S C A L A

 

Unser Leben geben für die Erlösung in Fülle

 

 Info-Service der Redemptoristen                                                 Nummer 7

Mitteilungsblatt der Kongregation vom Heiligsten Erlöser
Rom, Italien
16. Mai  2005

Aus der Redaktion

Die zwanzig Tage vom 2. bis 24. April 2005 haben ihren Platz in der Geschichte der Kirche. Es war eine Zeit der Rückschau und Ausschau. Die Zeitspanne vom Tod des Papstes Johannes Paul II. bis zur Wahl und Einsetzung des Papstes Benedikt XVI. wurde zu einer historischen Osterzeit. Ob man am Ort in Rom oder am Fernsehen diese dramatischen Ereignisse miterlebte, eines ist klar: die katholische Kirche war die wichtigste Aktualität in jenen Tagen – sogar für Medien, die gewöhnlich kein Interesse für Religion zeigen. Straßen und Dachterrassen um den Vatikan waren voll Kameraleute und Pilger. Das Fernsehen war ständig auf das Geschehen mit dem Papst gerichtet. Es fiel mir ein, daß nur drei Personen unter dem Kreuz Jesu standen und eine kleine Gruppe in der Nähe, um an seinem Sterben teilzunehmen. Aber Millionen – sechs Millionen in Rom – und wohl mehr als eine Milliarde an den Bildschirmen auf der ganzen Welt nahm teil am Trauergottesdienst des Papstes Johannes Paul II. Ist die katholische Kirche je sichtbarer gewesen? Wie wird sich dieses Ereignis als Verkündigung auswirken? Was werden die Redemptoristen tun, um all das weiterwirken zu lassen?

In dieser Ausgabe von SCALA werfen wir einen Blick zurück, indem wir die Beziehungen des Papstes mit den Redemptoristen erwähnen.

Wir stellen auch einen Mitbruder vor, der Unglaubliches leistet: Pater Cyrill Axelrod, C.SS.R. eröffnet am 12. Mai die Herausgabe seines Buches, das den Titel trägt: “And The Journey Begins”. Darin schildert er seine Erlebnisse, seine jüdische Herkunft, sein Leben als Taubstummer und schließlich als taubblinder Seelsorger, und wie die Vorsehung ihn geführt hat. Wir hoffen, daß Sie sich an seiner Geschichte freuen und mit ihm zurück und vorwärts schauen.

Wir bringen auch ein Foto von der Statue und dem Brunnen des beliebten spanischen Redemptoristen P. Augustin Panero. Die Leute von Merida in Spanien errichteten das Denkmal im Gedenken an das rastlose Wirken des guten Paters im Dienst der Kranken und der Armen. Es lohnt sich festzustellen, dass unser pastorales Bemühen Erfolg bringt und gewürdigt wird.

Der Sommer naht, und mancherorts übernehmen Mitbrüder neue Aufgaben. In dieser Ausgabe von SCALA bringen wir Nachrichten über die Provinzen, die sich im Nordwesten Europas zusammenschließen, um ihr Leben und Wirken neu zu gestalten. Pater Sean Wales gibt Mitbrüdern, die in Pfarreien arbeiten, einige Denkanstöße über typisch Redemptoristisches in einer Pfarrei.

Die Zentrale für Kommunikation bereitet ein neues technisches Mittel zur Kommunikation unter Mitbrüdern vor. Einige von euch brauchen bereits AIM oder MSN. Unser System wird ähnlich sein, aber für Redemptoristen reserviert. Darüber werden wir nächstens orientieren. Man wird es benützen können für persönliche Gespräche oder für Gruppengespräche.

Gnade und Erlösung für alle!

Gary Ziuraitis, C.SS.R.


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Wendepunkte

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen in den Officialia

Profess mit zeitlichen Gelübden:
Rafael Enrique Esquén Odar, Vizeprovinz Perú North, 5. Januar 2005
Pabel Vladimir Mejía Castillo, Vizeprovinz Perú North, 5. Januar 2005
Marcos Antonio Mota Moraes, Provinz Porto Alegre, 2. Februar 2005
Hyeon Cheol Park, Region of Korea, 14. Februar 2005
James Nang Kyu Yoon, Region of Korea, 14. Februar 2005
Gabriel Yang, Region of Korea, 14. Februar 2005
Francisco Xavier Yoshiyuki Hagihara, Vizeprovinz Tokyo, 19. März 2005
Joseph Yoshiaki Hori, Vizeprovinz Tokyo, 19. März 2005
Stefano Yasunori Noda, Vizeprovinz Tokyo, 19. März 2005

Profess mit ewigen Gelübden:
Felix Olusola Alabi, Region of Nigeria, 1. Oktober 2004
Paul Mary Anoyochukwu, Region of Nigeria, 1. Oktober 2004
Fidelis Enejo Marie Okpanachi, Region of Nigeria, 1. Oktober 2004
Emmanuel Chukwuemeka, Region of Nigeria, 1. Oktober 2004
Johnson Obinna Ozor, Region of Nigeria, 1. Oktober 2004
Godfrey Chukwuemeka Udeh, Region of Nigeria, 1. Oktober 2004
Augusto Antonio García Oajaca, Vizeprovinz San Salvador 19. Februar 2005
Jorge Eduardo Díaz Carcamo, Provinz Santiago, 13. März 2005
Néstor Flaminio Díaz Manríguez, Provinz Santiago, 13. März 2005
Chandana Sanjeeva Kumara Perera, Vizeprovinz Colombo, 15. März 2005

Priesterweihen:
Dimas Arce Estrada, San Salvador, 26. Juni 2004
Nkem Jude Anyaegbu, Region of Nigeria, 3. Juli 2004
Donatus Ekwugha, Chukwu, Region of Nigeria, 3. Juli 2004
Anthony Sixtus Eluka, Region of Nigeria, 3. Juli 2004
Noel Joseph Eshikena, Region of Nigeria, 3. Juli 2004
Levi Thankgod Ihejirika, Region of Nigeria, 3. Juli 2004
Boniface Sabon Obiora Nnabuike, Region of Nigeria, 3. Juli 2004
Daniel Chukwudi Nwankwo, Region of Nigeria, 3. Juli 2004
Lawrence Odoemena, Region of Nigeria, 3. Juli 2004
Anthony Paul Thompson, Region of Nigeria, 3. Juli 2004
Agustín Elías Acevedo Barrios, San Salvador, 17. Juli 2004
Antônio Márcio da Costa Amoras, Provinz Porto Alegre, 8. Januar 2005
Ivair Rodrigues Nascimento, Provinz Porto Alegre, 29. Januar 2005
Moyo Samuel Tryvis, Vizeprovinz Zimbabwe, 16. April 2005

Wahlergebnisse:
Pater Winand Claessens gewählt als Regionaloberer von Belgien Süd.
Bestätigt am 14. Dezember 2004

Pater André Orban gewählt als Regionalvikar von Belgien-Süd.
Bestätigt am 14. Dezember 2004

Pater José Rafael Nieto Cabrera gewählt als Provinzial von Quito.
Bestätigt am 2. April 2005

Pater Edmund Matthias Hipp gewählt als Provinzial von München.
Bestätigt am 6. April 2005

Pater Peter Renju wiedergewählt als Provinzialvikar von München.
Bestätigt am 6. April 2005

Pater Danilo Bissacco wiedergewählt als Provinzial von Rom.
Bestätigt am 6. April 2005

Pater Antonio Cirulli gewählt als Provinzialvikar von Rom.
Bestätigt an 7. April 2005

Pater Dominic Dinh Minh Hai gewählt als Vizeprovinzial Extra Patrium
Bestätigt am 18. April 2005

Pater Clement Vadakkedath gewählt als Vizeprovinzial von Alwaye.
Bestätigt am 18. April 2005

Pater José Luis Bartolomé wiedergewählt als Provinzial von Madrid.
Bestätigt am 19. April 2005

Pater Pedro López Calvo wiedergewählt als Provinzialvikar von Madrid.
Bestätigt am 19. April 2005

Pater Alphonse Peter gewählt als Provinzial von Strassburg.
Bestätigt am 22. April 2005

Pater Gérard Forst Provinzialvikar von Strasbourg.
Bestätigt am 22. April 2005

Aufhebung des Hauses
Holy Rosary in Jacksonville, Florida, USA, Vizeprovinz Richmond.
am 20. April 2005

Todesfälle:
Pater Charles Portman, 83, Provinz Schweiz, 7. März 2005
Pater Mauricio Alfredo Cardona Guadrón, 39, Vizeprovinz San Salvador,10. März 2005
Pater Thomas Landtwing, 81, Provinz Schweiz 17. März 2005
Pater George William Drew, 85, Provinz Baltimore, 29. März 2005
Pater Gerard Costello, 91, Provinz London, 3. April 2005
Pater Kazimierz Lasak, 70, Provinz Warschau, 6. April 2005
Pater Marie-Louis St-Amand, 83, Provinz Sainte-Anne de Beaupré, 7. April 2005
Pater Pascal (José) Loward, 86, Region Belgien Süd, 13. April 2005
Pater Agostinho Gomes Sanches, 67, Provinz Lissabon, 13. April 2005
Pater Mario Azaña Sánchez, 87, Vizeprovinz Perú Süd, 19. April 2005
Pater Kevin Donlon, 79, Provinz Dublin, 21. April 2005
Pater Wenanty Wilkosz, 69, Provinz Warschau, 24. April 2005
Pater Albert Vieira de Araújo, 87, Provinz Rio de Janeiro, 26. April 2005

 Inhaltsverzeichnis

Aus den Provinzen

Die Anfänge der Provinz St. Klemens
(1994-2005)

Am 1. August wird - so Gott will - die Provinz Sankt Klemens errichtet. Die Provinzen Flandern, Amsterdam, Köln und Schweiz werden zu Regionen und schließen sich zu einer Provinz zusammen.

Die Geschichte dieser Provinz Sankt Klemens begann 1994, als auf Wunsch der Provinzoberen aus dem Nordwesten Europas eine Gruppe sich mit den Möglichkeiten engerer Zusammenarbeit befassen musste. Es wurden zunächst konkrete Projekte vorgeschlagen, aber dann kam die Gruppe zur Einsicht, dass es auf weite Sicht auch strukturelle Änderungen braucht. Im Januar 2002 würdigten die Provinzoberen die Zusammenarbeit, die sie bei bestimmten Projekten festgestellt hatten. Zugleich aber wurde wieder betont, daß die Zusammenarbeit eine Struktur voraussetzt.

P. Henk Erinkveld (Provinz Amsterdam) ging auf die Forderung ein und legte in einem Memorandum die verschiedenen Möglichkeiten von Umstrukturierung dar. Das Wort Fusion hat er nicht ausgeschlossen. Die Leitung der Provinz Amsterdam billigte das Memorandum. Darauf nahm die Provinzleitung selber Kontakt mit den Nachbarprovinzen auf. Das Memorandum wurde auch der Generalleitung vorgelegt. Von da an kam der eventuelle Zusammenschluß von einigen Provinzen im Nordwesten ins Gespräch, ... die Dinge kamen in Bewegung. Im Memorandum von H. Erinkveld war eine Fusion der Provinzen Köln, Flandern und Amsterdam vorgeschlagen. Auf Grund des Memorandums begrüsste das Provinzkapitel von Köln konkrete Verhandlungen über eine mögliche “Union”. Im Januar 2003 trafen sich die Provinzoberen von Köln, Flandern und Amsterdam. Sie gaben einer Arbeitsgruppe den Auftrag, konkrete Strukturen von Zusammenarbeit zu entwerfen und den Weg zur Umsetzung aufzuzeigen.

Anfang 2003 empfahl die Arbeitsgruppe die Errichtung der Provinz Sankt Klemens. Gemeint war eine Struktur, in der zwei Dinge gesichert sind: erstens eine dauernde und verpflichtende Zusammenarbeit in bestimmten Bereichen; zweitens eine gewisse Selbständigkeit der Regionen, welche die Provinz bilden. Während der vorkapitularen Versammlung in Perth (März 2003) wurden diese Empfehlungen vorgelegt, und zugleich andere Provinzen zu den Verhandlungen eingeladen, namentlich die Provinzen Wien, München und Schweiz.

So wurden denn auf Grund der Vorlage Namens „Provinz Sankt Klemens“ offizielle ‘Unionsverhandlungen’ begonnen. Das Generalkapitel im Herbst 2003 wirkte als Katalysator. Pater General unterstützte das Vorhaben. Die Provinzen Wien, München und Schweiz verfolgten mit Interesse die Beratungen. Im Januar 2004 beschloß die Schweizerprovinz, in die geplante Provinz Sankt Klemens einzutreten, aber die beiden anderen zögerten. Die Provinzen München und Wien suchen andere Wege der Zusammenarbeit unter ihnen und mit der Provinz Sankt Klemens. Nun folgte die so genannte zweite Phase mit regelmäßigen Zusammenkünften.

Bis jetzt fanden fünf Runden von Verhandlungen statt: im Dezember 2003 (Wittem), im März 2004 (Hennef-Geistingen), im Juli 2004 (Gadheim bei Würzburg), im Dezember 2004 (Matran) und im Februar 2005 (Hennef-Geistingen). P. Jacek Dembek war im Namen der Generalleitung an mehreren Sitzungen anwesend. Leider ist an Weihnachten 2003 P. Walter Corneillie, Provinzial der Provinz Flandern, gestorben. Er war ein starker Vertreter der Unionsbestrebungen. Weniger als ein Jahr später verschied auch sein Mitbruder P. Harry Mattheesesens, der Architekt des „Modells von der Provinz Sankt Klemens“.

An den Sitzungen wurden viele Gesichtspunkte erwogen: Die Form der Regierung, die rechtliche und gesetzmäßige Lage der neuen Provinz, die Phasen der Bereinigungen, die Informationspolitik, die geistige Vorbereitung der Mitbrüder, der Name der Provinz, zivilrechtliche Aspekte einer internationalen Fusion usw. usw. Es fand auch eine Orientierung statt über den Grund, warum all das begann: unsere pastorale Sendung. Jedesmal wurden die Ergebnisse der Beratungen von den Provinzkapiteln und der Generalleitung gut aufgenommen.

Einen Moment tauchte die Frage auf, ob der Name der Provinz nach dem Ort des Provinzials bestimmt werden solle: Wittem. Aber man hielt fest am ursprünglichen Namen: Sankt Klemens. Mit diesem Namen, der an keinen Ort gebunden ist, wird es für weitere Provinzen leichter sich anzuschließen. Dazu kommen historische und anregende Gründe. Um die Person von Sankt Klemens Maria Hofbauer hat sich der nördliche Zweig der Kongregation in Europa entwickelt, namentlich in unserer Gegend. Ferner bleibt er ein Symbol für jeden, der neue Wege sucht, um das Charisma der Redemptoristen zu entfalten:

die frohe Botschaft von der Erlösung auf ganz neue Weise zu verkünden.

Text: Provinzrat Amsterdam
Englische Übersetzung: Werner Vanmoerkerke
Aus dem Englischen von Hermann Schmid


Wort des Herausgebers: Die Provinz Denver hat neulich die Mannschaft ihrer Volksmissionare mit zwei jungen Redemptoristen und einem spanisch sprechenden Mitbruder verstärkt. Die folgende Darstellung über Missionen im Herzen von Amerika stammt aus dem National Catholic Reporter.

Volksmission entzündet.
Von PATRICIA FENING GAYES

Wir sind am dritten Abend einer fünftägigen Pfarreimission in Sankt Patrick in der Stadt Wadsworth, Illinois. Die Lichter in der Kirche sind gelöscht, nur die Osterkerze brennt als Symbol für die Abendpredigt. Mehr als 1000 Gläubige sind still in der Kirche. „Möge das Licht Christi das Dunkel unserer Herzen vertreiben“ sagt der Redemptoristenmissionar P. Peter Schavitz. Er zündet eine Kerze an der Osterkerze an „als Zeichen der Hoffnung und Sicherheit, daß Gott uns nie im Stich läßt“.

Beim Eintritt in die Kirche hatten alle eine Kerze erhalten. Nun zündet Schawitz die Kerzen einiger Helfer an, die das Licht weitergeben an alle Anwesenden. Nach einigen Minuten leuchtet die dunkle Kirche im mild flackernden Kerzenlicht. Dann bittet er, alle sollen die Kerzen hoch halten, und so widerstrahlt die Fülle des Lichtes von den Wänden und der Decke: die ganze Kirche ist hell.

“Wenn sich das Licht Christi, das in jedem von uns erstrahlt, mit dem Licht in unseren Brüdern und Schwestern verbindet, dann vertreiben wir nicht bloß das Dunkel dieser Kirche sondern die Dunkelheit der ganzen Welt.” Die Missionsnacht endete mit der Gelegenheit, dieses Licht Christi im Sakrament der Versöhnung zu feiern.

Volksmissionen gibt es in der katholischen Kirche seit 1600. „Die Mission ist offen für alle, die Gottes barmherzige Liebe erfahren und ihre Verbundenheit mit Gott vertiefen möchten“ sagte Schavitz. Eine Mission ist eine Predigtreihe von vier bis sechs Tagen; früher dauerten die Missionen länger, unter Umständen einen Monat lang.

Die Ordensgesellschaft der Redemptoristen, deren Name in den Vereinigten Saaten mit den Missionen verbunden ist, predigte Missionen, nachdem der Hl. Alfons von Liguori 1732 zu diesem Zweck eine Gemeinschaft gegründet hatte. Auch andere Ordensgesellschaften von Männern und Frauen haben Missionen auf ihrem Programm. Auch Diözesanpriester predigen Missionen. Laienmissionare ebenfalls bieten immer mehr Volksmissionen an. Selbstverständlich hat jede Gruppe ihre Eigenart. Die Mission der Redemptoristen ist unter dem Motto: „In ihm ist Erlösung in Fülle“.

Typische Missionen beginnen mit Einladungen in den Gottesdiensten am Wochenende. Die meisten Missionen haben ihren Schwerpunkt in der Abendpredigt, aber dazu kommen Morgens die Messen mit Homilien und tagsüber Besuche in den Schulen oder Gespräche mit einzelnen Personen.

Bekehrung lautet das Ziel der Mission - entweder erstmalige Entscheidung für Christus und Eintritt in die katholische Kirche oder Erneuerung jener Hinwendung zu Gott, die immer stärker wird im Leben einer Person. Mit der Bekehrung der Personen wird die ganze Pfarrei erneuert. Bei gutem Erfolg dauert die Wirkung der Mission weit über die Schlusspredigt am letzten Abend hinaus.

Die Vorbereitungen der Missionen sind verschieden je nach Missionaren. Die meisten Missionen beginnen eigentlich mit den Vorbereitungen einige Monate vorher, wenn der Prediger die freiwilligen Planer und Helfer trifft. „Das Komitee hat zur Aufgabe, die Kirche zu füllen zur ersten Abendpredigt. An mir ist es, die Leute zu gewinnen, daß sie an den folgen Abenden wieder kommen.“ sagte der Pater. Es ist wichtig, daß die Pfarrei Propaganda macht, und daß die Leute einander mitnehmen. „Lasst jeden mitmachen - heißt der Grundsatz. Bindet sie ein, indem ihr jedem eine Aufgabe zuteilt. Beginnt mit einer kleinen Gruppe, die dann eine größere Gruppe entzündet. Sorgt für Kinderhütedienste, Verpflegung. Behebet alle Hindernisse, die dem Besuch der Mission im Wege stehen könnten,“ fügte Schavitz hinzu.

Er sagte, derselbe Grundsatz gelte auch für die Missionspredigten. „Von Zeiten des Hl. Alfons an, versuchten wir so zu reden, dass die Leute uns verstehen. Wir versuchen zu inspirieren und zu unterhalten, so dass die Menschen zu einer tieferen Erfahrung von Gottes Erlösung gelangen.“

Debbie Micksch lebt in der Pfarrei St. Patrick in Wadsworth, Illinois, wo Schavitz mit einem anderen Redemptoristen in den letzten neun Jahren drei Missionen durchgeführt hat. „Als ich an unserer ersten Mission teilnahm, vernahm ich den Ruf zu einer engeren Beziehung mit Gott und folgte ihm,“ sagte Micksch. “Das geschah vor sieben Jahren. Seither ist mein Leben anders. Meine Augen sind auf eine ganz neue Weise geöffnet. Was ich bei der Mission erlebte, bringt weiterhin jeden Tag Frucht.

Seither beteiligt sie sich mehr am pastoralen Wirken in der Kirche, “und ich bin nicht die einzige“. Wenn man andere anhört, die an Missionen teilgenommen haben, vernimmt man ähnliche Geschichten. Micksch erwähnt Beispiele von Früchten der Pfarreimissionen: mehrere neue Bibelgruppen, eucharistische Anbetung, Gruppen von Männern und Frauen für seelsorgliche Dienste und Gebetsgruppen.

Sie sagte: „Die Mission ist kein zeitlich abgeschlossenes Ereignis in der Pfarrei.Die Mission lebt weiter in den Personen, die an der Mission teilgenommen haben, und dadurch engagiert sich die Pfarrei immer mehr für die Kirche.“

Inhaltsverzeichnis

In Spiritu Redemptionis

Redemptoristen in Pfarreien
Sean Wales

Statut 018    DER PFARRDIENST

DIE MITBRÜDER, DIE IN PFARREIEN TÄTIG SIND, SOLLEN MIT ALLER SORGFALT IHREN PFLICHTEN NACHKOMMEN. SIE SEIEN SICH WOHL BEWUSST, DASS SIE UM SO MEHR EINE ART IMMERWÄHRENDER MISSION DURCHFÜHREN, JE MEHR IHR WIRKEN VON MISSIONARISCHEM GEIST BESTIMMT IST.

Unsere lange Erfahrung in der Pfarreierneuerung durch unsere Missionen und unsere Seelsorge in unseren jetzigen und ehemaligen Pfarreien zeigt uns die Bedürfnisse der Menschen nach Vertiefung ihrer Beziehung zu Gott und Qualität ihres Christenlebens, Bedürfnis nach Weiterbildung im Glauben, Verlangen nach echtem Erleben von Gemeinschaft und Umsetzung des Glaubens in tatkräftigem Einsatz für die Notleidenden.

Zu den Elementen von Pfarreispiritualität, die unsere Tätigkeiten künftig prägen sollten, gehören:

GEBET UND GOTTESDIENST. Gemeinschaften von Redemptoristen, die sich der Pfarreiseelsorge widmen, könnten zu Schulen des Glaubens und Gebetes werden. Die Qualität der liturgischen Feiern, das Mitwirken von Laien in der Seelsorge und die Wärme des religiösen Lebens in der Pfarrei sind Elemente, die uns herausfordern.

CHRISTLICHE BILDUNG. Zentral für die Erneuerung der Pfarrei ist die Erwachsenenbildung im Glauben.Unser Charisma der Verkündigung des Evangeliums zeigt sich hier. Die Katechese wird zwar oft richtig durchgeführt, aber es fehlt an Mystagogie. Unsere Religion ist nicht nur für den Kopf, sondern auch für das Herz. Was wir sprechen, sollen wir in Gebet und Leben wirken lassen.

GEMEINSCHAFT.  Es wird geklagt, dass unsere Pfarreien Verwaltungsbetriebe seien. Viele Leute empfinden die Pfarrei nicht als eine Gemeinschaft. Auf Grund unserer theologischen Kenntnisse von Kirche als Communio, wird es uns klar, dass die Pfarrei zur Gemeinschaft werden soll. Das hat besondere Bedeutung für uns, die wir selber eine Gemeinschaft bilden und als solche die Pfarrei betreuen. Wir sind eine erlösende Gemeinschaft mitten in der Pfarrei. Vielleicht ist das laue Klima der Pfarrei eine Auswirkung der lauen Verhältnisse innerhalb der Kommunität der Redemptoristen.

WOHLTÄTIGKEIT. Wie der Gaube so ist auch die Pfarrei ohne guten Werke eigentlich tot. Echte Spiritualität offenbart sich im Sendungsbewusstsein. Der erste Sendungsauftrag ist die Verkündigung vom Wort Gottes und die Verehrung des Vaters durch den Sohn im Heiligen Geist. Wir sind zur Einsicht gelangt, dass Liebe das Kriterium für echtes Christentum ist und die Pfarrei darum ein Organ des Mitgefühls und der Wohltätigkeit ist. Die Ortskirche in Südafrika wurde geleitet durch den Grundsatz: „Gemeinschaft im Dienst der Menschen“. Jede unserer Pfarreien hat Gelegenheit, in feinfühliger und schöpferischer Weise christliche Wohltätigkeit zu entfalten, vor allem wenn es um Epidemien wie HIV/AIDS geht.

DIENSTLEISTUNGEN. Geht es da nur um Geldsammeln (für gute Zwecke selbstverständlich) oder geht es um Tieferes? Saubere Buchhaltung dank geeigneten Leuten ist nötig, aber es gibt in der Pfarrei noch andere Bereitschaft und Talente, die für eine weiter gefasste Gesellschaft gedacht sind. Unsere Sorge für die Umwelt und unser Interesse für künstlerische Gestaltung sollten uns mit Leuten verbinden, die auf solchen Gebieten hervorragen.

Es reizt mich, für unseren Pfarreidienst einige Grundsätze aus unseren Konstitutionen, Kapitel 5 (Leitung der apostolischen Gesellschaft), herauszugreifen. Was passiert, wenn das Prinzip der Mitverantwortung (Konst. 92) und der kollegiale Geist (Konst. 100) in unseren Pfarreiern herrschen? Das Prinzip der Subsidiarität (Konst. 94) könnte die Strukturen der Pfarrei verbessern. Der Grundsatz von der Solidarität (Konst. 95) könnte auch zutreffen innerhalb der Pfarrei und mit anderen Pfarreien oder kirchlichen Gruppierungen, sogar mit nicht katholischen. Das Prinzip der Anpassung (Konst. 96) würde uns von veralteten Forderungen („Es war immer so in dieser Pfarrei“) befreien und uns in einer neuen Situation zu schöpferischen Taten anregen.

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Redemptoristen in den Nachrichten

Start zur Seelsorge mit Taubblinden

Der 27. November war der große Tag für die Taubblinden, als die Erzdiözese die Seelsorge für die Taubblinden eröffnete in der Westminster Kathedrale. Diese war prall voll von Leuten mit den Taubblinden und anderen Behinderten aus mehreren Pfarreien. Eine gute Anzahl Taubblinde saß auf besonderen Sesseln um den Hauptaltar.

In der vorausgehenden Woche war vom 20. November an eine Ausstellung über Taubblindheit und über das Werk von P. Cyrill Axelrod zu besuchen (in der St. Patrickskapelle). Auch ein Gemälde von Carravaggio war zu sehen, das den Hl. Thomas darstellt, indem er die Hände des auferstandenen Herrn berührt. Die Meßfeier war unter dem Stichwort „Offene Hände“ als Hinweis auf die Berührung von Jesus mit den Taubblinden.

Die Kathedrale erschallte vom wunderbaren Impuls der Chorlieder. Das Vibrieren in der riesigen Kathedrale war sehr gut zu vernehmen.

Bischof Bernard Longley, Weihbischof von Westminster führte mich beim Einzug zum Hauptaltar, begleitet von den beiden Priestern P. Norbert Fernando und P. Shaun Lennard. Der Bischof begrüßte persönlich jeden Taubblinden und liess ihn seinen Bischofsstab anfassen.

Hernach führte er den P. Cyrill um den Altar herum, indem er inzensierte, und dann zu den Sitzen.

Das Evangelium über Thomas, der Jesus berührte, wurde durch P. Norbert Fernando in Zeichensprache vorgetragen. Anschliessend bot P. Cyrill ebenfalls in Zeichensprache die Homilie über die mächtige Wirkung, die sich bei Offenheit entfaltet. Dabei bezog er sich auf die Seelsorge und die Bedeutung der Berührung, wenn es um das Verständnis für die Taubblinden geht. Er lud die Gläubigen ein, den Taubblinden in der kirchlichen Gemeinschaft und im Alltag beizustehen.

Einige Taubblinde wurden gebeten, Fürbitten in Zeichensprache oder in der Handsprache der Taubblinden auszudrücken.

Zur Gabenbereitung nahm der Bischof Brot und Wein in Empfang und ließ P. Cyrill diese Gaben berühren. Dann ging er zu jedem Taubblinden, damit er sie auch berührte.

Zur Wandlung hielt P. Cyrill die rechte Hand an die Hostie und an den Kelch und hob dann beides den Gläubigen entgegen.

Beim Spenden der heiligen Kommunion schrieb jeweils zuerst P. Cyrill mit den Fingern „Leib Christi“ in die Hand der Taubblinden und dann legte der Bischof die heilige Hostie auf die Hand.

P. Cyrill dankte zuerst dem Bischof Bernard Longley dafür, daß er ihn zur Seelsorge unter den Taubblinden der Erzdiözese Westminster eingeladen hat, sodann der Gruppe, die diesen Start zur Taubblindenseelsorge vorbereitet hatte, und allen Mitwirkenden, namentlich den Virtuosen der Zeichensprache aus London und Manchester.

Nach dieser Eucharistiefeier waren die Taubblinden und ihre Betreuer und weitere Gäste zum Aperitiv in das Haus des Erzbischofs eingeladen. Zur Überraschung schenkte man dem P. Cyrill einen Kuchen, auf dem eine Hand abgebildet war zur Erinnerung an den 45. Jahrestag seiner Priesterweihe. Die Gehörlosenvereinigung von Westminster begrüsste die Seelsorge für die Taubblinden. Es war ein grosses Ereignis zu Beginn des Advents als Auftakt zu froher Seelsorge.

Es wurde auch ein Seminar mit Training für Freiwillige geboten, die mit P. Cyrill in der Diözese Westminster zusammenarbeiten wollen. Es ist auch ein zehnwöchiges Training im Vaughan House vorgesehen.

Dieser Start scheint Vorbild zu werden in der Katholischen Kirche im UK und man hofft, andere Diözesen unterstützen zu können im Dienst für die Taubblinden. Wenn Sie von P. Cyrill Informationen wünschen über Betreuung von Taubblinden, sind Sie willkommen.. Er kann erreicht werden im Vaughan House, 46 Francis Street, London. Die minicrom phone number ist .…. Und die Nummer für Telefon mit Stimme ist ….. Die Faxnummer ist ....

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Nachrichten aus dem Vatikan mit Bezug zur Via Merulana

Papst Johannes Paul II. und die Redemptoristen.

Dem Noticiario Español Redentorista (NER#504) von Madrid verdanken wir den folgenden Beitrag.

Unsere Mutter von der Immerwährenden Hilfe.
Immer wieder hörten wir von seiner Andacht zu Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe und hörten es von seinen eigen Lippen, als er am 30. Juni unsere Kirche Sant’Alfonso in Rom an der Via Merulana besuchte. Im Gespräch mit unserer Gemeinschaft im Anschluß an den Gottesdienst sagte er: Während des letzten Krieges zur Zeit der Besetzung durch die Nazi arbeitete ich in einer Fabrik in Krakau. Wenn ich Abends heimkehrte ging ich in die Kirche der Redemptoristen. Dort war das Bild der Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe . Oft kniete ich vor ihrem Bild, weil ich es für sehr schön fand. Ich besuchte diese Kirche auch als Bischof und als Kardinal von Krakau. Ich predigte mehrmals dort und spendete die Sakramente, namentlich die Firmung. Wenn ich nun hierher komme, ist es wie eine Reise in die Vergangenheit, zurück in meine Jugend (CSFR Communicationes Nr. 85) .

Als Kardinal von Krakau nahm er teil am Eucharistischen Kongreß in Melbourne, Australien. Sein Flugzeug machte einen Zwischenhalt in Manila, und der Kardinal wollte die Heilige Messe feiern, aber auf dem Flughafen war keine Kapelle. Auch bestanden keine diplomatischen Beziehungen zwischen Polen und den Philippinen. Doch die Behörden erlaubten ihm trotzdem den Flughafen zu verlassen, und Kardinal Santos von Manila schlug ihm vor, in die nahe gelegene Kirche von Baclaran zu gehen. Es war Mittwoch, Tag der Gebetswache zu Ehren der Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe. Als er später wieder als Papst dorthin kam, sprach er die unvergeßlichen Worte: “Ich bin zum zweiten Mal hier. Das erste Mal war es bei einem Zwischenhalt auf meiner Reise an den Eucharistischen Kongreß in Australien, und als ich damals hier zelebrierte, sah ich wie kindlich, froh und voll Vertrauen die Leute dieser großen Hauptstadt der Philippinen dich hier verehren.“ (Communicationes Nr. 4, 88).

Unser Gründer St. Alfons
Der 1. August 1979, Fest des Hl. Alfons, fiel im ersten Jahr des Pontifikates von Johannes Paul II. auf einen Mittwoch. Da zitierte der Papst dreimal den Hl. Alfons. (Orbis, N° 49, p 53).

In unserem Archiv befinden sich viele Schreiben des Papstes anläßlich von Jubiläen des Hl Alfons.

Am 6. Dezember 1979 kurz nach unserem Generalkapitel empfing der Papst unseren Generalrat. Die Ansprache des Papstes erschien im Osservatore Romano am 7. Dezember unter der Titel: „Erneuert euren missonarischen Einsatz in Treue zum Hl. Alfons’ (BPE, XVI, 95-97).

14. Juni 1982. Schriftliche Glückwünsche des Staatssekretariates zum 250. Jahr seit der Gründung unserer Kongregation (BPE, XVII, 230-233).

18. November 1985. Audienz mit Mitgliedern unseres Generalkapitels (NER, 279).

1. August 1987. Apostolisches Schreiben zum 200. Todestag des Hl. Alfons (BPE, XX, 169-177).

12. November 1990. Ansprache in der Basilika von Pagani anläßlich des Besuches in der Erzdiözese Neapel (BPE, XXI, 261-265).

24. September 1996. Botschaft anläßlich des 300. Geburtstages des Hl. Alfons (BPE, XXIV 347-351).

11. Oktober 1997. Brief zum Abschluß der Dreihundertjahrfeier von der Geburt des Hl. Alfons (NER, 423).

3. Oktober 2003. Audienz mit den Kapitularen (Webseite CSFR. XXIII. Generalkapitel, Papstaudienz).

Ferner eine Botschaft des Papstes an die Redemptoristinnen zum 300. Geburtstag von Schwester Maria Celeste Crostarosa, 31. Oktober 1996 (BPE, XXIV, 351-354).

Seligsprechungen
Papst Johannes Paul hat überraschend viele Redemptoristen seliggesprochen:
23. Mai 1982: P. Peter Donders.
24. April 1988: P. Gaspar Stanggassinger.
12. Mai 1996: P. Jenarius Sarnelli.
9. April 2000: P. Francis Xavier Seelos.
27. Juni 2001: Bischof Nikolaus Charnetskyj, Zenón Kovalyk, Basil Velychkovskyj und Ivan Ziatyk.
4. November 2001: P. Metodius Dominik Trcka.
St. Johannes Neumann war früher schon heiliggesprochen worden. An seinem Grab in Philadelphia betete Papst Johannes Paul bei seinem Besuch in den Vereinigten Staaten und in seiner Ansprache an die amerikanische Geistlichkeit beschrieb er ihn als Vorbild für alle Bischöfe (Orbis, 51, 14-15).

Fügungen
In einer Ansprache beim Besuch des Papstes in unserem Generalatshaus anläßlich des Jubiläums 125 Jahre Gnadenbild der Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe erwähnte der damalige Generalobere P. Juan Lasso de la Vega einige Fügungen. Die Wahl zum Papst geschah am Fest des Hl. Gerhard, 16. Oktober. Die erste Enzyklika „Redemptor Hominis“ erschien am Fest des Hl. Klemens Maria Hofbauer, 15. März. Weitere Enzykliken trugen das Wort Erlöser im Titel: ‘Redemptoris Mater’, ‘Redemptoris Missio’…(CSSR Communicationes, 85).

Anekdoten
Kardinal Joseph Klemens Maurer, Redemptorist, sagte zum Spaß, er habe zwar den Tod von Papst Paul VI. nicht gewünscht, aber er würde gern an einem Conclave teilnehmen. Zum Glück oder zur Strafe nahm er an zwei solchen teil! Bei der ersten Begegnung nach der Wahl sagte der Kardinal zu Papst Johannes Paul II: „Sei stark und sei ein Mann! Wir helfen dir und beten für dich.”. Darauf antwortete der Papst, daß er sich vorgenommen hatte, das Jubiläum 75 Jahre Kloster der Redemptoristen in Krakau am 26. Oktober mitzufeiern. Aber unglücklicher Weise könne er das jetzt nicht tun.(Orbis, 46, 74-75).

In den Ausgaben der Zeitung ‘Ya’ vom 27. Oktober 1981 und 24. Januar 1982 stand ein Bild mit dieser Erklärung: ‘P. Paul Dezza, Delegierter bei den Jesuiten, mit Papst Johannes Paul’ (Foto UPI). In Wirklichkeit war mit dem Papst nicht P. Dezza sondern unser Mitbruder, Bruder Adrian Maria Cremades abgebildet im Moment, wo er den Segen für seinen Bruder P. Antonio Maria Cremades aus Anlass des diamantenen Professjubiläums empfing (NER 237).

Aus Anlass des Internationalen Kongresses für Mariologie in Malta 1983 kam aus dem Vatikan ein Schreiben, das vom Papst unterschrieben war und die Beiträge von Heiligen wie St. Louis de Montfort und St. Leonard von Port Maurice erwähnte, aber den Hl. Alfons übersehen hatte. Unser P. Angel Luis, der am Kongreß teilnahm, konnte dieses Versehen nicht stillschweigend hinnehmen. Er kam in Rom vorbei und traf Mgr. Martinez Somalo mit der Bitte, man möge die Unterlassung in den ‘Acta Apostolicae Sedis’ berichtigen. So konnte man darauf den Brief mit der Unterschrift des Papstes und folgenden Worten lesen “Wie kann man die unvergleichliche Autorität des Hl. Alfons Maria von Liguori vergessen, der gemäß den Worten des Hl. Papstes Pius X. furchtlos die Unbefleckte Empfängnis verteidigte und als großer Apostel die Andacht zur absolut sündenlosen Mutter des Herrn verbreitete?“(NER, 261).

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Monatliche Bildergalerie  (nur online)

Shetland
Zwei Mitglieder der Kommunität St Patrick's Edinburgh, P. Ed Hone und P. Richard Reid hielten eine Mission in Shetland – nördlich von St Petersburg oder Helsinki!
#1  und  #2


P. Agustín Panero, C.SS.R.
Statue und Brunnen in Merida, Spanien, zu Ehren des beliebten Paters Agustín Panero, der rastlos für Kranke und Bedürftige gearbeitet hatte. Er starb vor drei Jahren. Die Leute hatten diese Ehrung verlangt. Eine Strasse trägt seinen Namen. Eine andre Strasse wurde umbenannt zur Ehre der Mutter von den Immerwährenden Hilfe.


Umschlag von Pater Cyril Axelrod’s Buch

Gottesdienst zur Eröffnung der Seelsorge für Taubblinde mit Pater Cyril Alexod
#1  und  #2

Aufmachung zum Empfang von P. Cyril Axelrod

Pater Cyril Axelrod und Bischof Bernard Longley


Papst Johannes Paul II. und der Generalrat von 1990 – 1997

Papst Johannes Paul II. und der frühere Generalobere Juan Lasso de la Vega

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Arbeitsplan P. Generals und seiner Räte

Visitation in der Vizeprovinz Burkina-Niger
PP. Serafino Fiore und Athanase Nsiamina
17. Januar bis 13. Februar 2005

Die Generalräte PP. Serafino Fiore und Athanase Nsiamina besuchten die Vizeprovinz Burkina-Niger vom 17. Januar bis 13. Februar 2005.

Die ersten Mitbrüder gelangten aus den Provinzen Lyon und Paris nach Burkina und Niger im Jahr 1946. Sie begannen sofort, Missionsstationen und Pfarreien im Rahmen der Diözesen zu gründen. So begannen die Vizeprovinzen Fada N’Gourma und Niamey. Seit dem 3. Januar 1996 sind diese ursprünglichen Vizeprovinzen zur gegenwärtigen Vizeprovinz Burkina-Niger zusammengeschlossen. Zur Zeit der Visitation zählte diese Vizeprovinz 43 Mitbrüder, wovon ein Bischof, 24 Priester, 4 Brüder, 12 Klerikerstudenten mit Gelübden, 3 Theologiestudenten im pastoralen Praktikum und 7 Novizen. Dazu kommen noch 9 Postulanten im Philosophiestudium.

Diese Mitbrüder stammen aus mehreren Kontinenten: 26 aus Afrika, nämlich von Togo, Niger, Burkina-Faso, Benin und Elfenbeinküste; 16 aus Europa, wovon 13 aus Frankreich, 2 Polen, 1 Spanier und 1 aus Australien. Unser Weg ging von Niamey nach Tchirozerine und Maradi für Niger und Kantchari, Fada N’Gourma, Tibigi und Ouagadougou für Burkina Faso.

In Niger besteht die Bevölkerung vorwiegend aus Moslem mit einem Teil von Animisten. Die Christen machen nur 3% aus. Obwohl die Redemptoristen dort seit 50 Jahren arbeiten, haben nur wenig Bewohner das Christentum angenommen: in Tchirozerine zählten wir 25, die meistens aus Nachbarländern stammen. An Ostern hatten sie die Freude, drei Taufen zu spenden: 2 junge Leute und ein Erwachsener. Etwa 10 Touaregs sind getauft worden oder werden im Glauben an Jesus Christus unterrichtet. Dort arbeiten drei Mitbrüder in der Katechese und feiern Eucharistie. Die Mission besteht größten Teils in Form von Präsenz unter den Moslem. Bekehrungen sind selten und die Seelsorge geschieht unter Christen aus Nachbarländern. Aber die Bevölkerung begrüßt die Gegenwart der Christen in dieser Gegend, weil die Kirche Entwicklungsprojekte unterstützt.

Trotz der kleinen Zahl der Bekehrungen ist die Mission erfüllt vom Verlangen, Zeugnis zu geben und ins Gespräch mit den Andersgläubigen zu kommen. Die Mitbrüder geben zu, dass das keine ausdrückliche Verkündigung des Evangeliums ist, aber eine Art gelebtes Evangelium unter den ärmsten Menschen. Übrigens stammen zwei Priester und ein Bruder von Moslem oder Animisten ab. Somit können wir sagen: es besteht Hoffnung, dass junge Leute aus Niger Redemptoristen werden.

In Burkina Faso ist die Landschaft anders. An der Grenze schon sieht man Baobab-Bäume und ein freundliches Grün, das uns begrüßt, obwohl es im Land auch wüstenartige Gegenden gibt. Die Kirche ist lebendig und blühend. Unsere Mitbrüder arbeiten in Pfarreien, die sie leiten, und in der Ausbildung von Katecheten sowie in der Vorbereitung auf den Empfang der Sakramente (150 Taufen letztes Jahr). Sie besuchen die Dörfer, leiten Gruppen, unterrichten die Analphabeten und belehren die Leute über HIV /AIDS. Sie unterstützen das Graben nach Brunnen, machen mit im Kampf gegen unfreiwillige Heiraten und die Beschneidung von Frauen. Unsere Mitbrüder arbeiten eng zusammen mit anderen Ordensgemeinschaften, besonders im Bereich der Ausbildung.

Zwei weitere Höhepunkte dieser Visitation waren der Besuch bei den Redemptoristinnen und der Abschluss mit P. General. Dieser brüderliche Besuch ermöglicht uns, das Leben von Menschen mit anderem Brauchtum zu leben, denen wir das Evangelium bringen und von denen wir es empfangen.

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Profile

Ein Profil
Cyril Axelrod CSsR
Beitrag von Larry Kaufmann CSsR

Cyrill Axelrod ist ein absolut einmaliger Mitbruder unserer Kongregation. Er wurde als Jude geboren und ist immer noch stolz darauf. Von Geburt auf taub und nun auch total blind, beherrscht er Braille und mehrere internationale Zeichensprachen sowie Englisch, Afrikaans und Kantonesisch. Er hat weltweit anerkannte Preise und ein Ehrendoktorat erhalten. Nun ist er dran, seine Lebensbeschreibung in Buchform herauszugeben unter dem Titel: “And The Journey Begins” (im Verlag Douglas McLean Publishers, Gloucester, UK). Das neue Buch wird der Öffentlich vorgestellt im Church House, Westminster Abbey, am 12. Mai dieses Jahres. Dabei wird der Leiter unserer Nachrichtenzentrale Pater Gary Ziuraitis den Pater General vertreten.

Als kleiner jüdischer Bube hatte Cyrill davon geträumt, einst ein Rabbi zu sein, aber in Wirklichkeit begann er als junger Mann seine Laufbahn als Buchhalter. Indessen hatte Gott andere Pläne und berief ihn zum Priestertum in der Katholischen Kirche. Zunächst aber waren da noch einige Hindernisse.

Man erzählt wie Cyrill bei Bischof Green von Port Elizabeth um Aufnahme als Priesterkandidat bat. Dieser war begeistert über das Vorhaben, denn er unterstützte die Taubstummenseelsorge. So begann er also, die Personalien aufzunehmen: „Religion deines Vaters?“ – „Jude.“ – „Somit ist deine Mutter offenbar katholisch.“ – „Nein. Sie ist auch jüdisch.“ - „Dann bist du Konvertit ?“ – „Nein, ich bin noch nicht getauft.“ – „Gut, dann ist das der erste Schritt auf deinem Weg zur Priesterweihe.“

So wurde denn Cyrill am 15. August 1965 in die Kirche aufgenommen. Darauf schickte ihn der Bischof nach Washington DC in den Vereinigten Staaten an das Gymnasium für Taubstumme Namens Gallaudet, die einzige Schule dieser Art in den USA und vielleicht auf der ganzen Welt. An der Katholischen Universität in Washington studierte Cyrill auch Philosophie und kehrte dann 1967 für die Theologie nach Afrika zurück, wo er am 28. November 1970 von Bischof Green zum Priester geweiht und in den Dienst der Diözese Port Elizabeth aufgenommen wurde. Er war der zweite auf der ganzen Welt, der als Taubstummer zum Priester geweiht wurde. Diese Feier bleibt in Erinnerung, weil dabei vieles in der Zeichensprache geschah, die der Redemptoristenpater David Walsh wunderbar anzuwenden wußte. Cyrill hatte diesen Taubstummenseelsorger in den USA kennengelernt. Aber am auffallendsten war Cyrills Mutter. Sie hatte als streng orthodoxe Jüdin gemeint, sie dürfe nicht an der Priesterweihe ihres einzigen Kindes teilnehmen. Jedoch drei Tage vor dem Ereignis entschloß sie sich dazu und, als der Bischof den Kandidaten aufrief, führte sie ihren Sohn zum Bischof hinauf.

Als Priester und Seelsorger der Taubstummen entfaltete Cyrill eine Tätigkeit mit weltweiter Ausstrahlung. Zuerst war er Kaplan in einer Gehörlosenschule (als ehemaliger Schüler der St. Vincenz Schule für Taubstumme, Johannesburg); er leitete Missionen und Exerzitien für Taubstumme überall in Südafrika in verschiedenen Sprachen und gründete eine Schule für Taubstummenbetreuer in Soweto und ein Wohnheim für schwarze Gehörlose nördlich von Pretoria. Dabei blieb er stets besorgt um seine betagte Mutter und hegte heimlich den Wunsch, Redemptorist zu werden. Cyrills Mutter starb am Fest des Heiligen Alfons.

Im folgenden Jahr 1975 trat er in die Kongregation ein. Er wurde Buchhalter der Vizeprovinz und 1984 Novizenmeister. In den 12 ersten Jahren seines Ordenslebens wurde er zum gefragten internationalen Missionar und predigte den Taubstummen in Italien, Irland, Großbritannien, Holland, USA, Singapur und Australien. In Singapur stellte er fest, dass es im Fernen Osten kaum Seelsorge für Taubstumme gab. Nun schien es, daß Gott ihn auf dieses Gebiet rief. Darum begann er Chinesisch zu lernen, beherrschte bald 4000 Schriftzeichen und fühlte sich nach zwei Jahren im Stand, Seelsorge für Gehörlose in Hong Kong und Makao zu übernehmen, wo er sich 1988 mit den Redemptoristen aus der australischen Provinz zur Gründung einer Kommunität einfand.

Cyrill litt an Retinitis Pigmentosa und wurde blind. Nach 15 Jahren Taubstummenseelsorge im Fernen Osten wurde er nun durch totale Blindheit gezwungen, diese Tätigkeit aufzugeben und sich den Taubblinden in Großbritannien zuzuwenden. In Peterborough, England, studierte er Braille, qualifizierte sich als Masseur, Therapeuten und Aromatherapeuten (sein Tastgefühl ist nun sein wichtigstes Kommunikationsmittel). Dort begann er sein internationales Apostolat für die Taubblinden mit dem Start im Jahr 2004 für die Taubblinden der Erzdiözese Westminster.

Ich war bei Cyrill, als seine fortschreitende Blindheit festgestellt wurde. Mit fester Überzeugung und Zuversicht sagte Cyrill einfach zu mir: „Gott hat meine Taubheit benützt für sein Wirken. Vielleicht wird er auch meine Blindheit brauchen können.“

Cyrills Computer setzt normalen Text in Braille um für ihn.

Email ist wohl sein wichtigstes Kommunikationsmittel mit der „Außenwelt“ und er hat sicher Freude an Korrespondenz von Mitbrüdern. Er wird erreicht über:
cyril@axelrod1.freeserve.co.uk

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Webseiten im Brennpunkt

Im Brennpunkt steht in diesemn Monat die Webseite www.redemptorists.com
ein Gemeinschaftswerk der Region Nordamerika.

Ihr habt wohl Freude an diesem audio/visuellen Beitrag über den Papst Johannes Paul II.
http://michaellewismusic.com/pope/

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Besuchen Sie bitte unsere Webseite bei http://www.cssr.com