt es schon. Viel geschieht für die Fischereibetriebe auf dem Gebiet der Ausbildungsprogramme. Das Ringen nationaler sowie internationaler Organisationen um die Rechte und Vergünstigungen der Fischer geht auch weiter.
Eingesandt von P. Xavier Pinto C.Ss.R.
P. Joseph Mühlberger aus der Vizeprovinz Kagoshima in Japan besuchte Ende August das Generalatshaus in Rom.
Der aus der Provinz München stammende Pater war 35 Jahre lang Missionar in Japan. Er erzählte von den Mühen der Evangelisierung in einem Land, das in seinen Religionen tief verwurzelt ist, und soziale Strukturen besitzt, die eine mit sozialem Engagement verbundene Evangelisierung, die in westlichen Ländern als selbstverständlich hingenommen wird, nur schwer zulassen.
P. Mühlberger führte anhand einiger handgeschriebener Zeichen vor, wie die Variationen eines Schriftzeichens eine ganze Geschichte erzählen können und nicht nur die Einzelbedeutung eines Wortes angeben. Es gebe 50.000 solcher Schriftzeichen im Japanischen, erklärte er.
Saat des Friedens am Mekong
Bangkok, Thailand
Die „Internationale Schule der Redemptoristen“ ist Mitveranstalter eines Friedensprogramms
Der Mekong ist der zwölft-längste Fluss der Welt. Er steht im Mittelpunkt des Lebens von ungefähr 60 Millionen Menschen in sechs verschiedenen Ländern, die in punkto Nahrung, Wasser, Verkehr und vielen anderen Dingen des täglichen Lebens auf ihn angewiesen sind. Es sind dies die Länder Kambodscha, China, Demokratische Volksrepublik Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam. Unterschiedliche politische Ideologien haben in dieser Region zu tiefem Misstrauen gegeneinander geführt. Das Ende des Vietnamkrieges hat weder die Garantie für einen dauerhaften Frieden noch die Abschaffung aller Konflikte mit sich gebracht. Nach wie vor können am Mekong Habgier, Hass und Zerstörung entstehen oder Initiativen, bei denen jeder beim Aufbau von Frieden und Eintracht in der Region mitwirkt und damit ein gutes Beispiel für anderen Friedensbemühungen auf der Welt gibt.
Die Aktion „Saat des Friedens am Mekong“ ist ein gemeinsames Projekt der „Regional Unit for Social and Human Sciences in Asia and Pacific“ (RUSHSAP; etwa: „Regionale Gemeinschaft für Sozial- und Humanwissenschaften in Asien und am Pazifik“), der UNESCO, Bangkok, der Assumption University, Thailand und der Redemptorist Ruamrudee International School (RIS; etwa: „Internationale Schule der Redemptoristen Ruamrudee“), Bangkok. Das Projekt zielt auf die Weckung einer Friedensgesinnung bei Highschool-, College- und Universitätsstudenten. Durch sinnvolle Gespräche und Tätigkeiten können die jungen Menschen davon überzeugt werden, dass, mag der Weltfriede in früheren Generationen vielleicht ein Traum gewesen sein, er heute und in künftigen Generationen Wirklichkeit werden kann. Die Einsicht, dass ein friedliches Zusammenleben möglich ist, wird das Engagement für dieses Ziel fördern. Die Erziehung zu einem tätigen Engagement der Studenten, wird über die Kommunikationsmittel erreicht werden können, die die größte Bedeutung für sie haben. Von Sport, Liedern und den schönen Künsten werden die jungen Menschen angezogen. Mit diesen Mitteln kann man die Vorteile eines friedlichen Zusammenlebens bewusst machen.
Das Programm sieht so aus: ein Konzert mit Friedensliedern; eine Multimediashow mit einer eindringlichen Darstellung des nationalen Willens zu einem Leben in Frieden und Eintracht mit den Nachbarländern; die Möglichkeit, Erfahrungen der Opfer von Krieg und Gewalt zu teilen; ein Vortrag von Friedensgedichten der heimischen Dichterfürsten; eine Ausstellung über die üblen Folgen von Krieg und Gewalt im Gegensatz zum blühenden Leben in Frieden und Eintracht.
Ungefähr 20.000 Teilnehmer werden erwartet. Und man erhofft sich, dass die Teilnehmer die Durchschlagskraft des Willens zu einem Leben in Frieden und Eintracht bei den Menschen am Mekong erkennen. Sie werden etwas von der Kunst und der Kultur des Friedens in den Nachbarländern erfahren und letztendlich zu Verständnis und Wertschätzung anderer Länder geführt, was den Weg bereitet für Frieden und Eintracht auf der Welt. Die Teilnehmer werden den Wert des Friedens und harmonischen Zusammenlebens schätzen lernen und zum Streben nach friedlichen Konfliktlösungen motiviert werden. Sie werden ihr Leben lang für den Frieden eintreten und folglich ein friedliches und exemplarisches Leben führen, das zum Vorbild für die Welt und die Menschen um sie werden kann.
Eingesandt von P. Joe Apisit C.Ss.R., Thailand
Aus der Academia Alfonsiana
Die Eucharistie: Fundament der Moraltheologie
Das Thema für das akademische Jahr 2004/05 an der Alfonsiana wurde sowohl von ihrem Generalmoderator P. Joseph W. Tobin als auch von ihrem Präsidenten P. Sabatino Majorano klar definiert: die Eucharistie als Mitte der Moraltheologie. P. Tobin betonte in seiner Ansprache, dass der Ausgangspunkt der Moraltheologie die Liebe Gottes zu dieser Welt ist, und ihre Aufgabe sei es aufzuzeigen, zu welcher Größe Gott die Menschheit berufen hat.
Am 11. Oktober war die Kirche von Sant‘ Alfonso mit dem Gnadenbild der Mutter von der Immerwährenden Hilfe über dem Hochaltar beim Eröffnungsgottesdienst von Studenten aller Altersstufen bis auf den letzten Platz gefüllt. Den Vorsitz hatte P. General Joseph Tobin, Konzelebranten waren PP. Sabatino Majorano, Seán Cannon (Vizepräsident der Alfonsiana), Leonardo Catalano (Student der Alfonsiana) und Sergio Campara (Rektor von Sant‘ Alfonso). Als Zeremonienmeister fungierte Diakon Antonio D’Amore (Student der Alfonsiana) zusammen mit P. Federico Emaldi.
Nach dem Vortrag der ersten Lesung durch P. Stefano Zamboni, des Antwortpsalms durch P. Aurelian Baroti und des Evangeliums durch Diakon D’Amore legte P. Tobin in seiner Ansprache den Professoren und Studenten dringend ans Herz, sich mit großem Engagement auf die Moralprobleme der heutigen Zeit einzulassen und, von der befreienden Liebe Gottes getragen, den Gläubigen bei ihrem Auftrag, Früchte in Liebe für das Leben der Welt zu bringen, zu helfen.
Nach der Eucharistiefeier begab man sich in die Aula Magna der Akademie. Nach der Begrüßung durch die Generalsekretärin der Akademie, Frau Danielle Gros, gab der Präsident P. Majorano einen Bericht über das vergangene akademische Jahr. Die Zahl der eingeschriebenen Studenten betrug 309. Sie kamen aus allen fünf Kontinenten, unter ihnen auch Laien; ferner Ordensleute aus 45 religiösen Instituten, und schließlich auch 187 Weltpriester. Er stellte fest: „Diese verschiedenen Herkunftsländer und Lebenserfahrungen sind einer der kostbarsten Schätze der Akademie.“ Sieben Absolventen der Akademie wurden im vergangenen Jahr zu Bischöfen ernannt, ein langjähriger Professor der Akademie, P. Silvio Sassi, wurde zum Generalsuperior der St. Paulus Gesellschaft gewählt.
Schließlich berichtete P. Majorano auch, dass 24 Studenten ihre Dissertation fertig gestellt und verteidigt hatten, und weiteren 19 Studenten nach Veröffentlichung ihrer Doktorarbeit die Doktorwürde in Moraltheologie verliehen wurde. 50 Studenten erwarben das Lizentiat in Moraltheologie.
Ein wichtiger Teil der Ausführungen P. Majorano bestand in seiner Vision der zukünftigen Richtung der Akademie. „Es ist unbedingt notwendig“, betonte er, „dass die Moraltheologie aufzeigt, dass die Sendung der Kirche die Eucharistie zur Quelle und zum Höhepunkt hat.“
„Dies ist nicht etwa ein oberflächliches Anliegen, sondern steht ganz in der Treue zum Zweiten Vatikanischen Konzil. Ein gleichermaßen wichtiger Schwerpunkt wird auf dem größtmöglichen Bemühen liegen müssen, die Moraltheologie zu einem „Dienst der Hoffnung“ zu machen als Antwort auf die Herausforderungen eines authentischen christlichen Lebens in der heutigen Zeit. Zu diesen Herausforderungen gehört etwa jene Angst, die alles im Namen des Überlebens rechtfertigt, die den ethischen Minimalismus zum Ideal erhebt und die Armen und Bedürftigen als Feinde ansieht.“
Nach dem Bericht des Präsidenten folgte die Eröffnungsvorlesung „Jesus Christus als Mitte der Moraltheologie. Die Relevanz der Ethik Dietrich Bonhoeffers heute sechzig Jahre später “, die vom Dekan der Theologischen Fakultät der Lateranuniversität, Msgr. Nicola Ciola, gehalten wurde.
Die Eröffnung des neuen Studienjahres an der Academia Alfonsiana schloss mit einer gut besuchten „Schlacht am kalten Büfett“. Man nützte die Gelegenheit, einander zu begrüßen und alte Freundschaften zu erneuern. Überall waren glücklich lächelnde Gesichter zu sehen in Erwartung der „akademischen Abenteuer“ eines neuen Studienjahres.
Index
Redemptoristen in den Nachrichten
Die Zahl der Kandidaten steigt in der Provinz Baltimore
P. Phil Dabney, C.Ss.R.
Elektrizität ist in der Luft der Provinz Baltimore. Mit grosser Hoffnung und Freude haben wir fünfzehn Jungmänner in die Ausbildung aufgenommen, damit sie Priester und unsere Mitbrüder werden. Dreizehn wohnen im Bildungshaus St. Alfons in Whitestone, Queens, New York, und studieren an der St. John’s University. Die zwei anderen sind im Holy Redeemer College, Washington, D.C., und gehen an die Katholische Universität.
Ja wir haben Hoffnung für die Zukunft. Auf einmal sind wir in der Provinz begeistert für die Weiterführung unseres Wirkens, denn wir hoffen, dass diese jungen Männer einst unseren Platz einnehmen in der langen, segensreichen Geschichte der Provinz Baltimore.
Als Leiter der Berufepastoral sehe ich drei Gründe für diesen Erfolg:
1) Wir haben ein Kursprogramm Namens Crossroads (Scheideweg). Das ist ein Wochenende für Entdeckung und Besinnung, vorgesehen für zwei getrennte Altersstufen: das eine für Studenten der High School (14 – 18 Jahre alt) und das andere für College-Studenten (18 – l22 Jahre) und ältere. Viermal im Jahr finden solche Besinnungstage statt: für jede Altersstufe einmal im Frühling und einmal im Herbst.
Indem wir die Altersstufen getrennt führen, können wir die Schüler der High School zum ernsten Erleben des Evangeliums und zur Mitarbeit in den Pfarreien anleiten. Am Wochenende für die College-Studenten und älteren Teilnehmer will man tiefer gehen und die Berufsfrage klären.
Jede Gruppe bringt ihre Lebenserfahrungen ein. Indem wir die Gruppen nach dem Alter bilden, können wir besser auf die entsprechende Reife und Einsicht der Teilnehmer Rücksicht nehmen.
Ein Crossroads Wochenende ist keine einmalige Angelegenheit. Die Teilnehmer werden ermuntert, ein anderes Mal wieder dabei zu sein. Alle diese Besinnungstage werden in Exerzitienhäusern der Redemptoristen durchgeführt. Da werden die jungen Leute aus der High School mit der Lebensweise der Redemptoristen vertraut, so dass sie sich ernsthafter mit ihrer Berufswahl befassen. Bei den Älteren wird das Gefühl für Gemeinschaft und das Vertrauen in ihre Berufswahl geweckt.
2) Nebst Crossroads, haben wir ein Programm für solche, die stärker an uns interessiert sind. Diese kommen vier Tage in unser Konvikt St. Alfons, in Whitestone, NY. Das ist das Komm und Sieh Wochenende, um mitzuerleben, was in einer Gemeinschaft von Redemptoristen vor sich geht, und alles zu erfahren, was deren Tätigkeit, Studien, Finanzen, Erholung und Gebet betrifft. Die Teilnehmer gehen heim wohl wissend, was erfordert ist um Redemptorist zu werden, welcher Studiengang nötig ist, wie sie das Erlebte assimilieren müssen, und alles was vorausgesetzt ist, wenn man um Aufnahme bittet. Diese vier Tage bringen sehr viel, um Berufe zu wecken.
3) Die Verbundenheit mit der Provinz ist bei all unserem Bemühen um Berufe ein wesentlicher Faktor. Wir informieren die Mitbrüder und die Verwandten der Kandidaten, über das, was geschieht. Viermal im Jahr verschicken wir „The Challenge“ (Die Herausforderung); das ist eine Art Brief mit Nachrichten über die Redemptoristen und ihre Tätigkeiten, über die Studenten und Kandidaten samt Artikeln zur Berufepastoral. Diese Briefe gehen an die Mitbrüder, die Wohltäter, die Studenten, und werden bei Pfarreimissionen durch unsere Mitbrüder verteilt.
Dieses Vorgehen hat meines Erachtens deshalb Erfolg, weil es schrittweise in das Leben der Redemptoristen einführt. Keiner wird aufgenommen, wenn er nicht an den beiden Wochenenden Crossroads und Come and See teilgenommen hat. Wer sich an unserem Leben interessiert, kann nicht um Aufnahme bitten, bevor er ein Jahr lang seit dem ersten Kontakt mit uns gearbeitet hat.
Wir unternehmen auch noch andere Schritte. Man schickt sofort Unterlagen, sobald jemand uns telefonisch angerufen hat. Nachher bemüht man sich, mit ihm telefonisch in Kontakt zu bleiben und ihm zu Hause einen Besuch abzustatten, wo man im Kreis der Familie Eucharistie feiert.
Die meisten kommen aus Verhältnissen mit festem Wohnsitz und arbeiten freiwillig in ihren Pfarreien mit. Es fällt auf, dass sie mit mehr Frömmigkeit ihren Glauben leben und sich nicht scheuen, ihre Andacht zu Maria und ihre Vorliebe für die Eucharistie zu zeigen.
An der Eucharistiefeier mit anschliessendem Imbiss zur Eröffnung des Schuljahrs waren viele Mitbrüder aus der Umgebung von New York anwesend, um diesen Zuwachs an begeisterten Kandidaten festzustellen. Noch klarer fiel dieser Aufbruch in die Augen, als der Provinzial P. Kevin Moley bei der Professfeier in Philidadelphia alle Studenten von Whitestone und Holy Redeemer aufstehen liess, damit man sie sehe. Da wurde plötzlich jedem bewusst, dass wir wirklich eine Zukunft haben.
Wir bemühen uns zielbewusst, um das Gebet für Berufe zu fördern in der Gemeinschaft der Studenten und ganz allgemein in der Provinz. So sind wir voll Hoffnung.
IndexNachrichten aus dem Vatikan mit Bezug zur Via Merulana
Redemptorist wird Mitglied der Kommission für das Schicksal der ungetauften Kinder
Die vom Vatikan eingesetzte Internationale Theologenkommission hat sich zum Ziel gesetzt, die Frage zu beantworten, was mit den Kindern geschieht, die ungetauft sterben.
Die traditionelle katholische Lehre besagt, dass die Taufe zur Erlangung des Heils notwendig ist. Nicht wenige Katholiken glauben aber, dass Gott den Kindern, die nicht die Möglichkeit haben, nach dem Sakrament der Initiation in die Kirche zu verlangen oder es zurückzuweisen, das Heil verweigert. „Die Kongregation [für die Glaubenslehre] hat uns gebeten, über die Frage der Taufe nachzudenken, da die Bischofskonferenzen viele Fragen zu diesem Thema erhoben haben“, sagte der Erzbischof von Dijon (Frankreich), Roland Minnerath, ein Mitglied der Kommission. Die Kommission, der auch der Redemptorist P. Anthony Kelly von der Australian Catholic University angehört, hielt in der ersten Oktoberhälfte eine Sitzung ab. Weitere zu beratende Themen waren das Verhältnis von Naturrecht und Moral und die „rechte Art“, theologische Studien zu betreiben.
Die Internationale Theologenkommission verwendet für gewöhnlich mehrere Jahre auf das Studium bestimmter Themen und gibt am Ende einen Sitzungsbericht für die Kongregation für die Glaubenslehre heraus. Letzten Monat brachte sie einen Bericht über die Schöpfung heraus.
Nachweis: Destiny of Children dead without baptism being discussed by Theological Commission (Catholic News Agency 6/10/04)
IndexMonatliche Bildergalerie (nur online)
Aus den Provinzen: Apostolat des Meeres; P. Pracz und P. Pinto
Redemptoristen in den Nachrichten: Whitestone, N.Y.; Die Kandidaten der Provinz Baltimore
Die Kandidaten beim Gebet
und Die Kandidaten bei Tisch
Profile: Die Patin-Brüder - alle fünf bei den Redemptoristen
Aus der Kurie: Aktivitäten des Zentrums für Spiritualität; Materdomini, Heiligtum des hl. Gerhard und Zentrum für Spiritualität – Exerzitien in Südkorea.
IndexArbeitsplan P. Generals und seiner Räte
VII. Internationales Jugendtreffen der Redemptoristen in Bonn
Vom 14. bis 19. August 2004 fand im Collegium Josephinum in Bonn (Deutschland) das VII. europäische Jugendtreffen der Redemptoristen im Zeichen der Berufepastoral statt. Etwa 600 Jugendliche aus 23 Nationen waren der Einladung gefolgt, inbegriffen die freiwilligen Helfer aus der Bonner Schule.
Sie waren in grösseren oder kleineren Gruppen aus fast allen Einheiten Europas gekommen. Aus Portugal und Kasachstan und vielen anderen Ländern traf sich die frohe Jugend.
Das Thema des Treffens erklang in den Worten „This way!“ – Hier lang!“, und zwar als Fortsetzung des Jugendtreffens von Torun 2001, wo die Losung lautete: Brücken bauen und auf Jesus Christus schauen: in ihm finden Menschen und Länder zusammen.
Auch P. General Joseph Tobin nahm am Treffen teil sowie sein Vikar Serafino Fiore, der besonders mit der Jugendseelsorge und Berufepastoral betraut ist.
Die Anlagen des Josephinums eigneten sich wunderbar, um die grosse Versammlung aufzunehmen. Für die grössten Anlässe war die Aula ein herrlicher Raum, wo wir eine Begrüssungsrede von der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann hörten, wo unsere Gebete und Gedichte zum tragen kamen, und wo man schliesslich bis in alle Nacht musizieren und tanzen konnte.
Auch das Wetter spielte mit. Hervorragend war in jeder Beziehung die gastfreundliche Aufnahme; besonders schätzten die Teilnehmer, dass sie so reichlich und köstlich bewirtet wurden.
Das ganze Konzept der Tagung fand gute Beurteilung: Gebet in Gruppen gemäss Länder, Besinnungen in gleichsprachigen Gruppen, workshops mit vielfältigem und interessantem Angebot, Vollversammlungen und Gesamtanlässe wie die Eröffnungsfeier, die Vorstellung der Gruppen, die Besichtigungen in den Städten Bonn und Köln und die Gottesdienste in den dortigen Kathedralen. Ein Treffen der Redemptoristen mit dem Pater General ermöglichte zugleich das gemütliche Zusammensein und das Planen für das nächste Jugendtreffen, das wohl 2007 in Irland stattfinden wird.
Dank dem grosszügigen Entgegenkommen der beiden deutschen Provinzen Köln und München, dank der Bereitschaft der Mitbrüder (ein Name für alle: P. Jürgen Lange) und dank der grossen Hilfe der Studenten des Josephinums wurde das Jugendtreffen zu einem grossartigen Erfolg, ohne dass die bescheidenen wirtschaftlichen Möglichkeiten der jungen Teilnehmer überfordert wurden durch einen so ausserordentlichen Anlass wie das Jugendtreffen in Bonn 2004.
IndexProfile
Wir Redemptoristen feiern den 100. Jahrestag der Heiligsprechung des hl. Gerhard. Im Laufe der Geschichte hat es in der Kongregation hunderte von Laienbrüdern gegeben, und es gibt sie noch immer, die danach strebten und streben, ihr Leben für die Erlösung in Fülle zu geben.
In der Familie der Redemptoristen gibt es eine „Familie von Brüdern“, die eine „Familie von Redemptoristenbrüdern“ sind – und einen Priester. Die Patin-Brüder, Pater Larry und die Laienbrüder Leo, Andrew, Eugene und Gerard aus der Provinz Denver (USA), haben in ihren verschiedenen Apostolaten und Einsätzen bedeutende Beiträge für Kirche und Kongregation geleistet.
Alle fünf Söhne (es gibt auch noch eine Tochter und einen adoptierten Sohn) des Ehepaares Andrew und Regina Patin wurden in der St. Alphonsus Parish in Grand Rapids, Michigan (USA), getauft. Das Viertel um St. Alphonsus ist als Nährboden für eine große Zahl von Redemptoristenpriestern und -brüdern bekannt und berühmt.
Hier geschah es auch, dass die Patin-Brüder ein Nahverhältnis zu den Redemptoristen entwickelten, nach und nach eintraten, und die erste Ausbildung durchschritten. Larry wurde zum Priester geweiht, und Leo, Andrew, Eugene und Gerard legten die Gelübde als Laienbrüder ab. Larry legte die Gelübde 1957 ab, Leo folgte 1961, Andrew 1964, Eugene 1965 und Gerard 1968, das ergibt zusammen 166 Jahre Profess in dieser einen Familie.
Pater Larry verbrachte sein apostolisches Leben als Redemptorist in der Vizeprovinz Thailand. Zurzeit ist er der Vikar des Vizeprovinzials.
Nach vielen Jahren Dienst als Mechaniker in unseren großen Ausbildungs-, Exerzitien- und Ärztehäusern ging er in die Vizeprovinz Manaus am Amazonas und gründete ein Ausbildungszentrum für junge Menschen. Er erforscht auch gern die Geschichte der amerikanischen Provinzen und veröffentlicht die Ergebnisse.
Bruder Andrew arbeitete in der Pfarrseelsorge in großen Städten, wie etwa Chicago, und ist gegenwärtig als Pastoralassistent in seiner Heimatpfarre St. Alphonsus in Grand Rapids, Michigan, tätig. Von klein auf schwerer Diabetiker, vermag er seinen Besuchen bei den älteren und kranken Leuten einen besonderen Stempel des Mitgefühls und der Anteilnahme aufzudrücken.
Bruder Eugene war der erste Laienbruder in der neu errichteten Provinz Denver, der mit dem Titel „Administrator“ in unserer Kommunität an der Blessed Sacrament Parish in Chicago, Illinois, zum Oberen bestellt wurde. Er nimmt sich sehr der Armen in der Pfarre an und hat so manche Jugendveranstaltung durchgeführt, um den Jugendlichen eine Alternative zu Kriminalität und Drogen zu bieten. Er war auch als Gast am Generalkapitel von 2003 geladen.
Bruder Gerard war auch als Mechaniker in unseren großen Ausbildungs- und Exerzitienhäusern sowie in unseren Pfarren tätig. In unserer ehemaligen Pfarre Holy Redeemer in Detroit, Michigan, leistete er durch die Gründung eines Jugendzentrums hervorragende Arbeit für die Jugend der Pfarre. Zurzeit arbeitet er als Mechaniker in unserem Exerzitienhaus in Crooked Lake, Wisconsin, und ist auch im Exerzitienapostolat tätig.
IndexEine redemptoristische Website im Brennpunkt
P.Joseph Maier, amerikanischer Redemptorist und Mitglied der Vizeprovinz Thailand, ist der Direktor der Human Development Foundation in Thailand. Der Link http://www.mercycentre.org/ bringt Sie zu deren Website, auf der Sie etwas über ihre großartige Arbeit für die Armen erfahren können.
IndexBerichte aus der Kurie, den Sekretariaten, Instituten und Komitees
Neues vom Generalsekretariat in Rom
Neben seinen normalen Arbeiten hat das Generalsekretariat in den letzten paar Monaten die Neuauflage 2004 des Bändchens Inscriptiones C.Ss.R. vorbereitet. Es ist das offizielle Adressbuch der Kongregation, das alle zwei Jahre herausgegeben wird. Die auf den neuen Stand gebrachten Daten wurden an die Valsele Tipografica in Materdomini, die Verlagsdruckerei der Redemptoristen der Neapolitaner Provinz, weitergeleitet. Unter der Regie von Pater Antonio Pasquarelli wird es dort gedruckt und an die Höheren Obern aller Redemptoristen-Einheiten versandt, die es dann an ihre Häuser schicken. Man darf hoffen, dass die Neuauflage in den über 800 Kommunitäten der Kongregation gute Dienste leisten wird.
Das Generalsekretariat ist den Höheren Ordensobern und allen anderen sehr dankbar, die durch sorgfältiges Überprüfen der eigenen Daten und ihrer Übermittlung nach Rom die neue Ausgabe des Büchleins möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt Pater John Vargas (Provinz Denver), der das zur Speicherung dieser Daten geeignete Programm entwickelt hat. Das Generalsekretariat bittet alle Höheren Obern, künftig alle Änderungen und Ergänzungen, welche die Anschriften und Telefonnummern von Häusern und Niederlassungen sowie andere Kontakt-Adressen betreffen, direkt Pater John Vargas in Rom mitzuteilen. Auf diese Weise kann die Datenbank der Generalkurie immer auf dem neuesten Stand gehalten werden.
Pater Josef Wimmer (Provinz München), seit 1992 als Vizegeneralsekretär tätig, hat vor allem die Aufgabe, die gesamte amtliche Dokumentation, wie Anfragen, Reskripte, Dekrete und andere offizielle Schreiben der Kongregation und der Generalleitung, zu registrieren und zu archivieren. Außer vielen anderen guten und wichtigen Dingen besorgt er auch öfters die heute noch gebrauchten Übersetzungen ins Lateinische und erklärt sie dem Generalsekretär, der kein Latein kann. Das zur Speicherung der Dokumente bisher verwendete Computer-Programm ist inzwischen veraltet und wird deshalb bald durch ein neueres leistungsfähigeres ersetzt werden. Das gewählte Datenbank-Programm wird dem im Generalarchiv bereits verwendeten ähnlich und mit diesem voll kompatibel sein.
Bruder Placido (François Xavier) Nguyen van Dien (aus Vietnam), Senior der Kurie und seit nunmehr 45 Jahren in Rom, hält weiterhin zuverlässig alle wichtigen Ereignisse fest, wie Profess, Weihe, Jubiläum und Tod von Mitbrüdern; aber auch weniger Erfreuliches, wie Abwesenheit von der Kommunität, Exklaustration, Säkularisierung, Inkardination in eine Diözese, Laisierung und Entlassung. Alle statistischen Informationen über die Kongregation, solche die Sie interessieren und solche, nach denen Sie nicht fragen wollen, befinden sich bei Bruder Placido. Auch er wird bald über ein neues und besseres Programm als Datenbank verfügen. Darum sorgt sich mit viel Kompetenz Pater Michael Kratz (Provinz Köln), dem das Sekretariat auch sehr dankbar ist für andere erwiesene Dienste, besonders die kürzlich erfolgte Ausgabe von Analecta 2002-2003.
Unsere Übersetzer sind auch in Zukunft gefragt. Sie arbeiten, gewöhnlich in sieben Sprachen, an Übertragungen der gesamten Dokumentation der Generalleitung. Es handelt sich dabei um die Communicanda Pater Generals, manche Briefe und Homilien, um Mitteilungen, Berichte und Dokumente von Generalkonsultoren, Sekretariaten und Kommissionen, Schreiben des Generalsekretärs und des Generalökonomen und um die Texte für die offizielle Website der Generalleitung www.cssr.com, und jetzt kommen noch alle Nachrichten für SCALA hinzu.
Folgende Übersetzer wohnen in Rom: Gabriel Boudreault (Tokio), Anthony Mulvey (Dublin), Porfirio Tejera (Madrid), José Raimundo Vidigal (Rio de Janeiro), Hermann Schmid (Schweiz), Jan Cygnar (Warschau), Generalkonsultor Jacek Dembek (Warschau), der Rektor der Kommunität von Sant’Alfonso in Rom, Sergio Campara, und Generalvikar Serafino Fiore (Neapel). Außerhalb Roms verstreut um den Erdball arbeiten noch viele andere als Übersetzer. Dazu gehören Heribert Koger (Wien), Hervé Gendron (Sainte-Anne), J. Robert Fenili (Denver) und Vito Lombardi (Provinz Rom), um nur einige zu nennen. Wir schulden diesen still und unermüdlich tätigen Mitbrüdern recht großen Dank, zumal viele von ihnen über siebzig, einige, noch rüstige, über achtzig Jahre alt sind.
Das Generalsekretariat wird auch in Zukunft bemüht sein, der ganzen Kongregation zu dienen bei ihrer Sendung, die frohe Botschaft von der überreichen Erlösung an die verlassensten Menschen auf der ganzen Welt zu verkünden. Haben Sie bitte keine Bedenken, mit uns in Kontakt zu treten. Schreiben Sie an seg.gen@cssr.com (und bitte beachten Sie: Die Adresse lautet nicht mehr seg.gen.cssr@cssr.com).
>Herausgabe des ersten Bandes vom Briefwechsel des Hl. Alfons
Im letzten Juni ist der erste Band vom Briefwechsel des Hl. Alfons erschienen, und zwar unter Gewähr des Redemptoristen P. Giuseppe Orlandi. Diese Veröffentlichung war 1986 von der Generalleitung der Redemptoristen angeordnet und dem Historischen Institut C.Ss.R. anvertraut worden. Seither ist eine grosse Arbeit geleistet worden. Der ursprüngliche Plan, der nur die Briefe des Hl. Alfons umfassen sollte, wurde zum Briefwechsel erweitert, und so wurden denn nicht nur die Briefe, die der Heilige geschrieben hat, veröffentlicht, sondern auch die Briefe, die er erhalten hat. Diese weitere Dimension des Werkes sollte ermöglichen, dass man den Dialog des Heiligen mit seinen Briefpartnern ganz versteht, weil auch der Angesprochene zu Wort kommt.
Nach einigen Autoren hätte der Hl. Alfons etwa 5000 Briefe geschrieben, aber schon ein Verzeichnis aus dem Jahr 1803 rechnete nur mit 2013. Als die Patres Kuntz und Pitocchi ihre Sammlung (1887-1890) abschlossen, waren es nur noch 1470, obwohl sie auch Texte zählten, die gar nicht als Briefe verfasst worden waren. Der Band von P. Orlandi umfasst 106 Briefe, die der Hl. Alfons geschrieben hat, und 190, die von seinen Korrespondenten stammen.
Der Zeitraum, in dem die 296 Briefe geschrieben wurden, geht von 1724 bis 1743. Wer die Biographie des Heiligen kennt, weiss welch grosse Bedeutung diese Zeitspanne hat. Im Jahr 1724 empfängt Alfons von Liguori die Tonsur und 1743 schreibt er als Gründer an den Papst Benedikt XIV., um die Approbation der Regeln zu erlangen. Zwischen diesen beiden Zeitpunkten liegen die ersten Erfahrungen, die er als Priester und als Missionar gemacht hat, aber auch die Idee und die Qual der Gründung, sowie die nicht immer friedlichen Auseinandersetzungen mit Falcoia, Crostarosa, den geistlichen Begleitern.
Der Band erschien im angesehenen Verlag Edizioni di Storia e Letteratura. Er enthält 840 Seiten, die auch eine ausgiebige Allgemeine Einleitung, ein Glossar ungewohnter Wörter, die Bibliographie der zitierten Werke, die Biographien der Korrespondenten des Heiligen, die Chronologie seines Lebens, das Namenregister und das Ortsregister bieten. Dem P. Orlandi verdanken wir nicht nur die Herausgabe des Briefwechsels, die nach allen Regeln der Textkritik geschah, sondern auch kostbare Beiträge, die uns ermöglichen, jene Zeit zu verstehen, in welcher der Heilige arbeitete und schrieb.
Zu kaufen ist der Band zum Preis von € 95.00. Jedoch innerhalb der Kongregation ist er erhältlich gebunden für € 60,00, und broschiert für € 50,00. Bestellen kann man sie beim Historischen Institut der Redemptoristen (aowczarski@tiscali.it) oder direkt bei P. Fiore (sfiore@cssr.com) in Rom.
Das Zentrum für redemptoristische Spiritualität setzt seine Arbeit unter der Leitung von P. Félix Catalá und P. Joseph Ivel Mendanha fort. Es veranstaltete im Juni 2004 in Italien einen Kurs von drei Wochen für englischsprachige Ausbilder und Obere. Dieser Kurs handelte von den Hauptthemen der redemptoristischen Spiritualität und von der Erlösung als Thema des Sexenniums und war mit einem Besuch der wichtigen alfonsianischen Gedenkstätten in Italien verbunden. Insgesamt nahmen 25 Mitbrüder aus den englischsprachigen Einheiten der Kongregation teil.
P. Catalá und P. Mendanha hielten Exerzitien und Kurse auch in der Provinz Yorkton in Kanada, in der Vizeprovinz Richmond in den USA, in der Provinz Canberra in Australien und in der Region Südkorea (vgl. Fotogalerie).
Die jüngsten Nachrichten über die Sitzungen der Sekretariate und Kommissionen finden Sie auf der Website der Generalleitung unter „Neuigkeiten über die Redemptoristen“. http://www.cssr.com