S C A L A

 

Unser Leben geben für die Erlösung in Fülle

 

 Info-Service der Redemptoristen                                                 Nummer 6

Mitteilungsblatt der Kongregation vom Heiligsten Erlöser
Rom, Italien
April
20, 2005

Aus der Redaktion

DIE REDEMPTORISTEN FREUEN SICH MIT DER GANZEN WELT ÜBER DIE WAHL DES NEUN HEILIGEN VATERS, PABST BENEDIKT XVI.. VIVA IL PAPA!

Seit der Märzausgabe von SCALA hat sich in Rom Einiges getan. Dass der Heilige Vater an der Liturgie der Karwoche nicht teilnahm, war ein böses Vorzeichen. Seine Versuche, bei seinem öffentlichen Erscheinen während der Osterwoche zu sprechen, waren ergreifend und schmerzlich zugleich. Ich war am Ostermorgen auf dem Petersplatz und spürte, dass das Ende nahe war. Aber wer hätte sich schon gedacht, dass es schon sechs Tage später eintreten würde! Es ist uns gelungen, Sonderberichte über seinen Tod und über die Teilnahme zweier Kardinäle aus dem Redemptoristenorden am Konklave herauszubringen.

Rom war während des Begräbnisses des Heiligen Vaters von Millionen Menschen überflutet. Es herrschte die Atmosphäre einer Wallfahrt. Über zwei Millionen zogen an seinem im Petersdom aufgebahrten Leichnam vorbei. Tausenden und Abertausenden, vielleicht einer Million, war diese Möglichkeit verwehrt. P. General und ich selbst standen neun Stunden in der Warteschlange. Es waren unverkennbar junge Menschen – ein Zeugnis für die Liebe des Heiliger Vaters zur Jugend und für die Liebe und Achtung der Jugend als Antwort darauf. Die letzten Worte des Heiligen Vaters sollen ein Dank an die Jugend gewesen sein, die sich unter seinem Fenster versammelt hatte, um ihn auf seinem schweren Weg mit ihren Gebeten zu begleiten.

Alle Mitbrüder hier in Sant‘ Alfonso wurden während der letzten Wochen Augenzeugen dieser ergreifenden historischen Ereignisse und viele haben daran auch teilgenommen. P. General hat ein Kondolenzschreiben im Namen der Kongregation an den Vatikan gesandt. Sie finden seine Übersetzung in dieser Nummer unter „Spiritus Redemptionis“. Es gibt in der Bildergalerie auch Aufnahmen vom Gedenkgottesdienst der Alfonsianischen Akademie in Sant‘ Alfonso. Zahlreiche Mitbrüder, besonders die polnischen Mitbrüder sowohl von hier als auch aus Polen waren am folgenden Freitag beim Begräbnis des Heiliger Vaters in St. Peter. Ich bin sicher, Sie haben an den Fernsehgeräten teilgenommen.

Auf Grund dieser Ereignisse und des Zeitdrucks mussten wir die Nachrichten, die Sie in letzter Zeit eingesandt haben, umgruppieren. Möglicherweise erscheinen sie erst im nächsten Monat oder noch später. Sie sollen aber wissen, dass wir sie erhalten haben und Sie bitten, uns weiterhin welche zu schicken. Denn das allgemeine Leben und das Apostolat der Kongregation gehen weiter. Diese Nummer von SCALA bietet Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Arbeit: wir bearbeiteten gerade Ihre Einsendungen für diese Nummer, als der Heiliger Vater starb und die Druckerpressen gestoppt werden mussten.

Alle früheren Ausgaben finden Sie auch auf www.cssr.com/scala/index.shtml

-Gary Ziuraitis C.Ss.R.


INHALTSVERZEICHNIS

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 Berichte aus der Kurie, den  Sekretariaten  und Komitees

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Wendepunkte

Neueste Ereignisse in der Familie der Redemptoristen. Die vollständige Liste können Sie besuchen in den Officialia Officialia

Zeitliche Profess:
Sidney Martins da Silva, Provinz von Goiás, 29. Januar 2005
André Ricardo de Melo, Provinz von Goiás, 29. Januar 2005
Alexandre de Assis Peixoto, Provinz von Goiás, 29. Januar 2005
Vinícius Pires da Silva, Provinz von Goiás, 29. Januar 2005
Welinton Rodrigues Guimarães, Provinz von Goiás, 29. Januar 2005
Héctor Manuel Opazo Valenzuela, Provinz von Santiago, 2. Februar 2005
Carlos Humberto Pérez Triviño, Provinz von Santiago, 2. Februar 2005
Gonzalo Ernesto Vilches Grandón, Provinz von Santiago, 2. Februar 2005
José Ailton da Silva, Provinz von Recife, 12. Februar 2005
José Rinaldo da Silva, Provinz von Recife, 12. Februar 2005
Andrzej Jodkowski, Warschauer Provinz, 25. Februar 2005

Ewige Profess:
Paulo Cezar Nunes de Oliveira, Provinz von Goiás, 29. Januar 2005
Frederico Hozanan de Pádua, Provinz von Goiás, 29. Januar 2005
Benedito Moreira da Silva, Provinz von Goiás, 29. Januar 2005
Vanilson Sousa Silva, Provinz von Goiás, 29. Januar 2005
Celso Luiz Martins Junior, Provinz von Campo Grande, 12. März 2005
Renaldo Zierhut, Provinz von Campo Grande, 12. März 2005

Priesterweihe:
João Bosco de Deus, Provinz von Goiás, 10. Dezember 2004
Alex Venâncio Gonçalves, Provinz von Goiás, 18. Dezember 2004

Wahlen:
P. Jaroslav Stelbaský wurde zum Vizeprovinzial von Michalovce gewählt.
Bestätigung am 1. März 2005.

P. John Frederick Sianchuk wurde zum Provinzial von Yorkton wiedergewählt.
Bestätigung am 3. März 2005.

P. Boris Kyba wurde zum Provinzvikar von Yorkton wiedergewählt.
Bestätigung am 3. März 2005.

P. Paul Pazhangatte wurde zum Provinzial von Bangalore gewählt.
Bestätigung am 9. März 2005.

P. Stanislav Pribyl wurde zum Provinzial von Prague wiedergewählt.
Bestätigung am 9. März 2005.

P. Josef Michalcik wurde zum Provinzvikar von Prag gewählt.
Bestätigung am 9. März 2005.

P. Jean-Pierre Nlandu Mamona wurde zum Vizeprovinzial von Matadi gewählt.
Bestätigung am 22. März 2005.

P. Davide Perdonò wurde zum Provinzvikar von Neapel wiedergewählt.
Bestätigung am 31. März 2005.

Neue Region:
Region von Madagaskar (0202) von der Neapolitanischen Provinz.
16. März 2005

Auflösung:
Vizeprovinz von New Orleans (4502) von der Provinz von Denver.
31. Januar 2005

Neues Haus:
St. John Neumann in der Stadt Kunnambatta, Kerala, Indien.
3. März 2005

Auflösung eines Hauses:
St. Anthony of Padua in der Stadt Lancaster, Pennsylvania, USA.
12. März 2005

Todesfälle:
P. Antônio Braz de Figueiredo, 66, Provinz von São Paulo, 12. November 2004
P. Lionel McNicoll, 79, Provinz von Tokio, 19. März 2005
P. Charles Hugh Gildea, Provinz von Baltimore, 20. März 2005
P. Józef Nowak, 73, Warschauer Provinz, 26. März 2005
P. Denis Paquette, 91, Provinz von Sainte-Anne de Beaupré

 Inhaltsverzeichnis

Aus den Provinzen


Die Region Korea
Korea
P. Willy Jesena, C.SS.R.

Wie es begann...

Im Januar 1991 hielten die Höheren Oberen C.Ss.R. aus Asien und Ozeanien eine regionale Versammlung in Bangalore, Indien, ab. Sie beschlossen, eine Gründung in Korea zu unternehmen. P. Man Yong (John Lee), ein junger koreanischer Priester der Provinz Campo Grande ( damals Vizeprovinz) wurde mit der Gründung beauftragt. Er gelangte am 15. März (Fest des Hl. Klemens).nach Seoul, Korea. Nach manchen Schwierigkeiten fand er einen geeigneten Ort, und die Gründung wurde offiziell am Fest des Hl. Alfons (1. August) eröffnet.

Die zwei ersten Gefährten stammten ebenfalls aus Asien: P. Phaiboon Udomdej (Thailand) und P. Willy Jesena (Philippinen). Gegen Ende des Jahres traten zwei Postulanten in die Gemeinschaft der Pioniere ein. Seither ist im Lauf von 14 Jahren die Zahl der Mitbrüder mit oder ohne Gelübden auf 22 gestiegen. Gott sei gelobt!

Wie steht es jetzt?

Im letzten Januar trat das Kapitel dieser Region zur ersten Sitzung zusammen. Zum ersten Mal wurde ein Regionsrat für das gesamte Korea gewählt (siehe Foto). Der Regionsobere und seine beiden Konsultoren sind nach 1991 in die Kongregation eingetreten.

Die Mitbrüder bilden drei Kommunitäten. Sie engagieren sich in mehreren apostolischen Bereichen. In erster Linie steht die Verkündigung durch Maria, Mutter von der Immerwährenden Hilfe. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Zuwendung zu den Armen in unserem Sarnelli Haus und in unserem Apostolat unter den Einwanderern, den Arbeitern aus China, Philippinen, Vietnam, Thailand und anderen Ländern. Die Geistlichen, Ordensleute, Laien begegnen den Redemptoristen in den liturgischen Feiern, in Sakramentenspende, geistlicher Beratung, Exerzitien, Gebetsgruppen, Spitalseelsorge... Der alfonsianische Geist lebt in diesen pastoralen Tätigkeiten. Korea ist zwar grössten Teils nicht christlich, aber wir gewinnen jedes Jahr zwei oder drei neue Mitglieder. Die Ausbildung geschieht in Korea mit Betreuern aus Korea oder Thailand. Dieses Jahr haben wir vier Klerikerstudenten mit Gelübden, drei Novizen und zwei Postulanten. Ferner haben wir einen Bruder mit ewigen und einen mit zeitlichen Gelübden sowie einen Bruder im Noviziat. Wir haben 13 Priester, wovon zwei Ausländer.

Finanziell kommt die Region mit eigenen Mitteln aus durch apostolische Arbeiten, Messstipendien und Spenden. Die Region hat einen Verein von 600 Wohltätern, die einen Monatsbeitrag leisten. Für den Bau unseres Hauptsitzes haben wir vom Generalat eine Anleihe aufgenommen. Dafür geschehen Rückzahlungen alle drei Monate. In Wirklichkeit leben wir von der göttlichen Vorsehung, denn wir haben keine Erträge aus Investitionen.

Und die Zukunft?

Unser regionaler Bereich umfasst die ganze koreanische Halbinsel. Davon ist die nördliche Hälfte immer noch unter kommunistischer Kontrolle. Wir haben zwar zur Zeit genug apostolische Herausforderung im Süden, aber nach der Öffnung von Nordkorea für das Christentum in nächster Zukunft werden wir auch dort Arbeiten zu unternehmen haben. Da wir den Segen Gottes in diesen vergangenen vierzehn Jahren erfahren haben, wissen wir, dass Er uns die Mittel schenkt, um das Wirken unter seinem Volk weiterzuführen. So schreiten wir mit Vertrauen und Begeisterung vorwärts.


Peru
Das‘Gerardino’ von Peru Nord

Am 15.März, Fest des Hl.Klemens Maria Hofbauer, wurde ‘Gerardino’ mit einer Messfeier eröffnet. So heisst das neue Seminar für angehende Redemptoristenbrüder. Der Name des Seminars ist zu Ehren des Hl.Gerard, der nicht Priester, sondern ein Bruder war und auf diesem Lebensweg heilig wurde.

Momentan haben wir drei begeisterte Jungmänner, die Brüder werden wollen, nämlich Nilson Alberca, Eduardo Namuche und Abanto Bobadilla. Die Leitung der Vizeprovinz hat das Seminar dem P. Walter Malca anvertraut. Dieses Seminar ist eines der wenigen dieser Art in der Kongregation.

Dass die Brüder ihr eigenes Seminar haben, ist wichtig, denn es bietet ihnen die Möglichkeit ihre Identität auch als Gruppe wahrzunehmen und den Reichtum ihrer Berufung zu erfahren. Wir glauben, dass kleine Anfänge zu grossen Dingen führen, und sind voll Vertrauen, dass der Herr die Herzen vieler Jungen bewegen wird, dem Beispiel des Hl.Alfons und des Hl. Gerard zu folgen. Wir haben das Gefühl, dass diese kleine Gruppe junger Männer, die den ersten Schritt zu ihrer Ausbildung gemacht haben, eine fruchtbare Aussaat sind, die zu reicher Ernte führt.

Nachrichten von den Studenten

Letzten November kamen unsere Theologiestudenten von Bogotá, wo sie studieren. Bei uns hatten sie Gelegenheit, in der Seelsorge mitzuhelfen und in unseren Häusern an unserem Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Sie durften auch einige Tage in ihren Familien verbringen. Ende Januar kehrten sie nach Kolumbien zu ihren Studien zurück.

Letzten Dezember traten vier junge Männer ins Noviziat in Kolumbien ein. Es sind Eber Córdoba , Percy Yarllequé, Jimmy Ramirez und Jesús Bobadilla. Wie wir neulich vernommen haben, sind sie glücklich und begeistert.

Im Januar kamen unsere Postulanten nach Lima zu Sommerkursen. Wir hören, dass es ihnen gut geht. Momentan sind sie miteinander in Trujillo. Sie machten eine Woche Exerzitien zum Jahresbeginn und halfen auch mit in der Cascas Mission bei der Vorbereitung auf die Karwoche.

Am 17. Februar beginnen Manuel Moscol, Pedro Montero, Eric Sánchez, Daniel Castillo and Alex Águila ihr Postulat in der Stadt Trujillo. Dort kommt auch noch Cosme Quispe von Cusco dazu.

Dieses Jahr haben wir 35 Seminaristen: 3 sind im Seminar St. Gerard in Piura, wie oben erwähnt, 22 im Seminar St. Alfons in Trujillo, 4 im Noviziat in Kolumbien und 6 studieren Theologie in Bogotá. Ferner ist Bruder Carlos Periche zum pastoralen Praktikum in Cascas, und Bruder Carlos Rojas ist auf Urlaub.

Soweit wir voraussehen, ist unsere Zukunft Dank Gott vielversprechend.


Die Region Korea
Korea
P. Willy Jesena, C.SS.R.

Wie es begann...

Im Januar 1991 hielten die Höheren Oberen C.Ss.R. aus Asien und Ozeanien eine regionale Versammlung in Bangalore, Indien, ab. Sie beschlossen, eine Gründung in Korea zu unternehmen. P. Man Yong (John Lee), ein junger koreanischer Priester der Provinz Campo Grande ( damals Vizeprovinz) wurde mit der Gründung beauftragt. Er gelangte am 15. März (Fest des Hl. Klemens).nach Seoul, Korea. Nach manchen Schwierigkeiten fand er einen geeigneten Ort, und die Gründung wurde offiziell am Fest des Hl. Alfons (1. August) eröffnet.

Die zwei ersten Gefährten stammten ebenfalls aus Asien: P. Phaiboon Udomdej (Thailand) und P. Willy Jesena (Philippinen). Gegen Ende des Jahres traten zwei Postulanten in die Gemeinschaft der Pioniere ein. Seither ist im Lauf von 14 Jahren die Zahl der Mitbrüder mit oder ohne Gelübden auf 22 gestiegen. Gott sei gelobt!

Wie steht es jetzt?

Im letzten Januar trat das Kapitel dieser Region zur ersten Sitzung zusammen. Zum ersten Mal wurde ein Regionsrat für das gesamte Korea gewählt (siehe Foto). Der Regionsobere und seine beiden Konsultoren sind nach 1991 in die Kongregation eingetreten.

Die Mitbrüder bilden drei Kommunitäten. Sie engagieren sich in mehreren apostolischen Bereichen. In erster Linie steht die Verkündigung durch Maria, Mutter von der Immerwährenden Hilfe. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Zuwendung zu den Armen in unserem Sarnelli Haus und in unserem Apostolat unter den Einwanderern, den Arbeitern aus China, Philippinen, Vietnam, Thailand und anderen Ländern. Die Geistlichen, Ordensleute, Laien begegnen den Redemptoristen in den liturgischen Feiern, in Sakramentenspende, geistlicher Beratung, Exerzitien, Gebetsgruppen, Spitalseelsorge... Der alfonsianische Geist lebt in diesen pastoralen Tätigkeiten. Korea ist zwar grössten Teils nicht christlich, aber wir gewinnen jedes Jahr zwei oder drei neue Mitglieder. Die Ausbildung geschieht in Korea mit Betreuern aus Korea oder Thailand. Dieses Jahr haben wir vier Klerikerstudenten mit Gelübden, drei Novizen und zwei Postulanten. Ferner haben wir einen Bruder mit ewigen und einen mit zeitlichen Gelübden sowie einen Bruder im Noviziat. Wir haben 13 Priester, wovon zwei Ausländer.

Finanziell kommt die Region mit eigenen Mitteln aus durch apostolische Arbeiten, Messstipendien und Spenden. Die Region hat einen Verein von 600 Wohltätern, die einen Monatsbeitrag leisten. Für den Bau unseres Hauptsitzes haben wir vom Generalat eine Anleihe aufgenommen. Dafür geschehen Rückzahlungen alle drei Monate. In Wirklichkeit leben wir von der göttlichen Vorsehung, denn wir haben keine Erträge aus Investitionen.

Und die Zukunft?

Unser regionaler Bereich umfasst die ganze koreanische Halbinsel. Davon ist die nördliche Hälfte immer noch unter kommunistischer Kontrolle. Wir haben zwar zur Zeit genug apostolische Herausforderung im Süden, aber nach der Öffnung von Nordkorea für das Christentum in nächster Zukunft werden wir auch dort Arbeiten zu unternehmen haben. Da wir den Segen Gottes in diesen vergangenen vierzehn Jahren erfahren haben, wissen wir, dass Er uns die Mittel schenkt, um das Wirken unter seinem Volk weiterzuführen. So schreiten wir mit Vertrauen und Begeisterung vorwärts.

Inhaltsverzeichnis

In Spiritu Redemptionis

Seiner Exzellenz
Msgr. Leonardo Sandri
Staatssekretariat
Vatikanstadt

Eure Exzellenz!

Tief erschüttert vom Heimgang unseres geliebten Heiligen Vaters, Johannes Paul II., möchte ich in meinem eigenen Namen sowie im Namen der gesamten Kongregation unsere tief empfundene Anteilnahme am Schmerz der ganzen Kirche ausdrücken.

In unwandelbarer Treue zur besonderen Liebe zum Nachfolger des hl. Petrus, die der hl. Alfons uns eingepflanzt hat, war die gesamte Familie der Redemptoristen, Missionare, Schwestern und Laienmitarbeiter in diesen letzten schweren Tagen seiner irdischen Pilgerfahrt mit ihren Gebeten beim Heiligen Vater Johannes Paul II..

Voll Dankbarkeit für das Gute, das der Herr während des langen und segensreichen apostolischen Dienstes seines treuen Dieners zum Wohl der Kirche und der Menschheit getan hat, wollen wir unsere Gebete fortsetzen. Als Redemptoristen fühlen wir uns in besonderer Weise verpflichtet, seine Worte über die Notwendigkeit der vertrauensvollen Weiterführung der Evangelisierung vor allem der Armen und Verlassensten sehr ernst zu nehmen, damit alle Menschen die barmherzige Liebe erfahren, die jedem Menschen Hoffnung gibt. Wir betrachten die Worte, die der Heilige Vater Johannes Paul II. an unser letztes Generalkapitel richtete, als fundamentalen Auftrag: „Geht voll Hoffnung voran! Bemüht euch, wie euer Gründer, den Blick fest auf den Erlöser zu richten, und lasst euch von Maria, seiner und unserer Mutter, führen. Nur so könnt ihr Mitarbeiter, Teilhaber und Verwalter Jesu Christi im großen Werk der Erlösung sein“.

Joseph W. Tobin C.Ss.R.
Generalsuperior

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Redemptoristen in den Nachrichten

P. Real Tremblay C.Ss.R. (St.-Anna-de-Beaupré), ein Mitglied der Kommunität von Sant‘ Alfonso und Professor für Moraltheologie an der Alfonsiana, hat jüngst einen Kommentar geschrieben zum Brief der Kongregation für die Glaubenslehre vom 31. Mai 2004 „Über die Zusammenarbeit von Männern und Frauen in Kirche und Welt“, der in der wöchentlichen englischen Ausgabe des L’Osservatore Romano unter dem Titel Den „vertrauten Umgang“ mit Christus von Maria lernen erschien.

P. Brian Johnstone C.Ss.R. (Canberra) auch ein Mitglied der Kommunität von Sant‘Alfonso und Professor für Moraltheologie an der Alfonsiana, wurde vom Katholischen Nachrichtendienst um eine Stellungnahme zum Bericht über eine Italienerin gebeten, die eine Hautkrebs-Behandlung abgelehnt hatte, um ihr ungeborenes Kind nicht zu gefährden. Die Frau starb drei Monate nach der Geburt ihres Kindes. Obwohl der Vatikan ihre Entscheidung „mutig“ und „heroisch“ genannt hatte, erklärte P. Brian, dass es ihr moralisches Recht gewesen wäre, den Hautkrebs behandeln zu lassen. In diesem Zusammenhang war er gebeten worden, die sittliche Beurteilung einer „Handlung mit zwei Wirkungen“ darzulegen.

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Nachrichten aus dem Vatikan mit Bezug zur Via Merulana

Redemptoristen und der Vatikan

Bischof Antonio Baseotto C.Ss.R. von Argentinien wurde auf Grund einer Kontroverse mit Regierungsmitgliedern wegen der immer heftiger geführten Abtreibungsdebatte von der Regierung seines Amtes als Militärbischof vonArgentinien enthoben. Der Nachrichtensender BBC berichtete:

„Gesundheitsminister Gines Gonzalez Garcia sagte unlängst, er trete für die Legalisierung der Abtreibung ein. Bischof Baseotto antwortete darauf, dass die Haltung des Ministers diesen zu einem Verteidiger von Mord mache. Mit Bezug auf ein Zitat aus dem Neuen Testament sagte er, dass Herr Gonzalez Garcia es verdiene, mit einem Mühlstein um den Hals „ins Meer geworfen zu werden“.

Die Regierung behauptete nun, dass diese Äußerung böse Erinnerungen an Argentiniens unselige Vergangenheit wachrufe. Während der Herrschaft des Militärs von 1976-83 wurden nämlich politische Gegner auf so genannten „Todesflügen“ ins Meer geworfen.

Der Bischof hielt dagegen, dass seine Worte aus dem Zusammenhang gerissen worden seien. Er bekleidet dieses Amt aufgrund einer Vereinbarung zwischen Argentinien und dem Vatikan aus dem Jahre 2002. Aber ein neues Dekret des Präsidenten hat diese Vereinbarung für null und nichtig erklärt.

Kabinettchef Alberto Fernandez erklärte, dass die Regierung den Unterhalt des Bischofs formell zurückziehen und sein Gehalt einstellen würde. Diese Maßnahme ist die Antwort auf Roms Entscheidung, den Bischof in seinem Amt zu bestätigen.“

Aus Regierungskreisen verlautete dazu, dass es Bischof Baseotto natürlich unbenommen sei, weiterhin die Seelsorge an den Streitkräften auszuüben. Bis jetzt gibt es dazu keine Stellungnahme aus dem Vatikan.


Erzbischof Nikola Eterovic, der Generalsekretär der Bischofssynode, hat bekannt gegeben, dass unser Generalsuperior P. Joseph W. Tobin, in die 11. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode über die Eucharistie berufen wurde, die heuer vom 2. – 29. Oktober stattfindet.

Inhaltsverzeichnis

Monatliche Bildergalerie  (nur online)

Redemptoristine photo:

1. Reihe: Sr. Marie Anais Kiema von Burkina-Faso, Diabo; Sr. Chantal Lussier von Sainte-Therese, Kanada; Sr. Marie Christiane Kammerlocher von Landser, Frankreich; P. Joseph Tobin, fromm kniend!

2. Reihe: P. Emilio Lage (Generalatshaus, Rom), Sr. Kazimiera Kut von Bielsko-Biala, Polen; Sr. Joan Calver, Liguori, USA; Sr. Anna Marie Ceneri von Scala.

3. Reihe: P. Gabriel Boudreau (Generalatshaus, Rom), P. Louis Crausaz, (Schweiz), P. Augustin Phaiboon (Thailand), P. Miroslaw Grakowicz (Warschau)

Korea Photos:

1) Die regionale Kommunität in Korea mit drei Neuprofessen (mit Klerik und Rosenkränzen)

2) Der Rat der Region Korea (in Alba) und die regionale Kommunität

3) Der Rat der Region (v.l.n.r.): P. Stephano Maria Jung, Konsultor; P. Raphael Lee, Superior der Region; P. Macario Lee, Vikar der Region

4) Der Neuprofesse Br. Jacobo Yoon stellt den Gästen seine Eltern und Verwandten vor

Memorial Mass photos:

1) P. General, P. Sabatino Majorano, Präsident der Alfonsianischen Akademie, P. Sean Wales, Vizerektor von San Alfonso, and P. Sergio Campara, Rektor von San Alfonso, leiten am 5. April den Gedenkgottesdienst für Papst Johannes Paul II. in der Akademie

2) Papst Johannes Paul II. zum Gedenken

3) Mitglieder der Akademie und die Kommunität von San Alfonso konzelebrieren bei der hl. Messe

4) Osterschmuck für die Mutter von der Immerwährenden Hilfe

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Webseiten im Brennpunkt

Diesen Monat empfehlen wir die Website der Provinz von Puerto Rico. Sie ist zwar noch nicht ganz fertig, hat aber schon jetzt eine Reihe von sehr interessanten Seiten:

http://es.geocities.com/vocacioncssr

http://es.geocities.com/estacionmisionera

http://es.geocities.com/estacionmisionera/entrevistajc

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Berichte aus der Kurie, den Sekretariaten, Instituten und Komitees

Generalsekretariat für die Brüder
Rom
19. - 21. Januar 2005

1. Allgemeine Zielsetzungen:

Die Hauptziele des Sekretariates sind:

Der Generalleitung Vorschläge und Anregungen unterbreiten und während des laufenden Sexenniums als ausführendes Organ dienen zur Umsetzung von Vorhaben der Generalleitung zu Gunsten der Brüder.

Die Berufung des Redemptoristenbruders hervorheben und bekannt machen.

Besseres Verständnis vom Beruf, von der Identität und der apostolischen Sendung des Bruders als wesentlichen Beitrag zu echt redemptoristischer Lebensweise fördern.

Die Brüder begleiten und unterstützen in der Treue zu ihrem Beruf als Redemptoristen.

2. Mitglieder:

Bruder Jeffrey Rolle (Präsident), Bruder Michael Duxbury, Bruder João Batista de Viveiros, Bruder Joel de Guzman, Br. Benjamin Posvo, Br. Alvaro Ribeiro, Pater José Samuel Torres und Pater Enrique López (Generalkonsultor).

Die Mitglieder der regionalen und subregionalen Sekretariate sind Brüder, Priester und (so weit als möglich) ein (Vize)Provinzial der Region oder Subregion.

3. Ziele und Aufgaben des Generalsekretariates:

Das Generalsekretariat wird ernsthaft nachdenken über die Rolle und Sendung des Redemptoristenbruders im heutigen Umfeld und eine Anwort darauf geben.

Es wird ernsthaft die Möglichkeit erwägen, daß ein Bruder Mitglied des Generalrates wird (Siehe die entsprechenden Kriterien, die das Generalsekretariat für die Brüder an seiner Sitzung vom 28. August -1. September 2000 in München festgelegt hat).

Es wird die Einheiten der Kongregation dazu anregen und ermuntern, daß sie die Allgemeine Ratio Formationis umsetzen und dabei stets die Ratio Formationis von 1996 berücksichtigen.

Es wird die Einheiten der Kongregation dazu anregen und ermuntern, daß sie ein konkretes Programm zur Förderung von neuen Brüderberufen entwerfen und anwenden.

Es wird zur Bildung von Sekretariaten (oder Kommissionen) für die Brüder in den verschiedenen Einheiten anregen.

Es wird sich einsetzen für die Brüder, die im Hinblick auf ihre apostolische Tätigkeit einen akademischen Grad oder akademische Qualifikation anstreben (Siehe XXII. Generalkapitel, Postulat 5.2),

die Weiterbildung der Brüder fördern besonders in den Bereichen Spiritualität. Ordensleben, Theologie, Seelsorge usw.

die Teilnahme der Brüder und aller Mitglieder an den Kursen für Erneuerung und Weiterbildung fördern, besonders an Kursen, die vom Zentrum für Spiritualität und vom Sekretariat für die Ausbildung organisiert werden;

zur Teilnahme an interprovinzialen und interkongregationalen Initiativen in Bezug auf den Bruderberuf ermuntern;

theologische, spirituelle, soziologische und pastorale Studien über den Brüderberuf unterstützen, fördern und verbreiten;

die Empfehlungen des früheren Generalsekretariates für die Brüder befolgen, wie sie festgehalten sind im Rapport an das XXIII. Generalkapitel.

Das Generalsekretariat ist verpflichtet, im Archiv in Rom all das Material zu bewahren, das vom Sekretariat produziert und empfangen wird.

4. Aufgaben der regionalen und subregionalen Sekretariate:

Das Sekretariat wird mit den Regionen und Subregionen der Redemptoristen zusammenarbeiten. Es bestehen sechs Regionalsekretariate: 1) Nord- und Osteuropa, 2) Südeuropa, 3) Nordamerika, 4) Südamerika (mit der Subregion Brasilien im Norden und der südlichen Subregion), 5) Afrika und 6) Asienozeanien.

Die Regionalen und subregionalen Sekretariate werden

animieren, unternehmen, ermöglichen und, wenn nötig, begleiten, was zu organisieren und auszuführen ist im Hinblick auf die Zielsetzungen und Aufgaben des Generalsekretariates;

weiterhin animieren, ermuntern und ermöglichen, was das vorhergehende Generalsekretariat an Überlegungen und Denkanstößen in die Wege geleitet hat;

weiterhin die Entwicklungen nach Anwendung der Ratio Formationis für Brüder unterstützen und auswerten, weiterhin die Werbung für Berufe in den Provinzen unterstützen und überprüfen;

dem Generalsekretariat für die Brüder Vorschläge und Empfehlungen unterbreiten.

Die regionalen und subregionalen Sekretariate werden einen Präsidenten und einen Sekretär haben, um ihre Sitzungen zu organisieren und die gesteckten Ziele zu erreichen.

Der Präsident der regionalen und subregionalen Sekretariate wird dafür sorgen, daß Kopien von den Protokollen ihrer Sitzungen an den Präsidenten des Generalsekretariates für die Brüder gelangen.

5. Aufgabenprofil vom Präsidenten des Generalsekretariates.

Der Präsident des Generalsekretariates wird ein Bruder sein, der viel Zeit investieren kann, um die Probleme und Tätigkeiten der Brüder in den sechs Regionen der Kongregation wahrzunehmen.

Er wird dafür sorgen, daß die Protokolle der Sekretariatssitzungen aufbewahrt werden und eine Kopie davon an die Generalleitung gelangt.

Der Präsident arbeitet zusammen mit dem zuständigen Generalkonsultor und unterstützt die Arbeit der übrigen Mitglieder des Sekretariates in ihren respektiven Regionen.

Der Präsident begleitet und animiert Leute in den Regionen und hilft bei der Gründung von Subregionen, sofern das nötig ist.

Er sollte an den Sitzungen der Regionalsekretariate für Brüder teilnehmen,

bemüht sich um die Kommunikation unter den Regionalsekretariaten,

pflegt Kontakt mit den übrigen Generalsekretariaten,

verbreitet Nachrichten über positive Erfahrungen im Leben und Wirken der Brüder,

liefert dem „Büro für Kommunikation“ der Generalleitung Unterlagen für die Spalte der Brüder auf der Webseite der Redemptoristen und für das Nachrichtenbulletin,

stellt den Brüdern Material zur Verfügung über das Leben des Hl. Gerhard und anderer Redemptoristenbrüder.


Sekretariat für die Redemptoristinnen
Rom

Das Sekretariat der Redemptoristen zur Unterstützung der Redemptoristinnen steht unter der Leitung von Pater General Joseph W. Tobin und dem Sekretär Pater Emilio Lage. Es tagte in Rom am 4. und 5. März mit mehreren Redemptoristinnen, die ihre verschiedenen selbständigen Klöster nach sprachlichen und geographischen Regionen vertraten: Sr. Anna Maria Ceneri von Scala; Sr. Marie Christiane Kammerlocher von Landser, Frankreich; Sr. Chantal Lussier von Sainte-Therese, Kanada; Sr. Marie Anais Kiema von Burkina-Faso, Diabo; Sr. Kazimiera Kut von Bielsko-Biala, Polen und Sr. Joan Calver von Liguori, U.S.A.

Die Gruppe tagte in ganztägigen Sitzungen und beriet ausführlich über eine Ratio Formationis für den ganzen Orden, die durch das Viva Memoria Team vorbereitet war. Beschluß über die Ratio Formationis wurde zu diesem Zeitpunkt nicht gefaßt. Jedes selbständige Kloster muß die Ratio beurteilen, und nachher wird eine internationale Versammlung, in der jedes Kloster mit einer Delegierten vertreten ist, einberufen. Diese Versammlung wird über die Vorlage beraten, bevor sie den Text als rechtsgültiges Gesetz verabschiedet.

Man sprach auch über andere Anliegen, namentlich über Klöster, wo nur noch einige betagte Schwestern sind. Man stellte die Frage: „Wie können Klöster einander helfen?“ Es wurden Vorschläge gemacht und diskutiert. Die Bereitschaft zu helfen war offenkundig. Diese Situation fordert zum Gebet auf!

Am 6. März fuhren alle Schwestern mit den Redemptoristen P. Ignaz Dekkers (Amsterdam), P. Augustin Phaiboon Udomdej (Bangkok) und P. Miroslaw Grakowicz (Warschau) im Zug nach Foggia zum Kloster der Redemptoristinnen, wo de Reliquien der Ehrwürdigen Mutter Maria Celeste aufbewahrt sind. Von den dortigen Schwestern wurden wir nach der Eucharistiefeier überaus freundlich empfangen. Miteinander beteten wir in der Krypta der Ehrwürdigen Celeste. Auch das ansprechendes Museum zu Ehren der Ehrwürdigen Mutter bewunderten wir.

Am 7. März verliessen die Schwestern die Stadt Rom, dankbar einmal mehr für die Hilfe und Aufmerksamkeit von Pater General, Pater Lage und allen Redemptoristen.

Frohes Fest der „Auferstehung“ - Sr. Joan, O.SS.R. Liguori

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